Wird es noch ein TV-Duell geben? - Trump und Biden debattieren das Debatten-Format

Wir müssen reden: So hätte es zumindest Donald Trump gern. Aber bitte nicht digital – und eine Woche später als geplant. Muss nicht sein, sagt Joe Biden. Ob die zwei noch einmal in irgendeiner Form debattieren, ist zurzeit unklar. Sicher ist, dass beide davon profitieren würden – der eine mehr als der andere. 

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Das nächste TV-Duell zwischen Biden und Trump steht auf wackligen Beinen / dpa

Autoreninfo

Daniel C. Schmidt ist freier Reporter. Er studierte in Manchester und London (BA Politics & Economics, MSc Asian Politics) und lebt zur Zeit in Washington, D.C.. Schmidt schreibt über Pop, Kultur und Politik.

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Daniel C. Schmidt

In den offiziellen Termin-E-Mails aus dem Weißen Haus an die Vertreter der Medien steht seit einer Woche ein Satz, der nicht mehr als sieben Wörter umfasst, aber zu diesem Zeitpunkt Stoff für ein ganzes Buch bietet: „The President has no public events scheduled.“

Der Präsident hat keine öffentlichen Veranstaltungen geplant. Mitten im Wahlkampf, weniger als vier Wochen bevor die Stimmen am 3. November abgegeben werden. Eigentlich irre. Aber natürlich nicht so irre wie die Tatsache, dass vor sieben Tagen bekannt gegeben wurde, dass der Präsident der Vereinigten Staaten an Covid-19 erkrankt ist.

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Ernst-Günther Konrad | Fr, 9. Oktober 2020 - 16:31

Für die deutschen Medien und einen Teil der amerikanischen Presse hat Biden doch schon gewonnen. Nach dem letzten Desaster zwischen den beiden, in objektiven Medien war zu lesen, da war keiner besser als der andere, kann das Absagen des persönlichen Aufeinandertreffens doch nur ein Gewinn für beide sein.
Für mich ist es ganz persönlich ein Fake, das Trump Corona hatte. Was immer dieser "Test" angezeigt haben mag. Offenkundig haben sie beide ja kompetente Vize-Kandidaten, die es inhaltlich und im persönlichen Umgang wesentlich besser gemacht haben. Mag man mit diesen beiden fortfahren, sie vertreten ja die Interessen und Vorgaben ihrer jeweiligen Kandidaten.
Inzwischen ist es völlig egal, was und wie Trump etwas macht. Es finden sich immer welche, die ihm irgendetwas vorwerfen. Von Biden hört und liest man da fast gar nichts. Es bleibt festzustellen, das die Amerikaner den Präsidenten wählen und nicht links-grüne Medien hier in DE. Obwohl sie hier existenzielle Fragen zu stellen hätten.

Kai Hügle | Sa, 10. Oktober 2020 - 20:10

Wie Sie richtig bemerken, wird der amerikanische Präsident in den USA gewählt - und weder von "links-grünen Medien" noch von denen, die Sie für "objektiv" halten (welche wären das?).
Die letzte Debatte haben immerhin 73 Millionen Amerikaner verfolgt. Praktisch alle waren sich einig, dass sie extrem stillos war, und dies lag natürlich natürlich vor allem an Trump, der Biden ständig unterbrach, log wie am Fließband und gewissermaßen im Vorbeigehen rechtsextremistischen paramilitärischen Gruppierungen empfahl, sich für die Wahl "zurück- aber bereitzuhalten"!
Ein paar seiner Anhänger haben das offenbar so interpretiert, dass Pläne entwickelt wurden, die Gouverneurin von Michigan zu entführen. Zum Glück hat das FBI diese Männer rechtzeitig festgenommen.

https://www.bbc.com/news/world-us-canada-54482846

Im Vergleich zu einem Viren schleudernden Demagogen und über 210.000 Corona-Toten nehmen sich unsere Probleme in Deutschland doch relativ bescheiden aus.