Psychoanalytiker: - Zwei extreme Fälle von Narzissmus

Wären David Cameron und Boris Johnson Patienten auf der Couch, wie würde die Diagnose lauten? Der Psychoanalytiker Hans-Jürgen Wirth sieht die Brexit-Kampagne von Narzissmus und das Wahlergebnis von Ressentiments getrieben

Londons Ex-Bürgermeister Boris Johnson und der britische Premierminister David Cameron während einer Wahlkampfveranstaltung zum Brexit-Referendum
Zwei Egoisten am Werk: Boris Johnson und David Cameron / picture alliance

Autoreninfo

Hans-Jürgen Wirth ist Professor für Sozialpsychologie an der Universität Frankfurt und Autor des Buches Narzissmus und Macht. Zur Psychoanalyse seelischer Störungen in der Politik.

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Hans-Jürgen Wirth

David Cameron wird in die Geschichte eingehen als der Premierminister Großbritanniens, der sein Land um eines kleinen partei- und machtpolitischen Vorteils willen in eine Fehlentscheidung historischen Ausmaßes geführt hat. Schon seit Jahrzehnten gefielen sich englische Politiker darin, Stimmung gegen die Europäische Union zu machen. Auch Cameron war ganz groß darin, Ressentiments gegen „die Eurokraten in Brüssel“ zu schüren, um sich selbst zum heldenhaften Kämpfer gegen die „Fremdherrschaft der EU“ zu stilisieren.

Zugleich nutzte er die auch von ihm selbst angefachte EU-Feindlichkeit, um bei eben dieser EU in erpresserischer Manier Sonderbedingungen für sein Land herauszuschlagen. Es war ein zynisches Spiel, weil Cameron selbst nicht an die boshaften Schmähungen glaubte, die unter einer wachsenden Zahl seiner Landsleute grassierten. Er gab sich der narzisstischen Illusion hin, seine Landsleute würden alle seine taktischen Winkelzüge mitmachen, ihm am Ende aber doch bei seinem Votum für den Verbleib in der EU folgen. Aber zu diesem Zeitpunkt war der giftige Geist des Ressentiments schon aus der Flasche und wurde von Camerons Rivalen um das Amt des Parteivorsitzenden und Premierministers, Boris Johnson, skrupellos befeuert.

Boris Johnson ist der Typus des schillernden Narzissten, dem jedes Mittel recht ist, wenn es nur seinen ehrgeizigen Zielen und seinem Machtstreben dient und sein Bedürfnis, im Scheinwerferlicht zu stehen, befriedigt. Chamäleonartig wandelte er sich vom leutseligen, wort- und weltgewandten Bürgermeister Londons zum manipulativen Demagogen, der ganz offen Ressentiments und Hass säht, gegen besseres Wissen Lügen verbreitet, Unsicherheit und paranoide Ängste schürt, die er dann mit illusionären Versprechungen beschwichtigt. Jedes Mittel der Demagogie und des Ressentiments ist ihm billig, um Aufmerksamkeit zu erregen und sich in Szene zu setzen.

Eine Kampagne aus Egoismus und Eitelkeit

In seiner Zeit als Korrespondent in Brüssel fiel er dadurch auf, dass er das EU-Bashing besonders virtuos beherrschte und dabei weder vor maßlosen Übertreibungen noch vor Unwahrheiten und reinen Erfindungen zurückschreckte. In privaten Gesprächen und in seiner Zeit als Bürgermeister Londons zeigte er sich jedoch keineswegs als fanatischer EU-Gegner. Im Grunde entsprang seine Kritik an der EU nicht tiefen politischen Überzeugungen, sondern seiner Lust, Krawall und Chaos zu veranstalten und sich damit in den Mittelpunkt zu stellen. Er spielt noch immer den Klassenclown, der scheinbar keine Angst davor hat, dass man auch über ihn lacht, dessen Ziel aber darin besteht, andere zum Opfer von Spott, Hohn und Häme zu machen. Johnson sprang erst auf den Brexit-Zug auf, als dieser Fahrt aufgenommen hatte und er erkannte, dass ihm dies die Chance bot, sich als Nachfolger Camerons zu profilieren.

Beide Politiker handelten in hohem Maße verantwortungslos. Indem Cameron zum kurzfristigen Nutzen seiner eigenen politischen Karriere das Referendum versprach, beging er als Politiker einen Kardinalfehler, den der Soziologe Max Weber als „größte Sünde wider den heiligen Geist seines Berufs“ als Politiker bezeichnet hat: den Machtmissbrauch um des persönlichen Vorteils Willen. In seinem berühmten Essay „Politik als Beruf“ (1919) richtet Weber im Zusammenhang mit den negativen Wirkungen der Macht seinen soziologischen Blick auf „einen ganz trivialen, allzu menschlichen Feind [...]: die ganz gemeine Eitelkeit“. Er bezeichnet die Eitelkeit als eine „Berufskrankheit“ der Politiker und gibt eine Definition von Machtmissbrauch: „Die Sünde gegen den heiligen Geist seines Berufs aber beginnt da, wo dieses Machtstreben unsachlich und ein Gegenstand rein persönlicher Selbstberauschung wird, anstatt ausschließlich in den Dienst der ‚Sache‘ zu treten“.

Max Weber thematisiert hier den engen Zusammenhang zwischen pathologischem Narzissmus und Machtmissbrauch, auch wenn ihm der Begriff des Narzissmus nicht geläufig war. Das Machtstreben und der narzisstische Geltungsdrang verführte die Politiker Cameron und Johnson dazu, das Wohl Großbritanniens leichtfertig aufs Spiel zu setzen, um ihrer persönlichen Eitelkeit zu frönen. Um die „Sache“, die der EU-Skepsis tatsächlich zugrunde liegt, nämlich die realen sozioökonomischen Verwerfungen, unter denen die schlechter gebildeten, sozial benachteiligten und älteren Teile der Landbevölkerung und der Arbeiterschaft leiden, haben sich Cameron und Johnson nicht im Geringsten geschert.

Brexit zutiefst irrational

Der Brexit macht viele Menschen in Großbritannien und sogar weltweit so traurig, ratlos und wütend, weil er zutiefst irrational ist. Er dient weder dem Wohl Großbritanniens, noch dem der Europäischen Union, weder dem Wohl der konservativen Partei noch dem Ansehen Camerons. Den Brexit leichtfertig in Kauf zu nehmen, war destruktiv und selbstdestruktiv zugleich und damit Kennzeichen eines krankhaften Narzissmus. Auf absehbare Zeit werden alle Beteiligten unter dem Brexit und seinen Folgen wirtschaftlich zu leiden haben.

Sogar die erneute Möglichkeit einer Abspaltung Schottlands ist wahrscheinlicher geworden, ein Prozess, der aus Sicht Englands einem historischen Fiasko gleichkäme. Sollte sich Schottland tatsächlich von Großbritannien trennen, erführe dieses keinen Gewinn an Souveränität, der doch angeblich mit dem Brexit angestrebt war, sondern einen schmerzlichen historischen Souveränitätsverlust.

Diese irrationale Entscheidung ist nur massenpsychologisch verständlich. Sie wirft für die Brexit-Befürworter den psychologischen Gewinn ab, der sich aus der illusionären Hoffnung speist, Freiheit und Autonomie gewonnen und die „Brüsseler Bürokratie“ vom Sockel gestoßen zu haben. Sie dient der Bestätigung des Heldenmythos vom unabhängigen, freiheitsliebenden und jeglicher Fremdherrschaft trotzenden Seefahrervolk. Sozialpsychologisch betrachtet, befriedigt der Brexit dumpfe Ressentiments. Die Brexit-Bewegung wird angestachelt von negativen Affekten wie Neid, Groll, Feindseligkeit, Misstrauen, Häme und Rachegefühlen. Es nimmt deshalb auch nicht Wunder, dass der Beifall für die britische Entscheidung ausschließlich von Gruppierungen und Personen kommt, die selbst mit dem politischen Mittel des Ressentiments hantieren, wie es von den rechtspopulistischen Gruppierungen und von Putin bekannt ist.

„Seelische Selbstvergiftung“

Wie funktioniert das Ressentiment und warum werden manche Bevölkerungsgruppen stärker davon befallen als andere? 

Der Philosoph Max Scheler (2015) versteht unter Ressentiment eine Vergiftung des sozialen Klimas, die mit einer „seelischen Selbstvergiftung“ einhergeht. Mit der Metapher der Vergiftung soll ausgedrückt werden, dass es sich um einen Prozess handelt, der schleichend verläuft, einige Zeit unbemerkt bleiben kann, aber schließlich in alle Poren des seelischen und auch das sozialen Lebens eindringt und seine destruktive und – das ist besonders wichtig und kennzeichnend – auch selbstdestruktive Wirkung entfaltet. Das Ressentiment unterscheidet sich deutlich vom offenen Wutausbruch, der explosionsartig hervorbricht und in seiner aggressiven Qualität als solcher klar zu erkennen und einzuordnen ist.

Im Unterschied dazu versteckt sich beim Ressentiment die aggressive Qualität hinter demonstrativer Biederkeit, Scheinheiligkeit, Anpassung an Konvention und Tradition und reaktionären Haltungen, die sich als Konservatismus und Traditionspflege maskieren. Das Ressentiment hat daher einen heimtückischen, schleichend zersetzenden, bösartigen und hinterhältigen Charakter. Personen und Gruppierungen, die Ressentiments pflegen und in die Welt setzen, bedienen sich regelmäßig der Lüge, des Verrats, des Hinterhalts, des unfairen Tricks, der Heimtücke. Und während sie all diese Verhaltensweisen selbst praktizieren, klagen sie die anderen gerade dieses unmoralischen Verhaltens an. Sie inszenieren sich als Opfer der Niederträchtigkeit, die ihr eigenes Handeln charakterisiert.

Der biografische und gesellschaftlich-kulturelle Hintergrund, auf dem sich Ressentiments herausbilden, ist in aller Regel durch subjektiv erlebte oder auch reale Erfahrungen von Ungerechtigkeit, Benachteiligung und Demütigung geprägt. Erfahrungen politischer Ohnmacht und psychokultureller Entwertung und Kränkung bilden auch den Hintergrund für das anti-europäische Ressentiment. Psychoanalytisch betrachtet, handelt es sich um den Abwehrmechanismus der Verkehrung von der Passivität in die Aktivität. Was man selbst schmerzhaft an Demütigung und Ungerechtigkeit erfahren hat, lässt man nun andere spüren.

Die vier Wurzeln des Ressentiments

Das Anti-EU-Ressentiment in England und Wales hat vor allem vier Wurzeln.

Erstens: Während die junge Generation im boomenden Finanz- und Dienstleistungssektor der Weltmetropole London die internationalen und multikulturellen Kontakte als Bereicherung ihres individuellen, kommunikativen und weltoffenen Lebensstils empfindet, hat sich bei der älteren Generation ein Gefühl der Ungerechtigkeit und Entwertung herausgebildet, das sich als Ressentiment gegen die EU ausdrückt und auch in den Abstimmungsergebnissen des Referendums spiegelt: 64 Prozent der 18–24 Jährigen votierte für den Verbleib in der EU, während nur 24 Prozent dieser Altersgruppe für den Brexit war. Und auch bei der Altersgruppe der 25- bis 49-Jährigen gab es noch eine Mehrheit von 45 Prozent für den Verbleib. Nur 39 Prozentstimmten für den Austritt. 

Erst ab dem Alter von 50 Jahren dreht sich das Verhältnis um: Nur 35 Prozent der Jahrgänge 50 bis 64 Jahre entschieden sich für die EU, während 49 Prozent der EU den Rücken kehren wollen. Bei den über 65-Jährigen sind es schließlich 58 Prozent, die für den Brexit sind und nur 33 Prozent, die der EU die Treue halten wollen.

Zweitens: Wie zahlreiche sozialwissenschaftliche Studien zeigen, treten fremdenfeindliche Ressentiments bei schlechter gebildeten Bevölkerungsgruppen mit geringem Sozialstatus häufiger auf als bei besser gebildeten mit höherem Sozialstatus. Erfahrungen von Ohnmacht und Benachteiligung lösen Gefühle von Ungerechtigkeit aus, die den psychologischen Nährboden für Ressentiments bilden. Unter den Anhängern des Brexit finden sich signifikant häufiger Personen mit niedrigem Bildungsniveau und geringem Sozialstatus. Ihr Ressentiment richtet sich gegen Migranten und Flüchtlinge und gegen die EU, die angeblich Flüchtlinge nach Großbritannien schleust. Tatsächlich ist die große Zahl von Migranten in Großbritannien aus den ehemaligen Kolonien eingewandert oder es sind gezielt Arbeitskräfte aus EU-Ländern, insbesondere aus Polen, angeworben worden. Großbritannien hat von diesen Zuwanderern wirtschaftlich erheblich profitiert, nur hat es die Regierung versäumt, diese Zusammenhänge ihrer Bevölkerung angemessen zu vermitteln.

Drittens: Besonders die Landbevölkerung votierte mehrheitlich für den Brexit, während die Metropole London sich der EU verbunden fühlt. Diese gesellschaftliche Spaltung in eine wirtschaftlich prosperierende Finanzmetropole und eine Landbevölkerung, die sich abgehängt fühlt, findet ihren psychologischen Ausdruck im anti-europäischen Ressentiment.

Viertens spielt auch noch eine kollektive Kränkung des Gruppen-Narzissmus des englischen Volkes eine nicht zu unterschätzende Rolle. Die Briten haben sich immer noch nicht vollständig mit der Tatsache abgefunden, dass ihre politische, militärische und wirtschaftliche Bedeutung als Imperium und Weltmacht nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges auf ein geringes Maß geschrumpft ist. Deshalb haben sie auch erst nach langem Zögern die Aufnahme in die EU beantragt.

Offener Fremdenhass und Gewalt

Ihr Beitritt erfolgte nicht aus emotionaler Begeisterung für die europäische Idee, sondern purer wirtschaftlicher Not gehorchend, da das Commonwealth of Nations stetig zerfiel und sich die ökonomische Lage dramatisch verschlechterte. Dass Charles De Gaulle den Beitrittswunsch der Briten zweimal zurückwies, 1963 und 1967, stellte eine zusätzliche Kränkung des britischen Nationalstolzes dar. Jedenfalls blieb das Verhältnis der Briten zur Europäischen Union immer distanziert, ambivalent, kühl berechnend und von einem Schuss Misstrauen geprägt. Man handelte Sonderkonditionen aus, ohne Rücksicht darauf, ob dies die Idee der europäischen Solidarität gefährden könnte, beanspruchte bei allen sich bietenden Gelegenheiten eine Sonderrolle und verweigerte sich dem Euro. Die EU-Skepsis wurde zu einem tragenden Pfeiler des britischen, genauer gesagt, des englischen und walisischen Nationalstolzes.

Die genannten ungelösten Konfliktfelder des britischen Selbstwertgefühls haben sich unter der eitlen und egozentrischen Führerschaft der Rivalen Cameron und Johnson zu einer explosiven Stimmung des Hasses und des Ressentiments verdichtet, die nun im Brexit ihren ersten dramatischen Höhepunkt gefunden hat. In den Tagen nach dem Referendum zeigte das Ressentiment sein hässliches Gesicht offen in Fremdenhass und in Gewalt. Die Brandstifter beteuerten ihre Unschluld und lehnten jede Verantwortung ab für das Unheil, das sie angerichtet hatten.

Die schmachvoll erlebten Ohnmachtsgefühle sollen kompensiert werden, indem den anderen – in diesem Falle der EU – gezeigt wird, wo der Hammer hängt. Der Wunsch sich zu rächen, dem anderen zu schaden und sich selbst und den anderen zu demonstrieren, dass man nicht ohnmächtig ist, sondern die anderen machtvoll abstrafen kann, ist so übermächtig, dass die Selbstschädigung verleugnet und kleingeredet wird.

Ressentiments gegen Migranten und Flüchtlinge, gegen die Politiker an sich, gegen die Privilegierten, gegen die Eliten, gegen die lebenslustigen Jungen, gegen die Gebildeten, gegen die Bessergestellten usw. sind Phänomene, die sich in allen Gesellschaften finden und die in den letzten Jahren in allen Ländern der EU, aber auch in den USA, zu einem Erstarken rechtspopulistischer Bewegungen geführt haben.

Eine angemessene politische Antwort muss zum einen ansetzen bei der sozialstaatlichen Abfederung sozioökonomischer Benachteiligungen großer gesellschaftlicher Gruppen, darf zum anderen aber auch die sozialpsychologisch bedeutsame kritisch-aufklärerische Auseinandersetzung mit den Ressentiments nicht vernachlässigen. Eine Politik hingegen, die solche Ressentiments anheizt, um sie für die eigenen machtpolitischen Absichten zu instrumentalisieren, vertieft die Spaltung der Gesellschaft und führt zu destruktiven und selbstdestruktiven Prozessen.

Peter Schwab | Mo, 4. Juli 2016 - 16:51

... und die einseitig linke Presselandschaft bringt den nächsten Intellektuellen, der die Zukunft zu kennen scheint, wenn er aufzählt, wer als was "in die Geschichte eingehen wird".

Wenn der Autor mit solch hellseherischen Fähigkeiten gesegnet ist, sollte er Multimillionär sein und sollte lieber Kristalle spenden, als aus diesen lesen.

Der Autor erklärt, EU-Skepsis mit allerlei feindlichen Gesinnungen, ohne zu erklären, warum er dann nicht die Schweizer für die Schlimmsten hält.

Der Autor scheint größere Staaten oder überstaatliche Organisationen kleineren Staatsgebilden vorzuziehen, was die Frage aufwirft, ob nicht der Kalte Kriege genau das Gegenteil bewiesen hat. Schließlich war die Sowjetunion auch "international".

Zuletzt scheint er mit den 40.000 Brüsseler Bürokraten kein Problem zu haben, was nicht weniger bedeutet, als dass hier ein wirtschaftlich äußerst ungebildeter Mensch Wirtschaftspolitik macht, womit wir wieder beim Sozialismus wären.

Der nächste bitte...

Arndt Reichstäter | Mo, 4. Juli 2016 - 17:11

"Der Brexit macht viele Menschen in Großbritannien und sogar weltweit so traurig, ratlos und wütend, weil er zutiefst irrational ist."

Also mich macht der Brexit froh.

Weniger, weil ich glaube, dass bald rationalere Politiker von rationaleren Wählern gewählt werden und noch rationalere Politik machen. Denn ich habe, ganz ehrlich, nicht das Gefühl, als wisse überhaupt noch jemand irgendwo, was er politisch tut.

Sondern aus Schadenfreude für die europhilen Ideologen.

Die EU-Abgeordneten geben vor der Kamera regelmäßig zu, nicht zu wissen, über was sie abgestimmt haben. Der EU/NATO/BRD Komplex destabilisiert ein nordafrikanisches Land nach dem anderen, und sich selbst. Die EZB ist mittlerweile ein Staat im Staat, der nix macht außer mein Geld weniger wert.

Und alle finden es toll.

Da tut es gut, wenigstens mal die dummen Gesichtsausdrücke auf die Brexit-Entscheidung hin zu sehen.

Der gelegentliche möchtgernversöhnliche Zeitungsartikel eines Besserwissers gehört dazu.

gerhard helfen | Mo, 4. Juli 2016 - 18:36

In reply to by Arndt Reichstäter

dieses getrommele für EU gegen BREXIT .. dient nur der herrschenden klasse.auch juncker/schulz und Co wissen das die " tolle " idee viel geld mit wenig tun zu verdienen ; nun zu ende geht.dshalb wehren sich diese transfereempfänger !
aber man tut so DIE sind schuld und wir machen weiter wie bisher.zustimmung :
..... egal ! die motive der protagonisten ist dabei völlig egal.

Frank Jankalert | Mo, 4. Juli 2016 - 17:40

Der Text gibt sich ja bewusst einen wissenschaftlichen Anstrich. Nur ist es ebenfalls "wissenschaftlich" erwiesen, dass die Niedrigqualifizierten tatsächlich wirtschaftlich und sozial am stärksten von Masseneinwanderung betroffen sind. Trotzdem von unbegründeten Ressentiments zu sprechen, ist wirklich krass und eigentlich sogar eine Art von politischer Agitation. Diese undifferenzierte Aufzählung linker Denk-Klischees zu dem Thema spricht Bände.

Rainer Grüttner | Mo, 4. Juli 2016 - 17:41

Die ganz Linken halten die gemäßigt Linken (Tories) für psychisch labil. Das erinnert an die politische Instrumentalisierung in der UdSSR, Andersdenkende und politische Dissidenten zu pathologisieren und sie in die Psychiatrie zu verbannen. Es erinnert auch an gelegentliche Forderungen für die Todesstrafe für Klimaleugner.
Jetzt sind die Brexitler also alt, dumm, kolonialromantisch und vom Land. Wenigstens eines können sich die Gewinner der Brexit-Abstimmung nicht mehr vorwerfen lassen: undemokratisch zu sein.
Dem Fass der medialen Gleichschaltung dürfte der Tropfen zum Überlaufen allerdings nah sein, wenn geargwohnt wird, mit der Mehrheit(!) stimme etwas nicht.

Barbara Kröger | Mo, 4. Juli 2016 - 18:05

Wenn eine Mehrheit der englischen Bevölkerung für den Brexit gestimmt hat, dann sollte das politisch analysiert werden, aber bitte nicht von Psychologen! Die Menschen in England haben ein Recht darauf, sich gegen bestimmte politische Entwicklungen zu stellen, wenn sie sie für falsch halten. Das ist ihr demokratisches Recht! Es ist krass, in diesem Zusammenhang Psychologen zu Wort kommen zu lassen! Oder ist man beim Cicero der Meinung, wenn das Volk nicht so abstimmt, wie bestimmte Politiker/innen sich da wünschen, dann gehört das Volk auf die Couch? Demokratisches Denken ist das nicht, liebe Cicero Redaktion!

Christa Wallau | Mo, 4. Juli 2016 - 18:05

Läßt Herr Prof. Wirth diesem Artikel jetzt einen zweiten folgen, in dem er die seelischen Befindlichkeiten und Motive der Herren Schulz und Juncker bzw. die von Merkel und Schäuble analysiert? Das darf doch wohl erwartet werden, oder?

Nie hätte ich gedacht, Wissenschaft würde (wieder) so weit "auf den Hund kommen",
daß sie sich zum Büttel aktueller Politik macht.

Statt sich s a c h l i c h mit den vielfältigen Gefühlen des homo sapiens zu befassen und deren grundlegende, n i e m a l s zu vernachlässigende Bedeutung für sein Handeln zu erforschen, schwingt sich Wirth zum Moralisierer auf.
Daß Politiker Gefühlslagen ausnützen, ist eine
Binsenweisheit. Dafür braucht man keinen
hochdotierten Professor.
Psychologie als Wissenschaft sollte detaillierte Erkenntnisse darüber liefern, wo g e n a u beim Menschen G r e n z e n des Erträglichen erreicht werden, so daß die Politik diese tunlichst beachten könnte.
Dann brauchten erst gar keine Ressentiments
zu entstehen.

Karola Schramm | Mo, 4. Juli 2016 - 18:05

Ich bin auch eine Brexit-Befürworterin & habe die Daumen gedrückt, dass es so ausgeht, sehe mich jedoch nicht als erzkonservativ oder gar vom Ressentiment besessen.
Ich sehe, dass seit Thatcher über Blair bis hin zu Cameron, GB das gemacht,was auch DE gemacht hat. Die neoliberale Politik mit Privatisierungswahn, Senkung der Löhne & Gehälter, Ausschalten der Chancengleichheit, Kürzungen von Sozialausgaben & die Bezeichnung Arbeits- und Chancenloser als Schmarotzer. Wirth greift diese gesellschaftlichen Verwerfungen zwar auf & rät diese abzuschaffen, was aber unter dieser Wirtschaftspolitik nicht geht. Sie ist so angelegt, dass es sehr viele Verlierer gibt und wenige Gewinner. Diese sitzen dann in London, arbeiten überwiegend in Banken oder Kanzleien und haben ein Netzwerk, das sie schützt.

Die Mehrheit der Bevölkerung braucht, als Gegenkraft den Schutz des Sozialstaates, der jedoch systematisch zerschlagen wird, wie es die neoliberale Poltik auch will.

Thomas Kuck | Mo, 4. Juli 2016 - 18:08

herzlichen dank fuer diese hervorragende anlyse; ich habe selbst in England fuer die letzten 30 jahre gelebt und bin vor dem brexit (weil ich ihn kommen sah) nach Deutschland zurueckgekehrt. besonders der hinweis das sich die 'englische' vehaltensweise auch auf andere eu-laender ausdehnt bereiten mir grosse sorgen

Hmm, ich hoffe Sie haben eine Wette auf den BREXIT plaziert und den Gewinn als Abschiedsgeschenk oder "Umzugsbeihilfe" genutzt?
Mal Butter bei die Fische! Was GENAU hat denn Ihren Abschied ausgelöst? Sorgen vor der wirtschaftlichen Entwicklung? Die verstärkte "Ausländerfeindlchkeit"? Die sich, lt. einiger in GB ansässiger deutscher Blogger (Sciencefiles, Inselpresse) eben nicht verstärkt zeigt.
Und welche " 'englische' vehaltensweise" meinen Sie? Ich kann da nur raten: Nationalismus, Egoismus, Sondervorteile?
Mir machen andere Dinge mehr Sorgen, z.B. die Russland- und Putinhetze in unseren Medien, die verstärkten Muskelspiele an den Ostgrenzen, die Situation im Nahen Osten, die angespannte Lage an den Finanzmärkten etc.
Oder, um mal beim Thema zu bleiben: die in "BREXIT -der Film" gezeigten Ungeheuerlichkeiten, die sich die EU-Kamarilla erlaubt. Gibt es auf den gängigen Videoportalen. Anschauen, staunen (oder besser ärgern) und in Aktion umsetzen.

Ursula Schneider | Mo, 4. Juli 2016 - 19:02

Als ob es den großartigen Artikel von Herrn Grau im CICERO nicht gegeben hätte! Wieder purzeln "anti-EU-" und anti-europäisches Ressentiment munter durcheinander ...

Was der Autor hier aufführt, mag ja alles beim Brexit eine Rolle gespielt haben. Aber wie so oft fehlt völlig die Kehrseite der Medaille. Die Welt besteht nun mal nicht nur aus Schwarz und Weiß, Gut und Böse, dumpfen Reaktionären (die bösen "Rechtspopulisten") und aufklärerisch-fortschrittlichen Denkern, zu denen sich Hans-Jürgen Wirth natürlich selbst zählt.

Von Karl Kraus stammt übrigens das schöne Bonmot: "Psychoanalyse ist die Krankheit, für deren Therapie sie sich hält."

Guido Hartmann | Mo, 4. Juli 2016 - 19:03

Zunächst mal halte ich überhaupt nichts von Ferndiagnosen. Was immer Johnson oder Farage antreibt - ihre Motive bleiben Objekt der Spekulation, nicht der Wissenschaft.
Eine andere Sache fällt indessen auf: Als im Januar diesen Jahres Hans-Joachim Maaz damals der eher "linken" Willkommenskultur ebenfalls mit psychologischem Vokubaluar ein Narzissmusproblem unterstellte, wurde die Wissenschaftlichkeit vom Foristenpublikum nicht in Frage gestellt und Maaz als jemand, der die verhasste Linke entblöste, gefeiert. Nun, wo es gegen die "rationalen" EU-Gegner geht, ist es ebenso selbstverständlich, alle Wissenschaftlichkeit zu bezweifeln.
Schade dass die Kommentare des Maaz-Artikels den Neustart der Seite nicht überlebt haben - ein Vergleich wäre interessant gewesen.

Bernd Fischer | Mo, 4. Juli 2016 - 19:26

wie albern ist das denn , den schlechten Zustand der EU den beiden in die Schuhe schieben zu wollen.

Was heute im Rundfunk oder TV ..die Schäubles..Gabriels...Opermanns...Merkels...und die anderen politischen Parteien ( wie immer Montags ) so in Sachen EU abgesondert haben war an ( gespielter ? ) Naivität nicht zu überbieten.

Vielleicht sollten die mal auf die Couch?

Bernhard Jasper | Mo, 4. Juli 2016 - 19:54

Herr Prof. Wirth, vielen Dank für Ihren Beitrag!

Das ist auch deswegen alles so gefährlich geworden, weil es trivialisiert wurde und wird. Einer der Hintergründe ist doch auch, dass man davon träumt „in alte Zeiten“ zurückkehren zu können, als wenn es heute jede einzelne Nation noch schaffen könnte im globalen Wettbewerb.

Der Sozialstatus scheint auch für oder gegen „Fortschritt“ ausschlaggebend zu sein. So verwundert es mich, dass Leute mit geringerem Sozialstatus keine volkswirtschaftliche Kosten-Nutzen-Analyse gefordert haben.

Mal so ganz nebenbei gesagt.

Leute mit geringerem Sozialstatus müssen in weiten Teilen der EU zwingend , fast jeden Tag eine ( zwar keine volkswirtschaftliche ) Kosten-Nutzen-Analyse machen um das tägliche Überleben erträglich zu gestalten.

Luxemburg BIP 83.400€/Kopf - Bulgarien BIP 5.500 €/Kopf

Dr. Thomas Buschmann | Mo, 4. Juli 2016 - 20:48

Sogar Putin hat er noch untergebracht - als Verwandten im Geiste der rechten Kleinbürger mit ihren Wut- und Hassressentiments (in meinen Augen gesundes Volksempfinden - ja das gibt es, auch wenn das Wort natürlich pfui ist).
Werter Autor, ich bin kein rechtsradikaler Prolet und mache mir trotzdem große Sorgen, wie wir aus dem Krisenszenario vielleicht noch mit einem blauen Auge aussteigen können.
Und den Brexit haben Sie überhaupt nicht verstanden, weil Sie aus Ihren Denkmustern nicht mehr herausfinden. Wenn die arbeitende Bevölkerung mit sinkenden Einkommen und steigenden Lebenshaltungskosten zurecht kommen muss und zugleich beobachtet, wie eine kleine Elite von dieser fundamentalen Ungerechtigkeit profitiert, soll sie dann von ihrer Regierung, die nur als ausführendes Organ der City of London tätig ist, Besserung erwarten? Wenn die Verzweiflung zunimmt, werden die Menschen radikal und ich fürchte, der Gipfel der Radikalisierung ist bei weitem noch nicht erreicht.

Helmut Bachmann | Mo, 4. Juli 2016 - 21:38

Mit Psychoanalyse hat der Text nur am Rande zu tun. Er gibt sich nur ein wenig den Anstrich.
Da verwechselt jemand seine Meinung mit Wissenschaft. Ganz schön narzistisch, ganz schön peinlich.

Dimitri Gales | Mo, 4. Juli 2016 - 21:58

Infolge Beobachtungen und Erfahrungen kann ich sagen, dass alle (!) Politiker, die es zu Amt und Würden bringen, narzisstisch sind, sogar ausgesprochene Egomane finden sich darunter. Das Referendum in England jedoch spiegelt eine tiefe Spaltung der Gesellschaft, die in auch in Westeuropa stattfindet.
Ich kann, mit Verlaub, den Ausführungen des Autors dieses Artikels nicht ganz folgen. Seine Interpretationen erscheinen mir an verschiedenen Stellen einfach zu abenteuerlich. Er verdammt den Brexit und ihre Protagonisten, ohne die tieferen Ursachen auszuleuchten. Nun ja, die sind ja auch ziemlich komplex.

Rebecca Kasimier | Mo, 4. Juli 2016 - 22:12

Ein Narziss, weiß Gott!

Was für eine pseudowissenschaftliche Großmäuligkeit! Schön, dass der Autor, anders als Max Weber (der sich dafür bedankt hätte, wenn man seinen Vortrag einen "Essay" genannt hätte), über den Begriff "Narzissmus" verfügt. Er dürfte ihn zuerst einmal auf sich selbst anwenden. Was er nicht alles weiß, dieser Sozialpsychologe! Er kann in die Köpfe der handelnden politischen Protagonisten hineinschauen, kennt ihre wahren Motive und weiß natürlich auch, was in der Politik objektiv gut und richtig ist. Göttergleich thront dieser "Experte" über dem menschlichen Gewürm, dessen Trachten und unvollkommenem Handeln. Auch demokratietheoretisch sind diese eitlen Anmaßungen hochinteressant, wenn sie das Beharren auf Volkssouveränität, denn darum geht es beim Brexit, zu "dumpfen Ressentiments" pathologisiert. Hier wird die ideologische Hintergrundmusik zur gegenwärtig vielfach hochgejubelten Expertokratie angestimmt, in der das einfache Volk die Klappe zu halten hat.

Ruth Teibold-Wagner | Di, 5. Juli 2016 - 00:19

Der Autor präferiert "größere", mächtigere Strukturen. "Kleinere" Strukturen bezeichnet er projektiv-diffamierend als "narzistisch".

Das größere, das mächtigere zu präferieren ist neurotischer Ausdruck entlastender "Identifikation mit dem Aggressor", also mit dem übermächtigen Vater-Ich, also mit der EU.

Die Identifikation eigener Größenfantasien mit dem übermächtien Aggressor (=EU) verschafft Entlastung für das durch moralische Selbstanklage als minderwertig empfunde Ich.

Befreiung ist demnach nur möglich durch Loslösung von diesem übermächtigen EU-Vater-Ich. Loslösung vom ödipalen Schuldkomplex kann nur dadurch erreicht werden, dass die Aggression gegen den Aggressor, das heißt gegen die EU, ausagiert wird.

Vater-"Mord" an der EU bedeutet also Befreiung des Ich.

Brexit ist Befreiung, ist Erwachsenwerden.

Denn EU heißt Neurose, Schuldkomplex, Unfreiheit. EU heißt "freiwillige" Unterwerfung.

Angela Seegers | Di, 5. Juli 2016 - 10:25

Im Gegensatz zu den anderen Kommentatoren hier fand ich den Artikel lesenswert. Insofern, als er nur einen Versuch darstellt Hintergründe zu identifizieren. Niemand hat das Gen der absoluten Wahrheit. Auch der Autor nicht. Wir müssen uns schon selbst aushalten und unser Handeln kritisch hinterfragen. Wie schwer das in eine m normalen Bürgerdasein ist erleben wir alle täglich. Wie schwer die Bürde in einem öffentlichen Amt ist können wir nur erahnen. Eine extreme Entgleisung erleben wir gerade, die etwas kriegerisches hat und den Hass auf alles widerspiegelt. Wollen wir Frieden bewähren müssen wir uns an die Arbeit am Charakter machen und wenn es notwendig sein sollte auch verzichten, zum Wohle aller. Nicht wie Johnson oder Farage oder andere narzisstische Gesellen, die sich feige verdrücken und weiterhin im Hintergrund versuchen Fäden zu ziehen. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Mehr bleibt nicht.

Bernhard Jasper | Di, 5. Juli 2016 - 11:14

Die Stadt zeichnet sich heute durch nebeneinander existierende Lebensformen aus. Es gibt keine einheitliche Bildvorstellung mehr. Außer einem Patch-Work, einer Agglomeration, bestehend aus unterschiedlichen Flicken. Die moderne Großstadt ist heterogen. Das ist weltweit so. Noch-nicht-Seßhafte durchwandern die Stadt und demonstrieren nach und nach verschiedene Lebensformen. In den deutschen Metropolen (oder in traditionell großen Industriestandorten), herrscht natürlich eine ganz andere Dynamik und Kraft, dabei sind unsere größeren Städte im Weltmaßstab noch kleine Zwerge. In eher ländlich geprägten Räumen und Regionen in Deutschland und England, speziell in Ostdeutschland (aber nicht nur), werden mit Subventionen künstlich aufrechterhalten, was historisch keine Parallelen hat. Es gibt keine staatliche Autorität, die Wirtschafts-Entwicklungsfelder beplanen könnte. Oft sind ländliche Gebiete und Regionen vom Niedergang bedroht- sind das nicht typische AfD-Gebiete?

Robert Flag | Di, 5. Juli 2016 - 13:33

Dass die 18-24jährigen beim Brexit-Referendum nur eine Wahlbeteiligung von 39% hatten, verschweigen Sie.
Offenbar ist auch Ihnen zur Meinungsmanipulation jede Wahrheitsverdrehung recht.

Rene Falk Thomasius | Di, 5. Juli 2016 - 19:57

Ich möchte anmerken das es unter Psychologen und Psychiatern NORM ist das keine Diagnosen gestellt werden ohne den Probanden persönlich zu kennen und mit selbigem gesprochen zu haben. Hätte HANS-JÜRGEN WIRTH etwas zur Aufklärung beitragen wollen hätte es vollkommen gereicht die Studie von Dutton sowie das Werk "Neurose der Macht" zu zitieren. In diesen Werken wird ergo vermittelt das unter den TOP 10 Berufen in denen sich am meisten Soziopathen befinden (rein statistisch) sowohl der Beruf des Journalisten als auch der Beruf des Politikers fällt. Laut "Neurose der Macht" ist z.b. im italienischen Parlament jeder 2. Abgeordnete mit einer schweren narzisstischen Störung "gesegnet". Das heisst hier auf Einzelpersonen abzustellen verschleiert die tatsächliche Problematik! Es ist vielmehr so das der Anteil an psychisch Kranken sowohl in Politik als auch Medien überproportional hoch ausfällt! Grund. Ideale Bedingungen zum Ausleben der eigenen Krankheit! Wohl bekommt es!

Torsten Maul | Mi, 6. Juli 2016 - 00:18

Ich finde die Überlegungen des Autors anregend und weiterführend. Dass nicht alle politischen Implikationen berücksichtigt werden können, ist klar - aber eine Perspektive auf die handelnden Personen zu nehmen und sich darüber Gedanken zu machen, hat mir bei meiner persönlichen Meinungsbildung geholfen.

Jürgen Althoff | Mi, 6. Juli 2016 - 19:07

Wenn ich jemals erwogen hätte, CICERO-Abonnent zu werden, dann wären alle Überlegungen nach der Veröffentlichung dieses Artikels beendet gewesen. Wer dieses wichtigtuerische pseudo-wissenschaftliche Geschwätz (früher hätte man es noch deutlicher "After-Wissenschaft" genannt)seinen Lesern zumutet, bekommt mein Geld nicht.

Andreas Kuhn | Do, 7. Juli 2016 - 08:21

Ich bin mir sicher, dass Hans-Jürgen Wirth selber mal auf die Couch muss.

Roland Schmiermund | Do, 7. Juli 2016 - 20:20

Wie nennt man diese Wutschrift gegen das andere Lager? Akademisierte Beleidigung?

Der Brexit war richtig, weil EU ein undemokratisches Ungeheuer ist, dass keine Legitimation durch das Souverän erfahren hat.

Ich werde bei Möglichkeit für einen Dexit stimmen. Vergessen Sie dann bitte nicht mit mich dann auch zu beleidigen.

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