Terror bei Paris - Die Verteidigung der Republik

Der Druck auf die islamistische Szene wächst: Razzien, Ausweisungen, Schließung von Moscheen und Vereinen. Als Reaktion auf den brutalen Mord an einem Lehrer will Frankreich Härte zeigen. Und das Land diskutiert: Was ist an solchen Maßnahmen richtig und notwendig, was ist Symbolpolitik?

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Nach dem islamistischen Anschlag auf einen Geschichtslehrer gehen Menschen in Frankreich für Meinungsfreiheit und Bildung auf die Straße / dpa

Autoreninfo

Kay Walter arbeitet als freier Journalist in Frankreich

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Kay Walter

Seit Montagmorgen laufen in ganz Frankreich Polizeieinsätze gegen dutzende mutmaßliche Islamisten, Einzelpersonen wie Organisationen. Sie sollen die ganze Woche fortgesetzt werden. Mindestens. Laut Innenminister Gérald Darmanin stehen sie nicht „zwingend“ im Zusammenhang mit dem Fall eines ermordeten Lehrers. Die Aktionen zielten darauf, „eine Botschaft zu vermitteln: nicht eine Minute Aufschub für die Feinde der Republik.“ 

Der Schock des Terrorismus ist zurück

Frankreich graust es vor dem brutalen Mord an einem Lehrer in Conflans-Sainte-Honorine, einer Kleinstadt nördlich von Paris. Samuel Paty, 47 Jahre alt und Familienvater, war ein engagierter Lehrer, humorvoll und beliebt bei seinen Schülern, wie ihre Äußerungen im französischen Fernsehen belegen. Am Freitag wurde Samuel Paty auf dem Heimweg erstochen, sein Kopf mit einem Messer abgetrennt. Der Täter, ein 18-jähriger Islamist tschetschenischer Abkunft war kein Schüler von Paty. Er war eigens aus dem 90 Kilometer entfernten Evreux angereist. Nach der Tat prahlte er mit einem Foto des abgetrennten Kopfes auf Twitter. Der Vater des Mörders postete ein Video der Tat. Der grauenhafte Film wurde weiterverbreitet und geliked.

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Holger Jürges | Di, 20. Oktober 2020 - 15:04

Was daran Symbolpolitik ist oder nicht, wissen wir in spätestens 20 Jahren. - Zumindest herrscht in Frankreich nicht die unsägliche Wegschaumentalität wie in Deutschland, wo alles "Islamgerecht" zubereitet wird.
Der schlimmste Satz nach solchen Massakern: "Das hat alles nichts mit dem Islam zu tun" wagt man wohl nur noch in Deutschland auszusprechen; anderenorts würden die Bürger den Herrschenden auf´s Dach steigen wegen deren realitätsfernen Geschwafels. - Islamistische Rattenfänger werden in Deutschland nicht nur geduldet sondern öffentlich gefördert und umsorgt !
Irgendwann in der Zukunft werden die Kinder ihre Eltern verfluchen: Warum, warum nur, habt ihr es damals zugelassen, dass die Entwicklung um die illegale Einwanderung, mit ihren kriminellen und sozialen Folgen/Verwerfungen, unser Land, unsere Kultur, unser friedliches Zusammenleben, zerstört hat.
Doch dann ist´s zu spät...

War die Frage der 68er an die Eltern-/Vorgängergenerationen.
Diese Fragestellung wird auf die 68er auch zukommen, dann auf die Selbstaufgabe/Selbstzerstörung bezogen.
Das Utopia One World, die damit verbundene Illusion, ist schon mit dem Zusammenfall des Kommunismus/Sozialismus vorweggenommen gescheitert.
Auch ein Virus als "äußerer Feind des Planeten" zu benutzen um eine Weltregierung zu zimmern, wird nicht helfen.

Das grausame Attentat in Paris hat in Deutschland den Feinden Merkelscher Migrationspolitik am rechten Rand Auftrieb gegeben. Wie immer, wenn durchgeknallte Islamisten oder andere Religiöse als Gewalttäter enlarvt werden, sehen die üblich Empörten den Untergang des christlichen Abendlandes voraus.

Warum hat man 2015 nicht auf Pegida & Co. gehört? Gleich wann, was hoffentich nicht geschieht, es in diesem oder nächsten Jahrhundert zu einer von islamistischen Fanatikern verübten Gewalttat kommt, kann man sicher sein, dass die üblichen Stimmen mit der immer gleichen Phrase zur Stelle sind.

Als wenn die verstärkte Migration nach Deutschland 2015 direkt für den Mord von Paris ursächlich wäre.

Wie schnell ging man stattdessen nach den Attentaten von Hanau, Halle oder Christchurch zur Tagesordnung über!

Aber das waren selbstverständlich psychisch-gestörte Einzeltäter, während nach Paris mal wieder eine Religion und deren zahlreiche Anhänger auf die Anklagebank gehievt werden.

für die Forum, seitdem Sie hier mitdiskutieren. Danke lieber Herr Jürges. Wieder einmal ein treffender Kommentar. Wenn nur 50% der französischen Maßnahmen Erfolg bringen, vieleicht 50% nur Aktionismus, dann ist das schon mal 100% mehr von dem, was hier in DE tatsächlich passiert. Wer will denn auch die Maßnahmen und Analysen gegen diese islamistischen Terroristen bei uns durchführen? Sind doch alle mit COVID und mit rrrääächts beschäftigt.
Übrigens wohltuende und schön formulierte poetische Gedichte, die sie da hin- und wieder hier zum Besten geben. Wenn Ihnen danach ist, ich lese so etwas auch gern. Beruhigt, entspannt, lenkt vom Politikbetrieb ab und bringt einem entspanntes nachdenken und ein gutes Tagesgefühl.

leider zunächst nur in Frankreich, nein inzwischen auch in Schweden. Ich denke, dass auch noch andere Länder aus der EU folgen werden. Die Startklötzer sind schon gelegt. Deutschland wird sich bedeckt halten, solange hier eine Frau regiert, die die UNO- Flüchtlingspläne verwirklichen will, koste es was es wolle, denn, wenn das deutsche Volk nicht mitmacht, dann ist es nicht mehr ihr Land. Basta! Ich hoffe für die, die uns nachfolgen, dass es nicht zu spät sein wird, wenn nach dem Abgang dieser Frau die Hebel hoffentlich herumgerissen werden.

Tomas Poth | Di, 20. Oktober 2020 - 15:18

Mehr Bildung, Schule, Lehrer ... ??
Die Angebote sind doch da, werden sie denn überhaupt angenommen?
Was sie brauchen ist Arbeit, von morgens bis abends, die ganze Woche, damit sie keine Zeit für religiösen Murks finden und "Parallelwelten" bilden.
Sozialhilfe zum Abhängen ist nehmen ohne zu geben! Mit der Sozialhilfe muß auch eine Verpflichtung einhergehen der Solidargesellschaft zu dienen. Dafür sind Projekte zu schaffen, ein Sonderarbeitsmarkt nur für diese Klientel, und sei es nur Flüsse und Landschaften zu entmüllen!

Finden sich da alte Kampfgefährten wieder? Und: Gehört dieser Islam zu Europa?
[Sure 2,191] Und tötet sie (heidnische Gegner), wo ihr sie zu fassen bekommt. [Sure 2,216] Euch ist vorgeschrieben, (gegen die Ungläubigen) zu kämpfen, obwohl es euch zuwider ist. [Sure 4,76] Diejenigen, die gläubig sind, kämpfen um Allahs willen, diejenigen, die ungläubig sind, um der Götzen willen. Kämpft nun gegen die Freunde des Satans! [Sure 8, 39] Und kämpfet wider sie, bis kein Bürgerkrieg mehr ist und bis alles an Allah glaubt! [Sure 9,123] O die ihr glaubt, kämpfet wider jene der Ungläubigen, die euch benachbart sind. [Sure 47,4-5] Und wenn ihr die Ungläubigen trefft, dann herunter mit dem Haupt, bis ihr ein Gemetzel unter ihnen angerichtet habt. [Sure 8,55] Als die schlimmsten Tiere gelten bei Allah diejenigen, die ungläubig sind und (auch) nicht glauben werden. [Sure 98,6] Die Ungläubigen unter den Leuten des Buches (Juden und Christen): Sie sind von allen Wesen am abscheulichsten!

Christa Wallau | Di, 20. Oktober 2020 - 16:48

Herrn Jürges und Herrn Poth, kann ich nur meine volle Zustimmung geben. Ich möchte ihnen danken für die eindeutigen u. wahren Worte, die sie zum Problem "Islamische Bürger in Europa" gefunden haben.
Sowohl in Frankreich als auch in Deutschland müßte es eine e n d g ü l t i g e Abkehr von der irrigen Hoffnung geben, daß man mit Geld u. guten Worten den Absolutheitsanspruch des Islam bändigen könne.
Diese Religion wird n i e friedlich auftreten, oder es wird sie nicht mehr geben; denn sonst müßte sie den "heiligen" Koran als die Wurzel ihres Glaubens aufgeben.
Wenn ich bedenke, wie tapfer sich unsere Vorfahren gegen das Vordringen des Islams unter Einsatz ihres Lebens zur Wehr gesetzt haben, um das zu schützen, was unsere christlichen u. später zunehmend auch freiheitlichen Werte waren, dann
schäme ich mich zutiefst, daß wir es heutzutage nicht nur nicht schaffen, die Islamisten in ihre Schranken zu weisen, sondern sie bei uns in DE zusätzlich noch f ö r d e r n.
Das ist unfaßbar!

Markus Michaelis | Di, 20. Oktober 2020 - 17:09

Solche Morde sind gegen jede Moral, da würden nicht alle, aber die meisten Menschen zustimmen - sicher auch die meisten Muslime. Ist damit alles gesagt?

Ich denke konstituierend für unsere Gesellschaft (FR und D) ist, dass unsere Werte alle Menschen integrieren, weil sie universell sind. Es ist ein wichtiges Ziel zu zeigen, dass letztlich alle Menschen sich unseren Werten anschließen können und wollen. Zentral muss daher der Kampf sein den Chancenlosen Teilhabe und Chancen zu geben.

Das trifft sicher auf viele Menschen und auf viele Aspekte zu - aber ist es wirklich ausreichend alles zu erklären?

Auch gebildete und privilegierte Menschen wenden sich von westlichen Werten ab, weil sie andere Werte höher schätzen. 200 Jahre waren unsere Werte unangefochten, jetzt hat sich auch noch Europa geeinigt. Das Ende der Geschichte?

Ich denke wir werden neu lernen müssen damit umzugehen, dass andere Menschen auch berechtigte Werte haben, die aber mit unseren Werten unvereinbar sind.

Maria Fischer | Di, 20. Oktober 2020 - 17:19

Diese immer wieder genannte Kausalkette, entbehrt nicht einem gewissen Zynismus.
„Bildung und Schule seien von zentraler Bedeutung, erklärte Macron damals. Denn in den Schulen würden die Werte der Republik unterrichtet.“

Mit welcher Folge????

Die Politik versagt und die Lehrer sollen die „zentrale Bedeutung“ im Spiel um Macht und Geld übernehmen? Auch in Deutschland!
„Es ist vollkommen unnütz, jemandem, der gänzlich andere Werte vertritt, absolute Werte entgegenzustellen.“ Raphaël Enthoven

Heidemarie Heim | Di, 20. Oktober 2020 - 17:54

Nochmals werter Herr Walter! Bei religiösem bis in die Familie reichenden Fundamentalismus gepaart mit kultureller Tradition spielt die "externe" schulische Bildung und Ausbildung eine zweitrangige Rolle. Insbesondere immer wieder zu beobachten bei jungen Muslimas, die im Schnitt eine höhere und bessere Bildung erwerben als z.B. ihre verhätschelten Brüder an der gleichen, vielleicht nicht optimalen Schule. Oftmals geduldet durch den Patriarchen sogar ein Studium absolvieren, um sich dann doch unter dem Druck der Familie beugend gemäß Tradition zu verheiraten. Oft mit einem Mann, der dieser Frau intellektuell nachsteht, was oft genug bittere Folgen hat. Ein anderes Beispiel für Bildungswillen sind die Kinder anderer Gruppen mit Mihi, wie u.a. der Boat-People, die im Schnitt bei uns alle indigenen und andere Mitschüler in die Tasche stecken um den von ihnen befürchteten "Gesichtsverlust" und der ihrer Eltern zu vermeiden. Bitte Ursachen vertiefen und benennen! Danke! MfG

Karla Vetter | Di, 20. Oktober 2020 - 17:55

Da kommt es, Herr Walter, ganz auf die Religion an. Antireligiös wären sie tatsächlich wenn man sich auf das Neue Testament stützt. Auch von Buddha kenne ich keine Mordaufrufe. Als Moslem befindet man sich aber mit Aufrufen zum Enthaupten durchaus mitten in der Religion. Ich verzichte auf Suren-Nennungen wie 9.111.Es gäbe davon eine Menge. Solange der Koran nicht historisch -kritisch gelesen wird, ändert sich nichts. Ja, es gibt viele friedliche Muslime. Aber nicht wegen sondern t r o t z ihrer Glaubensgrundlagen.

Norbert Heyer | Di, 20. Oktober 2020 - 19:16

Ein unfassbar brutaler Mord durch einen jungen Auftragsmörder, nachdem der getötete Lehrer wegen der Behandlung der Islam-Thematik im Unterricht in „Ungnade“ gefallen ist. Jetzt sind (fast) alle wieder geschockt und bestürzt. Die Religion des Friedens hat ihre hässliche Fratze gezeigt. Eine an Brutalität und Erniedrigung nicht zu überbietende Tat. Jetzt wird reagiert, jetzt werden alle radikalen Islamisten ausgewiesen, jetzt werden Moscheen geschlossen, jetzt werden sie -wie gesagt- „keine ruhige Minute mehr haben“. Lächerlich, einfach nur lächerlich, es ist längst zu spät, Frankreich wird diese Gefährder niemals mehr loswerden, Anwälte und Organisationen werden Mittel und Wege finden, dass diese Aktionen wirkungslos verpuffen. Spätestens, wenn es zu rassistischen Unruhen kommen wird, wird eine schwache Regierung einknicken und den Weg in die Unterwerfung
weitergehen. Genauso wie in Deutschland werden die Gutmenschen das Geschehen bestimmen und die Rückkehr zur Vernunft verhindern.

Ellen Wolff | Di, 20. Oktober 2020 - 20:25

„Wichtiger ist es, den Kampf um die Köpfe derjenigen zu führen, die sich in der Gesellschaft nicht aufgehoben, weil chancenlos sehen.“
Ist es wirklich eine tatsächliche oder eingebildete Chancenlosigkeit, die Menschen dazu bringt, andere bestialisch zu ermorden weil die nicht nach deren Regeln leben wollen? Aus meiner Sicht manifestiert sich in solchen Taten etwas abgrundtief böses. Diese abgrundtief bösen Taten werden immer unter den gleichen, die Welt in Atem haltenden „Schlachtrufen“ ausgeführt.

Brigitte Miller | Mi, 21. Oktober 2020 - 08:02

Mordparolen? Wie sagte Hamed Abdel Samad?
Die Fanatiker leben Mohammed nach.

Brigitte Simon | Mi, 21. Oktober 2020 - 21:46

In reply to by Brigitte Miller

Das, was jetzt Frankreich erlebte, wird auch bei uns passieren. All diese Anschläge mit mehreren Toten sind das Ergebnis einer clash of culture, den wir selber herbeigeführt haben, indem wir zugelassen haben, daß unser Asylrecht millionenfach mißbraucht wurde. Ein Asylrecht, das nicht für Masseneinwanderung gemacht und längst reformiert gehört. Die Islamisten sind im weiteren Sinn eine beträchtliche Zahl der Islamisten aus arabischen Ländern. Sie bilden einen Staat im Staat, in dem sie sich nicht integrieren wollen und zum Teil nicht können durch Fa-milie, durch Clan Zugehörigkeit. Die Folgen dieses Zustands bedrohen unseren Rechtsstaat und werden unserem Staat Milliarden kosten. Oder es wird dem Staat den Staat kosten.