Kooperation mit Niger - „Eine Verzweiflungstat der Bundeskanzlerin"

Kaum ist die Balkanroute dicht, wird die Migration aus Afrika laut Angela Merkel zum „zentralen Problem“. Ihre Lösung: eine „Migrationspartnerschaft“ mit dem Land Niger. Die Experten Sebastian Elischer und Georg Klute sehen das skeptisch

Angela Merkel und der Präsident von Niger, Mahamadou Issoufou, geben am 17.06.2016 in Berlin im Bundeskanzleramt eine gemeinsame Pressekonferenz
Angela Merkel und Nigers Präsident Mahamadou Issoufou wollen enger zusammenarbeiten / picture alliance

Autoreninfo

Mareike König hat Psychologie und VWL an der Universität Mannheim studiert. Sie ist freie Journalistin und beginnt im Herbst ihren Master in Politischer Psychologie an der Universität Belfast.

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Mareike König

Angela Merkel hat Niger jüngst zum „Migrationspartner“ in Afrika erklärt, denn die nigrische Stadt Agadez ist ein wichtiger Knotenpunkt der zentralen Mittelmeer-Route. Wie schätzen Sie diese Kooperation zwischen Deutschland und Niger ein?
Elischer: Das ist eine reine Verzweiflungstat der Bundeskanzlerin. Der blumige Begriff der „Migrationspartnerschaft“ bedeutet eigentlich nur, dass die EU in Niger Informationskampagnen veranstaltet. Flüchtlinge im Niger sollen da vor Ort über ihre Chancen, in Europa legal leben zu können, aufgeklärt werden. Für die meisten ist der Niger nur eine Durchgangsstation. Sie haben bereits einen Teil ihrer Reise hinter sich und hohe Summen an Menschenschmuggler bezahlt. Es ist völlig absurd zu glauben, dass die sich von einer Kampagne der EU beeinflussen lassen und auf halber Strecke wieder umkehren.Die Stadt Agadez in Niger ist zentraler Knotenpunkt der Mittelmeer-Route nach Europa

Dass Niger ein wichtiges Transitland ist, hat doch auch damit zu tun, dass es in den Nachbarländern Mali und Nigeria schwere Konflikte gibt. Würde es helfen, dort militärisch zu befrieden, so wie Frankreich es tut?
Klute: Wir müssen da unterscheiden zwischen den Flüchtlingen, die vor Krieg und Dürre fliehen und denen, die nach Europa auswandern wollen. Soweit ich sehe, kommen die meisten malischen Migranten aus der Kayes-Region, ganz im Westen von Mali. Das ist eine Region, die von den aktuellen kriegerischen Auseinandersetzungen überhaupt nicht betroffen ist. Spannend ist, dass eine ganze Reihe von Auswanderern aus der Kayes-Region in Europa wirtschaftlich erfolgreich war. Inzwischen gibt es dort ein regelrechtes Muster in den Lebensläufen: In einem bestimmten Alter wandert man aus, sucht in der Fremde sein Glück und kommt dann wieder zurück, um den Lebensabend in der Heimat zu verbringen. Ich bezeichne das als „Kultur der Migration“. Deshalb würde eine Befriedung in der Region wenig Einfluss auf die Anzahl der Migranten haben.
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Sebastian Elischer ist Assistant Professor für Politikwissenschaften an der University of Florida. Er ist assoziiertes Mitglied des German Institute of Global and Area Studies (GIGA). Das GIGA ist Teil der Leibniz-Gemeinschaft und berät das Auswärtige Amt und Teile der Bundesregierung. Georg Klute ist Professor für die Ethnologie Afrikas an der Universität Bayreuth. 2004 gründete er den Verein Tamat e.V., der Menschen in der Sahelzone Hilfe zur Selbsthilfe anbietet.

Das Gespräch wurde schriftlich zu dritt geführt.
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Georg Klute
Georg Klute

Es macht also gar nicht so viel Sinn, über das Problem „Fluchtursachen“ zu sprechen, weil die meisten Migranten gar nicht flüchten?
Klute: Die Fluchtursachenbekämpfung ist für die Migrationsströme nach Europa nicht wirklich relevant. Flüchtlinge, die aufgrund von Krieg und Dürre Zuflucht suchen, gehen vor allem in die Nachbarländer, bleiben dort und werden von der ansässigen Bevölkerung oder den Behörden versorgt. Im Niger sind das Menschen aus Nordmali und dem Nordosten Nigerias, wo Boko Haram sein Unwesen treibt. Es wäre also sinnvoller über Migrationsursachen sprechen. Dann würde man auch endlich darüber diskutieren, wie man legale Einreisemöglichkeiten nach Europa schaffen kann, zum Beispiel durch Einwanderungsgesetze.

Sebastian Elischer
Sebastian Elischer

Kommen wir nochmal auf den „Migrationspartner“ der Bundesregierung zurück. In Europa verknüpfen wir Afrika eher mit gescheiterten Staaten und korrupten Politikern. Wie handlungsfähig ist denn die nigrische Regierung unter Präsident Mahamadou Issoufou?
Elischer: Außerhalb der Hauptstadt Niamey ist sie nur bedingt handlungsfähig. Den geringen Einfluss den sie hat, verdankt sie der militärischen Unterstützung durch Frankreich und die USA. Allerdings ist die ausländische Militärhilfe darauf ausgerichtet, dschihadistische Kämpfer aus den Nachbarländern auf nigrischem Staatsgebiet außer Kraft zu setzten. Flüchtlingsströme können so nicht kontrolliert werden. Es gibt übrigens auch wachsende Zweifel an der Legitimität der Regierung Issoufou, obwohl in Niger inzwischen alle vier Jahre demokratisch gewählt wird. In Niger wird historisch schon immer ein gutes Verhältnis zu Frankreich und dem Westen gepflegt. Das hat nichts mit Partnerschaft oder territorialer Kontrolle zu tun, sondern mit übereinstimmenden Interessen in Brüssel und Niamey. Der Niger ist ein bequemer Partner, weil die Regierung keine kritischen Fragen stellt und sich außerdem von der EU als solider Partner vermarkten lassen kann.

Niger ist bitterarm, das Land belegte 2014 den letzten Platz auf dem Human Development Index der Vereinten Nationen. Für viele Anwohner ist es doch sicher auch ein gutes Geschäft, dass da regelmäßig Leute durchreisen.
Elischer: In den vergangenen Jahren hat es ein vergleichsweise hohes Wirtschaftswachstum in Niger gegeben. Das ist allerdings in erster Linie auf Infrastrukturprojekte und den Ausbau von Ölfördermengen zurückzuführen. Es ist kein nachhaltiges Wachstum. Da kommt der Wirtschaft, die entlang der Migrationsrouten entsteht, eine wichtige Bedeutung zu. 

Klute: Ich kenne den Niger seit 1973 und bereise ihn seit dieser Zeit regelmäßig, meist jedes Jahr. Von daher erlaube ich mir zu sagen, dass es kein Interesse im Niger gibt, Migranten oder Flüchtende zu stoppen. Nicht unter der nigrischen Bevölkerung und auch nicht beim nigrischen Staat. Wir sollten uns also von dieser Kooperation zwischen Bundesregierung und der Regierung Issoufou nicht allzu viel versprechen.

Was würden Sie den stattdessen vorschlagen, um die Migrationsströme in den Griff zu bekommen?
Klute: Momentan wachsen die Bevölkerungen in Niger, Mali und Nigeria mit großer Geschwindigkeit. Auf der einen Seite ist das positiv: Alle Probleme, die die alternden Bevölkerungen Europas haben, haben diese Länder nicht. Junge Leute sind dynamisch, belastbar und eine große Chance. Natürlich entstehen da besondere Herausforderungen im Bereich der Schulbildung und der beruflichen Bildung. Deutschland könnte hier mit seinem System der dualen Bildung helfen. Man sollte auch immer im Auge behalten, dass Investitionen, vor allem im Bildungsbereich, ungemein günstig sind. Die dreijährige Ausbildung zur medizinisch-technischen Assistentin mit staatlichem Diplom kostet in Niger zum Beispiel nur 4500 Euro, die zweijährige Ausbildung einer Grundschullehrerin ist mit weniger als 2000 Euro noch günstiger. Wenn es die deutsche Regierung mit der Entwicklungshilfe wirklich ernst meint, dann sollte sie in diesen Bereichen viel offensiver vorgehen.

Elischer: Deutschland kann auch dabei helfen, die rechtsstaatlichen Strukturen zu entwickeln und zu stärken. Außerdem hat gerade die Bundesrepublik Deutschland in ihrer Anfangsphase sehr vom Zugang zum internationalen Handel profitiert. Diese Möglichkeiten muss es auch für Afrika geben. Hilfe für Afrika bedeutet nicht Entwicklungshilfe und Schuldenerlass. Sondern, dass wir die afrikanischen Staaten als wirtschaftliche Partner ernst nehmen. Außerdem ist niemandem geholfen, wenn wir die Missstände dort unter den Teppich kehren. Partnerschaft auf Augenhöhe heißt auch, Kritik zu üben und Probleme zu benennen. Das wäre dann auch wirklich eine Partnerschaft, die ihren Namen verdient.

Bis Juli dieses Jahres kamen knapp 95.000 Flüchtlinge über die Mittelmeer-Route nach Europa. Viele Experten schätzen, dass die Zahlen in den nächsten Jahren enorm steigen werden. Was ist Ihre Einschätzung, wie wird sich die Migration aus den afrikanischen Ländern entwickeln?
Elischer: Natürlich kommt es erstmal zu einem Anstieg der Zahlen, weil inzwischen die Balkanroute abgeriegelt wurde, und somit auch vermehrt Flüchtlinge aus dem Nahen Osten über das Mittelmeer kommenDie Migration aus den afrikanischen Ländern wird ansteigen und dann auf einem hohen Niveau stagnieren.

Klute: Der Einschätzung stimme ich zu. Wichtig ist festzuhalten, dass die Migration aus Afrika in keiner Weise mit einer Völkerwanderung zu vergleichen ist. In Afrika leben mehr als eine Milliarde Menschen, da machen die 150.000 oder auch 300.000 Flüchtlinge nur einen verschwindend kleinen Prozentsatz aus. Außerdem beginnt Afrika mehr und mehr das Stigma des Krisenkontinents abzulegen. Afrika wird heute auch als Zukunftskontinent bezeichnet. In einigen Ländern gibt es nämlich durchaus positive wirtschaftliche Entwicklungen. Daraus wird dann das wirtschaftliche Potenzial des gesamten Kontinents Afrika abgeleitet. Und das durchaus zu Recht.

Martin Wienand | Do, 1. September 2016 - 14:18

Leider ein Tabu-Thema. Die katholische Kirche ist weiterhin gegen Verhütungsmittel und Geburtenkontrolle. Und der Islam viel zu unbewusst um das Thema überhaupt ansprechen zu können. Die meisten Einwohner Afrikas gehören einer der beiden Religionen an. Daher: No hope. Soviel Leid ist vorgezeichnet.

Brück, Thomas | Do, 1. September 2016 - 14:35

...in einem Punkt kann ich Herrn Klute nicht zustimmen: >Momentan wachsen die Bevölkerungen in Niger, Mali und Nigeria mit großer Geschwindigkeit. Auf der einen Seite ist das positiv: Alle Probleme, die die alternden Bevölkerungen Europas haben, haben diese Länder nicht.< Wenn man die Bevölkerungsexplosion diverser Länder betrachtet, ist dort die Armut groß. Das Verhältnis der zur Verfügung stehenden Ressourcen und der Bevölkerungszahl muss halbwegs in Einklang sein. Den demoskopischen Wandel in Deutschland machen sich Lobbyisten leider zunutze, um Existenzängste zu schüren. Eine Überbevölkerung bereitet drastischere Probleme als geburtenschwache Jahrgänge. In Deutschland definiert sich Wohlstand sogar eher über kinderarme oder kinderlose Familien.

Was soll an einer Bevölkerungsexplosion zumal in wirtschaftlich schwachen Ländern gut sein ? Was soll daran gut sein, wenn bald 10 Milliarden Menschen auf der Erde leben und Nahrung, Energie etc. benötigen? Das schnelle Bevölkerungswachstum im Deutschland des 19. Jhdt hatte den Schlachtruf "Volk ohne Raum" und Kriege zur Folge. Also dann ruiniert die Erde.

In einem Artikel: "Lobbykunst und Rentengau" kann gegoogelt werden, arbeitete der Autor akribisch heraus, wie die Behauptung entstand, DE und Europa überaltere, was nicht stimmt. Es wurde für die Versicherungswirtschaft so in die Welt gesetzt, wegen der Vorsorge, weniger Arbeiter die die Renten/Pensionen erwirtschaften etc. Alles gelogen.

Die Bildungselite in Afrika bekommt inzwischen auch weniger Kinder. Es sind die Armen und ungebildeten die noch viele Kinder bekommen, dazu Verhütungsverbot durch r.k.Kirche und Islam.
Auch in DE galten Fam. mit mehr als drei Kindern als asozial.

Michael Mackel | Do, 1. September 2016 - 14:58

Niger´s zukunftsbestimmende Realität wird nur verbal gestreift: die apokalyptisch wachsende Einwohnerzahl: 2,5 Mio (1950), 18 Mio (2015), 28 Mio (2025) und 204 Mio (2100). Wäre Deutschland (70 Mio in 1950) derart gewachsen, dann lebten heute 500 Mio (!!) Deutsche. Nach GALLUP (2009) wollen 38% der Afrikaner Afrika verlassen - bis 2050 sind das 2,4 Mrd*38%=900 Mio Afrikaner bei einer EU von dann ca 500 Mio. Erneut basiert Politik auf Wirklichkeitsleugnung: wir sollen nichts merken. Angstmachend.

Benno Fürth | Do, 1. September 2016 - 15:04

Die Kanzerlin und ihr Drang "nach gemeinsamen Lösungen". Erdogan ist ein leuchtendes Beispiel für eine Partnerschaft auf Augenhöhe mit ihr.
Was man nicht alles tut, um die einmal eingeschlagene Richtung nicht ändern zu müssen.
So darf sich der Steuerzahler zukünftig auf weitere finanzielle Belastung durch die ungebildeten Massen von Armutszuwanderen freuen, der gesetzlich Versicherter - aber auch nur der - auf steigende Sozialversicherungsbeiträge und das Abschmelzen von kassenärztlichen Leistungen.
Vielleicht sollte man den Handel mit Drogen in Europa legalisieren und besteuern. So könnten die bisher illegalen Nebeneinkünfte zum gewöhnlichen ALG II Bezug noch einer Besteuerung zugeführt werden. Das würde den Schein eines Sozialstaats noch etwas länger aufrecht erhalten. Denn im 21. Jahrhundert lassen sich erstmalig Grenzen und Zuwanderung nicht mehr kontrollieren. Vielleicht sollte man zukünftig die verlangten Wohltaten des dt. Sozialstaats auch im Ausland anbieten.

Die Lösung liegt vielleicht in der australischen Verfahrensweise im Umgang mit unerwünschten Migranten ? Europa kann die Welt nicht retten und Deutschland schon gar nicht.

Karola Schramm | Do, 1. September 2016 - 20:47

In reply to by Frank Goller

Nein. In Australien gehen massenweise MenschenrechtlerInnen auf die Straße,weil dieses Vorgehen menschenverachtend,gegen die Menschenwürde und auch gegen die Menschenrechtskovention verstößt.

Ziel jeder Politik muss sein, die Herkunfstländer so sicher und angenehm zu machen,dass eine Flucht/MIgration nicht nötig ist.

Jürgen Lehmann | Fr, 2. September 2016 - 11:48

In reply to by Karola Schramm

Wer soll „die Herkunftsländer so sicher und angenehm machen, dass eine Flucht/MIgration nicht nötig ist“?

Mit Allgemeinplätzen kommen wir in keiner Diskussion auch nur einen Schritt weiter.
Unser Ziel muss es sein den Migrantenstrom so klein wie möglich zu halten.
Da halte ich zu Seehofer, den ich ansonsten nicht ernst nehmen kann.

Karola Schramm | Fr, 2. September 2016 - 17:21

In reply to by Jürgen Lehmann

Hallo, Sie irren. Niger ist kein armes Land, wie alle anderen afrikanischen Länder nicht arm sind. Ganz Afrika besteht aus riesengroßen Edelmetallen und Öl. Warum also sind in diesen reichen Ländern die Menschen so arm ?
Diese Frage müsste zu denken geben, wenn man sich anschaunt, welche Politiker aus welchen Ländern immer noch dort Politik machen, obwohl alle Länder sich von den Kolonialherren oft mit Gewalt befreit haben.

Christian Bauer | Do, 1. September 2016 - 16:26

oder man sollte Merkel mal fragen, ob sie irgendwelches Wissen zum Thema Afrika hat. Das, was sie jetzt "plant", ist zwar weniger schädlich als ihr "Pakt" mit der Türkei, aber ansonsten völlig nutzlos.
Glaubt sie allen Ernstes, mit Hilfe von ein paar Baracken in der Weite Afrikas könne man Migranten von ihrem Handeln abhalten?
Merkel behauptet von sich, alles vom Ende her zu denken. Vermutlich hat sie einen anderen zeitlichen Planungshorizont als gemeinhin üblich. Merkels gedachtes "Ende" fällt vermutlich mit dem Erlöschen der Sonne zusammen, womit klar ist, dass ich als gemeiner Bürger das geplante Ende gar nicht ermessen kann, es also sinnlos ist, mir dazu Fakten mitzuteilen. Trostlos.

Petra Wilhelmi | Do, 1. September 2016 - 16:29

Wieviel Geld hat unsere Kanzlerin Mali versprochen, damit nicht so viele Flüchtlinge bis zum Mittelmeer ziehen können? Wieso fördert/bezahlt/kontrolliert man nicht lieber kleine Ausbildungsstätten für Handwerksberufe an Ort und Stelle u.ä.? Wichtig wäre über Empfängsnisverhütung zu spreche, über das arbeitsteilige Verhältnis Frauen/Männer. Wieso propagiert/unterstützt man nicht eine Kultur der Arbeitsethik, wo sich niemand zu fein ist, in bestimmten Berufen tätig zu werden. Warum betätigt sich die EU als Schlepper? Nur wenn es sich herumspricht, dass Boots"flüchtlinge" wieder zum Ausgangspunkt zurückgebracht werden und nicht nach Italien reisen dürfen, würde man dem Heer der illegalen Einwanderer besser Herr werden können. So verlässt sich jeder Afrikaner darauf, dass er von der europäischen Einsatzflotte gerettet wird und nach Europa gebracht wird. Das muss aufhören. Vorbild: Australien.

Es wird aufhören, aber erst wenn die AFD 40 % der Wählerstimmen bekommt (wer auch immer die AFD sein mag). Oder wenn die kinderlose 'Mutti' in kein europäisches Land mehr reisen kann, weil die Proteste zu gewaltig werden (siehe jetzt schon Visegrad Staaten). Diese unsägliche Geschichte ist auch ein Beispiel dafür, wie schwierig es ist, sich von einer Sucht zu befreien. Der Sucht von 'Mutti' immer Recht zu haben , also eine außergewöhnliche Person zu sein.

Gaddafi hatte sehr viele Schwarz-Afrikaner beschäftig und gut bezahlt. Sie konnten dort Fam. gründen etc., Rassismus verboten.
Von Italien bekam er, glaube ich auch Geld, um sie in Libyen zu behalten.
Mit dem Mord an Gaddafi hat sich das Alles geändert. Dort werden sie jetzt z.T. verfolgt, da es auch Rassismus in Afrika gibt, Die Hellhäutigen gegen die Dunkelhäutigen. Kein leichtes Los für die Menschen.

Ja Herr Reuter, genau so war es. Libyen war das höchst entwickelte Land in ganz Afrika und was ist es jetzt ?

Sie haben nicht verstanden, dass die harmlosen, friedlichen Demonstrationen vom Westen sofort genutzt wurden um sie militärisch eskalieren zu lassen, dann per Bodentruppen einzumarschieren und einen "Regime chance" herbei zu fürhen in dem der gewählte Präsident ermordet oder abgesetzt wurde.

Überleben tun nur Marionetten, wie jetzt in Niger. Diese Staatsführer sehen doch, wie es denen ging, die sich dem Westen/der USA widersetzten.

Was bitte hat Empfängnisverhütung mit Armut oder Arbeitsplätzen zu tun. Sprechen Sie armen Menschen in Entwicklungsländern etwa das Recht ab sich fortzupflanzen und Kinder zu gebären? Ich glaube dieses Recht hat Gott, der Schöpfer allein. Was den Menschen in diesen Ländern helfen könnte wissen diese ganz allein. Wir sollten uns da völlig raushalten. Oder wer hat uns zu Richtern dieser Länder bestellt? Frau Merkel kümmern Sie sich bitte um die Probleme im eigenen Land, da sollten Sie erst einmal Ordnung schaffen. Da gibt es genug zu tun. Am besten Sie treten ab und überlassen das Feld endlich kompetenteren Menschen mit weniger kalter Effizienz und sogenanntem Pragmatismus, der eben nicht immer angebracht ist.

Wenn nur „Gott“ das Recht hat, dass eine „Fortpflanzung“ stattfindet, dann sollte man auch daran glauben, dass „Gott“ rechtzeitig bemerkt, dass es so nicht weiter gehen kann und dafür sorgt, dass die "Fortpflanzung" gestoppt wird.

Oder zählt hier nicht besser die Bemerkung:
„Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott“

Guter Spruch, wenn man ihn versteht.
Die Libyer haben das getan, die Ägyper haben es getan und was ist aus diesen Ländern geworden ?
Die Syrer wollten es auch und was passiert jetzt ?

Gott hat den Menschen den freien Willen gegeben, das wissen die Christen. Sie machen was sie wollen und wenn viel Geld dabei zu verdienen ist - warum nicht mal eine kleine militärische Intervention mit folgender Unterdrückung und Einfluss der westl. Wirtschaftspolitik ?

Haben Sie mal Kinder gesehen, die verhungern? Und das passiert laut Unesco alle sieben Sekunden auf dieser Welt. Allein in Äthiopien in diesen Monaten über 500.000. Bis 2030 über 65 Millionen Kinder auf dieser Welt.

Das Recht der Menschen, sich fortzupflanzen und Kinder zu gebären in diesen Ländern? Lesen Sie mal Interviews mit Melinda Gates, die den größten Spendenfonds der Welt verwaltet. Was wollen die Frauen in diesen Ländern zuerst? Kondome!

Die größte Sünde dieser Welt besteht in dem Zynismus, diesen Menschen bei Empfängnisverhütung nicht zu helfen. Ich denke, wenn es einen Gott geben sollte, sollte er wahre Größe haben. Und zumindest ein mitfühlendes Herz. Er würde diese Kinder nicht auf die Welt setzen um sie dann elendig verrecken zu lassen.

So eine furchtbare Version können nur Menschen von Gott entwickeln. Diese Version spiegelt immer nur das wieder, was diese Menschen sind. Das gleiche Spiel seit zigtausend Jahren. Wünschen wir diesen Kindern eine bessere Version.

dass er von der europäischen Einsatzflotte gerettet wird und nach Europa gebracht wird."...natürlich, die Menschen haben faktisch (finanziell und ideell) die alten Brücken abgebrochen. Und welche Werbung wird denn eher ankommen in Afrika und der Welt, dass DE immer noch keine Obergrenze in der Aufnahme hat. Und die Zeitungen munter verkünden, dass viele Immobilien zur Aufnahme leerstehen.

Danke, Frau Wilhelmi, für diesen Kommentar. Entscheidend ist Verhütung und die Rolle der Frau. Wen sehen wir bei Demonstrationen in Afrika und dem Nahen Osten? Fast nur Männern auf den Straßen. Die vielen jungen Männer, die in den Ländern weder Auskommen finden, noch eine Familie gründen können, sind nun hier. Und viele Familien sind sicher froh, dass sie ihre Dritt- und Viertgeborenen "los" sind und zur Finanzierung auf uns abschieben können. Siehe auch den Männerüberschuss (Les Secondes) der jungen Franzosen, die im Kolonialkrieg den Tod fanden und auch den "Männerüberschuß" bzw. den Bauch in der Demographie in Deutschland im 1. Weltkrieg. In der Geschichte ist es immer wieder so, dass zu viele junge Männern bis zum Tod um Ressourcen kämpfen. Religion, IS, sonstige Ideologien sind dabei nur ein Vorwand.
Solange wir diese Männer aufnehmen, müssen die Herkunftsländer ihre archaische Stammesstruktur nicht ändern. Daher müssen die jungen Männern auch zu unserem Schutz konsequent zurück

Bernd Eifländer | Do, 1. September 2016 - 16:52

Blinder Aktionismus. Sie möchte wieder mal suggerieren , Mutti kümmert sich um alles, pausenlos weltweit im Einsatz zum Wohle des deutschen Volkes. Neuester Spruch in der Endlosschleife "mit ganzem Herzen". Gewünschter Nebeneffekt, man wird von anderen Themen abgelenkt.....hoffentlich hat' bald ein Ende.

Dorothee Sehrt-Irrek | Do, 1. September 2016 - 17:55

resultierend, wenn man mich fragt, daraus, dass sie schlicht alles zu ihrem Wohnzimmer machen muss.
Eine Einschätzung/Erläuterung:
Politische Perspektiven sind Mangelware und aus ihrer Sicht evtl. auch nicht nötig, denn jede Wohnung hat einen Nachbarn und der wieder einen und auf dem Niveau läuft Aussenpolitik?
Es ist eben kein Wunder, dass ich von Merkel auf Soros und umgekehrt komme, Politik in meinen Augen als private Veranstaltung, hallo, ich bin die Kanzlerin von Übersee...
Aber der Artikel zeigt ein paar Dimensionen auf.
Wenn Merkel das auch so bei der UNO vorhat, trifft sie sich mal mit Zuckerberg, mal mit Soros, mal mit George Clooney, mal mit Meryl Streep und bespricht die Weltlage, die sie dann mit den Präsidenten umsetzt.
Das meine ich mit private Politikperspektive bei Merkel.
Hoffentlich gibt es demnächst an der Spitze der UNO das was man strenggenommen eine Politikerin nennt, also vor allem nicht Merkel.

Hermann Geisbusch | Do, 1. September 2016 - 18:20

Paradiesische Zustände für die Migranten! Nie mehr arbeiten. Straftaten werden kaum geahndet. Man kann tun und machen, was man will, nur nicht arbeiten. Eine mir bekannte Realschullehrerin, die jetzt seit 3 Jahren Deutsch für Migranten unterrichtet, sagte mir auf meine Frage, als was die Leute denn in D. arbeiten können: Gemüse in Restaurants putzen oder Reinigungskräfte in Krankenhäusern usw. Zu mehr reichen die Fähigkeiten von 90% der Zuwanderer nicht aus. Und dann?
Das Ganze fing an, als die Linksgrünen beim BGH klagten, dass die Zuwanderer die gleichen Sozialzuwendungen bekommen sollen wie die Deutschen. Der BGH gab die Klage an den EUGH weiter, der D. zur Zahlung verpflichtete. Und dann brachen alle Dämme.

Wolfgang Henning | Do, 1. September 2016 - 18:38

Warum können ausgewiesene Experten für den afrikanischen Kontinent nicht bis Angela Merkel durchdringen? Sie hat offenbar aus den Erfahrungen der zurückliegenden Jahre nicht gelernt und bleibt offenbar beratungsresistent. Europa, und damit auch Deutschland, kann nicht die ungesteuerten Flüchtlingsströme der notleidenden afrikanischen Bevölkerung bewältigen. Gezielte Hilfe zur Selbsthilfe ist der einzig gangbare Weg.
Dem Ausgleich des Arbeitskräftemangels, aufgrund des demografischen Faktors, ist in Europa und Deutschland nur durch ein spezielles Einwanderungsgesetz nach australischem oder kanadischen Vorbild zu begegnen. Die AfD fordert eben dieses. Aber weil es von dort kommt hat die vereinigte Parteiengemeinschaft beschlossen, diesen Lösungsweg als populistisch abzulehnen.

Karola Schramm | Mo, 5. September 2016 - 15:45

In reply to by Wolfgang Henning

Hallo.
Zur Information und der peinlichen Lage der Leitmedien.
Überschrift: Kanzlerin Merkel hat ein modernes Asyl-und Zuwanderungsrecht über Jahre aktiv verhindert,nachzulesen: www.cives.de/polit-pr-der-kanzlerin-in-der-fluechtlingsfrage-3682

Dort heißt es: "Wenn ein Politiker aktiv und engagiert gegen ein Projekt arbeitet und es letztlich schafft, dieses Projekt abzuschießen. Wenn der gleiche Politiker 15 Jahre später – inzwischen zum Bundeskanzler gewählt – und nachdem sich herausstellt, dass genau dieses Projekt dringend gebraucht worden wäre, treuherzig erklärt, dass „wir Deutsche das Problem zu lange ignoriert haben“. Nennt man ein solches Verhalten dann Vergesslichkeit, kaltschnäuzige Verlogenheit oder „versiertes Politmarketing“ [1]? Denn genau das ist es, was die Bundeskanzlerin derzeit praktiziert."

Ich enthalte mich meines Ärgers. Viel Spaß beim Lesen. Ach so nur nebenbei. Die AfD ist also nicht die erste.....es gab schon andere kluge Leute vor ihr :-)

Claudia Steffani | Do, 1. September 2016 - 18:40

Dabei ist doch gerade in Afrika das BIP in den letzten 10 Jahren so stark wie nirgendwo sonst auf der Erde gewachsen. In Afrika schafft man das offensichtlich ohne Beruf, Arbeitnehmern, Unternehmern und Ausbildung.Es grenzt an ein Wunder.
Bei der aktuellen Zuwanderung der ehemaligen "Fachkräfte" stellt man jetzt zähneknirschend fest, dass über 80% überhaupt keine Berufsausbildung haben. Das wird mit der Zuwanderung aus Afrika ähnlich sein. Man sollte sich endlich von der künstlich am Leben gehaltenen Mär verabschieden, dass es sich hier um Arbeitssuchende handelt. Man ist auf der Suche nach einem bequemeren Leben (wer will es einem Menschen auch verdenken) und weiß um die geringen Chancen auf dem europäischen Arbeitsmarkt bzw. die Wohltaten der noch existierende Sozialkassen sehr genau. Aber vielleicht stört es unsere Politik im Zuge des "gemeinsamen" Europas ja, wenn unterschiedliche Sozialleistungssysteme existieren. Ein weiterer euop. Topf für alle wäre soooo integrationsfördernd.

Heinz Meier | Do, 1. September 2016 - 19:23

Alles vergebliche Versuche das Australische Modell zu vermeiden und das Gesicht zu wahren, Fehler nicht zuzugeben. Mit wievielen Ländern dieser Erde sollen denn 'Türkische Abkommen' getroffen werden?

Dr. Klaus Altenburg | Do, 1. September 2016 - 19:51

Shakespeare würde zur Situation der Entwicklungshilfe ein Trauerspiel schreiben - bei ihm liegt am Ende die Bühne auch voller Leichen.
Aus eigenem Erleben(5 Jahre in Afrika in der Entwicklungshilfe) dazu nur - wegen Begrenzung - dazu einige Stichworte:
- Die Entwicklungshilfe als Instrument der Globalpolitik aufgeben(u.a. also nicht gegen, sondern mit den Chinesen gemeinsam und koordiniert arbeiten)
- Transparenz aller Finanzströme zur Korruptionsunterbindung(Meist ist Entwicklunghilfe so etwa wie das Kippen von Wasser gegen schräge Wand - es fließt dem Geberland auf die Füße zurück)
- Drosselung von Agrarsubventionen in EU und USA, mit denen der Agrarexport gen Afrika angeheizt wird - dort gezielte Agrarentwicklung

Dr. Klaus Altenburg | Do, 1. September 2016 - 20:12

- UN- Beschlüsse zur Unterbindung des Brain Drain. Die besten dortigen Kräfte, u.a. einheimisch mühselig ausgebildete Ingenieure , Mediziner u. Agrarexperten werden durch entsprechende Einwanderungsgesetze, z.B. USA, Kanada - gleiche Aktionsrichtung dazu auch in Deutschland, gezielt abgesogen - ist eine moderne Form des Kolonialismus.
- Schulbildung, insbesondere auch der Mädchen, hat eine Korrelation mit der Begrenzung des Bevölkerungswachstums
- Kippen von Knebelungsverträgen: Exemplarisches Beispiel: Niger - aktuell Transitstaat der Massenmigration - ist eines der ärmsten Länder, aber drittgrößter Uranproduzent - und Exporteur(französische AREVA)

Erforderlich ist international gepowertes und getragenes Gesamtkonzept - nicht in Sicht!!!

Mehr zum Thema: Buch:
"Ingenieur in bewegten Zeiten - von Aktionen im Osten, Süden und Westen"

Karola Schramm | Do, 1. September 2016 - 20:29

Merkel und ihr nigrischer Partner für eine Eindämmung der Migration? Toll. Per TV - "kommt nicht nach Europa!"Dazu dann tolle Autos, flotte junge Frauen, natürlich blond. Paradoxe Botschaften.

Wird gesagt "wir brauchen euch nicht, bleibt da wo ihr seid ? oder was ? Gingen nicht auch TV-Botschaften nach Syrien mit den Themen, "wir brauchen euch", " DE ist überaltert, es mangelt uns an Nachwuchs." Heißt: zu wenig Kinder - die Männer in DE sind impotent. Dann machten sie sich auf, weg von Krieg, Elternhaus und Heimat - kann ja auch beengend sein - in das freie DE.

Niger hat eines der größten Uranbergewerke der Welt, die ärmste Bevölkerung, jeder 2.Bewohner kein sauberes Trinkwasser, 75 % Männer sind analphabeten, 90 % Frauen.
Der Präsident passt sich an, hat ja gesehen wie es Gaddafi ging und Assad geht.
Europäische Offensive von 2010 für die nächsten 10 Jahre für Mali-NIger ect.:Sich innerhalb der EU durchsetzen, Außenpolitik militarisieren, Unternehmensinteressen sichern.

Dimitri Gales | Do, 1. September 2016 - 20:52

Endlich mal ein Interview mit Leuten, die Afrika wirklich kennen. Ich meine aber, dass der demographische Druck, der zur Migration führt, wird unterschätzt wird. Es gibt nicht für alle Afrikaner akzeptable Lebensmöglichkeiten, auch wenn der Kontinent als Zukunfstprojekt gepriesen wird. In Nordafrika sind es vor allem die jungen Menschen, die keine Zukunfts sehen. Viele haben eine berufliche Qualifikation erworben, aber finden keinen Arbeitsplatz. Auch das ist auf ein demographisches Phänomen zurückzuführen. Ausserdem gauken Bilder aus Europa den Afrikanern paradiesische Zustände vor; die Motivation, nach Europa zu wandern wird dadurch noch verstärkt. Die Leute haben ja nichts zu verlieren.
Merkel sucht natürlich Auswege aus ihrer prekären politischen Lage. Aber die naive Idee von der "Migrationspartnerschaft" wird wohl ein Flop.

" In Nordafrika sind es vor allem die jungen Menschen, die keine Zukunfts sehen. Viele haben eine berufliche Qualifikation erworben, aber finden keinen Arbeitsplatz."
Davon haben wir in EU doch selbst schon genug. Obwohl das Demographische Probleim bei uns umgekehrt ist. Wozu also noch mehr mit geringeren Chancen wegen nicht anerkannter Ausbildung?

Hans Peter Dietz | Fr, 2. September 2016 - 05:26

Hier in Australien ist die Loesung fuer illegale Massenmigration laengst gefunden und realisiert. Das hat vielleicht auch etwas damit zu tun, dass man hier viel besser das Wechselspiel von 'push' und 'pull'- Faktoren versteht.

Push- Faktoren sind Armut und Elend, Pull- Faktoren sind Gesellschaften, die so dekadent sind, dass sie ihre eigenen Grenzen nicht mehr zu verteidigen bereit sind und illegale Migranten mit Tausenden von Euro im Monat alimentieren.

Der Westen hat seit den 60er Jahren unzaehlige Milliarden nach Afrika gepumpt, um Push- Faktoren zu verringern, ohne Resultat. Da ist offenbar sehr wenig zu machen.

Die Pull- Faktoren koennen viel, viel leichter beeinflusst werden- wenn nur der politische Wille besteht. Ich bin enorm dankbar, dass dieser Wille in Australien vorhanden ist. Wir haben auch jede Menge naive Gutmenschen- nur sitzen die Gott sei Dank nicht an den Schalthebeln der Macht.

Dorothee Sehrt-Irrek | Fr, 2. September 2016 - 11:44

In reply to by Hans Peter Dietz

Humanitär/christlich verordnete Selbstaufgabe und wie ich befürchte
die fixe Idee, der Fortschritt komme aus Afrika oder den USA, während Europa darauf angewiesen sei, ihn zu importieren, denn,
und da hilft leider die Wissenschaft, der Homo sapiens stammt aus Afrika, Europa, Du Land des Nichts, öffne Dich erneut diesem Segen.
Auch bei ersterem hilft die Ansicht, dass Humanismus und Christentum Erfindungen Afrikas/Israels seien, wo dort???
Ich zweifle stark daran, vor allem wenn ich die jetzige Form des Islam sehe oder das Anrennen auf den europäischen Kontinent aus Afrika.
Ich mag nicht sehr intelligent sein, aber es reicht, um Intelligenz anderer einschätzen zu können.
Und selbst wenn, ergibt das keinen Zwang, sich dem zu unterwerfen, was ich mit Gottesstaat unter Merkel befürchte.
Es widerspricht zutiefst europäischer Lebensweise.
Mit Merkel beginnt evtl. überspitzt gesagt wieder der Kampf um Kulturhoheit im eigenen Land, wie er evtl. vor Jahrhunderttausenden Jahren begann.

Georg Dallmann | Fr, 2. September 2016 - 08:07

Man könnte Altmaier und Gabriel nebeneinander auf den Knotenpunkt stellen, dann würde garantiert keiner mehr vorbeikommen....kleiner Spass am Rande.
Nun mal ERNST:
WIRKLICHE EXPERTEN sind sich darin einig, daß Afrika eine Bevölkerungsexplosion erlebt, die dazu führt, daß in den nächsten 20 Jahren sich die dortige Bevölkerung nahezu verdoppelt.
Da Afrika (nicht zuletzt dank der nahezu überall herrschenden korrupten Clans) schon heute NICHT einmal ANSATZWEISE dazu in der Lage ist, diese Menschen zu ernähren, geschweige denn auszubilden, etc........kann sich JEDER vorstellen, was das künftig für MigrationsTSUNAMIS Richtung EU (sprich DEUTSCHLAND!) bedeuten wird. Das sind die FAKTEN, da braucht man nicht drum herum schwabulieren.
Solange die BRD ihr - nahezu grenzenloses ASYLRECHT, welches DAFÜR NICHT GEMACHT und NICHT GEDACHT war und ist, nicht essentiell einschränkt (inklusive der - für AFRIKANER - üppigen finanz. Unterstützung), wird die WELLE nicht zu stoppen sein!

Robert Müller | Fr, 2. September 2016 - 08:21

Wenn man es so macht, dass die Leute sich nur in ein Schlauchboot setzen und ein paar Kilometer vor die afrikanische Küste fahren müssen, wo sie von EU-Schiffen nach Italien gebracht werden, muss sich nicht wundern, dass dieses immer mehr Leute machen. Richtig wäre es die Leute aufzugabeln und an die afrikanische Küste zurück zu bringen, macht man aber nicht. Warum? Es gibt irgendwelche Selbst-Verbote und also gibt es eigentlich keine Lösung und um dennoch handlungsmächtig aussehen zu können, macht man irgendwelche Alibiaktionen. So hat z.B. der Merkel-Plan mit der Türkei noch nicht einen Flüchtling in die Türkei zurück gebracht. Grund ist, die griechischen Gerichte machen das nicht. Die, die doch in die Türkei zurück sind, sind freiwillig gegangen und postwendend hat die Türkei einige nach Europa schaffen lassen. Natürlich nur die, die der Türkei wenig nützen würden. Wofür sie, ich glaube, 3 Mrd. bekommt. Wieviel Niger wohl für diese Alibi-Aktion bekommt? Merkel hat´s ja.

Bernd Fischer | Fr, 2. September 2016 - 17:09

In reply to by Robert Müller

Letzten Montag, große reißerische Überschriften bei den Tagesgazetten und TV-Anstalten:

3500 Migranten aus dem Mittelmeer gerettet.

3500x 365 Tage ergibt?

Ich trau mich nicht es zu schreiben.

Hubert Knapp | Fr, 2. September 2016 - 12:22

Die von der deutschen Regierung und ihren Medien vollmundig propagierte "Willkommenskultur" und "Weltoffenheit" wird die Europäer noch ein Weilchen beschäftigen, wie es aussieht.
War es vielleicht am Ende doch keine gute Idee, einen Porzellanladen von einem Elefanten bewachen zu lassen?
Vielen Dank für den erhellenden Artikel!

Hans-Jürgen Schulze | Fr, 2. September 2016 - 16:32

Aber ja Frau Merkel, erst müssen wir nur noch so 3-5,5 Mio.Musleme, aus der Türkei bei uns aufnehmen.
Danach werden wir uns und mit Ihrer Hilfe, schrittweise über eine Zeit, sagen wir mal von 4 - 5 Jahren, um die etwas größere Anzahl von ca.60 bis 75 Mio. schwarz- Afrikaner kümmern.
Deutschland ist reich, die schaffen das.
Wir schreiben dann das Jahr 2021, sie sind immer noch Kanzlerin, nur mit einem sehr viel kleineren Anteil von Deutschen Steuerzahlern. Die sind auf und davon, nach Nah-Ost, um die Kriegsgebiete wieder aufzubauen. Nach Afrika nach machbaren Lenbensraum zu suchen um den alten Kolonialstatus wieder herzustellen, natürlich mit eigenem Kapital soweit noch vorhanden. Ach das wird schön sein, ein Häuschen im Urwald, ich freue mich schon.
Ihr H.-Jürgen Schulze

Marcel Langguth | So, 4. September 2016 - 10:29

Die Europäische Union hat sich diese Probleme über Jahre hinweg selbst geschaffen, ob das nun bewusst, vorsätzlich oder auch nicht, das sei mal dahingestellt. Länder des Kontinents Afrika werden seit Jahrzehnten durch westliche Organisationen wie den IWF als Erfüllungsgehilfen der weltlichen Machteliten und Großkonzerne ausgebeutet und ihnen eigene Interessen aufgezwungen. Die Öffnung der afrikanischen Märkte für westliche hochsubventionierte Produkte, gefährden Menschenleben und Existenzen und dient nur einem Ziel, den im nachhinein noch katastrophaler verarmten Gesellschaften Kredite aufzubürden um bei Nichterfüllung der Tilgung deren Rohstoffe sich zu eigen zu machen. Die Großkonzerne können damit gut leben, doch die Bevölkerung dort wie auch hier, wird unter den Lasten Zusammenbrechen und mit ihr das komplette System. Noch mal paar andere Gründe für ein unzurecht bezeichnetes Befrieden der Länder zu nennen: http://wissensfieber.de/rohstoffreiches-mali/

Marcel Langguth | Mo, 5. September 2016 - 10:04

Warum wurden keine Kommentare/mein Kommentar von Wochenende nicht veröffentlicht? Bitte um Aufklärung.

Marcel Langguth | Mo, 5. September 2016 - 10:29

"Würde es helfen militärisch zu befrieden, so wie Frankreich es tut?" Was bitte ist das für eine Frage? Frieden schafft man nicht militarisch.schon gar nicht, wenn Interessen des Staates und der Grosskonzerne (Frankreich, Staatskosten Areva) dahinterstehen.Das sollte uns doch nun klar sein.Darüber hinaus ist Frankreich schon seit Jahrzehnten in Mali und eine Befriedung ist nicht abzusehen. Nicht mal annähernd, denn hier werden ausschließlich Bodenschätze, vor allem Uran gesichert. Frankreich hat eines der größten Infrastrukturen an Atomreaktor, also hohen Bedarf an Uran. Mali und Niger sind Länder mit einer der größten Reserven an derart Bodenschätze.Naturlich beudet man gern friedliche Länder aus, doch macht sich vielleicht auch mal jemand Gedanken, dass diese Konflikte vom Westen geschaffen wurden, somit auch die Fluchtursachen? Lange Geschichte. Doch bevor nicht endlich ehrlich berichtet wird, wird sich die Lage nur verschlimmern. Hinweis auf meinen anderen Kommentar mit Linke. Dank

Hallo,
ja, das ist auch, was ich vermisse: Eine ordentliche Berichterstattung die alle Seiten und Seitenarme durchkämmt: Wer profitiert warum da von ? wer steckt hinter dieser oder jener Aktion ? Wie viel deutsche Unternehmen befinden sich in Mali, in Niger, in Afgh. bezahlen sie Steuern ? In Afgh. nein. Ein tolles Leben für die Neoliberalen. Sie scheffeln immer mehr Geld... und was ist mit Syrien ? Die jetzigen Zerstörer werden auch die Wiederaufbauer sein...vielleicht mit Hilfe der Flüchtlinge unter der Flagge deutscher Unternehmen ?

Ach es ist unendlich vertrackt:-(

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