Griechenland - Das Wunder scheint möglich

Politisch ist Griechenland gestärkt aus der Krise hervorgegangen. Aber mit den wirtschaftlichen Folgen werden die Menschen noch viele Jahre kämpfen. Trotzdem macht sich inzwischen Zuversicht breit. Nun kommt es auf die neue Regierung von Kyriakos Mitsotakis an

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Die vergangene Parlamentswahl stellt eine Zeitenwende in der Krisenära dar / picture alliance

Autoreninfo

Gerd Höhler berichtet für mehrere deutsche Tageszeitungen aus Athen über Griechenland, die Türkei und Zypern.

So erreichen Sie Gerd Höhler:

Langsam bugsieren die Schlepper die Cosco Capricorn ans Kai. Das Schiff, das an diesem Septembermorgen kurz nach Sonnenaufgang im Hafen von Piräus anlegt, kommt aus Singapur. Es gehört zur ULCS-Klasse der ultragroßen Containerschiffe, der „Megaboxer“, wie sie im Fachjargon genannt werden. 20 000 Containereinheiten (TEU) kann es transportieren. Kaum hat der Riese festgemacht, schwenken die großen Kräne aus und hieven die ersten Container an Land.

Von der Krise, die Griechenland in den vergangenen zehn Jahren heimsuchte, ist hier, im Hafen von Piräus, nichts zu spüren. Während das Land seit 2008 ein Viertel seiner Wirtschaftskraft einbüßte, hat sich der Containerumschlag in Piräus im gleichen Zeitraum mehr als verzehnfacht – ein beispielloser Aufschwung. Er zeigt, welches wirtschaftliche Potenzial das einstige Krisenland hat – wenn es das richtige Geschäftsmodell entwickelt.

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Norbert Heyer | Di, 15. Oktober 2019 - 16:18

Neue Regierung, neue Ausrichtung, schon kommen wieder die positiven Signale, auf die man nicht reinfallen sollte. Griechenland wird niemals auf eigenen Füßen stehen, sie bleiben am Tropf der EU-Länder, die „unermesslich“ reich sind, namentlich die spendierfreudigen Deutschen. Wer hofft, dass die bisher versenkten Kredite eines Tages zurückfließen werden, ist ein Träumer. Ist schon vergessen, welcher Druck mit Migranten durch Griechenland in Deutschland aufgebaut wurde, damit endlich Geld fließt. Als endlich der Rubel rollte, kam von Griechenland kein Dank, sondern nur Häme und Spott (die Kanzlerin als Führer ...) und jedesmal zusätzliche Menschen aus überfüllten und chaotisch geführten Lagern. Zum guten Schluss der Hinweis, dass die gezahlten Hilfsgelder im Grunde als Reparationszahlungen für erlittene Schäden im 2. Weltkrieg anzusehen sind ... nein, ich erwarte keine Wende in Griechenland, hier ist der Krisenmodus Programm und Deutschland zahlt, bis wir selbst hilfsbedürftig werden.

So ist das eben Herr Heyer!
Ich bezweifle jedoch, ob das ein Alleinstellungsmerkmal für Griechenland, den "Griechen als solches" ist; der Grieche "von der Straße" eben.
Gleichwohl folgendes:
In unvordenklicher Zeit spielte ich im Verein TT; wir waren sehr gut, Verbandsliga.
Nach den Spielen, Training immer zu "unserem Griechen". Wir waren seine besten Kunden, bekamen seine "Kellerköstlichkeiten" zum Selfmade-Preis. Wir haben ihm oft geholfen, renovieren etc.
Und dann kamen damals die "Russlanddeutschen"; (sorry!)
Sein Anwesen hatte 40 Gästezimmer. Plötzlich alle ausgebucht zu Wucherpreisen!
"Ich habe keine Zeit mehr für euch, habe so viel zu tun!"
Er "verdiente" sich dumm und dämlich; unser Staats hats ja schon immer gehabt!

Wir waren von heute auf morgen niemals mehr dort, einer von uns schraubte sogar noch das Schild ab: καλωσορίστε - kalosoríste - Herzlich willkommen!
Egal, er hätte ja auch ein Eskimo/Inuit sein können!

Eine Nachbarin ist D-Usbekin! (ein blödes Wort!)

helmut armbruster | Di, 15. Oktober 2019 - 17:36

Das sagt uns niemand. Und eine volkswirtschaftliche Gesamtrechung zu dieser "Rettung" findet sich auch nirgends.
Es wäre besser gewesen Griechenland, das verantwortungslos über seine Verhältnisse gelebt hat, bankrott gehen zu lassen. Und die Zockerbanken, die Griechenland das Geld geliehen haben, gleich mit. Aber nein, statt dessen müssen Unbeteiligte - der ganz normale Bürger - die Zeche für solches Fehlverhalten bezahlen, z.B. über die Nullzinspolitik der EZB.
Griechenland, die Zockerbanken, die verantwortlichen Politiker, sie alle sind fein heraus.
Nur dem normalen Steuerzahler und Sparer geht es nicht besser. Im Gegenteil.

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