Exklusive Insa-Umfrage - Fast die Hälfte befürwortet Abweisung von Flüchtlingen

In einer exklusiven Umfrage für „Cicero“ hat das Meinungsforschungsinstitut Insa gefragt, wie die EU mit der Lage an der türkisch-griechischen Grenze umgehen soll. 49 Prozent der Deutschen wollen demnach, dass Flüchtlingen die Einreise verweigert wird.

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Griechische Polizisten am Grenzzaun zur Türkei: Die Lage ist angespannt / dpa

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An der türkisch-griechischen Grenze ist die Lage äußerst angespannt. Am Samstag hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan angekündigt, Flüchtlinge, die sich in der Türkei befinden, nicht mehr an der Weiterreise nach Europa hindern zu wollen. Damit ist der Flüchtlingspakt zwischen der EU und der Türkei faktisch hinfällig.

An der Grenze harren tausende Flüchtlinge in der Hoffnung aus, in die EU zu gelangen. Die Türkei hat am Donnerstag 1.000 Polizisten in die Region geschickt, um zu verhindern, dass sich von den Griechen abgewiesene Flüchtlinge wieder auf den Rückweg machen. 

Relative Mehrheit gegen Aufnahme

Europa steht somit vor einer möglichen neuen Flüchtlingskrise. Das Meinungsforschungsinstitut Insa hat im Auftrag von „Cicero“ 2092 Personen online befragt, ob sie einer Aufnahme der Flüchtlinge durch die EU zustimmen. Eine relative Mehrheit von 49 Prozent der Befragten spricht sich demnach dagegen aus, 31 Prozent sind für eine Verteilung der Flüchtlinge auf bereitwillige EU-Staaten. Sieben Prozent halten weder die Aufnahme noch die Ablehnung von Flüchtlingen für richtig, neun Prozent beantworteten die Frage mit „weiß nicht“.

Unter Grünen-Wählern finden sich die meisten Befragten, die sich für eine Aufnahme der Flüchtlinge aussprechen (53 Prozent), während 85 Prozent der AfD-Anhänger dagegen sind. 54 Prozent der Wähler von CDU/CSU sind laut der Umfrage nicht dafür, Flüchtlinge auf EU-Staaten zu verteilen. Insgesamt sind mehr Männer als Frauen gegen die Aufnahme der Flüchtlinge (54 zu 45 Prozent). Im Westen sprechen sich etwas mehr Menschen für eine Verteilung auf EU-Staaten aus als im Osten Deutschlands (32 zu 29 Prozent).

Insa führte die Umfrage vom 2. März bis zum 4. März exklusiv für „Cicero“ durch. 

Dorothee Sehrt-Irrek | Do, 5. März 2020 - 17:32

Umfrageergebnissen abhängig machen.
Ich könnte es im Vorfeld gar nicht sagen, ausser dass ich strikt gegen einen evtl. neuerlichen Alleingang von Frau Merkel bin.
Die Bundesrepublik Deutschland, Europa ist mehr als Frau Merkel, da bin ich 100%ig sicher.
Ich vertraue unseren Parteien und Verfassungsorganen, sowie denen der europäischen Union, auch der UNO.
Von Alleingängen der Kirchen würde ich abraten.
Empfehlungen, Hilfestellungen sind dagegen wichtig.

Ich glaube, ich kann Sie beruhigen. Selbstverständlich wird Frau Dr. Merkel wieder einen Alleingang in der Flüchtlingsfrage, unterstützt allerdings von Herrn Seehofer, der Annalena und dem Robert, versuchen. Sie kann doch nicht ihre damalige Flüchtlingspolitik ad absurdum führen! Erste "Gipfel" zur Behebung der Anlaufprobleme der zu erwartenden Neuaufgenommenen finden doch schon statt. Ob sie mit ihrem Vorhaben in der Bevölkerung durch kommt, ist allerdings fraglich.

Michaela 29 Diederichs | Fr, 6. März 2020 - 13:02

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Durchkommen? Selbstverständlich werden die Migranten durchkommen zu uns und selbstverständlich werden die Parteien das durchdrücken - auch gegen den Willen der Bevölkerung. Wer soll sie denn daran hindern?

Roland Völkel | Fr, 6. März 2020 - 17:30

In reply to by Gast

denn Frau Merkel die Bevölkerung in ihren Überlegungen bzw. "Entscheidungen" ein, Herr Schneider?
Wäre ja noch schöner,wenn das (Stimmvieh)Wahlvolk auch eine eigene Meinung hätte. Das wird wieder mal im Alleigang durchgezogen.
Wie sagte doch der Potsdamer OB M. Schubert im Interview hier auf Cicero: "Wir haben viele Männer getroffen, die allein vorgereist sind oder Frauen mit Kindern, die auf ihren Mann warten." Die wollen alle "weiterreisen" nach Germoney.
Und ich dachte schon, die wären auf der Flucht? Sind also getrennt angereist! Oha!

Ich denke nicht, dass "Vertrauen" hier die richtige Kategorie ist. Es geht um Millionen neue Mitbürger (oder reden wir von 10.000? - dann machen und sich wichtigen Themen zuwenden), die gleichberechtigt dieses Land, seine Gesetze, seine Werte und seine Lebensart mitgestalten dürfen und sollen. Ich habe das Gefühl, dass viele Menschen in diesem Land davon ausgehen, dass wir jetzt eine Gesellschaft sind, in der das kein Thema mehr ist, weil universelle Regeln gelten. Das halte ich für unsinnig. Es gibt kein System universeller Regeln, dass ausreichend für das funktionieren einer Gesellschaft ist (meine Einschätzung). Es geht hier um persönliche Vorlieben, Neigungen, Weltsichten etc. Da nützt es nichts "Vertrauen" zu haben - es geht nicht um einen Verwaltungsakt, der korrekt auszuführen ist. Ich glaube hier muss jeder persönlich sich fragen in welcher Gesellschaft er leben will.

was andere, denen sie nicht glauben wollen, für Sie beschliessen. Das betrifft natürlich nicht nur den ganzen Verwaltungsapparat, sondern auch die, die von der Mehrheit gewählt werden. Das nennt man Demokratie. Sie können natürlich auch "mißtrauen" - nur müssen sie dann zähneknirschend mit den Entscheidungen anderer leben. Sie könne ja auch anders wählen, nur nutzt das vielleicht nichts. Und der vielgepriesene eigene Menschenverstand kann sie genauso täuschen, wie irgendein Politiker oder Demagoge.
Das Recht kann und - richtigerweise - darf keiner in die eigene Hand nehmen. Sonst wiederholen sich Halle, Hanau...ganz zu schweigen die regelmässigen Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte. Weil die, die so verbrecherisch handeln, natürlich auch nur "das Beste" für ihr Volk wollen. Weil sie denen v e r t r a u t e n, die so großspurig vor der Umvolkung warnen. Zum Beispiel.

Herr Lenz,

die Aussage "...oder Sie finde sich damit ab" erinnert mich doch sehr stark an die Worte unserer Verursacherin.
Die sagte ja auch..."nun sind sie halt da".

Aus dem Munde einer B-Kanzlerin, die einen Eid darauf abgelegt hat sich für das Wohl der Bevölkerung einzusetzen, echt starker Tobak.
Eine andere Presse hätte sie dafür in der Luft....Sie wissen schon, aber hier bei uns...da geht so etwas als kluge Weisheit durch.

So jedenfalls wird man die AfD nie loswerden.

auch von universellem Anspruch?
Das ist ja das """Problem""", dass in Europa europäische universelle Gesetze entwickelt wurden.
Nein, ich möchte die nicht kleinreden, aufgeben oder etwa neben andere zur Diskussion stellen.
Die Argumentationen sind evtl. teilweise von einem derart dürftigen intellektuellen Niveau, dass ich mich hier nicht dazu äussere.
WIR lassen herein, ABER wir können REALISTISCHER WEISE nicht davon ausgehen, dass eine Vergesellschaftung nur zu unseren Gepflogenheiten stattfinden wird.
Unser Leben wird sich verändern, deshalb muss man es aufmerksam begleiten, DENN EUROPÄER sind SEHR STARK in IHREM ZUSAMMENLEBEN.
Etwas, dass von Aussen Kommenden manchmal nicht einmal auffällt.
DENN gleichzeitig ist es eine freie, selbstbestimmte Kultur des Zusammenlebens, "kein Gott, kein Kaiser, kein Tribun".
Das ermöglicht, fordert geradezu andere auf, es uns gleichzutun.
Leben sie es "mit Gott, mit Kaiser, mit Tribun", entstehen zwangsläufig Konflikte.
Ich traue unserer Umsicht

Einholen der Natur durch Vernunft bezeichen würde und scheinbar umgekehrt als Einholen der Vernunft durch Natur.
Leben entsteht vielleicht! an einem winzigen Punkt, aber es entwickelt sich, schauen wir doch auf das Universum und wenn Leben wieder auf nur einen Punkt zusteuert, könnte sich zeigen, dass es sich sinnvoller Weise ent-faltete.
Überlegen Sie mal, was man auch sagt, wenn man integrationsunwilligen Leuten sagt, sie mögen anderswo nach ihrem Glück suchen. Der Islam ist groß.
Konflikte bedeuten woanders, dass Zusammenleben nicht möglich sei, wir sollen aber in Dauerkonflikten leben?
Ich halte Staffelungen für sinnvoll und vor allem alle Bemühungen, Konflikte zu entschärfen.
Die Türkei ist kein Garant in Syrien für befriedete Regionen, die EU sollte sich vor militärischem Eingreifen hüten, die UNO vermag Schutz.
Mein Tipp, schaut Euch Annegret Kramp-Karrenbauer als neue UNO-Generalsekretärin aus.
Intelligenz, Klugheit, Umsicht und vor allem LEBENSERFAHRUNG auch mit Kindern!

Man vergisst einiges, Internet aber nichts. Es gab mal den Todesfall Pascal im Saarland. Kindesmissbrauch in der Tosa-Klause ohne Leiche. Da kamen entsetzliche Details heraus. Es gab frühzeitig Hinweise an die Behörden. Diese Akten verschwanden aber spurlos. Die zuständige Innenministerin war ....AKK.
Es gibt keine Zufälle! Man suche : Karrenbauer Tosa Klause

in Parteien und Verfassungsorgane, sowie denen der europäischen Union ? Ich beglückwünsche Sie zu Ihrer Naivität, denn sie verhindert, die Realität zu sehen

Ich bin sicher niemand wird Umfrageergebnisse hier zu Rate ziehen. Im Text heißt es z.B. "der Flüchtlingspakt zwischen der EU und der Türkei [sei] faktisch hinfällig." Tatsächlich heißt das, dass munter weiter bezahlt wird. Ich bin sicher dabei bleibt es. Vielleicht muss man Erdogan einfach mehr zahlen und vielleicht auch wieder Waffen liefern? Dann klappt es auch wieder mit der Freundschaft zwischen Erdogan und der EU/Deutschland.

Ist übrigens interessant, dass von den links wählenden Parteianhänger die der Linkspartei am wenigsten für eine neue Masseneinwanderung sind. Da scheint sich auch eine Kluft zwischen Wähler und Funktionären zu zeigen. Auch interessant die etwas andere Position von Ministerpräsident Kretschmann (Grüne) in dieser Frage.

Dorothee Sehrt-Irrek | Do, 5. März 2020 - 17:35

den Bevölkerungen grundsätzlich.
Man kann also einen Blick darauf werfen.

Manche sollten die Genfer Flüchtlingskonvention lesen und erfassen, was ein Flüchtling ist, welche Rechte er haben soll, und wozu wir nicht verpflichtet sein können. Es lohnt auch den Begriff " Asylrecht" zu erfassen und zu unterscheiden, wer individuell verfolgt ist und wer nicht.

Jacqueline Gafner | Fr, 6. März 2020 - 12:33

In reply to by Gast

ein klassischer Flüchtling ist definitionsgemäss ein menschliches Individuum, das in seinem Herkunftstaat (oder allenfalls seinem Aufenthaltsstaat) aus menschenrechtswidrigen Gründen von Staates wegen verfolgt und an Leib und Leben (oder mindestens seiner persönlichen Freiheit) gefährdet ist und daher einen Rechtsanspruch auf dauerhaftes Asyl in einem Drittstaat hat, soweit der die einschlägige Genfer Konvention unterzeichnet und für sich als gültig akzeptiert hat. Heutzutage wird der Begriff "Flüchtling" bewusst unscharf verwendet, um darauf hinzuwirken, dass auch sogenannten Kriegsflüchtlingen, denen im Normalfall nur befristet Schutz zu gewähren ist, sogenannten Armutsmigranten und seit jüngsten auch sogenannten Klimaflüchtlingen ein entsprechender Rechtsanspruch zustehen soll. Das Ende vom Lied wird sein, dass das Asylrecht als solches prinzipiell unter Druck geraten und pro futuro womöglich in immer mehr Staaten wegfallen könnte, deren Stammbevölkerung dagegen revoltiert.

ich wundere mich aber über Österreichs Bundeskanzler Kurz.
In etwa, vor einer Woche gab es keine Krise...?
Da staune ich aber.
Die Türkei griff schon vor einiger Zeit auf Syrien über und seither jonglieren wir doch mal wieder am Abgrund eines beginnenden Großkrieges herum, mit abertausenden Flüchtlingen aus der Region Idlib?
Deshalb fand ich die Reaktion von Frau AKK ganz zu Beginn der türkischen Offensive rüber nach Syrien so gut - vielleicht als eine der Wenigen - und hoffe, dass Frau AKK mit diesem humanistischen Blick auf militärische Gefahrenlagen demnächst die UNO als Generalsekretärin bereichert.
Deshalb kann man sich aber ganz sicher, auch mit Frau von der Leyen - die EU hat aber auch jetzt so langsam wieder eine Glückssträhne - auf geeignete Reaktionen auf den Konflikt einigen.
Weder scheinen die Anrainerstatten Syriens wirklich begeistert von einer "Dauerbelastung" durch Flüchtlinge in Richtung Migranten, noch scheint mir eine Rückkehr unter Assad möglich.
Sicherheitszonen

aber mir fehlen die Worte......andererseits bilden Sie tatsächlich das Gros der Bevölkerung ab. Solange die Tagesschau punkt 20.00 Uhr kommt und der Kühlschrank gefüllt ist, ist alles gut

Bernd Muhlack | Do, 5. März 2020 - 18:00

Ein kurzer Artikel, deshalb las ich ihn en passant.
Grundsätzlich lese ich NIE Artikel die auf irgendwelchen Umfragen basieren.

Wer eine Umfrage in Auftrag gibt, folglich auch bezahlt, will ein bestimmtes Ergebnis.
Es gibt insoweit keinen Altruismus als Selbstzweck, ob der reinen Erkenntnis willen!

Das entscheidende ist die Fragestellung sowie die Gewichtung der Antworten; vergleichbar den Wahl-O-Maten.

Die Gewichtung nach Parteien-Sympathie ist jeweils der Gipfel!
"JA, ganz klar AfD! Meine Opas und mein Vater waren ja auch Nazis!"
Mit der Linken und PDS, SED klappt das ebenso!

"Flüchtlinge" sind ein gar heikles Thema!
Wer will denn schon ein Grübler, gar Kritiker, Nein-Sager sein?
"Keine Ahnung, sorry!"
(wie die CDU in Thüringen)

Ich bin weder Statistiker noch Empiriker, andere Fakultät.

"Hillary Clinton liegt uneinholbar vorn!"
"Kanzlerin Merkel bleibt die beliebteste Politikerin!"

"Stehen Sie täglich auf?"
JA - NEIN - Keine Ahnung-
92 % der "Extremwähler" sagten keine Ahnung!

Eckart Härter | Do, 5. März 2020 - 18:29

Das Migrationsproblem ist zuerst ein Problem der Herkunftsländer. Wenn man zusätzlich andere Länder mit verantwortlich machen will, dann sind nicht nur die Europäer gefordert, sondern die gesamte globale Staatengemeinschaft, vertreten durch die UN.
Wenn Deutschland sich in einer Sonderrolle sieht (warum eigentlich?), dann kann die nur darin bestehen, die Migrationsursachen in den Herkunftsländern beseitigen zu helfen (wovon Frau Merkel seit langem schwafelt, ohne etwas zu tun).
Für die Menschen, die jetzt an der griechischen Grenze aggressiv Einlass nach Europa fordern (und für andere Migranten), hätten in den vergangenen 5 Jahren unbewohnte Gegenden oder Inseln gepachtet oder gekauft werden müssen. Dort hätten die deutschen Milliarden zur Erstellung der Unterkünfte und Infrastruktur eingesetzt werden können. Die Verbringung der Menschen nach Deutschland führt letztlich zu derselben Situation wie 2015 und mittelfristig zur Destabilisierung unseres staatlichen Gemeinwesens.

lösen das Problem mit Sicherheit nicht. Auch nicht, wenn dort Infrastruktur und Versorgung gewährleistet sind. Womit sollten sie denn auf Dauer ihren Unterhalt verdienen? Die Arbeitslosenquote Griechenlands (18,5% per Jan. 2019) zeigt deutlich, dass Griechenland wohl für Wirtschaftsflüchtlinge nicht das Land der Wahl ist, wenn man ein besseres Leben anstrebt. Der größte Teil der Menschen, die jetzt nach Europa wollen, kommt ja nicht aus Flüchtlingslagern, viele haben schon jahrelang in der Türkei gelebt, eine bescheidene Existenz aufgebaut.

Markus Michaelis | Do, 5. März 2020 - 18:30

Was war denn genau die Frage? Genau die 20000 Personen aufnehmen, die jetzt vor dem Zaun stehen? Alle Flüchtlinge, aber keine anderen Personen? Was ist mit Flüchtlingen in anderen Konflikten? Aber wer anerkannter Flüchtling ist ändert sich ja auch immer wieder substanziell und je nach EU-Land. Und was heißt aufnehmen: auf Zeit oder wie bisher als neue Mitbürger? Das ist ein recht weites Spektrum - trägt ein Artikel wie dieser, mit der etwas unklaren Frage dazu jetzt mehr zur Klärung oder zur Unklarheit bei?

RMPetersen | Do, 5. März 2020 - 18:39

"Eine relative Mehrheit von 49 Prozent der Befragten spricht sich demnach dagegen aus ..."

- Ich frage mich, ob nicht auch schon früher rd. die Hälfte der Deustschen gegen die Zuwanderung war.

"... 31 Prozent sind für eine Verteilung der Flüchtlinge auf bereitwillige EU-Staaten."

Dies Leute haben wohl nicht mitbekommen, dass es keine solche Staaten gibt. Oder, andes formuliert: Es gibt möglicherweise Regierungen, die noch mehr Zuwanderer aufnehmen möchten (- ich denke da an die Regierung Merkel, wir werden es noch sehen), aber das Volk ist dagegen. Ob das für Merkel relevant ist? Oder muss das Volk umerzogen werden?

"... Sieben Prozent halten weder die Aufnahme noch die Ablehnung von Flüchtlingen für richtig,"

???

"... Neun Prozent beantworteten die Frage mit „weiß nicht“."

Anders formuliert: Ich möchte gut sein, aber auch keine weitere Zuwanderung aus arabischen und afrikanischen Ländern. Diese Leute kann ich verstehen.

Wie Naiv sind eigentlich diese Befragten, die für eine Verteilung in EU Staaten sind, Herr Petersen? Und welche EU Staaten können dies ihren Bürgern plausibel "verkaufen"?
Haben diese Befragten eigentlich mal nachgedacht, ob diese Staaten auch gefragt werden wollen? Hat doch vor 5 Jahren nicht geklappt und es wird auch jetzt niocht klappen. Aber Deutschland hat ja die Weisheit gepachtet. Wir sind die Guten (allein auf weiter Flur)!
Salute

eine Umfrage in der Zeitung "Die Welt kommt zu anderen Ergebnissen. Danach begrüssen 57% der Befragten die Aufnahme, vorausgesetzt, die Flüchtlinge werden gleichmässig auf die EU verteilt."
https://www.welt.de/politik/deutschland/article206353915/Migrationskris…
Dass es darauf keine Einigung geben wird, darf angenommen werden; Ungarn und Polen werden - wie immer - ihre Zustimmung verweigern.
Woher also die unterschiedlichen Umfrageergebnisse? Wie lautete die eigentliche Frage? Wie repräsentativ war die Umfrage? INSA beispielsweise ermittelt bei den üblichen Fragen zum Wahlverhalten zuweilen bessere Werte für die AfD, als andere Institute. Bedeutet das etwas? Und was machen wir jetzt mit solchen Umfrageergebnissen? Zum Vergleich: Es gibt angeblich seit langem in Deutschland stablie Mehrheiten für aktive Sterbehilfe. Politische Konsequenz daraus? Keine. Vielleicht zu recht.

Joachim Kopic | Fr, 6. März 2020 - 11:22

In reply to by Gast

... also "50 minus(!) 1" ... will heissen: Mehr als die Hälfte der BundesbürgerInnen will weiterhin Zuwanderung ... wer's glaubt, wird selig ... im wahrsten Sinne des Wortes :)

Laut Insa 49% dagegen, 31% für Aufnahme unter nicht einlösbarer Bedingung. Also im Zweifelsfalle wohl auch dagegen, oder? Ganz anders Herr Harms von t-online unter Berufung auf den "Focus". Hier spricht sich nichtmal ein Drittel der Befragten gegen eine Aufnahme aus und 63% meinen, Deutschland solle sich zur Aufnahme vorbereiten. Eine anonyme Umfrage bei t-online sieht die Ablehnung bei etwa 75%. Letzterer kann man wohl am ehesten Glaubwürdigkeit attestieren, weil Anonymität gefühlt vor negativen Konsequenzen schützt. Es ist also noch Erziehungsarbeit zu leisten. Die Illner-Talkrunde gestern abend war ja schon ein guter Anfang. Schade nur, dass es Spielverderber mit Verstand gibt, die nach den Wahrheiten hinter Herrn Harms' Bildern fragen. Zu danken ist hier Herrn Lübberding und seinem Beitrag im Feuilleton der FAZ, von Kanzler Kurz nicht zu reden. Warum sind wir Deutschen mit einer Baerbock, einer Kaddor, einer Kipping gestraft?

Alexander Mazurek | Do, 5. März 2020 - 18:47

… sind Wirtschafts- und Sozialhilfemigranten, angelockt vom Ruf des Goldenen Westens, die hier vom Mainstream zu "Flüchtlingen" erklärt werden, qui bono?
Weshalb sollten junge Männer nach "unserem" erfolgreichem "nation building" in Afghanistan, Irak, Libyen usw. denn aus diesen Ländern flüchten?
Auch die Rufe nach einer "Verteilung" sind ein Witz: Sie wird nur durch Residenzpflicht und deren Erzwingung funktionieren, in Lagern, das sieht nicht gut aus. Eine Augenwischerei ist auch das Versprechen der Abschiebung, u.a.wegen der nicht sicheren Herkunft.
Erinnern wir uns an die Wirklichkeit der europäischen Migranteninvasion in Südamerika: "Dem ersten der Tod, dem zweiten die Not, dem dritten das Brot", so lese ich in "Söhne und Weltmacht".
Und bei der großen Hungersnot im durch London versklavten, damals katholischem Irland, welches damals gar Lebensmittelexporteur war, starben neben ca. 1 Mln. der Einwohner 25% der ca. 1 Mln. LEGALEN Auswanderer auf dem Weg ins "land of the free" …

Und wieder geht wieder um die unerbittliche Ausgrenzung. Was käme wohl dabei heraus, wenn man heute die Gesellschaft polemisch nach ihrer Vorstellung von Stadt befragte? Auch die Zukunft wird alle größte Flüchtlingsproblemen bringen. Ich frage mich schon sehr lange, ob wir aus dieser weltgeschichtlichen Situation nicht Konsequenzen ziehen müssen.

Heute können wir technisch vorproduziert eine Produktionsstätte in 10 Monaten hochziehen und auch Dörfer/Kleinstädte aus umgestalteten Übersee-Containern, können einen menschenwürdigen Lebensraum bilden. Wir müssen eine Art von Karawansereien vorhalten, als Zwischenaufenthalt für Durchwandernde und sich nur unter Umständen Niederlassende.

P.S.: Frau von der Leyen (bei uns liebevoll „Röschen“ genannt). Sie als Ärztin, schieben Sie in Ihrer neuen Funktion als EU- Kommissarin etwas Humanitäres an.

nicht Konsequenzen ziehen müssen."...und, was hätten wir davon, Produktionsstätten in 10 Monaten hochziehen und auch Dörfer/Kleinstädte aus umgestalteten?
Im Moment werden eher vorhandene Produktionsstätten nicht ausgelastet. Und ist es überhaupt sinnvoll, immer mehr Menschen auf ein Land (wie DE) zu konzentrieren. Zumal die Mentalität zwischen Zuwandereren (Muslime) und Einheimischen unterschiedlicher nicht sein könnte.
Und wir auch in Europa in vielen Ländern eine hohe Jugendarbeitslosigkeit haben. Diese aber eher von der Mentalität gesehen, passen würden.

Seien sie doch ein leuchtendes Vorbild und richten sie zuhause eine Karawanserei ein!
Nehmen sie so viele "Flüchtlinge", wie es ihnen beliebt, auf. Tragen sie die Kosten für Kost & Logis. Kann man sicher von der Steuer absetzen? Oder versuchen sie es per Crowdfunding im Internet. Sie werden mit Geld geradezu zugeschüttet.
Viel Erfolg

Manfred Bühring | Do, 5. März 2020 - 18:55

Wenn man Basisdemokratie bzw. Volksabstimmungen ernst nimmt, auch dann, wenn einem das Ergebnis nicht passt, wäre die Handlungsvorgabe für unsere Regierung klar.

Wojciech Kacpura | Do, 5. März 2020 - 19:22

wäre bei solchen Umfragen eine Differenzierung zwischen Steuerzahlern und Leistungsempfängern,
zwischen Menschen die ihre Familien durchbringen müssen und Menschen die niemals familiäre Verpflichtungen hatten.
Die Gesinnung, Parteiaffinität sind sicher mit den genannten Faktoren stark verbunden.

Sandra Seidel | Fr, 6. März 2020 - 11:41

In reply to by Gast

Richtig - altruistisch kann man nur sein Eigentum umverteilen. Es ist aber nicht selbstlos sich als großzügiger Gastgeber zu zeigen und die Gemeinschaft in der man lebt, die Zeche zahlen lassen zu wollen. Welches Interesse hat ein Land an unqualifizierter, kultur-/sprachfremder, Zuwanderung? Dies beschädigt nachhaltig den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Land.

Ich kann mir das nur so erklären: das Individuum fühlt sich der eigenen Gemeinschaft / dem eigenen Land nicht mehr verpflichtet. Gemeinsame Sprache, Kultur, Vergangenheit, Solidarität, begrenztes Territorium, Aufbau von Wohlstand gelten nicht (mehr) als schützenswert.

Es gibt kein Recht auf -Einwanderung- erst Recht nicht für Steinewerfer, die sich einfach 'ein besseres Leben in Europa' mit allen Mitteln erzwingen wollen. Sie mögen in ihre Länder (ausschließlich diese sind für ihre Staatsbürger zuständig!) zurückkehren. Verlassen sie ihr Land ohne Aufnahmezusage eines anderen Landes, tun sie dies auf eigene Gefahr.

dieter schimanek | Do, 5. März 2020 - 20:21

... ob nach Flüchtlingen oder Migranten gefragt worden ist? So wie bisher berichtet wurde, sind an der Grenze zu Griechenland so ziemlich alle Migranten. Die dürfen nach EU Recht abgewiesen werden.

Horst Kessler | Do, 5. März 2020 - 21:22

In und um Idlib haben sich die restlichen IS Kämpfer konzentriert die zuvor mit vereinten Kräften bekämpft wurde,wobei die Kurden die Dreckarbeit machen mussten.Nun werden sie vom Westen verraten und der Willkür Erdogans überlassen. Frieden in Syrien ist erst wieder möglich wenn Idlip wieder unter Kontrolle der Syrischen Regierung steht.Wenn der Wessten weiter zu Erdogan und den Resten des Islamischen Staates steht gibt es keinen Frieden geben. Eine Lösung für die Zukunft kann es nur über Assad und den Syrischen Staat geben alles andere endet im Chaos

Jochen Röschmann | Do, 5. März 2020 - 21:45

Vermutlich ist der Anteil der Befürworter einer Abweisung noch höher. Es gibt bei solchen Befragungen immer einen 'Bias' in Richtung 'erwünschter' Antwort (also im Sinne des 'juste' Mainstreams)

Juliane Krah | Fr, 6. März 2020 - 07:24

Soweit ich weiß, handelt es sich bei vielen der Betroffenen nicht um Flüchtlinge, sondern Migranten. Ich frage mich, wie die Umfrageergebnisse aussähen, wenn dies den Befragten deutlich vor Augen geführt worden wäre bzw. wenn in den deutschen Medien auch so differenziert berichtet und aufgeklärt würde, dass Bürger überhaupt den Unterschied verstehen. Ich kenne kein Land auf der Welt außer Deutschland, das erzwungene Einwanderung zulässt. Ich rede hier wohlgemerkt nicht vom Asylrecht oder der Genfer Flüchtlingskonvention.

kann man doch schon erkennen, wonach gefragt wurde, Frau Krah.
Nur ein Bruchteil, der an der Grenze zu Griechenland Verweilenden, sind "Flüchtlinge" in Sinne der Genfer Konvention. Die Sonstigen (und wieder über 90% Männer) sind "Wirtschaftsmigranten". Und nicht aus Syrien oder dem Irak. Nein, vor allem Afghanen, Pakistani, Afrikaner u.ä.
Wetten das Frau Merkel die alle reinläßt und die anschließende Flut dazu auch noch?

Diese Fakten habe ich auch bei google gefunden. Weshalb können das viele Bundespolitiker nicht? Weshalb wird wieder mit frisierten Fotos und Informationen gearbeitet ? Mittlerweile habe ich Angst um unsere Zukunft.

Ernst-Günther Konrad | Fr, 6. März 2020 - 09:10

Gut verstehe. SPD-Wähler finden ist schwierig geworden. Linke-Wähler kann man scheinbar perse als Befürworter der Migration einstufen. Sorry, wie Herr Muhlack es schreibt, eigentlich sollte man zu solchen Umfrageartikeln keine Kommentare mehr abgeben, egal wie sie getriggert sind und welche Zielrichtung sie verfolgen. Lieber Cicero, klärt uns doch mal auf. Angeblich sollen es ja gar nicht so viele Syrier sein dort an der Grenze sein. Eher Afghanen und Afrikaner. Was stimmt denn da jetzt? Sind das in der Hauptsache Familien mit Kindern oder die besonders "gefürchteten" allein reisenden Jugendlichen und Heranwachsenden, die unseren Arbeitsmarkt beleben sollen? Wo wollen die denn hin? Doch nicht wirklich in das rechtsextrem gewordene, ausländerfeindliche Deutschland oder doch?
Immerhin haben AFD-Wähler und CDU-Wähler inder Mehrheit für Zurückweisung gestimmt. Gut FDP-Wähler gab es mal, haben sich aber eledigt. Die FDP hat ja weder Meinung noch stimmwillige Abgeordnete. Ich habe verstand

gerhard hellriegel | Fr, 6. März 2020 - 09:15

In meinem misstrauen gegenüber umfrageergebnissen lasse ich mich von niemandem, auch nicht von herrn muhlack:-) übertreffen. Trotzdem verblüfft mich das ergebnis. Es scheint so, als habe hier ein dammbruch stattgefunden. Viele leute lassen sich von mutter-teresa-argumenten nicht mehr beeindrucken.
Ich halte das für einen schritt zu mehr ehrlichkeit. Es geht ja nicht einfach nur um flüchtlinge, es geht vor allem um das selbstbild.
Die einen flüchten sich in die pilatushaltung, die andere in flüchtlingsbeschimpfungen. Mir wäre wichtig, dass wir akzeptieren, dass alle aus irgendeiner art von elend flüchten. Das macht es für uns schwierig, ja, aber es ist kein grund, sie irgendwie niederzumachen.
Wenn uns jemand betrügt, dann sind wir das selbst.

Die meisten Umfragen zeigen, welche Absichten die Fragesteller verfolgen. Wenn die Frage lautet : Befürworten sie die Aufnahme von weiteren Flüchtlingen , WENN diese in der EU fair verteilt werden . Dann stimmt die Mehrheit zu. Als Ergebnis muss man nur den Nebensatz mit WENN weglassen. Ist das nicht strafbar ?

Beate Weikmann | Fr, 6. März 2020 - 09:33

sind der gestellten Frage geschuldet und deren Verständnis. Es sollte eine ehrliche Debatte geführt werden in der man die Menschen mitnimmt.
Es muss klar definiert wer Asyl beantragt und wer auf Grund eines erhofften besseren Lebens kommen möchte. Falsch sind Äußerungen wie gestern bei Maybrit Illner das Syrer aus Idlib vor den Toren Griechenlands stehen und danach stellt man fest das die meisten Menschen von Pakistan, Afghanistan und dem Sudan sind, die von der Genfer Flüchtlingskonvention nicht betroffen sind.
Es müssen Signale gesetzt werden damit bei diesen Menschen keine falschen Hoffnungen geweckt werden und Menschen dadurch nicht zur Instrumentalisierung benutzt werden können. Einwanderung ist das Eine und Asyl das Andere.

Gerhard Lenz | Fr, 6. März 2020 - 10:41

In reply to by Gast

können auch keine politischen Entscheidungen ersetzen, die immer mehr sein müssen, als momentane, oftmals durch Emotionen stark beeinflusste Mehrheitspräferenzen. Solche Entscheidungen müssen die Rechtslage und alle sonstigen relevanten Fakten und zu erwartenden Konsequenzen berücksichtigen. Sie dürfen sich keinesfalls etwaigen temporären Mehrheiten in der Bevölkerung, geschweige denn denen, die auf unseren Marktplätzen am lautesten brüllen, unterwerfen.
Andernfalls hätten wir längst aktive Sterbehilfe, die NPD und wahrscheinlich die AfD wären verboten, AKWs wären schon vor zwanzig Jahren restlos abgeschaltet worden usw usw.
Aktionen also, die zum Teil unserer Verfasssung entgegenstehen oder längere politische Klärungsprozesse notwendig machen. Solche Entscheidungsfindungsverfahren kann man nicht durch schnelle Umfragen ersetzen.

Stefan Bosel | Fr, 6. März 2020 - 11:21

Darüber muss man sich beim Für oder Wider klar sein. Gibt der Staat (oder die EU) nach und Erdogans Erpressung funktioniert, dann wird das, wie Sebastian Kurz sagt, ein Drama ohne Ende. Die da jetzt kommen, sind weder reguläre Flüchtlinge, noch wollen sie von ihrer Hände Arbeit bei uns leben. Sie wollen das, was man ihnen vorgegaukelt hat: Geld - Wohlstand - Wohnung - Jungfrauen. Mama Merkel wirds schon richten. Sie reinzulassen, wäre das Pferd von der falschen Seite aufzuzäumen. Der Nebeneffekt: AfD und andere Ablehner würden massiv gestärkt, die Demokratie weiter abgebaut, soziale Standarts eingeschränkt, unsere Fonds geplündert. Dem Erdogan muss seine Erpressung vor die Füße gekippt werden. Der Waffenstillstand in Syrien ist falsch, denn Erdogan ist schwach und hat sich übernommen, er muss von zwei Seiten (Flüchtlinge + Syrienkrieg) in die Zange genommen werden. Nachgeben führt in die Katastrophe. Das Ganze ist Absicht und hat auch Methode. Die Frage: Cui bono? sagt es uns.

W.D. Hohe | Fr, 6. März 2020 - 11:36

Ist es einer pro Apfel reiftver aus und bleibt nach was übrig. Sind es zehn davon fällt der Apfel schon vor der Reife vom Baum und nix bleibt übrig.
Power Point:
Wenn in den "beflohenen" Ländern
a) schon 3 von zehn Kindern verhungern
b) die Frauen gleichwohl hauptsächlich als in Besitz genommene Stationen der Triebabfuhr hinhalten müssen
c) Die gesamte Menscheit - UNTER ANDEREM - jährlich 2 Milliarden Schweine >frisst< ...
d) Der Multiplikator der dafür verbrauchten und vernichteten Ressourcen im hohen zweistelligen Bereich liegt... braucht es kein höchstwissenschaftliches Studium um das Woher und Wohin herauszufinden
Und bei all den Grübeleien zum Zahlen-Faktor stößt der Forscher schließlich auf den letztlich allein entscheidenden Faktor
- den Mensch-Hirn-Faktor
Diesen unter das Mikroskop gelegt, lässt den Forscher bitterlich weinen, das Labor ausschalten und die Türe schließen.

Hans-Jürgen Stellbrink | Fr, 6. März 2020 - 14:25

Am selben Tag wurde in der WELT eine Umfrage von Infratest Dimap und der Tagesschau veröffentlicht, in der die meisten Befragten die Aufnahme und Verteilung von "Flüchtlingen" zu 57% befürworten (https://www.welt.de/politik/deutschland/article206353915/Migrationskris…).
Man kann aber die Antwort nicht verstehen, wenn man die genaue Frage nicht kennt, die weder im Artikel der WELT noch in diesem genannt wird.
Die Frage und ihre Formulierung hat erheblichen Einfluss auf das Ergebnis, und die Interpretation erfolgt häufig tendenziös. In jedem Fall ist eine Migrationspolitik, die etwa die Hälfte des Volks ablehnt, ein Unding.
Da aber die Meinung des Volkes für die Kanzlerin relativ irrelevant, die der Medien aber sehr wichtig ist, wird all das wenig ändern.

Rob Schuberth | Fr, 6. März 2020 - 19:23

Für mich ist das ein sehr deutliches u. nicht knappes Ergebnis, denn wer danach fragt, ob der Befragte Flüchtlingen helfen wolle, der erhält viel mehr Zustimmung, als wenn er gefragt hätte, ob man noch mehr (meist ungebildete) Migranten aufnehmen wolle.

Und wenn ich jetzt wieder hören muss, wie Kommunalpolitiker versuchen unseren Rechtsstaat auszuhebeln, indem sie die Kompetenz fordern selbst entscheiden zu dürfen, dann wird mir ganz schlecht.

Denn die wollen zwar Migranten aufnehmen, aber bezahlen sollen wir alle (der Bund) dafür.

M. E. darf man die ganzen Forderungen der Humanisten (Kirche,Grüne u. Linke) nicht ernst nehmen, denn die haben sich über die Kosten keine Gedanken gemacht.
Geben aber immer schnell das Geld der Anderen aus....für ihre Zwecke versteht sich.

Susanne Dorn | Fr, 6. März 2020 - 20:55

...werden Suggestivfragen gestellt, die dem normalen Bürger, der nicht aus der Empirie kommt, auch nicht auffallen. Und schon klappt es mit dem gewünschte "manipulierte" Endergebnis.

Susanne Dorn | Fr, 6. März 2020 - 21:08

...gegebenen Umfragen handelt es sich um Suggestivfragen, die dem normalen Bürger, der nicht mit empirischen Methoden vertraut ist, nicht auffallen. Diese unlautere Methode ist nicht erlaubt, wird aber trotz allem angewendet. Vor allem von Politik und Wirtschaft.

Durch die beeinflussende Fragestellung kann jedes gewünschte Ergebnis erzielt werden. Daher empfehle ich jedem, solche Ergebnisse mit größtem
Mißtrauen zur Kenntnis zu nehmen.