Digitaler Wandel - Die Zukunft verteidigen

Nicht nur unser Konsum, auch Staaten und ihre Verteidigungspolitik werden künftig immer mehr von künstlichen Intelligenzen und Plattformen bestimmt. Die Zeit drängt. Wir müssen ethische Grundlagen schaffen

Illustration von riesigem Roboter, der zwei Düsenjets in den Händen hält
„Es werden Maschinen gebaut, die uns beschützen sollen, aber über Leben und Tod entscheiden könnten.“ / Eric Chow

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Ayad Al-Ani ist Pro­fessor an der Universität Pots­dam und forscht am Humboldt Institut für Internet und Gesell­schaft.

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Jörg Stenzel ist studierter Offizier der Bundeswehr; hier gibt er ausschließlich seine persönliche Meinung wieder.

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Es war eine bemerkenswerte Kurzgeschichte, die in den späten sechziger Jahren auf dem Höhepunkt des Vietnamkriegs erschienen war: In seinem Science-Fiction-Roman „The Dueling Machine“ beschrieb der US-amerikanische Autor Ben Bova eine Zukunft, in der Menschen Konflikte nicht mehr persönlich austragen. Stattdessen führt eine Maschine die Auseinandersetzung virtuell, spielerisch und ohne physische Gewalt.

Zwar waren Maschinen und Rechnerkapazitäten in der Nachkriegszeit noch gering. Dennoch fasste man bereits damals Konzepte zur Steuerung und Selbststeuerung komplexer Systeme in der Wissensdisziplin der Kybernetik zusammen. Von ihr ging sofort eine ungeheure Faszination aus. Sie bildete die Grundlage für den sich dann abspaltenden Bereich der „künstlichen Intelligenz“ (KI). Den Lesern zur Zeit der „Duellierenden Maschine“ erschloss sich wohl schnell die hoffnungsvolle Botschaft, dass KI Gewalt und Krieg eines Tages unnötig machen würde. Nur kursierte zugleich auch der Witz, der klügste Computer des Pentagons – gefüttert mit den Zahlen der eigenen und vietnamesischen Truppenstärke – solle auf die Frage, wann der Krieg gewonnen würde, geantwortet haben: „Sie haben vor zwei Jahren gesiegt.“ Noch versagte die Maschine.

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Wilhelm Maier | Di, 3. April 2018 - 19:19

„Auch sei die Frage noch immer nicht beantwortet, was Intelligenz eigentlich ist" sagt Christian Bauckhage vom Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme in Sankt Augustin. "Es ist extrem schwierig, Intelligenz zu beschreiben. Bedeutet es, Sachen zu erkennen, Pläne zu machen, in der Umwelt zu überleben? Ein präzise Definition gibt es nicht..." http://www.sueddeutsche.de/wissen/informatik-wie-schlau-ist-die-kuenstl…
Wie wäre es mit eigenen Intelligenz Weiterbildung. Das was zur Zeit in der Welt passiert zeigt doch das da etwas nicht stimmt.Und ich bin immer noch nicht sicher, dass das „künstlicher Intelligenz“ schon jetzt an der Macht ist. Und Führende Forscher warnen vor künstlicher Intelligenz: http://www.sueddeutsche.de/digital/technologie-fuehrende-forscher-warne… Na ja, Theorie der Multiplen Intelligenzen ist doch fast an der grenze von Multiple Sklerose? Fast? Verrückte Welt. Alles Gute.