Meyers Blick auf... - ...das englische Königshaus

Unser Cicero-Kolumnist Frank A. Meyer spricht anlässlich des gemeinsamen Skandal-Interviews von Harry und Meghan über die Folgen für die Royals in England.

Frank A. Meyer

Klaus Funke | Do, 11. März 2021 - 22:46

Nun auch du, mein Sohn Frank. Muss das sein? Dass ausgerechnet Sie sich an diesen Wohlstandsverwahrlosten abarbeiten? Das ist Vergeudung von intellektueller Energie! Schade. Schade auch für CICERO.

Ernst-Günther Konrad | Fr, 12. März 2021 - 09:28

Ich habe die anderen Artikel hier im Cicero, bis auf den ersten zu diesem Thema nicht mehr kommentiert. Warum? Weil ich das ganze Yellow Press Theater genauso sehe wie Sie.
Das ist PR für die beiden, ein sicher ungewollt leidiges Thema für die Königin und vor allem ein Hype für die Medien, die sich an dem Thema täglich abarbeiten.
Wäre diese Energie doch auch so stark bei den Themen, die uns in DE tatsächlich beschäftigen.

Romuald Veselic | Fr, 12. März 2021 - 10:05

Meyer.
Der Rassismus ist Blödsinn.
Ich kann mich erinnern, bevor mein Bruder geboren wurde, ich war damals 7, dass man sich halbe Verwandtschaft darüber unterhielt, welche Augenfarbe wird er haben. Meine Ma hatte blaue u. Dad braune Augen. Rick hat nun grünbraune Augen...
Aus meiner Sicht Rassismus ist: Wenn man die Welt auf das Haus des Friedens u. des Krieges aufteilt. Wenn man die Weltbevölkerung auf Gläubige u. Ungläubige aussortiert. Oder wenn man Genitalien verstümmelt. Sogar hier in Deutschland wird dies tatenlos abgetan.
PS Die königlichen "Dissidenten/Asylanten" ausgerechnet in Kalifornien, brauchen keinen Mitleid. Denn sie wissen was sie tun. Sie sind berechenbar.

Schaumermal, welches Ende das haben wird. Interessiert mich allerdings nur am Rande, denn ich habe schon mein Tipp dazu geistig abgegeben.

Kurt Walther | Fr, 12. März 2021 - 10:31

Danke, sehr geehrter Herr Meyer, für die kurze und bündige Aufklärung, bestens geeigneter Klartext für Nicht-Yellow-Press-Leser, also völlig Unkundige . Mich interessiert das Geschehen in und um die europäischen Königshäuser eigentlich die Bohne - außer es betätigt sich da ein hohes Mitglied oder gar der König selbst beim Abschießen von Großwild, etwa Elefanten ... Meine Frau versucht mich Ahnungslosen manchmal in Hochadel-Diskussionen hineinzuziehen. Nun bin ich wenigstens etwas gerüstet, habe begriffen, dass es hier um bloße Abzocke geht, die Sie elegant "Geschäftsmodell" nennen. Warum auch nicht, scheint doch zu funktionieren ... Die Königin wird es überleben.

Christa Wallau | Fr, 12. März 2021 - 11:45

für diese eindeutige Stellungnahme.
Sie treffen mit Ihrer Aussage ins Schwarze:
Großes Kino von Meghan ist das ganze Interview -
durch-inszeniert von Anfang bis Ende.
Damit erweist sich die amerikanische Schauspielerin als knallharte Geschäftsfrau, der es völlig egal ist, wie brutal sie damit in die familiären Bindungen ihres Mannes eingreift.
Man wird Harry vor Meghan gewarnt haben, aber auch in diesem Punkt ist es bei den "Royals" wie bei allen anderen Familien: Die Kinder schlagen die Warnungen der Eltern und anderer Verwandter in den Wind!

Wie heißt es doch so treffend:
Wer nicht hören will, muß fühlen.

Das Königshaus selbst hat die Vorgänge bedauert.

Frau Markle einer großen Inszenierung als "schuldig" zu verurteilen, ist ein höchst fragwürdiger Ansatz.

Selbst wenn die junge Frau, der man einen erstaunlichen Mut attestieren darf, ihren Auftritt höchst theatralisch gestaltet hat, geht es nach wie vor und zu allererst um den Vorwurf des Rassismus!

Andererseits ist auch diese Reaktion die durchaus (hier) übliche, was zu erwarten war.. Das hat man schon daran gemerkt, dass man "Rassismus" als Motivation für tödliche Polizeigewalt im Falle von Georg Floyd aufs Heftigste zurückweist!

Rassismus? Gibt es auf diesem Planeten nicht. Basta!

Es ist wirklich nett von Ihnen, Herr Lenz, dass Sie die altgediente Schauspielerin Merkle als junge Frau bezeichnen. Wie ich schon an anderer Stelle sagte: Sie sind ganz gewiss kein Sexist.

Aber was meinen Sie mit "erstaunlichem Mut"? Denken Sie vielleicht, dass Königin Elisabeth dasselbe mit Frau Merkle machen würde, was Putin mit Nawalny gemacht haben soll? Oder meinen Sie die Überwindung der entsetzlichen Aufregung, wenn man von einer Milliardärin im Fernsehen interviewt wird?

Herr Meyer hat in dieser Sache einfach Recht, und damit sollte es genug sein von dieser amerikanischen Seifenoper.

Walter Bühler | Fr, 12. März 2021 - 11:50

besser kann man diesen ganzen Show-Business-Mist nicht zusammenfassen.

Der Himmel verschone uns vor solchen Schwiegertöchtern bzw. Schwiegersöhnen.

Heidemarie Heim | Fr, 12. März 2021 - 12:00

Ich gebe Ihnen recht werter Herr Meyer! Auch für mich sind die Queen und auch Prinz Phillip so was wie letzte Ikonen lebenslanger Pflichterfüllung und einer heute völlig unbekannten eisernen Disziplin bis zum eigenen Ableben ihrem Volk zu dienen. So wie sie es schworen bei ihrer Inthronisation. Ein Leben bis zum Letzten , einzig den unveränderlichen wie ewig währenden Protokollen unterworfen. Diese Beständigkeit und Verlässlichkeit ist in heutigen Zeiten eine absolute Ausnahmeerscheinung und läuft dem heutigen Zeitgeist und dem Fortschrittsdenken völlig zuwider. Wer soll diese zwei Ikonen ersetzen bzw. die "Firma" am Leben erhalten? Ich könnte mir durchaus vorstellen, das die Ära des britischen Königshauses mit der am längsten amtierenden Königin der Welt endet. In ein paar Jahren kräht dann auch kein Hahn mehr nach einer von Hollywood inszenierten Selbstdarstellung irgendwelcher royaler "Opfer"! God save the Queen! MfG

Kai-Oliver Hügle | Fr, 12. März 2021 - 23:31

Niemand hier weiß, wer was genau gesagt hat und wie das gemeint war. Wir wissen nur, wie das bei Markle ankam. Vor diesem Hintergrund finde ich es fragwürdig, dass Sie sich anmaßen, von Inszenierung und Geschäftsmodell zu sprechen. Die Königin, die Sie gut finden, weil sie schon so lange im Amt ist (eigentlich eine ziemlich seltsame Begründung), nimmt den Rassismus-Vorwurf im Gegensatz zu Ihnen sehr ernst:

"The issues raised, particularly that of race, are concerning. While some recollections may vary, they are taken very seriously and will be addressed by the family privately.”

Dass die Ciceronen blind draufhauen, obwohl sie sonst so gerne Unvoreingenommenheit postulieren, ist man gewohnt (immerhin: Funke hat diesmal auf Vergleiche mit Ungeziefer verzichtet).
Dass Sie einfach so aus der Hüfte Bewertungen vornehmen, die Sie nicht mal plausibel begründen, finde ich bedenklich und als journalistischen Ansatz ungeeignet.