„Die Zeit“ und die Seenotrettung - Hamburger Moralistenstadl

„Die Zeit“ hat ein Pro und Contra zur Seenotrettung veröffentlicht. Es folgten ein Sturm der Entrüstung und gleich in der folgenden Ausgabe ein Kotau der Chefredaktion. So werden Kerntugenden des Journalismus auf dem Altar der Selbstgerechten geopfert. Von Alexander Grau

Das Verlagsgebäude der "Zeit" in Hamburg
„Die Zeit“: Kotau vor dem Moralinmob / picture alliance

Autoreninfo

Alexander Grau ist promovierter Philosoph und arbeitet als freier Kultur- und Wissenschaftsjournalist. Er veröffentlichte u.a. „Hypermoral. Die neue Lust an der Empörung“. Im Oktober erscheint sein Essay „Kulturpessimismus. Ein Plädoyer“ bei zu Klampen.

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Alexander Grau

Ein guter Mensch zu sein, wer wüsste das nicht, ist nicht immer ganz einfach. Das liegt schon daran, dass nicht immer ganz klar ist, was gut ist, und was nicht. Manchmal kommt es auch vor, dass das Gute nicht einfach nur gut ist, sondern auch negative Folgen hat. Dann gilt es abzuwägen. Und mitunter kollidiert das Gute (oder was man dafür hält) mit ganz grundlegend Regeln des menschlichen Anstandes. Dann zeigt das Gute sein hässliches Gesicht. So geschehen dieser Tage in der Wochenzeitschrift Die Zeit, dem Zentralorgan aller Gutmeinenden und Gewissensprofis.

Journalismus lebt vom Widerstreit

Was war geschehen? Alles begann vor über einer Woche. Da veröffentlichte Die Zeit auf ihrer Seite 3 ein Pro und Contra über die Machenschaften privater Seenotretter im Mittelmeer. Titel des Ganzen: „Oder soll man es lassen?“. Untertitel: „Private Helfer retten Flüchtlinge und Migranten im Mittelmeer aus Seenot. Ist das legitim? Ein Pro und Contra.“

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ingrid Dietz | Sa, 21. Juli 2018 - 11:12

Am besten verteilt die Sprachpolizei jedem, der in der BRD lebt, ein entsprechendes Büchlein:
> dass darf man sagen
> dass darf man nicht sagen !

Das Grundrecht auf Rede- und Meinungsfreiheit ist halt ein bisschen eingeschränkt -
na und ?

Rob Schuberth | Sa, 21. Juli 2018 - 11:40

Wie so oft, Herr Grau, ein wahrlich zu-treffender Artikel.
M. E. auch eine sehr gute IST-Beschreibung des kranken Patienten names deutsche Leit-Medien.

Ich hoffe Ihr Artikel möge mit den Anstoß geben zu dringenden Veränderungen.

Hin zu mehr Objektivität der Medienlandschaft.
Schluss mit den Belehrungen der ÖR-Sender uvm.

Tja und der ehrbare Altkanzler H. Schmidt, der hätte sich wohl im Grabe umgedreht...ob des Kotau "seiner" Zeit.

Dorothee Sehrt-Irrek | Sa, 21. Juli 2018 - 11:50

dass in der SPD ein Herr Stegner ein starkes Gewicht hat.
Ich bin dort Aussenseiterin.
Würde Herr Stegner in der SPD massgeblich, müßte evtl. ein Helmut Schmidt damit rechnen, aus der SPD posthum ausgestossen zu werden?
Ich gehe aber nicht davon aus.
Olaf Scholz scheint mir eher auch für innerparteiliche Demokratie zu stehen. Hoffentlich erhält er sie.

Thorsten Rosché | Sa, 21. Juli 2018 - 12:30

Die Migranten haben schon die Telefonummern der "Seenotretter" die schon hinter der 3 Meilenzone auf ihre Kundschaft warten /lauern. Anders ausgedrückt die Seenotretter kooperieren mit den Schleusern. Oder warten die selbstlosen "Seenotretter" auch in internationalen Gewässern geduldig auf Schiffbrüchige ? Es sind analoge, kaufmännisch, motivierte, geplante Abläufe. Nach der "Seenotrettung", tritt die Asyl- Industrie in Aktion Anwälte, Vermieter und alle die davon profitieren wie die CDU Hotelbesitzerin in Köln - das nur beispielhaft. Und dann ist Zahltag für den gebeutelten Steuerzahler !

Jens Winkelmann | Sa, 21. Juli 2018 - 14:01

Es ist bemerkenswert wie stark, kompromisslos und brutal die links grünen Migrationsbefürworter ihre Sichtweise verteidigen.
Jede gemäßigt kritische Stimme wird niedergemacht.
Aber wie wird dieses ausgehen?
Wird die Mehrheit der Europäer sich fügen und die Migration erdulden, obwohl sie um ihre Identität und ihren relativen Wohlstand fürchten?
Ich vermute nicht.
Wenn die vernünftige Mitte zu schwach ist werden sich Personen wie Orban oder Salvini durchsetzen.
Jeder darf seine Meinung bilden, ob dieses gut ist.

Bernd Eifländer | Sa, 21. Juli 2018 - 14:07

Bei einer Abstimmung auf Welt.de halten von ca. 60 000 Teilnehmern 85 % Flüchtlingshelfer + Seenotretter für kriminell. Stand Samstag 14:00 Uhr. Noch Fragen ?

Joachim Wittenbecher | Sa, 21. Juli 2018 - 14:16

Menschen in Seenot müssen gerettet werden. Diesen humanen Grundsatz dürfen wir nicht aufgeben. Für die Rettung muss aber gelten, dass diese kein Recht auf Einwanderung nach Europa beinhaltet. Weiterhin müssen die staatlichen Anweisungen durch die Retter befolgt werden. Ggf. müssen Gerettete an das Land überstellt werden, von dem aus sie in See gestochen sind - auch wenn die humanitären Bedingungen dort nicht zusagen. Was Leitmedien wie "Zeit" und "Süddeutsche" unverhohlen propagieren ist die Einbeziehung der Seerettung in die Kette der illegalen Einwanderung (Nordafrika-Schlepperboot-Rettungsschiff-EU). Dies fordert sehr viel Widerspruch heraus - die Folge ist eine massive Beschränkung der Kommentare bei "Zeit online" und die Schließung der freien Kommentierung bei "Süddeutsche online". Der Versuch der Zeit, aus diesem geistigen Turmverließ auszubrechen, ist gescheitert. So kann ein Medium nicht Leitmedium bleiben. Weltanschauungsjournalismus hat langfristig einen hohen Preis.

wolfgang spremberg | Sa, 21. Juli 2018 - 14:20

Zu beginn der "Flüchtlingskrise" habe ich in einem Kommentar bei ZON vorgeschlagen eine Fährverbindung nach Afrika einzurichten...oder eine Luftbrücke. So kommen weniger um und auch wirklich Arme könnten kommen. Auf diese logische und konsequente Idee waren die Gewissensprofis bei ZON wohl noch gar nicht gekommen. Sie reagierten mit Zensur und Sperrung. Warum wohl ? Weil konsequentes denken die Absurdität der Position der Pseudomoralisten zu deutlich werden lässt ?
Insgesamt ein elendes Trauerspiel wie Giovannis Schar Mariam Lau in den Rücken fällt. Übrigens verantwortet der nette Giovanni auch den "Störungsmelder" bei ZON. Ein Blog mit ausgeprägt linksradikalen Tendenzen und einer Neigung zur Verharmlosung von Gewalt....wenn es denn die Richtigen trifft...Gelegentlich bei ZON reinschauend amüsiert mich wie, gerade zu diesem Thema, die journalistischen Beiträge der Gewissensprofis , trotz umfangreicher Zensur, von den Kommentatoren mit guten Argumenten abgewatscht werden.

Volker Leyendecker | Sa, 21. Juli 2018 - 15:08

In den Kommentaren oder Umfragen wird immer die Idealwelt gezeichnet. Tolles Beispiel sind die Bürgen, die zur Kasse gebeten wurden. Vorher mit der Monstranz des Guten Menschen durch die Gazetten hochgelobt, doch nach der Aufforderung doch die Kosten zu Bezahlen wurde sofort nach dem Steuerzahler gerufen. Verdienstorden empfangen doch die Zeche soll der Bürger bezahlen, der vorher noch als Nazi, Pöbel oder Brauner Sumpf beschimpft worden ist. Die Partei die dieses schon vor Jahren kritisiert hat wurde und wird als Rechtsradikal beschimpft. Der Cicero hat ganz selten die volle Wahrheit geschrieben. Jetzt wo der STERN der Frau Merkel singt ändert sich Cicero etwas um wohl die Leser nicht alle zu verprellen. Umfragen bringen immer die Ergebnisse die der Auftraggeber sich wünscht.

Christa Wallau | Sa, 21. Juli 2018 - 17:36

So lange, wie diejenigen, die ihre angebliche Humanität herausschreien, nicht persönlich und in gebotener Bescheidenheit Migranten in ihren
e i g e n e n Häusern u. auf e i g e n e Kosten aufnehmen, klingt deren ganzes Gerede in meinen Ohren hohl u. unglaubwürdig!
Nur der, welcher selber nachweist, daß sein Zusammenleben mit x-beliebigen Eindringlingen in seinem engsten Umfeld funktioniert, hat das Recht, auf solche Menschen moralisch herabzublicken, die dieses Funktionieren bezweifeln.
Die Diskussion zum Thema "Rettung
der Schiffbrüchigen" im Mittelmeer läuft m. E. allein schon deshalb schief, weil es sich bei den
zu Rettenden um Menschen handelt, die sich
b e w u ß t in Gefahr begeben und auf Rettung
spekulieren. Dies ist etwas völlig anderes, als wenn
Leute durch unvorhersehbare Ereignisse in Seenot
geraten. Es stellt eine Form der Erpressung dar, die
unbedingt unterbunden werden m u ß.
Ich kann mir nicht vorstellen, daß Helmut Schmidt in diesem Punkt anderer Meinung wäre.

diese Art der "Seenotrettung" ist doch auch nur ein Vehikel für Zuwanderung.
Focus, 11.06.2005:
Wir müssen eine weitere Zuwanderung aus fremden Kulturen unterbinden“, sagte Helmut Schmidt in dem Interview. Als Mittel gegen die Überalterung komme Zuwanderung nicht in Frage. „Die Zuwanderung von Menschen aus dem Osten Anatoliens oder aus Schwarzafrika löst das Problem nicht, schaffte nur ein zusätzliches dickes Problem.“

Stefan Uhlig | Sa, 21. Juli 2018 - 18:44

Darf man mal die Frage stellen, warum es praktisch nur die Länder Griechenland und Italien sein müssen, die Rettungsboote und Flüchtlinge aufnehmen müssen. Das Argument mit der Küstennähe verfängt m.E. nicht. Deutschland und andere nicht Mittelmeer-Anreiner könnten doch große Passagierschiffe, wie z.B. die AIDA, ins Mittelmeer schicken und dort Flüchtlinge aufnehmen und diese dann nach Hamburg und Bremen fahren. Das dauert natürlich länger, aber man könnte auf den Schiffen die Leute bereits medizinisch versorgen und verpflegen. Herr Trittin beklagt heute das Ende der Rettungsaktionen, dann mal los, Herr Trittin, was halten Sie von meinem Vorschlag ? Nur immer auf Italien einzuprügeln, wie jüngst auch wieder in der ZEIT, ist moralisch nicht sehr überzeugend.

oder haben Sie die Kennzeichnung "Ironie" oder "Sarkasmus" vergessen? Wenn, was ich befürchte, Ihr Beitrag ernst gemeint war, warum dann nicht eine Brücke übers Mittelmeer oder einen Kanal nach Hamburg bauen, einen ständigen Transferdienst per Schiff oder besser noch Flugzeug einrichten, oder lassen Sie sich doch einen Katalog für einreisewillige Migranten schicken, aus dem Sie sich dann welche aussuchen und zu sich nach Hause bestellen können, um ihnen dann Ihre Fürsorge und Nächstenliebe angedeihen zu lassen. Selbstverständlich ausschließlich auf Ihre Kosten und Verantwortung. Sachlich möchte ich noch erwähnen, dass Frankreich, welches letztes Jahr 80.000 Migranten abgewiesen hat, auch eine Mittelmeerküste hat, so wie Spanien (das in Ceuta und Melilla Flüchtlinge abweist), Malta, Zypern, Gibraltar, Slowenien, Kroatien u.s.w., von den Nicht-europäischen Staaten einmal ganz abgesehen. Trittin würde Ihren Vorschlag bestimmt für sehr gut halten, ich für das Allerletzte. MfG A. Latell

Dieter Freundlieb | Sa, 21. Juli 2018 - 19:48

'Moralischer Infantilismus' ist eine äußerst treffende Bezeichnung für die sich immer weiter verbreitende Gesinnungsethik in der gegenwärtigen deutschen Innenpolitik. Sie ist infantil, weil sie die Folgen der gesinnungsethischen politischen Handlungsprinzipien weder erkennen will noch erkennen kann.

Mit einer angemessenen Folgenabschätzung glaubt man sich intellektuell nicht belasten zu müssen. Sie ist ja auch nicht leicht zu erbringen. Und sie birgt Risiken, die man sich nicht aufbürden will. Aber ohne sie wird es für die Probleme, mit denen wir es zu tun haben, keine adäquaten Lösungen geben.

Leider sind unsere intellektuell oft eher unterentwickelten Politiker von einer Verantwortungsethik heillos überfordert. Hauptsache, sie vertreten die 'korrekte' Moral und können sich damit in der Öffentlichkeit profilieren.

Dabei merken sie gar nicht, dass ihre Gesinnungsethik eine der schlimmsten Formen des Populismus hervorbringt, die es gibt.

Dimitri Gales | Sa, 21. Juli 2018 - 20:41

Überlegenheitsgehabe, das heisst anderen (der Nation......) Vorstellungen von Moral aufzuzwingen. Nehmen wir mal an, das würden alle machen, ihre Ideen der Gemeinschaft aufzwingen - das totale Chaos wäre unvermeidbar. Die illegale Einwanderung von Afrikanern muss unbedingt und schnell gestoppt werden, sonst droht schlimmeres. Wer die Verhältnisse in Afrika kennt, wird mir zustimmen. Ausserdem kann sich ein Staat nicht dauernd moralisch erpressen lassen. Niemand kann anderen verbieten, sich als Gutmensch zu verwirklichen, aber das muss auf privatem, persönlichem Niveau bleiben.

Dieter Erkelenz | So, 22. Juli 2018 - 06:28

Mich wundert diese Unterwerfung nicht. Sieht man doch alte Bekannte, die diese "Moralin"-Zeit mit ihren Moritaten beglücken. Allen voran unser großmäuliges Bezahl-TV,ARD-Reporter Gabor Halasz,
das Besserwisser-Paper, Süddeutschen Zeitung, unter ihrem Großinquisitor Heribert Prantl, Neues Deutschland (war das nicht das Leib-und Magenblatt der SED?) und last not least unsere große linke Gerechtigkeitspostille, die TAZ.
Damit erübrigt sich jeder Kommentar!
Lieber Herr Grau, ich warte auf den "Sturm der Entrüstung" auf Ihre bissige Replik.

Dieter Erkelenz | So, 22. Juli 2018 - 06:33

Ganz vergessen habe ich noch die Erwähnung unseres SPD-Obereinpeitschers und Moralapostels Stegner, was ich hier demütig nachhole.

Jürgen Keil | So, 22. Juli 2018 - 11:42

Meine Tante Lotte hatte mir, gutmütig wie ich als Kind war, folgende Lebensweisheit mitgegeben: "Zu gut ist dumm!"

Holger Stockinger | So, 22. Juli 2018 - 12:36

"Wessen Land, dessen Religion"! Oder mit jüngerer Geschichte: In der "DDR" Marxist-Leninist, heute linkspopulistischer Gutmensch.

"Zeit", "Spiegel", "Welt", "Focus" u.a. wie beide "christlichen Kirchen" (ihre deutschen Oberhirten nahmen symbolträchtig in Palestina ihr Kreuz von der Brust, als könnte es an der Kette dem Hals schaden) sind längst zu Pharisäern geworden.

Und wie die Pharisäer, für die der "Mann aus Nazareth" ein gefährlicher Prophet war (vom Islam als eventuell zweitbester Prophet nach Mohammed übrigens anerkannt), sind die "linksliberalen" Mainstream-Medien natürlich auch "Sittenwächter".

Wehe dem, der den Finger auf die Wunde legt! - Ein "heikles" Thema beim Namen zu nennen, soll zu dem führen, was "gebranntes Kind" heißt. In Kurzfassung: "Rede- und Denkverbot" !

Anzumerken bleibt, daß die "Welt" den "Vorfall" bei der "ZEIT" immerhin beschrieben hat und einen Autor wie Henryk M. Broder Meinungsfreiheit bietet.

Armin Latell | So, 22. Juli 2018 - 17:44

das war einmal und wird in den Staats und Propagandamedien schon lange nicht mehr gelebt. Viele der Konsumenten, die nur informiert werden möchten, haben das bereits registriert und wenden sich ab, was zur Folge hat, dass deren Auflagen rapide fallen oder wenden sich anderen (alternativen) Medien zu. Gut zu sehen auch an der Beliebtheit der SPD, deren Programm an der Lebenswirklichkeit ihrer (ehemaligen) Wähler total vorbeigeht oder sogar diametral entgegensteht. Dieser Niedergang hat viele Gesichter, ganz oben das von Pöbelralle. Erschütternd finde ich, dass so viele, ideologisch und menschlich total Fehlgeleitete, die öffentliche (Nicht)Diskussion bestimmen und kriminelle Elemente sich durch deren grenzwertige Äußerungen für ihre Straftaten gegen diejenigen, die anderer Meinung sind, legitimiert fühlen. Für ein gewisses Klientel, das bis ganz nach oben reicht, geht es nur noch darum, eigene Ansichten oder politische Ziele, auch mit krimineller Brachialgewalt, durchzusetzen.

Günter Johannsen | So, 22. Juli 2018 - 18:25

"Und mitunter kollidiert das Gute (oder was man dafür hält) mit ganz grundlegenden Regeln des menschlichen Anstandes."
Volle Zustimmung, Herr Grau!
Die linke selbsternannte Moral-Elite, die schon wieder Alleinanspruch auf Recht und Macht erhebt, bricht alle Regeln des Anstands und des guten Geschmacks: in Wahrheit hat der ein Problem mit Demokratie, welcher Andersdenkende zu Menschenfeinden erklärt, Kritik als Hass definiert und politische Mitbewerber als Demokratiefeinde und Rechtspopulisten diffamiert.
Es hatte zur AfD-Großdemo in Berlin schon etwas Tragik-Komisches, wenn Politiker von Grünen und LINKE/SPD (linke Einheitsfront) unter dem Motto „Stoppt den Hass“ lauthals die Parole brüllt:
„Ganz Berlin hasst die AfD“!
Alleinanspruch auf Moral und Recht und Politische Korrektheit hatte seinerzeit schon das SED-Regime, weshalb sie auch 1989 vom Volk in die Wüste geschickt wurden! Die friedliche Revolution hat klar gezeigt, was denkende Menschen von der Linken-Einheitsfront hält!

Heinrich Niklaus | So, 22. Juli 2018 - 20:13

Apropos Seenotrettung: Was ist das eigentlich für eine „Seenotrettung“, bei der sich die zu „Errettenden“ bewusst in Seenot begeben und die „Retter“ nicht nach dem Seerecht den nächsten Hafen ansteuern, sondern den „Destinationswünschen“ der „Erretteten“ folgen.

Will man uns von Seiten der No-Border-No-Nation-Fraktion für dumm verkaufen oder glaubt man wirklich, so die Bürger Europas von ihrem Anliegen überzeugen zu können? Hier werden Menschen von Schleppern ausgebeutet und von Globalisierungsapologeten instrumentalisiert.

Und uns will man weißmachen, es handele sich um pure Menschlichkeit. Das genaue Gegenteil ist der Fall. Es sind noch nicht einmal die Schlepper, von denen nichts anderes zu erwarten ist. Es sind diese Globalisierungsfanatiker, die das Unheil verursachen.

Ursula Horvath | Mo, 23. Juli 2018 - 08:41

wird inzwischen auf dem Altar der Selbstgerechtigkeit geopfert. Heute Morgen bei Moma, ein Schock für alle Menschen die noch Verstand ihr eigen nennen. Der Moscheebau in Kaufbeuren wurde durch Bürgerentscheid abgelehnt und eine Stadträtin geriet ausser Kontrolle, bekam vor lauter Enttäuschung (scheinbar ihr Lieblingsprojekt) fast einen Weinkrampf. Ja, wenn Deutschland nur noch mit Emotionen durch die superguten Scheindemokraten regiert wird, dann Gute Nacht. Diese Person müsste sofort aus dem Stadtrat entlassen werden, weil in der Politik nun mal Realismus und Weitsicht regieren sollten und keine Gefühlsdussellei! Oh Gott, wohin wird das noch führen, wenn nicht endlich mal Klartext gesprochen wird und diesen Schönrednern und Realitätsausblendern klare Kante gezeigt wird? Hysterisch versuchen diese Leute ihre krude rosa rote Welt anderen aufzuzwingen und verweigert Jemand dieses Angebot, findet er oder sie sich in der Naziecke wieder und all dies legt man als Demokratie aus?

Christa Wallau | Mo, 23. Juli 2018 - 11:58

In reply to by Ursula Horvath

Sie bringen es wieder mal auf den Punkt, was hier schon so oft und von so vielen
beklagt wurde:
In j e d e r öffentlichen Diskussion haben die Gefühlsduseligen (à la Claudia Roth) bzw. die Gesinnungsethiker (= alle Grünen, Linken, die Offiziellen der christlichen Kirchen und viele andere Leute, die man unter dem Begriff "Gutmenschen" zusammenfaßt) in kürzester Zeit einen Menschen mit anderen Ansichten, z. B. einen Politiker von der AfD (sofern er denn überhaupt eingeladen wird), in die rechte Ecke gedrängt u. damit praktisch mundtot gemacht.
Auf diese Weise kommt n i e m a l s ein vernünftiger, lösungsorientierter
Dialog zustande.
Dagegen hilft nur eines, wie sich jetzt gerade wieder in Kaufbeuren gezeigt hat:
Man muß das Kartell der abgehobenen "Eliten" in Politik u. Medien durch Bürgerentscheide zum Einsturz bringen. Genau deshalb fordert die AfD ja auch
Volksentscheide in wichtigen Fragen. Die Abgeordneten werden ihrer "Volksvertreter-Rolle" schon lange nicht mehr gerecht!

Bernd Fischer | Mo, 23. Juli 2018 - 12:35

In reply to by Ursula Horvath

Nun wissen Sie warum die Politiker im allgemeinen sich vor "Bürgerbegehren" ,die unter Umständen einen verbindlichen Charakter haben, fürchten und dies alles ablehnen.