Claudia Roth / dpa

Claudia Roth - Keine Macht für Niemand

Documenta, Berlinale, Erinnerungspolitik: Claudia Roth schlittert von einer Blamage in die nächste. Ist das Amt der Kulturstaatsministerin überhaupt noch zeitgemäß?

Ralf Hanselle / Antje Berghäuser

Autoreninfo

Ralf Hanselle ist stellvertretender Chefredakteur von Cicero. Im Verlag zu Klampen erschien von ihm zuletzt das Buch „Homo digitalis. Obdachlose im Cyberspace“.

So erreichen Sie Ralf Hanselle:

Es ist nicht leicht, Claudia Roth zu sein. Nicht in Tagen wie diesen. Wer will schon die oberste Sachwalterin in Sachen Kultur sein, mitten in einer Zeit, in der sich Deutschlands Museen unentwegt in die Wolle kriegen – in der Museumsdirektoren bespuckt, Künstler gecancelt und Kritikerinnen, wie vor gut einem Jahr im Staatstheater Hannover, mit Kot beschmiert werden?

Es gehe nur noch um Schwarz und Weiß, hat Claudia Roth jüngst moniert. Und weiter: Die Zwischenräume in unserer Gesellschaft gingen verloren; man höre sich gegenseitig nicht mehr zu.

Cicero Plus weiterlesen

  • Monatsabo
    0,00 €
    Das Abo kann jederzeit mit einer Frist von 7 Tagen zum Ende des Bezugzeitraums gekündigt werden. Der erste Monat ist gratis, danach 9,80€/Monat. Service und FAQs
    Alle Artikel und das E-Paper lesen
    • 4 Wochen gratis
    • danach 9,80 €
    • E-Paper, App
    • alle Plus-Inhalte
    • mtl. kündbar

Mehr lesen über

Bei älteren Beiträgen wie diesem wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.

Ernst-Günther Konrad | Mo., 20. Mai 2024 - 09:30

Niemand wollte sie mehr im BT als Präsidentin sehen. Da schiebt man sie halt auf einen solchen Posten ab. Und Befähigung für ein Ministeramt hat gerade bei Grünen noch nie eine Rolle gespielt. Die Mullah Freundin ist selbst an ihrem "Schicksal" schuld. Von nichts ein Ahnung, davon aber viel und sich wundern, wenn andere es merken und laut an ihre Verantwortung kratzen und gar Rücktrittsforderungen erheben. Diese Frau erzeugt bei mir Übelkeit. Und wenn einem Übel ist muss man was? Richtig. Sich entleeren. Das sollte die Kulturpolitik endlich auch machen und sie ausko--en.

Chris Groll | Mo., 20. Mai 2024 - 09:52

Danke an diese Lobeshymne an Frau Roth -:((
Ja diese Frau hat Charakter und ist keinesfalls antisemitisch. Sie hat nur eine große Liebe zu allem was in irgendeiner Weise islamischen ist. Sie kann auch besonders gut Börek zubereiten :-)
Gut, das war jetzt etwas polemisch.
Allerdings müssen ihre Kritiker ja - wie es Ihrem Artikel zu entnehmen ist - alle Unrecht haben. Sie ist, wie Sie schreiben, nur eine mißverstandene gutmütige und alle Menschen liebende Frau. Damit ist ja dann das Wichtigste gesagt.
Alles andere beruht nur auf Mißverständnissen und / oder Dummheit.

Ingofrank | Mo., 20. Mai 2024 - 10:31

ein Abblid der Grün linken woken Livestyle Gemeinde.
Und wer mit dieser „Kunst“ ( wie letztlich der ESC) nichts anzufangen weiß, gilt als ungebildet, schlimmstenfalls als Rechts
Und da sehe ich Fr. Roth als Paradebeispiel für die fehlgeleitete Entwicklung.
Mit freundlichen Gruß aus der Erfurter Republik

Bernd Briele | Mo., 20. Mai 2024 - 10:55

Wer ihre Fernsehauftritte über die letzten Jahre verfolgen konnte, wird sich sicher nicht darüber wundern, dass die Dame nun von einem Fettnäpfchen (freundlich ausgedrück) ins nächste hüpft. Bei mir sind vor allem ihre öffentlichen Auftritte als "ANTIFA-Aktivistin" mit dem Schild "Deutschland verrecke!" und ihre schon fast schmerzenden Lobhudeleien auf die wunderbare Türkei - mit Kopftuch versteht sich - hängen geblieben.
Leider vertritt sie als Exponentin DER GRÜNEN genau jenen Typus Politiker*in, den dieses Land zuallerletzt braucht: Wenig intellektuelle Substanz, viel Emotion und ganz viel Machtbewusstsein....

Richtig ist, dass Claudia Roth mal hinter einem Plakat herlief, auf dem Antifa-Aktivisten den Lieblingsspruch aller "Claudia-Roth-Hasser" abgebildet hatten. Frau Roth hat das angeblich nicht gewusst. Das kann man glauben, oder auch nicht.

Ich möchte gar nicht wissen, wie oft AfDler irgendwie - direkt oder indirekt - im Zusammenhang mit irgendwelchen Nazi-Symbolen aufgefallen sind. Wenn ein AfD-Funktionsträger in NRW sich als "freundliches Gesicht des Nationalsozialismus" bezeichnet, scheint das für jene, die bei Frau Roth sofort in Schnappatmung verfallen, keine besondere Rolle zu spielen. Dass die AfD dieses liberale, tolerante Deutschland, so wie es gerade existiert, zu tiefst verachtet, ist auch kein Geheimnis. Ein bekennender AfD-Anhänger nannte es jüngst in diesem Forum "Saustaat".

Es war übrigens Frau Roth, die in Istanbul weilte, und sich dort mit demonstrierenden Oppositionellen solidarisierte. AfDler besuchen lieber den Bluthund Assad in Syrien bzw. dessen Geistlichen....

Es interessant zu beobachten, wie das latent aggressive Mittelmaß - das Selbige goutiert.

Der behütete Erbe, in seiner Heldenrolle, als Sprenger seines kleinbürgerlichen Ichs, verteidigt die pseudo intellektuelle Farce seines Milieus.

Die nackte grüne Königin wird zum verklärenden Fetisch der eigenen mystifizierten Lebenslügen.

Dreikäsehoch...
....von "Hassen" war hier gar keine Rede. Und auch nicht von der AfD: deren kritikwürdige Fehlleistungen - welche es zweifellos gibt - standen hier gar nicht zur Debatte.
Aber, sehr geehrter Herr Lenz "Dreikäsehoch" - wie immer, wenn Jemand Kritik am heiligen Gral der Grünen äussert, dann werden Sie unsachlich. Denn Schuld und Fehler liegen ja immer ausschließlich bei "den Anderen", gell?

Gerhard Lenz | Di., 21. Mai 2024 - 09:18

Antwort auf von Bernd Briele

Herr Briele, wer sich, wie Sie, der im AfD-Umfeld beliebten, aus Unwahrheiten bestehender Argumentation bedient, sollte sich nicht wundern, wenn er mit genau dieser Partei in Verbindung gebracht wird.

Zum Thema:
Ihre Behauptung, Roth sei öffentlich als ANTIFA-Aktivistin aufgetreten - weil sie hinter dem mittlerweile "weltberühmten" Plakat hinterherlief, ist natürlich an sich schon hanebüchen. Und was die Türkei angeht, gibt es nicht viele deutsche Politiker*innen, die dermaßen deutlich das Regime Erdogan kritisiert haben.
Ein Beispiel (Quelle Wikipedia) "Als sie sich bei Staatsminister Ayvaz Gökdemir über die Menschenrechtslage informieren wollte, beschimpfte dieser sie als Prostituierte...."

Ich lade Sie ein, vorschnelle Urteile über "die Anderen" zu unterlassen, und lieber eigene Beiträge dahingehend zu korrigieren, dass der Vorwurf der "Unsachlichkeit" nicht auf Sie selbst zurückfällt.

Herr S.: Sie dürfen sich trauen und durchaus direkt aussagen, was Sie meinen.

H.Broder damals kommentiert (sinngemäß)? Ein Doppelzentner fleischgwordene (Gegenteil von Intelligenz). Ich schreibe das jetzt so, weil ich nicht weiß, wie das Gericht damals entschieden hatte. Aber aus meiner Sicht hatte er absolut Recht. So etwas Unseriöses ( wie für mich fast aller Regierungsmitglieder), mir scheint, Herr Hanselle ist ein (un)heimlicher Verehrer dieser Dame.

Günter Johannsen | Mo., 20. Mai 2024 - 11:09

Claudi allein zu Haus!

Wolfgang Borchardt | Mo., 20. Mai 2024 - 11:21

Lambrecht, Esken, Baerbock... Das sind große, anvantgardistische Schritte in die Zukunft und in die Quote.

Hallo, Herr Borchardt!
Da kann ich Ihnen nur beipflichten - die von Ihnen angeführten Beispiele belegen eindrücklich, dass
1.) Quotenregelungen im allgemeinen keine guten Lösungen hervor bringen
und
2.) Frauen nicht unbedingt die besseren Menschen sind.

ab September 25 ein für alle mal von der politischen Bildfläche verschwinden.
Ein paar CDU‘ ler aus der ersten Reihe des Merkelflügels und die des Linken Flügels der SPD, fielen mir allerdings dazu auch noch ein.
Die FDP wird sich bis dahin selbst abgeschafft haben.
Und das ist gut so.
Mit besten Grüßen aus der Erfurter Republik

Klaus Funke | Mo., 20. Mai 2024 - 11:42

Das kommt davon, wenn man jemandem aus moralischer Rücksicht eon Amt geben muss, für das sie nicht geeignet ist. Clauda ist für kein Amt geeignet und sie war auch eine schlechte Managerin von "Ton, Steine, Scherben". Sie ist eine typische Grüne, viel Ideologie und keinen Sachverstand. Für das Amt der Kulturstaatsministerin hätte man keine Ungeeignetere finden können. Kulturelle Allgemeinbildung praktisch nicht vorhanden. Literaturkenntnis und Kenntnis in der Klassischen Musik ebenso. Man frage sie, welches Buch sie zuletzt gelesen hat... oh nein, lieber nicht. Einfach unfassbar, was der Scholz für ein Personal um sich versammelt hat. Eine Riesenblamage für Deutschland.

Armin Latell | Mo., 20. Mai 2024 - 12:21

ist charakteristisch für diese Grüne. Sollte ich jetzt Mitleid mit dieser absolut Antideutschen haben? Deutsche Kultur war und ist ihr niemals wichtig. Schon ein wenig Anstand würde ihr helfen, ihre Funktion auszufüllen. Sie können es drehen und wenden wie Sie wollen, Herr Hanselle, C. Roth hat mit deutscher Kultur nichts zu tun, wie alle Grünen. Die Geschichte kann nicht wirklich etwas beweisen, sie wird immer von Siegern geschrieben oder im Nachhinein umgeschrieben. Orwell hat das in seinem Buch 1984 sehr gut beschrieben. Das größte Problem sind die Grünen mit Regierungsverantwortung in der Ampel.

Gunther Siegwart | Mo., 20. Mai 2024 - 12:35

Wer ist Claudia Roth? Wer braucht Claudia Roth?
Wie dumm ist Claudia Roth?

Stefan W. | Mo., 20. Mai 2024 - 13:14

Roth ist es zu verdanken, dass wir ihr bisher gewichtiges Amt neuerdings als überflüssig oder gar schädlich wahrnehmen. Ähnlich einem Innenministerium mit seiner mittlerweile bedrohlichen Behörde für Verfassungsschutz, oder dem peinlich wirkenden Außenministerium mit einst Maas und heute Baerbock. Menschen können durch ihre Inkompetenz ganze Institutionen zertrümmern.

Albert Schultheis | Mo., 20. Mai 2024 - 13:30

Bevor es "verfassungsschutzrelevant" wird. Dass wir Denunzianten im Forum haben, dürfte bekannt sein.
Die Claudia verkörpert ja quasi idealtypisch diesen Staat! Ich meine den Staat - und nicht bloß die Regierung! Das ganze Gesoxe vor der Brandmauer der Niedertracht (gemäß dem SED-Plakat in Roth).

Ronald Lehmann | Mo., 20. Mai 2024 - 18:04

egal ob
politische Kultur,
geschichtliche &/oder religiöse deutsche Kultur
auf dem Fundament des deutschen Brauchtum seiner Germanen wie anderen Völker & des mächtigen Einflusses durch die christlich römische Kirche, wo später sich eine Abspaltung der evangelischen Kirche vollzog

da der deutsche Humanismus erstarkte
abgelöst durch die Aufklärung 1650-1800
wo geistige Kultur verfeinert wurde
& wo nicht nur der Geist & die Wissenschaft im Mittelpunkt standen
sondern Werte & Anstands wie Benehmens-Etikette
& Betrachtungsweisen im gegenseitigen Umgang von unterschiedlichen Anschauungen/Meinungen
wie Regeln des gegenseitigen Respektes oder auch Ehrbezeugungen eines geistigen "Gegner"

Aber dies alles ist nicht nur für Frau Roth oder Herrn Lenz oder unseren Block-Parteien der nationalen Front

EINE EINBAHNSTRASSE
> NIE SELBST👈

sondern dieses Benehmen hat bei den LINKEN,
Kommunisten/Bolschewisten/Islamisten
seinen Anfang gefunden

hat sich in diesen Geist manifestiert
bis zum heutigen ZEITGEIST

Christoph Kuhlmann | Mo., 20. Mai 2024 - 18:58

Sobald die künstlerischen Kriterien von politischen Kriterien überlagert werden, ist es keine Kunst mehr. Es gibt keine politische Kunst. Es gibt nur Kunst und Politik. Wer diesen triviale Unterschied nicht kapiert, dem ist nicht zu helfen. Kunst hat die Funktion Menschen zu faszinieren. Ihr Inneres zu einer möglichst intensiv anzusprechen. Da die bildende Künste jede interne Struktur verloren haben, wie Impressionismus, Expressionismus, Kubismus, Surrealismus usw. herrscht im Bezug auf die bildenden Künste eine weitgehende Verwirrung. Es gibt keine sozial verbindlichen Kriterien mehr. Alles was ein Künstler Kunst nennt ist nun Kunst. Doch wer entscheidet, wer ein Künstler ist?

Stefan Jarzombek | Di., 21. Mai 2024 - 01:02

Manche Menschen, dazu gehört vor allem auch Claudia Roth, wissen nicht wann es vorbei ist und sie mit ihrer Mission gescheitert sind.
Herr Lenz mag da anderer Meinung sein, aber das es vorbei ist einzusehen, da hatten manche Menschen eben schon immer so ihre Schwierigkeiten mit.
Sie wurden alle eines besseren belehrt.
Der Traum ist aus Frau Roth um es mal spöttisch mit den Worten von Rio dem 1. zu sagen. - Aber sie wollen immer noch alles geben damit er Wirklichkeit wird. 😉

S. Kaiser | Di., 21. Mai 2024 - 10:20

Ein Dilettant im Amt mag das Amt temporär beschädigen, aber es kann jederzeit durch einen kompetenten Nachfolger wieder aufgewertet werden.
Diese wohlwollende Beurteilung von Frau Roth und ihren 'Leistungen' ist wenig nachvollziehbar. Diese Dame ist an die 70 und seit fast 50 Jahren im politischen Geschäft. Sorry, aber wer innerhalb dieses Zeitraumes - wir reden von Jahrzehnten und wir reden nicht von Jugendsünden - nicht lernfähig ist, kann es einfach nicht und scheitert schlicht an sich selbst.
In einem aufgezeichneten Gespräch/Interview Anfang 2024 (nach dem 07.10. und noch vor der Berlinale) zwischen Henryk M Broder und Maya Zehden, der Vorsitzenden der DIG, waren (meiner Erinnerung nach) sich beide einig in ihrer Einschätzung, dass Roth antisemitisch wäre, und ich glaube nicht, dass deren Einschätzung leichtfertig gemacht wurde.
Also, Roth ist und bleibt selbst dafür verantwortlich, was sie sagt und was sie tut und muss sich daran messen lassen. Punkt.

Martin | Di., 21. Mai 2024 - 14:45

Immerhin ist mit Claudia Roth der Antisemitismus in der Kunst salonfähig geworden.
Dazu noch die immer gleichen dummen Sprüche dieser Person. Intellektuell doch völlig überfordert. Na, da hatte der Hendryk Broder recht in seinem Urteil über diese Person.