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Soldaten des KSK bei einer Übung: „Diese Leute sind handverlesen“ / dpa

Rechtsextremismus im Kommando Spezialkräfte - „Es schmerzt mich in der Seele“

Nach Rechtsextremismus-Vorwürfen gegen das Kommando Spezialkräfte will die Verteidigungsministerin nächste Woche über die Zukunft der Elitetruppe entscheiden. Eine Auflösung ist nicht ausgeschlossen. Helmut Willmann hat das KSK einst mitaufgebaut. Er plädiert für einen anderen Weg.

Autoreninfo

Christoph Schwennicke war bis 2020 Chefredakteur des Magazins Cicero.

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Helmut Willmann ist Generalleutnant a.D. des Heeres der Bundeswehr. Von 1996 bis 2001 war er Heeresinspekteur und war am Aufbau des Kommando Spezialkräfte maßgeblich beteiligt.

Herr Willmann, Sie haben die Fälle von strukturellem Rechtsextremismus im Kommando Spezialkräfte in Calw verfolgt. Was löst das bei Ihnen aus? 
Es schmerzt mich in der Seele. Denn in meiner Verantwortung wurde die Truppe aufgebaut, sie war mein Augapfel. Und der Geist der Truppe war immer ein Thema.  

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Günter Johannsen | Do., 25. Juni 2020 - 11:34

Mich schmerzt jeglicher Extremismus, der sich immer zum Terrorismus entwickelt:
Linksfaschismus und Rechtsfaschismus!
Man sollte heutzutage, wo fast alle Medien nur noch Rechtsextremismus sehen, immer links und rechts sehen und benennen. Linker Mord ist nicht besser als rechter Mord. Nicht zu vergessen den Islamistischen Extremismus und Terrorismus!

Romuald Veselic | Do., 25. Juni 2020 - 11:36

Vorgehensweise aneignen muss, um fit zu bleiben. Bei KSK-Abschaffung, wird die Bundeswehr, als militärischer Körper, in NATO definitiv abgeschrieben. Die Nachbarländern werden schon überlegen, ob man sich nicht vor Deutschland u. D-Politiker schützen sollte.
Zit "Er muss (KSK-Soldat) aus der Selbstisolierung des Einsatzes herausgeholt werden. Er muss ins normale Leben zurückfinden. Wenn das nicht gelingt, besteht die Gefahr der Anfälligkeit für politisch extreme Einflüsterungen."
Die Entscheidungsträgerinnen im Ministerium, Annegret K-K u. davor Ursula v. L., als Frauen, sollten dies am besten wissen. Ich frage mich, welche Kompetenzen muss man besitzen, um in D Minister zu werden? Ist alles hier Wirecard Deutschland geworden?

Klaus Funke | Do., 25. Juni 2020 - 11:50

Machen wir uns weiter wehrlos! Symbole für Kampfstärke und deutsche Wehrhaftigkeit gehören selbstverständlich abgeschafft. Könnte ja einer auf die Idee kommen, dass dies an die Waffen-SS erinnern soll. Truppenbetreuung mit KIndergarten und Frauenruheraum sind die Zukunft. Weicheier an die Front! und wenn es mal ernst werden sollte, haben wir ja unsere AKK. Es lebe Inkompetenz und das Regiment der Frauen. Da fühlen wir uns wohl und sicher wie an Mutters Busen. Ich fürchte, der große Knall kommt, wenn AKK weg ist, wenn "Mutti" weg ist und die Uschi auch. Da wird sich zeigen, dass alles ein großer Schwindel war, dass man uns und wir uns alle etwas vorgemacht haben.

Enka Hein | Do., 25. Juni 2020 - 16:56

Antwort auf von Klaus Funke

Werden die Wähler dann immer noch nicht hören wollen. Seöbst die Knaller der letzten Jahre verhalten bei vielen Wählern im Nirvana.
Ansonsten volle Zustimmung. Danke.

Heidemarie Heim | Do., 25. Juni 2020 - 12:50

Das passt doch genau ins Schema. Wer sich nicht um die Psyche und die im Dienst erworbenen Traumata unserer Polizei schert bis der Deckel vom Topf fliegt, wen interessieren da die psychologischen Schäden von Spezialkräften. Wenn man die im Auswahlverfahren angewandten Belastungstests kennt die diese Männer,selten Frauen durchlaufen haben, kann man in etwa ermessen was es braucht, um diese im Einsatz zu traumatisieren und derart verändert zurückkehren zu lassen. Dazu noch der Mangel an Anerkennung ihrer Leistung für Staat und Gesellschaft wie üblich für unsere Soldaten! Überdies unterliegen diese Spezialkräfte der höchsten Geheimstufe und sind so gesehen die "Phantome", fern allem was unser normales Alltagsleben ausmacht. Sie müssen und können sich letztendlich nur auf ihre engsten Kameraden verlassen um lebend aus ihren Einsätzen zu kommen. Zurück ins Tal der Blauäugigen und Anti-Heuchler,welche sie im Einsatz mit ihrem eigenen Leben zu verteidigen und zu schützen den Auftrag haben!

und vom Ende her denken: 1. was will/soll damit erreicht werden?
2. Frage: Wem allein nützt es, wenn die freiheitliche Demokratie nicht mehr wehrhaft ist? Den "Party-Feier-Vereinen" und deren Hintermännern- und Frauen = den Organisatoren und Geldgebern der Leipziger und Stuttgarter "Straßen-Grill-Partys"!

Heidemarie Heim | Fr., 26. Juni 2020 - 11:31

Antwort auf von Günter Johannsen

Sehen auch, lieber Herr Johannsen! Was passiert, wenn der Staat das Machtmonopol auf den Straßen aus der Hand gibt, konnte man gestern Abend in erschreckender Weise in einem TV-Beitrag über Dijon sehen. Tschetschenen mit automatischen Waffen tobten sich da nahezu 3 Tage offen aus, weil die örtlichen Sicherheitskräfte, einer sagte 15! Mann einer 150 zum Teil schwer bewaffneten, aus ganz Europa zusammengezogenen tschetschenischen Horde gegenüber stand!Deren Anführer offen in die Kamera sagte:" Jetzt habt Ihr hoffentlich alle kapiert, was passiert, wenn Ihr einen der unsrigen angreift!" Mit einem nicht minder drohendem Ton ausgerufenem Allahu Akbar! hintendran. Das dürfte die Steigerung von ACAB und F..k the System gewesen sein. Und da man bei uns ja so gerne den Auslösern und Motiven auf den Grund geht: Einige französische Bewohner des Stadtteils mit Migrationshintergrund haben einem Franzosen? mit tschetschenischem Hintergrund Prügel verabreicht. Das reicht heute schon für
Krieg!FG

Helmut Bachmann | Do., 25. Juni 2020 - 14:43

Erst die Regression als Wirklichkeitsverweigerung. Kindischer Reinheitswahn und Pazifismus. Dann aber ist das Gejammer groß, wenn andere keine Lust mehr haben, uns zu beschützen. Sollte die Auflösung kommen, passte sie ins Bild.

Susanne Dorn | Do., 25. Juni 2020 - 14:51

...wenn die Kommando-Spezialkräfte aufgelöst würden. Eine sozialistische Methode ist es, Polizei, Armee, Spezialkräfte usw. zu diskreditieren, um unser Land zu destabilisieren.

Das sollte jeder Bürger wissen!

Je mehr die sozialistische "Elite" unseres Landes diesen sozialistischen und perfiden Weg geht, desto ruhiger und überlegter müssen wir Bürger agieren, um unser Grundgesetz und unsere Freiheit zu verteidigen.

Ernst-Günther Konrad | Do., 25. Juni 2020 - 16:10

durch Panikmache und Hetzattacken gegen alle Sicherheitskräfte. Herr Johannsen hat es schon völlig richtig oben geschrieben. Jede Form von Extremismus ist abzulehnen. Ohne wenn und aber.
Anstatt möglicherweise eine völlig wahnwitzige Abschaffungsnetscheidung zu treffen, müssen die Konzepte und Inhalte bei der Aufarbeitung der Fronterlebnisse neu gedacht werden. Ob GSG 9, KSK, SEK usw. Überall auf der Welt sind die Kräfte ausgesucht und mehrfach getestet und überprüft. Die Frage ist: Sind diese Spezialkräfte unerkannt extremistisch und ins System unerkannt infiltriert oder werden solche Kräfte erst nach solchen Einsätzen anfällig? Ich vermute, beides könnte vorliegen.

Bernd Muhlack | Do., 25. Juni 2020 - 16:42

Nach langer Beratung, Diskussion, auch mit der Opposition (Dr. Helmut Kohl und F. J. Strauß), sagte die Bundesregierung, Kanzler Helmut Schmidt: ZUGRIFF!
Die entführte LH Landshut wurde von der GSG 9 gestürmt - 4 Tote.
Unvergesslich!

Spezialkräfte sind unverzichtbar.
Das sind keine Rambos sondern Elitesoldaten.
Und "Rechte" tauchen ja plötzlich allüberall auf, nicht wahr?
Bei Beweisen: tschüss!
Deswegen löst man jedoch nicht die komplette Einheit auf!
Cui bono?

Die SEALs, Legion étrangère, der SAS etc.

Diese Leute sind stets am Limit, nickesse mit Home Office!

Ich empfehle das olle Buch "The Nemesis File" von Paul Bruce.
Es geht um den Einsatz des Special Air Service in Nordirland während der "Krawalljahre".
Da ist nichts mit "Genfer Konvention" oder We shall overcome.
WIR oder SIE!
Das ist hammerharte Realität.

Im politischen Alltag nicht erwünscht.

Conclusio: nachweisbar Radikale "entsorgen", den Rest stärken.
Und Berater sowie Still-BHs canceln!

Ist das BW oder kann das weg?

Rolf Bergmeier | Do., 25. Juni 2020 - 16:42

Was eigentlich wirft man der KSK vor? Über "Verdachtsfälle" wird gemunkelt, ein Hauptmann habe Unerfreuliches berichtet. Das reicht. Ist das gerichtsverwertbar? Reichen Einzelfälle aus, um eine Truppe, die einen Eid geschworen hat, Recht und Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen, pauschal zu denunzieren? Wird irgendwo von Dankbarkeit gesprochen? Dafür, dass sie auf Weisung des Parlaments ihr Leben eingesetzt haben. Und: Wo sind eigentlich die Vorgesetzten, die sich schützend vor die ihnen anvertrauten Soldaten stellen? Das dröhnende Schweigen der Generale entspricht ganz gewiss nicht den Vorstellungen, die man sich von "fürsorglichen " Vorgesetzten machen muss.