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Die Stuttgarter Krawallnacht kommt dem grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann im Wahlkampf äußerst ungelegen / dpa

Rassismusvorwurf gegen die Polizei Stuttgart - „Stammbaumforschung“ auf Anordnung von Kretschmann?

Die Empörung war am Wochenende groß, als es hieß, die Polizei betreibe „Stammbaumforschung“ bei den Tatverdächtigen der Stuttgarter Krawalle, um eventuelle Migrationshintergründe festzustellen. Doch war es wirklich so? Und gab es eine Anordnung „von oben“?

Antje Hildebrandt

Autoreninfo

Antje Hildebrandt hat Publizistik und Politikwissenschaften studiert. Sie ist Reporterin und Online-Redakteurin bei Cicero.

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Woran denken Sie, wenn Sie den Begriff „Stammbaumforschung“ lesen? Auf Twitter hat dieser Begriff am Wochenende getrendet, und liest man die Tweets, die die Empörungsmaschine dazu aufgelistet hat, ist man schnell bei „Bürgern erster Klasse“ und bei „Bürgern zweiter Klasse“, bei „Arier-Nachweisen“ und „zurück im Dritten Reich“. Dabei geht es um Stuttgart, genauer gesagt um die schweren Ausschreitungen zwischen jugendlichen Randalierern und der Polizei in der Nacht vom 21. auf den 22. Juni.

Polizeipräsident Franz Lutz soll am vergangenen Donnerstag in einer Gemeinderatssitzung gesagt haben, bei elf von 39 festgenommenen Tatverdächtigen mit einem deutschen Pass stehe noch nicht fest, ob sie einen Migrationshintergrund hätten. Und dann folgt der Satz, der nun im ganzen Land eine kontroverse Debatte ausgelöst hat: „Das bedeutet letztlich Recherchen bundesweit bei den Standesämtern, um diese Frage festzustellen.“

Empörungsmaschine Twitter

Es war der Grünen-Stadtrat Marcel Roth, der diese Formulierung in einem Post auf seiner Facebook-Seite als „Stammbaumrecherche“ interpretiert hat. Er habe sich erlaubt, „die Ausführungen von Lutz etwas zuzuspitzen“, sagte er der Stuttgarter Zeitung.

Die Polizei hat sich beeilt, zu dementieren, dass dieser Begriff so gefallen ist. Und der Sprecher der Stadt Stuttgart pflichtete ihr bei. Er habe sich den 16-minütigen Audio-Mitschnitt des Vortrags von Franz Lutz angehört. Der Begriff sei nie gefallen.

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Helmut Bachmann | Di., 14. Juli 2020 - 08:05

Die Öffentlichkeit scheint bemüht, die Scheuklappen zu verstärken. In der realen Welt ist es recht klar, dass die gescheiterte Multikultiideologie immer mehr Probleme schafft. Seit einigen Jahren wird an der Umdeutung gearbeitet, so getan als wäre praktisch jeder, der hier wohnt nun Deutscher. Doch werden die meisten Jugendlichen, die man hier beschreibt - egal welche Pässe sie besitzen - sich selber niemals als Deutsche bezeichnen. Für einige ist dieser Begriff sogar etwas Abgelehnt-es. Eigentlich weiß das doch jeder, aber wir spielen "Des Kaisers neue Kleider". Eigentlich sollte klar sein, dass es keinen Sinn macht, Leute zu Inländern umzudeuten, die dies selber ablehnen.

Gerhard Lenz | Di., 14. Juli 2020 - 11:06

Antwort auf von Helmut Bachmann

Natürlich ist jeder Mensch, der einen deutschen Pass hat, Deutscher. Gesinnungsschnüffelei, Werteprüfung und Stammbaumscreening sind meines Wissens bei der Einbürgerung nicht vorgesehen.
Es gibt daher keine richtigen oder falschen Deutschen, alle sind Teil des Staatsvolkes (auch wenn es immer Menschen gibt, die sich für "bessere oder richtige" Deutsche halten).
Ist die Abfrage nach den familiären Verhältnissen Standard, lässt sich dagegen eigentlich nichts einwenden. Allerdings ist es schwer verständlich, vom türkischen Opa auf heutiges Sozialverhalten zu schliessen. Wird bei jedem deutschen Randalierer gleichfalls geprüft,ob es möglicherweise einen Nazi-Opa in der Familie gab? Was ist mit den strammen Kommunisten in den Familien von Ost-Deutschen?
Sicher werden da Unterschiede gemacht. Ob die Stuttgarter Polizei jetzt infolge einer CDU-Anfrage übereifrig reagiert hat, oder nur ein Grüner in falschem Sendungsbewusstsein handelte, ist eine andere Frage.

wie immer: im Alltagsbewusstsein ist nicht jeder ein Deutscher der einen deutschen Pass hat. Abgesehen von ein paar Verborten vielleicht, ist für die meisten nur der Deutscher, der sich auch selbst so bezeichnet und dafür einsteht. Und das ist auch ok so. Hier geht es nicht um juristische Fragestellungen und auch nicht gegen Migranten. Der Spuk findet nur in manchen Köpfen statt.

Völlig Wurscht. Wer einen deutschen Pass besitzt, ist Deutscher, auch wenn er sich nicht mit diesem Land identifiziert - was ja auch für so manchen Deutschen gilt.
Innere Ablehnung macht jemanden natürlich nicht zum "Staatenlosen".

Die Frage der Nationalität ist immer eine juristische Frage, auch wenn sich mancher primär als "Europäer", "Weltbürger" oder "Sachse" fühlen mag.

Wen zählen Sie eigentlich als Deutschen, der sich nicht mit seinem Land identifiziert? Oder meinen Sie damit eher die Ziele der Regierungsparteien? Dann wäre ich dabei!
Um beim Thema zu bleiben: Generell finde ich es gut, wenn man endlich zur Wahrheit kommt und die "Event-Gesellschaft" als das feststellt, was ausreichend viele Videos (inkl. Stimmenaufnahmen) indirekt eh schon zeigten!

Gerhard Lenz | Do., 16. Juli 2020 - 09:56

Antwort auf von Joachim Kopic

da wird es interessant und komplex. Deutsche, die auf ihr Land schimpfen, und sich nicht mehr "zu Hause" fühlen, beschweren sich oft über das Regelwerk, welches nun mal für ein friedliches Zusammenleben notwendig ist.

Sie ignorieren dabei - oft aus Unwissenheit - dass es im Ausland oft noch schlimmer ist, was "gefühlte" Bevormundung angeht.

Gäbe es Mehrheiten gegen die Regierung, könnte diese ja ganz einfach abgewählt werden.

Richtiger ist wohl, dass manche Deutsche einfach gewisse "Ideen" haben, wie ihr Land idealerweise "sein sollte". Man reagiert dann oft verschnupft und dreht diesem unseren Land im - im übertragenen Sinn - den Rücken zu.

Oder spielt "Widerstand", z.B. in diesem Forum..

Helmut Bachmann | Mi., 15. Juli 2020 - 19:09

Antwort auf von Gerhard Lenz

für sie mag das Wurscht sein, der Mehrheit dürfte es nicht wurscht sein. Und auch das ist gut so.

Die Moralextremen haben wieder einen Anlass gefunden, der Cappuccino wird hochgeschäumt. Gesinnungsschnüffelei ist nicht nur bei der Einbürgerung nicht vorgesehen, sie sollte generell nicht gegen Bürger, auch nicht gegen "die schon länger hier Lebenden" praktiziert werden, selbst wenn sie konservative oder gar nationalkonservative Einstellungen haben. Soviel zur Theorie. Jeder mit deutschen Pass ist Deutscher. Ok. Das Staatsvolk lebt in Deutschland. Auch ok. Ich schlussfolgere: dann ist das "Staatsvolk" das Deutsche Volk. Wollte nur mal darüber nachdenken. Man sollte vom türkischen Opa nicht auf das Sozialverhalten der Enkel schließen. Ok. Aber es gibt Enkel, die ein Sozialverhalten wie ihre Opas zeigen. Da darf man dann doch wohl mal nachfragen. Uns als Ostdeutschen wird hin und wieder auch unterstellt, wir hätten nach dreißig Jahren noch nicht geschnallt was Demokratie ist, und wären deshalb besonders anfällig gegenüber "rechten Populismus".

Selbstverständlich kann man das, wenn es dazu Grund gibt.

Aber bitte nach allen Seiten.

Es gab ja auch Rußlanddeutsche, die von Herrn Kohl bis ins dritte Glied nach Haus geholt wurden, obwohl ihr zu Hause früher mal die Wolgarepublik war. Stalin ließ sie deportieren. Soweit es noch eine Großmutter gab, hatte die gesamte Familie eine Chance nach hier zu kommen. Die Integration ist eigentlich sehr gut verlaufen - im Gegensatz zu denen, denen man ihr Anderssein ansieht.

ich war vor kurzem in einem Stadtteil meiner westdeutschen Stadt mittlerer Grösse unterwegs.
Auf der Suche nach einem bestimmten Platz habe ich drei (!!) Passanten angesprochen, alle sprachen kein Deutsch, aber...Russisch...

Es ist übrigens so, dass man je nach Umgebung mittlerweile häufiger Russisch als Türkisch hört, was mir übrigens egal ist.

Aber man sollte doch, bitteschön, keine Verallgemeinerungen treffen.

Nur ist es wohl so, dass ein Russlanddeutscher, auch wenn er nicht (einmal) unsere Sprache spricht, Deutscher ist - durch ein simples Gesetz. Besser integriert?

Wenn jeder mit einem deutschen Pass Deutscher ist, was ist dann jemand mit Doppelpass? Deutscher und (z.B.) Türke? Fragen Sie mal einen türkischstämmigen Deutschen in 3. Generation, ob er Deutscher oder Türke ist? Wenn ich sehe, dass 66 % der türkischstämmigen (wahlberechtigten) Deutschen vor ein paar Jahren Erdogan wählten und ihn bei seinem Auftritt mit einem türkischen Fahnenmeer begrüßten, dann stellt sich die Frage nicht. Bei Doppelpass ist man nur in einer einzigen Hinsicht eindeutig Deutscher: In der Kriminalitätsstatistik - ein Schelm, wer Böses denkt.
Aber manche Kommentatoren gefallen sich in ihrer eigenen Realität. Und bleiben dieser relitätsfernen Einstellung von Kommentar zu Kommentar treu.

ist bei der Frage, ob jemand Deutscher ist, völlig unwesentlich. Auch wenn ein Deutscher mit gleichzeitig türkischer Staatsbürgerschaft Erdogan wählt - was höchst unerfreulich ist - ist und bleibt er Deutscher.

Im Gegenteil verlieren Deutsche, die irgendwelche Nazi-Sektierer wählen, ja auch nicht automatisch die Staatsbürgerschaft.

Und selbst die Kriminalstatistik spielt da keine Rolle.

Verhalten ist kein Kriterium, dass in dem Zusammenhang entscheidend ist. So wenig wie die Identifikation mit Werten usw.

Robert Müller | Di., 14. Juli 2020 - 21:15

Antwort auf von Helmut Bachmann

Ich glaube nicht das das eine Frage der eigenen Identität ist. Ich würde das mehr praktisch sehen. Es ist bekannt, dass in vielen Ländern die Polizei Teil des staatlichen Unterdrückungsapparates ist. Speziell in der arabischen Welt ist das ganz heftig so. Daher auch die Situation, dass Polizei nur In Mannschaftsstärke in bestimmte Gegend gehen kann. War das in Stuttgart so etwas? Oder waren das nur besoffene Jugendliche, die in der Gruppe aggressiv handelten. Es könnte auch so etwas wie in Köln in der Sylvesternacht gewesen sein, wo eine bestimmte Klientel eine "Abzieh-Party" feierte. Da mal genauer hinzusehen, finde ich sinnvoll. Natürlich passt das den links-grünen nicht, denn an Fakten sind die nicht interessiert. Jedenfalls die meisten.

Charlotte Basler | Mi., 15. Juli 2020 - 17:10

Antwort auf von Helmut Bachmann

Wer etwas verbessern will, muss zuerst einmal die Ursachen ergründen. Und da augenscheinlich einige Probleme gehäuft? bei Menschen mit Migrationshintergrund auftreten, macht es doch Sinn dies zuerst einmal zu hinterfragen. Erst dann kann man ermitteln warum, was falsch läuft und was man ändern kann und muss.
Warum gibt es immer wieder Menschen, welche einerseits gebetsmühlenartig Integration fordern und andererseits jegliches Bemühen um Fortschritte in dieser Richtung boykottieren wollen? Ich verstehe das nicht!

Stefan Jurisch | Di., 14. Juli 2020 - 08:11

ist doch nur ein harmloses Stürmchen, welches aus der grünen „Hab-alle-lieb“-Politik resultiert. Mal abwarten, was passiert, wenn die Leute richtig freidrehen. Dennoch kann ich mir gut vorstellen, dass auch ein grüner MP durchaus solche Dinge von oben herab beauftragt, um seinen Wahlkampf danach auszurichten und möglichst an der Macht zu bleiben.

gabriele bondzio | Di., 14. Juli 2020 - 08:47

ob der Begriff wortwörtlich so gefallen ist oder ob der Abgeordnete der Grünen damit nur zugespitzt hat,...“ ...im Grunde nicht, denn es wird doch jedes Wort auf die Goldwaage gelegt. Wenn es nicht in die genehme Richtung geht. Es ist doch auch so einfach, wenn es um Spitzenpositionen in der Politik geht, sich einen entsprechenden Buh-Mann zu suchen. Der den Mist ausbaden soll, der eindeutig auf das Konto der Politiker geht.
Es beunruhigt mich jedoch sehr, dass es jetzt fast immer die Polizei trifft. Die ja für Ordnung sorgen soll. Denen werden jetzt immer mehr die Hände gebunden.

Erst einmal Dank an Frau Hildebrandt für den Überblick, den sie uns auch durch die Verlinkungen verschafft hat. Langsam fürchte ich um die innere Sicherheit des Landes. Es entstehen immer mehr rechtsfreie Räume. Es gibt soft law, die das mächtig und nachhaltig befördern und unterstützen. Das gilt wohl vor allen Dingen für Deutschland, in dem - bis auf Polizist*innen - wir alle ja gut und gerne leben.

Rainer Mrochen | Di., 14. Juli 2020 - 09:04

...täten gut daran erst vernünftige Recherche zu betreiben, dann zu denken um dann zu schreiben und zu reden.
Aber Vernunft und Sachlichkeit scheinen sich ja gerade aufzulösen.

Werner Peters | Di., 14. Juli 2020 - 09:17

Zwei Dinge zu diesem Thema sind mir heute aufgefallen. Der DLF, Frau Geuther, berichtete zunächst weitgehend korrekt zu dem Tema, zitierte Stellungnahmen von links bis rechts, ging aber mit keinem Wort auf Herrn Kretschmann ein (nachzulesen im dlf.de). Darf ja nicht sein, dass die DLF-Hörer erfahren, dass die Grünen hier mit gespaltener Zunge sprechen. Dann ein Interview mit einem "Polizeiforscher", der das vom DLF Gewünschte brav aufsagte. O.k.
Den Begriff "Stammbaumforschung" hat der Stuttgarter Polizeipräsident gar nicht gebraucht, diese Fake news haben die Stuttgarter Zeitung / Nachrichten wahrheitswidrig in die Welt gesetzt, um die Stimmung anzuheizen. Aber wir wissen ja: das ist "Pressefreiheit" und darf eigentlich nicht kritisiert werden. Meine Bitte an Cicero: meinen Beitrag deshalb nicht löschen, notfalls ist er als "Satire" gemeint.

Günter Johannsen | Di., 14. Juli 2020 - 09:24

"Es seien Daten der Einwohnermeldeämter, auf die jeder Polizist in seinem PC Zugriff habe.
Interessant sei aber nicht, welche Nationalität ein Tatverdächtiger habe, sondern wie er sozialisiert sei." Was ist daran falsch? Lasst die Polizei ihre Arbeit machen - und vor allem: wertschätzt und beschützt sie! Wenn diese Beamten nicht mal mehr recherchieren und sich selbst vor islamistischen bzw. linksextremistischen Verbrecherbanden schützen dürfen, wird bald kein Mensch mehr bereit sein, diesen undankbaren Job zu machen! Unsere Polizei braucht unsere Wertschätzung ohne dümmliche Bevormundung von links-grünen Zwangs-Weltverbesserern!

Denke immer häufiger darüber nach, dass hier in Deutschland die momentan am meisten Verunglimpften unsere PolizistInnen sind ... und wer schürt diese Art von "Rassismus"? Die "Grotzies", wer sonst!

Simone Büchl | Di., 14. Juli 2020 - 10:12

...für die Zusammenfassung Frau Hildebrandt.
Persönlich kann ich den Aufschrei nicht nachvollziehen.
Man kann sich natürlich blind und taub stellen, was nichts an der Realität ändert. Politiker sollten jedoch Probleme angehen. Folgende Begründung ist doch durchaus plausibel:
"Interessant sei aber nicht, welche Nationalität ein Tatverdächtiger habe, sondern wie er sozialisiert sei. Und um das herauszufinden, schaue man sich das Umfeld im Einzelfall schon mal genauer an – besonders dann, wenn es sich um jugendliche Täter handele. Schließlich gehe es darum, Präventionsstrategien zu erarbeiten"

Es zeigt doch lediglich, dass Grüne Politiker, sobald sie einen Regierunsauftrag erhalten, ihre Ideologien nicht umsetzen können.
Ich nehme Herrn Kretschmann daher ernster, als Herrn Habeck oder meine "Lieblings"-Grüne in Bayern, Frau Schulze.

Christoph Kuhlmann | Di., 14. Juli 2020 - 10:26

durch Political Correctness sollen jetzt auch noch die politischen Entscheidungsträger von notwendigen Hintergrundinformationen abgeschnitten werden, Das hat ja bei Merkel ganz gut funktioniert. Allerdings bezweifle ich den Wert einer polizeilichen Gesinnungsschnüffelei bei Tätergruppen. Wer bestreitet, dass sich zahlreiche Deutsche mittlerweile primär mit anderen Nationalitäten identifizieren negiert die Realität. Es fragt sich nur was das an den Tatsachen ändert. Es sind immer so kontraproduktive Konflikte zum Thema Migration mit zuviel Polemik auf beiden Seiten.

Das sehe ich genau wie Sie, man ergeht sich in kontraproduktiven Diskussionen, erregt sich über Wortwahl oder Ermittlungsrecherchen an Polizei-PCs - Von der Landesregierung, von den Grünen kommt kein einziger konkreter Vorschlag, wie man der allwöchentlichen Gewalt in Stuttgarts Inenstadt Herr werden will. Das ist ihre Verantwortung.

Extranjero | Di., 14. Juli 2020 - 10:41

1. Als ich meinen Wohnsitz von Deutschland in ein anderes EU-Land verlegt habe, um dort auch zu arbeiten, musste ich meine Abstammung bis Anfang 1820 nachweisen.
Es war interessant, ich habe mich NICHT diskriminiert gefühlt.
2. Jede(r) Lehrer (in) in der Schule muss sich um den sozialen Hintergrund von auffälligen Schülern kümmern, um eine INTEGRATION zu fördern.
3. Jetzt kommt ein Buch heraus, welches die Familien-Verhältnisse des Herrn TRUMP beleuchtet und ggf. auch sein Fehlverhalten erklärt.
4. Social Profiling ist ein wichtiges Arbeitsmittel für die Polizei. Warum soll es plötzlich in Stuttgart wegen des (falschen) Vorwurfs des Rassismus (racial profiling) nicht genutzt werden?

Ich wollte eigentlich nach Holland ziehen, komme aber nur bis 1888, dem Dreikaiserjahr. Das kann ich dann wohl vergessen.

Wolfgang Tröbner | Di., 14. Juli 2020 - 10:45

Da haben wir sie wieder, die links-rot-grüne Empörungsmaschinerie, die zuverlässig immer dann in Bewegung kommt, wenn es der Staat bzw. die Polizei mit migrantischen Tätern zu tun hat. Da wird immer ganz schnell die Rassismus-Keule geschwungen. Die Empörungsmaschinerie ist bei den Taten dieser Klientel allerdings merkwürdigerweise immer sehr still. Die sogen. Stammbaumrecherche (was für ein schlimmer Begriff, der gezielt eingesetzt wird, nur um die Polizei zu diffamieren) gehört in meinen Augen zum Repertoire der Polizeiarbeit. Dass man sich auf die von den festgenommenen Verdächtigen gemachten Angaben zur Person nicht immer verlassen kann, sollte eigentlich hinlänglich bekannt sein. Wie sagte schon Lenin:"Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser".

nicht ganz so perfekt funktioniert, wie man es sich gewünscht hätte.
Da kommt doch die Order ganz von oben und grün eingefärbt! Oh Mann und Herr Habeck schäumt immer noch vor Wut auf die rassisten. Aber was soll’s, um davon abzulenken, fing er heute gleich mit der 130 km/h Regel an..
Der Mann ist zumindest clever.
Ihnen, volle Zustimmung zu Ihrem Beitrag.

Wolfgang Tröbner | Mi., 15. Juli 2020 - 10:41

Antwort auf von Maria Masur

Rassisten sind jedenfalls nicht die Polizisten und diejenigen, gegen die das "Party- und Event-Volk" in der Stuttgarter Krawallnacht vorgegangen ist. Sondern die, die sich damit identifizieren bzw. die das Ganze für ihre eigenen Zwecke instrumentalisieren wollen. Wie man nicht nur in Stuttgart sehen kann, wird ja immer wieder versucht, die Polizei als Buhmann zu diffamieren. Der Begriff "Stammbaum-Recherche" wurde nicht zufälligerweise von dieser Klientel in die Welt gesetzt. Das hat System.

Markus Michaelis | Di., 14. Juli 2020 - 11:10

"dass die Polizei in Stuttgart einen deutschen Pass nicht mehr als Nachweis der Nationalität akzeptiere und Deutsche stattdessen „in richtige Deutsche“ und „nicht ganz so richtige Deutsche“ unterteile, ..."

Ist das Rassismus? Das kommt mir übertrieben vor. Wären rechte Gewalttäter unterwegs, wäre es doch selbstverständlich, möglichst alle Verbindungen, Milieus und Umfelder aufzuklären.

Umgekehrt haben viele ein Problem damit, dass alles, was irgendwie mit AFD oder auch Werteunion oder ähnlichem zu tun hat noch richtige Deutsche sein sollen.

Kann man sich nicht wenigstens auf die "Fakten" enigen: "deutsch" bedeutet nicht, dass sich alle mögen. Es gibt zwei große Lager (mehr rechts und mehr weltoffen - jeder hat aber auch seine Begriffe) und viele kleine, die sich gegenseitig nicht mögen.

Die Begriffe gehen dabei wild durcheinander, weil z.B. weltoffen oft auch auf spezifisch deutsche Sichtweisen großen Wert legt.

Josef Olbrich | Di., 14. Juli 2020 - 11:22

Nach allem was in der letzten Zeit so durch die Medien verbreitet wird, brauchen wir in Deutschland nur noch emotionslose Polizisten (Roboter) und eine neue Sprache, da alle Wörter des Dudens schon im dritten Reich, bei den Nationalsozialisten, gebraucht worden sind. Da ich aber noch in der Weimarer Republik sprechen gelernt habe, verwundert mich der intellektuelle eingeschränkte Sprachgebrauch, der von interessierter politischer Seite vorgegeben wird. Wie sagte Hegel:" Intelligenz fördert Bildung, aber Bildung fördert keine Intelligenz".

Kurt Walther | Di., 14. Juli 2020 - 13:38

Antwort auf von Josef Olbrich

" ... noch in der Weimarer Republik sprechen gelernt"? Das ist ja erstaunlich und immer wieder begrüßenswert, welche Alterklassen bei "Cicero" zu Worte kommen. Als "Kriegskind" kann ich mich gerade noch an die Ankunft von Soldaten mit "Schnürschuhen" erinnern. Das waren GIs, zwei Monate später kamen die Russen.
Inhaltich stimme ich Ihrem Kommentar, sehr geehrter Herr Olbrich, voll zu. Ich würde mich gar nicht wundern, wenn die Links-Grün-Roten demnächst fordern, die deutsche Sprache vollends abzuschaffen, da sie auch von den Nazis geprochen wurde. Was ist denn nur los in diesem Lande? Verrückte Welt.

Christa Wallau | Di., 14. Juli 2020 - 15:19

Antwort auf von Kurt Walther

Ihre Frage, lieber Herr Walther, stellen sich viel zu wenige Deutsche; denn sonst hätten sie längst der zunehmenden "Verrücktheit" Einhalt geboten, die sich bei uns ausgebreitet hat wie Fußpilz.
Im Ausland dagegen - jedenfalls habe ich diese Erfahrung gemacht - fragen sich viele Menschen kopfschüttelnd: Was ist bloß mit den Deutschen los?

Sowohl in Polen u. in Tschechien wie auch in Belgien, Frankreich und -erst recht-
in England begreift kaum jemand, daß sich die deutschen Bürger von ihrer
Kanzlerin u. einer auf politisch korrekt getrimmten Meinungskamerilla (TV, Radio, Presse) derart dominieren lassen, daß sie jede Bevormundung ohne nennenswerten Widerstand schlucken. Hier begreift niemand, was 2015 in DE geschah: Die unkontrollierte Einwanderung Hundertausender (meist junge Männer) wurde nicht kritisiert, sondern bejubelt! Für fast alle anderen Europäer ist u.bleibt das völlig unfaßbar. Auch unsere Pflege des Schuldbewußtseins 75 J. nach Kriegsende kann keiner nachvollziehen.

Matthias Junghans | Di., 14. Juli 2020 - 11:45

Polizeiliche Nachforschungen zu Familienmitgliedern bei Minderjährigen ja, aber nicht unter so einer Bezeichnung. Und auch die Verhältnismäßigkeit muss stimmen. Fazit: Auch so mancher Grüner ist angekommen im rechten Populismus.

Marianne Bernstein | Di., 14. Juli 2020 - 13:29

Dieser Begriff bzw. die sogenannte Stammbaumrecherche ist so genannt worden um das Verfahren an sich zu defamieren. Es geht darum sich ein Bild der Lage zu machen und da steht eben im Raum, ob jemand eine Migrationshintergrund hat (woran wollen Sie das festmachen, wenn Sie nicht auf die Daten der Eltern zugreifen? Gesichtskonktrolle?)
Außerdem geht es auch darum wie lange sich die Personen und ihr Umfeld in Deutschland aufhalten. Natürlich sind bei den Randalierern auch "Bio"Deutsche dabei, es geht aber auch in diesem Fall darum, aus welchem Milieu kommen diese jungen Menschen und was kann man tun. Das unreflektierte "Rassismus-Geschrei" trägt auf gar keinen Fall zu einer Verbesserung der Situation bei.

Gabriele Posluschny | Di., 14. Juli 2020 - 13:32

Ich bin der Meinung, dass jedes Konflikt mit dem Recht bestraft werden muss. Es ist egal, ob deutsch, türkisch, polnisch... Ein Straftäter ist eben ein Straftäter. Man muss konsequent die Verurteilung der Personen durchführen und nicht durch milde Urteile sie zu belohnen und noch zu weiteren Verbrechen mobilisieren. Es darf mit Verbrechen keine Politik getrieben werden. Die Polizei und die Justiz soll eine, nicht politisch beeinflusste Arbeit leisten um der Bevölkerung ein sicheres Gefühl zu vermitteln. Und wenn Politik meint dass verhindern zu müssen, dann muss das Volk aber, sich dringend Gedanken machen, ob diese Politik in dieser Konstellation noch tragbar ist. Da helfen keine „Stammbaumforschungen“.

Nichts anderes war zu erwarten. Grün und rot in Eintracht. Im Rassismuswahn vereint. Für beide Parteien ist es angebracht, die Bedeutung "Stammbaum" zu analysieren. Wozu gibt es Google und Wikipedia?

Natürlich ist nicht jeder Migrant ein Täter, nur weil er aus einem anderen Land oder einer anderen Kultur stammt. Daß aber Clankriminalität, machomäßige Ge-waltbereitschaft und die Verachtung der hiesigen Staatsgewalt in Migrantenkrei-sen besonders vertreten sind, ist statistisch belegt. Und diese Zusammenhänge sollte die Polizei nicht offenlegen und in ihre künftigen einsatztaktischen Über-legungen mit einbeziehen dürfen? Das wäre absurd.
Menschen mit Migrationshintergrund dürfen keinem Generalverdacht unter-worfen werden ebenso dürfen sie nicht von vornherein als die geborenen Unschuldslämmer eingestuft werden. Sie müssen sich die Überprüfung von Verdachtsmomenten ebenso gefallen lassen wie jeder Nichtmigrant. Das ist Rechtsstaatlichkeit. Das ist keine Ahnenforschung oder Sippenhaft.

...dann muss das Volk aber, sich dringend Gedanken machen, ob diese Politik in dieser Konstellation noch tragbar ist.....

und, wenn das Volk zu dem Schluß kommt, diese Politik ist in dieser Konstellation nicht mehr tragbar, welche Möglichkeit hat es und wann, eine Änderung herbeizuführen?
Ich sage KEINE. Die Deutungshoheit weiß dies zu verhindern und die liegt bei denen, die diese Politik betreiben. Die Meinungsmachungsindustrie und einige sogenannte Eliten, die Woche für Woche in diversen Talkshows sitzen und schlau daher reden, die gut mit dieser Politik fahren, haben an einer Änderung kein Interesse. Und, Michl selbst, ist sich nicht einig. Man sitzt zwar in einem Boot versucht aber in verschiedenen Richtungen zu rudern.

Maria Arenz | Di., 14. Juli 2020 - 15:25

Ich verstehe sehr gut, warum der Rot-Grüne Salon aufschreit. Es könnte bei der von Kretschmann geforderten Untersuchung ja herauskommen, daß die doppelte Staatsbürgerschaft - entgegen den bei ihrer Einführung gemachten Versprechungen - keineswegs integrationsfördernd gewirkt hat. Mit entsprechenden Erkenntnissen zum familiären Hintergrund der Eckensee-Rabauken wäre das Märchen vom Integrationserfolg , der sich angeblich automatisch einstellt, wenn man Immigranten und ihren Kindern nur möglichst einfach die deutsche Staatsbürgerschaft hinterherwirft, dann u.U. endgültig als das entzaubert, was es wohl schon immer war- eine rot-grün schillernde Seifenblase. Wirklich sinnvoll wäre die geplante Untersuchung allerdings erst dann, wenn man sich die Familiengeschichte der erlebnisorientierten Herzchen ganz gründlich darauf anschauen würde, was bei wem wann konkret schief gelaufen ist, damit man auch Lehren aus dem ziehen kann, was nicht funktioniert hat.

geht es. Einen Pass geschenkt zu bekommen ist eben kein Menschenrecht.

Bernd Muhlack | Di., 14. Juli 2020 - 16:12

"Ich wasche meine Hände in Unschuld!" soll Pontius Pilatus, der Statthalter Roms in Judäa damals gesagt haben.

Die causa Stuttgart ist ein Paradebeispiel für den aktuellen Zustand unserer Republik.
Aus der Tiefe des Raumes, aus dem Nichts spontane Shitstorms, Ereiferungen über ein Wort, einen Tatbestand, welchen es so gar nicht gibt!
"Kreuzige ihn!"

Es wird wie folgt enden:
Es gab nie eine Weisung des MP/Innenministers.
Falls es sie doch gab, handelt es sich um ein bedauerliches Missverständnis.
Das kann dahin stehen, denn sie wurde (falls existent) von einem Ministerialdirgenten gezeichnet, dieser ist inzwischen im einstweiligen Ruhestand.

Wie war das noch mit dem Consulting bei der BW?

Wer die Videos kennt, kann selbst beurteilen, ob es sich um einen Event, Party handelte und welche "Stammbaumäste" beteiligt waren.
Hauptsache Zores gegen die "Bullenschweine".

BM Manfred Rommel war ein "Käpsele"; etliche gute Bücher und tolle Sprüche, etwa:

"Ehret die Alten bevor sie erkalten!"

Bernd Muhlack | Di., 14. Juli 2020 - 16:26

"Und wenn Politik meint dass verhindern zu müssen, dann muss das Volk aber, sich dringend Gedanken machen, ob diese Politik in dieser Konstellation noch tragbar ist."

Art 20 GG

(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.
(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

Die damalige Integrationsbeauftragte der Kanzlerin Frau Dr. Merkel, Ayhan Özuguz, sprach sich vehement für die Änderung, gar Abschaffung des Art. 20 GG aus.

Gemäß Art. 79 III GG unterliegt Art 20 GG der sog. "Ewigkeitsgarantie"!

Finde den Fehler!

Beate Weikmann | Mi., 15. Juli 2020 - 17:54

lässt man die "jungen Randalierer" nicht den Schaden bezahlen und mit Fachleuten wieder instand setzen. Sie sollen einen Menschen, der Verletzungen, wie sie sie zugefügt haben, pflegen bis er wieder gesund ist. Wer was kaputt macht hat dafür einzustehen egal woher er kommt oder wohin er geht. Die Frage ist doch vielmehr wieso passiert so etwas!

Günter Johannsen | Mi., 15. Juli 2020 - 19:04

Antwort auf von Beate Weikmann

gäbe es solche linken Umsturzversuche längst nicht mehr … und auch keine tätlichen Angriffe auf Polizeibeamte, die sich jetzt häufen, weil keine angemessenen Strafen folgen!