Streit um Maskenpflicht - Es lebe das Gesichtskondom!

Es ist unverantwortlicher Unsinn gegen den Mund- und Nasenschutz ins Feld geführt worden, als er Pflicht wurde in Bussen, Bahnen und Läden. Inzwischen weiß man, wie effizient dieses simple Mittel schützt. Der Fehler sollte nun nicht ein zweites Mal gemacht werden.

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Mit gutem Beispiel voran: Auch Merkel trägt jetzt Maske / dpa

Autoreninfo

Christoph Schwennicke ist Chefredakteur des Magazins Cicero.

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Manchmal wünschte man sich Masken, die auch Schall schlucken. Und manchmal muss man Leute in verantwortlichen Positionen an den Unsinn erinnern, den sie in unverantwortlicher Weise verzapft haben. Ende April war es, die Maskendebatte war in vollem Gange und die Pflicht, sie zu in Bussen und Bahnen zu trage, gerade flächendeckend eingeführt, da behauptete Frank-Ulrich Montgomery, die Masken seien nicht nur unnütz, sondern sogar gefährlich. Schals, Tücher oder „irgendein Lappen vor dem Gesicht" könnten durch die Ansammlung von Viren im Stoff oder dadurch, dass sie unsachgemäß abgelegt oder aufgesetzt würden, sogar gefährlich sein.

Theoretisch müsse ein Schal dann auch zwei Mal am Tag gewaschen werden. „Welcher Politiker glaubt, dass die Menschen ihre Schals in Zukunft zweimal am Tag waschen?", sagte der Mann, der sich „Weltärztepräsident“ nennt, was ihm die Nachfrage nach öffentlicher Befragung sichert.

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Alexander Mazurek | Mi, 8. Juli 2020 - 08:36

... und gibt G. K. Chesterton Recht, der seinen Pater Brown Mal sagen ließ: "Wenn die Menschen aufhören, an Gott zu glauben, dann glauben sie nicht an nichts, sondern an alles Mögliche".
Heutzutage an jeden Unsinn, den man "wissenschaftlich" nennt, wie damals die Rassenkunde oder heute gender "science" bzw. Covid-19(84). Ein Zeichen dafür sind die säkularen Rituale und Verkleidungen, wie "eine Armlänge Abstand", Grußformen, Armbänder, Schürzchen oder nun Masken, unerlässlich und notwendig.
Fortschritt feinste Sahne ...

Heute morgen beim LM-Einkauf. Eine sehr junge Frau mit Baby im Tragetuch und dünner Baumwollmaske im Format Mini-Tanga schwarz. Die Maske ist seitlich offen und wird lässig unterhalb der Nase getragen. Vermutlich sonst zu klein. Die Frau kommt zielstrebig auf mich zu und bleibt erst unmittelbar vor mir stehen. Sie fragt ob ich weiß wo der Fruchtquark ist. Ich weiche 2 Schritte zurück, ziehe meine Maske runter und antworte: ich würde Ihnen ja gerne beim suchen helfen, aber in der Schule meines Neffen hatten sie einen schweren Corona-Ausbruch..... Die Frau starrt mich entsetzt an und entfernt sich dann sehr schnell. Den 2. Teil meiner Antwort: Allerdings wohnt mein Neffe gute 300 km weit weg und ich habe ihn schon viele Wochen nicht gesehen, hört sie vermutlich nicht mehr.
War das boshaft`? Mag sein. Evtl. war es ja einfach nur Notwehr? Und? Ich würde es jederzeit wieder tun.

Wir sind bisher gut davongekommen und sollten versuchen, dass es auch so bleibt. Maske ist nicht angenehm, nicht schön. Gastronomie, Pflege, Kosmetik, Friseur etc. müssen ganztägig Maske tragen und tun das klaglos und mit einem verborgenen strahlendem Lächeln. Wie kann ich mich da beklagen? Katalonien verhängt gerade eine strikte Maskenpflicht im Freien. Serbien verhängt erneut einen Lockdown und es kommt zu Protesten und Ausschreitungen. Unsere Wirtschaft, aber auch unsere Gesellschaft werden einen weiteren Lockdown nicht locker überstehen. Wenn ich hier die Kommentare lese, muss ich immer an eine Biografie über Marie Curie denken. Die Mutter erkrankte an TBC und umarmte und küsste ihre Tochter nicht mehr. Wie schwer und schlimm ist das denn? Was ist da schon ein Maske?

Hans Jürgen Wienroth | Mi, 8. Juli 2020 - 08:56

Sie haben Recht, wenn Sie neben dem Weltärztepräsidenten auch die Bundesregierung für die Maskenablehnung kritisieren. Ich habe noch an einen Aprilscherz gedacht, als ich am 1. April in der Tageszeitung las, dass die Maske eine Gefahr sei. Das hat sich in großen Teilen der Bevölkerung festgesetzt, zumal es bisher keine Kritik am Regierungshandeln gab.
Gibt es denn heute genug medizinische Masken, wie sie z. B. der Zahnarzt trägt? Wo bleibt die groß angekündigte europäische Maskenproduktion, mit der „Fake-Produkte“ aus Fernost verhindert werden? Sind die z. B. dem Green Deal geopfert?
Das ist aber nicht alles, wo bleiben Temperaturmessungen? Die verletzen das Persönlichkeitsrecht? Gilt das nicht für vieles andere auch? Fehlt auch hier eine europäische Produktionsstätte? Sind wir schon so abhängig von Fernost (z. B. China), dass wir nichts mehr selbst zustande bringen? Hilft da vielleicht eine Frauenquote, wie sie die Politik so einhellig fordert?

Enka Hein | Mi, 8. Juli 2020 - 10:58

In reply to by Gast

Letzte Woche war mal wieder Hammelsprung im Bundestag. Da konnte man im Fernseher mal diese „Hammel“ beobachten, die uns vertreten und eine Maskenpflicht einfordern. Alle dichtgedrängte vor den 3 Eingangstoren. Ein paar Masken, also welche mit Masken, erkennbar.
Als Normalbürger kann man diesen Haufen nicht mehr für voll nehmen.
Und wenn eine Psychologin heute in der NZZ erklärt von Trump die Schnauze voll zu haben, so kann ich dies ohne Wenn und Aber auf die Merkelregieru g übertragen.
Ansonsten vielen Dank für Ihren Kommentar Herr Wienroth. Und auf ein Wort Herr Schwennicke. Letzte Woche in Amsterdam gewesen. Maskenpflicht nur für öffentliche Verkehrsmittel und Fähren. Geschäfte ohne Maske. Alle Geschäfte!
Wer liegt jetzt hier falsch. Also sollte man Skeptiker und Kritiker nicht grundsätzlich verteufeln. Wir sind doch nicht bei den MSM.

gabriele bondzio | Mi, 8. Juli 2020 - 08:59

leben die Kanzlerin und ihre frühere Ministerin nicht in einem Haushalt.“...aber in einer Idee bzw. Ideologie. Vielleicht schützt das auch, Herr Schwennicke. Immerhin stößt man ja bei der Erforschung des Virus täglich auf neue Erkenntnisse. Aber da die Kanzlerin nun Maske trägt, wie Sie sagen, sogar ein EU-Model. Will ich mich nicht lumpen lassen. Meine derzeit eher geringfügigen Kontakte mit der Außenwelt Stoff - geschützt zu zelebrieren.
Wie ich es auch bisher getätigt habe (wo es verlangt wurde), auch wenn ich schlecht Luft bekam. Man (Frau) weis ja nie. Vorsicht ist besser als Nachsicht.

Werner Peters | Mi, 8. Juli 2020 - 09:07

Dass soviel Kritik an der völlig sinnvollen Maske populär ist, hängt insbesondere an der anfangs sehr negativen Einstellung der Kanzlerin und ihres kongenialen Kanzleramtsministers Braun zusammen. Die Geister, die beide riefen, werden sie nicht mehr los. Merkel verteufelte die Maske als "Virenschleudern" und ihr Minister Braun äußerte sich betont negativ in einem FAZ-Interview. Sorry, aber ich kann den Mann nur als Clown bezeichnen, denn nur wenige Tage später beschlossen "alle" Ministerpräsidenten die Maskenpflicht. Warum wohl ? Hat der Mann diese Diskussion nicht mitbekommen, dann sollte er lieber was anderes machen.

nicht leicht gemacht und bin nicht meinem ersten katastrophalen Eindruck gefolgt.
Heute würde ich sagen, DOCH, "SIE WIRD ALLES LOS" und da frage ich mich, ob das als Überschrift über dem Wirken einer CDU-Kanzlerin reicht.
Mit der Zeit wuchs bei mir zumindest die Idee, dass eine sehr wohl passende CDU-Kanzlerin aus dem Osten, genau in der DDR niemals hätte reüssieren können.
Ich suchte also passende Kandidatinnen und auch Kandidaten nicht in den Reihen Merkels und bin beruhigt.
Es gibt sie und ich möchte denen insgesamt Mut machen, die CDU , aber auch die anderen Parteien, sogar die Linke, denn meiner Meinung nach wurden alle in der DDR von der SED-Herrschaft befreit, zu entdecken und zu stärken.
Das ist der Nebeneffekt von nachhaltigem politischem Engagement, die Politik erfährt immer eine Veränderung und Neuerung, aber sie wird nicht einfach schwach, beliebig oder kontraproduktiv.
Die besondere Herrschaft der SED kann sich nicht nur historisch herausreden, aber wie ALLE auch.
Tja?

Gerhard Fiedler | Mi, 8. Juli 2020 - 09:57

Sehr geehrter Herr Schwennicke, als Nichtwissenschaftler sollten Sie nicht vorschnell die Gegner der Maskenpflicht schlechtreden, lächerlich machen oder gar deren Meinung mit "Herumnölen" disqualifizieren. Das gehört sich für Sie nicht. Ich empfehle Ihnen diesbezüglich einmal das Taschenbuch vom Goldegg-Verlag "Corona Fehlalarm" von Dr. Karina Reiss und Dr. Sucharit Bhakdi zu lesen. Die Maskenpflicht ist darin auch ein Thema. Und danach lesen Sie sich Ihren Beitrag noch einmal durch und urteilen Sie erneut.

Ernst-Günther Konrad | Mi, 8. Juli 2020 - 13:39

In reply to by Gast

Danke Herr Fiedler. Ich gebe offen zu, ich habe mich über einige Passagen des Artikels geärgert. Nicht weil Herr Schwennicke so vehement die Maske hoch hält, sondern die Art und Weise des Umgangs mit anderen Sichtweisen. Es gibt sicher gute Argumente für eine Maske(Pflicht), aber auch gute Argumente gegen eine Maske(Freiwilligkeit okay).
Ich kenne die Aussagen der beiden von Ihnen genannten Buchautoren und kann sie nachvollziehen und sie haben mich bislang überzeugt. Dennoch achte ich alle, die das anders sehen und die Maske wollen. Den Weltpräsident so abzukanzeln hat Trump Niveau. Da hätte ich mir mehr Neutralität und respektvollere Formulierungen gewünscht, besser noch einen Artikel der umfangreich darüber, was für und wider die Maske spricht. Wer überzeugen will muss auch die Meinung anderer hören, lesen, überdenken und berücksichtigen. Das heißt ja nicht, dass alle immer einer Meinung sein müssen. Ich kann mich an Artikel hier im Cicero erinnern, da wurde genau das kritisiert.

Sybille Weber | Mi, 8. Juli 2020 - 14:09

In reply to by Gast

Dieses Buch sollte zur Pflichtlektüre werden, bevor jemand zu dem erweiterten Thema "Covid 19" überhaupt Stellung nimmt!

Ronald Barker | Do, 9. Juli 2020 - 07:52

In reply to by Gast

Herr Fiedler,
Sie vergaßen zu bemerken, das es notwendig wäre, wenn wir belastbare Beweise für eine Maske-zu-Infektion-Korrelation aus fundierten wissenschaftlichen Experimenten hätten ( also nicht nur die Permeabilitätsstudien ) . Da diese aber fehlen, schlage ich vor, das diejenige die Masken-als-Heilmittel sehen, sich freiwillig zu solchen Experimenten melden. Also, sie ziehen sich eine Mask auf, und dann halten sie sich in einem geschlossenem Raum mit Infizierten circa halbe Stunde auf, bzw. die diverse Permutationen dieser Situation.
Wie viel Freiwilligen hätten wir?

Bettina Jung | Mi, 8. Juli 2020 - 10:04

Keinesfalls laufen in China die Menschen alle präventiv mit Maske herum. Ich war lange Zeit in China. Wer erkältet ist oder sich vor Smog schützen möchte, trägt eine Maske. Aber er/sie spricht i.d.R. nicht mit der Maske vor dem Mund. Die Baumwolltücher, die hier bei uns zum größten Teil benutzt werden, sehen teilweise ekelerregend aus. Soll die Maske bei uns nun zur neuen Normalität werden? Na dann - auf geht’s.

Simone Büchl | Mi, 8. Juli 2020 - 14:15

In reply to by Gast

Liebe Frau Jung,

Vielen Dank für Ihre "Insider-Informationen".
Ich habe diese Begründung auch schon einmal gelesen.

Gerhard Schwedes | Mi, 8. Juli 2020 - 10:12

Herrn Schwennicke ist völlig zuzustimmen. Aber ein kleiner Denkfehler ist ihm doch unterlaufen, wie er in anderen Artikeln anzutreffen war. Warum sollte eigentlich eine Maske vor allem das Gegenüber schützen? Mich stört hier das "vor allem", das keinen Sinn macht. Wenn die eigene Maske verhindert, dass das Gegenüber infiziert werden könnte, warum sollte es dann weniger schützend für mich selber sein? Völlig unlogisch. Noch eine Bemerkung zum anfänglichen Umgang mit der Maske: Offenbar wusste man nicht, ob sie schütze oder nicht. Dies war jedenfalls der allgemeine Tenor. Daraus hätte man dann doch zwingend folgern müssen: Schützt die Maske nicht, schadet sie wenigstens nicht. Sollte die Maske allerdings hilfreich sein, kann man sich darüber freuen. Ergo sollten man sie tragen, weil damit die Chance zur Gesunderhaltung immerhin gegeben ist. Was nicht schadet, kann möglicherweise nützen. Dass diese Einsicht nicht Platz in so vielen Köpfen fand, ist nur schwerlich nachzuvollziehen.

Wenn Sie eine Maske tragen, schützen Sie andere, weil Ihre evtl. Absonderungen durch die Maske weitgehend (nicht 100%) absorbiert werden. Wenn Ihr Gegenüber aber keine Maske aufhat und Sie z.B. deutlich anhustet, hilft Ihnen Ihre eigene Maske gegen die "Eindringlinge von außen" wenig und Sie können infiziert werden. Deswegen müssen alle eine Maske tragen, wenn das Ganze Sinn machen soll. Und dann macht es auch Sinn. Seit Jahrhunderten.

Genau! Deshalb sollte man zukünfig die Maske beibehalten, - allein schon, um nicht noch einmal geschätzte ca. 25.000 Sterbefälle durch Grippe, wie 2018/19 , zu riskieren! Die Maske schützt ja, wie beschrieben, uns und andere vor Tröpfcheninfektion. Also, auch jede Grippe-Saison Herbst/Winter /Frühjahr am besten Maske anlegen! Als Grippe-Zeit nimmt man Okt. bis April an. Für die Monate dazwischen nutzt man dann die Maske für Corona-Prävention. So schließt sich der Kreis zur o.g. Überschrift.

Wolfgang Tröbner | Mi, 8. Juli 2020 - 10:26

"Die deutsche Bundesregierung hat sich in den ersten Monaten der Pandemie in Sachen Masken blamiert". Und zwar durch die Bank weg. Insbesondere Merkel und Spahn wurden nicht müde zu betonen, dass Masken nicht nur nicht schützen, sondern sogar schädlich seien. Jeder Laie, der gelegentlich im Krankenhaus zu tun hatte, wusste aber, dass Masken im OP-Saal ein absolutes Muss sind. Nur eben unsere Regierung nicht. Da kamen schon Fragen nach dem warum auf. Spekulationen, dass die Regierung vollkommen unvorbereitet in die Pandemie stolperte und man einfach keine Masken für die Bevölkerung hatten, waren eben keine Fake News, sondern verdichteten sich zunehmend zur Gewissheit, dass hier etwas vertuscht werden sollte. Jetzt entsteht - zumindest für mich - ein anderes Problem. Wir wurden bezüglich der Masken so offensichtlich belogen - wo sonst noch?

Ach. lieber Herr Tröbner, da dürfen sie getrost von sehr vielen Gelegenheiten ausgehen. Ich möchte sogar behaupten, daß mehr Aussagen seitens unserer Regierenden n i c h t der Wahrheit (Realität) entsprechen als umgekehrt.

Dabei handelt es sich meistens nicht um ein direktes Lügen, sondern um ein
"Sich-die-Welt-passend-Reden".
Die Politiker müßten ja sonst auf die allermeisten Fragen antworten:
"Das weiß ich nicht." oder: "Dazu muß ich mir erst ein ausgewogenes Urteil bilden."

Stattdessen sprechen sie das aus, was sie sich (in ihrem privaten u. parteiinternen Interesse) als eine schöne, wünschenswerte Antwort parat gelegt haben. Von ihren Mitarbeitern wurden sie im Vorfeld mit entsprechenden "Fakten" (Statistiken, Beispielen, Aussagen von "Fachleuten" usw.) versorgt, d. h. fit gemacht für das Bedienen der Medien u. damit der Bevölkerung.

Was allein auf dem Gebiet der Migrationpolitik gelogen wurde und und weiterhin wird, dürfte inzwischen ganze Balkenlager verbogen haben!

Klaus Damert | Mi, 8. Juli 2020 - 10:36

"steht außer Frage, was auch damals schon jedem einigermaßen vernunftbegabten Laien klar sein konnte: Dieser „Lappen vor dem Gesicht“ ist eine ebenso einfache wie wirkungsvolle Maßnahme, das Virus in seiner Verbreitung aufzuhalten." - Das kann ich nur als Blödsinn bezeichnen. Der Begriff Maske ist überhaupt nicht definiert, ein beliebiges Stück Stoff soll ein Mittel gegen Viren sein? Sind wir wieder im Mittelalter? Wenn eine spezielle Art von Masken (wie in der Medizin) getragen würde und die Tragebedingungen eingehalten werden, könnte man die Maskenpflicht sinnvoll finden - wenn auch nicht angemessen. So bleibt nur: was bei Schiller Gesslers Hut ist, der zu grüßen ist, ist die Maske ein Zeichen der Unterwerfung. Nichts weiter!

Petra Führmann | Mi, 8. Juli 2020 - 11:32

ist die Wertung. Jeder, der will, kann sich diese Maske ja aufsetzen, aber andere, die nicht so recht an das vollumfängliche Vorhandensein des Virus und dessen für alle tödliche Auswirkung glauben oder es schlicht schrecklich finden - und derer gibt es nicht so wenige - die hat man nicht zu be- oder verurteilen. Ich meine, jeder hat sich in erster Linie selbst zu schützen. Und wenn nichts hinausgeht, geht auch nichts hinein...
Gestern in Monitor ein übler, einseitiger, suggestiver Bericht über Ärzte, die eine Bescheinigung über die Unverträglichkeit des Masken-Tragens ausstellen.. ich habe abgestellt. Ich mag diese Belehrungen und hier das Vorführen und Hereinlegen der Ärzte, denen man mit ärgsten Bestrafungen droht. Meine Überzeugung bleibt, dass alles maßlos überzogen und der Preis entschieden zu hoch ist.

Gunther König | Mi, 8. Juli 2020 - 11:33

Lieber Herr Schwennicke,
warum haben Sie den Gedanken nicht konsequent weiter gesponnen? Zu Anfang der Corona Krise gab es keine Masken - richtig. Jetzt gibt es diese aber und jeder, der um seine Gesundheit fürchtet, kann für wenig Geld FFP3 Masken erwerben, die den Träger vollständig vor Viren in der Außenluft schützen.
Jeder darf, keiner muss - das sollte das Motto sein.
Derzeit ist bei einem von 333 Todesfällen Corona im Spiel. Würden wir die Risiken der übrigen 332 Fälle genauso verpflichtend absichern, käme das Leben vor lauter Schutzmaßnahmen vollständig zum erliegen.
Der Begriff der Verhältnismäßigkeit sollte als Kriterium wieder Einzug in die Beurteilung der Situation finden.
Ja zu Eigenverantwortung - Nein zu Zwang

Herr Schwennicke, sehr gut!

Das erste Mal seit Februar, hat sich niemand neu in meiner Stadt und Region mit dem Virus angesteckt. Ein Riesenerfolg!
Wenn wir eine mögliche zweite Welle vermeiden wollen, sollten wir diesen disziplinierten und erfolgreichen Weg weitergehen. Es sind die Verhaltensleistungen der Bürgerinnen und Bürger der Region- und Stadtgesellschaft, die uns dahin geführt haben (natürlich auch unser Top-Gesundheitssystem und der gesamte politische Krisenstab). Das Virus ist nämlich nicht weg. Schaut man in andere Länder, wird das überdeutlich.
Auch wenn wir noch relativ wenig über das Virus wissen, so gibt es jedoch in der Praxis das Gesetz der Reihe. Besonders in den Corona-Hotspots wurde diese traurige „Reihe“ deutlich. Bleibt zu hoffen, dass die Feriengebiete verschont bleiben.

Und dann sind da noch die sogenannten „Aerosole“. Die Fach-Wissenschaft ermahnt uns, die Gefahr einer Coronaübertragung durch Aerosole ernst zu nehmen. Diese Kleinstpartikel sind die einzige Erklärung für die „Superspreading“-Ausbrüche in unterschiedlichen Städten und Gemeinden der Republik.

Bestimmte Äußerungen darf man dann auch interpretieren als einen Rückzug auf´s Fragment, als eine Absage an die Verantwortung im Großen und Ganzen.

Norbert Heyer | Mi, 8. Juli 2020 - 12:15

Ein guter Artikel für die Maskenpflicht, deutsche Produzenten würden sich darüber freuen, so es denn welche gäbe. Solche Produkte und Elektronik und Medizin, Kleidung, Schuhe und Lebensmittel kommen ja mittlerweile fast ausschließlich aus Asien. Wir haben uns komplett abhängig gemacht. Anfangs waren Masken nicht nötig, als die Vorräte wieder aufgefüllt waren, wurden sie Pflicht. Ich persönlich halte sie für eine angeordnete Pseudo-Pflicht nach dem Motto: Schaden kann es auf keinen Fall. Die Maske ist praktisch ein staatlich durchgesetzter Maulkorb. Und da wir unseren Politikern bedingungslos glauben, werden die Vorgaben auch 1:1 umgesetzt. Ihre vielen Lügen in der Vergangenheit haben die meisten vergessen ... andere Länder haben in Geschäften und Cafés keine Maskenpflicht, alles nur leichtsinnig und verantwortungslos? Haben nur wir Deutschen mal wieder alles „richtig“ gemacht? Wenn ich unsere Vergangenheit so betrachte, kommen mir da doch gewaltige Zweifel an unserer Unfehlbarkeit ...

Sehe ich ähnlich, Gängelung unter Vorwand eines nicht bewiesenen Schutzes, sh. Rückgang der Fallzahlen als wir noch ohne Maulkorb einkaufen durften.

Gisela Fimiani | Mi, 8. Juli 2020 - 13:45

Wahrheit zuerst! Über womöglich „geneigte“ Wissenschaftler hinaus, gibt es auch solche,die zu anderen Erkenntnissen kommen. Insofern sollte sich jeder ehrlich machen und zugeben, dass die Wissenschaft derzeit lediglich über Vermutungswissen verfügt. Auf Basis dieses Vermutungswissens kann man das Tragen der Maske gewiß rechtfertigen, sollte sich jedoch anmaßender Urteile enthalten. Insofern, Herr Schwennicke, empfinde ich Ihren Beitrag als selbstgerecht und wenig ausgewogen. Interessant wäre es im Übrigen sich mit der Frage zu beschäftigen, welche Gefahren das Verordnen der „Alarmstufe Rot“ für eine Gesellschaft birgt und welche Okkasionen sie den Regierenden bietet. Menschen, die mit ständiger Angst konfrontiert sind verändern sich und ertragen weitaus bereitwilliger und kritikloser politische Beschlüsse und Entscheidungen (soweit sie ihrer überhaupt gewahr werden). Dem Demokraten muß der Zweifel und nicht das rechthaberische,eingebildete Verdikt eignen; dem Journalisten insbesondere.

Ende März dieses Jahres hielt Merkel nach langem Schweigen ihre 1. Pressekonferenz zum Thema Corona ab. Fragen der Journalisten konnten Merkel nicht gestellt werden. Die Pressekonferenz wurde beendet mit der Begründung, Kanzlerin Merkel sei coronainfiziert. Entsprechende Ergebnisse erhält sie noch von ihrem Arzt. Zu diesem Zeitpunkt bestand bereits Maskenpflicht. Nochmals gutgegangen für Merkel, für die Journalisten, für die weiteren Kontaktpersonen.
Knapp zwei Wochen regierte Merkel aus der häuslichen Quarantäne heraus. Ein Muß! Sie hatte Kontakt zu einem Corona-Infizierten.
Vermutlich war dieser Edgar Wallace´s "Der Mann ohne Maske".
Kontakt zu einem Corona-Infizierten hatte. Ab dem 03.04.d.J. präsentierte sie uns
ihr wahres Gesicht. Maskenlos, gnadenlos.

Tomas Poth | Mi, 8. Juli 2020 - 13:45

Als die Corona-Fallzahlen noch relativ hoch waren, durften wir noch ohne Masken einkaufen gehen und dennoch gingen die Fallzahlen stetig zurück!! Haben alle das schon vergessen??

Simone Büchl | Mi, 8. Juli 2020 - 13:46

Gerade erst heute habe ich mich unabhängig von Ihrem Artikel informiert und festgestellt, dass in der Fachwelt, auch in Asien, kontrovers darüber diskutiert wird.
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/111799/COVID-19-Patienten-husten…

Auch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte bestätigt zumindest den selbst hergestellten Produkten keine Wirksamkeit:
"Träger der beschriebenen Mund-Nasen-Bedeckungen können sich nicht darauf verlassen, dass diese sie oder andere vor einer Übertragung von SARS-CoV-2 schützen, da für diese Masken keine entsprechende Schutzwirkung nachgewiesen wurde."
https://www.bfarm.de/SharedDocs/Risikoinformationen/Medizinprodukte/DE/…
Ich selbst trage keine Einwegmasken aus Umweltschutzgründe. Ich gebe Ihnen recht, dass man der Regierung den Spiegel vorhalten soll, aber Ihre Behauptung, dass es nachgewiesen ist, kann ich so nicht stehen lassen.

Robert Friedrich | Mi, 8. Juli 2020 - 13:51

Ich kenne die Gefährlichkeit von Covid19 nur aus den Bildern künstlich beatmeter Patienten und den immer wieder gezeigten geschaufelten Gräbern. Zur Grippeepedemie 2018 wurden allein aus dem Bekanntenkreis 2 Betroffene künstlich beatmet um anschließend in Kreischa von der Tortur entwöhnt zu werden. Also war es auch damals eine lebensbedrohliche, durch Tröpfeninfektion übertragene Krankheit. Auch diese und viele andere lebensbedrohliche Krankheiten viraler Art werden uns immer wieder treffen. Soll der Mundschutz unser ständiger Begleiter werden?
Wer entscheidet das Tragen, was wären dazu die Kriterien? Wann ist es aus Vernunft geboten und wann aus Ängstlichkeit zu schnell angeordnet?

Ulrich Jarzina | Mi, 8. Juli 2020 - 15:01

Z.B. das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte,BfArM, (einfach BfArm und Schutzmaske googeln):

"Träger der beschriebenen Mund-Nasen-Bedeckungen können sich nicht darauf verlassen, dass diese sie oder andere vor einer Übertragung von SARS-CoV-2 schützen, da für diese Masken keine entsprechende Schutzwirkung nachgewiesen wurde."

Von Anfang April bis Anfang Juli fand sich noch folgender Satz auf derselben Seite: "die Masken können das Bewusstsein für „social distancing“ sowie gesundheitsbezogenen achtsamen Umgang mit sich und anderen unterstützen".

Wenn man beide Aussagen zusammen liest, kommt man nicht umhin anzunehmen, dass der Maskenpflicht vor allem psychologische Überlegungen zugrunde liegen. Die Maskenpflicht passt hervorragend zur Kommunikationsstrategie, die in einem internen Papier des BMI vorgegeben wurde: Die Deutschen in Angst zu versetzen und "maximale Schockwirkung" anzustreben. (man google „Wie wir Covid-19 unter Kontrolle bekommen“ und BMI)