Konrad-Adenauer-Stiftung - Einspruch gegen Schavan

Annette Schavan soll Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung werden, obwohl der früheren Bildungsministerin nach einem nachgewiesenen Plagiat der Doktortitel aberkannt wurde. Der Altstipendiat Jochen Zenthöfer erhebt Einspruch gegen die Berufung

Annette Schavan steht am Rednerpult
Annette Schavan: nicht wegen der Gesinnung, sondern wegen des fehlenden Doktortitels nicht als Vorsitzende geeignet / picture alliance

Autoreninfo

Dr. Jochen Zenthöfer ist Jurist und Journalist. Er lebt und arbeitet in Luxemburg.

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Ist es ratsam, in dieser politisch aufgeregten Zeit Stellung zu einer Personalie zu beziehen, die sich im Hintergrund zum „Stellvertreterkrieg“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung) entwickelt hat? Gerät man dann nicht zwischen die Fronten Stiftungsführung und Adenauer-Haus respektive Kanzleramt? Und birgt jede Stellungnahme nicht zugleich den Verdacht einer politischen Positionierung? Es ist töricht, sich jetzt zur causa Annette Schavan zu äußern; aber es wäre törichter, es nicht zu tun.

Zunächst: Ich bin Altstipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS). Die Stiftung hatte mich während meines Jurastudiums ideell und finanziell gefördert. Dieser Förderung verdanke ich nicht nur eine Erweiterung meines geistigen Horizonts (unter anderem auch durch ein von der KAS finanziertes Auslandssemester), sondern ermöglichte mir auch, mich intensiv auf das Staatsexamen vorbereiten zu können, ohne parallel arbeiten zu müssen. All das hat mir geholfen, einen guten Studienabschluss zu erreichen und eine Doktorarbeit vorzubereiten. Nach meiner aktiven Stipendiatenzeit wurde ich von der Stiftung in Auswahlkomitees zur Auswahl neuer Stipendiaten berufen. Mehrfach konnte ich an Publikationen der KAS mitwirken. Ich fühle mich als Teil der Familie. Deshalb meine ich berechtigt zu sein, mich zur Vorsitzendendebatte zu äußern.

Die falsche Entscheidung

Wenn ich schreibe, dass ich mich als Teil der Familie fühle, muss ich ergänzen, dass ich die Familienoberhäupter nicht kenne. Weder mit dem derzeitigen Vorsitzenden der Stiftung (Hans-Gert Pöttering), noch mit den in der Debatte genannten potentiellen Nachfolgern (Norbert Lammert, Annette Schavan) habe ich jemals gesprochen. Gleiches gilt für den Generalsekretär. Nun könnte man einwenden: Genau dies hätte ich tun sollen, statt die Debatte nun in die Öffentlichkeit zu bringen. Doch zum einen sind die soeben Genannten selbst Protagonisten in einer Debatte, die sie daher kaum moderieren könnten oder gar steuern sollten. Zum anderen wird im politischen Raum der christdemokratischen Bewegung seit jeher top-down entschieden, was ich grundsätzlich für richtig halte. In den allermeisten Fällen ist dieses Verfahren schneller und besser als die Basisdemokratie der Linken. Doch wenn – was selten passiert, aber passieren kann – eine falsche Entscheidung droht, ist öffentlicher Protest der einzig effektive Gegendruck.

Doch wie kann ich mir anmaßen zu beurteilen, dass eine falsche Entscheidung droht? Ganz einfach: Ich lehne Annette Schavan nicht als Person ab, nicht wegen ihres Glaubens, nicht wegen ihrer innerparteilichen Positionen, nicht, weil ich für eine andere Person als Vorsitzende der KAS plädiere. Zwar würde ich es tendenziell begrüßen, wenn erstmals eine Frau an die Spitze der Stiftung rücken würde. Doch wichtiger als das Geschlecht ist mir das Signal, das man mit der Wahl von Frau Schavan senden würde: Sie musste wegen der Plagiatsaffäre vom Amt der Bundesbildungsministerin zurücktreten, soll nun aber Vorsitzende einer Stiftung werden, bei der Wissenschaftliche Dienste (Archiv), Politische Bildung und Begabtenförderung wichtige Pfeiler der Arbeit sind.

Plagiate sind keine Kavaliersdelikte

Das würde bedeuten, dass wir dem von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf als erfüllt bewerteten „Tatbestand einer vorsätzlichen Täuschung durch Plagiat“ kein Gewicht beimessen. Das hielte ich für verfehlt. Wir sind im System der Bildungsinstitutionen, die KAS erhält öffentliche Mittel auch des Bildungsministeriums, und als akademische Institution (für die man sich – zu Recht – hält) gelten einfach auch die Regeln des akademischen Betriebs. Als die Plagiatsvorwürfe gegen Karl-Theodor zu Guttenberg erstmals aufkamen, sagte die Bundeskanzlerin, sie stärke ihm den Rücken, denn sie habe Guttenberg schließlich als Minister bestellt „und nicht als wissenschaftlichen Assistenten“. Genau das aber soll hier geschehen: Angela Merkel will Annette Schavan als Vorsitzende einer Organisation einsetzen, die auch Wissenschaft betreibt.

Als Journalist habe ich in den vergangenen Jahren oft über Plagiatsfälle und Plagiatsverdachte berichtet, zuletzt über Margarita Mathiopoulos, Ulrike Müßig, Marina Hennig und Charlotte Gaitanides. Ich habe mich in die Thematik eingearbeitet und verfolge die Tätigkeiten von „Vroni Plag Wiki“ – einer zivilgesellschaftlichen Gruppe, die sich für die Wissenschaft einsetzt. „Wissenschaftliches Fehlverhalten verjährt nicht. Wissenschaft baut auf Vertrauen. Wer dieses missbraucht, muss mit Sanktionen rechnen, auch nach zwanzig oder dreißig Jahren“, sagt VroniPlag Wiki-Mitarbeiterin Debora Weber-Wulff von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin. Sie hat recht. Plagiate sind keine Kavaliersdelikte. Sie sind extrem schädlich für die Wissenschaft und ein Schlag ins Gesicht jedes ehrlich arbeitenden Wissenschaftlers. Seit ich die elend langen Aberkennungsverfahren von akademischen Titeln an deutschen Hochschulen verfolge, weiß ich: Der Titel geht nur bei wirklich schweren Verfehlungen verlustig. Viele Fälle werden mit einer „Rüge“ beendet, die Titelträger dürfen den Titel behalten. Aber bei Frau Schavan war es anders.

Es geht nicht um Schavans Gesinnung

Hat aber Annette Schavan nicht genug gebüßt? Nach ihrem Rücktritt vom Amt der Bildungsministerin wurde sie Botschafterin beim Vatikan. Ob sie dort gute Arbeit geleistet hat, kann ich nicht bewerten, weil ich das nicht verfolgt habe. Als Ministerin hat Schavan jedenfalls viele lobenswerte Initiativen angestoßen. Ich glaube sogar, dass sie wieder Ministerin sein könnte, nur eben nicht für Bildung. Schavan ist klug und eloquent, sie hat das Herz am richtigen Fleck, ich vertraue ihr. Und: Jeder macht in seinem Leben Fehler. Fehler werden verziehen. Auch ihre Plagiate seien Annette Schavan verziehen. Und doch sperrt sie dieser Vorfall für gewisse Ämter. In der christdemokratischen Parteienfamilie sind es nicht viele Ämter, aber das Amt einer Bildungsministerin und der Vorsitz der Adenauer-Stiftung gehören dazu.

Es gibt Menschen, die Annette Schavan aus anderen Gründen ablehnen: Sie sei innerparteilich zu links, zu Merkel-nah. Ausdrücklich will ich sagen, dass das nicht meine Kriterien sind. Annette Schavan als Stiftungsvorsitzende ist nicht deshalb abzulehnen, weil sie Merkel loyal ist oder eine bestimmte Gesinnung hat, sondern deshalb, weil ihr Doktortitel und Studienabschluss wegen Täuschung aberkannt worden sind.

Rudi Weinmann | Do, 9. November 2017 - 09:46

den im Artikel aufgeführten Argumenten kann man nur zustimmen. Aber es fehlen in Zusammenhang mit der Uneinsichtigkeit von Frau Schavan die Umstände unter denen Sie sich nach der Aberkennung einen Ehrendoktor verleihen lies. Offiziell in Anerkennung der Steuermillionen mit denen sie diese zuvor gefördert hatte.

Christa Wallau | Do, 9. November 2017 - 09:55

... der Annette Schavan ungeeignet macht, sondern die Tatsache, daß sie ihren früheren Doktortitel mit unredlichen Mitteln ( = Täuschung) erworben hat. Insofern ist die obige Bildunterschrift falsch!

Ein Täuschung auf wissenschaftlichem Gebiet ist
wahrlich kein Kavaliersdelikt und muß unbedingt
geahndet werden. Das ist bei Frau Schavan
durch die Aberkennung des Doktortitels u. den
Verlust des Ministeramtes geschehen. Trotzdem
wurde ihr noch eine hohe Stellung in Staatsdiensten beim Vatikan zugestanden.

Die Berufung auf die Stelle des Vorsitzenden der Konrad Adenauer-Stiftung ist allerdings zu viel des
Guten: Wie sollen junge Akademiker, die von dieser Stiftung betreut und gefördert werden, noch
daran glauben, daß es sich lohnt, ehrlich zu bleiben in Forschung und Lehre, wenn sie eine
Frau an der Spitze sehen, die sozusagen
das Gegenteil von Lauterkeit verkörpert?
Schavans Berufung wäre ein Schlag ins Gesicht aller aufrichtigen Menschen - in der Wissenschaft
u. überall.

zeigen bis dato keine Einsicht darüber, auch nur irgendeine klitzekleine "Unredlichkeit" begangen zu haben !

Siehe das alte/neue Traumpaar - die "Betrügerin" Schavan und die Maut-Lügnerin Merkel !

Fazit: Politik und Moral passen eben doch nicht zusammen !

Dr. Florian Bode | Do, 9. November 2017 - 10:03

Ach, für Angelas Freundin Annette wird sich doch leicht ein anderer Versorgungsposten finden lassen. Solange die Patte fließt, wird es der Dame herzlich egal sein, mit welchem Frühstücksdirektorinnentitel sie sich schmücken darf.

Dr. Lothar Sukstorf | Do, 9. November 2017 - 17:12

In reply to by Dr. Florian Bode

Will man die Promotionsverfahren "schavanisieren"? Ich rate zu neuen TV-Sendungen auf RTL II, Promotionscasting...mit dem Titel, "Hilfe, ich will Dr. werden" mit anschließender Verleihung des Dr.-Titels, als sogenannten 'Doktorenväter' fungieren, Dieter Bohlen, Bushido, Dunja Hyali und Hugo Egon Balder...

Yvonne Walden | Do, 9. November 2017 - 17:49

In reply to by Dr. Lothar Sukstorf

Wir sollten die Angelegenheit nicht - wie dies Herr Sukstorf gemacht hat - ins Lächerliche abgleiten lassen.
Ein Promotionsverfahren ist und bleibt eine ernsthafte Sache, bei dem es um wissenschaftliche Korrektheit und Ehrenhaftigkeit geht.
Frau Schavan dürfte im übrigen finanziell insoweit abgesichert sein (sie war immerhin Bundesministerin), daß sie sich in einen wie auch immer verdienten Ruhestand begeben sollte.
Vielleicht gelingt es ihr, auch außerhalb eines offiziellen Promotionsverfahrens wissenschaftlich zu arbeiten und sich mit einem lesenswerten Sachbuch im Gedächtnis ihrer Leserinnen und Leser zu verewigen.

dem Meisten, was heutzutage 'aus der Politik kommt' kann man nur mit Zynismus begegnen. Normale Menschen, die solche Böcke, wie v. Guttenberg, Schavan geschossen haben, wären für den Rest ihres Leben vernichtet worden. Fr. Walden, im Übrigen, Ich habe ein Promotionsverfahren durchlaufen und weiß wovon ich rede...

Dorothe Gaede | Do, 9. November 2017 - 18:47

In reply to by Dr. Lothar Sukstorf

Karl-Theodor zu Guttenberg, Silvana Koch-Mehrin, Jorge Chatzimarkakis,
Margarita Marthiopoulos......
Köstlich! "Schavanisieren" hat es auf meine Hitliste geschafft, dafür herzlichen Dank Herr Dr. Sukstorf.

Ralf Bauer | Do, 9. November 2017 - 10:19

Der Wissenschaft entstand bereits Schaden, als der Betrug verschiedener Politiker "nur" die Aberkennung des Doktortitels nach sich zog!

Die Betrüger fielen alle sehr weich und mussten keine strafrechtlichen Konsequenzen ihrer Verfehlung tragen. Ein Hohn und ein Schlag ins Gesicht jedes Akademikers, der mit einer ehrlichen Arbeit und einer deshalb möglicherweise schlechteren Note Karrieremöglichkeiten verbaut bekam.

Weder zu Guttenberg noch Schavan gehören wieder in öffentliche Ämter, schon gar nicht, wie hier anvisiert, in ein Amt, das sie derart besudelt haben.

Frau Schavan ist alt genug, um in den Ruhestand zu gehen, ihre dank Titelanmaßung höheren Altersbezüge hat man ihr ja m.W. nicht aberkannt und auch sonst dürfte sie genug zurück gelegt haben, um einen angenehmen Lebensabend verbringen zu können.

Heinrich Niklaus | Do, 9. November 2017 - 10:24

Es ist zum Haare raufen! Manche Leute aus der Politik wird man nicht los. Nicht einmal durch Wahlen.

Bei Frau Schavan war ihr persönliches Waterloo so bemerkenswert, weil sie im Vorfeld ihrer eigenen Plagiatsaffäre gesagt hat, dass sie sich für die Plagiatsaffäre Guttenberg schäme.

Dieses Ausmaß an Bigotterie ist so niederschmetternd, dass man sich wirklich fragt, was, verdammt noch mal, bringt Politiker dazu, uns das zuzumuten.

Fühlen sich unsere Politiker inzwischen so unangreifbar, dass sie vor nichts mehr zurückschrecken?

Wenn das so ist, dann müssen wir uns Gedanken machen, wie wir das nachhaltig ändern!

Genauso ist es: Wir können wählen, was oder wen wir wollen - an der Macht der Parteien ändert sich dadurch nichts und daher werden wir auch bestimmte Leute nicht los.
Und ja: Es wäre dringend angeraten, über grundlegende demokratische Reformen in diesem Land nachzudenken!

Rudolf Stein | Do, 9. November 2017 - 14:00

In reply to by Michael Sander

Das, was ich hierzu zu sagen hätte, wäre politisch nicht stubenrein. Also lass ich's. Auf grundlegende demokratische Reformen zu setzen, ist weltfremd. Dafür sitzt der Filz zu tief, denn genetisch betrachtet haben wir eine Erbmonarchie: alle Charaktere im Establishment gleichen sich auf frappierende Weise.Da ist es völlig egal, dass diese Charktere in verschiedenen Körpern sitzen. Das hat damit zu tun, dass diese Personen sich in ihrer Einheit aus Körper und Charakter perfekt für ihre Ämter eignen und daher immer wieder die gleichen Charktere in diesen Ämtern auftauchen, ob diese Personen nun x, y oder z heißen. .. Letztlich ist es nicht ein politisches Problem, sondern ein bilogisches , und das zu ändern, ist nahezu unmöglich.

Akira Ozawa | Do, 9. November 2017 - 10:34

Die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) ist integriert im System von Bildungsinstitutionen, sie erhält öffentliche Mittel, auch des Bildungsministeriums, als akademische Institution gelten einfach auch die Regeln des akademischen Betriebs.
Fr. Schavans eindeutig ausgewiesenes Plagiat ist ein gravierendes Fehlverhalten im Wissenschaftsbetrieb.

"Wissenschaft baut auf Vertrauen.
Wer dieses missbraucht, muss mit Sanktionen rechnen, auch nach zwanzig oder dreißig Jahren.“
"Und doch sperrt sie dieser Vorfall für gewisse Ämter."
Bildungsministerin und der Vorsitz der Adenauer-Stiftung sollen dazugehören.

Um es aktuell vergleichbar zu machen:
Es wäre das Gleiche , als wenn Menschen mit kriminellen Hintergrund (Besser: Background) für und in gehobene Polizeiämter berufen würden.
Das geht bekanntlich gar nicht!

Fazit - Hr. Zenthöfer - Sie ziehen es selbst:
"Im politischen Raum der christdemokratischen Bewegung seit jeher top-down entschieden."

Als Start: Vatikan-Botschfterin, kein Fingerzeig?

Sie schreiben:
"Es wäre das Gleiche, als wenn Menschen mit kriminellem Hintergrund (...) in
gehobene Polizeiämter berufen würden."

Ich befürchte sehr, daß genau d i e s (was Sie zu recht als absurd beschreiben) in
nicht allzu ferner Zukunft in Berlin (später in ganz D) geschehen wird:
Wenn die Bevölkerungs-Entwicklung so weitergeht wie bisher, werden in 10 Jahren eindeutig Polizisten mit Migrationshintergrund in Berlin u. z. B. auch in Frankfurt in der Mehrheit sein.
Bitte verstehen Sie mich richtig: Es liegt mir fern, Migranten pauschal als
Kriminelle hinstellen. Ich möchte nur betonen, daß viele auf Grund ihrer
Herkunft auf dem türkisch-arabischen o. russischen Raum a n d e r e Vorstellungen von Recht und Ordnung haben als wir Deutschen. Und sie werden diese Vorstellungen - trotz ihrer Ausbildung in D - nicht völlig ablegen können. Ihre kriminellen Volksgenossen, derer es ja leider wirklich viele gibt, und ihre starken familiären Bindungen werden das zu verhindern wissen.

Werte Fr. Wallau, bewerten Sie selbst:

Eigentlich betrifft es ALLE Bereiche des gesellschaftlichen Lebens, hier ein Top-Personalvorschlag von Merkel-Adlatus Peter Tauber per 24.08.2016:

""Insbesondere aufstiegsorientierte Muslimas hat die Union, gefördert durch den Generalsekretär Peter Tauber, . . .
Mit Betül Ulusoy hat die Junge Union in Berlin die bekannteste Muslima des Landes zu bieten, die, Kopftuch tragend, sehr publikumswirksam Einblicke gibt in die Lebens- und Ideenwelt einer kulturkonservativen Generation von leistungswilligen, loyalitätsfähigen, aber sehr religiösen Migranten.""

Will das das deutsche Staatsvolk, der Souverän und Wähler wirklich?
Wurde er JEMALS dazu befragt?
Man spricht schon von gewollter Staatsverwahrlosung [Quelle: TE vom 01.11.2017].
Mir sind die sich mit rasanter Geschwindigkeit aufbauenden Gegengesellschaften in DE basierend auf einer mir nicht erklärbaren Appeasementpolitik wider dem Wähler im höchsten Maße mehr als suspect.

Kyrie eleison.

nicht als Modeerscheinung sondern als Symbol für das Frauenbild. Unsere Kinder wachsen damit auf. Es wird "normal". Und die Vertreter der Türken in Deutschland klagen laut Welt on das Jamaika zu viel über Abschottung spricht. Und die "Neuen" werden bald klagen, das nicht noch mehr...und das es noch bunter werden soll, mit noch mehr Kopftüchern und den dazugehörigen Werten. Schöne neue Welt....

Die Veränderungen vollziehen sich in einem rasanten Tempo, und keine der politischen Parteien - außer der AfD - macht den Versuch, sich gegen diese gravierenden Umwälzungen zu stemmen.
Nein, im Gegenteil: Die fremden Kulturen, Sitten und Gebräuche werden - ganz selbstverständlich - willkommen geheißen.
Hunderttausende fremder Menschen durften u. dürfen weiterhin unkontrolliert in unser Land strömen, so als gäbe es hier weites, unbewohntes Territorium u. eine Art von Vakuum an Volk und Kultur, das dringend aufgefüllt werden müßte.
Als deutsche Staatsbürgerin klage ich unsere Regierung, auch im Namen meiner Vorfahren und Nachkommen des Verrates und des Rechtsbruches an! Ich gehöre dem Staatsvolk an, das n i e m a l s dazu befragt wurde, ob es diese Art der Zuwanderung will. Wozu haben wer denn Demokratie, wenn die Kanzlerin mit ihren Vasallen offenbar allein entscheiden darf?
Nicht einmal eine Debatte im Bundestag hat 2015 stattgefunden. Wozu wählen wir dann noch Abgeordnete?

Ich fordere a l l e Mitbürger auf, sich l a u t u. unmißverständlich
zu äußern, wenn sie
...keine Parallelgesellschaften in unserem Land mehr dulden wollen
(Die Ghettos müssen streng überwacht, evtl. aufgelöst und umgesiedelt werden.
No-Go-Areas darf es nirgends geben!)
...keine weiteren Moscheen haben wollen (In den bestehenden Moscheen darf
nur deutsch gepredigt werden, damit der dort vertretene Islam überprüfbar
ist.)
...keine Verschleierung und keine Kopftücher im öffentlichen Raum (z. B. allen
staatlichen Einrichtungen) sehen wollen.
(Unsere Kultur ist eine der Offenheit und der Gleichberechtigung.)
...keine Unterwanderung der Polizei durch einen zu hohen Migrantenanteil
haben wollen
(Unser Rechtsverständnis muß geschützt werden!)
...keine schleichende Verbreitung von mafiösen Strukturen (Schmier- u.
schutzgeldzahlungen) wünschen
Das geht nur dann, wenn wir s o f o r t handeln u. jede weitere Einwanderung
gestoppt wird.

WER GINGE MIT MIR UND ANDEREN ZUSAMMEN NACH BERLIN, UM DIESE UND ÄHNLICHE FORDERUNGEN AN DIE DORT JETZT GERADE VERHANDELNDEN PARTEIEN ZU RICHTEN?

Meinen Sie, es wäre sinnvoll und erfolversprechend, wenn ich die Bitte an die AfD-Fraktion des Bundestages herantrüge, einen solche Bürgerdemonstration zu organisieren?
Glauben Sie, es kämen genügend mutige Bürger, die den Ernst der Lage erkannt
haben, um ihren Unmut über die Veränderung unserer Gesellschaft kundzutun?

Bitte, sagen Sie mir Ihre ehrliche Meinung dazu.

Akira Ozawa | Do, 9. November 2017 - 21:52

In reply to by Christa Wallau

Werte Fr. Wallau,
man sollte nicht mit leeren Händen eine Aufwartung betreiben.
Analog zu den Jamaika-Sondierungen sollten als Themengerüst, was sicher nicht vollständig ist und ergänzt werden müßte, vielleicht nahstehende Inhalte Beachtung finden:

- verfehlte Europolitik,
- Griechenland-Rettungswahn,
- ESM,
- Bankenunion,
- Schuldenunion,
- Zinspolitik der EZB,
- gescheiterte Energiepolitik,
- Anerkennung der Lebensleistung der Angehörigen des deutschen Staatsvolkes durch eine angemessene und auskömmliche Altersversorgung (Progressive Rentenpolitik),
- Pflegenotstand der zu versorgenden Menschen, die diese Republik maßgeblich mit aufgebaut haben,
- ausufernde Kriminalität (Wohnungseinbrüche) und organisiertes Bandentum (Miri-Clan),
- Zerbröckeln bis teilweiser Aufgabe der Inneren Sicherheit (No-Go-Areas),
- zu weiteren Kriminalhandlungen einladende "Kuschel" - Justiz,
- bewußte Plünderung der Sozialkassen insbesondere durch EU-Gesetzgebung,

Akira Ozawa | Do, 9. November 2017 - 21:54

In reply to by Christa Wallau

- Gegen das Volk betriebene Politik der illegalen Einwanderung,
- Inkaufnahme von importierten Terrorismus,
- Verfestigung von Parallelgesellschaften zu Gegengesellschaften,
- marode Infrastruktur mit einem Investitionsstau ohne Ende,
- desolates Bildungswesen mit absolut maroder Bausubstanz,
- Wenige bis keine wissenschaftlich-technische Spitzenleistungen im universitären Bereich,
- Nationales Prestigeobjekt: Mahn- & Denkmal der gescheiterten deutschen Ingenieurkunst: BER,
- Die in DE endlich umzusetzende umfassende Digitalisierung,
- et tutti quanti.

Ihr Name klingt für mich aber sehr japanisch!
(Ich muss dazu bemerken, dass ich persönlich seit 76 Jahren einen "Japanfimmel" habe, seit ich die ersten Haiku -in damals miserabeler Übersetzung- gelesen habe. War auch schon etliche Male dort, aber ich würde mich schön hüten, mich in Japans Politik einzumischen.)

Karin Zeitz | Do, 9. November 2017 - 22:55

In reply to by Christa Wallau

Tausende Dresdner mit ihren seit nunmehr genau 3 Jahren stattfindenden Montagsdemonstrationen zu genau diesem Thema erreicht? Sie müssen sich öffentlich als Nazis beschimpfen und von Antifa-Aktivisten bedrohen lassen. In den Medien werden die Demos seit einiger Zeit vorsichtshalber ignoriert und - sofern überhaupt darüber berichtet wird - die Anzahl der Teilnehmer marginalisiert. Daher ist für mich fragwürdig, was öffentliche Proteste in Deutschland überhaupt bewirken können. Glauben Sie, dass sich unter diesen Umständen viele Menschen bereit finden werden, an einer solchen Demo im rot-grün-regierten Berlin zu beteiligen?

Reinhard Benditte | Fr, 10. November 2017 - 09:15

In reply to by Christa Wallau

Wem sind diese Abgeordneten wohl verpflichtet? Dem Bürger?
Deshalb Ihre Absicht in Ehren, aber es wird sich nichts ändern. Dafür sind die Strukturen in diesem Land einpolig und man wird alles daran setzen, so eine Demonstration ins rechte Licht zu rücken.

Reinhard Benditte | Fr, 10. November 2017 - 11:43

In reply to by Reinhard Benditte

Bedauerlich, daß Cicero den ersten Teil meines Kommentars hat unter den Tisch fallen lassen. Aber "Parteiendiktatur" fällt wohl unter das Maassche Antimeinungsfreiheitsgesetz oder gibt es einen anderen Grund warum der Kommentar unter den Tisch gefallen ist?

Dr. Lothar Sukstorf | Fr, 10. November 2017 - 10:23

In reply to by Christa Wallau

Nein. ich glaube nicht, daß genügend zusammen kämen. Und wenn, würden die Medien die als Pegida-Ableger-Berlin diskriminieren!

Dr. Lothar Sukstorf | Fr, 10. November 2017 - 10:59

In reply to by Christa Wallau

Liebe Fr. Wallau, ich ermutige Sie, Ihr Anliegen an die AfD-Fraktion heranzutragen...

Christa Wallau | Mi, 15. November 2017 - 12:37

In reply to by Dr. Lothar Sukstorf

Inzwischen bin ich tatsächlich mit meinem Anliegen an die AfD
herangetreten, indem ich Frau Weidel geschrieben habe.
Nun warte ich auf eine Antwort.
Ich habe vorgeschlagen, den 2. Jahrestag des Terror-Anschlags auf
dem Breitscheidplatz (19. 12.) zum Anlaß zu nehmen, eine Veranstaltung
durchzuführen und Frau Merkel wegen ihrer Mitschuld an diesem
schlimmen Ereignis zum Rücktritt aufzufordern.

Astrid Decker | Do, 9. November 2017 - 10:45

Ich bin vollkommen Ihrer Meinung, Herr Dr. Zenthöfer. So eine Täuschung ist nicht mit einem Vorsitz bei der KAS vereinbar.

Klaus Bloemker | Do, 9. November 2017 - 10:53

Nehmen wir an, sie hätte nicht getäuscht und alle Passagen, die sie übernommen hat, korrekt angegeben, dann bliebe doch kaum Eigenleistung übrig. Die Arbeit wäre dann zwar korrekt verfasst aber einfach intellektuell unqualifiziert. Die hatte halt nichts Eigenes zu sagen. - Dasselbe gilt doch auch für Karl-Theodor zu Guttenberg.

Sebastian Wagner | Do, 9. November 2017 - 11:09

Sehr geehrter Herr Dr. Zenthöfer,
Ihrer Kritik stimme ich voll und ganz zu und ich freue mich,dass Sie als wohl unionsnahe Person und ehemaliger Stipendiat der KAS überhaupt bereit sind Kritik anzumelden.Sie scheinen um die wissenschaftliche Reputation und das gesellschaftliche Ansehen von Akademikern mit höherem Abschluss generell besorgt.Wie wenig dies der politischen Führung hierzulande am Herzen liegt misst sich doch daran,dass man ÜBERHAUPT ERWÄGT eine Plagiatorin an die Führungsspitze einer wissenschaftlichen Institution zu berufen!Geht es nicht noch deutlicher?!?!Die Wissenschaft interessiert diese Herrschaften nicht-es geht schlicht um Personalpoker und innerparteiliche Seilschaften!Die LMU München hat GOTT SEI DANK bei dieser Person (gegen Widerstände auch in eigenen Reihen) die Reißleine gezogen.Das soll die Dame jetzt (nach kurzem Italienurlaub) bei der KAS qualifizieren?Warum bewirbt sich Frau Schavan bei der KAS als Vorsitzende und nicht als Doktorandin frage ich mich?

geht nicht, weil Frau Schavan durch die nichtige Promotion auch gar keinen Studienabschluss hat, denn in dem Studienfach ihrer Uni wurde das Studium mit der Promotion abgeschlossen, d.h. sie hat weder eine Ausbildung noch ein Studium abgeschlossen, ist also das, was man gemeinhin als bildungsfern bezeichnet.

Klaus Bloemker | Do, 9. November 2017 - 11:20

In ihrer Biografie des Deutschen Bundestages hieß es nach der Aberkennung noch: „1980 Promotion zum Dr. phil. (gültig bis 2014)“ - Eine Promotion mit Verfallsdatum?

Dr. Armin Dick | Do, 9. November 2017 - 11:34

Sehr geehrter Herr Zenthöfer
ich bin 100% Ihrer Meinung. Eine Dissertation ist für die meisten angehenden Akademiker der erste Schritt in die wissenschaftliche Selbständigkeit. Wer hier betrügt, und andere erfolgreich täuscht, wird es während seiner Karriere wieder tun (Hemmschwelle). Frau Schavan ist für dieses Amt nicht geeignet

Klaus Bloemker | Do, 9. November 2017 - 11:44

Die Debatte um die Täuschung geht an einem wichtigen Punkt vorbei: Warum schmückt sich denn jemand mit fremden Federn ohne zu sagen, dass es nicht seine sind? Weil er keine eigenen hat.

Dorothee Sehrt-Irrek | Do, 9. November 2017 - 12:01

dem ich im Ergebnis zustimmen kann.
Von Merkel besetzt ist für mich nicht ausschlaggebend, denn die setzt sich sehr überspitzt gesagt auch schon mal an die Stelle Gottes.
Nun mag ich gerade Frau Schavan als Gegenbild zu Merkel.
Das Wissenschaftliche war ihr vielleicht auf dem Weg zu Gott zu unwichtig, weshalb sie eben für die beiden genannten Posten eine Fehlbesetzung wäre.
Ein hohes Amt in der katholischen Kirche würde ich ihr und mir für sie wünschen.
Mal überlegen, für die Konrad-Adenauer-Stiftung wäre als nachfolgender Politiker Schäuble ideal gewesen?
Wenn es nicht um einen für die CDU zu besetzenden Posten ginge würde ich Frau Prof. Jutta Allmendinger vorschlagen, alldieweil das Arbeitsgebiet GESELLSCHAFTLICHER Konservatismus anstünde.
Da es dem Konservatismus um Entscheide von oben ginge, würde die absagen:)
Dabei handelt es sich um ein Missverständnis, Entscheidungen laufen letztlich immer von oben durch, die Frage ist wie die Entscheidungsfindung abläuft und was.

Andreas Klenke | Do, 9. November 2017 - 12:07

Die parteinahen Stiftungen haben in 2015 > € 450 Mio an Steuergeldern erhalten, Damit verteilen Sie in eigenem Namen Wohltaten in Form von Stipendien oder Zuschüssen zu Projekten in Entwicklungsländern. Außerdem bieten Sie natürlich Pöstchen für "altgediente Parteisoldaten". Die Verwendung der Steuermittel ist öffentlicher Kontrolle weitestgehend entzogen. Die Mittel sollten daher besser den Etats für Bildung bzw. Entwicklungshilfe zugeführt und die Stiftungen aufgelöst werden.

Torsten Knecht | Do, 9. November 2017 - 12:10

- Rücktritt vom Amt der Bildungsministerin wegen Aberkennung ihres Doktortitels wegen Plagiat

- Botschafterin beim Vatikan

- designierte Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung (mit Hilfe Merkels Gnaden)

Elitäre Netzwerke als soziale Hängematte. ; )

- bei Wiki, ich spende regelmässig! - über Frau Schavan.
Sie wäre eine ernstzunehmende Kandidatin gewesen ohne die Aberkennung des Doktortitels.
Kommunalpolitik, soll sie gesagt haben, sei nicht das Letzte, sondern die Grundlage der Politik.
Diese Einstellung kann der katholische Kirche nur zum Guten dienen.
Sie war tätig für das Cusanuswerk, Cusanus, der wichtige Kirchenmann noch vor Papst Benedikt...
Anders als evtl. Precht bin ich nicht der Meinung, dass wir es uns leisten können, die Geschichte des Christentums in Europa als Rückschritt? zu sehen.
Christus ist kein Artefakt, die Auseinandersetzung grundlegend und stilbildend für Europa, jedenfalls nicht zu umgehen.
Zuviel vom Cicero verlangt, Religionsphilosophie zu einer "Sparte" zu machen?
Obwohl es ein bisschen die m.E. richtige Islamkritik in einen anspruchsvollen Rahmen heben würde.
Nietzsche bedeutet ja im Ergebnis nicht weniger Christentum sondern mehr und wie mir scheint unausweichlich. Aber nur als Himmelszelt

Stefan Archie | Do, 9. November 2017 - 12:23

Es hat sehr wohl etwas mit Merkel zu tun. Indirekt ist das doch wieder ein weiteres Beispiel für Merkels Prinzipienlosigkeit. Zur Absicherung ihrer Machtposition ist es ihr vollkommen egal ob der Bock zum Gärtner gemacht wird. Frau Schavan ist aufgrund ihres Plagiats vollkommen ungeignet für das Amt. Es ist allein schon dreist sie vorzuschlagen!

Peter Huber | Do, 9. November 2017 - 12:32

Wo hat diese Frau gebüßt ? Zudem konnte ihr neuer Dienstherr das direkt mit dem obersten Boss regeln.........

Dirk Nowotsch | Do, 9. November 2017 - 12:32

...mit einem normalen "Arbeitsverhältnis", in der "freien" Wirtschaft, bleibt mir im Fall Schavan, nur festzustellen, dass die Bundesregierung ein groß angelegtes Netzwerk zur Versorgung und Unterbringung von Politikern AD betreibt und sich hervorragend um diese kümmert. Wird ein normaler Arbeitnehmer wegen einer Unstimmigkeit in seinem Lebenslauf gefeuert, bekommt er oft noch Repressalien vom Arbeitsamt! Betrüger und Lügner aus der Regierung kommen aber gut in Aufsichtsräten von Staatskonzernen, in Stiftungsräten, in den öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten... naja eigentlich überall wo es viel Geld für,s "Nichtstuhen" gibt unter! Sorry, aber ein gefälschter Doktortitel, ist für mich nicht schlimmer oder anders, als ein geschummelter Doktortitel! Was würde denn mit einem Arzt im Krankenhaus passieren? Gruß

Dorothee Sehrt-Irrek | Do, 9. November 2017 - 12:40

habe bei Wiki nachgeschaut und lag richtig damit, dass man Herrn Adenauer am ehesten noch vom Kaiserreich her verstehen sollte.
Solche Leute gibt es evtl. nicht mehr in der Politik der Bundesrepublik Deutschland.
Schäuble wäre schon ein würdiger Kandidat, alleine ihn drückt ein `Köfferchen´.
Allerdings wäre er geeignet als strategischer Denker in der Politik.
Herr Lammert hat einen unbedingten Anspruch an sich und unbedingte Loyalität zum Rechtsstaat, das ehrt ihn.
Man könnte ja im Nachhinein auch noch Adenauer ehren wollen und einen tadellosen Adligen auf den Posten setzen.
Der Adel stand immer für Anspruch und strategische Politik im Namen Deutschlands.
Oder anders, da die Befürchtungen mit jeder weiterer `Fehlentscheidung´ Merkels wachsen, dass Deutschland aufgegeben werden könnte, wäre eine Person interessant, die mit einem Anspruch im Sinne Deutschlands selbiges Land stabilisieren könnte.
Schade, dass der Autor nicht aus der Familiengeschichte heraus jemanden benennt.

wolfgang spremberg | Do, 9. November 2017 - 12:46

Ob eine Person eine Position erhält, behalten darf oder abtreten muss, ist in der Politik / Wirtschaft keine Frage der Moral, sondern der Macht, des Einflusses bzw. der Beziehungen.

Dorothee Sehrt-Irrek | Do, 9. November 2017 - 14:21

vergangenen Jahren ein bisschen mehr gezeigt hätte, dass ihm Deutschland auch ein BEGRIFF ist, hätte ich jetzt glatt für den Posten Herrn Christoph von Marschall vorgeschlagen, denn wie gesagt, Adenauers Zeiten sind nur schwerlich einzuholen und es stünde gesellschaftlicher Konservatismus auf der Agenda.
Unabhängig von seinen Aussichten würde ich ihm aber eine engere Befassung mit dem Thema empfehlen.
Wie schrieb Frau Wallau irgendwo bezeichnend, der Cicero wäre eine Gelegenheit auf hohem Niveau Stress abzubauen.
Eine gehobenere Sprache scheint mir angesichts der derzeitigen eher eindimensionalen Äußérungen vor allem seitens der Kanzlerin schon mal ein Fortschritt für dieses Land.

Winfried Sautter | Do, 9. November 2017 - 14:26

Die KAS ist so erhaben auch nicht, nicht unbedingt der Olymp der Wissenschaft: Ende der 1980er habe ich dort auf Empfehlung meines Doktorvaters (selbst Stipendiat der KAS) einen Antrag auf ein Promotionsstipendium im Fach Zeitgeschichte gestellt. Man war auch bereit, mich zu fördern, nur sollte ich die Hypothesen meiner Forschung so ändern, dass ein Ergebnis herauskam, das dem "historischen Narrativ" der CDU entsprach. Dies habe ich nicht getan, meinen Antrag zurückgezogen, und mich mit gleichlautendem Exposee bei der Bayerischen Graduiertenförderung beworben. Dort bekam ich das Stipendium ohne Wenn und Aber.

Jürgen Waldmann | Do, 9. November 2017 - 14:27

Im Fall von Herrn zu Guttenberg , da halte ich ein Rückkehrrecht sehr wohl für erwünscht :
http://www.rp-online.de/politik/deutschland/kolumnen/mit-verlaub/meinun…
Herr zu Guttenberg hatte die mündliche Prüfung schon mit einer Bestnote bestanden , wobei ihm sofort , von der Prüfungskommission , das Recht eingeräumt wurde , den Doktor Titel zu führen !
Als er hintereinander zwei Ministerämter , zuerst den Wirtschaftsminister , dann den Minister der Verteidigung , übertragen bekam , da legte er eine umfangreiche schriftliche Arbeit ab . Das die Arbeit nicht alle Fussnoten erhalten hatte , dass wurde ihm zum Verhängnis . Wir haben nur wenige Politiker , die in der Bevölkerung so ein hohes Ansehen haben , trotz der missglückten Arbeit !
Hätte er Zeit für eine Kontrolle gehabt , er würde den Titel und das Amt heute noch haben .

Bernd Fischer | Do, 9. November 2017 - 17:51

In reply to by Jürgen Waldmann

"Wenn der Hund nicht geschissen hätte hätte er den Hasen ( Doktortitel ) gekriegt".

Anouk Plany | Do, 9. November 2017 - 14:34

Im Grunde dürfte es kein Gedanke wert sein, Schavan für das betreffende Amt vorzuschlagen. Es sieht so aus, daß die Dame sich ihres Betruges wegen, nicht einmal schämt. Im Großen, wie im Kleinen setzt sich der Werteverfall unserer Gesellschaft fort...man kommt aus der Empörung gar nicht mehr raus.

Maria Schneider | Do, 9. November 2017 - 16:32

Wie schon hier geschrieben, wurde ich als Prekariatskind - trotz sehr guter Leistungen - von den "Eliten" boykottiert, wo es nur ging. Erst jetzt mit 50 Jahren sehe ich klar die Vorherrschaft der Grünen / Bequemen / Leistungsschwachen wegen des Zeitgeists.
Dass diese Frau nun weiterhin für ihren Betrug belohnt wird, ist empörend und ein Hohn für alle ehrlichen Menschen.
Sicherlich hat Frau Schavan genügend finanzielle Rücklagen, um in Frührente zu gehen und als Ehrenamtliche benachteiligte, einheimische Kinder an Schulen zu unterstützen.
Ich kann das Ende des grünen Wahns, der Hippie-Kultur, der Rastaköpfe, der ungepflegten Vogelnestfrisuren, der labbrigen Ökokleidung, des selbstgerechten Moralgeschreis kaum erwarten.
Der Wendepunkt ist bald erreicht.
Dann werden wieder Leistung und Verdienst, Charakter & Disziplin statt Faulheit & Opportunismus, Popanz & Verlogenheit zählen.
PS: Frauen hindern sich meist gegenseitig am Erfolg, weil viele faul und mißgünstig sind.

Marcel d'Honte | Do, 9. November 2017 - 16:39

Die causa Schavan ist nicht nur wegen disparater Wahrnehmungsstrukturen u. des "Gewissensbegriffes" der Plagiatorin hochinteressant, die sich "fremdschämte", als zu Guttenberg ertappt wurde. Sondern weil seitens akademischer Koryphäen u. Profiteure des BMBF ein massiver öffentlicher Druck auf die Uni D ausgeübt u. versucht wurde, die Entscheidung(sfindung) mit fragwürdigen "Gutachten", Solidaritätsbekundungen oder Hymnen auf die Ministerin zu beeinflussen/zu torpedieren. Jeder u. jede, die damals die Stimme proSchavan erhob, hat sich m.E. wissenschaftlich diskreditiert. Und nun diskreditiert sich halt ebenso die CDU mit ihrer parteinahen Einrichtung, die zeigt, dass sie nicht mächtig genug ist, die ergebene Entourage der Frau Dr. Wendehals zu entsorgen: "Jawohl, ergebenster Diener, Frau Vorsitzende." Herr Pofall(er)a z.B. fiel ja auch schon sanft nach oben ....

Robert Müller | Do, 9. November 2017 - 17:11

Das mit der Kontra-Politik ist durchaus eine plausible Strategie. Der EU-Kommissionspräsident Juncker hat z.B. genau so die Posten verteilt. Mit Laschet hat die CDU einen Kohleminister zum Unionsvertreter für die CO2-Themen gemacht. Und der frühere SPD-Finanzminister kritisiert dass Kubicki als in Cum-Ex-Geschäften Verstrickter eventuell Finanzminister werden könnte. In der USA hat Trump frühere Wirtschafts-Lobbyisten zu Ministern gemacht. Insofern wäre eine Plagiatorin zur Chefin dieser Stiftung zu machen, nicht ungewöhnlich. Hinzu kommt, dass man keinen Doktor-Titel für so einen Posten braucht, für einen Ministerposten im Bildungsministerium war er ja auch nicht notwendig. Die Leute überschätzen edie formalen Anforderungen in der Politik. Ein dickes Sitzfleisch und eine Kamelnatur sind viel wichtiger als akademische Bildung. Vielleicht ist Merkel so herausragend in der deutschen Politik, weil sie alles das zusammen hat?

Dimitri Gales | Do, 9. November 2017 - 17:16

Gerade jetzt braucht Merkel Verbündete und Unterstützung; vielleicht ist dies der Grund für die beabsichtige Beförderung der ehemaligen Ministerin.
Plagiat-Delikte sind omnipräsent, ob es nun Diplomanden und Doktoranden sind, die im Internet nach Material suchen, oder etwa Journalisten.
Das darf aber keine Entschuldigung sein, ein Plagiat zeugt von der Bereitschaft zur unehrlichen Durchsetzung eigener Ziele.

Claudia Martin | Do, 9. November 2017 - 17:32

Angela Merkel schafft es immer wieder mich zu überrraschen. Jetzt gräbt sie auch noch Schavan aus! Ist das ihr letztes Aufgebot? Hoffentlich!

Lisa Zimmermann | Do, 9. November 2017 - 19:04

KAS
Ich kann mir garnicht vorstellen, dass Frau Schavan sich diesen Posten antun würde. Sie müsste Masochistin sein, wissend, dass alle Welt sie scheel anschauen würde. Ein Spießrutenlauf und nichts für's Ego.
Lisa Zimmermann

Werner Schick | Do, 9. November 2017 - 19:23

Werter Hr. Waldmann,
wie kommen sie zu der dreisten Behauptung, dass der Hr. Guttenberg in der Bevölkerung ein hohes Ansehen hat. Haben sie die Bevölkerung dazu befragt. Ich vermute mal eher nicht und kann mir vielmehr vorstellen, dass sie mit dieser Erkenntnis den Tendenzmedien auf den Leim gegangen sind.
Hr. Waldmann ich empfehle ihnen eine alte Weisheit "nicht alles was in der Zeitung steht ist wahr".

Hallo Herr Schick ,
die Medien nutzen so einen Fehler gnadenlos aus , da habe ich zum Untermieter einen Studenten , der den K.T. zu Guttenberg als obersten Chef beim Bund hatte und immer noch von dem sehr einfühlsamen Vorgesetzten schwärmt . Er hatte den Soldaten ihren Dienst erklären können und sie unterstützt , als sie einen Toten zu beklagen hatten . Es war den Soldaten wichtig , dass der Einsatz in Afghanistan , der ja für alle eine Belastung ist , vom Minister entsprechend vorbereitet wurde . Da fehlt es bei der Nachfolgerin total am Verständnis , für die Gefühle der Soldaten .
Den Medien traue ich auch nicht , jemanden hoch jubeln und dann verächtlich machen , dass können Bild , BamS und Glotze ! Hier in Franken stehen sehr viele Freunde und Kollegen weiterhin sehr positiv zu K.T. zu Guttenberg !

Karola Schramm | Do, 9. November 2017 - 19:30

Die Frage ist für mich, warum Frau Merkel Frau Schawan in diese Position heben will.
Frau Schawan hat "gute" Arbeit geleistet in Sachen neoliberaler Umbildung des gesamten Bildungssystems. Weg von ausgiebigem Lernen und Studieren an Schulen und Universitäten, und hin zum Bulimie-Studium: Lernen, auskotzen, vergessen. Die Anerekennung von Bachelor ist schlecht. Die Master-Studiengänge überlaufen. Die Universitäten sind nicht mehr frei durch die Drittmittelakquisition, die sie bei großen Unternehmen einwerben müssen. Das bedeutet für die freie Forschung und Lehre: Kleine Brötchen backen und das beforschen, was der Geldgeber will.
Anette Schawan hat so wenig Fingerspitzengefühl für die Freiheit von Forschung und Lehre, wie Angela Merkel für die Belange der Bevölkerung. Beide Charaktere sind sich in ihrer Anpassungsfähigkeit an die Meinung ihnen Überlegener oder Reicheren ähnlich. Mangels eigener Ideen setzen sie brav die der Wirtschaft um. Somit als Führungskräfte ungeeignet.

Sven Bergmann | Fr, 10. November 2017 - 05:47

Akademische Grade sollten nicht nur bei nachgewiesener Täuschung entzogen werden sondern auch bei Nichtnutzung verfallen.
Denken lernen kann man auch ohne Promotion und nichtgenutztes Fachwissen verfällt in kürzester Zeit.

Die Motivation der Plagiatoren liegt in der ebenso billigen wie berechtigten Annahme, durch eine einmalige mehr oder minder akademische Leistung eine lebenslange Kastenzugehörigkeit und damit verbundenen Respekt erwerben zu können.

Ich habe selber ein Diplom und einen Mastertitel in unterschiedlichen Bereichen und habe nur deshalb nicht berufbegleitend promoviert, weil meine Vorgesetzte mir das Thema zerschossen hat.
Egal.
Respekt vor akademischer Leistung sollte man sich immer neu erarbeiten müssen. Und können.

Frau Shavan wäre eine gute Kandidatin. Wenn sie nicht selbst im Kastendenken verhaftet wäre.

Achim Scharelmann | Fr, 10. November 2017 - 10:08

Es ist doch immer wieder interessant wie man nach einer Fälschung einer Dissertation immer noch zu gleichwertigen oder höheren Weihen in der Politik kommen kann. Bei gleichem Tathergang in der Wirtschaft oder in den Verwaltungen wäre die überführte Person völlig untragbar und nicht nur das Amt oder die Position würden entzogen, sondern auch die Zukunft wäre extrem gefährdet und hier zeigt sich exemplarisch wie Demokratie funktioniert, nämlich nicht auf Gleichheit begründet, sonst könnten diese unwürdigen Exzesse nicht stattfinden.

Reinhard Benditte | Fr, 10. November 2017 - 11:37

Das ganze ist System, im Prinzip nichts neues und Beispiele gibt es zuhauf! Nehmen Sie den ehemaligen Altbundeskanzler Kohl, der auf Basis SEINES "Ehrenwortes" die Aussage zu Spendern vor dem Untersuchungsausschuß verweigerte und m.E. in Beugehaft gehörte. Nehmen Sie Hr. Schäuble, der mit einer DM 100k "Spende" des größten deutschen Waffenschiebers überfuhrt wurde (es lange abstritt) und heute Bundestagspräsident ist und als solcher über unsaubere Parteispenden zu entscheiden hat, oder nehmen Sie Fr. Roth, die an Deutschland feindlichen Demos teilnahm und als Bundestagsvizepräsidentin dieses Land vertreten soll, oder nehmen Sie Hr. Beck, der mit Drogen erwischt wurde, im BT verblieb und jetzt einen Lehrauftrag an der Universität Bochum hat oder Hr. Özdemir, der mit einem Selfie vor einer Cannabispflanze erwischt wurde und weiter den Parteivorsitz innehat. Diese Liste könnte man weiter fortführen, denn Moral und Konsequenz ist für die sogenannte politische Elite ein Fremdwort!

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