Bundestagswahl - Epochenwechsel

In gut drei Wochen ist es soweit: Der 20. Bundestag wird gewählt. Wie auch immer die Wahl ausgeht: Sie wird in jedem Fall einen Epochenwechsel einläuten. Lesen Sie alles Wissenswerte zur Wahl und darüber hinaus in unserem aktuellen Sonderheft, das Sie am Kiosk oder online kaufen können.

Cicero-Sonderheft zur Bundestagswahl

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Alexander Marguier ist Chefredakteur von Cicero.

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Alexander Marguier

Am 26. September ist es soweit: Die Deutschen wählen einen neuen Bundestag. Natürlich gleicht keine Wahl der vorangegangenen, aber diesmal sind die Rahmenbedingungen doch deutlich anders als bei den zurückliegenden Urnengängen. Angela Merkel, Bundeskanzlerin seit dem Jahr 2005, tritt nicht mehr an. Besonders für die Erstwählerinnen und Erstwähler dürfte das ein einschneidendes Ereignis sein, denn wer heute 18 oder 20 Jahre alt ist, hat wohl kaum eigene Erinnerungen an Merkels Vorgänger im Amt. Der hieß übrigens Gerhard Schröder, ist heute als Lobbyist für Gas-Pipelines unterwegs – und gehört einer Partei an, die tatsächlich mal in der Lage war, einen Kanzler zu stellen: der SPD. Auch das dürfte für die jüngere Generation aus heutiger Sicht eine seltsame Vorstellung sein.

Womit wir beim zweiten Punkt wären, der die bevorstehende Bundestagswahl so besonders macht: Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik schicken sich die Grünen an, zweitstärkste Kraft im Bundestag zu werden – und vielleicht sogar eine Regierung anzuführen.

Klimawandel, Migration, gesellschaftliche Spaltung

Wie auch immer der 26. September endet: Es steht ein politischer Epochenwechsel bevor, dessen Tragweite von den aktuellen Begleitumständen noch verstärkt wird. Corona bestimmt weiterhin unseren Alltag – und damit auch die Wahl. Denn nicht nur stellt sich inhaltlich die Frage nach den Grenzen staatlicher Eingriffe in bürgerliche Freiheiten (was besonders die Liberalen beflügeln dürfte). Auch der Anteil der Briefwähler wird so hoch sein wie nie zuvor. Hinzu kommen Klimawandel, Migration, die gesellschaftliche Spaltung, Sorgen um Deutschlands Rolle in der Welt und um die Zukunft der heimischen Industrie: Selten lagen die Probleme des Landes vor einer Wahl derart offen zutage wie anno 2021. Die Herausforderungen sind immens. Aber wer kann sie bewältigen?

Wie schon vor vier und vor acht Jahren haben wir die anstehende Bundestagswahl zum Anlass für eine Sonderausgabe genommen. Natürlich geht es hier in erster Linie um die ganz großen Themen: Wofür stehen die einzelnen Parteien ein? Was ist von den Kanzlerkandidaten zu erwarten? Wie muss die Agenda einer künftigen Regierung aussehen? Was ist los in den einzelnen Wahlkreisen? Aber weil Wahlen eben immer auch einen gewissen Unterhaltungswert haben, geht es uns nicht nur um trockene Politik. Sondern auch um das bunte Drumherum – von Saumagen über Currywürste bis hin zu künstlerisch verunstalteten Wahlplakaten. Oder doch lieber eine Erkundungsfahrt zu den vielen seltsamen Kleinstparteien? In jedem Fall gilt: Sie haben die Wahl!

 

cover-sonderheftDieser Text stammt aus dem Sonderheft zur Bundestagswahl des Cicero, das Sie jetzt am Kiosk oder direkt bei uns kaufen können.

 

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Romuald Veselic | Mi, 1. September 2021 - 14:10

Herr Marguier, ist ganz einfach zu erkennen:
Die einen wollen "Veränderungen", die anderen wollen diese/solche "Veränderungen" nicht. Aus unterschiedlichen Gründen, wovon mehrheitlich eigene Erfahrungen u. Erlebnisse als Gegenargumente verwendet werden. Und es ist ganz legitim dagegen zu sein.
Früher gab's Slogans wie: Ja zu Nein. Bei mir ist's Ja zu Nichtgrün.
Nur wenn die Veränderer ihre "Veränderungen" zum Sakrileg/Dogma erklären, ist die gesellschaftliche Spaltung vollgebracht.
Ein Teil der Gesellschaft will keine Experimente mehr. Es gibt noch genug unbewohnte Insel (Kerguelen), wo die Veränderungsverfechter an sich selbst ihre Ideen testen sollten, um sie in 30 Jahren zu verkünden.
Wenn ca. 20% der Wählerstimmen die Greens bekommen, dann haben sie keinen Mandat irgendetwas zu verändern. Denn 80% der Wähler wollen diese gesellschaftlichen Versuche nicht.

Von Linksdenkenden auch als ...... bezeichnet (Gesellschaften=Gebilde).
Sie haben & benötigen immer einen (Unter)-Menschen als FEIND, der immer unterschiedlich genannt wird.
Der zweite FEIND ist Gott & das Wetter
Markenzeichen .... :
WIR (die Herrschenden) sind die Guten (guter Bubi 😂)
Und die UN-Guten, die nicht an die/der/das Sache/Glauben/Zweifeln/Fragen stellen/ein "Wenn oder Aber" haben
DER ANGESAGTE FEIND 🧐
der zur Bekämpfung Öffentlich frei gegeben wurde.
Wenn es also keinen FEIND geben würde & Liebe, Respekt & Demut Grundlage des redens & handeln wären, hätten da die DIKTATUR mit ihrer Spaltung & Hass im Herzen wie all andere negative Erscheinungen eine Chance hier auf Erden?
Die aber (ELITEN), die die Sänfte des Heerführer tragen samt Gefolge, sind auch die Entscheider des genauen Weges, der Rast & Logistik eines Unternehmens.
Sie sind der Motor, das Werkzeug & die Waffe des Heerführer. Ohne Sie ....

Und jetzt diesen Inhalt auf die Zeit & Wahl gesehen & Konsequenzen ...?

Christa Wallau | Mi, 1. September 2021 - 14:28

ALLE entscheidenden WEICHEN wurden längst gestellt, und zwar in Harmonie mit Grünen u. Linken von der Person, die bald abtritt und die Linke u. Grüne mehr gehätschelt hat als ihre eigene Partei:
Weiter werden ungeprüft Migranten in unser Land strömen u. unsere Sozialsysteme sowie den Wohnungsmarkt extrem belasten...
Weiter wird die Landschaft verspargelt u. die Stromversorgung jeden Tag unsicherer u. teurer ...
Weiter geht es mit der Sprachverhunzung u. den rigiden Vorschriften, was man sagen darf o. nicht...
Weiter werden kleine Gruppen sich Gehör verschaffen, während die schweigende, hart arbeitende Mehrheit vernachlässigt wird ...
Inflation und Armut werden weiter rasant ansteigen ...
Die innere Sicherheit wird weiter erodieren ...
Weder das Bildungswesen noch die Bundeswehr werden aus ihrem maroden Zustand herauskommen ...
WIE DENN AUCH???
Das Geldverteilen kommt an sein Ende, und die
Rechnungen an die Adressen der für die Schuldenberge haftenden Bürger flattern nun ins Haus!

und das schon seit Jahren. Und das täglich.

Wenn man bestimmten Foristen glaubt. Was man besser nicht machen sollte. Denn natürlich steckt, wie man weiß, hinter der ganzen Schwarzmalerei nicht mehr als versteckte Wahlwerbung.

Für diejenigen, die glauben, im Namen des Volkes zu sprechen, und zu dessen Bestem zu handeln. Und von dem undankbaren Volk dann doch überwiegend ignoriert, nein mit Überzeugung abgelehnt werden.

Wie undankbar die Welt doch ist!

Natürlich gibt es einen Epochenwechsel. Die Jugend ist wieder politisch interessiert, sie handelt, tritt für ihre Interessen ein. Was die Alten verbockt haben, schlimmer, noch immer als richtig verteidigen, wird früher oder später unter "Fehler" abgeheftet. Denn, so scheint es, Alter schützt vor Torheit nicht, im Gegenteil.

In naher Zukunft wird das Parlament ein anderes sein. Nachfolgende Generationen wissen, dass man mit preußischen Tugenden und Bismarck vielleicht noch ein Museum schmücken kann.

Mehr aber auch nicht (mehr).

...Da haben Sie sogar recht, das Parlament wird ein Anderes sein. Junge Nichtskönner, infantile Spinner, die unsere marode Bildungspolitik auskehrt, werden es sich mit Staatsalimemtierung in unseren Parlamenten bequem machen. Und mit preußischen Tugenden, wie Fleiß, eigenes Verantwortungsbewußtsein und Leistungsbereitschaft werden diese Leute nichts mehr am Hut haben, es sind viele ja heute schon im Wohlstand erschlaffte Edelmenschen, deren ganze Sorge ihrer Bio-Kost, dem Ferienhaus in der Toscana und Krötenschutzzonen gilt.

Bismarck & seine Ideen von der Rente wird in wenigen Jahren der Vergangenheit angehören & in die Rubrik Märchen verlegt. Nicht einmal museumsreif, wenn die Denkmäler noch geschliffen werden sollten.
Aber ja - Ihr schafft das!

Danke für einen wieder einmal trefflichen Kommentar. Epochal könnten die Wahlen nur dann sein, wenn ein harter und konsequenter Bruch der Merkel Politik erfolgen würde. Das glaubt doch nicht wirklich einer, oder? Ansonsten hat Frau Wallau wieder einmal alles bestens erklärt, für diejenigen die selber denken können.

Reinhard Getzinger | Mi, 1. September 2021 - 14:47

Im Rückblick würde ich eher meinen, daß 2005,
mit dem Anbruch der Ära Merkel,
ein Epochenwechsel eingeläutet wurde.
Und ganz bestimmt 2020.
Die 3 Kandidaten, wie auch die Wahlprognosen stehen für ein "weiter so".
Sowohl 2005 betreffend, als auch 2020.

Yvonne Stange | Mi, 1. September 2021 - 14:58

Also Herr Marguier, ich will Ihnen ja nicht die Hoffnung nehmen aber meiner Meinung nach wird da nichts Epochales rumkommen bei dieser Wahl. Die Systemparteien unterscheiden sich doch nur in Details, die grobe Linie ist die gleiche. Für Otto Normal wird die Kröte mit jeder Wahl größer, die er schlucken muß. Er hätte es ja evtl. in der Hand, will aber nicht. So muß er halt leiden bis zum bitteren Ende. Höhere Abgaben, viel viel mehr Migration und Alimentierung, Klimafaschismus, Verlust der Grundrechte und Gängelung wegen Corona, totale Verschmelzung von Justiz und Politik uswusf. ....

Ingofrank | Mi, 1. September 2021 - 15:03

Haben wir sie wirklich, die Wahl? … sehr geehrter Herr Marguier, oder ist es die Wahl zwischen Pest oder Cholera? Eine neue Epoche? Wenn man eine Regierung, der Livestyle Links/Grünen, als neue Epoche ansieht? Da glaube ich nicht daran! Es ist doch nur ein weiter so, auf dem Fundament den der Merellismus errichtet hat. Gut, so ganz hat Merkel die Katze nicht „offiziell „ aus dem Sack gelassen, aber mit der Gleichschaltung der
Parteien + Medien ist das Land gespalten in diejenigen mit der richtigen Moral und einem Samesurium aus Alten, Weißen, Dummen & Nazis. So einfach ist die Linke Welt.
Andererseits begrüße ich eine RRG Regierung. Nur aus selbst erlebten Erfahrungen wird man klug. Nur ein kleiner Teil kann noch aus Erfahrungen der Diktatur schöpfen. Es sollte sich der Rest der Republik eben auch ein eigenes Urteil bilden. Uns aus dem Osten Deutschlands glaubt man ja nicht.

Mit freundlichen Grüßen aus der Erfurter Republik

... ausprobieren möchte ich das wirklich nicht, Hr. Ingofrank.
Ich habe den "real existierenden Sozialismus" der DDR vor und nach der Wende als Wessi direkt in allen Bundesländern miterlebt.
Wir haben die Wahl, aber keiner traut sich den nötigen Wechsel herbeizuführen. Alles wird mit Propaganda und sozialen Wohltaten zugeschüttet, und muß letztlich doch alles durch eigene Arbeitsleistung erbracht werden.
Man stiehlt mehr aus der einen Tasche, um ein geringeres davon in die andere zurück zu geben. Das ist Stand, State Of The Art der Politik.

Ingofrank | Mi, 1. September 2021 - 19:51

In reply to by Tomas Poth

Wenn man jedoch die Prognosen glauben kann, steht Rot, Grün + Dunkelrot.
Im Osten liegen SPD um 10 %, die Dunkelroten etwas mehr, und die Grünen weit unter 10 %. Und das hat doch Gründe oder? Das reicht für ein Liksbündnis bei weitem nicht.
Will sagen, so wie Sie denken und urteilen sind Sie ja leider in der Minderheit da beißt die Maus keinen Faden ab. Und wenn so ein Bubi wie Kühnert über Enteignung und Verstaatlichung von Wohnraum schwadroniert, kommt mit nicht nur die Galle hoch. Ich habe das alles so satt.

Trotz allem,einen freundlichen Gruß aus der Erfurter Republik

Klaus Funke | Mi, 1. September 2021 - 15:05

Na, Herr Marguier, da haben Sie aber dick aufgetragen. Ein "einschneidendes Erlebnis" sei es, dass Merkel nicht mehr antritt? Gar von einem "Epochenwechsel" ist die Rede. Große Worte! Pardon, wer nimmt sowas ernst? Ich meine in erster Linie die Bundestagswahl, aber auch Ihre Übertreibungen sind ein "zu starker Tobak". Epochenwechsel? Mit Scholz und Laschet? Wohl kaum. Beides sind Gewächse aus dem Merkel´schen Treibhaus. Höchstens Frau Baerbock gehört einer anderen Generation an. Politisch ist auch sie vom Merkelstil verdorben. Was kann uns erwarten bei diesem "Epochenwechsel"? Auf alle Fälle nichts Neues und Gutes schon gar nicht. Corona geht erstmal weiter und wird so weiter politisch "bearbeitet". Merkel hat ihre Beete bestens "gedüngt" hinterlassen. Keiner kann zunächst politisch großartig anders handeln. Innenpolitisch und auch außenpolitisch nicht. Merkel ist nicht mehr körperlich anwesend, ihr Geist aber regiert weiter. Andernfalls brauchte man 80% neue Leute. Nö, Hr. Marguier.

ursula keuck | Mi, 1. September 2021 - 16:13

So könnte die Minister-Riege von ROT/ROT/GRÜN aussehen:
Scholz
Esken,
Künath,
Stegner,
Maas,
Barboeck.
Harbeck,
Hofreiter,
Roth,
Kriescher,
Henning-Wellsow,
Wissler,
Kipping“.
Tolle Ausblicke, dazu fällt mir leider ein Lied ein: Heile, heile Gänsje…..nach vier Jahren sind alle weg!

ursula keuck | Mi, 1. September 2021 - 21:16

In reply to by Reinhard Getzinger

Sorry, für Corona-Gespenst Lauterbach wird speziell ein Zero-Covid-Ministerium eingerichtet.

Christoph Kuhlmann | Mi, 1. September 2021 - 16:38

Zu lange wurden die Wähler von der CDU hinter die Fichte geführt. Die Partei war wohl in der Annahme 25-30% wählen sie sowieso, auch ohne eine glaubwürdige Zusage, wohin die Reise nach der Wahl wohl geht. Wer alles mit macht ist in der Politik eigentlich obsolet. Die CDU scheint ihre Funktionäre aber genau nach diesem Kriterium ausgesucht zu haben. Was heißt Richtungswahl bei einer Partei ohne Kompassnadel?

helmut armbruster | Mi, 1. September 2021 - 16:39

die Bude wird neu gestrichen, bleibt aber die alte Bruchbude.
Mehr können wir nicht erwarten. Das vorhandene Politikpersonal und eingefahrene und verfilzte Abläufe und Strukturen, verhindern, dass meine Phantasie weiter reicht als zu einem kosmetischen Tapetenwechsel.
Dieser Tapetenwechsel wird uns verkauft als Aufbruch in viel versprechende neue Zeiten.
Ein billiger Verkaufstrick, weiter nichts.

Gunther Freiherr von Künsberg | Mi, 1. September 2021 - 18:16

Das epochale an der jetzt anstehenden Wahl ist, dass etwas bis dahin Undenkbares und in sich Widersprüchliches möglich wird, die demokratische Wahl einer undemokratischen Regierungspartei. Die Linke ist eine kommunistische Partei, die in ihrem Parteiprogramm eine Systemveränderung des wiedervereinigten Deutschlands nach DDR-Muster vorsieht. Ein bürgerlich erscheinender Hanseat, Olaf Scholz, ist dem Sirenengesang der Macht erlegen. Es ist eine Charakterfrage in welchem Umfang eine Marionette sich gegen die Strippenzieher wehrt. Auch hierbei wirkt die Aussicht auf Macht verführerisch. Das Rumeiern von Scholz bei konkreten Fragen wie er es mit der Linken hält lässt den Rückschluss zu, dass Scholz bereit ist zur Erlangung der Macht, die mit einer Kanzlerschaft verbunden ist, Werte und Prinzipien, die die Sozialdemokratie bis dahin auszeichneten, zu ignorieren. Es waren nicht die Nazis, sondern die Kommunisten, die die Sozialdemokratie undemokratisch politisch beendeten.

WD Hohe | Mi, 1. September 2021 - 18:39

mehr Intellekt, gezielte Navigation, unterstelle ich Frau Merkel nicht. Schon ihre "Sprachunfähigkeit" lässt mich nicht mehr vermuten. Damit spreche ich nicht von sich selbst bewundernden Formulierungskraft- in diesem Feld sind oft die größten Gaukler unterwegs. Ich spreche von jenen die ihre Botschaft ablesen - die mit der Angst leben, was anderes zu sagen als sie denken.
Frau Merkel wird m.E. -zumindest öffentlich- überschätzt, überhöht - von politisch u sonstigen Abhängigen. ÖR ist ein Teil davon.
Sie hat schlicht u erfolgreich alles ergriffen was sich angebot. Man >wird< gekrönt. nicht umgekehrt. Dafür ist Frau Merkel nicht verantwortlich. Wer würde die Krone ablehnen. Das zeichnet allenfalls ein eindrucksvolles Bild vorhandener Parteienstrukturen dieses Landes.
Ein "westliches" Industrieland das seine Krone einer Person des erklärten Klassenfeindes, dem kommunistisch besetzten Teil Deutschlands, das fliehende Menschen erschoss, aufsetzt kann...
nur Deutschland sein.

Norbert Heyer | Do, 2. September 2021 - 11:10

Es ist beschlossene Sache: Seit Frau Merkel angetreten ist, begann sie systematisch mit dem Umbau/der Umgestaltung einer Demokratie in einen kontrollierenden und sanktionierenden Betreuungsstaat. Alle Schlüsselpositionen wurden mit treuen Gefolgsleuten besetzt, wer aus der Reihe tanzte, wurde aussortiert. Herr Kauder hatte die Fraktion fest im Griff, alles was durchgesetzt werden sollte, wurde es auch. Merkel nahm den anderen Parteien ihre Themen und machte eine Politik der Beliebigkeit. Das sicherte über Jahre ihre Macht. Jetzt tritt sie ab, geeignete Nachfolger hat sie verhindert und die bisherigen Wähler stellen fest, dass die einzige Partei ohne eigenen Markenkern die Union ist. Treue Konservative haben schon länger FDP oder die AfD gewählt und viele andere besinnen sich wieder auf die Originale, die von Merkel bisher meisterhaft kopiert wurden. Ausbaden muss das der unbeliebte Herr Laschet, der bei der letzten Diskussion garnicht schlecht aussah, aber vom Wähler so gesehen wurde.

Heidemarie Heim | Do, 2. September 2021 - 13:02

Immense Herausforderungen für selten so offenkundig ratlose Wähler was das "Vertrauen" in die Politik und deren Befähigungen zur Lösung all dessen betrifft! Egal zu welcher Richtung man tendiert, wo man sich selbst politisch verortet, bei der anstehenden großen Verlosung sehe zumindest ich keinen Hauptgewinn mehr für unser schönes Land. Nur bestenfalls sogenannte Trostpreise.
Man verliert, gewollt oder ungewollt, das Interesse an diesem Spiel bei dem wie im Casino letztendlich immer die Bank gewinnt oder eben der Loseverkäufer. Als epochal würde ich denn auch eher die Probleme, den Zustand bzw. die momentanen Befindlichkeiten unserer Gesellschaft sowie die daraus resultierend ausstehenden Aufgaben bezeichnen. Diese zu bewältigen, siehe oben. MfG

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