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Die Forderung, Berlin autofrei zu gestalten, wird lauter. Ein Teil der Friedrichstraße ist es bereits / dpa

Initiative Volksentscheid Berlin autofrei - Dokument des Irrsinns

Die Berliner „Initiative Volksentscheid Berlin autofrei“ hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, der das Autofahren in der Hauptstadt nur noch an 12 Tagen im Jahr zulassen will. Freiheit scheint für viele kein Grundrecht mehr zu sein, sondern ein Luxusgut.

Autoreninfo

Alexander Grau ist promovierter Philosoph und arbeitet als freier Kultur- und Wissenschaftsjournalist. Er veröffentlichte u.a. „Hypermoral. Die neue Lust an der Empörung“ und „Kulturpessimismus. Ein Plädoyer". Zuletzt erschien von ihm „Politischer Kitsch. Eine deutsche Spezialität“ bei Claudius.

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Alexander Grau

Wir leben in kurzweiligen Zeiten. Quasi im Stakkato werden immer absurdere Ideen vorgetragen, wie man unsere Gesellschaft endlich besser, gerechter und nachhaltiger machen kann. Was gestern noch maßloses Befremden oder schallendes Gelächter ausgelöst hätte, wird schon heute wochenlang ernsthaft diskutiert. Und kaum denkt man, nun sei der Irrsinn nichtmehr zu überbieten, wird man umgehend eines Besseren belehrt.

„Initiative Volksentscheid Berlin autofrei“ 

Etwa in der Verkehrspolitik. Klar, sie ist das gottgegebene Spielfeld für Profilneurotiker und Querulanten aller Art. Wer eine unstillbare Freude daran hat, seine Mitmenschen zu drangsalieren, ihnen Vorschriften zu machen oder sie einfach nur zu belehren – hier kommt er auf seine Kosten. Jüngstes Beispiel: die „Initiative Volksentscheid Berlin autofrei“. Die hat in der vergangenen Woche einen Gesetzentwurf bei der Senatsverwaltung für Inneres und Kostensenkung eingereicht. Titel: „Berliner Gesetz für gemeinwohlorientierte Straßennutzung“ (GemStrG Bln).

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Romuald Veselic | Sa, 27. Februar 2021 - 09:24

„Initiative Volksentscheid Berlin autofrei“.
Sollen sie das haben, was sie wollen. Sie sollen sogar den Waffenscheintest mit Führerscheintest kombinieren, um die Männerpopulation zu verhindern, die das Auto als Waffe einsetzen könnte.
Was wird aus den jungen Männern, nichteuropäischer Abstammung, die gerne mal mit ihren getunten, motorisierten Boliden flanieren gehen, um ihr Vehikel als Testosterontransporter benutzen? Imponiergehabe, Narzissmus, mit Designerfrisuren die mich an Kim Jong-un erinnern. Noch mehr viel Spaß! 😆
Ikh bin kein Berliner.

Berlin schafft alle Autos ab. Die Straßen werden z Radwegen oder verfallen.
Der Flughafen wird nicht lange funktionieren. Dann brauchen wir nur noch die Bahnstrecken sabotieren und die finanziellen Förderungen einstellen.
Wir sparen uns Ärger, sehr viel Geld und gewinnen ein "modernes" sozialistisches Anschauungsprojekt. Ich freue mich drauf!

Wolfgang Tröbner | Sa, 27. Februar 2021 - 09:40

Querulanten" endlich? Die Forderungen dieser Personen, deren Geisteszustand unbedingt einmal überprüft werden muss, werden immer irr- und aberwitziger. Ein normales menschliches Gehirn, das sich tagtäglich mit produktiver Arbeit und den damit verbundenen Prpblemen beschäftigt, kann doch niemals auf den Blödsinn kommen, den sich diese Personen ausdenken. Woran liegt das? Gehen diese Personen keinerlei sinnvoller Tätigkeit nach und sie haben mangels nützlicher Arbeit einfach viel zu viel Zeit? Oder sind ihre Geistesgaben so beschränkt, dass sie zu nichts anderem zu gebrauchen sind? Es wird Zeit, diese Personen, die der Gesellschaft außer diesen blödsinnigen Ideen nichts zu geben imstande sind, zu stoppen.

Karl-Heinz Weiß | Sa, 27. Februar 2021 - 09:50

Die Idee wird wohl vom IT-Entwickler des chinesischen Sozialpunktesystems gesponsert. Wie reimte schon vor Jahrzehnten der Berliner Reinhardt May: “Einen Antrag auf Erteilung eines Antragsformulars....“
Willem Zwo wäre sicher stolz auf seine Berliner!

Stefan Bauer | Sa, 27. Februar 2021 - 09:55

... ob ich den Artikel gut finde.

Inhaltlich ist er perfekt und brandmarkt den Irrsinn.

Alleine die Veröffentlichung an sich konterkariert natürlich aber, dass man derlei Schwachsinn einfach totschweigen müsste.
Schon die Erwähnung, wie idiotisch dieser Mist ist, adelt ihn.
Wenn Cato nur oft genug sagt, dass Karthago zerstört gehört, werden die Römer irgendwann genervt losziehen, nur damit endlich Ruhe ist.

Linda Martin | Sa, 27. Februar 2021 - 10:12

Als "Eingeborene", waschechte Berlinerin arbeite ich intensiv daran, meinen Wohnsitz weit weg von Berlin zu verlegen. Diese Stadt, bzw. ihre Regierung ist für normale Menschen unerträglich geworden.

Urban Will | Sa, 27. Februar 2021 - 10:27

Schon längst ist doch klar, dass es im Zeitalter des Klimawahns darauf hinauslaufen wird, die Leute in ihrer Bewegungsfreiheit immer stärker einzuschränken.
Was da in Deppendorf nun auf dem Tisch liegt, ist doch schon mal ein „gelungener Anfang“. Auch wenn das „Klima“ hier primär nicht im Vordergrund zu stehen scheint.

Es wird dann weitergehen, über dessen Grenzen hinaus.
Corona hat gezeigt, wie treuselig untertänigst sich die Mehrheit des Michel seiner Grundrechte berauben lässt, es reicht ein Komplott aus Politik und Medien, Dauer - Beschallung und... Voilà! Er pariert.
Letztendlich führt kein Weg daran vorbei. Wir müssen durch das Tal des Irrsinns.
Auch diejenigen, die glauben, sich Links – Grün „leisten“ zu können, müssen die Folgen irgendwann wirklich selbst zu spüren bekommen und nicht nur die „anderen“ spüren lassen. Vorher tut sich nichts.

Die Freiheit... Man merkt erst, was man an ihr hat, wenn sie einem genommen wurde.

Hans Jürgen Wienroth | Sa, 27. Februar 2021 - 10:46

Wovon morgen keiner mehr spricht sind die Folgen für unsere Demokratie. Die ist schon lange in Gefahr, weil sich „kleine“ Gruppen (NGOs etc.) mit fraglicher Mehrheit in der Bevölkerung der Meinungsbildung und der Parlamente „bemächtigt“ haben. Auch die Folgen für unsere Städte oder unser Land werden weder aufgezeigt, noch diskutiert. Man folgt willig dem angeblichen „Zeitgeist“ zurück zur Natur (des 1. Jahrtausends).
Wie hier beim „autofreien Berlin“ wird eine in den Möglichkeiten unterschätzte Initiative von aktivistischen Politikern unterstützt. Dabei sind die Hürden gar nicht so groß, wie sie Ihnen erscheinen. Was sind 20.000 oder 170.000 Stimmen in einer Stadt mit 3,7 Mio. Einwohnern. Mit der entsprechenden politischen Unterstützung reicht das zur Umsetzung. Da wird aus den 170 tsd. Unterschriften eine Mehrheit zur Umsetzung, ganz ohne Möglichkeit der Ablehnung. So war das mit dem Insektenschutz in NDS. auch geplant. Das ist Demokratie auf dem Weg zur Räterepublik.

Christoph Kuhlmann | Sa, 27. Februar 2021 - 11:11

Menschen, der sich neben den hohen Mieten kein Auto leisten kann. Nennen Sie mir einen Grund warum der nicht für eine autofreie Stadt sein soll?

...warum Sie überhaupt in dieser Stadt leben wollen. Der Job kann es bei dem Gehalt wohl kaum sein, und zu teuer (lach!) ist es ja auch dort.
Davon ab, was haben Sie persönlich davon, wenn andere nicht mehr dürfen sollen, was Sie aus welchen Gründen auch immer nicht können?

Ich hatte sogar als selbstfinanzierter Bettelstudent immer ein Motorrad oder ein Auto - kein Problem.
Also mal hier nicht die Massen an finanziell so Minderbemittelten an die Wand malen - die gibt es schlicht nicht.

Es ist einfach nur Populismus. Mobilität war mal ein Kennzeichen von größter Freiheit - für mich ist und bleibt es immer noch dieses zu bewahrende Gut höchster Relevanz.

Falk Ostermann | So, 28. Februar 2021 - 02:54

In reply to by Enka Hein

...offenbar gehirnfrei! Eine Freiheit der ganz besonderen Art :-D

Klaus-Peter Götze | Sa, 27. Februar 2021 - 11:18

...everyone in the world will be proud to say: Ich bin kein Berliner.

Helmut W. Hoffmann | Sa, 27. Februar 2021 - 11:20

Berlin, the greatest shithole of Germany. Wenn ich die bekannten sozialistischen Auswüchse in dieser Stadt zusammenzähle wundert es mich, daß zumindest die "Nicht-Bio-Berliner" diese freiheitsfeindliche Stadt nicht fluchtartig verlassen.

Wolfgang Jäger | Sa, 27. Februar 2021 - 11:22

Man sieht also, wohin es geht in diesem Land! Die Lust am Totalitären scheint wohl keine Grenzen zu kennen. Wer von der etablierten Politik bezeichnet diese Initiatoren als das, was sie sind: Links-grün-ideologische Scharfmacher, die unser Gemeinwesen bis in den letzten Winkel hinein in eine totalitär-sozialistische Gemeinschaft von Gutmenschen und Weltrettern verwandeln wollen. Verzicht, Verbote, Freiheitsentzug heißen die neuen Zauberformeln! Krank! Neurotisch! Das Gebot der Stunde heißt: Widerstand! Wir müssen diesen Kulturkampf aufnehmen. Aber ich fürchte, dass viele immer noch nicht begriffen haben, wohin die Entwicklungen gehen. Vor allem die jüngeren Menschen scheinen Gefallen zu finden an dem, was die ideologisch verblendeten Rettungsfanatiker so alles vorhaben. Eine neue Religion scheint sich auszubreiten. Heilige gibt es ja schon: Greta und Luisa.

Maria Arenz | Sa, 27. Februar 2021 - 11:25

wer nicht fähig ist, funktionierende Konzepte zur Lösung komplexer Probleme zu entwickeln, kann garnicht anders als die mißgebildeten und deshalb von vornherein nicht lebensfähigen Produkte seiner "Denkarbeit "per Zwang einzuführen. Stalins Weißmeerkanal, der 130 000 Gulag- Zwangsarbeiter das Leben kostete und verkehrstechnisch von vornherein total unsinnig war, läßt grüßen. Wenn ich mir dann noch die "Persönlichkeiten" und Parolen auf den Wahlplakaten der LINKEN hier in Baden Württemberg anschaue, könnte man meinen, die Zeit sei in den 20ern des letzten Jahrhunderts stehen geblieben, und die Welt wisse noch nichts über das Scheitern der Sowjetunion , nichts über das Elend der Menschen im planmäßig zugrunde gerichteten , weil kommunistisch regierten Mitteleuropa oder Venezuela usw. Den Alptraum, den die geplante Zuteilungsbürokratie bei einer notorisch dysfunktionalen Berliner Verwaltung in der Praxis bedeuten würde, kann man sich lebhaft vorstellen.

Werner Gottschämmer | Sa, 27. Februar 2021 - 11:40

Wie war das, you get what you vote for? So einfach ist das! Ich ziehe äusserst weite Kreise um Berlin, shit hole town! Die Zeiten, in denen man dachte seine Abgeordneten lassen dies und das nicht zu, sind endgültig vorbei! Ständige Kontrolle ist nötig und der Entzug seiner Stimme, und so schnell wie möglich! Und sich auf nichts und niemand komplett verlassen. Ganz ehrlich! Berlin könnte von einem Moment auf den anderen komplett vom Erdboden verschwinden, es wäre mir egal. Oder besser doch nicht, sonst müssten wir diese BeKl. vielleicht auch hier ertragen. Nee, die Konzentration in Berlin ist schon ganz gut, am besten ne Mauer drumherum, ach das hatten wir schon? Nicht jede Entscheidung in der Vergangeheit war halt schlecht!

Christa Wallau | Sa, 27. Februar 2021 - 11:50

in Deutschland schreiten munter fort!
Zur Initiative in Berlin paßt gut, was gerade in Bonn geschieht. Seit Sept. 2020 wird die Stadt von einer grünen OB (Katja Dörner)regiert. Diese hat nichts dringlicher zu tun, als 183 (!) neue Vollzeitstellen zu beantragen, vor allem in ihrem Stabsbereich, mit Hilfe derer ihre Programmschwerpunkte (Klimaneutralität, Verkehrswende, soziale Gerechtigkeit, Digitalisierung) strategisch besser koordiniert u. durchgedrückt werden sollen. Die Zustimmung des Rates ist ihr sicher; denn dieser hat eine Mehrheit aus Grünen, SPD, Linken u. Volt.
Der "Bürgerbund Bonn" schätzt die Kosten auf 1,2 Millionen Euro pro Jahr. Im heutigen"General-Anzeiger" wird M. Schmitt vom BBB zitiert: "Der Plan der Oberbürgermeisterin, einen Ring von
hoch- bis höchstbezahlten Günstlingen um sich zu scharen, ist ein unglaublicher Akt versuchter Selbstbedienung."
In RLP mußten die grüne Umweltministerin Höfken u. ihr Staatssekretär wegen eklatanter
Vetternwirtschaft zurücktreten!

Was für ein theatralischer Auftritt! Der Irrsinn, der tobt! Und die besonders guten "Demokraten" im Umfeld der AfD - deren "Demokratietauglichkeit" bereits heute
zum Teil vom VS infrage gestellt wird, sehen den "freien" Bürger mal wieder gegängelt!
Dabei sind Städte wie Amsterdam in der Umsetzung ähnlicher Konzepte bereits weitaus weiter. Und in Paris gibt es Überlegungen, den Champs-Elysees in eine mit Bäumen bepflanzte Fußgängerzone umzuwandeln, und darüber hinaus den Verkehr großflächig aus dem Stadtzentrum zu verbannen! Alles Irrsinn?
In Bonn mäkelt in der Tat der sogenannte "Bürger Bund" am lautesten, ein Verein angeblich "staubtrockener Konservativer" (Quelle: General Anzeiger). Und siehe da, gerade hat man den eigenen Ex-Vorstand wegen angeblicher Korruption verklagt...
In Rheinland-Pfalz hat der rechtskatholische Spitzenkandidat Frisch über mehrere Monate einen ehemals polizeibekannten Rechtsextremen und NPD-Kandidaten als beschäftigt. Besser ordentlich rechts als teuer..

Wolfgang Henning | Sa, 27. Februar 2021 - 12:39

Wenn einem in Anbetracht des verbreiteten Irrsinns nicht bereits das Lachen im Hals erstickt wäre, könnte man herzhaft lachen. Aber es ist leider kein Scherz, die linkspopolistischen Eiferer meinen das tatsächlich ernst. Man sollte sie also ernst nehmen und sie daran erinnern, dass auch der Feinstaubabrieb auf der Agenda der Vermeidung von Umweltschäden steht. Neben dem Autoverkehr sollte auch die Nutzung von Fahrrädern und das Tragen gummibesohlter Laufschuhe mit ihrem Profilabrieb verboten werden.
Viel Spaß, liebe grünbeseelte Weltverbesserer!

Ernst-Günther Konrad | Sa, 27. Februar 2021 - 12:51

die gerade auch in Berlin schon längst zur Disposition steht. Es sind genau die vom Berliner Bürger gewählten Politiker, aus deren Mitte solche BIs entstehen und die in RRG wohlwollende Vollstrecker finden werden. Ob das alles noch grundgesetzlich ausgestaltet wird? Egal. Sollen die erst mal klagen, die ewigen Kritiker und die "Rechten". Sie haben völlig recht, es gab noch eine Zeit, nicht so lange her, da hätte man darüber gelacht, als Unsinn bezeichnet und die BI-Mitglieder als geistig verwirrt eingestuft. Inzwischen aber tummeln sich Ideen alle Couleur im Berliner Politalltag, die genau das widerspiegeln, was einen Teil der Klientel abbildet. Ach übrigens. Warenlieferverkehr lese ich nicht. Ach stimmt, Geschäfte in der Innenstadt wird es bald nicht mehr geben. Wie kommen eigentlich die Clans dann von A nach B. Mit dem ÖPNV?
Einen Grund mehr als Hesse, Berlin zu meiden. Man muss nicht jeden Schwachsinn mitmachen. Aber gut, die Berliner leben ihre Freiheit so aus, wie sie wählen.

Tomas Poth | Sa, 27. Februar 2021 - 12:55

Was absurd ist ist sicherlich auch immer eine Frage der eigenen Sichtweise, des eigenen Standpunktes.
Aber generell werden wir zukünftig immer häufiger solche "Absurditäten" erleben.
Man kann es auch als mehr direkte Bürgerbeteiligung an der Gestaltung öffentlicher Räume verstehen, die ihre Bedürfnisse zu Gehör bringen und durchsetzen möchte.
Ich bin auch Autofahrer in einer Großstadt und würde gern auf das eigene Auto verzichten, aber das Kosten Nutzen Verhältnis für den Verzicht, auch hinsichtlich Bequemlichkeit, das passt bei weitem nicht.
Für 1 Jahr hatte ich meine Mobilität mit CarSharing und Öffies ausgehalten. Danach wurde ich wieder "Rückfällig".

Wolfgang Borchardt | Sa, 27. Februar 2021 - 13:20

... für die Berliner, die schon immer gern auf dem Land leben wollten, ohne auf die Infrastruktur der Stadt verzichten zu müssen. Aber es bleiben Fragen. So ist die Zahl der Menschen, die mit ihrem aus unterschiedlichen Gründen geschätzten Auto vielleicht doch zu groß und die ziehen dann woanders hin. Und die verbleibenden reichen nicht mehr aus, um die städtische Infrastruktur aufrecht zu erhalten? Tatsächlich werden die Abstände zwischen den obstrusen Ideen immer kürzer. Eine Gesellschaft im freien Fall.

Gerhard Fiedler | Sa, 27. Februar 2021 - 13:21

Nein, man glaubt es nicht, es ist keine Satire! Den Beitrag von Herrn Grau musste ich gleich zweimal lesen. Aber es ist die pure Realität von Berlin. Grün-linke Klimaretter haben dort Vorfahrt, bis hin zum Wahnsinn. Sie halten sich für Gott, für den bekanntlich kein Ding unmöglich ist. Doch nicht zu früh gefreut! Der Irrsinn kennt in Deutschland keine Grenzen. Er wird, wenn auch in
abgeschwächter Form, ganz Deutschland erfassen. Wir Deutschen sind für so etwas, wenn es nur von oben angeordnet wird, wie geschaffen, alles gläubig und ohne Widerworte hinzunehmen und zu befolgen. Corona hat dies bewiesen und war unser Lehrmeister. Die Komödie von Berlin wäre allerdings perfekt, würde sein Bürgermeister diesen Blödsinn hoch oben vom Funkturm aus verkünden, so wie einst Moses die zehn Gebote vom Berg Sinai ausrief. Shakespeare hätte daran seine Freude gehabt. Das kommt davon, wenn man uns den Karneval verbietet.

ursula keuck | Sa, 27. Februar 2021 - 13:56

Wenn man die ganzen Horror-Meldungen und Untergangsszenarien der letzten Jahre verfolgt, zeigt das nicht eine realistisch war, sondern Alle aus reiner Profilsucht und Panikmache diente.
Und die Geschichte zeigt leider das wir Deutsche ein Mahl vom gesellschaftlichen Wahn befallen, alles extrem sorgfältig machen.
Angefangen bei einer Explosion in einer Chemiefabrik in Seveso Italien bei der gr0ße Mengen Dioxin in die Umwelt gelangten.
Einige Arbeiter der zerstörten Fabrik wurden bei diesem Unfall einer hohen Schadstoffbelastung ausgesetzt. Man prophezeite ein Massensterben und eine Jahrzehnte Verseuchung in der betroffenen Region. Bis heute ist kein Mensch an den Folgen gestorben
Bis heute wird keine Gelegenheit ausgelassen immer wieder die Lüge verbreitet, das in Japan Tausende Menschen wegen der Kernschmelze sterben mussten.
Dass nicht ein einziges Todesopfer, weder durch die Kernschmelze noch durch austretende Strahlung zu beklagen war, wird glatt in das Gegenteil verkehrt.

ursula keuck | Sa, 27. Februar 2021 - 13:58

Erinnern möchte ich noch an die wochenlange Weltuntergangsstimmung in Deutschland wegen der angeblichen BSE-Krise.
Tag täglich wurden die Menschen mit Horror-Meldungen in den sämtlichen Medien überschüttet. Alle politische Talkshows in ein Thema: „Kreuzfeld Jacob“.
Sie entfachten eine Massen-Hysterie und steigerte sich zum Kaufboykott ohne Gleichen.
Tonnenweise wurde ohne Not willkürlich erstklassiges, gesundes Fleisch vernichtet,
Nach Ansicht der Profis hatten nur Vegetarier eine Überlebenschance, alle anderen Menschen krepierten grausam vorzeitig an Kreuz-Jacob.
Arme Viecher wurden massenweise ohne Grund umgebracht, sofort vernichtet und die Angst vor der angeblichen menschenmordenden Seuche trieb Landwirte, Händler und Metzger reihenweise in die Pleite.
Wirkliche Experten, die mit nüchternen Statistiken BSE als ganz normale Krankheit einstuften wurden öffentlich fast gesteinigt.

Na ja. Dass man Kühe mit Schlachtabfällen von toten Tieren fütterte, scheint mir keine gute Idee gewesen zu sein. Hinzu kam, dass man diese Schlachtabfälle um Geld zu sparen nicht genug erhitzte ehe man sie verfüttert. Manche Dinge sind einfach nicht richtig, was auch immer BSE war. Übrigens, hätte China nicht nur die Innlsndsflüge nach Wuhan gesperrt, sondern auch die Auslandsflüge, hätte es wahrscheinlich keine Pandemie gegeben. Manchmal ist das Richtige zu tun das Richtige.

Walter Bühler | Sa, 27. Februar 2021 - 14:42

... man auf zwei lokale Besonderheiten achten:

1. Viele Berliner konnten das Berliner Schulsystem nur in seiner durchschnittlichen Form und unter landestypischen Umständen absolvieren.

2. Unter der rot-rot-grünen Regierung gibt es via Netzwerk schnelle Karriere-Wege, die diverse regierungstreuen Aktivisten bis hinauf zu Parlamentarischen Staatssekretären hochkatapultieren können. Als armer Aktivist wäre man doch schön blöd, wenn man auf eine solche Chance für ein lebenslanges Einkommen verzichten würde.

Es ist angesichts der hier dominierenden Vielfalt auch nicht ausgeschlossen, dass ein Trupp versprengter Alt-Maoisten seinen Traum vom Peking der 50 Jahre des vorigen Jahrhunderts nachhängt. Oder diverse Wolfsfreunde arbeiten hartnäckig und zäh am Ziel, dass auch im Regierungsviertel und im Tiergarten endlich ein oder zwei Wolfsrudel in ihr natürliches Habitat zurückkehren können.

In dieser Stadt ist alles möglich!

Ach Berlin, könnte ein so schöne Stadt sein.
+

Hanno Woitek | Sa, 27. Februar 2021 - 18:14

Aktivisten* innen, Ideologen*innen, Grüne*innen und Linke*innen.
Aberwir halten ja auch ohne Gegenwehr die Katholische Kirche und ihre stillschweigend geduldeten Kinderschändungen aus, ohne lautstark ihr Verbot zu fordern wie bei anderen organisierten Banden.

Jens Böhme | Sa, 27. Februar 2021 - 20:55

Es ist weder Irrsinn noch lustig. Steter Tropfen höhlt den Stein. Es ist wie auf dem Basar. Der Verkäufer will 10 Euro, der Käufer bietet 3 Euro, man einigt sich auf 6 Euro. Autofahrer wollen jeden Tag, die Initiative 12 Tage, man wird sich einigen auf paar autofreie Sonntage. Dann geht der Basar erneut los. Autofahrer wollen die paar autofreien Sonntage verteidigen, die Initiative alle Wochenenden autofrei, man einigt sich auf paar autofreie Wochenenden. Dann geht der Basar erneut los.

Kai-Oliver Hügle | Sa, 27. Februar 2021 - 22:07

Es ist wenig überraschend, dass das Forum, das sonst bei jeder Gelegenheit Volksabstimmungen fordert, es schlecht aushält, wenn andere Menschen sich für etwas wie autofreie Innenstädte einsetzen. Dann sinkt die Begeisterung für plebiszitäre Elemente drastisch, was einmal mehr beweist, dass es den Ciceronen nicht um direkte Demokratie als Prinzip geht, sondern einen, wie auch immer, herbeizuführenden Politikwechsel.
Wer schon mal in Brügge oder Antwerpen war, weiß, dass die Einwohner dort autofrei eher mehr als weniger Freiheit genießen. Zurecht könnte man nun einwenden, dass Berlin mit solchen Städten nicht zu vergleichen ist, aber wenn man die Idee grundsätzlich gleich als "Irrsinn" bezeichnet, kann natürlich keine sachliche Diskussion aufkommen, was - wie Ich vermute - auch gar nicht die Absicht des Autors war. Schade eigentlich...

Christoph Kuhlmann | So, 28. Februar 2021 - 09:18

alle Großstädte auf dem Globus haben ein riesiges Verkehrsproblem. Das führt dazu, dass man erstmal einen Parkplatz nachweisen muss um ein Auto zu kaufen, oder Eintritt bezahlen muss usw. Es wäre doch wirtschaftlich am Stadtrand Parkhäuser zu errichten, wo Eigentümer ihr PKW abstellen könnten um dann bequem und entspannt per ÖPNV zu ihrer Wohnung oder ihrem Arbeitsplatz zu gelangen. Das Goldene Kalb der Gegenwart heißt PKW und wird nach Auskunft führender Hersteller nach irrationalen Kriterien gekauft. Es geht nicht um die Frage, wie komme ich am effektivsten von A nach B, sondern oft um Lustgewinn. Wie vernünftig ist es diesem Lustgewinn große Teile der Stadtfläche zu opfern? Wieviel Lärm, Gestank und Abgase darf man den Einwohnern zumuten und wieviel Verkehrstote ist uns der Spaß wert? Wenn die Menschen gerne zu Millionen auf einander hocken muss man halt Abstriche bei der individuellen Mobilität machen.

Walter Bühler | Mo, 1. März 2021 - 11:05

In reply to by Christoph Kuhlmann

"Alle Großstädte auf dem Globus haben ein riesiges Verkehrsproblem."
Ja, wenn sie wie London ein aktives wirtschaftliches Zentrum für das ganze Land sind.
Nein, wenn sie wie Berlin das Zentrum einer deindustralisierten Randregion darstellen, die vom Gesamtstaat subventionert werden müssen, und an denen der Wirtschaftsverkehr auf den Autobahnen vorbeirauscht.

Berlins wichtigstes Problem ist, wie es wirtschaftlich wieder lebensfähig werden kann. Ein Rentner-Kurort aus Hartz-IV-Empfängern in Millionenzahl ist doch keine ernsthafte Perspektive!

Bernhard Marquardt | So, 28. Februar 2021 - 11:01

Dabei gibt es längst von höchst kompetenter Stelle perfekte Vorschläge für München, die Berliner Stadtkommödianten könnten die als „Blau“pause übernehmen:

Karl Valentin´s Verkehrsordnung für die Stadt:
Es dürfen in ganz München nur noch fahren:
Am Montag nur noch Personen-Autos
Am Dienstag nur noch Geschäftsautos
Am Mittwoch nur noch Straßenbahnen
Am Donnerstag nur noch Omnibusse
Am Freitag nur noch die Feuerwehr
Am Samstag nur noch Radfahrer
Am Sonntag und Feiertag nur für Fußgänger
Oder Von 6 bis 7 Uhr nur noch Radfahrer
Von 7 bis 8 Uhr nur noch Automobile
usw.....
Auf diese Weise könnte nie mehr ein Mensch überfahren werden.
Noch Fragen?