Mahide Lein, die Moderatorin des Lesbenfrühlings, beim diesjährigen Festival / MB

Lesbenfrühling 2021 - Mein erstes Mal

Der „Lesbenfrühling 2021“ war dieses Jahr eine hochumstrittene Veranstaltung. Denn ein bestimmter Teil der Lesben will Trans*frauen mit Penissen einfach nicht als „echte“ Frauen akzeptieren. Unser Autor Mathias Brodkorb hat sich als „Uschi“ am Wochenende ins Festival-Getümmel gestürzt.

Autoreninfo

Mathias Brodkorb war Finanzminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern und gehört der SPD an.

So erreichen Sie Mathias Brodkorb:

Porträt Mathias Brodkorb

Am Pfingstwochenende fand er nun doch statt, der „Lesbenfrühling 2021“. Im Vorfeld war ein bis dahin noch nie so offen ausgetragener Streit zwischen deutscher Lesben- und Queer-Szene entbrannt.  Ein bestimmter Teil der Lesben will Trans*frauen mit Penissen nämlich einfach nicht als „echte“ Frauen akzeptieren und findet sie sexuell auch nicht sonderlich anziehend. Die wiederum finden das von den Lesben gemein und „transphob“. Ganz klar, da musste ich mit ausreichend Popcorn unbedingt dabei sein. 

Ich versuchte es zunächst mit einer Anfrage im Umfeld der Veranstalterinnen. Ich hätte mir überlegt, so schrieb ich, am Wochenende einfach auch mal eine „frauenliebende Frau“ zu sein. Dann dürfte ich an dem digitalen Festival doch bestimmt teilnehmen, so als lesbische Frau ehrenhalber – und außerdem aus Solidarität? 

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Rob Schuberth | Mi, 26. Mai 2021 - 13:28

...viel Blablah-Themen.

Seit einigen Tagen habe ich den Eindruck man hinkt hier im Cicero der tagesaktuellen Lage hinterher, resp. schreibt nicht darüber.

Ich will mal lieber kleine Absicht unterstellen, nur fragen warum das so ist und was das soll?

Das Thema dieses Artikels wäre m. E. passend für die TAZ, oder andere linke Blätter, aber hier eher eine krasse Fehlorientierung.

Und nun bin ich gespannt ob die Red. den Mumm hat das durchzulassen.
Eine Demokratie lebt ja vom Diskurs und den möchte ich einleiten.
Danke

Herr Brodkorb ist sehr belesen und auch sehr durchdacht, in der Schilderung "trotzdem" sehr lebendig, ohne vor den Kopf zu stoßen.
Die TAZ habe ich auch mal gelesen, viele Journalisten* haben dort mindestens zeitweise gewirkt.
Danke Herr Brodkorb für den interessanten Bericht und die politischen Reflexionen auf diese Bewegung/Gruppierung.
Debatte hat was!

..Herr Schuberth.
Manchmal cersuche ich aus det grössten Hirnrissigkeit noch etwas positives abzugewinnen.
Wenn demnächst die Lokalitäten wieder öffnen sollten und es gibt mal wiedet ein Schlange vor dem Frauenklo, werde ich mein Geschlecht ändern und auf's Männerklo gehen. (Männer können naturlich ähnlich verfahren) und sollte einer was sagen so wird er direkt in "transgenderkreuzundquer Phobe" Ecke gestellt. Notfalls mit metoo gedroht und wenn's zügig gehen soll halt Nazi.
Und der Wirt, falls er nicht zu mir hält, wird mit Klage gedroht weil er keine ich-weiß-noch-nicht-was-ich-bin Toilette hat.

Jedem da Seine. Aber dieses gehype dieser Mindeheit ist nur noch lächerlich. Insbesondere weil sich die Community selbst zerfleischt. Aber mir egal. Ich akzeptiere diese Menschen.
Von aussen betrachtet aber nur noch lächerlich. Weniger wäre mehr und zielführender.

Grandiose Idee liebe Frau Hein! Nur mit dem stehend pinkeln hab` ich noch so meine Probleme;) Die Teile jedoch in Kinderhöhe angebracht...Erinnert mich an das Gesicht meiner großen Schwester, die sehr pingelig ist was den Umgang mit sanitären Anlagen betrifft, als ihr Schwiegervater aus deren mit einem Bidet ausgestatteten Bad kam und sich beschwerte, wie verdammt niedrig das Klo ohne Deckel wäre und er fast eine Kniebeuge machen musste um die Treffsicherheit zu erhöhen;-). Da machte ich zum ersten Mal nachdem ich den Windeln entstieg vor Lachen fast in die Hose. Ähnliches könnte passieren wenn ich mir die Gesichter und das schnelle "wieder einpacken" der anwesenden Herren in ihrer mit Männlein versehenen Domäne bei meinem geschlechtsfluiden Einmarsch vorstelle;-). Frei nach Loriot bei Papa ante portas: " Ich möchte hier pinkeln!" LG

Hallo Frau Heim!

... tja, während in el Schüssell noch geschrubbt wird, läuft es in el Urinal schon wieder flüssig!

CICERO - Das Magazin für politische Kultur

Ein lesbisches Frühlingstreffen und interne Probleme im LGBTQ-circle,
why not?
Niemand wird gezwungen solche Artikel zu lesen, nicht wahr?
Toiletten - Klos?
"Politische Kultur eben!"

Wissen Sie, ich bin wahrlich kein Sagrotan-Typ, jedoch kam ich auch einmal an meine hygienischen Grenzen - es war nur krass!
Damals ein TT-Ausflug nach MÜ und der Zug voller Fußballfans aus Bremen!
Letztlich waren alle Toiletten abgeschlossen - verstopft => alles versifft!
Das war "lustig" und/aber krass-eklig zugleich!

Die Krönung ist die musikalische Beschallung in Klos von Supermärkten!
Plötzlich Werbung!
"Heute im Angebot: Hackfleisch, frisch - 250 gr nur 1,11 €!"
(... und der Kunde in Zelle 3 möge sich bitte richtig herum auf das Klo setzen!"
- okay, so weit sind WIR noch nicht!)

Frau Heim, alles Gute und immer tapfer schreiben!

Schon beim Satz von Herrn Brotkorb: "Wenn es nach denen geht, dürfte man sich nämlich nur einmal im Jahr sein Geschlecht neu aussuchen und nicht alle drei Tage."...habe ich mich fast weggeschmissen vor Lachen. Aber ihr Text, werte Frau Hein, hat die Situation noch einmal getoppt.

Diskurs? Worüber? Ob die Cicero-Redaktion in Zukunft ihre Themenauswahl ausschliesslich an den politischen Zielen einiger politisierender Foristen ausrichtet?

Geht es noch?

Ein wichtiges Qualitätsmerkmal des Ciceros ist die Vielfalt. Sowohl was Themen, als auch Meinungen angeht.

Sie würden es wahrscheinlich bevorzugen, den Cicero als meinungsmachenden Partner im Kampf gegen übliche "politische Feinde" an Ihrer Seite zu wissen.

Da könnte der Cicero ja gleich den Laden dichtmachen, so fernab jeglicher Seriösität. Im Übrigen können Sie sich Ihre "Neuigkeiten a la carte" ja gerne direkt von der AfD-Webrepresentanz besorgen. Oder sich auf irgendwelchen "alternativ-scharf-rechten" Seiten eindecken, die besonders sendungsbewusste Forenaktivisten hier verbreiten. Und da ist sicher nicht der Mainstream-Journalismus zu Hause..

Versuchen Sie wenigstens, sich dem Beitrag möglichst unvoreingenommen zu nähern. Ihr Horizont kann davon nur profitieren.

Karl Kuhn | Mi, 26. Mai 2021 - 17:23

In reply to by Gerhard Lenz

"Versuchen Sie wenigstens, sich dem Beitrag möglichst unvoreingenommen zu nähern. Ihr Horizont kann davon nur profitieren."

Herr Lenz, Sie selbst haben sich noch NIE der intellektuellen Mühe unterzogen, hier einen Beitrag zu kommentieren. Sie haben hier noch NIE etwas anderes getan, als andere Kommentatoren voreingenommen und autoritär runterzuputzen. Mit einem Abschalten der Antwortfunktion wären Sie hier weg, denn den Beweis, dass Sie den gerade von Ihnen rausposaunten Maßstäben genügen könnten, haben Sie bisher kein einziges Mal erbracht.

Rob Schuberth | Mi, 26. Mai 2021 - 19:00

In reply to by Karl Kuhn

Ich danke Ihnen, werter Herr Kuhn, und auch all denen die sich an m. Kommentar "gerieben" haben.
Sich zumindest dazu geäußert haben.
So in etwa hatte ich es mir vorgestellt.

Und ja, auch Dank an die Redaktion.

Tomas Poth | Mi, 26. Mai 2021 - 17:34

In reply to by Gerhard Lenz

... Hr. Lenz, sind Sie das denn?
Stefan Aust von der Welt, hat in einem Zeit-Interview von dem Mitläufer-Effekt in unserem Land gesprochen, der sehr stark ausgeprägt sei. Sie hatte er damit wohl nicht gemeint?

Andre Möller | Mi, 26. Mai 2021 - 14:15

und gleichzeitig noch Einblick in den "deep state" der Identitären und Lesben bekommen. Wobei Letztere noch ganz sympathisch rüberkommen und meinen Respekt haben. Kenne selber welche und weiß auch wen die wählen. Dauert nicht mehr lange und der Kampfbegriff "alte weiße Lesbe" wird ins Getümmel geworfen... die Spirale des Irrsinns dreht sich weiter...

Tomas Poth | Mi, 26. Mai 2021 - 14:16

in gewissen Kreisen: Aneignung einer falschen Identität, ergo rassistisch!
Na ja, nicht mein Urteil, schließlich soll Journalismus ja zu allen Bereichen, wegen der Transparenz, Zugang haben.
Die FDP und die Geschlechtszuordnung, nun, soll hier eine Verhandlungsposition für eine evtl. Ampelkoalition geschaffen werden?
Ansonsten, wenn wir für 0,x % der Bevölkerung so viel Aufmerksamkeit und Zuwendung betreiben, da frage ich mich wieviel mehr müßten wir es dann für 12,x % der Wählerschaft machen.
Hieraus läßt sich leicht der Ungeist unserer medialen Öffentlichkeit erkennen die dem MSM huldigt.

Bernd Muhlack | Mi, 26. Mai 2021 - 14:42

... war (ist?) ein oller Sänger von mMn eher seichten Trällereien ...
Nun ja, wer AC/DC, Metallica etc. hört kann nur zu diesem Schluss kommen.
Von ihm gibt es die Schnulze "Uschi mach kein Quatsch!"
Herr Brodkorb, mehr ist dazu nicht zu sagen.
So langsam nimmt (auch) hier dieses LGBTQ-Gehätschele überhand, nicht wahr?

Ich hatte damals als Zivi eine lesbische Kollegin - wir waren ein Dream-Team!
👍

Romuald Veselic | Mi, 26. Mai 2021 - 15:01

den Artikel zu ende zu lesen.
Der aktuelle Hype wird hochgekocht, die im Focus der Evolution, nur eine mickrige Eintagsfliege ist u. bleibt. Andere Kulturen (99% der Weltbevölkerung) werden niemals diese Ansichten u. Thesen akzeptieren, was nicht nur mit verbalem Austausch enden wird, wenn man damit Anti-LGBT Lager überstrapaziert.
Die Westlerinnen mit ihrem LGTBQ + X Gehabe u. Konstrukten, haben keine Überlebenschance auf der geschichtlich-gesellschaftlichen Bühne. Wenn jemand aus einer marginalen Exklusivität eine Weltbewegung machen will, erzeugt wenig Zustimmung. Ich hoffe, dass die ablehnende Haltung der Genderverweigerer nicht mit einem Bürgerkrieg im Sandkasten enden wird.
Wer u. wie man sich geschlechtlich fühlt, ist gleich Privatsache, wie Religion. Was ich nicht ausstehen kann, damit behelligt zu werden.
Ich wünsche mir, dass der Roman "Die geschützten Männer" v. Robert Merle, endlich zur Tatsache wird.
MfG Skyjack

Manfred Klein-Ilbeck | Mi, 26. Mai 2021 - 15:44

Die Berichte und Diskussionen über auswechselbare Geschlechterzugehörigkeiten, die "me-too"-Bewegung, geschlechtsbezogene Diskriminierungen, Homo-, Trans- oder Lesbenphobie usw. hängen mir allmählich zum Halse heraus.

Lisa Werle | Mi, 26. Mai 2021 - 22:50

Lesbe Patricia hat absolut recht: in dieser ganzen Gender-Diskussion geht es tatsächlich und in Wahrheit nur um eines: Männerinteressen im Gewande der Genderideologie.
Dass die Grünen da mitmachen: nichts noch so Absurdes ist denen zu blöd. Aber die FDP? Schon wieder eine Wahlalternative weniger. Ich werde sicher keine Partei wählen, die dafür sorgt, dass Männer in Frauenkleidern zum Beispiel im Sport für das Aus von echten Frauen sorgen. Das Schlimmste und Verantwortungsloseste aber: dass sie es ermöglichen wollen, dass Jugendliche sich alleine (ohne Eltern, ohne Beratung) für Eingriffe entscheiden 'dürfen', die sie in den Auswirkungen häufig nicht überblicken und die sie u.U. ein Leben lang belasten. Entsprechende Fälle und Klagen vor Gericht gibt es inzwischen genug. 50 % der Bevölkerung in diesem Land werden diskriminiert und sollen sich nach dem Willen der Transgender nicht mehr 'Frauen' nennen dürfen, sondern "Menschen, die menstruieren". Ist das zu glauben? Obszön trifft es.

Gerhard Hellriegel | Do, 27. Mai 2021 - 09:11

Ach ja, der Mensch kommt als tabula-rasa, als unbeschriebenes Blatt auf die Welt und dann ritzt die Kultur ihre Zeichen ein? An Letzterem ist schon etwas Wahres: die Gesellschaft war es, die mich zum Schwäbisch vergewaltigt hat. Aber die Evolution entwickelt nie ein tabula-rasa, das hat keine Chance, die Entwicklung verläuft immer in kleinen Schritten zwischen Destabilisierung (es gäbe sonst keine Transgender) und Stabilisierung (es gäbe sonst keine Arten). Und auch Kulturen fallen nicht vom Himmel, sondern modulieren in Varianten das bereits Vorhandene, genau so gefangen zwischen De- und Stabilisierung. So modulieren Kulturen auch den Orgasmus, aber glaubt jemand im Ernst, das sei deswegen ein kulturelles Phänomen, eine Erfindung der Kultur?
Oder sollte, dass wir uns um unsere Kinder kümmern, etwa ein Produkt aus dem Hause Christentum sein? Leute, Leute, der Braten war schon Millionen und Abermillionen von Jahren in der Röhre, wenn der kleine Erdenbürger seinen ersten Schrei tut! :-)

Kurt Kuhn | Do, 27. Mai 2021 - 12:07

So pflegten es meine Großeltern und Eltern zu sagen.
Die Menschen in D sollten dankbar sein, dass sie hier und jetzt das sein dürfen was sie sind bzw. sein möchten! Sich deswegen zu streiten ist Unsinn.

In jeder Statistik (Gauß-Glocke) werden ein paar Zehntel Prozent von den Rändern weggelassen, da man sonst nie „zu Potte kommt“.
Bei allem Respekt für die Diversität, sollte man auch hier die Kirche im Dorf lassen.

Vielen Dank für den interessanten Beitrag, Herr Brodkorb!