Unternehmertum in der Corona-Krise - Kein lästiges Beiwerk, sondern Problemlöser!

In der Pandemie ist der Staat noch mächtiger geworden, als er es ohnehin schon war. Dabei ist es vor allem die private Wirtschaft, die sich als krisenfest und einfallsreich erwiesen hat. Anstatt die Unternehmer wie Schulkinder „in die Pflicht“ zu nehmen, sollte die Kanzlerin deren Leistung anerkennen. Und zwar explizit.

Hygienemaßnahmen im Berliner Hard Rock Café / picture alliance

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Frank Schäffler, Jahrgang 1968, ist Bundestagsabgeordneter der FDP und Geschäftsführer des liberalen Thinktanks Prometheus - Das Freiheitsinstitut.

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Clemens Schneider, Jahrgang 1980, ist Direktor des liberalen Thinktanks Prometheus - Das Freiheitsinstitut.

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Die politisch Verantwortlichen in Bund, Ländern und Europa haben – vorsichtig formuliert – keine durchgehend eindrucksvolle Figur gemacht im Umgang mit der Pandemie. Das wissen wir alle. Mit etwas Glück vielleicht sogar sie selbst.

Umso weniger verständlich ist es, wie viele von ihnen ausgerechnet denen Vorwürfe machen und Knüppel zwischen die Beine werfen, die in erheblichem Maße dazu beigetragen haben, dass doch manches funktioniert hat; dass sich die Pandemie nicht zu einer Totalkatastrophe für die Menschen im Land entwickelt hat.

Das sind die zahllosen Kleinunternehmer, die im März und April vergangenen Jahres in kürzester Zeit ihre Produktion angepasst und Masken genäht und Plexiglasscheiben zurechtgeschnitten haben. Die Restaurants, die sich blitzschnell umgestellt haben auf Essensabholung, um schon im ersten strengen Lockdown zu überlegen und zu recherchieren, wie sie ihre Läden mit möglichst geringem Risiko für die Kundinnen und Kunden wiedereröffnen können; die Luftreiniger für drinnen und Heizpilze für draußen gekauft haben.

Wo wäre unser Land, wenn nicht Anbieter von Videostreaming-Plattformen in Windeseile gigantische Kapazitäten aufgebaut hätten? Mit welch noch viel heftigerer Wucht hätte dann die Einsamkeit den verwitweten Großvater im Pflegeheim getroffen – genau so wie seine Enkeltochter, die gerade in eine neue Stadt gezogen ist, um ihr Studium zu beginnen? Wie hätte man die Millionen von Schülern unterrichten sollen – über KiKA?

Zahllose Labore haben ihre Kapazitäten angepasst an die neue Situation. Große Pharma-Unternehmen haben sich in atemberaubender Geschwindigkeit auf die Entwicklung und Produktion von schier unglaublichen neuen Impfstoffen umgestellt. Medizinstudentinnen haben Kunstgalerien in Berlin zu Schnelltest-Zentren umgebaut, die sogar noch reibungsloser funktionieren als die Kanzlerkandidatenkür bei den Grünen.

Bewundernswerte Leistungen

Die Leistung der Selbständigen, Unternehmerinnen und Unternehmer in unserem Land und auf der ganzen Welt ist zutiefst bewundernswert. Sie haben schnell, flexibel, fantasiereich und unverdrossen Lösungen für die vielen Herausforderungen gefunden, von denen Ende 2019 noch niemand ahnte, dass sie überhaupt existieren könnten. Sie sind Risiken eingegangen und haben zum Teil in absoluter Selbstlosigkeit gehandelt.

Was wäre es doch für ein schönes Zeichen gewesen, wenn die Kanzlerin, der Bundespräsident oder zumindest irgendein hochrangiger Amtsträger das einmal ausführlich und deutlich gewürdigt hätten! Man hätte Dankbarkeit zum Ausdruck bringen können. Sicherlich auch freudigen Stolz auf diese Frauen und Männer – unsere Mitbürger! Man hätte davon schwärmen können, wie Erfindungsreichtum und Leidenschaft so vieler unterschiedlich begabter Menschen selbst in den dunkelsten Stunden noch leuchten. 

Selbständige werden bemitleidet 

Doch nicht so in Deutschland, in dem man es sich unter Führung einer zum Teil mit erklecklichen Gehältern und üppigen Pensionsansprüchen ausgestatteten Klasse von „öffentlichen Intellektuellen“ in einem bräsigen und selbstgefälligen Modus eingerichtet hat, der alles vom Staat erwartet und fast alles zu geben bereit ist. Selbständige werden bemitleidet, weil sie in ihrer Unsicherheit ja in geradezu prekären Verhältnissen leben müssen. Unternehmer und Unternehmerinnen innen hingegen werden als rücksichtslose Ausbeuter ihrer Angestellten, Kunden und Zulieferer gezeichnet.

Dass wir im öffentlichen Diskurs geradezu systematisch den entscheidenden, bisweilen lebensentscheidenden Beitrag dieser Menschen für unsere Gesellschaft ausblenden, kommt freilich nicht von ungefähr. Wenn Unternehmer in Schulbüchern als natürliche Gegner dargestellt werden, im „Tatort“ oft die Mörder sind und von radikalen Klimaaktivisten für den Weltuntergang verantwortlich gemacht werden, muss man sich nicht wundern, wie wenig ihre Leistung verstanden und gewürdigt wird. Und das vielleicht noch größere Problem: Wie wenig junge Menschen Lust zur Selbständigkeit entwickeln.

Wo bleibt die Anerkennung?

In einer Gesellschaft, die zunehmend dominiert wird von einem die Allmachtsfantasien populistischer Politiker umsetzenden Öffentlichen Dienst und einer maximal-saturierten Welterklärer-Kaste, werden Unternehmer an den Rand gedrängt. Kein Applaus für die alleinerziehende Syrerin, die vor acht Jahren noch in Aleppo Physik unterrichtete und jetzt schon seit zwei Jahren einen Falafel-Imbiss betreibt. Keine Anerkennung für den 21-jährigen Tüftler aus Gera, der auf eigenes Risiko Luftfilter entwickelt und baut.

Nein, im Gefolge der von der Kanzlerin zertifizierten „schwersten Krise seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland“ fällt Politikern allenthalben nichts Besseres ein, als Unternehmen „in die Pflicht“ zu nehmen und von ihnen „ihren Beitrag zur Bewältigung der Krise“ einzufordern. Da schwingt natürlich mit, dass diese Unternehmen (viele hören hier übrigens nur Daimler, Rewe und Deutsche Bank) es sich schön gemütlich gemacht hätten mit den sprudelnden Hilfsgeldern – und jetzt aber wirklich mal mithelfen müssten. Kaum ein Wort des Dankes oder der Anerkennung. Nur impliziter Tadel wie gegenüber ungehörigen Schulkindern: „Jetzt macht doch auch mal endlich mit!“

Eigentlich kein Wunder, wenn Unternehmen zunehmend nicht mehr als Problemlöser wahrgenommen werden, sondern als lästiges Beiwerk in einer Gesellschaft, in der inspirierte Politiker den Weg weisen. Wie der Vizekanzler im Januar in einem Interview formulierte: „Bei Konservativen und Liberalen gibt es leider den Glauben, alles werde von alleine richtig entschieden, und ein starker Markt werde schon alles alleine regeln. Gerade die Pandemie zeigt, dass das ein Irrtum ist.“

Ein fataler Irrtum!

Nein, Herr Minister! Gerade die Pandemie hat gezeigt, dass genau das Gegenteil ein fataler Irrtum ist: Wo der Staat versucht, etwas zu regeln, bleibt er offensichtlich weit hinter den Möglichkeiten und Leistungen privatwirtschaftlicher Akteure zurück. Während Amazon problemlos einen weltweiten „Black Friday“ bewältigt und Uber sieben Milliarden Fahrten im Jahr koordiniert, kollabieren die Seiten zur Vergabe der Impftermine schon bei ein paar Tausend Anfragen. Und über den Anteil an Beamten und Beschäftigten im Öffentlichen Dienst, die problemlos ins Homeoffice gehen können, wollen wir auch nach einem Jahr Pandemie lieber peinlich berührt schweigen.

Der ganze Impf-Komplex ist ein Musterbeispiel für die Minderleistung des Staates: Von der Beschaffung bis zur Organisation der Impfzentren hat er alles an sich gezogen – und ist grandios gescheitert. In der EU wurde ein Brüsseler Urgestein mit den Verhandlungen zur Beschaffung beauftragt, das seit 33 Jahren bei der Kommission arbeitet; in Großbritannien dagegen eine Biochemikerin mit jahrzehntelanger Erfahrung im Venture-Capital-Bereich.

Dass die EU ins Hintertreffen geriet, war dann aber in der Eigendarstellung natürlich nicht deren Schuld, sondern die der Unternehmen – der egoistischen, der gierigen, der menschenfeindlichen.

Staatlich koordinierte Impfzentren, so wies kürzlich das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung nach, verimpfen 80 Prozent der gelieferten Vakzine, Hausarztpraxen 95 Prozent. Aber klar: Der Markt kann das ja nicht… 

Es ist wohl so, wie ein kluger Mensch einmal bemerkte: Man hätte von den Pharmakonzernen gar nicht Impfungen kaufen sollen, sondern Geimpfte. Organisation und Logistik hätten Unternehmen höchstwahrscheinlich sehr viel schneller, flexibler und bedienerfreundlicher hinbekommen als die Behörden – auch unter dem rigorosen Gerechtigkeitsregime der Ständigen Impfkommission (Stiko). 

Unerschöpfliche Energiereserven

Es ist ein Jammer: Allenthalben versuchen staatliche Akteure herauszustellen, welche entscheidende Rolle sie bei der Bewältigung der Pandemie spielen. Dabei sind es die Unternehmerinnen und Unternehmer gewesen, die über Jahre hinweg Flexibilität eingeübt haben und ihre geradezu unerschöpfliche Energiereserven einsetzen, um Engpässe zu beheben und Nöte zu lindern, Auswege zu eröffnen und Einsamkeiten zu durchbrechen.

Ja, Staat und Politik haben eine wichtige Rolle in einer solchen Krise. Genau genommen gehört das sogar zu ihren Kernaufgaben. Und so sehr man über einzelne Maßnahmen streiten kann, gilt es natürlich anzuerkennen, dass viele Regierende zweifellos bis zur Erschöpfung um richtige Lösungen gerungen haben, um die Katastrophe abzuwenden. Keiner von ihnen ist um diese Aufgabe zu beneiden. Und wer hätte in einer solchen Situation nicht auch viele Fehler gemacht?

Diese Bemühungen und auch Leistungen dürfen aber nicht den Blick verstellen auf die vielen Problemlösungen, die ein Staat (offensichtlich) niemals ermöglichen könnte. Anstatt durch Belastung von und Vorwürfe gegen Unternehmen sich selbst in besseres Licht zu rücken, sollten Politiker vielmehr beginnen, Land auf, Land ab das Lob der Menschen zu singen, die für uns Wagnisse eingegangen sind – auf eigene und nicht fremde Kosten.

Das gute Licht, das auf sie fällt, sollte daher rühren, dass sie Unternehmertum ermöglichen, dass sie junge Menschen dazu ermutigen. Und dass sie jenen Dank aussprechen, ohne die es einfach nur trübe und leer und perspektivlos wäre in unserem Land.

Hans Jürgen Wienroth | So, 9. Mai 2021 - 17:08

Ich kann den beiden Autoren nur weitestgehend zustimmen. Wo wären wir, hätten im vergangenen Frühjahr nicht Unternehmer Dank ihrer Kontakte nach Asien alles in Bewegung versetzt, um medizinische Masken für das Klinikpersonal zu beschaffen (nachdem die heimischen Vorräte verschenkt wurden)?
Unternehmertum und Arbeitsleistung sind in diesem Staat inzwischen negativ belastet. Der Selbständige ist immer der Raffgierige, der Millionengewinne zu Lasten seiner Arbeitnehmer einstreicht. Das es uns heute so gut geht, ist einzig und allein das Verdienst der Migranten, wird uns von amtlicher Seite mitgeteilt (p. s.: Die Syrerin wird medial gelobt).
Wie wenig Investition und Leistung in diesem Land zählen, zeigen die Wahlprogramme fast aller Parteien. Die wenige Arbeit muss gerecht verteilt werden, jedoch der Lohn gleich bleiben. Freizeit und Urlaub sind die wirklich wichtigen Dinge für die Deutschen, Arbeit ist nebensächlich. Schließlich kommt das Geld vom „Staat“.

Quirin Anders | So, 9. Mai 2021 - 17:18

Danke für Ihr fulminantes Plädoyer. Jeder langjährig beruflich Selbständige und jeder andere Unternehmer kann Ihnen nur beipflichten.
Und viele andere werden Sie wahrscheinlich nicht verstehen, teils weil sie nicht wollen, andere mangels Empathie oder aus Überheblichkeit.
Wie schon bei einigen anderen lesenswerten Artikeln wieder die Frage: Finden Sie auch ausserhalb des CICERO-Kreises Gehör?

Christa Wallau | So, 9. Mai 2021 - 18:07

sondern massiv unterbunden.
Zu diesem Ergebnis muß man kommen, wenn man das Verhalten der Regierungen gegenüber den sog. Klein-Selbständigen in Deutschland in den letzten eineinhalb Jahren beobachtet hat. Was die Hoteliers, Gastwirte und Einzelhandelsgeschäftsleute alles unternommen haben, um der Pandemie Einhalt zu gebieten, wurde nicht honoriert, sondern schlicht abgewürgt. Dabei gab und gibt es bis heute keinen einzigen Beweis dafür, daß sich gerade dort Menschen angesteckt haben.

Man kann sich des Verdachts nicht erwehren, daß
die Regierungen nichts sehnlicher herbeiwünschen, als ein lenkbares, kontrolliertes, überwachtes Volk.

Problemlösungen, die freie Bürger vorschlagen und
auf ihre Kosten durchführen, könnten ja der
ideologischen Agenda (stramm links-grün) der herrschenden Parteien zuwider laufen. So etwas darf natürlich auf keinen Fall passieren.
Daher hält sich wohl der Dank der Regierungen an alle, die in Eigeninitiative Lösungen gefunden haben, sehr in Grenzen.

Die da wären? Etwa wie Herr Hoecke, in dem man per Parteitagsresolution beschliesst, dass es keine Pandemie gibt?

Es wäre mir neu, dass aus der AfD irgendetwas auch nur geringfügig Sinnvolles zur Bekämpfung der Pandemie gekommen wäre. Stattdessen Gequatsche von der Corona-Diktatur und vom Maskenmaulkorb.

Zur Sache: Selbstverständlich leiden viele Kleinstgewerbe, leidet der Einzelhandel unter den gegenwärtigen Bedingungen. Kein Frage! Gleichwohl sind ja nicht nur Wirtschaft und Handel betroffen, sondern alle Bevölkerungsteile.

Es gibt nun mal keine freie Entscheidung: Uneingeschränktes Wirtschaftsleben einerseits, oder Corona-Bekämpfung andererseits.
Und gerade die FDP darf sich etwas bedeckt halten: Testen in Schulen fordern und gutheissen, aber den Unternehmen nicht zumuten können? Das soll wohl ein liberaler Witz sein?

Gut, die FDP versucht gerade, sich als bürgerliche Anti-Corona-Partei zu positionieren. Wenn Sie damit der AfD Stimmen abnimmt, von mir aus.

Christa Wallau | Mo, 10. Mai 2021 - 13:18

In reply to by Gerhard Lenz

... in meinem Kommentar von der AfD, Herrn Höcke oder der FDP geredet?
Ich sprach von Klein-Unternehmern.
Können Sie nicht sinnentnehmend lesen, Herr Lenz?
Wenn ja, warum antworten Sie dann so völlig am Thema vorbei???

Daß Sie mich abgrundtief verachten, weil ich AfD-Mitglied bin, das weiß
wirklich inzwischen j e d e r hier.
Deshalb brauchen Sie es also nicht täglich zu wiederholen.

Alles Gute für Sie!

helmut armbruster | So, 9. Mai 2021 - 18:42

ein Unternehmer ist, wie er denkt und handelt und wie sehr er seinen Kopf hinhalten muss, für alles, was er "unternimmt".
Wer eine mehr als 100%-ige Rundumversorgung genießt, dessen finanzielle Sicherheit also bis zu seinem Lebensende garantiert ist, der entwickelt auch eine entsprechende Mentalität.
Wer nicht für die Folgen seines Tuns und Lassens persönlich den Kopf hinhalten muss, der weiß mit der Zeit gar nicht mehr, was Risiko bedeutet. Und es besteht die Gefahr, dass er still und leise die reale Welt verlässt und in irgend welche Traumwelten abdriftet.
So sieht und versteht ein Großteil unserer Bevölkerung nur die negativen Seiten des Unternehmertums, als da sind "reich werden durch Ausbeutung anderer" u.ä.

Reinhardt O. Cornelius-Hahn | So, 9. Mai 2021 - 21:06

Eigentlich ist das gar nicht mehr wahr, was ich kurz berichten möchte. Bis 1980 war ich Mitglied der SED, war gelistet in der Nomenklatura. In der Parteischule wurde die Frage gestellt, wer das Primat hätte, die Ökonomie oder die Politik. Natürlich die Politik, riefen wir begeistert unserem Dozenten zu. Das Ende kam 1989, die Ökonomie des "Westens" rettete uns den "Arsch". Ein Vierteljahrhundert habe ich eine GmbH geführt, mit bis zu 40 Mitarbeitern. Vor sechs oder sieben Jahren kam das WIR des Ostens in die Gegenwart des nun Gesamt-Westens an. WIR schaffen das. Wir, die Politik, die Menschen, das Land. Mit Ideologie, Wünschen, Worten und Absichten. Seit dem stürzt das Land ökonomisch ab. WIR schafft gar nichts. Die Verantwortung für das Tun abzugeben, ist der letzte Schritt vor dem Abgrund. Nun zeigte das Land noch einmal, was es kann. Die Pandemie hat alle Reserven gefordert und ist eine Zensur. Das hat die Politik nicht begriffen, wirklich nicht! Nun haben Primaten das Primat...

nun sind "wir" bzw. dieses Land dank "der Kanzlerin" und den Grünen - deren Kanzlerin sie immer war - wieder da angekommen wo Sie herkommen. Nur mit Pseudo-Öko und Blümchen-Tralala statt SED.

Und es endet so wie Sozialismus immer endet.

Nur dieses mal haut dieses Land keiner mehr raus.

Das Handeln der .....,
weder zum Wohle & weder für Demokratie oder Gerechtigkeit!

Die, die schon damals einen Charakter hatten, wo es nur um Macht, Posten & Ansehen ging, sind heutzutage die Gleichen, die die Stellwärter der Zerstörung & des Unterganges der Nationalstaaten immer nur im Auge haben, damit sie gottähnlicher werden, aber eben nur in der Machtanhäufung. Ein Katolik würde sagen:"Lucifer in Engelserscheinung".
Nein, wer halbwegs denken kann, hier geht es nicht um Corona, so wie es auch in der Flüchtlings -& Klimapolitik nie um Hilfe für Mensch & Natur bzw. das Wohl unserer Erde ging. Wenn man an der Fassade kratzt kann dies schnell zum Alptraum werden.
Und wenn sie ehrlich zu sich selbst sind: Ja, diese Clique hat damals wie heutzutage mich belogen, betrogen & immer nur benutzt, mich ausgenutzt.
Und der Ehrliche & Fleissige ...
Wie immer die A-Karte.
Aber deshalb glaube ich persönlich auch, nach dem Leben kommt noch was.
Herr, führe & leite mich mit deiner Liebe &dein Wissen

Ernst-Günther Konrad | Mo, 10. Mai 2021 - 08:08

Vieles was Sie da schreiben, sehe ich auch so. Nur wo bleibt der öffentliche Aufschrei der Unternehmerverbände? Die Politik macht mit den Unternehmern nichts anderes, wie mit dem Bürger auch. Alle sitzen im gleichen Boot. Immer sind die Unternehmen oder der Bürger Schuld am Versagen der Politik und werden jetzt in die "Pflicht" genommen. Politik verspricht inzwischen über ein Jahr lang alles und hält nichts. Einige wollen jetzt sogar freiwillig die Selbsttestungen bezahlen und durchführen. Ein gesunder Mensch muss beweisen, dass er gesund ist und malochen kann. Einige Krankenhausbetreiber fälschen Intensivbettenzahlen, um mehr Geld zu generieren. Einige Maskenhersteller und sonstige med. Hersteller für den "Pandemiebedarf" fahren fette Gewinne ein, weil sie mal ihre "Verbindungen" haben spielen lassen. So recht sie die Situation für die ehrlichen Unternehmer beschreiben, so falsch liegen sie bei den Profiteuren dieses Wahnsinns. Darüber lese ich was? Nichts. Das gehört aber auch dazu.

Jochen Rollwagen | Mo, 10. Mai 2021 - 08:49

jetzt sollen Unternehmer in D-Land also schon danach streben, daß "die Kanzlerin" ihnen Respekt zollt.

Da fällt einem nix mehr ein.

Lektüre-Empfehlung: Heinrich Mann, Der Untertan.

Gute Nacht Deutschland.

Clemens Schneider | Di, 11. Mai 2021 - 00:44

In reply to by Jochen Rollwagen

Hahahaha, das ist ja mal eine spannende Lesart unseres Artikels, dass Unternehmen sich um den Respekt der Politik bemühen sollten. Ich würde mal ganz kühn behaupten, dass "Der Untertan" eines der Bücher ist, das uns bei Prometheus am allerschlechtesten beschreibt. Lesen Sie doch den Artikel nochmal aufmerksam durch und schauen Sie auf unserer Website vorbei ...

Karl-Heinz Weiß | Mo, 10. Mai 2021 - 11:48

Der Mittelstand und das Handwerk haben sich in Coronazeiten vorbildlich verhalten, nicht aber die Industrie mit den bestbezahlten Managern-siehe Lieferchaos bei Chips, Baumaterialien etc.
Durch die Merkelsche Alternativlosigkeit ist Deutschland in Lethargie verfallen. Und nun droht die Alternativlosigkeit des deutschen Sonderwegs beim Klimaschutz. Der Auftritt der fernreisenerprobten Luisa Neubauer gestern ist nur ein Vorgeschmack.

H. Stellbrink | Mo, 10. Mai 2021 - 13:36

In Deutschland hat sich die Auffassung verbreitet, Wirtschaft und Gesellschaft stünden einander gegenüber, und die Wirtschaft müsse halt bei dieser Pandemie einmal zurückstehen. Das ist so fundamental falsch, dass es kracht. Wer ist denn die Wirtschaft, wenn nicht eine Funktion des gesellschaftlichen Lebens, also letztlich wir alle?
Unsere politische Kaste und die sie stützenden Medien haben leider wirklich vollständig die Peilung verloren.