Gereizte Republik in Zeiten von Corona - Am Limit

Die Pandemie bringt viele Bürger an den Rand des Erträglichen. Nicht nur auf Corona-Demos zeigt sich eine regelrechte Wut auf die Politik. Die Nervosität im Land ist beinahe mit Händen zu greifen, ein Vertrauensverlust macht sich breit. Woran liegt das?

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Stuttgart: Quer- oder Rechtsdenken? / dpa

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Alexander Marguier ist Chefredakteur von Cicero.

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Alexander Marguier

Es war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Als Berlins Innensenator Andreas Geisel wenige Tage vor der großen Corona-Demo verlauten lässt, er sei nicht bereit hinzunehmen, dass die Hauptstadt „als Bühne für Corona-Leugner, Reichsbürger und Rechtsextremisten missbraucht wird“, steht für Marie Gerling* fest: Jetzt erst recht! Sie hatte schon vorher überlegt, ob sie die weite Anreise von Frankfurt aus auf sich nehmen soll, um am letzten Samstag im August gegen die Corona-Einschränkungen der Bundesregierung auf die Straße zu gehen. Nun aber ist für die 52-Jährige die Sache klar. Mit ihrer Schwester setzt sie sich am Freitagnachmittag ins Auto, ein Hotelzimmer ist reserviert. 

Spät abends kommen die beiden in Berlin an. Zu diesem Zeitpunkt ist noch nicht einmal sicher, ob die Demonstration überhaupt stattfinden darf – die Versammlungsbehörde hatte kurz zuvor ein Verbot der Kundgebung ausgesprochen, weil dort aller Voraussicht nach gegen Infektionsschutzmaßnahmen verstoßen werden würde. Erst am frühen Samstagmorgen wird dieses Verbot vom Oberverwaltungsgericht wieder gekippt. Marie Gerling und ihre Schwester hätten aber so oder so demonstriert, wie und wo auch immer.

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Urban Will | Mi, 23. September 2020 - 17:40

wiedergeben, Herr Marguier.
Selten habe ich mich so eins zu eins in einer Person wieder gefunden, wie in Ihrer Bekannten Marie. Jedem ihrer hier wiedergegebenen Sätze kann ich vollkommen zustimmen.
Und aus genau den selben Gründen wäre ich auch zu dieser Demo gegangen, wenn ich die Gelegenheit gehabt hätte.
Ich bin mir sicher: sie hätte gar nicht stattgefunden, Querdenken 711 würde es nicht geben, wenn von Beginn an diese Corona – Krise so angegangen worden wäre, wie das in einer Demokratie, die von vernünftigen Menschen regiert wird, eigentlich selbstverständlich sein sollte.
Aber seit 2015 wissen wir, bzw. sind sehr viele – auch ich – davon überzeugt, dass es diese Menschen in der Regierung und auch im Parlament kaum oder gar nicht mehr gibt, dass D einen wirren, naiven, kaum mehr nachvollziehbaren Kurs steuert.
Und das macht wütend, verzweifelt, ja: gereizt. Es schürt Ablehnung bis hin zu Hass oder gar Verachtung, die schlimmste Variante von allen.
Ein Kurswechsel ist überfällig.

Ausser, dass beide Ereignisse - die Zahl von Flüchtlingen 2015 und jetzt die Pandemie - den Dauerempörten und Demokratiefeinden Gelegenheit boten, verstärkt in der Öffentlichkeit aufzutreten.

Mit nur scheinbar ernstzunehmenden Anliegen.

Sicher: Es gibt die unmittelbar durch die wirtschaftlichen oder sozialen Folgen der Pandemiemassnahmen Geschädigten. Dazu gehören Unternehmer, Arbeitnehmer, Eltern, die nicht wissen, wo sie in Zeiten von Schulschliessungen ihren Nachwuchs unterbringen sollen. Diese Menschen haben ein berechtigtes Anliegen.

Daneben gibt es die Extremisten und Populisten, jetzt verbündet mit Esoterikern, Impfgegnern, Verschwörungsfantasten usw. Deren "Gereiztheit" sich fast schon automatisch aus ihrem Weltbild ergibt. Die laut sind, aber in der Summe bedeutungslos.

Wären die Menschen tatsächlich massenhaft gereizt, würde das in Umfragen, demnächst in Wahlen,wohl sichtbar. Scheinbar wird aber die Partei dieser seltsamen Koalitionäre eher zu den Verlierern gehören.

aus ihrem Weltbild ergibt. Die laut sind, aber in der Summe bedeutungslos."...die Gereiztheit ist beiderseitig. Las öfters, dass Medien in so einer Situation versuchen sollten, die Gemüter zu besänftigen. Kann aber nicht umhin, das Gegenteil zu bestätigen. Man hört in diesen Medien immer nur die Verfehlungen der einen Seite. Aber ein Magazin mit einen Beitrag kommt: “Studie: Menschen, die keinen Mundschutz tragen, haben soziopathische Tendenzen.”...ist das wohl verantwortungslos. Es gibt Menschen, die auf Grund ihrer Krankheit keine Masken tragen dürfen (CO2-Belastung steigt und sie könnten sterben). Die werden erst gar nicht gefragt, sondern angefeindet als Maskenmuffel. Und trauen sich aus diesem Grund kaum noch in die Öffentlichkeit.

Es steht sehr kippelig im Lande.Der Funke,welcher eine Explosion beschreibt,ist dann entzündet,wenn die Einseitigkeit zum Staatsprinzip erhoben wird.Selbst so ein geduldiges,in politischen Dinge recht unbedarftes "Volk",wie hierzulande...nun,ja,mal sehen.Wer werfe den ersten Stein?

Alfred Kastner | Do, 24. September 2020 - 19:25

In reply to by Peter Schulmeister

Deutschland ist bereits seit einigen Jahren ein gesellschaftspolitisch gespaltenes Land. Diese Zustandsbeschreibung hat seit Ausbruch der Corona-Pandemie eine zusätzliche Bestätigung erhalten. Obwohl die einschränkenden Maßnahmen in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern insgesamt noch relativ maßvoll erscheinen, fällt der Widerstand der Bevölkerung gegen die Corona-Regeln der Regierung in keinem anderen Land derart massiv aus. Corona ist lediglich ein Brandbeschleuniger für das sinkende Vertrauen vieler Bürger in diese Politik. Bei vielen Menschen breitet sich ein Gefühl von Ohnmacht und Orientierungslosigkeit, gemischt mit Wut, Angst, Überforderung und Überreizung aus. Deutschland im Jahr 75 nach Überwindung der Nazi-Diktatur: Ein Land, zwei Welten. Für die einen gerät dieses Land völlig aus den Fugen, für die anderen ist es ein Land, „in dem wir gut und gerne leben“.
Die Deutschen leben in unterschiedlichen Wertewelten.

In Asien wurden schon immer Mund-Nsrn-Bedeckung bei Ansteckungsgefahren getragen - dies gehört dort zur kollektiven Verantwortung! Es sind auch von dort kaum CO2 - Vergiftungen bekannt - in D wird sich vielfach darauf Berufen - doch Beweise scheint es kaum zu geben!?? - aus Asien sind keine Fälle bekannt!?? Trotzdem kann man im Bedarfsfalle eine ärztliches Attest holen!
Durch Masken - und Hygienedisziplin haben gerade die asiatischen Länder die Covid-19 -Pandemie mit deutlich weniger Intendivfällen & Toten bewältigt! Taiwan nur 7 Tote bei 36 Mio Einwohnern - Japan nur ca1500 Tote bei 120 Mio Einwohnern! BRD hat ca 9400 Tote bei 83 Mio Einwohner! Taiwan hat noch nicht mal einen Lockdown gemacht (!) - es hat auch bereits Ende Dez 19 mit der CoVid-Bekämpfung begonnen - die BRD erst Mitte März 2020!

"Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?"

Geht´s noch Herr Lenz ? Gerade weil das öffentliche Bild manipulativ in die Wohnzimmer respektive in die Köpfe greift, sind die Mensch n o c h n i c h t "massenhaft gereizt" ! - Warte, warte noch ein Weilchen, dann haut uns die Wirklichkeit ein Veilchen...

Erwiderungen auf Herrn Lenz nicht veröffentlichen, bleibt wohl Ihr Geheimnis, aber ich wäre dankbar, wenn es wenigstens ein paar mehr sein könnten...

@ Lenz:
Ihre Sicht der Welt...
Wenn denn also jegliche Kritik an der Regierung gleichgesetzt wird mit „Demokratiefeindlichkeit“, dann winken DDR und Co nicht nur am Zaun, sie sind schon voll da.
2015 und Corona passen sehr gut zusammen. Beide synonym für ein Totalversagen der Regierung, nur mit dem Unterschied, dass bei Corona noch viele andere Regierungen mitgemacht haben und mitmachen, ein kollektives Hineinrennen in eine Sackgasse.
Mal gespannt, wer als erster umdreht.
Die Umfragen sind längst nicht mehr so eindeutig und die Medien tun ihr bestes, damit die Hysterie erhalten bleibt, auch, dass d i e einzige Partei, die sich dem Unsinn entgegen stellt, stigmatisiert wird.
Die Zahl der „Betroffenen“ steigt unaufhörlich, ich gehöre in mehrerer Hinsicht dazu. Nicht nur "scheinbar".
Und werde weiterhin mein M... aufmachen.

für Ihren Kommentar. Den ersten und den Zweiten. Zum 2ten Kommentar kann ich bzgl. des Herrn L. gleichfalls die Frage an die Redaktion stellen. Wo sind sie geblieben die Kommentare? Wenn man wenigstens eine Rückmeldung bekäme.
Oder alternativ die Passagen die der Zensur nicht passen als gestrichelte Linie.
Für mich ist DDR 2.0 längst auf dem Marsch durch die Institutionen. Das Herr L. dies anders sieht lässt nur vermuten, das er ein glühender Verfechter dieses Unrechtsregime ist. Somit ist der Demokratiefeind ausgemacht.
Und was jetzt hier so brodelt kann Mann nie an einer Sache festmachen. Es ist die Summe aller Fehler der Merkelregierung und damit linksgrün. (Mitte sind bei CDU die Werteunion, Rest mit spd Grüne sind Links zu verorten)
Angefangen mit der Schuldenunion (Geburtsstunde AFD) über 2015 bis heute .
Eine Kette des Vollversagens.
Und wenn Herr Marquier fragt: ...Vertrauensverlust macht sich breit. Woran liegt das? ..so ist die Antwort sehr einfach. An Merkel.

Finde ich, dass ich hier meine einmalig erlaubte Replik auf die von Herr Lenz mit Stigmata und diskreditierenden Begriffen gespickten Antwort an Sie lieber Herr Urban verschwenden muss. An die Redaktion gerichtet: Ich denke, die eigens darauf hin erweiterten Richtlinien gelten für alle, oder?
Die nahezu täglich inflationär gebrauchten Begriffen wie Demokratiefeindlichkeit,Rechtextremismus,Nazis,Verfassungsfeinde usw. in einer solchen "Vehemenz" vorgebracht erinnert mich nicht nur an schlimme Zeiten, ich finde man sollte sie endlich einmal mit der dringend! erforderlichen Sorgfalt von allen Seiten grundsätzlich einmal auf ihren Inhalt beleuchten, sowie den Sinn/ die Absicht dahinter, den der Gebrauch davon vermittelt! Für mehr Mäßigung und vor allem weniger Unterstellungen und "Ferndiagnosen" der persönlichen Art wäre ich allen hier sowie den Entscheidern in der Redaktion sehr verbunden! MfG

Mein Kommentar hat wenig mit Ihrer Antwort aber viel mit Demokratie zu tun:
In NRW steigen Greenpeace-Aktivisten (die Guten!) heute Morgen mit einer Drehleiter auf das Dach der Staatskanzlei und lassen ein riesengroßes Banner gegen Kohleverstromung herab.
Wo bleibt:
Der Aufschrei von Politik und Medien?
Der Einsatz des Staatsschutzes?
Die Frage, warum die Staatskanzlei nicht besser geschützt war?
Die demokratische Legitimation von Greenpeace?
Die Forderung gegen „linksradikale Aktivisten“ vorzugehen?
Alles nicht vorhanden. So geht wahre Demokratie, man misst mit zweierlei Maß. Oder gibt es den Aufschrei nur beim Reichstag, weil die Staatskanzlei nur der Sitz des NRW MP und nicht des BP ist?

Da täuschen Sie sich, Herr Lenz, beide Ereignisse haben sehr viel miteinander zu tun. Dies ist mir um so mehr aufgefallen, als ich 2015 zu den Kritikern der Willkommenskultur zählte, den jetzigen Kurs der Regierung in der Corona - Pandemie aber mittrage.
Die Übereinstimmung liegt darin, dass dei Gegner der regierungspolitik in beiden Fällen
1. als "Rechte" oder "Rechtsextreme" in die recht Ecke geschoben wurden/werden,
2. persönlich verunglimpft werden; 2015: "Hass in ihren Herzen" "Dunkeldeutschland"; 2020: "Covidioten".
Dieser Umgang mit den eigenen Bürgern (von Seiten der Politik und der Kirchen sowie eines großen Teils der Medien) ist unterste Schiene und trägt maßgeblich zur Spaltung bei.

https://www.cicero.de/innenpolitik/fluechtlingspolitik-merkels-schwerst…
Kennen Sie diesen Artikel? Ich war erschüttert und dankbar zugleich. Schauen Sie mal auf das jeweilige Datum der Kommentare. Kaum einer hat sich mit seiner Kritik 2015 aus der Deckung gewagt. Weil Kritiker zu Gegnern hochstilisiert wurden und werden. Heute ist D in der Migrationsfrage als Geisterfahrer in der EU unterwegs. Alles hat seinen Ursprung in 2015. Bei fast allen Ländern hat ein Umdenken eingesetzt. Nur in D nicht. Viele Menschen fühlen sich einfach grenzenlos allein gelassen und überfordert von diesem Staat - aber sie haben es erst jetzt unter Covid erkannt.

Zuerst einmal möchte ich mich auf diesem Weg beim Team Cicero für ihre kraftanstrengende & mutvolle tägliche immer wiederkehrende Offenbarung bedanken. Ihre Arbeit ist leider in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich. Das allerschönste Geschenk ist für mich jedoch, dass man hier im C. erkennen kann, dass die allermeisten hier im Denkmuster flexibel sind & für Erkenntnisse offen, so das diese im fliesen sind & die meisten Denkmuster trotz "Strickart" nicht starr verbleiben, wie Disboten.
Ja, Wahrheit bzw. die Anerkennung von neuen Ausgangspunkten fällt den allermeisten Menschen schwer. Zumal man in einer Sache/Geist sein ganzes Herzblut gegeben hat. Deswegen kann der Mensch das Seil zum Schiff nicht sofort loslassen. Ein jeder ringt. Manch einer Tage & Wochen - ein anderer Monate & Jahre.
Die Wahrheit kommt trotzdem ans Tageslich, wenn auch meist immer stark verspätet.
Die jetzige Zeit erinnert mich vom Gefühlsleben an die letzten Jahre der DDR. Mann kann dies nicht in Worte ....

Und nicht genug damit: Die Klimahysterie ist der dritte im Bunde der Versagen des Merkelregimes. Man könnte auch noch auf den Mangel an demokratischer Denkweise der Herrscherin hinweisen, sie, die demokratische Entscheidungen am liebsten von oben herab stornieren würde. Doch damit steht sie nicht alleine: Auch andere ehemalige kommunistische Jugendfunktionäre, beispielsweise Lukaschenko, leisten ihr in dieser Beziehung bestens Gesellschaft.

Hans Jürgen Wienroth | Mi, 23. September 2020 - 19:35

Mit den „Lucke-Zeiten“ wurde meine kritische Wahrnehmung geweckt. Die „Flüchtlingskrise“ hat mich dann an der Demokratie zweifeln lassen, kein kritisches Wort war zu finden, alle Bedenken überflüssig und die Kanzlerin setzte wie eine Pokerspielerin alles auf eine Karte, den Pakt mit Erdogan. Das war die Zeit, in der ich zum Cicero fand. Kritisch bin ich heute bei jeder Nachricht und die Angst, mich in einer Blase zu verfangen, lässt mich zweifeln. Ich bin in keinem sozialen Netzwerk, sondern nutze die Medien, meinen Verstand und mein Wissen, um mir eine (eigene!) Meinung zu bilden.
Ständig frage ich mich: Warum werden keine Fragen gestellt, warum gibt es in unserer Tageszeitung wenig kritische Briefe. Bin ich dumm, wenn mir die Zukunft (auch ohne eigene Kinder und bereits jenseits des Berufslebens) Angst macht?
Ich weiß nicht, ob Politiker und Medien an einer Zukunft nach eigener Vorstellung arbeiten, aber mir kommt Politik derzeit wie ein Glückspiel vor, ohne Plan und ohne Ziel.

Das ging mir ähnlich, Herr Wienroth, nur dass es bei mir schon 2008-11 losging, weil in der Euro- und Finanzkrise das Schreiben und Reden der Medien und Regierungen einfach zuweit von der eigenen Wahrnehmung abgewichen ist. Die Maßnahmen selber sind es erstmal nicht (für mich) - es ist ok zu sagen "ich will das jetzt so, ich weiß es auch nicht besser".

Ich denke nicht, dass das ein systematischer schlechter Wille ist - die meisten Menschen halten wahrscheinlich auch meine Wahrnehmung für falsch. Zumindest ist das naheliegend bei sovielen verschiedenen Wahrnehmungen.

Ich glaube eher, dass sich auch Eliten und Regierungen durch die Ereignisse durchtreiben lassen, weil es natürlich auch für sie letztlich unverständlich und nicht kontrollierbar ist. Was mich stört ist, dass man das nicht so sagt und nicht versucht einen durch Diskussionen begleiteten Kurs im Unbekannten zu erarbeiten. Es wird zu sehr so getan als verteidigte man klare Ziele und Wahrheiten. Welche denn, und gegen wen?

Markus Michaelis | Do, 24. September 2020 - 00:41

Ich glaube es ist eher ein Normalzustand als eine Störung, die besondere Ursachen braucht, dass Menschen sehr verschieden und auch füreinander unverständlich denken.

Das liegt weniger an den neuen Medien. Der Wandel durch äußere Einflüsse und innere Kräfte, die in Richtung einer neuen Gesellschaft treiben, ist groß. Wie kann man glauben, dass das im Gleichtakt ginge?

Auf den Demos sind viele bizarre Meinungen zu vernehmen - liegt daher die Mitte richtig und ist vernünftig? Für mich sind das eher sich ergänzende Strömungen, bei denen auch "die Mitte" zwar weniger, aber zunehmend unverständlich und gegeneinander agiert.

Ist das ein Wunder? Familienformen, Geschlechter, Bevölkerungszusammensetzungen, globale Wirtschaftsverschiebungen, die Währungen, kulturelle und gesellschafliche Werte, Nationalstaaten, die Technik, globale statt lokale Netzwerke vieler Menschen. Alles ändert sich, und schnell. Warum sollte das im Gleichtakt und Gleichdenken oder auch nur kontrolliert geschehen?

Annette Seliger | Do, 24. September 2020 - 09:08

Wer hat gestern die "Münchener Runde" gesehen? Die Sendung hat alles auf den Punkt gebracht was die Stimmung beschreibt. Das Drehbuch zur Sendung war offensichtlich. Der "Experte" Sundermayer (auf der Payroll der ÖRR) durfte wieder seine Geschichten über die Unterwanderung von "Rechts" zum Besten geben. Der Moderator spielte geschickt die Bälle und erhielt ab und zu ein freundliches Lächeln seines Dienstherrn von der Staatskanzlei. Eine faire Debatte kam nie auf. Der Vertreter von Querdenken verwies auf Wissenschaftler wie Frau Prof. Dr. Kemmerer (Uniklinik Würzburg), die den PCR Test als Kaffeesatz Leserei beurteilte. Der Test stellt keine Infektion fest. Trotzdem berichten unsere Medien landauf landab täglich neue Infektionszahlen.

Die 4. Gewalt versagt wieder einmal. Ähnlich wie bei der Migration 2015 wird Regierungshandeln unwidersprochen weitergegeben - obwohl es eine gegenläufige wissenschaftliche Expertise gibt.

Einmal Wodarg sagt mehr wie der Möchtegern Epidemologe Lauterbach

die ein PCR- Test darstellt, ist aber Grundlage weitreichender Entscheidungen. Wer will sich schon mit Informationen über Sequenzierung von Erbgut des Corona-Virus beschäftigen. Wenn man in das Thema mal eingestiegen ist, merkt man auf welchen tönernen Füßen das alles steht. Inzwischen gibt es bereits Klagen gegen den verwendeten Test, man weiß, dass er zur Krankheitsfeststellung ungeeignet ist. Außerdem gibt es unterschiedliche Kennzahlen der durchzuführenden Arbeitsgänge . Manche Virologen behaupten, Virusabstrich -Material > als 30 könne gar nicht mehr infizieren.( 30 Vervielfältigungen bis Virusnachweis) Bei uns geht man aber von bis zu 40 Genvervielfältigungen aus. Trotzdem liegt die Quote der Positiven seit Wochen konstant unter 1% der Getesteten. Wären unsere Medien wenigstens in der Lage dies ins Verhältnis zu setzen und klar zu kommunizieren, es würde entspannend wirken. Was hält sie davon ab einmal die RKI-Zahlen auf der 1. Seite der Zeitungen zu veröffentlichen?

gabriele bondzio | Do, 24. September 2020 - 09:21

Das ist auch mein Motto, wenn ich mit Floskeln abgespeist werden soll. Bezüglich Corona hatte ich am Anfang auch große Sorge, bezüglich meiner 86jährigen Mutter und das ich sie anstecken könnte. Die verworrenen Informationen, Angstverbreitung usw. haben viele Bürger innehalten lassen, sich Sorgen hinzugeben. Aber mein HA hat mich medizinisch immer beruhigt und es nicht größer gemacht als es war. Meine Tochter (lebt aber nicht bei uns) hatte Corona und meine Enkel wohl auch. Sie klagt wohl ab und an über Kurzatmigkeit bei größeren Belastungen (Test hat aber Antikörper festgestellt). Bein den Enkeln ist nichts zurückgeblieben. Sie waren 1 Monat danach bei uns zu Besuch, nichts ist passiert. Ich habe, Gott sei Dank, eine bombige Gesundheit. Dank viel Sport (joggen mit oder ohne Hund), gesunden Essen und körperlicher Arbeit (Haus-Garten) in der Vergangenheit.
„Was man zu verstehen gelernt hat, fürchtet man nicht mehr.“ (Marie Curie)...vielschichtige Informationen sind ein MUSS

Stefan Jurisch | Do, 24. September 2020 - 09:25

Genau so empfinde ich das in meinem Umfeld auch oft. Und das schlimmste daran ist, dass von bestimmten Kreisen rechts immer direkt mit Nazis in Verbindung gebracht wird. Der Brückenschlag vom Regierungskritiker zum Nazi ist damit schnell gemacht. Und man selbst steht dann fassungslos da und fragt sich, was man schlimmes getan haben soll, dass man diese Bezeichnung verdient hätte.

Holger Jürges | Do, 24. September 2020 - 09:47

Was nun hoch kommt bei vielen Menschen, ist wie die Klarsichtigkeit einer Sache, die dem Unterbewusstsein entsteigt, nachdem sich darin Eindrücke und Erfahrungen sortiert haben: All das seit 2015 in den Bürgern generierte Misstrauen, die Wut über die arroganten Verblödungsstrategien der Politiker, finden ihre Plakatierung beim Thema CORONA. Lanz und Co. fragen immer wieder gewollt dümmlich: Wie kann´s sein, was ist der Grund für das Diffundieren von gegensätzlichen Strömungen. - Sie wissen´s natürlich genau: Das eigene Agitationsgebäude wankt in den Fundamenten und die Schubladen der Verdummung ächzen in den Scharnieren.
Es wird schlimmer kommen in der Zukunft: die wirtschaftlichen Folgen von Corona legen sich schwer auf´s Gemüt. - Nun heißt´s Durchhalten bei Will und Co.: Immer lauter tönen die Fanfaren der Desinformation; Die AFD findet nahezu nicht mehr statt! - Wird´s reichen bis zu Wahl? Der Antagonist zu solchem Gebaren (der große Feind!) ist das "unbezweifelbar Erkennbare"...

Ernst-Günther Konrad | Do, 24. September 2020 - 09:52

Also gibt es im Volk einen gärigen Haufen? Uih, Herr Marguier, hoffentlich bekommen Sie kein Schild umgehängt, wegen des verwendeten Begriffs. So bezeichnet Herr Gauland die AFD, wir wissen das alle.
Alles was Sie über Marie berichten, hat sich im Volk millionenfach multipliziert. Das können Sie auch hier im Forum immer wieder so oder ähnlich lesen. Nicht nur, das in den wichtigsten Themen keine Debatte stattfindet bzw. der Debattenanteil der AFD als kritische Opposition versucht wird auszublenden, wer will findet aber im Netz genug Videos und Infos zu den BT-Reden. Nein, was viele mir bekannte Menschen verärgert und ja auch erzürnt ist der Umstand, dass man sie als "Nazis" einstuft, tituliert, ihnen Verschwörungstheorie vorwirft und ihnen unterstellt, sie wären Verfassungsfeinde.
Dieser Umgang mit den kritischen Menschen, die Ignoranz der Politik sich auch mit Kritikern auseinander zu setzen, sie anzuhören und die eigene Position zu überdenken, das bringt die Menschen auf die Palme.

Reinhard Oldemeier | Do, 24. September 2020 - 10:25

Erst das Gesamtbild macht den Eindruck. Mit der Basta Politik aller Kanzler Schröder fing es an. Dort wurde eine umfassende Unternehmens- Steuerreformen zum Sargnagel einer gerechten Steuerverteilung. Die Reduzierung der Renten haben ebenfalls dazu beigetragen. 2009 die Bankenkrise oder die Flüchtlingspolitik 2015 wo einige Gut-Menschen meinten Sie wären berufen die Welt zu retten. Alles wurde von den Regierungen als System relevant oder als Gut und Richtig verkauft. Wer in den Medien Die Meinungshoheit erringt findet Gehör und setzt die Themen. Nun kommt das Internet und jede Meinung bekommt eine gewisse Relevanz. Wobei auch viel Unsinn verbreitet wird. Das Internet ist nur ein Ventil um den Unmut auf den Politikbetrieb auszudrücken. Die Demos sind der körperliche Ausdruck des Unmuts. Die Politiker reagieren darauf eher irritiert als die Themen aufzunehmen. Die Pandemie wirkt wie ein Brandbeschleuniger der die Probleme nur neu darstellt

Inge Meier | Do, 24. September 2020 - 11:06

Aufgeklärte kritische Stimmen, welche Maßnahmen von oben hinterfragen sind natürlich in einer Demokratie wichtig. Allerdings hier gibts jede Menge „alternativen“ Gruppen welche ihre absoluten, oft irrationalen Wahrheiten verkünden. Nach absoluten Wahrheiten besteht wohl auch irgendwo eine tiefe Sehnsucht in unserer aufgeklärten Gesellschaft. Vor Corona konnte die Drohung der Klimaapokalypse zumindest in den Medien den Eindruck einer weltweiten religiösen, alle globalen Unterschiede überwindenden Bewegung erwecken.Die Pandemie in ihrer Unberechenbarkeit verunsichert vor allem und scheint nicht unbedingt geeignet zu sein die Menschen in Einheit zusammenzubringen.

Wolfgang Tröbner | Do, 24. September 2020 - 11:28

Ja, Vertrauen ist ein zartes Pflänzchen und will gehegt und gepflegt werden. Wie soll ein Staat Vertrauen geniessen, der sich einen Deut um die Wünsche und Nöte der Mehrheit der Bevölkerung schert, sondern nur die von Minderheiten in das Zentrum seiner Politik stellt, dabei aber nur die Mehrheit in Pflicht nimmt? Wie soll ein Staat Vertrauen geniessen, dessen Repräsentanten zwar laut Amtseid geschworen haben, alles zum Wohl des Volkes zu tun, die sich aber nie an diesen Eid halten? Wie soll ein Staat Vertrauen geniessen. dem angeblich europäische Werte wichtig sind, bei der Migration aber gegen die Interessen aller anderen EU-Länder handelt? Wie soll ein Staat Vertrauen geniessen, der bei sich selbst nie gespart hat, aber dies von seiner angestammten Bevölkerung fordert? Nein, ein solcher Staat verdient kein Vertrauen.

Manfred Bühring | Do, 24. September 2020 - 11:32

Man kann das ganze Dilemma auf eine Ursache zurückführen: den Merkelismus! Dieser zeichnet sich durch eine schleichende Narkotisierung der Wähler, der Parlamente und der Medien aus, um das Delirium dann zur Aushöhlung unseres demokratischen Rechtsstaates zu nutzen. Was bleiben wird, ist ein paralysiertes Land, das von einer Pseudo-Katastrophe in die nächste deliert und letztlich sich selbst als Demokratie abgeschafft hat. Es bleibt Merkelismus: gleichgeschaltete Parteien, keine Opposition, keine kritischen Medien, kein Aufbegehren der Bürger und ein durch Moralismus okkupiertes Rechtssystem.

Dr. Andreas Oltmann | Do, 24. September 2020 - 12:02

Auch ich kann den Standpunkt von Marie vollständig nachvollziehen und teile ihre, noch ziemlich stille Wut.
Bei den familieninternen Diskussionen sind wir dann zur Anti-Atomkraft-Bewegung gekommen und das Lied: „Schließt Euch fest zusammen, wehrt Euch doch,leIstet Widerstand...“ - offensichtlich ist es mal wieder so weit! Gegen die öffentliche Verdummung, Manipulation, politische Ungleichheit, einseitige Rechtssprechung und Ausgrenzung unliebsamer Meinungen!
Und es gibt kritische Auseinandersetzungen, überraschenderweise sogar in unserer Lokalzeitung mit eine Auflage von 16.000, einem engagierten Chefredakteur und nicht-ketzerischen Leserbriefen für mehr Information und Diskussion zum Thema!

Yvonne Stange | Do, 24. September 2020 - 12:25

.... letzten Jahren hassen gelernt. So richtig tief hassen und verabscheuen. Ich bin mir selber fremd, was ich für grausame Fantasien entwickle... Dazu hat mich nur diese "Politik" gebracht! Ich verabscheue diese Politik so derart, das kann ich nicht in Worte fassen. Wir als Volk werden verachtet, geknechtet, ausgepresst und am Ende noch völlig ausgelöscht. Was diese Person an Schuld auf sich geladen hat, kann nie wieder gutgemacht werden. Sie löscht das ganze Land aus. Und wenn sie nicht mehr Kanzler ist, dann treibt sie den Schaden bei der UN weiter, wetten? Denn das ist ihr Ziel. Auf dieses Land gebe ich nichts mehr. Es ist für immer verloren.

Heidrun Schuppan | Do, 24. September 2020 - 16:38

In reply to by Yvonne Stange

von diesen negativen Gefühlen auffressen. Das klingt sehr verzweifelt, was Sie da schreiben – aber ich hoffe trotzdem, dass noch etwas Raum bleibt zum Luft holen.

Frau Stange Sie sprechen mir aus der Seele, zutiefst! Diese Person und ihre willfährigen Helfer haben mich im Prinzip Staatenlos gemacht!

Peter Schulmeister | Do, 24. September 2020 - 21:31

In reply to by Jürgen Klemz

Ja,aber den Unfug der Regierenden kann man nicht so einfach auflösen,wenn die Vernunft fehlt.Das es "uns"hier gut geht,ist natürlich eine Chimäre.Nur leider,wenn in Deutschland schlechte Politik gemacht wird,sieht es anderswo,wie in Frankreich,sehr viel schlimmer aus.Das entschuldigt natürlich nicht den Unsinn hierzulande.

Frau Stange, normalerweise kommen dann diese einstudierten Sprüche wie
"Ich bereue was ich getan habe"
"Könnte ich das doch wieder gut machen!"
"Ich kann nur um Verzeihung bitten!"

Dem nach oben offenen Einfallsreichtum sind keine Grenzen gesetzt.

Aber Sie reden sich ja hier quasi um Kopf und Kragen!
Das Netz vergißt nichts!

Sie haben wohl auf Ihre Art Recht, ich teile Ihre Ansicht größtenteils.
Aber Hass und grausame Fantasien?

Ob unsere Kanzlerin ebenfalls Hass und grausame Fantasien hegt, gar gegen ihr eigenes heiß geliebtes Volk und Vaterland!
Sicherlich nicht, wir kennen sie, die Alternativlose.
Sollte Sie sich ob der weltweiten Krise nicht nochmals heldenhaft aufopfern?
Was sind denn schon vier Jahre?

Frau Stange, meiden Sie das ÖR-TV (also die Nachrichten und diese selbstherrlichen Talkdamen), lesen Sie gute Bücher, Musik Ihrer Wahl und lassen Sie es sich gut gehen!

Hass ist kein guter Ratgeber, nicht wahr?
Das war sicherlich ein "von Storch´scher Mausrutscher", oder?

Heidemarie Heim | Do, 24. September 2020 - 12:40

Und exzellent verarbeitet und wiedergegeben lieber Herr Marguier! Nicht nur was ein gemeinsamer Teil der Vornamen betrifft gibt es eine hohe Übereinstimmung auf dem Weg hin zu dieser Art von geistigen Entwicklung, die in Teilen eine Dynamik und auch Radikalität beinhaltet, die mich zuweilen selbst verschreckt. Es erschüttert sozusagen das Selbstbild was ich zuvor von mir hatte, das z.B. geprägt war von einem gehörigen Maß Harmoniebedarf, verbunden mit dem oft naiven Optimismus und Vertrauen eines Kindes in seine Umgebung. Damit ist es seit geraumer Zeit und als negativ erlebten Ereignissen leider vorbei, und es treten nun ebenfalls vorhandene Charaktereigenschaften wie
ein mühsam unterdrücktes;) Aggressionspotential
zutage. Die Sie ebenfalls überlegen ließen mit
Ihrer;) Marie zu brechen. Gute 10 Jahre älter als Sie Beide müsste ich eigentlich schlauer, zumindest abgeklärter sein betreffs Politik und Gesellschaft doch ich kämpfe weiter an gegen die eigene Verbitterung! Danke! MfG

Frank Zimmermann | Do, 24. September 2020 - 12:59

Der Artikel beginnt erfolgversprechend, weil man vermittelt bekommt, dass unterschiedliche Meinungen wohlwollend ausgetauscht werden.
Doch am Ende müssen scheinbar Andersdenkende wieder erklärt und kategorisiert werden (Leistungs-und Selbstverwirklichungsindividualisten).
Doch genau hier ensteht das fatale Gefühl. Nur weil man eine andere Meinung hat, als die "grünen Merkelmedien", muss was nicht stimmen mit einem.
Ein gutes Bespiel für eine gelungene Diskussionskultur, ist im eigenen Blatt nachzulesen.
STREITGESPRÄCH MIT SUCHARIT BHAKDI UND ULRICH MANSMANN am 28. August 2020

Klaus Peitzmeier | Do, 24. September 2020 - 14:30

Ihre Frage, woran liegt der Vertrauensverlust?, ist nicht schwer zu beantworten.
Wenn eine ultimative, alternativlose Forderung nach der anderen zum sofortige Ausstieg aus der Atomenergie, der Kohle, dem Erdgas, dem Verbrennerauto, dem Individual- u Flugverkehr, dem Ein- u Zweifamilienhausbau (Beschluß der GRÜNEN 16.11.2019 Bundesparteitag)aneinandergereiht wird, bei gleichzeitig unbegrenztem Zuzug von Migranten, zig Milliardengeschenken an EU-Partner u hunderten von Milliarden an Bürgschaftsübernahmen, muß man eigentlich nervös werden dürfen. Zumal die, die das fordern, max. 25 % der Bevölkerung ausmachen aber 75 % der Medienaufmerksamkeit erhalten. Wenn gestandene Politiker sich von albernen Teenies, deren CO2 Footprint bereits bevor sie laufen können, höher ist als der eines Welt-Normalbürgers im ganzen Leben, am Nasenring durch die Manege ziehen lassen,ist das einfach nur noch lächerlich.

"Voll daneben - aber alle machen mit"

Herr Peitzmeier, ein sehr, sehr gutes Posting!
All das was Sie zutreffend auflisten wird von den "Weltrettern" milde, gnädig lächelnd zur Kenntnis genommen.
Er, Sie, Es hat eben nicht unser Wissen, unsere Kompetenz.
Möge er dazu lernen, die finale Erkenntnis erreichen!

"Voll daneben, aber alle machen mit."

Ja, alle schrien im Berliner Sportpalast im Februar 1943 "HEIL".
Leider wird fast nie der folgende Satz des Reichspropagandaministers Goebbels zitiert:
"Volk steh auf - Sturm brich los!"
Der Rest ist allseits hinlänglich bekannt.

Okay, man braucht keine Autos mehr.
Man braucht folglich auch keine Zulieferer mehr.
Was zur Hölle ist Maschinenbau?
Wieso gibt es eine chemische Industrie?
etc.
Arbeitslose? - Was ist das?
Und immer lächeln!

Ich lebe schon etwas länger - wiederholend:
Das Wahljahr 2021 wird "brutalst möglich" werden, um es mit Roland Koch, CDU, zu sagen.

Herr Peitzmeier - leider ist unsere Parteienlandschaft alternativlos!

Hans Meiser | Do, 24. September 2020 - 14:39

leider, Herr Marguier.
Das Lesen dieses Artikels hinterlässt ein ähnlich schales Gefühl, wie es die aktuelle Politik tut.
Ja, Sie sprechen Themen durchaus breit an - doch irgendwie fehlt auch bei Ihnen überall die letzte Konsequenz, der Mut zum Sprung, der Mut auch einmal etwas zu tun, was der (beruflichen) Existenz ggf. zum Nachteil gereichen könnte.
Jeder Aussage folgt irgendwo, und sei es noch so versteckt, eine Rückversicherung, Distanzierung.
Schade, so befördern oder zumindest zementierten Sie genau das, was Sie in ihren Beiträgen vorsichtig kritisieren - oder eben doch lieber nicht.
Bestätigung für den eigenen kleinen Zirkel, wo man sich verständnisvoll zunickt - aber immer ohne nach außen aufzufallen.

Heidemarie Heim | Do, 24. September 2020 - 18:52

In reply to by Hans Meiser

Aus meiner natürlich rein persönlichen Sicht, halten sich die beiden Herren Chefredakteure an den journalistischen Anspruch sich möglichst nicht mit den Themen gemein zu machen, aber Herr Schwennicke wie auch Herr Marguiere machen aus ihrem Herzen dennoch keine Mördergrube;). Gerade die in diesem Artikel persönlichen Inbezugnahmen und die Art und Weise der Entstehung des Beitrages brachten mich dem Autoren sozusagen näher als dies bei anderen seiner Essays der Fall war. Andererseits ist mithin auch das richtige Maß an Distanz, was wir hier schon oft genug einforderten, da wir es von anderen Journalisten und Kampfblättern;) leider anders kennen und deren ständige Versuche die einzig wahre Meinung oder die Hoheit darüber zu verbreiten mehr als leid sind! Ich hoffe geehrter Herr Meiser, ich bin weder Ihnen noch Herr Marguiere mit meiner Meinung zu nahe getreten! Alles Gute und auf einen weiterhin verträglichen Austausch! MfG H.Heim

Rüdiger Harisch | Do, 24. September 2020 - 19:27

Einleitung:

"Die Nervosität im Land ist beinahe mit Händen zu greifen, ein Vertrauensverlust macht sich breit. Woran liegt das?"

Schluss:

"So, wie ich sie jetzt neu kennengelernt habe, würde ich sagen: Sie ist ein bisschen beides, Leistungs- und Selbstverwirklichungsindividualistin in einer Person. "

So kamen wir mit vielen Worten von einer ernsten politischen Frage zur Stigmatisierung der Diskutierenden.

Marie hat verstanden, dass man Demokratie aktiv leben muss: "„Es war erst mal gut und richtig so. Fahnenschwenker und Erleuchtete hin oder her. Sie [die Bundesregierung] haben verstanden, dass man ihnen tatsächlich auf die Finger schaut.“

Herr Marguier ist sicher lernfähig.

Lieb' Vaterland magst ruhig sein!

Ulrich Springer | Do, 24. September 2020 - 23:34

lieber Herr Marguier, dass es nicht um psychologische Erklärungsversuche der Befindlichkeiten der Corona-Maßnahmen-Kritiker geht, sondern um FAKTEN. Je mehr ich mich (als Nicht-Virologe) mit dem PCR-Test befasse, desto klarer wird, dass er nutzlos ist. Die darauf basierenden Zahlen sind alle irreführend: Die Zahl der "Corona-Toten" ist zu hoch, der Begriff "Corona-Infizierte" ist Unfug, solange die Betroffenen keine Symptome zeigen usw. Doch selbst wenn man die Zahlen des RKI für bare Münze nimmt, ist das noch lange keine Pandemie: Prof. Drosten selber hat in Ringversuchen nachgewiesen, dass bis zu 10 % aller PCR-Tests zu falsch positiven Ergebnissen führen (das sind keine Zahlen von Verschwörungs-Theoretikern, sonden von der Charité!). Wenn wir also (Stand KW 38) 1,5 Mio. Tests pro Woche durchführen, könnten statistisch 150000 davon positiv sein, ohne dass das echte Virus im Spiel ist. Tatsächlich haben wir z.Zt. nur ca. 15000 positiv Getestete. Bitte!Beschäftigen Sie sich mit Fakten!