Berliner Innensenator Andreas Geisel - Der Möchtegern-Hardliner

Als Berliner Innensenator spielt Andreas Geisel (SPD) die Rolle des Law & Order-Mannes. Doch seine linken und grünen Koalitionspartner machen ihm das Leben schwer. Im Zweifel scheint der Koalitionsfrieden dann doch höher zu hängen.

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Hat sich den Kampf gegen die Clan-Kriminalität auf die Fahnen geschrieben: Andreas Geisel (SPD) / picture alliance

Autoreninfo

Antje Hildebrandt hat Publizistik und Politikwissenschaften studiert. Sie ist Reporterin und Online-Redakteurin für CICERO.

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Antje Hildebrandt

Der berlinert ja gar nicht. Der Mann, dem nachgesagt wird, er sei der einzige Politiker im rot-rot-grünen Senat, der in der Mundart seiner Heimatstadt rede, spricht Hochdeutsch, wenn auch nicht lupenrein. Konsonanten schleift er, und nur Profis erkennen, dass er aus dem Osten der Stadt stammt. 

Dort lebt er noch heute mit Frau und zwei Töchtern, im eher großbürgerlichen Karlshorst. Und fragt man Berlins sozialdemokratischen Innensenator Andreas Geisel, wie seine Jugend im Osten war, geht eine Verwandlung mit ihm vor. Der Mann, der eben noch lautstark das vom Senat entworfene Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG) gegen seine Kritiker verteidigt hat, wird zahm. 

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Joachim Kopic | Do, 16. Juli 2020 - 12:38

der momentanen Politik (in Bezug auf die Konservatien) und Corona:
Beides "vergiftet"/schädigt den Menschen ... manchmal in "unsichtbarer" Art und wenn man glaubt, die "Welle" sei am abflauen, puscht sie sich wieder hoch.
Und am Schlimmsten: Man hat das Gefühl, dass das noch lange anhalten wird und noch mehr "Opfer" fordert!

Dana Winter | Do, 16. Juli 2020 - 17:45

...hat in Berlin jahrelang trotz zahlreicher Verbotsforderungen den Al Quds-Tag der Israelhasser mit militanten Parolen geduldet, zum Ausgleich erschien er dann 1/4 Stunde bei der Gegendemo. Ich fand das heuchlerisch. Das neue von Links und Grün erdachte sogenannte Antidiskriminierungsgesetz winkte er durch, und trug so dazu bei, dass die ihm unterstellte Polizei unter Generalverdacht gerät und ihre Arbeit erschwert wird. Er duldet die Zustände in der Rigaer Str. und der Liebigstr., rechtswidrig besetzte Häuser mit militanter, gewalttätiger Szene, die von RRG liebevoll "Wohnprojekte" oder "Hausprojekte" genannt werden. Es gibt dort aber keine über linke Gewalt hinausgehende Projektidee. Herr Geisel wirkt auf mich staturlos, angepasst und ohne standing. Helmut Schmidt sei sein Vorbild, meint er?! Ich fasse es nicht. Von der Klarheit eines Helmut Schmidt ist er meilenweit entfernt. Dabei bräuchte meine Stadt dringend einen wie Helmut Schmidt. Herr Geisel ist das nicht!

Das dachte ich ebenso, liebe Frau Winter! Der heutigen Generation von Politikern und Medienvertretern fehlt so Einiges, was frühere politische wie auch journalistische Kaliber mitbrachten. Und das quer durch alle Parteien und Medien! Besonders wenn es darum ging konstant gegen Angriffe auf unseren Staat, Beispiel RAF-Terror vorzugehen und auch schlussendlich die Bereitwilligkeit die volle Verantwortung bei Scheitern zu übernehmen (Stürmung der Landshut!),so durfte meine Generation noch Politiker und auch Journalisten,( Kriegsberichterstatter, Fotografen ect.) erleben, die es heute leider nicht mehr von diesem Format gibt.
Heute regiert die Mittelmäßigkeit ganzer Parteien, der Verlage sowie der ÖR. Wenige
bis kaum vorhandene hervorstechende Persönlichkeiten, die zumindest für mich persönlich als Vorbilder dienen könnten. Und ja, Ihre Stadt und unser Land bräuchte dergestalt am besten gleich in Senats/-Parlamentsstärke liebe Frau Winter! Alles Gute! MfG