Carsten Linnemann - Eine Vorschulpflicht ist kein Grundschulverbot

Die Deutsche Presseagentur spitzte Aussagen von Carsten Linnemann (CDU) zu, und Medien übernahmen das Wording vom Grundschulverbot. Jetzt muss sich der Unionsfraktionsvize als „Dumpfbacke“ und „Rechtspopulist“ beschimpfen lassen, sogar aus der eigenen Partei

Carsten Linnemann, Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU, spricht am 15.10.2016 in Paderborn (Nordrhein-Westfalen) auf dem Deutschlandtag der Jungen Union. Der diesjährige Deutschlandtag 2016 steht unter dem Motto Industrie 4.0 Made in Germany.
Rechter Brandstifter oder Opfer einer links-grünen Hetzkampagne: Unionsvizefraktionschef Carsten Linnemann / picture alliance

Autoreninfo

Antje Hildebrandt hat Publizistik und Politikwissenschaften studiert. Sie ist Reporterin und Online-Redakteurin für CICERO-Magazin.

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Schon gehört? Wenn ein Kind kein Deutsch spricht, soll es Grundschulverbot bekommen. Das soll der Vizechef der Unionsfraktion gefordert haben, Carsten Linnemann. Wie bitte, werden viele jetzt sagen und reflexartig die Buzzwords „Grundschulverbot“, „Linnemann“ und „Deutsch“ googeln. Und sie werden die Wörter bei der Deutschen Presseagentur dpa und auf Internetseiten von Zeitungen finden, die eigentlich nicht im Ruf stehen, sie würden Fake News verbreiten. „Linnemann für Schulverbot bei mangelnden Deutschkenntnissen“, titelte etwa Zeit Online, aber auch die Welt und viele andere Medien machten mit.

Dabei hat Carsten Linnemann nie ein Grundschulverbot für Kinder mit mangelhaften Deutschkenntnissen gefordert. In einem Interview mit der Rheinischen Post hatte er zunächst gefordert, die CDU müsse sich mit Integrationspolitik profilieren. „Die Vorfälle in Freibädern, die Tat auf dem Frankfurt Bahnsteig, die Schwertattacke in Stuttgart – das alles wühlt die Menschen auf und befeuert die Sorge, dass neue Parallelgesellschaften entstehen.“ Als Beispiel hatte er die Stadt Duisburg genannt, wo nach einer Studie mehr als 16 Prozent der Erstklässler gar kein Deutsch sprechen könnten. Und er hatte daraus die Forderung abgeleitet: „Ein Kind, das kaum Deutsch spricht und versteht, hat auf einer Grundschule noch nichts zu suchen. Hier muss eine Vorschulpflicht greifen, notfalls muss seine Einschulung auch zurückgestellt werden.“

Heftige Kritik aus der eigenen Partei

Eine Vorschulpflicht ist kein Grundschulverbot. Es ist im Grunde sogar das Gegenteil. Aber noch bevor der Unionspolitiker die Chance hatte, klarzustellen, dass er falsch zitiert wurde, hatten viele Medien, die die dpa-Meldung offenbar ungeprüft übernommen hatten, schon einen Shitstorm ausgelöst. Er gipfelte darin, dass sich Carsten Linnemann als „Dumpfbacke“

oder Populist oder rechter Brandstifter beschimpfen lassen musste von Journalisten – und zum Teil sogar von den eigenen Parteifreunden. Kinder mit mangelnden Deutschkenntnissen von der Schulpflicht auszunehmen, sei „populistischer Unfug“ und „der völlig falsche Weg“, sagte etwa Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien. Solche Kinder sollten die Rückschritte stattdessen in „Deutsch-als-Zweitsprache-Klassen“ aufholen, bevor sie wieder regelbeschult werden könnten. Auch Ruprecht Polenz konnte sich einmal mehr nicht zurückhalten:

Empörungs-Journalismus gegen Konservative

Man kann Carsten Linnemann vorwerfen, dass es kein geschickter Schachzug war, auf die sprachlichen Defizite im Zusammenhang mit spektakulären Gewalttaten hinzuweisen, die die Republik erschütterten. Und ja, Linnemann weiß um die Macht der Worte und wie man einen medialen Aufschlag macht. Er muss sich auch die Frage gefallen lassen, ob die Union nicht auch ihren Teil dazu beigetragen hat, dass die Deutschkenntnisse der Kinder von Zuwanderern so katastrophal sind. Wie sollen die ihren Kindern denn Deutsch beibringen, wenn sie die Sprache selber nicht beherrschen? Mangelnden Integrationswillen kann man daraus nicht unbedingt ableiten. Die Große Koalition hat etwa die Mittel für Deutschkurse drastisch zusammengestrichen.

Aber wen interessieren Argumente noch, wenn es in erster Linie darum geht, sich zu empören? Bislang war es gerne die Bild, die sich den Vorwurf gefallen lassen musste, sie spitze zu, sie verkürze Sachverhalte oder verbreite gar Fake News, um Stimmung gegen Zugewanderte oder Muslime zu machen. Der Fall Linnemann zeigt, dass der Mechanismus auch umgekehrt funktioniert. Auch ein Medium wie Zeit Online kann seine Leser aufstacheln. indem es nur auf den Empörungsreflex setzt. Geht es gegen einen konservativen Politiker, dann erscheint das Mittel offenbar legitim. Ab in die rechte Ecke? Zeit Online hat die von der dpa übernommene Zeile übrigens inzwischen geändert: „Linnemann gegen Einschulung bei mangelnden Deutschkenntnissen“. 

Update: Auch dpa und tagesschau.de haben den Titel inzwischen korrigiert und auf den Fehler hingewiesen. 

Christa Wallau | Di, 6. August 2019 - 12:50

Der Begriff "Schulreife" dürfte den älteren von uns
noch geläufig sein.
Es gab eine Zeit, in der die Sechsjährigen auf ihre
Fähigkeiten geprüft wurden, dem Unterricht in der
ersten Klasse folgen zu können. Ansonsten wurden sie - nach dem Besuch einer Vorschulklasse -
später eingeschult.
Es handelte sich um d e u t s c h e Kinder, und niemand regte sich darüber auf.

in Hessen zumindest gibt es die sogenannte Kann - Kinder-Regelung. Das sind diejenigen, die nach dem 30. Juni 6 Jahre alt werden. Hier entscheiden Eltern, ob sie die Aufnahme in die Schule wollen oder nicht und diese Kinder werden einem kleinen Test unterzogen im Falle der Antragstellung, damit sie nicht überfordert werden. Eine völlig akzeptierte und vernünftige Regelung. Manche sind so fit, dass sie unbedingt in die Schule gehören, andere brauchen noch Zeit. Beides zum Wohle des Kindes.
Was tut man einem Kind an, das nicht ausreichend deutsch spricht, wenn es feststellen muss, dass es im Schulalltag nicht mit kommt. Nicht, weil es unfähig ist, sondern trotz Reife einfach die Sprache nicht so beherrscht, dass es versteht, was es da lernen soll. Es macht doch absolut Sinn, diese Kinder in der Vorschule entsprechend sprachlich zu unterstützen, damit der Schulalltag kein Horror für diese Kinder wird. Übrigens: Wenn zu Hause nicht deutsch gesprochen wird, ist das für das Kind nicht gut.

Ganz genau Frau Wallau,

daran wie heute ein Shitstorm daraus gemacht wird (v. den links/grünen Medien gehypt) zeigt sich wie sehr die pc übertrieben wird.

Es bedarf wieder eines gesunden Augenmaßes u. mehr Sachlichkeit.
Aber erzählen Sie das mal den Ideologen.

Danke für diesen Beitrag. Ja, es ist eine Selbstverständlichkeit, Kinder, die noch nicht die nötige Schulreife haben (wozu vor allem ausreichende sprachliche Fähigkeiten gehören), zurückzustellen. Jedoch zeigen die hysterischen Reaktionen von Teilen unserer Volksvertreter, dass sie sich offensichtlich in einer anderen Welt befinden und nicht mehr das Volk repräsentieren.

Stefan Jurisch | Di, 6. August 2019 - 14:09

dafür, wie die Medien mit Ihrer Schreiberei inzwischen die Politik beeinflussen und einzelne Politiker quasi mit einem Federstrich diskreditieren (können). Ob da nun Absicht hintersteckt oder nur die niedrige Empörungsschwelle eines Schreiberlings, der sich nicht die Mühe gemacht hat, den ganzen Satz noch einmal in Ruhe zu analysieren, vermag ich nicht zu sagen. Fakt ist: wenn alle Medien so etwas reflexartig einfach übernehmen, dann mag ich auf die Qualität der gern so genannten Mainstream-Medien tatsächlich nicht mehr all zu viel geben... jedenfalls nicht ohne Gegenprüfung in anderen möglichen Quellen.
Jedoch der einfacher veranlagte Empörungsbürger, der sich diese Recherchearbeit nicht macht, wird sich natürlich genau diesem unberechtigten Shitstorm anschließen.

Johann Dostthaler | Di, 6. August 2019 - 14:10

Frau Hildebrandt, es sind mir nicht alle Integrationserfolge der einzelnen Bundesländer geläufig. Aber bei uns in Bayern und in unserem lange CDU regiertem Nachbarland BaWü läuft es ganz gut, jedenfalls besser als in Berlin, Bremen oder Teilen von NRW. Pragmatische Politik ist da auf jeden Fall erfolgreicher als ideologische.

Juliana Keppelen | Di, 6. August 2019 - 14:18

Grundschulverbot. Richtig?
Nur als Gehard Schröder schon damals! eine Vorschulpflicht zum Thema machte oder zumindest den Ausbau von Kindergartenplätzen in die Agenda 2010 schrieb (auch mit Blick auf Migranten- und sonst familiär benachteiligte Kinder ohne nur annähernd zu ahnen welche Ausmaße dieser Probleme uns die Merkelregierung beschert) waren die Granden der CDU/CSU strikt dagegen da wurde von DDR Verhältnissen und Kommunismus geschwurbelt und Beschneidung der Familienrechte usw., usw. Als der Kindergartenplatzausbau nicht mehr zu stoppen war auch auf Grund der Nachfrage kam dann die CSU auf die glorreiche Idee wegen der Gerechtigkeit! den Familien die keinen Kitaplatz beanspruchen ein Kinderbetreuungsgeld anzubieten. Der Not gehorchend haben sich dann doch ein Teil (betonen möchte ich, bei weitem nicht alle) der Migrantenfamilien für das Betreuungsgeld entschieden. Und jetzt nach Jahren! merkt die CDU huch da gibt es ein Problem.

Es war ja nicht nur beim Thema Vorschule die übliche Sturheit der Konservativen (damals der CDU) überdeutlich. Kinderkrippen? Gefährlich. Ganztagskindergärten? Zerstören die Familie, reiner Sozialismus. Ganztagsschulen? Erinnert stark an die DDR...Immerhin: Auch Konservative können dazu lernen. Heute fordern selbst Christliche mehr Betreuungs- und Ganztagsmöglichkeiten für Kinder. Was im Ausland übrigens seit Jahrzehnten die Regel ist - aber das deutsche Wesen ist nun mal unschlagbar.
Von Gesamtschulen, überall in Europa - ausser in Deutschland, Österreich und ein paar Zwergstaaten die Regel - ganz zu Schweigen; obwohl das Abschneiden deutscher Schüler bei diversen Tests immer wieder zeigt, dass diese Ausnahme unsinnig ist und zu Lasten der Kinder geht. Dass preussiche Bildungsideal - die Guten auf Gymnasium, die kommen mal in höhrer Funktionen, die mittleren Kids in den öffentlichen Dienst, der Rest geht auf die Volksschule und später in die Fabriken - besteht noch immer.

Ernst-Günther Konrad | Di, 6. August 2019 - 14:25

wie vielen anderen Politikern u.a. auch der AFD. Es hat sich ein regelrechter Reflex eingestellt, ohne Sinn und Verstand, ohne eigene Nachprüfung und eigenes Denken ungefiltert alles zu übernehmen, was Schlagzeile macht. Jetzt erfährt Herr Linnemann mal selbst was es heißt, falsch zitiert, umgedeutet und diffamiert bis hin beleidigt zu werden.
Das hat Herr Maaßen schon alles hinter sich. Seine CDU - Kollegen haben mit ihren Reaktionen gezeigt, wie denen alle der A... auf Grundeis geht. Bloß nicht auffallen, besser nichts sagen was nach AFD klingt, es denken ja, aber sagen. Ne, ne, ne, das geht nicht gut. Da wird man gleich in Ecke gedrängt. Nicht dpa hat falsch getitelt, es waren die sich dort versorgenden Medien, die sich selbst ihre Headline gebastelt haben. Im Sommerloch ist so etwas willkommen. Die CDU reagiert mit Schnappatmung. Nach den nächsten Ostwahlen braucht ihr alle ein Sauerstoffzelt. Die Bürger haben eure Spielchen und Blendgranaten satt. Und wieder Werbung für die AFD.

eingestellt, ohne Sinn und Verstand,...", das möchte ich wohl auch meinen! Bei den ganzen Schwierigkeiten, welche die Migration schon mit sich bringt. Sollten sich mal die Schreihälse überlegen, zu was ihr Geschrei nützlich ist.
Wenn Kinder die Landessprache nicht beherrschen, können sie wohl kaum dem Unterricht folgen. Diese "Belehrenden", welche in jedem normalen Akt, irgendwelche rassistischen Probleme sehen. Können sich doch gern selbst vor eine Schulklasse stellen, wo ein großer Teil "nichts versteht".

Dr. Georg Steger | Di, 6. August 2019 - 15:20

...scheint unser Volk und insbesondere die Presse an Hysterie langsam zu ersticken.
Vor ca. 25 Jahren wurde mein Sohn, damals knapp 6, in Bayern nicht eingeschult, weil er keinen "Hampelmann" machen konnte (ja, unglaublich aber wahr) und vielleicht ein bisschen zu wenig achtsam war.
3 Jahre später nach Abschluss der 2. Klasse durfte er 1 Klasse überspringen, weil er einfach unterfordert war!
Danach: mit 17 Abitur, anschließend Physikstudium mit Bachelor und Master abgeschlossen.

So einfach ging das mit dem Zurückstellen!

Und heute nimmt man aufgrund von Political Correctness in Kauf, dass aufgrund völlig inhomogener Klassen (das niedrigste Klassenniveau bestimmt das Klassenziel) die schulische Ausbildung immer katastrophaler wird. Unsere einzige Reserve in D ist (aufgrund mangelnder Bodenschätze) eine konkurrenzfähige Ausbildung, die jedoch - beginnend im Grundschulalter - immer mehr verwässert wird.
Wir müssen uns nicht wundern, wenn wir irgendwann nur noch auf den Bäumen sitzen!

Bernd Muhlack | Di, 6. August 2019 - 16:47

In reply to by Dr. Georg Steger

Herr Dr. Steger, ich wurde in 1967 eingeschult, knapp 7 Jahre jung. In den ersten beiden Jahren gab es keine Noten, nur eine eher knappe schriftliche Beurteilung.
Ich werde diesen Satz ob meiner 1. Klasse niemals vergessen (hoffentlich!):
"Bernd ist ein braver und fleißiger Schüler. Gelegentlich beteiligt er sich auch am Unterricht; wenn man ihn etwas direkt fragt, weiß er alles. Versetzt nach Klasse 2"
Immerhin reichte es zum Juristen.
Natürlich habe ich noch alle meine Zeugnisse, Urkunden etc - so mancher verliert das ja - huch!
Herr Dr. Steger, im Gegensatz zu Ihrem Sohn sind ja viele unserer selbst ernannten kompetenten, elitären "Entscheider" damals nicht am Hampelmann gescheitert, sie sind schlicht solche bis auf den heutigen Tag geblieben, nicht wahr?

"Wir müssen uns nicht wundern, wenn wir irgendwann nur noch auf den Bäumen sitzen!"
Einer meiner Kumpels ist Bootsbauer (Rennruderboote). Auch so kommt man nach USA, gell? oder nach Greta?

… das muss DAS BOOT abkönnen!

Dr. Georg Steger | Di, 6. August 2019 - 17:00

In reply to by Dr. Georg Steger

Eigentlich wollte ich mit meinem Kommentar sagen, dass es sinnvoll bis unabdingbar ist, dass Kinder bei Schulbeginn eine ähnliche Startposition haben um sowohl Über- als auch Unterforderung zu vermeiden, ich wollte aber auch deutlich machen, dass man auch in der anderen Richtung über's Ziel hinausschießen kann und dass das dann nicht hinterfragt oder hintertwittert wird (aber das sind ja dann meistens deutsche Kinder!).

Nicht Jedem wird empfohlen eine Klasse zu überspringen. Viele ziehen sich aus dem für sie langweilig gewordenen Lernprozess zurück und orientieren sich damit nach unten.

Einige kämpfen sich durch und kommen weiter, Andere werden durch die Eltern durchgekämpft um dann halt etwas später zu scheitern.

Ohne annähernd gleiche Startbedingungen züchten wir uns bildungspolitisch (und später berufsmäßig) eine 2-Klassen-Gesellschaft heran, die bei guter Wirtschaftslage durchaus funktionieren, bei Konjunkturflaute jedoch zu einem Pulverfass werden kann.

Robert Müller | Di, 6. August 2019 - 20:36

In reply to by Dr. Georg Steger

Offensichtlich wissen Sie das genau das Gegenteil momentan Leitbild ist: Also, die diverse Klasse. Es werden nämlich auch Sonderschüler in normale Klassen gedrückt, nicht nur kein oder nur schlecht deutsch sprechende Schüler. Im übrigen ist auch die patriarchale Mentalität ein Problem, denn unsere Lehrer haben keine Autorität mehr und speziell Lehrerinnen haben ein ganz großes Problem. Die daraus folgenden Vermeidungsstrategien bleiben nicht folgenlos. Gelegentlich poppt auch das Thema Gewalt gegen Lehrer auf.

Ich weiß nicht ob Individualisierung in der Klasse richtig oder falsch ist, immerhin scheint mir die Schule nicht auf diese Individualisierung eingestellt zu sein, eventuell ist das auch nicht praktikabel. Dazu sagen muss ich aber das ich keine herausragende Bildungskarriere hinter mir habe und ich deshalb das hiesige Bildungssystem - oder besser das frühere - nicht zurück haben will. Wie bei vielen anderen Themen glaube ich, dass die Politik zu wenig verändert, nicht zu viel

gabriele bondzio | Mi, 7. August 2019 - 10:38

In reply to by Dr. Georg Steger

in Kauf, ...das die Nachfrage nach Privatschulen ständig steigt. Von einer „bedauerlichen Entwicklung“ spricht der Landeselternverband. Eltern "gingen wohl" von besserer Förderung und Geborgenheit bei privaten Trägern aus. Aber es ist so, die Privaten könnten mit kleinen-homogenen Klassen und umfangreicher Betreuung punkten.
Die „bedauerlichen Entwicklung“ verfolgen ja auch Politiker (man könnte ja mal recherchieren, wieviele Politikerkinder den Trend folgen), welchen sie zu verantworten haben.
Wäre ich im Zugzwang (schulpflichtige Kinder zu haben), würde ich mir jeden Cent vom Munde absparen um meinen Kind/ern auch eine Privatschule zu ermöglichen.

Gisela Fimiani | Di, 6. August 2019 - 15:29

Die hier angezeigten Tweets zeigen nur zu deutlich, wer sich in die Horde der „Dumpfbacken“ einreiht. Vernunft und gute Argumente werden mit der Moralkeule totgeprügelt durch selbsternannte „Visionäre“, die die Gestaltung der Zukunft des Landes zu usurpieren beabsichtigen. Ich vermute, dass es diese Großdenker sind, denen Helmut Schmidt ärztliche Behandlung anempfahl, damit das kritisch rationale Denken nicht dem messianischen Prophetentum anheim fallen möge. Diese arroganten und eitlen Besserwisser entlarven sich als Verräter am Geist der Aufklärung, am Geist der politischen Freiheit.

Liebe Frau Fimiani, das Twittern (Zwitschern) hat sich ja zu einer Krankheit unserer Zeit entwickelt. Jeder der etwas zu sagen hat (oder auch nicht) glaubt dies herauskotzen zu müssen: möglichst in 2 Zeilen, aus denen man herauslesen kann was man will (s. oben: was will z.B. ZEIT-Chefredakteur Bernd Ulrich mit seinem Gezwitschere sagen?).
Wie soll man denn zu gedanklicher Schärfe oder Weiterentwicklung kommen, wenn man Angst haben muss, dass man totgezwitschert wird oder wenn immer nur eine Meinung genehm ist?
Der Diskussion sind wir schon lange nicht mehr fähig. Ich erinnere mich dabei an ein ZEIT-Pro und Contra (ich glaube es ging damals um Seenotrettung), bei dem der Vertreter der Contra-Meinung per Shitstorm mundtot gemacht wurde.
Ach ja, das nennt man dann "postfaktisch" (oder sind wir vielleicht schon eine Stufe weiter?)
Ich bin immer wieder verwundert, wie doch unsere Gesellschaft und besonders unsere Repräsentanten in Begleitung der Medien auf so eine Idiotie abfahren.

Ernst-Günther Konrad | Di, 6. August 2019 - 17:49

In reply to by Dr. Georg Steger

Ich habe mich deshalb entschlossen, diesen öffentlichen sozialen Netzwerken nicht beizutreten. Es ist mir egal, was dort gezwitschert wird. Ich bin halt noch konservativ und meine, wenn mir jemand etwas zu sagen hat, soll er telefonieren oder mich persönlich ansprechen.
Ich denke, man erspart sich auf diesem Weg sehr viel Ärger und auch die Versuchung, nicht angemessen und emotional geladen zu antworten.
Vielleicht muss versucht werden, den Inhalten in den social media einfach kein Gewicht mehr beizumessen und gelassener und distanzierter damit umgehen. Ich weis leicht gesagt, wenn man aber Twitteraussagen als unwesentlich einstuft und wertet, kommt man dabei besser weg.
Beleidigungen und Unterstellungen dort erreichen mich nicht. Aber, dies muss jeder für sich selbst entscheiden.
So wie ich mich dafür entschieden habe, einem gewissen Herrn hier nicht mehr zu antworten. Mag er es auch immer wieder versuchen ins Gespräch zu kommen und zu provozieren.

Gerhard Hecht | Di, 6. August 2019 - 20:01

In reply to by Dr. Georg Steger

Zu Gerd Brucerius Zeiten wurde in der "ZEIT" oft auf Seite 1 ein wichtiges Thema kontrovers dargestellt von. Z.B "Pro und Kontra Kernenergie". Das waren wunderbare Artikel von erstklassigen Leuten von beiden Seiten. Oft Sternstunden der Meinungsfreiheit! Was würde der alte Brucerius wohl über seine Enkel heute sagen!?

Dr. Georg Steger | Di, 6. August 2019 - 16:18

das was Sie hier fordern, darf natürlich gar nicht sein: als Deutscher sind Sie verpflichtet, zuzusehen wie das Niveau unserer Schulen sukzessive absackt, weil in den Grundschulklassen vielfach kein regulärer Unterricht mehr möglich ist. Alles Andere ist Rassismus und Nazitum! Merken Sie sich das!

Mit immer größerer (Aus-)Bildungsferne und Wissensnivellierung auf niedrigstem Niveau, werden wir uns auf eine Stufe begeben, die im internationalen Wettbewerb nicht mehr konkurrenzfähig sein wird.
Wenn man sieht wie in China gute Ausbildung (im Sinne des Konfuzianismus) wieder zu einer sehr wichtigen Staatsaufgabe geworden ist, können wir die Zukunft vielleicht abschätzen.

Aber offensichtlich ist es ja unser Los, irgendwann mal wieder auf Bäumen zu sitzen, wenn hier nicht gewaltig umgesteuert wird und dann auch Politiker existieren, die wissen, dass Kobalt mit Kobold (s. Baerbock) ziemlich wenig zu tun hat (oder ist das nur eine Interpretationssache?).
Fangen Sie damit an!

Hubert Sieweke | Di, 6. August 2019 - 16:26

Diejenigen, die sich nun wieder reflexartig im Netz empören, sind die, die täglich mehr Angst vor der Wahrheit bekommen. Natürlich wissen auch diejenigen, die Linnemann nun unflätig beschimpfen, seine Worte bewusst falsch in die Headline setzen - rausnehmen kann man später, liest keiner mehr - und der bisherigen "Refugee welcome" Fraktion angehören, dass dringend etwas getan werden muss, bevor in einigen Großstädten die Klasse zu 100% aus türkisch, arabisch etc. sprechenden Kindern bestehen. Kommen die Lehrer demnächst dann auch aus diesen Gegenden?
Noch versucht man solche begründeten Argumente mittels Shitstorm und übler Presse zu ersticken, aber mittlerweile geht die Angst mit jedem Anschlag um, dass Verantwortung gezeigt werden muss. Die Welcome-Propheten, Klimanbeter und Merkel-Schranzen merken selbst, auf welchen Holzwegen sie unterwegs sind. Die Wahrheit wird weh tun...

Wolf-Dieter Hohe | Di, 6. August 2019 - 16:39

There ist not a lack of German-language-knowlege only. Same problems with Englisch:-)
Stupidly expecting German I have spontaneous problems interpreting your text.
So I am asking for translation your highly developed "multiple-language."
>> Buzzwords<< for example
By the way Mrs Hildebrandt
The English of all commentators within this area is good enough that German is permitted.
Vielleicht ausgenommen meines.
Sollte irgendeine englische Vokabel sich nicht wörtlich übersetzen lassen it es mitunter für Ihre Leser fortbildend die Kreativität in der eigenen Muttersprache zu fördern.
Viele Planetenbewohner beneiden die deutsche Sprache um deren Ausdrucksreichtum - insbesondere die Engländer.
Inhalt eines Satzes wird nicht "schwangerer" weil Vokabeln einer Fremdsprache eingefügt sind.
Sehr wahrscheinlich ist auch Ihr "performanced" Deutsch besser als Ihr Englisch.
Alles irgendwie performance/ed/ing a.s.o. Gleichgültig ob Sänger, Fahrrad oder Aktie.
Satire aus :-)

Als Liebhaber der deutschen Sprache und Literatur bringt es
mich schon lange auf die Palme, wenn Schreiber meinten, ihr
Geschriebenes sei nur mit Anglizismen gewürzt, lesbar. Es wird
noch früh genug kommen, daß sich unsere Nachfahren mittels
Grunzen oder Ähnlichem verständigen werden. Ich kan mich
nicht erinnern, daß ich je in einem englischen oder französischen
Text ein deutsches Wort gelesen hätte. Aber diesen durchaus
guten Stolz haben deutsche Schreiber nicht mehr.

Roland Völkel | Mi, 7. August 2019 - 21:29

In reply to by Günter Schaumburg

werden hier häufig eingepflegt (...benutze ich manchmal auch) sondern oft auch Latein (schaut her, ich war auf einen Gymnasium!), Herr Schaumburg.
Geht mir auch auf die Nerven, dieses elitäre Gehabe!
Übrigens: die Bezeichnung Handy ist eine dt. "Erfindung". Im Englischen heißt es: Mobil-Telefone.

..ich muss es zugeben. Obwohl ich den restlichen Sprach-Nationalismus in diesem Kommentar mit der Notwendigkeit eines Kropfes gleichstellen würde, ist der erste Teil, die "gewollte (?)" Verballhornung der englischen Sprache durch einen offensichtlich überforderten Teutonen absolut witzig.

Alfred Werner | Di, 6. August 2019 - 17:17

Der beißwütige Pawlowsche Sabberreflex auf jeden von den qualitätsbefreiten Medien verzapften Mist in diesem im PISA-Ranking schwer zurückgefallenen Land ist für normale Menschen kaum mehr auszuhalten.

Jürgen Waldmann | Mi, 7. August 2019 - 09:25

In reply to by Alfred Werner

Nach dem Krieg holten uns , meine Mutter , Schwester und mich , Freunde der Eltern von der Olympiade 1936 , nach Schweden , wo ich 1949 ohne schwedische Sprachkenntnisse in der Schule in die zweite Klasse übernommen wurde . Als Jahrgang 1942 war ich 1948 in Deutschland im Sauerland eingeschult worden .
Nach einem Jahr hatte ich die schwedische Sprache so gut erlernt , dass mich kein Lehrer anhand meiner Aussprache aus dem Klassenverband heraus hören konnte . Möglich war das nur , da ich der einzige Schüler in der Klasse war , der die Sprache nicht beherrschte . Wenn aber eine große Anzahl der Schüler ohne Sprachkenntnisse sind , dann behindern sie die Klasse und lernen nur langsam die Landessprache . Vor der Einschulung muss sicher gestellt werden , dass alle Schüler die Sprache beherrschen , am besten bereits im Kindergarten .

Benno Pluder | Di, 6. August 2019 - 18:24

für dieses mutige und offene Wort in Sachen Bildung und deren Misere.
Schulreife hilft, Bildungschancen zu nutzen.
Niemand regt sich auf, wenn Menschen ihren ersten Studiengang mit dreißig und älter antreten. Sie fühlen sich dann halt reif oder werden als reif für ein Studium befunden. Das, nämlich die Reife zum Erwerb von Grundschulwissen, sollte auch für Grundschüler gelten und gerade für die.

Thomas Poth | Di, 6. August 2019 - 20:07

Volltreffer!!!
Teilsätze herauspicken und den Sinn des gesamten Satzes verdrehen, um eine gewünschte politische Richtung zu unterstützen.
Politischer "Propaganda-Krieg" für eine bestimmte Meinungsausrichtung, nämlich dem Noch-Mainstream.

Klaus Peitzmeier | Di, 6. August 2019 - 20:57

Es nervt echt, jeden Tag banale Selbstverständlichkeiten wieder in Frage gestellt zu sehen. Der gesunde Menschenverstand sagt einem doch, dass es vorteilhaft ist, wenn die Erstklässler zumindest alle Deutsch sprechen. Leider zieht sich dieses leistungsfeindliche multikulti Gequake der Lehrtheoretiker durch die gesamte Schulzeit. Jeder Depp soll Abi machen. Und wenn er`s nicht packt, sind die Lehrer schuld. Gleichzeitig laufen die Privat- u Walldorfschulen über. Nicht selten mit Kindern u Enkeln dieser Lehrtheoretiker. Ich möchte zu gern wissen, welche Schulen die Kinder u Enkel des Herrn Polenz besuchten. Bestimmt keine Brennpunktschulen.

dieter schimanek | Di, 6. August 2019 - 23:46

....entstanden durch eine unwahre und verfälschte Berichterstattung, wie mittlerweile üblich. Sie zeigt deutlich eine moralisch verkommene Medienlandschaft und verblödete Konsumenten.

So hart würde ich es nicht formulieren aber sie haben recht. Allerdings haben Andere die in unserer "Medienlandschaft" ins Visier geraten nicht das Glück des Zurück-Ruderns. Übrigens wo war Herr Linnemann in den letzten Jahren denn dieses Thema ist wahrhaft nicht neu. Nur nebenbei bemerkt die CDU ist schon 14 Jahre Regierungspartei und jetzt (nach 14 Jahren) ist man dankbar und lobt Herrn Linnemann für seine offenen Worte?

Wolfgang Stoeth | Mi, 7. August 2019 - 07:28

Herr Linnemann, Sie bekommen meine Zustimmung und Achtung vor Ihren klaren Worten ! Weiter so !

Jens Rotmann | Mi, 7. August 2019 - 08:27

Der Focus hat für diese Fälle vorsorglich eine elegante Lösung gefunden. Unter vielen "Eilmeldungen" steht, Zitat : Der Artikel wurde von XY übernommen. Es fand keine Überprüfung durch die Redaktion statt. Zitat ende.
Und die Kommentare : Kommentare sind Einzelmeinungen der Leser und haben haben mit dem Focus nix zu tun. Aber auch garnix ! Armer Herr Markwort, Fakten,Fakten und an die Leser denken - Pustekuchen.
Und Eilmeldungen sind fast alle Artikel !

Sie haben völlig recht. Ich lese Focus über mein Handy und komme zum gleichen Ergebnis. Nur ist Focus und Bild für mich ein wunderbarer Gradmesser für politische Entrüstung. Je "härter" die Headline, desto weniger Substanz der Inhalt und damit für mich eigentlich Bestätigung dafür, dass es gerade n i c h t so ist, wie man den Eindruck erwecken will. Deshalb versuche ich dann an Quellinformationen zu kommen. Focus schreibt bei Bild ab. Die Kommentatoren bei Focus haben aber mehrheitlich die gleiche Grundmeinung wie wir hier im Forum. Sie haben nur weniger Zeichen zur Verfügung.

gibt sehr oft Meldungen, allerdings mit verschärfter Headline einfach weiter. Deshalb verliert dieses Magazin auch Leser im Eiltempo. BILD einmal blättern und schnell raus, Spiegel einmal im Monat und Welt und FAZ einmal am Tag reinschauen, NZZ, CICERO, Weltwoche und Tichys abonnieren, dazu CATO und JF, manchmal Telegraph und Breitbart oder Foxnews. Alles andere erübrigt sich, besonders die staatlichen TV Anstalten.

Ernst-Günther Konrad | Mi, 7. August 2019 - 08:53

Aha, es wird offenbar doch versucht zu diskutieren und nicht nur zu skandalisieren. Wie ich heute Morgen bei TE lese, hat sich dpa entschuldigt, weil sie mit dem Begriff "Grundschulverbot" Vorschub für weitere skandalisierte Überschriften in einigen Redaktionen gesorgt haben.
" Es ist das Musterbeispiel des einseitigen Haltungsjournalismus, schreibt der frühere dpa-Büroleiter Laszlo Trankovits." ( Quelle TE )
Natürlich gibt es die eine Seite, die darin irgendwie ein Diskriminierung sehen will und auch andere, gerade Lehrer, die z.B. anonym im Focus erklären, dass der Vorstoß von Herr Linnemann nicht falsch sei.
Der gesunde Menschenverstand sagt doch jedem klar denkenden Menschen, der in einem Land lebt, in dem nicht seine Muttersprache gesprochen wird, dass er ohne Sprachkenntnis keine Chance hat, schnell und sicher zu intergrieren. Die Hysterie in den Medien ist in voller Blüte. Haltungsjournalisten gießen die Pflanze der Verdummung. Pflanzen verblühen oder können übergoßen werden.

ist es überhaupt erwünscht oder gewollt, sich in D. zu integrieren? lieber Herr Konrad.
Hier gibt es doch alles in der gewünschten Landessprache. Geschäfte, Handwerksbetriebe, Kiosk, Zeitungen, Sportvereine, "Kuturvereine" usw.
Dazu wird rund um die Uhr das "heimische" Fernsehprogramm geschaut.
Kann mich auch voll mit heimischer Kost (halal oder auch haram) versorgen.
Geschäfte werden immer öfters nur mit türkischer o. arabischer Schrift beschildert. Wozu auf Deutsch? sollen doch nur Landsleute kommen!
Ehrlich gesagt, die angebliche Integration in die dt. Gesellschaft hat nie und wird nie stattfinden (Ausnahmen bestätigen ...)!
Und: "Assimilation ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit" (Zitat von "Mein Präsident").
In diesem Land kann man auch ("gut und gerne") leben, ohne unbedingt einer geregelten Arbeit nachzugehen.
Irgendwie tun mir nur die Kinder leid wenn die mangels Sprache und Bildung in ein gewisses Milieu hinein "geschoben" werden ohne Ausbrechen zu können!

Ich frage mich Herr Völkel, müssen die türkische oder arabischen waren eigentlich auch gelabelt sein und EU-gerecht mit dem Nachweis der Inhaltsstoffe versehen sein?
Wir haben hier inzwischen in fast allen gängigen Sprachen Behördenformulare oder gar Dolmetscher, hIHinweisschilder in Bädern und andernorts werden inzwischen nicht nur in französisch und englich, sondern auch türkisch und arabisch geschrieben. Mag ja eine nette Geeste sein, nur wer muss da noch deutsch lernen? Im Zweifel hat man einen guten Kumpel der übersetzt mit natürlich landsmännisch gesteuerten richtigen Aussageergebnis. Die Zeichen reichen nicht, was es da an Beispiele gibt. Wir müssen einfach lernen und in Deutschland zu integrieren, da klappt es auch mit den anderen bzw. mit dem Nachbarn. Vorsicht, der Text könnte Satire enthalten.

Sonja Menzel | Mi, 7. August 2019 - 10:51

Was ist nur aus unseren Medien geworden? Jeder, der es überhaupt noch wagt, geringste Kritik in Sachen Integration, wozu das Erlernen der deutschen Sprache gehört, zu äußern, wird sofort medial hingerichtet. Heute hatte ich dazu ein Gespräch mit einer Grundschullehrerin in Berlin:"Niemand wagt sich mehr, etwas zu sagen, schlimmer als in der DDR." Sie zählt die Tage zur Rente. Eine richtige Lehrerin durfte sie die letzten 20 Jahre nicht mehr sein. Das Lernniveau wird ständig herabgesetzt, immer größere Klassen, immer mehr Kinder, die selbst in der 3.Klasse kaum ein Wort Deutsch schreiben können. Sie waren nie schulfähig u.hätten eine Vorschule besuchen müssen. Lehrer ducken sich weg,ansonsten sind sie Rassisten..Sie fliehen in Stadtteile, wo es diese Probleme nicht gibt.In der Kita lernen Kinder kein Deutsch. Massenaufbewahrung.Ihre eigenen Kinder schickte sie Anfang der 90er schonauf einePrivatschule in Weissensee. Übrigens tun das auch immer mehr Migranten, die sich das leisten können

Josef Olbrich | Mi, 7. August 2019 - 16:03

Man fragt sich, ob in den Räumen von manchen Redaktionen noch Journalisten sitzen, die der deutschen Sprache noch mächtig sind. Wie kommt man auf die Idee, dass eine Vorschulpflicht zum Erlernen der deutschen Sprache ein Grundschulverbot nach sich zieht. Kann mir jemand diese Logik erklären.

Hans-Jürgen Schulze | Mi, 7. August 2019 - 16:08

1.

Ja, Herr Linnemann, lasen Sie sich nicht klein reden,Sie haben auch in meinen Augen und Verstand Recht. Alle die Ihnen, jetzt auch mir widersprechen, haben entweder keine Kinder oder ihre Kinder werden in privaten und bezahlten Schulen be und gelehrt.
Hier sind sich alle Parteien gleich, weil mindestens 1 Elternteil im Bundestags oder öffentlichen Ämtern in gut bezahlte Job´s tätig ist. Sie ersparen sich somit, was sich die ärmeren Schichten und ihren Kindern nicht möglich ist, eine störungsfreien Schulunterricht mit natürlich auch entsprechenden korrekten ABI-Abgang. Wir haben also nicht nur eine Zwei - Klassen Medizin sondern auch eine derartigen Schulausbildung zu verzeichnen. Soweit ist es ja oK soll auch so bleiben, nur muss der Unterricht in den gemischten Schulen genau da anfangen wie in den bezahlten Schulen. Soll heißen dass beherrschen der deutschen Sprache ist Pflicht. Also die Kid´s in den Vorschulunterricht und am sinnvollsten die Mütter oder Väter gleich mit dazu ne

Hans-Jürgen Schulze | Mi, 7. August 2019 - 16:10

2.

Das wäre ein richtiger Schritt in Richtung Integration und was auch machbar wäre. Denn ein Elternteil ist mindestens jetzt schon aus bekannten Gründen zu Hause oder in den Unterkünften verfügbar.
Andererseits mache ich noch einen weiteren Vorschlag zur Problemlösung:
1. ein, oder Abgrenzung von Asylsuchenden vom jetzigen vermutlichen Aufenthaltszeitraum
2. von der geäußerten Bereitwilligkeit eine Integration überhaupt anzustreben
3. der infrage kommen Anteil von Asylbewerbern die deutsche Gerichtsbarkeit ohne Einspruch und Widerrede akzeptiert

Sind die Punkte 1 - 3 erfüllt oK.
Nicht erfüllt dann:
1. Deutschlandweit werden Lehrer angeworben die mindestens
die Sprache der meist in Frage kommenden Kinder in den Klassen 1 - 4 in den Grundlagenfächern, denen ihrer Herkunft, entsprechend unterrichtet werden

Hans-Jürgen Schulze | Mi, 7. August 2019 - 16:11

3

Soll darstellen, dass wir nicht gegen Schulbildung sind, aber gleichzeitig sollen diese Kinder wenigstens bei einer Rückkehr
in ihre Heimatländer schon etwas nachweisen können, was
diese im selben Zeitraum dort nicht bekommen hätten.

Natürlich fragen Sie jetzt wo die "Fachkräfte" hernehmen.
Wo schon, aus dem reichlich vorhandenen Asylbewerbern,
weiblich wie männlich die jetzt auch bezahlt werden und dass sogar gut. Sie sollen, nein sie müssen diesen Part übernehmen.
Dazu kommen noch wichtige Fächer dazu, die da wären
1. Benehmen in einer fremden nicht selbst gewählten Welt!
ein Unterricht der schon vor der Einreise erfolgen müsste!
2. Demokratisches Verhalten in deutschen Schulen, in der neuen Umwelt wo sie sich zur Zeit befinden
3. Eine Achtung der Frau, Mutter, Erzieherin, der Polizistin, der Ärztin
jedenfalls solange wie sie sich auf unserem Territorium aufhalten

Bedeutet natürlich auch das diese " Kräfte " zu diesen Fächern erst befähigt werden müssen. Durch

Vielen Dank für ihre Darstellung gespickt mit leichter (oder auch reichlich) Ironie.
Und auch ich bekenne, dass man Herrn Linnemann recht geben muss und nicht wiedersprechen kann. So hat der nette Herr Linnemann mit seinen Anregungen gerade zu darauf Aufmerksam gemacht (war natürlich nicht von ihm so gemeint), dass seine Partei die letzten 14 Jahre und ganz besonders die letzten 5 Jahre Probleme in Sachen Schulbildung komplett verschlafen hat. Natürlich ist Bildung Ländersache und die Probleme die Herr Linnemann anspricht gibt es schon länger nur wurde auf die Probleme die es schon länger gibt ohne die Länder zu fragen noch obendrauf gepackt und da hilft es halt nicht nur lapidar zu verkünden "wir schaffen das".

Wolf-Dieter Hohe | Mi, 7. August 2019 - 17:56

Ihr hervorgehobener Untertitel,
sehr geehrte Frau Hildebrandt,
Zitat: "Wording(!) zum Grundschulverbot"
zu den schwerwiegenden Problemen einer Grundschule ohne Sprachkenntnisse der zu integrierenden Grundschüler beschreibt die Lage zutreffender als Ihr nachfolgender Beitrag.
Es >>ist<< Ihr Beitrag.
Unterricht zu Lasten einheimischer Muttersprachler und deren überlasteter Lehrkräfte.
Unsere Kinder würden in Ihrer Schule nicht sitzen.

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