US-Wahlen - Die Illusion der Identitätspolitik

Nach dem vorläufigen Wahlergebnis in den USA stehen die Verlierer schon fest: die Demoskopen. Sie haben ethnischen Gruppen ein Wahlverhalten unterstellt, das keineswegs stimmte. Die politische Linke sollte jetzt dringend ihre Lebenslügen aufgeben – auch in Deutschland.

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Wahllokal in Spotsylvania, Virginia am Dienstag / picture alliance

Autoreninfo

Nils Heisterhagen ist Sozialdemokrat und Publizist. Zuletzt sind von ihm im Dietz-Verlag erschienen: „Das Streben nach Freiheit“ und  „Die liberale Illusion“.

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Nils Heisterhagen

Die größte Niederlage bei der US-Wahl haben mal wieder die Demoskopen errungen. Sie lagen wieder so falsch, wie man nur falsch liegen kann. Konstant haben sie uns in fast allen wichtigen Swing States einen soliden Vorsprung von Joe Biden erklärt und auch einen soliden Vorsprung in eigentlich allen Wählergruppen.

Überall erzählte man sich, dass Donald Trump nur die Wahl gewinnen könne, wenn er vor allem das „weiße“ Amerika noch einmal mobilisiere, bevor es demografisch in den nächsten Jahren ohnehin zur Minderheit werde. Man sah Trump auch tatsächlich nervös werden, weil er hektisch die weißen „Seniors“ und die weißen „suburban women“ umwarb.

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Dorothee Sehrt-Irrek | Mi, 4. November 2020 - 17:30

um zu siegen, sondern wegen der Werte dieser Partei.
Da macht es mir unser Verhältniswahlsystem leicht, denn die Stimmen für die SPD werden nicht unter den Tisch fallen.
Ausserdem hat die SPD zwar in ihren Hochzeiten einen beachtlichen Einfluss auf z.B. internationale Themen, aber sie ist auch besonders eine kommunale Partei.
Andersherum vermag auch der Sieger in der Bundesrepublik Deutschland keinesfalls Politik nach Gutsherrenart durchzusetzen.
Ich sehe also zwar nach wie vor eine Durststrecke für die SPD, aber auf der muss man sich nicht ausruhen.
Es wird auch von den aufgestellten Politikern abhängen und deren Konzepten, ob sich die SPD wieder erholen kann, vielleicht auch vom Wetter.
Die Analyse des Artikels leuchtet mir ein, aber wer Trump nun ist, vermag ich immer noch nicht zu sagen.
Ein Volkstribun?
Es dürfte ihm schwer fallen, von der Politik zu lassen, denn das scheint er doch zu sein, durch und durch ein Politiker, viel stärker als ich dies von Clinton oder Biden vermute.

Nur diese Werte, die diese Partei mal ausgezeichnet haben, wurde über Bord geworfen, Frau Sehrt-Irrek!
Es geht nicht mehr um Politik für die (ehem.) Klientel oder für das Land. Nein! Das Ziel ist die Ideologie durchzusetzen, die diese Partei (seit Abgang G. Schröder)durchzusetzen verfolgt.
Und die "Durststrecke" ( ich nenne es Dahinsiechen) wird so lange andauern, so lange es die Partei nicht versteht, ihre ehem. Klientel wieder ins Boot zu holen. Es bedarf einer New-SPD ohne so verbohrte Parteibonzen wie S. Esken, R. Stegner & Co.
Bitte einmal durchlüften oder wie jetzt gerade aktuell Stoßlüften.
Salute

Christa Wallau | Mi, 4. November 2020 - 17:37

Sie mögen es ja gut meinen mit der SPD und den Linken, lieber Herr Heisterhagen, aber ich fürchte:
Die hören nicht aus Sie! Dafür werden sie noch viel zu sehr von den Medien gehätschelt.
In Deutschland ist leider die Situation durch Merkels Dauer-Regiment u n d das Erscheinen der AfD auf dem politischen Spielfeld derart verhakt u. verkorkst bzw. blockiert (10-15% der Wähler werden quasi ausgegrenzt!), daß es nicht zu dem gekommen ist, was sonst m. E. schon
längst passiert wäre: Bürgerlich-freiheitliche Kräfte wären an der Regierung!

Die Linken sind längst mit ihrem Latein am Ende,
haben es aber immer noch nicht gemerkt bzw.
wollen es nicht wahrhaben.
Die meisten Deutschen sind der Ideologien überdrüssig - da mögen viel Jugendliche und Wohlstands-Grün/Linke noch so toben!
Wenn's ans Eingemachte geht, erhalten der gesunde Menschenverstand bzw. die Alltagssorgen wieder die Chance, in den Mittelpunkt des Interesses zu rücken.
Das war immer so und wird auch stets so bleiben.

seit Jahren geht es bereits ans Eingemachte, leben die Deutschen von der Substanz und wollen unter dieser Kanzlerin einfach nicht wahrhaben, daß linke Traumtänzer im Gegensatz zu den bürgerlichen Christ-, Sozial- und Freidemokraten noch immer stets an der Umsetzung ihrer eigenen Träume gescheitert sind.

Auf den gesunden Menschenverstand werden Sie freilich wohl noch länger warten müssen; denn Leistungsorientierung, bewährte Konventionen sowie eine realistische Wahrnehmung der Welt und deren Machtverhältnisse finden Sie beim „Sichtfahrbetrieb“ einer verängstigten und ständig umherhüpfenden Gesellschaft ohne bürgerliche Politiker immer seltener.

widersprechen sich nun mal fundamental. Die AfD wird nicht ausgegrenzt, sie stellt sich selbst an den Rand. Und das ist dem völligen Abdriften in den Rechtsextremismus, einem Politikstil, der ausschließlich Provokation kennt, sowie einer offensichtlich kompletten Politikunfähigkeit zu verdanken.

Scheiden Rechtsextremisten als Koalitionäre vernünftigerweise aus, und krebsen die orientierungslosen Wirtschaftsliberalen der FDP konstant um die 5%-Hürde herum, bleiben den Christdemokraten nun mal ausschließlich die Parteien der linken Mitte als Koalitionspartner .
Dort wird dann sogenannte bürgerliche Politik gemacht, ob mit Erfolg, ist eine andere Sache. Erneuerung, fortschrittliche Impulse sind dort allerdings nicht zu erwarten, höchstens ein ewiges weiter so (CDU), oder eine Verengung der Politik auf Steuersenkungen für ein bestimmtes Klientel (FDP). Wirklicher Wandel und notwendiger gesellschaftlicher Fortschritt versprechen höchstens die Parteien links der Mitte.

Markus Michaelis | Mi, 4. November 2020 - 17:46

Ich denke der Artikel spricht einen sehr wichtigen Punkt an. Ein höchstes Gut der Linken ist es weltoffen zu sein. Andererseits sieht man schon eine Lucke-Petry-Meuthen-AFD jenseits des erträglichen Spektrums, obwohl dieser Teil im Weltmaßstab gesehen zumindest mit dem Realoteil der Grünen weitgehend deckungsgleich ist - die Welt ist da einiges bunter. Ich frage mich schon lange, gegenüber wem man genau offen sein will.

Der Fehler der Linken ist, dass sie kein realistisches Menschenbild hat, mit all seinen Widersprüchen und Unverträglichkeiten. Für die sich daraus ergebenden Bruchzonen müssen dann zurechtgedrehte Feindbilder herhalten.

Dass der Kampf gegen Gewalt und Rechtsextreme wichtig ist, bleibt natürlich unbenommen. Nur ist das alleine noch kein Gesellschaftskonzept.

Für "DIE" Migranten und Minderheiten spricht "die Linke" sicher nicht. Einig ist man sich höchstens, dass manche Gruppen abgeben sollen, gemeinsame tragende Werte hat man nicht.

Wie war es denn im Warschauer Pakt, in der DDR? Wie ist es in Kuba, Nord-Korea, Venezuela? Ihre Analyse dazu würde mich interessieren.
Wenn Sie die Weltoffenheit der Linken darin sehen hier in Deutschland alle Welt in die Sozialsysteme zu schleusen, dann trifft ihre Beurteilung allerdings zu.

Ihr Kommentar hat mit sehr gefallen. Ihren Aussage stimme ich zu.

Ich möchte ergänzen:
Herr Heisterhagen fordert meines Erachtens keinen Politik-Wechsel. Er fordert das Ende eines finanziell einträglichen pseudo-linken Geschäftsmodells von Selbstdarstellern und Wichtigtuern!
In der Diktatur kannte man: Parteisekretäre, beim Militär Polit-/'Führungs-' offiziere und wußte um die Existenz einer Geheimpolizei.
Heute ist natürlich alles besser - smarter, bunter.
Aber:
Wir haben Demokratie-'Botschafter', kritische 'Weißseins-Forscher', queer-feministische Klimaschützer (was ist das?), Gender-Studies samt Sprachpolizei, eine Staats-Sekretärin für 'Anzeigen schreiben', bezahlte Kämpfer gegen Rächtz.
Kurz: hauptberufliche Phrasendrescher und Lautsprecher.
Vom Steuerzahler finanziert, nennen wir die Truppe fälschlich: 'Zivilgesellschaft'!
Immer geht es um Verbote, Bevormundungen, Belehrungen, subtile Drohungen.

Steuerzahlende Bürger sind ERWACHSEN und MÜNDIG!
Es braucht keine Erklär-Bären!

Ich stimme Ihnen weitgehend zu. Bei der Antwort auf die Frage "Für wen spricht die Linke?" habe ich eine ganz simple Antwort: Nur für sich selbst. Sie wollen Macht und sonst nichts. Die Geschichte der DDR hat dies stellvertretend für andere Modelle dieser Art hinlänglich bewiesen. Der DDR-Dichter Rainer Kunze hat dies vor langer Zeit auf diese Formel gebracht: "Im Mittelpunkt steht der Mensch - nicht der Einzelne".

Manfred Sonntag | Mi, 4. November 2020 - 18:31

Bravo! Ich hoffe, dass jetzt endlich die Identitätspolitik beerdigt wird. Wir brauchen keine Schneeflocken, keine "unschuldigen" Mörder, keine falsche Rücksicht bei schlechten Schulleistungen, keine Genderlehrstühle, keine von Ideologen festgelegten Opfergruppen. Die Verantwortlichen für dieses Dilemma sitzen in den Universitäten Amerikas und Europas. Ich vermute, diese „Experten“, wie Frau J. Butler halten sich den Bauch vor Lachen, wenn sie ihre Eleven in den Medien und der Politik beobachten. Es ist nur erstaunlich wie viele Menschen dieser, dem Faschismus nahestehenden Separationsideologie, bisher gefolgt sind. Diese Ideologen legen die Opfergruppen fest, es wird in gute und böse Menschen unterteilt. Die Menschen haben keinerlei Möglichkeit die ihnen zugewiesene Gruppe zu verlassen. Selbstbestimmung der Bürger wird wie in Diktaturen in übelster Form verurteilt. Durch die Opfergruppen werden immer neue Opfer generiert und damit ist auch Rassismus Bestandteil dieser Ideologie.

Michael Andreas | Mi, 4. November 2020 - 22:12

In reply to by Manfred Sonntag

Wenn man als privilegierter weißer Mann es nervtötend findet, dass nicht-weiße nicht-privilegierte Menschen herummosern, dann bietet die Cicero-Kommentarspalte ein zuverlässiges Antidot.

Die Verteidigung von Minderheitenrechten ist angeblich "faschistisch"? Wer will sich ohne Aluminiumhut mit so einer bizarren Sicht der Dinge gemein machen?

Herr Andreas, es war einmal eine "Linke" (links & linksliberal) welche unter dem Wahlspruch "Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit" für ein besseres Leben aller "Unterdrückten" gekämpft hat. Was hören wir heute: Freiheit ist nicht notwendig, für weltfremdesten Ziele kann sie geopfert werden. Gleichheit - mit der Erfindung der Opfergruppen ist ein Wettbewerb der medial am hilfebedürftigsten erscheinenden Gruppen entstanden. Keine Hilfestellung zur Selbsthilfe, sondern es entstehen totale Abhängigkeiten von den Brosamen der Taktgeber. Andere Gruppen, Andersdenkende werden zu Nazis, Rassisten und Aluhutträger erklärt. Solche ideologischen und rassistischen Einteilungen, nur unter anderen Namen haben schon öfter zu größten Verbrechen geführt (z.B.: Hitler, Stalin, Mao). Herr Andreas, der Vorrang von Minderheitenrechten einer Gruppe führt zwangsläufig zur Benachteiligung anderer Minderheiten und zur Diktatur.

Kai-Oliver Hügle | Do, 5. November 2020 - 05:44

In reply to by Manfred Sonntag

Da es hier um "Identitätspolitik" geht, möchte ich Sie nochmal bitten, jene Studie zu verlinken, aus der hervorgeht, dass 50% der in Deutschland lebenden türkischen Muslime die Scharia über das Grundgesetz stellen. Das zumindest behaupteten Sie am 29. Oktober (16:57 Uhr) im Cicero-Forum. Sicher haben Sie Verständnis dafür, dass man solche Aussagen überprüfen möchte. Danke im Voraus!

Hermann Kolb | Do, 5. November 2020 - 09:53

In reply to by Kai-Oliver Hügle

"Bei einer repräsentativen Umfrage durch das Meinungsforschungsinstitut Emnid stimmten 47 Prozent der befragten Muslime mit türkischen Wurzeln dem Satz zu "Die Befolgung der Gebote meiner Religion ist für mich wichtiger als die Gesetze des Staates, in dem ich lebe"."
https://www.dw.com/de/islam-und-grundgesetz-türkische-muslime-in-deutsc…

"Gesetz oder Gebote? Auf die Frage, was ihm wichtiger ist, antwortet fast jeder zweite Türkischstämmige in Deutschland: die islamischen Gebote. Dem gegenüber steht ein ausgeprägter Wille zur Integration in der jungen Generation."
https://www.br.de/nachricht/emnid-studie-tuerken-koran-grundgesetz-100…
Immerhin scheinen sich die Einstellungen also in den jüngeren Generationen abzuschwächen.
Bleiben tut hingegen die über Generationen weit unterdurchschnittliche ökonomische Performance türkischstämmiger Migranten: Schlusslicht in Bildung, Berufs- und Studiumsabschlüssen oder Einkommen. Können Sie diesmal gerne selber googeln.

Bernhard K. Kopp | Do, 5. November 2020 - 10:02

In reply to by Manfred Sonntag

Die überragende Motivation für die Mehrheit der Trump-Wähler ist die diffuse " Angst vor den Linken " die ihnen, wie auch bei uns, seit vielen Jahren auf die Nerven gehen. Die Begründungen mögen vielfältig und vielschichtig sein, es scheint aber überraschend vielen Republikanern und Trump-Anhängern, trotz erheblichem Gegenwind aus den vormals eigenen Reihen ( Lincoln-Project, Republicans against Trump usw. usw. ) gelungen zu sein, mit no-socialism ihre Position zu halten. Aus deutscher Sicht kann man dazu anmerken, dass für diesen Teil Amerikas auch eine allgemeine Krankenversicherung, auch nach dem Schweizer Modell, Sozialismus/Kommunismus wäre und die USA wirtschaftlich und sozial in die Nähe von Kuba oder Venezuela bringen würde. Wenn Trump im Wahlkampf dies sagte, dann hat dies in großen Teilen der Bevölkerung Resonanz, auch wenn wir nur den Kopf schütteln.

Michaela 29 Diederichs | Mi, 4. November 2020 - 18:33

Schönreden und Gesundbeten sind bei den Linken eine eigenständige Kunstform, die vom Wähler nicht verstanden wird. Der orientiert sich nämlich in der Regel an der Realität.

Phil Schwarz | Mi, 4. November 2020 - 20:45

Linke können sich nicht vorstellen, dass der Wähler gegen seine eigenen ökonomischen Interessen wähle könnte. Sie trauen ihm nicht zu, sich "höheren Dingen" verpflichtet zu sehen. Dazu kommt, dass die Linke keine Leuchtkraft mehr erzeugen kann und das Progressive nur noch als Überforderungen und Schlaumaiertum wahrgenommen wird. Die Orientierungslosigkeit nach ´89 wird nun durch den grünen Reformwillen wieder frei gelegt. Die Linken stehen mit ihrem Pflug da und wollen mal wieder alles umgraben. Das nennen sie New Green Deal, was für viele aber nichts anderes ist, als die üble Aussicht auf einen Dauerunruhestand und Wohlstandsverlust. Unruhe und nationaler Dauerstress für die Gesellschaft bedeutet auch eine Zuwanderungspolitik, die keine Grenzen kennt. Nach 2015 ist der Rassismus explosionsartig angestiegen in den westlichen Gesellschaften. Der mahnende Blick in die Zukunft ist einfacher als eine erhaltende Tat im Jetzt. Die Linke hat es sich bequem gemacht.

Michael Andreas | Mi, 4. November 2020 - 20:49

Weil die Briefwahlergebnisse in 3 US-Bundesstaaten noch ausstehen und mindestens 88% der schwarzen und 68% der Latino-Wähler gegen Trump gestimmt haben, muss die bundesdeutsche Linkspartei sich Gedanken machen?

Außer als Clickbait ("Linke" & "Identitätspolitik" zieht ja hier immer) sind solche hoffnungslos inkohärenten Beiträge nicht zu erklären.

Maik Harms | Mi, 4. November 2020 - 21:00

Heisterhagen hat seine Argumentation schon mehrfach entfaltet, und mit einiger Berechtigung. Aber wer glaubt denn ernsthaft, dass die jetzige (oder künftige) SPD-Führung noch aus den unzähligen Niederlagen lernt? Bestimmt nicht aufgrund der US-Wahl. Und die Grünen können heute gar nicht anders, als identitätspolitisch-moralisch reden; die Zeiten, als es auch nur vorwiegend um harte Umweltthemen ging, sind lange vorbei. Von den radikalisierten (West-)Linken ganz zu schweigen.

Nein, man muss sich auf der linken Spektrumsseite erst kollektiv eine richtig blutige Nase holen, bis man vielleicht umdenkt.

Dr. Hermann-Josef Stirken | Do, 5. November 2020 - 06:39

Der Sozialismus hat eine ganz andere Identität angenommen Zu Brand , Schmidt Zeiten gab es existenzielle spürbare Probleme, wie Kalter Krieg , Arbeitskämpfe Terrorismus Heute gibt es diese Probleme auch, aber eben subtiler und globaler. Da ist die Überbevölkerung , die in der Folge den Kern aller Probleme darstellt Migration, Armut , Krieg Umweltprobleme. Es gibt massive wirtschaftliche Probleme , die es zu lösen gibt Dir Gesellschaft erlebt diese in ihrem unmittelbaren Umfeld aber nicht und fängt an , eine fiktive Gesellschaftsordnung zu erfinden, die alles ausklammert Atomkraft , böse Rechtspopulisten , Reiche, die andere Ausbeuten Es ist ein Lebensgefühl links zu sein, gegen alles Schlechte , für alles Gute Es ist Platz für alle da, Migranten verursachen keine Probleme, sondern sind ein Geschenk Erneuerbare Energie ersetzt Atomkraft wie das Elektroauto den Verbrennet ersetzt und bilanztechnisch wunderbar in die Umwelt passt. In der AfD sind nur Verrückte (DLF 4.11.) bei den linke

Norbert Heyer | Do, 5. November 2020 - 07:26

Die Linken in diesem Land scheinen in der Mehrzahl zu sein, ist aber nur vordergründig so. In diesen Zeiten orientieren sich die Leute eher an „Macher“ - durchsetzungsstarke Typen, was nicht immer dem Umgang miteinander in der Politik dient. Ob Trump jetzt tatsächlich gewonnen hat, ob die Ausrufung seines Sieges? „hilfreich“ war, ob sein Umgang mit Corona richtig ist, wir wissen es nicht. Was wir allerdings wissen: Er hat bedeutend besser abgeschnitten, als die Kaffeesatz-Leser vorausgesagt haben. Wenn Voraussagen so deutlich vom Ergebnis abweichen, scheint vorauseilende Ideologie die Triebfeder zu sein. Übertragen auf Deutschland bleibt nur die Hoffnung, dass die linken Parteien (einschl. Grünen) nicht zu stark werden. Obwohl - man kann getrost die Union auch im linken Spektrum ansiedeln. Die einzige bürgerliche Partei dümpelt vor sich hin, völlig isoliert und kalt gestellt, auch ein Zeichen einer heraufziehenden Einheitsparteien-Landschaft, nur unterschieden durch den Parteinamen.

Dirk Weller | Do, 5. November 2020 - 08:55

besteht in der Tatsache, das sie bei der Beurteilung anderer Wählergruppen die persönliche Weltsicht massivst mit einbringen, was natürlich zu einer schiefen Weltsicht führt.
Das ist nichts weiter als linker Populismus, mit entsprechenden "schiefen" Bewertung der Menschen und der Realität.
So wie viele momentan fälschlicherweise die Muslime pauschal für die islamistischen Anschläge verantwortlich machen wollen, so wird der AFD-Wähler bei den Linken fälschlicherweise pauschal zum unbelehrbaren NAZI und Rechtsextremisten, der bekämpft werden muß.
LINKE mit einer realistischen und differenzierten Weltsicht wie Sarah Wagenknecht werden leider ausgegrenzt, obwohl sie der LINKEN extrem gut tun würde.
Die LINKE ist daher nicht in der Lage die Wähler von Trump und der AfD zu verstehen, und sie kann die Wähler daher nicht durch entsprechende eigene politische "Angebote" zurück gewinnen.
Parolen wie "wählt nicht Trump" oder "wählt nicht AfD" ist nun mal keine Politik mit der man Wähler gewinnt.

Walter Bühler | Do, 5. November 2020 - 09:04

"Für die deutsche Linke gilt nun: Wer nicht hören will, muss fühlen. Das zeigt uns die US-Wahl mal wieder mit deutlicher Härte. An Stelle der SPD und der Linkspartei würde ich jetzt endlich reinen Tisch mit den eigenen politischen Lebenslügen machen."

Im RRG-Land Berlin sieht es völlig anders aus, Herr Heisterhagen. Nehmen Sie nur die Denunziations-App "AnDi" das LADG oder das geplante neue Versammlungsgesetz: Da sieht man SPD, Grüne und Linke allesamt unter der Knute der Identitätspolitik. Und keine Vernunft in Sicht...

Brigitte Miller | Do, 5. November 2020 - 09:47

dann die Hoffnung auf Joe Biden? Die linke Identitätspolitik wird es mit ihm und danach Harris doch leichter haben.