Ukrainische Truppen an der Südfront / picture alliance

Ukraine-Krieg - Selenskyj zieht die Notbremse

Der ukrainische Präsident hat einen neuen Verteidigungsminister ernannt. Dieser Schritt hat auch mit der Tatsache zu tun, dass die Ukraine eine kritische Phase des Krieges erreicht hat. Eine neue Strategie muss her.

Autoreninfo

George Friedman, 74, ist einer der bekanntesten geopolitischen Analysten der Vereinigten Staaten. Er leitet die von ihm gegründete Denkfabrik   Geopolitical Futures  und ist Autor zahlreicher Bücher. Zuletzt erschien „Der Sturm vor der Ruhe: Amerikas Spaltung, die heraufziehende Krise und der folgende Triumph“ im Plassen-Verlag.

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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am Wochenende bekannt gegeben, dass er seinen Verteidigungsminister durch einen neuen ersetzt habe – was angesichts der Erschöpfung, die der Minister seit der russischen Invasion (und auch schon davor) erlitten haben muss, nicht überrascht. Dennoch hat dieser Schritt weniger mit der Sorge Selenskyjs um seinen Verteidigungsminister zu tun als vielmehr mit der Tatsache, dass die Ukraine eine kritische Phase des Krieges erreicht hat.

Sie ist sogar so kritisch, dass sich eine Gruppe hochrangiger US-Generäle mit ukrainischen Generälen an der polnischen Grenze traf. Das Treffen fand dort statt, um die Behauptung zu untermauern, dass die US-Streitkräfte nicht in der Ukraine selbst aktiv sind – was sowohl richtig als auch falsch ist. Die US-Streitkräfte sind tatsächlich nicht in der Ukraine unterwegs, aber sie haben großzügig logistische Unterstützung und strategische Beratung geleistet. In Verbindung mit der Ablösung des Verteidigungsministers lautete die Botschaft der Vereinigten Staaten, dass die ukrainische Strategie scheitern würde und deshalb eine neue Strategie zur Anwendung kommen müsse. Offensichtlich hat Selenskyj gut zugehört.

Ein hohes Maß an Freiheit und Flexibilität

Die Strategie der Ukraine war brillant, vor allem in der Anfangsphase des Krieges. Anstatt zu versuchen, den russischen Vormarsch mit konzentrierten Kräften abzuwehren, die Russland relativ leicht hätte zerstören können, verteilten die Ukrainer ihre Streitkräfte in kleine Einheiten, denen jeweils ein hohes Maß an Freiheit und Flexibilität gewährt wurde. Es ging darum, sich auf die taktische Ebene zu konzentrieren, anstatt eine einzige, integrierte und zentral befehligte Truppe aufzustellen.

Dies wurde Russland bei seiner ersten Invasionswelle zum Verhängnis. Eine massierte Streitmacht, die von viel kleineren Kräften angegriffen und langsam zermürbt wurde, machte es Russland unmöglich, die ukrainische Armee so schnell zu vernichten, wie es beabsichtigt gewesen war. Die Kompetenz der Armee und ihre Vertrautheit mit dem Terrain, in dem sie kämpfte, ermöglichte es kleinen ukrainischen Trupps, die russischen Verbände zu lokalisieren und anzugreifen – um dann wieder wie ein Phantom zu verschwinden.

 

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Die Hoffnung war, dass eine entmutigte Führung im Kreml den gesamten Feldzug einfach überdenken würde. Das geschah jedoch nicht; stattdessen versuchte die russische Armee ein Jahr lang, Städte einzunehmen, anstatt die ukrainische Armee zu vernichten. So ungewiss die Strategie auch war, sie spielte Russlands Stärken in Form von massierten Truppen und Artillerie aus. Und sie hatte den zusätzlichen Vorteil, dass sie theoretisch die ukrainische Moral zersetzte. Doch angesichts der Art und Weise, wie die Wagner-Söldnertruppe den Feldzug durchführte, dauerte die Eroberung der Städte zu lange, und der mögliche psychologische Effekt verpuffte schnell.

Da Wagner nun außer Gefecht gesetzt ist, hat der russische Generalstab die Kontrolle übernommen und eine besonders solide, wenn auch phantasielose Strategie ausgearbeitet: Indem Russland zu seiner früheren Strategie zurückkehrt, sammelt es Kräfte, um die ukrainische Armee zum Kampf zu zwingen (und diesen zumindest der Theorie nach zu verlieren). Moskau weiß jetzt, in welchem Umfang die Ukraine kämpfen wird, und es kennt das Wesen der ukrainischen Strategie. Die Chancen für einen russischen Sieg sind daher in gewissem Maße höher als zuvor.

Streitkräfte zu einem mächtigen Vorstoß bündeln

Die US-Generäle glaubten, die Dinge klarer zu erkennen. Für sie ist die Zeit der diffusen Verteidigung gegen massive russische Kräfte vorbei. Die ukrainische Armee ist jetzt durchtrainiert, ausgerüstet und erfahren im Umgang mit Waffen, die für die nächste Phase des Krieges geeignet sind. Die Amerikaner gehen offenbar davon aus, dass die Ukraine besiegt wird, wenn sie ihre Strategie nicht ändert.

Washington plädiert deshalb dafür, die Streitkräfte zu einem oder zwei mächtigen Vorstößen zu bündeln, um eine effektive Streitmacht zu bilden. Da die USA Zugang zu Artillerie, Drohnen sowie zu hervorragenden Aufklärungsdaten haben und über eine kampferprobte Truppe verfügen, ist es an der Zeit, die russische Offensive zu durchbrechen, Lücken zu schließen und die russische Logistik zu bedrohen.

Änderung des Kampfansatzes

Meines Erachtens steckt in diesem Schritt ein kleines, aber offensichtliches Element der Verzweiflung. Die Ukraine ist noch nicht geschlagen, und obwohl beide Seiten müde sind, verteidigt die eine ihr Heimatland, was ihr einen Vorteil verschaffen könnte. Ich fühle mich an den Vietnamkrieg erinnert, wo man den Vietnamesen beibringen wollte, wie die Amerikaner zu kämpfen, das heißt, sich zu sammeln und zu bewegen. Aber die Vietnamesen waren nicht so kampfeslustig, wie es die Ukrainer offensichtlich sind.

Ich habe keine Ahnung, wie die Stimmung bei dem Treffen an der polnisch-ukrainischen Grenze war. Es ist kaum zu glauben, aber die Amerikaner widersetzen sich nicht grundsätzlich anderen Beteiligten. Wahrscheinlicher ist, dass sie nicht informiert werden mussten, um zu wissen, wie sie sich verhalten sollten. Obwohl ich keine genaue Kenntnis über die spezifische Lage vor Ort habe, gehe ich davon aus, dass eine Änderung des Kampfansatzes erforderlich ist. Und ich nehme an, dass der neue ukrainische Verteidigungsminister das auch tut.

In Kooperation mit GPF

 

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Ernst-Günther Konrad | Di., 5. September 2023 - 16:20

Nein, nicht weil ich das der UA gönne oder den Einmarsch für richtig halte. Sondern weil es der UA an Soldaten fehlt und sie trotz heftiger Propaganda, vorne weg Ronzheimer von der BILD, tatsächlich keine großen Erfolge haben. Russland hat einen langen Atem, viel mehr Soldaten und Ausrüstung. Die UA fordert sog. Fahnenflüchtige aus dem Ausland zurückzuführen. Offenbar sind doch nicht alle Ukrainer bereit zu kämpfen, zu sterben und auch nicht für eine Fortdauer des Krieges. Ich verstehe nichts von militärischer Strategie. Nur eines weiß ich, nicht immer mehr Waffen bezweckt auch mehr. Vielleicht sollte Selenskij Bodentruppen der Kriegsbefürworter aus D anfordern, die haben es echt drauf. Wenn man die aus den Talk-Shows hört und ihre X-Meldungen in den Msm liest, wissen die genau, was Putin vor hat, wo er Schwächen zeigt und wie man ihn bekämpft. Vielleicht stellt sich unsere Agnes als neue Verteidigungsministerin leihweise zur Verfügung. Ob eine neue Strategie hilft? Wir werden sehen.

Stefan Jarzombek | Di., 5. September 2023 - 17:26

"Die Amerikaner gehen offenbar davon aus, dass die Ukraine besiegt wird, wenn sie ihre Strategie nicht ändert."
Kräfte bündeln sollten sie etc. etc ...
Tolle Ratschläge, jedoch wer führt eigentlich diesen Krieg ? Joe Biden oder Wolodymyr Oleksandrowytsch Selenskyj ?
Meine Auffassung von diesem Krieg ist jetzt schon, ein Sieg der Ukraine ist rechnerisch aussichtslos.
Ohne ständige Finanzierung und militärischer Hilfe von außen wäre längst schon Schicht im Schacht.
Die angekündigte Frühjahrsoffensive ist krachend gescheitert.
Wir schreiben nämlich nun schon den 5. September 2023.
Es wäre stattdessen Zeit für neue Verhandlungen, denn ich für meinen Teil finde, 66.000 tote ukrainische Soldaten und unzählige tote Zivilisten sprechen eine deutliche Sprache.
Ein neuer Verteidigungsminister von Selenskyjs Gnaden vollbringt da auch keine militärischen Wunder mehr. Es müsste höchstens ein Wunder geschehen, doch Wunder sind dieser Tage leider ausverkauft.
Verdun lässt grüßen.

aber die Zahl 66.000 tote ukrainische Soldaten dürfte etwas optimistisch geschätzt, um nicht zu sagen der ukrainischen Kriegspropaganda entsprungen sein. Es gibt Zahlen im Netz - angeblich aus Quellen des Mossad - die liegen fast 3mal so hoch! Was da dran ist, kann ich nicht sagen, nur sollten wir versuchen, bei der Wahrheit zu bleiben - und die ist allein, dass wir belogen und betrogen werden.

"Die angekündigte Frühjahrsoffensive ist krachend gescheitert.
Wir schreiben nämlich nun schon den 5. September 2023."

Woran genau machen Sie das fest? Haben Sie Einblick in die Operationspläne der UA? Nicht einmal prorussische Militärblogger würden das momentan behaupten.

"Meine Auffassung von diesem Krieg ist jetzt schon, ein Sieg der Ukraine ist rechnerisch aussichtslos."

Ist das Ihr Bauchgefühl, oder können Sie das substanziell begründen? Wie definieren Sie eigentlich "einen Sieg"?

"Es wäre stattdessen Zeit für neue Verhandlungen, denn ich für meinen Teil finde, 66.000 tote ukrainische Soldaten und unzählige tote Zivilisten sprechen eine deutliche Sprache."

Was wollen Sie genau verhandeln? Finden Sie dagegen 250000 tote russische Soldaten ok? Warum raten Sie "für Ihren Teil" nicht den Russen, dass es Zeit ist "für neue Verhandlungen"? Also ich finde, die Russen haben bis jetzt einen ziemlich hohen Preis für ihr fehlgeschlagenes Abenteuer bezahlt. Finden Sie nicht?

Wegen Ihrer Hetze und Kriegstreiberei! Es ist das größte Kriegsverbrechen seit dem 2. Weltkrieg und dem Vietnamkrieg, was wir gerade erleben - und es ist wieder ein Stellvertreterkrieg der USA.
250.000 Tote russische Soldaten - woher haben Sie denn diese Zahlen? Es kursieren im Netz ganz andere Zahlen. Angeblich verlieren die Ukrainer seit Beginn der Frühjahrsoffensive bis zu 800 junger Männer jeden Tag in den russischen Minenfeldern - für Geländegewinne von weniger als dem Land Bremen! Es sind Leute wie Sie, laporta, wie dieser Schwafler Friedman, auf achgut der Osthold, in der FAZ der Veser, die die einseitigen Narrative Obamas, Clintons, Bidens, der Nato, des Scholz, der Agnes, Annalena und des Toni großkotzig kolportieren!
Ja, auch diesen Krieg haben die USA längst verloren, so wie Vietnam, Afghanistan, Irak/Syrien und Libyen. Nur die ÖRR-verblödetebn Deutschen im Tal der Schimmerlosen haben's noch nicht mitgekriegt.
Ja, sollen sie doch loslegen, mit der Nato das Blatt zu wenden!!!

Ich lese Zeitung und höre mir die Nachrichten aus In. u. Ausland an. Daraus ziehe ich meine Schlüsse.
Natürlich sind auch Soldaten auf der Gegenseite gefallen.
Allein damit das Schlachten aufhört, sollten egal wie und von welcher Seite Friedensverhandlungen aufgenommen werden.
Quelle: Merkur 02.23.
Die „Abnutzungsschlacht“ in der Ukraine führt laut Mark Milley für beide Seiten ins Leere. Der US-General plädiert deshalb eindringlich für Verhandlungen.
Quelle :Tagesspiegel
Milleys unbequeme Wahrheit?: Der oberste US-Militär glaubt nicht an einen schnellen Sieg der Ukraine – und löst Ärger aus.
Aber bleiben sie weiter optimistisch, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Ich lese Zeitung und höre mir die Nachrichten aus In. u. Ausland an. Daraus ziehe ich meine Schlüsse.
Natürlich sind auch Soldaten auf der Gegenseite gefallen.
Allein damit das Schlachten aufhört, sollten egal wie und von welcher Seite Friedensverhandlungen aufgenommen werden.
Quelle: Merkur 02.23.
Die „Abnutzungsschlacht“ in der Ukraine führt laut Mark Milley für beide Seiten ins Leere. Der US-General plädiert deshalb eindringlich für Verhandlungen.
Quelle :Tagesspiegel
Milleys unbequeme Wahrheit?: Der oberste US-Militär glaubt nicht an einen schnellen Sieg der Ukraine – und löst Ärger aus.
Aber bleiben sie weiter optimistisch, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Sabine Jung | Di., 5. September 2023 - 21:03

nicht nur 66.000 tote ukrainische Soldaten gibt es, sondern auch russische Soldaten, das scheint man immer zu vergessen, auch Russen sind Menschen.
Man sieht hier in Deutschland reihenweise hübsche junge Männer in sportlichen oder riesigen SUV's mit UA-Kennzeichen, ich frage mich immer, was die hier machen? Wenn sie so für ihr Land sind, müssten sie kämpfen. Aber ich kann sie auch verstehen, wer möchte schon gern sein Leben für so einen Wahnsinn lassen?
Hier bin ich auch bei Ihnen werter Herr Jarzombek, die Agnes Strack Zimmermann, ihre Söhne, Anton Hofreiter sowie alle, die hier ganz laut nach Krieg schreien, die sollten bitte in der Ukraine antreten, freiwillig versteht sich.
Ansonsten wäre es jetzt dringend an der Zeit, auf friedliche Verhandlungen zwischen allen Beteiligten zu hoffen.

Christoph Kuhlmann | Di., 5. September 2023 - 21:12

ist die amerikanische Strategie keinen Schuss Pulver wert. Die Ukraine hat glücklicherweise sehr schnell erkannt, dass es keinen Sinn macht, mit Panzern durch riesige Minenfelder zu fahren, um diese dann zu verlieren, da sie sowohl der Artillerie als auch der feindlichen Luftwaffe ausgeliefert sind. Es gibt nicht genug fahrbare Abwehrraketen mit mindestens 15 Kilometer Reichweite. Das ist die Distanz, aus der russische Kampfhubschrauber angreifen. Der Verteidigungsminister hat nicht genug gegen die Korruption getan, scheint aber selbst ein ehrlicher Mann zu sein, deshalb wurde er abgesetzt und wird Botschafter. Die Befehle gibt der ukrainische Generalstab. Ich nehme an, das einzige Kompetenzzentrum in diesem Krieg. Die Kritik aus den USA ist doch nur der Gier nach Sensationen geschuldet, für die gute Männer sterben sollen. Hey, wir sind hier nicht in Hollywood.

Dr. Rolf Lindner | Di., 5. September 2023 - 21:49

Der Artikel schwitzt aus allen Poren ein Wunschdenken aus, das mit der Realität wenig gemeinsam hat. Frage ist, ob solch ein Artikel nicht besser im "Spiegel" (im Volksmund Lügel, Speigel) aufgehoben wäre.

Urban Will | Di., 5. September 2023 - 22:11

und zu hören bekommt, dass die ukrainische Offensive so gut laufe, die Russen Verluste über Verluste erleiden, etc. und Selenskyj neulich höchstselbst versicherte, nicht auch noch ganz Russland erobern zu wollen (da atmete ich erleichtert auf...), ist das hier doch ein wenig seltsam.
Warum eine neue Strategie, wenn man doch so erfolgreich ist? Oder ist das alles nur ein Schein?
Jetzt kommen die Herren Generäle aus Amerika, stellen sich an den Zaun und rufen rüber: Hey, Ihr da! Macht mal ne neue Strategie, sonst wird das nix!
Jetzt soll man also gebündelt in die russischen Reihen einbrechen. Und dann?
Das erinnert so ein wenig an die Ardennen – Offensive '44/'45, wo die längst unterlegenen Deutschen nochmal groß losschlugen, am Ende aber nichts erreichten (ja, Ihr lieben Sitzkrieger, jetzt könnt Ihr wieder mit Dreck auf mich schmeißen, weil ich da mal wieder einen schlimmen Vergleich bringe..., aber von mir aus, denn kapieren tut Ihr das eh nicht).
Über 150 000 Gefallene. Für nichts.

Sie mit "Dreck" zu beschmeißen, aber die Ardennenoffensive 44/45 eignet sich nun wirklich nicht als Vergleich. Die Wehrmacht griff damals mit den letzten Reserven aus einer völlig unterlegenen Position an. Und das nicht einmal waffen- u. zahlentechnisch. Das Problem, war die Logistik an Treibstoff und Munition für die mechanischen Verbände. So blieb diese Offensive bereits nach wenigen Tagen aus diesen Gründen stecken. Auch das operative Ziel (damals Antwerpen) ist ein gänzlich Anderes als heute für die Ukrainer. Die Logistik ist die Achillesverse und das große Problem der Russen und weniger der Ukrainer. Die Fortschritte der UA sind langsam aber stetig. Da sollte man sich nicht von irgendwelchen Ungeduldigen täuschen lassen. Erreicht die UA Positionen rund um die Schlüsselstädte Tokmak u. Melitopol (Eroberung nicht notwendig), wird der russische Nachschub gestört und weitgehend abgeschnitten. Wird dann noch die Kertschbrücke zerstört, dürfte das für die Russen "Game over" bedeuten.

Inana | Di., 5. September 2023 - 22:30

Man liest überall, dass das eigentliche Problem der Ukraine die Masse ist. Sie bräuchte vermutlich -konservativ geschätzt - ungefähr eine Millionen Mann um 300.00 Russen mit militärischen Mitteln aus dem Land zu werfen. Und die müssen auch ausgestattet, koordiniert und bewaffnet werden, was auch den Westen an die Grenze bringt. Die Ukraine scheint das zu wollen und alle wehrfähigen Männer einziehen zu wollen. Ob der Westen so weit gehen will ist weniger klar, nicht zuletzt, weil er - wenn das scheitert, selbst eingreifen muss oder die Ukraine fällt doch. Und dann gibt es ja immer noch Atomwaffen, auch wenn das immer bagatellisiert wird. Und verhandeln wollen ja alle Seiten auf keinen Fall.
Die Aussichten sind nicht sehr gut.

Karl Kuhn | Mi., 6. September 2023 - 09:38

Wie soll man aus solchen Abschnitten schlau werden?
"Ich habe keine Ahnung, wie die Stimmung bei dem Treffen an der polnisch-ukrainischen Grenze war. Es ist kaum zu glauben, aber die Amerikaner widersetzen sich nicht grundsätzlich anderen Beteiligten. Wahrscheinlicher ist, dass sie nicht informiert werden mussten, um zu wissen, wie sie sich verhalten sollten."

Klingt wie Google Translate, ohne dass noch mal ein Redakteur drübergeschaut hat.

Ingofrank | Mi., 6. September 2023 - 10:56

um gegen Rußland den Krieg gewinnen zu wollen. Das haben schon ganz andere versucht und sind trotz riesiger Landgewinne grandios gescheitert. Und das wird der „Schauspieler“ auch….
Beendet diesen sinnlosen Krieg durch Verhandlungen und hört auf von EU und NATO Beitritt zu trällern.
Mit freundlichen Gruß aus der Erfurter Republik