
- Trump und Mitteleuropa: Hochzeit von Himmel und Hölle
Für die USA war Mitteleuropa lange nur ein geografisches Konzept. Aber Donald Trump wird wegen des Krieges in der Ukraine eine militärische Zusammenarbeit mit Polen brauchen – und hat sich inzwischen sogar ein bisschen in Viktor Orbán verliebt.
Der berühmte englische Dichter, Mystiker und Maler William Blake behauptet in seinem Buch „Die Hochzeit von Himmel und Hölle“, dass es keinen Fortschritt ohne Widersprüche gibt. Wenn wir dies paraphrasieren und diese Worte auf Mitteleuropa und seine Beziehung zum künftigen US-Präsidenten Donald Trump anwenden, finden wir dort alles – das Werben um die Ehe, die Erhebung in den Himmel, den Wunsch, dass der Bewohner des Weißen Hauses in der Hölle landet, und endlose Widersprüche.
Ob diese Widersprüche zu Fortschritten führen werden, bleibt abzuwarten. Gleichzeitig spiegelt das alles aber auch die komplexen Beziehungen zwischen Polen, der Tschechischen Republik, Ungarn und der Slowakei wider. Die Gruppe dieser Staaten, die als Visegrad-Vier-Bündnis bekannt ist, das 1991 gegründet wurde und relativ lange erfolgreich zusammenarbeitete, liegt nun auf dem Scheiterhaufen. Die Haltung gegenüber Amerika und Trump ist in den verschiedenen Ländern Mitteleuropas sehr unterschiedlich, und eine gemeinsame Haltung ist in den nächsten Jahren nicht zu erwarten.
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Das ist halt das Trauma unserer Osteuropäischen Nachbarn, davon können wir Polen, Tschechien und andere nicht heilen. Das müssen sie selber bei sich heilen, aber wir dürfen uns diesen Blödsinn nicht zu eigene machen, können lediglich das Händchen halten und gut zureden, sich nicht im Haß zu verlieren.
Wenn hier jemand Imperialismus spielt, dann sind es die USA. Neuerdings mit Ambitionen auf Kanada und Grönland.
Alle Wege führen am Ende logischerweise auf ein eurasisches Wirtschafts- und Sicherheitssystem hin. Es braucht Zeit, aber das ist alternativlos!
Eine überzeugende, wohltuende Antrittsrede.
Ich hoffe, daß Scholz - auch der linke Steinmeier - diese hörteund sich angesprochen fühlten. Trumps Rede ging mir sehr unter die Haut.
Am meisten Trumps Schwur "So wahr mir Gott helfe".
Diesen Schwur in voller Länge hätten Scholz und sieben seiner Mitarbeitern - sowie allen
Grünen - gut zu Gesicht gestanden.
Vielleicht könnte aus dem derzeitigen Deutschland wieder unser Deutschland - das uns gehört - werden. So wahr uns Gott helfe.
Ich sehe da einen Widerspruch bezüglich der Haltung gegenüber Moskau. Mal schauen wie das korrespondiert.
Ich bin überzeugt davon, dass Trump der Deal Maker eben nicht den diplomatischen frontalen Angriff auf EU und Nato plant. Das braucht er gar nicht. Er redet mit den Staatschef, die bereit sind auf ihn einzugehen, die bereit sind ihre eigenen Interessen gegenüber der USA zu formulieren und entsprechende Kompromisse zu schließen, so dass beide Seiten etwas davon haben. Weder EU noch Nato haben wirklich mit einer Stimme gesprochen und nicht selten war die angebliche einheitliche Meinung so brüchig wie dünnes Glas. Diese verlogene EU und auch die Nato wird sich selbst obsolet machen, weil sie nie die Interessen der nationalen Völker beachtet haben, sondern immer mit Erpressung und Geld eine Scheineinigkeit erzeugt haben, die so nie da war. Gerade die osteuropäischen Länder und vor allem Ungarn und Polen werden immer mehr die Rolle übernehmen, die einst Frankreich und Deutschland mal inne hatten. Mir wäre es nur recht, wenn diese beiden ill. Vereinigungen endlich ersetzt würden.