- Streit um begnadigte PiS-Minister
Staatspräsident Duda hat zwei frühere Geheimdienstchefs begnadigt. Was nach einem Erfolg der PiS-Proteste aussieht, ist eigentlich ein Rückschlag sowohl für Kaczynski als auch Duda. Denn diese können nun nicht mehr die Litanei von den „politischen Gefangenen des Regimes Tusk“ wiederholen.
Mit Spannung wartete das politische Warschau auf die Eröffnung der Sejm-Sitzung an diesem Donnerstag. Würden der frühere Innenminister Mariusz Kamiński und sein langjähriger Stellvertreter Maciej Wąsik mit Unterstützung von Abgeordneten der nationalpopulistischen Partei „Recht und Gerechtigkeit“ (PiS) versuchen, den Plenarsaal zu betreten – obwohl Sejm-Marschall Szymon Hołownia noch am frühen Morgen ein weiteres Mal erklärt hatte, dass deren Mandate erloschen seien, weil sie rechtskräftig als Straftäter verurteilt worden sind? Hingegen hatte am Vorabend Präsident Andrzej Duda genau das Gegenteil erklärt, nachdem er die beiden früheren Kabinettsmitglieder und Geheimdienstchefs im Präsidentenpalast empfangen hatte.
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gehandelt, aber politisch wohl ein Eigentor erzielt. Das allerdings nur momentane Auswirkungen haben dürfte. Duda versucht verzweifelt, die Reste des Kacyznski-Regimes zu schützen. Dass er damit das Vertrauen in die Politik und den Rechtsstaat weiter beschädigt, dürfte ihn nicht interessieren. Bis zur nächsten Wahl ist noch viel Zeit, in der sich Tusk & Co. bewähren müssen. Es bleibt abzuwarten, ob die Abwahl der Rechtsnationalisten tatsächlich eine Rückkehr zu demokratischen Prinzipien darstellt, und ob man von Cliquenwirtschaft, dumpfen Parolen und katholischer Bevormundung endgültig die Nase voll hat.
Populisten haben bekanntlich leichtes Spiel.
Korruption, Einflussnahme auf behördliche Entscheidungen, gelenkte Justiz und allmächtige Politiker, die sich aufschwingen über dem Gesetz zu stehen. Erinnert mich an Deutschland. Krimineller Kanzler, korrupte Ministerien u.a. Habeck und Konsorten, gekaufte und bestellte Vertreter in Behörden und staatliche Gremien. Vetternwirtschaft Graichen usw. Wir brauchen gar nicht nach Polen schauen, wir sind keinen Deut besser.
beginnender "Bürgerkrieg" in Polen, wobei ich allerdings über die Kennzeichnung der regierenden Koalition als "liberal-konservativ" stolpere.
Ich vermute eher ein Auseinanderbrechen der Koalition und Neuwahlen, als dass wirklich Polen gegen Polen aufstehen...
Wäre dieser 3. Weg vergleichbar einer Verbindung von Grünen und Freien Wählern hier und wenn ja, welche Aussichten auf dauerhafte Zusammenarbeit gibt es?
Herr Urbans Artikel liest sich evtl. ein bisschen wie "High Noon", "Zwölf Uhr Mittags"?
Sind die Verhältnisse in Polen derart aufgewühlt?
Interessant finde ich auch das Verhältnis von Tusk und Morawiecki. Die beiden kennen sich?
