Handel mit der ganzen Welt: südkoreanische Hafenstadt Busan / Dmitry Rukhlenko/Shotshop/Picture Alliance/DPA

Südkorea - Rückzug auf die Halbinsel

Handelskonflikte und der Trend zur Deglobalisierung treffen Südkorea besonders empfindlich. Das Hightech-Exportland reagiert mit einer bemerkenswerten Doppelstrategie aus Globalisierung und Lokalisierung.

Autoreninfo

Dr. Felix Lill ist Buchautor und berichtet für rund 50 deutschsprachige Medien über Ost- und Südostasien. Zudem ist er Co-Host des Podcast „Asien-Copy-Paste: Die Vorbilder und Nachahmer dieser Welt“.

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Kryogene Pumpen wie diese hier“, doziert Kim Chul-won und deutet auf einen wuchtigen Zylinder aus Metall neben sich, „werden nur in Japan produziert.“ Unverzichtbar seien sie, erklärt der Südkoreaner mit Stoppelhaar und schwarzem Anzug, damit Schiffe flüssiges Erdgas (LNG) über die Ozeane transportieren können. Durch die Pumpen wird der begehrte Rohstoff bei niedrigen Temperaturen ins Schiffsinnere hinein- und bei Ankunft am Zielhafen wieder hinausbefördert. „Leider geht die Herstellung mit sehr hohen Fixkosten einher. Häufig ist sie auch Optimierungen in Sachen Energieeffizienz unterworfen.“

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Gabriele Bondzio | Fr., 3. Februar 2023 - 10:50

werter Herr Lill, die frau... zwar Interessant findet, aber nicht in einem Kommentar beantwortbar erscheint.
Wenn sie sagen: "Standortwettbewerb hat seit jeher Konflikte produziert."
Ist das nur eine Seite der Medallie.
Wettbewerb ist im Allgemeinen günstig bei der Preisbildung und auch Weiterentwicklung des Produktes.
Was sowohl der Wirtschaft und auch Konsumenten zu Gute kommt.
Besonders bei Produkten die unverzichtbar im Wirtschaftskreislauf sind.

Gerade weil sich die Welt multipolar entwickelt und und neue „Pole“ ihre politischen und wirtschaftlichen Interessen geltend machen.

Dorothee Sehrt-Irrek | Sa., 4. Februar 2023 - 18:32

nicht.
Bleibt, dass mich Südkorea fasziniert und es wohl eine Schlüsselposition in Südostasien innehat.
Um die wahrzunehmen, im doppelten Wortsinn, bedarf es hoher politischer Klugheit und Aufmerksamkeit.
Bildung ist sicher ebenso wie in der Bundesrepublik höchstes Gut.
Solange Europa auf geopolitische Einflussnahme entweder in eigenem Interesse oder einer anderen Macht verzichtet, kann es eine wunderbare Freundschaft mit (Süd)Korea geben.
Die Bedingungen für eine Wiedervereinigung liegen jedoch m.E. anders als für die Bundesrepublik oder hat Korea sein Umfeld auch militärisch bedroht?
Wenn es aber seine geopolitische Lage zur südasiatischen Deeskalation und Integration nutzt, was nicht gegen eigene militärische Stärke spricht, Selbstbewußtsein dürfte ausreichend vorhanden sein, dann muss es nicht groß werden, sondern einfach nur gut.
Made in Korea, Made in Germany, dann liegt da doch viel Ähnlichkeit.
Eine Gesellschaft sollte man wertschätzen, lieben und teilhaben, gedeihen lassen.