Ein Containerschiff der chinesischen Reederei Cosco Shipping liegt am Containerterminal Tollerort in Hamburg / dpa

Hamburger Hafendeal - „Investitionen aus China müssen möglich sein“

Daniel Hosseus vom Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe erklärt, warum er in ausländischen Beteiligungen an Hafenterminals kein grundsätzliches Problem sieht. Die Diskussion um den Einstieg des chinesischen Staatskonzerns Cosco in Hamburg ist in seinen Augen zu emotional geführt worden. Intensiveres Eingreifen der Regierung erhofft sich Hosseus an anderer Stelle.

Autoreninfo

Felix Lill ist als Journalist und Autor spezialisiert auf Ostasien.

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Daniel Hosseus ist seit 2014 Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands der deutschen Seehafenbetriebe, der rund 150 Unternehmen der Hafenwirtschaft vereint. Zuvor führte er beim Verband Deutscher Reeder den Bereich Internationale Schifffahrtspolitik an und baute dessen Europa-Büro in Brüssel auf.

Herr Hosseus, Bundeskanzler Olaf Scholz hat zugestimmt, dass sich der chinesische Staatskonzern Cosco an einem Terminal im Hamburger Hafen beteiligt. Gut so?

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Karl-Heinz Weiß | Mo., 7. November 2022 - 19:20

„Die taiwanische Containerlinie Evergreen, die in einem Reedereiverbund mit Cosco läuft,…."- jetzt wäre doch mal interessant, was die Regierung in Taipeh von der Beteiligung hält. Oder haben die sechs Bundesministerien dort nicht angefragt? Oder hat das Olaf Scholz erledigt?

Günter Johannsen | Di., 8. November 2022 - 00:06

ob es falsch ist, wenn man dem Teufel mehr Macht im eigenen Land einräumen soll, was wird der dann antworten?
Die Wirtschaft ist natürlich daran interessiert, dass ihr Laden weiterläuft und man Profite einfahren kann. Wie sein Kaufmanns-Laden dann aber läuft, wenn er sich von Kommunisten abhängig gemacht hat und dieser dann mit Erpressung antwortet (wie man jetzt mit Putins Sowjet-Russland erfahren konnte), will der jetzt nicht sehen wollende Wirtschafts-Experte sich nicht vorstellen. Doch im schlimmsten Fall ist nicht der Kaufmann, sondern das Volk der Geschädigte. Hier muss also letztlich der vom Volk gewählte Mandatsträger (Bundestag) schützend und vorbeugend eingreifen: keine weitere wirtschaftliche Abhängigkeit von nach Weltmacht strebenden Diktaturen zulassen!

Menzel Matthias | Di., 8. November 2022 - 00:08

Wenn unsere Unternehmen in China auch sich dort dauerhaft an Firmen beteiligen können, bzw. es dauerhaft besitzen können - dann auch hier bei uns. Meines Wissens ist dem nicht so und da existieren eigenartige Vertragsverhältnisse. Dieses Feld könnte schon mal journalistisch untersucht werden.

Ernst-Günther Konrad | Di., 8. November 2022 - 09:34

Natürlich kann man das relativieren, kann es kleinreden. Ja, Emotionen sind sicherlich auch in der Diskussion vorhanden. Nur, mussten Sie ja selbst auf Nachfrage einräumen: "Okay, die Kräne, das stimmt." Ach. Ohne Kräne keine Be- und Entladung. Und was steht da sonst noch im Kleingedruckten? Was nützen Ihnen die schönsten Verträge, wenn der Partner mal schnell die essentielle Logistik blockiert? Den Anfang haben die Chinesen schon längst gemacht. Der Fuß wird immer weiter in die Tür gestellt. Bald ist sie komplett offen die Chinesen marschieren ungehindert hinein. Und gerade Hamburg, dass bei CumEx schon so "großzügig" war glaubt sich diesem kommunistischen Staat im Handel gewachsen? Auch mit Russland fing alles mal klein an. Und heute? Was besitzen eigentlich deutsche Firmen in China so? Bezahlen die Chinesen die vorhandene und die noch zu schaffende Infrastruktur rund herum oder werden an den Kosten mitbeteiligt? Zahlen die bei uns Steuern oder gibt es da unbekannte Absprachen?

Brigitte Simon | Di., 8. November 2022 - 12:28

Herr Hosseur ist für mich ein eigennütziger Igno-
rant der chinesischen Wirtschaftspolitik. China kämpft und zermürbt Deutschlands Wirtschaft. Es überzieht Länder, macht diese von sich abhängig.Wir benötigen eine neue Pekingpolitik. Wir befinden uns als Hauptopfer in seinem welt-umspannenden Netz, das eines Tages stark genug ist, die neue Weltmacht zu tragen. Erst die USA, einem zerstrittenen Europa und einem auf Jahre geschwächten Deutschland. Wir werden wirtschaftlich und sozial unter den Folgen des Ukrainekrieges eine Deindustralisierung erle-
ben. Die Konzerne unse Wirtschaft, die Elite unserer Fachkräfte und Handwerker, der Mittelstand etablieren sich in China und dem weiteren Ausland. Sie wollen nicht nur Steuerzahler sein, sondern das gewünschte aufgebaute Leben, den Erfolg genießen.

Dazu passend lese ich, daß Schäffler ein weltweiter Zulieferer für den Automobil-und Maschinenbau i n Deutschland 1000 Mitarbeiter entläßt.

Die hausgemachte Energiekrise, bedingt durch den Stopp der Gaslieferungen aus Rußland, vernichtet unsere Wirtschaft, unser Leben unsere Zukunft. Nach dem zweiten Weltkrieg pflegten wir eine wirtschaftlich, funktionierende Partnerschaft mit Rußland.
Ich denke auch an Putins ergreifende Rede am 25.09.2001 vor dem deutschen Bundestag.

Uns droht der Nimbus eines europäischen Notfalls. Wollen die Europärer nicht untergehen, müssen sie sich gemeinsam dem Kampf der Systeme stellen.
Doch Europa ist tief zerstritten und es bleibt nicht mehr viel Zeit.

WD Hohe | Di., 8. November 2022 - 12:33

War schließlich Mitentscheider dieses "Ein- und Auslade Ladens" wie er das Terminal selbst charakteriusiert.
Bei Verkauf eines namhaften deutschen "Roboter Unternehmens wurde auch nur der Briefkopf verändert.
Wie lautet der Name des interviewten, verantwortungsbefreien, "gewählten" Hauptgeschäftsführers doch gleich wieder ?
Chinareise schon optiert.
Ist jetzt Asien Experte
"Och wollt`es wäre Nacht..."