Das Machtspiel der Kanzlerin - Gibt es ein Leben nach Merkel?

Angela Merkel vermag das Machtspiel so kunstvoll zu spielen wie kaum jemand. Doch nicht alle Figuren auf ihrem Schachbrett gehorchen ihr noch. Und schon beginnt Merkels Mauerwerk zu bröckeln

Das Bundeskanzleramt im Berliner Regierungsviertel, dem Regeirungssitz von Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Was kommt nach der Kanzlerinnendämmerung? / picture alliance

Autoreninfo

Christoph Schwennicke ist Chefredakteur des Magazins Cicero.

So erreichen Sie Christoph Schwennicke:

In der Zeit stand vergangene Woche eine Art Report aus dem innersten Zirkel der Kanzlerin. Angela Merkel hänge nach all den Jahren nicht mehr an der Macht, vielmehr hänge die Macht mittlerweile an ihr, hieß es darin.

Diese schöne Formulierung und die damit verbundene Behauptung gehen mir gar nicht mehr aus dem Kopf, und ich versuche mir vorzustellen, wie die an der bedauernswerten Merkel hängende Macht aussieht. Ist die Macht eine Eisenkugel an ihrem Fuß, oder sieht sie aus wie die zähe Masse, die Justine, gespielt von Kirsten Dunst, in Lars von Triers genialem „Melancholia“ am Fortkommen hindert? Oder ist sie gar wie Prometheus in der griechischen Mythologie an einen Felsen der Macht geschmiedet?

Angebot auswählen und weiterlesen

  • Monatspass
    i
    Für Print-Abonnenten nur 1,90 €
    • unbegrenzter Zugriff
    • jederzeit kündbar
    • inkl. E-Paper
    8,90 €
  • Tagespass
    i
    24-Stunden-Zugriff auf alle Inhalte
    2,90 €
Christa Wallau | Mo, 4. Dezember 2017 - 18:13

Den ersten Stein aus Merkels Mauerwerk hat nicht
Lindner herausgelöst, sondern das haben
1. die AfD und
2. die unbeirrbaren Kritiker Merkels in Dresden und anderswo geleistet, die sich dafür haben übelst
beschimpfen lassen müssen.
Soviel Wahrheit muß sein, lieber Herr Schwennicke.

Daß Lindner und seine FDP jetzt so standhaft gegen Merkel und ihre Grünen geblieben sind,
liegt nur daran, daß der Boden dafür bereitet war.

Ja, Merkels Mauerwerk bröckelt. Endlich!
Die Frage ist nur: Was kommt danach?
Wird sich einer (oder eine) finden, der (die) vernünftig und realistisch "Kanzler" kann und - vor allem - auf das hört, was die Mehrheit des Volkes wirklich will?

Liebe Frau Wallau,

um Gottes Willen, Frau Wallau, das Ende Ihres, erneut guten Kommentars,
erüllt mich mit Schrecken. Sehen Sie wirklich keine" Merkelalternative?"
Ich befinde mich derzeit in Fuerteventura und möchte in Ruhe Urlaub
verbringen. Bitte schreiben Sie: Doch, es gibt genügend.

Einen herzlichen Gruß, Brigitte Simon

Dorothee Sehrt-Irrek | Mi, 6. Dezember 2017 - 11:11

In reply to by Brigitte Simon

Sie haben wohl eine wichtige Aufgabe hier im Forum und damit verteilt für die Bundesrepublik Deutschland. Sie wurden ein bisschen eine Mutter der Nation und damit zwangsläufig über Ihre Mitgliedschaft in einer Partei hinausgehoben.
Ich hoffe, dass die AfD sich an Ihnen orientiert und Respekt erweist.
Sie wurden offensichtlich von vielen Menschen hier im Forum gewählt...
Ihre Dorothee Sehrt-Irrek

ich kann nicht erkennen, warum es eine erwähnenswerte Besonderheit sein sollte, als AfD Mitglied oder auch nur Unterstützer anderen Meinungen Respekt zu erweisen oder in freundlicher aber bestimmter Form, wie es Frau Wallau vorbildlich praktiziert, Gegenargumente aufzuzeigen. Perfekte Rhetorik, Ausdrucksweise und Wortwahl kann nicht jeder, freundlich und respektvoll aber schon. Aber es ist auch hier wie im echten Leben: wie man in den Wald hineinruft, so schallt es auch wieder heraus.
MfG
Armin Latell

Christa Wallau | Mi, 6. Dezember 2017 - 11:11

In reply to by Brigitte Simon

Es tut mir leid, liebe Frau Simon, daß ich Sie verschreckt habe mit meinem
Pessimismus. Ich sehe aber wirklich auf weiter Flur weder bei CDU noch bei SPD
einen, der den von Merkel und willigen Gefolgsleuten in den Sand gesetzten
Karren aus dem Dreck herausziehen könnte. Sie etwa?
Aber vielleicht taucht ja - wie Ziethen aus dem Busch - jemand aus der zweiten o. dritten Reihe der CDU/CSU plötzlich auf, der sich als Hoffnungsträger erweist.
Wenn die AfD eine Chance zum Mitregieren bekäme, würde ich Hrn. Meuthen
o. Frau Weidel als geeignet für den Vizekanzler-Posten ansehen. Aber erst einmal
müßte ja ein Kanzler / eine Kanzlerin gefunden werden, der/die mit der AfD
zusammenarbeitet.
Nach meiner Überzeugung können nur noch Politiker, die den Mut zur Wahrheit und zum harten, vernünftigen Handeln (Durchgreifen) haben, irgendetwas Gute für uns Deutsche bewirken. Es ist zu lange Mist "gebaut" worden,als daß man ohne einen Herkules, dem es gelang, den Augiasstall zu reinigen, auskäme.

Liebe Frau Wallau,

ganz herzlichen Dank für Ihre ausführliche Antwort.
Vielleicht können wir nicht nur sagen "der Duden
hat doch recht, sondern auch "DIE BIBEL HAT DOCH
RECHT". Schließlich ist in ihr nachzulesen:
Wenn Du denkst es geht nicht mehr, kommt irgend_
wann ein Lichtlein her." Vielleicht geht uns ein Licht
auf? Bewahren wir trotzallem unser positives Denken.
Eventuell auch Ironie.
Liebe spanische Grüße an Sie, Brigitte Simon

es geht nicht um Moral, richtig oder falsch. Es geht um Macht, Einfluss, Mandate, materielles. Wenn Merkel da zur Last wird, Mandate, Auflagen (Medien) gefährdet, dann findet sich unter den Nibelungen nicht nur ein Brutus.

Dr. Lothar Sukstorf | Mo, 4. Dezember 2017 - 18:13

...ach Gottchen, die Zeit - eine Gazette, die man hierzulande Zeitung nennt, hat die Weisheit auch nicht mit Löffeln gefressen...vieles, was dort geschrieben wird, kommt mir immer so vor, als die Verfasser der Beiträge gerade eine religiöse Läuterung erhalten haben und frisch von einem 'Kirchentag' zurückgekommen sind. Für mich ist die "Zeit" aus der Zeit gefallen, vor allem, weil sie in 09/15 wie die 'Berufsbetroffenen' sich an ihrer Flüchtlingsaffinität 'berauscht haben'. Seitdem gilt für mich SINE TEMPORE! Merkel hängt an der Macht, wie ein Fisch an der Gräte...

Dr. Lothar Sukstorf | Mo, 4. Dezember 2017 - 18:22

ein Leben OHNE Angela Merkel ist nicht möglich! Zumindest für die CDU, in Person z.B. von Altmaier, Laschet, Tauber, Kauder NICHT. Was geschieht NACH Angela Merkel mit der Flüchtlingspolitik? Ich schlage vor, dass nach Merkels sang- und klanglosem politischen Ableben...die Medien einen 'Rat' gründen,(Vorsitzender: Heribert Prantl) der dann statt der politischen Klasse es besser machen kann, zumal die ja ohnehin immer alles besser wissen und können. Und wenn es um politische Gestaltung geht, Journalisten gerne davon reden, ..."wir haben, wir müssen/wir sollten..." sie beziehen sich nur zu gerne in die Entscheidungs-und Gestaltungsebene mit ein! Dumm nur, dass sie dazu gar nicht demokratisch legitimiert worden sind.

Axel Kreissl | Mo, 4. Dezember 2017 - 18:28

Ich würde es etwas anders formulieren: Nach Merkel gibt es wieder Leben, zumindest besteht eine Chance darauf!

Günter Fischer | Di, 5. Dezember 2017 - 18:18

In reply to by Axel Kreissl

Jede Regierung ohne Merkel ist eine bessere! Warum ist es trotzdem so schwierig ? Weil wir verdientermassen eine gute brauchen.
Nicht nur, damit wir endlich zu unserer tatsächlichen deutschen Identität mit all ihrer Internationalität von Germanen über Hugenotten bis hin zu den hier Schutz suchenden Muslimen stehen. Ich differenziere nicht nach Nationalitäten, sondern meine diejenigen, die sich redlich einen rechtliche haltbaren begründeten Aufenthaltsstatus erworben haben - gleichgültig, ob dauerhaft oder Zeitweise.
Ich differenziere aber nach denjenigen, die sich bemühen, ihre Integration voranzutreiben, sich sprachlich in die Lage versetzen, hier zu leben und zu arbeiten.
Ich differenziere auch die hoffentlich neuen und dann auch fähigen Politiker danach, wie sie in der Lage sind, neben der nötigen Sorge um das deutsche Volk auch in derselben Art Voraussetzungen für die o.g. Integration zu schaffen, um den "neuen" den Weg zu ihren Rechten und Pflichten zu weisen/durchzusetzen.

Wolfgang Schuckmann | Di, 5. Dezember 2017 - 00:10

Wie dieses Leben nach Merkel aussehen könnte kann sie doch am besten am Beispiel ihres Ziehvaters erkennen. Die bleierne Zeit der letzten Amtszeit Kohl´s hatte den gleichen Anstrich wie die letzten vier Jahre Groko. Nur ein bisschen schlimmer war´s bei ihr schon. Und gipfelte in der Aussage von Merkel sie wisse nicht was man hätte anders machen können. Eine solche Aussage wider besseres Wissen zu treffen bedeutet nichts weniger als den Wähler zu vergackeiern. Um eine einzige Frage, die von ihr ausgeklammert wurde in den beiden letzten Jahren ihrer Amtszeit, geht es jenen Deutschen, die nicht bereit sind zu glauben, dass es keine anderen Möglichkeiten gegeben hätte um Lösungen in Bezug auf die eindeutig chaotische Migration nach Deutschland zu finden. Dies war u. bleibt der Kardinalfehler ihrer sehr umstrittenen Aussage:Wir schaffen das. Endzeiten sind nie schön, und wenn es gelingt rechtzeitig den Absprung zu schaffen, dann erweist man seinem Land einen großen Dienst!

Manfred Gimmler | Di, 5. Dezember 2017 - 02:41

Die Kanzlerin hat in ihrem „Revolver“ genau eine „Kugel“ (Alternativlosigkeit!) und hält dennoch die gesamte deutsche Politik damit in Schach.

Leider steht im Zentrum der Spekulationen politischer Auguren weiterhin Merkels Denken und Raunen. Das ist aber ausgesprochen langweilig und uninteressant. Weitaus interessanter ist doch die Frage, warum das deutsche Volk in seiner Mehrheit noch immer nicht ihre Irrfahrt und den dadurch entstandenen billionenteuren Scherbenhaufen realisiert hat.

Es wird allmählich Zeit. Die Deutschen sollten vielleicht wieder einmal selbstkritisch über sich nachdenken.

Zunächst einmal meinen Glückwunsch zu Ihrem Kommentar! Merkels Denken kann
ich ebensowenig nachvollziehen, wie das dazu wie Sie anmerken "leise" spekulative
Raunen vereinzelter Medien für betreutes Denken. Doch Ihre zu recht gestellte
Hauptfrage, die auch mich seit geraumer Zeit ständig umtreibt, wird glaube ich
exzellent von Herr Bernhard Jasper in seinem Kommentar von 10:17 Uhr beantwortet. Dessen Erkenntnisse bin ich zu meinem Bedauern gezwungen zu teilen.
Denn sie beruhen zum Großteil auf eigens gemachten Erfahrungen. Bedauerlich,
jedoch abgemildert durch die hier abgebildeten Beispiele "unbetreuten Denkens"!
Gottlob findet sich hier im CICERO noch ein kleiner Raum dafür! Liebe Grüße H.Heim

Dorothee Sehrt-Irrek | Di, 5. Dezember 2017 - 13:53

In reply to by Heidemarie Heim

Merkels Raunen als betreutes Denken in den Medien, die sich alle Mühe gabem, Ersterem Aussagen abzugewinnen, das nächste Raunen besser vorzubereiten?
Darüber hat sich evtl. eine so gewaltige Blase entwickelt, dass viele Angst vor dem Platzen haben.
Denn solange die Blase selbst für Inhalte genommen wurde von Aussenstehenden, ergab sich daraus ein Nimbus für Merkel, dem ein sterblicher Politiker kaum noch gerecht werden kann.
Es war aber nur eine Blase, ein Wollen, kein Können.
Ich sage es hoffentlich verhalten genug für deutsche Musikliebhaber, so fühlte ich mich als ich aus "Tristan und Isolde" kam, überdehnt, angespannt und ratlos.
Nach Merkel könnte es für die Politik so sein, als erwache sie aus einem "Trip"?
Ich frage, weil ich das Gefühl nicht kenne.
Man suche eine `blasse´ und solide Erscheinung wie Martin Schulz und macht damit gewiss nicht viel verkehrt.
Oder wagt mit Jens Spahn den Sprung zu Unverbrauchtem.
Der muss dann nur abkönnen, dass er auch angegangen wird.

„Des Schweigens Herrin
heißt mich schweigen:
faß ich, was sie verschwieg,
verschweig ich, was sie nicht faßt.“

Dies charakterisiert das Verhalten all jener in der Berliner Bagage, die wider besseres Wissen Hofschranzen am Hofe Merkels bleiben möchten.

In der Tat hat es unser aller Kanzlerin mit ihrer "zurückhaltenden" Art den armen
Medien, selbst den ihr in Mehrzahl wohlwollenden, nicht leichter gemacht. Weniger Wohlwollende, besonders hier Befindliche "unbetreut Denkende" ;), erfanden dafür Begriffe wie Teflon oder vergeblich an die Wand zu nagelnde Götterspeisen. Und Blasen bergen nun einmal seit jeher die Gefahr des unkontrollierten Platzens und man weiß nie was nach der entwichenen Luft übrig bleibt. Meist ein sehr schlaffes Gebilde. Meine Defizite was die Klassik betrifft liebe Frau Sehrt-Irrek, machen es mir leider schwer Ihr Befinden nach Tristan und Isolde nachzuvollziehen. Wagner soll so weit mir bekannt schwer verdaulich sein in seiner Schwermütigkeit .War A.H. nicht Fan? Mit Trips kenne ich mich auch leider nicht aus. Nur mit gewaltigen wenn auch seltenen Katern, die aber m.E. nicht nur bei Alkoholexzessen vorkommen sollen sondern auch bei exzessivem Schlafmittelgebrauch. Oder man hört den oben Genannten zu:). MfG

August-Johann Müller | Di, 5. Dezember 2017 - 15:00

In reply to by Heidemarie Heim

Liebe Frau Heim,
die Aussage „betreutes Denken“ sollten Sie sich urheberrechtlich schützen lassen.
Eine einmalige Formulierung. Danke.

Heidemarie Heim | Di, 5. Dezember 2017 - 17:17

In reply to by August-Johann Müller

Lieber Herr Müller! Lieben Dank für Ihre Anmerkung! Doch leider ist der Begriff nicht
auf meiner Miste gewachsen. Ich las ihn schon vor längerer Zeit in einem
Mitkommentar als ich noch fleißig im Focus tätig war. Normalerweise habe ich ein
sehr schlechtes Gedächtnis für Sprüche, auch Witze. Doch dieser Begriff und die
tatsächlich von mir stammenden Abwandlungen waren einfach zu einprägsam;).
Im Übrigen würde ich fast darauf wetten, das der "Erstanwender" ostdeutscher
oder Berliner Natur ist. Und das ist ganz liebevoll gemeint wenn ich an so kapriziöse Namensgebungen wie z.B. "Gold-Else" denke! Es freut mich jedoch, das betreute
wie unbetreute Denken mit Ihnen allen hier teilen zu können. Beste Grüße! H.Heim

Eberhard Thamm | Mi, 6. Dezember 2017 - 19:55

In reply to by Heidemarie Heim

Liebe Frau Heim
betreutes Denken gehört zur Dogmatik der linksgrünen Eliten mit dem das gemeine Volk sediert und damit sein geistiges Immunsystem völlig geschwächt werden soll.

Ich stimme dem Manfred Gimmler voll zu, kann aber auch erklären, warum das so ist:
Merkel spielt Russisch Roulette - keiner Weis, wenn sich die Trommel dreht, bei wem die Kugel am Abzug hängenbleibt. Diese Angst wiederum ist der Machtgeilheit geschuldet, weil in den bisherigen Merkelregierungen viele mit Aussitzen und Nichtstun sehr viel Geld bekommen - nicht verdient - haben.
Auch bei denen ist es so, dass sie an der Macht kleben.

fällt den Leuten schwer. Wer weiß noch, was richtig und was falsch ist nach der Lektüre von Friede Springers und Liz Moons Blättern? Diese beiden Intimfreundinnen Merkels beherrschen die Meinungsmachmaschine Deutschlands perfekt und lassen Kritik an Merkels Politik nur in hömoopatischen Dosen zu.

Alfred Kastner | Di, 5. Dezember 2017 - 06:50

Merkel hat jeden Bezug zur Realität verloren.
Sie ist gerade dabei, die ohnehin heftig angeschlagene Union vollends abzuwickeln.
Mit jedem Tag im Amt schadet Merkel unserem Land und noch mehr der Union.
Das Bild der CDU ist erbärmlich. Jeder denkende Mensch weiß, dass Merkel weg muss, aber der Union fehlt das Rückgrat, um Merkel vom Sockel zu stoßen.
Sie hat in der Vergangenheit alle fähigen Köpfe in der CDU abgesägt und selbst mehrere katastrophale Fehler begangen (Energiewende, Flüchtlingspolitik, Euro usw.).
Ihre eigene Machterhaltung ist Merkels eigentliche Kernkompetenz.
Und sie wirkt fest entschlossen, mit tatkräftiger Unterstützung ihres engsten Umfeldes ihre Macht zu verteidigen.

Herr Kastner, endlich mal ein sachlicher Kommentar, der das wichtigste der Person Merkel in wenigen Sätzen zusammenfasst. Meinen eigenen kann ich mir nun sparen, da er sehr ähnlich lauten würde und auch schon des öfteren hier zu lesen war, wenn er denn veröffentlicht wurde...

Heidemarie Heim | Di, 5. Dezember 2017 - 10:07

Das mir leider nur rudimentär geläufig ist. Für mich besteht das Spielfeld der Kanzlerin deshalb aus weniger Figuren. Sie ist zu verteidigender König und kämpferische Dame in einem, der Rest besteht aus Reihen von Bauern, die beliebig eingesetzt und leicht zu opfern sind, ohne das sie Spuren hinterlassen. Figuren, die der Dame
gefährlich werden konnten wurden primär entfernt und durch besagte schwache Bauerfiguren ersetzt. Um es anders wie Herr Beust
zu sagen: So könnte selbst ich Schach spielen!
MfG

Frau M. als Damon der ihrem tyrannischen Protegè Herr K. das arg flatternde Licht ausblies? Mir kam spontan ein gewisser Brutus in den Sinn oder auch die wandlerische Figur des Saulus. Doch sind wir nicht manchmal zu streng Herr Lieser? Wenn ich mich all zu sehr in etwas hineinsteigere und dabei bin ein allzu hartes Urteil zu fällen,maßregele ich mich des Öfteren selbst in dem ich an meine Lieblingsstelle aus meiner Kinderbibel denke:" Wer frei ist von Schuld, der werfe den ersten Stein!" Nur mit der "die andere Wange hinhalten und Feindesliebe" hatte ich
schon immer größere Schwierigkeiten;). Mit besten Grüßen!

Peter Lieser | Mi, 6. Dezember 2017 - 08:39

In reply to by Heidemarie Heim

Zitat : " Wer frei ist von Schuld, der werfe den ersten Stein!" Zitat ende.
Ich denke darüber nach, auch weil Weihnachten vor der Tür steht, dass Fest der Nächstenliebe ;-)

Michael Ludwig | Mi, 6. Dezember 2017 - 20:19

In reply to by Peter Lieser

Immer an das Gute glauben, und an die Unfehlbarkeit unserer Eliten.
(Politik, Kirchenfürsten)
Genau diese Naivität hat ganze Imperien zum Einsturz gebracht.
PS: Die Kirche lebt seit 2000 Jahren von Ihnen und Ihrer Denkweise.

Dem gibt es eigentlich nix hinzuzufügen, wenn da nicht ihre Vergangenheit wäre und ich sehr befürworten würde, wenn sich ein Sachkundiger sich mal daran macht, die Hintergründe des gelungenen Versteckens der Aktivitäten dieser Bewahrerin des Havemannschen Hausarrestes und sehr vieler weiterer "Heldentaten" der Vergangenheit zu untersuchen. Ich möchte nicht wirklich, dass jemand davonkommt der/die von der FDJ über den DA in der Wendezeit sich so oft zu wenden, dass selbst die ganz nah bei Ihr in der Akademie der Wissenschaften etc. früher tätigen Menschen den Kopf schütteln.

Lieber Herr Fischer! Bin voll bei Ihnen. Auch mich machen solche Geheimniskrämereien, besonders unter staatspolitisch verordneten Deckmänteln verborgen, ziemlich misstrauisch. Auch da sie mit dieser Aura des Geheimnisvollen
bzw. Unantastbaren ein Novum darstellt in heutigen Zeiten. Andererseits verwundert mich dies gerade bei einer Partei wie der CDU wenig. Was "kritische" Biografie-Zeiträume vereinzelter Mitglieder betrifft, scheinen vergangene Vorgehensweisen noch immer zu funktionieren. Überlegen Sie mal die kritische Masse von Abgeordneten, Funktionsträgern in Justiz und eigentlich allen staatstragenden Organen nach 1945.Offene Wunde und kommentarkillende Tabuzone bis heute. Und ich weiß nicht ob Sie um Bonner Zeiten des Journalismus wissen, wo es ungeschriebenes und von wirklich allen eingehaltenes
"Gesetz" war, keinerlei "Persönliches" über einen Politiker-in auch nur zwischen den
Zeilen anklingen zu lassen. Besonders betreffs Vorkarrieren zu Unzeiten! Das war
Harakiri.MfG

Bernhard Jasper | Di, 5. Dezember 2017 - 10:17

Herr Schwennicke, eigentlich mag der deutsche Michel die Freiheit nicht. Der Deutsche ist an Macht und Gehorsam orientiert. Er folgt Ideologien. Individualismus und liberale Einstellungen sind ihm suspekt. Er ist obrigkeitshörig. Er ist Mitläufer und Konformist. Er will seine Ruhe haben und zahlt immer (nur einige Stichworte).

Wie sollte man es sich sonst erklären, warum die Person Merkel immer wieder gewählt wurde? Medien bedienen mit Anschauungsformen, Bildern, Metaphern und Phantasmen, also mit fiktionalen Mitteln die Wesenszüge einer Person (Merkel: Stabilität und Zuverlässigkeit).

Die Zeitfolge ist das Gebiet der Journalisten, sie konstruieren das Leben als eine Kette von Ereignissen. Der Politiker denkt ebenso in Terminen. Er tritt auf, geht wieder ab. Der Raum jedoch ist das Gebiet des Malers. Für ein Merkel-Bild würde ich den Arbeitstitel „Die Thronfolgefolgen“ wählen. Der Hintergrund wäre eine DDR-Landschaft (als Reminiszenz an Kohl zu verstehen).

martin kleber | Di, 5. Dezember 2017 - 11:57

Es gibt keine Entschuldigung dafür,daß solche Fragen überhaupt aufgeworfen werden müssen.Nein,man hat gewußt,wie betrügerisch diese Person dem Wähler gegenüber, immer wieder vorgegangen ist.Bei der Person,war als ALTERNATIVE eben nur Linke und AFD möglich.Man hat diese Parteien beschimpft,verhöhnt und beklagt sich nun bitterlich über die Ruchlosigkeit der Person.Es sieht aber so aus,als ob die Vereinigung der "Grünen"die Person nun auch nicht mehr retten könnte.Die Person wird so oder so,ein schäbiges Ende nehmen.

Willi Mathes | Di, 5. Dezember 2017 - 12:16

Aber klar doch Herr Schwennicke , jezt erst recht !

Wenn unsere Mutter ( ohne Courage ) wird sich die politische Landschaft in diesem ( unseren ) Lande wieder politisch beleben !
Die gleichgeschaltete Presse wird sich neu orientieren müssen.
Dank Cicero, Tichys Einblick sowie Weltwoche Zürich.
Wir schaffen das !

Freundliche Grüsse

Herbert Dietl | Di, 5. Dezember 2017 - 14:34

auf so eine, sorry, blöde Frage erwarten Sie eine ernsthafte Antwort?

Robert Friedrich | Di, 5. Dezember 2017 - 14:59

So lange ihr die politische Elite zu Füssen liegt und die Medien sie umschmeicheln, gibt es kein nach Merkel. Ich tippe Mal auf die merkelsche Auferstehung.

Ursula Horvath | Mi, 6. Dezember 2017 - 13:51

In reply to by Robert Friedrich

Gottes Willen Herr Friedrichs, alles nur keine Auferstehung. Wie lange soll unser Land denn noch im Koma liegen? Bis uns die baltischen Länder vormachen, wie die moderne digitale Welt an Deutschland vorbei zieht, während unsere Madam immer noch erzählt, "Deutschland geht es Gut"? Merkel wird nichts mehr bewegen und sie weiß das mit Sicherheit auch selber, ob es wirklich ihr Wunsch war weiterzumachen bezweifle ich stark nach dem Statment von Obama, wusste sie was sie zu machen hat. Sie regiert nicht, sondern wird regiert und ob sie bleibt oder nicht, bestimmen höchstwahrscheinlich die Atlantiker. Merkel, die Widerspruchslose und gehorsam Mittragende aller Untaten der USA, ob in der Ukraine oder im Nahen Osten, wird gehen, wenn die Amis sie nicht mehr als nützlich betrachten. Könnte sein, dass unter Trump dieser Zeitpunkt bald kommt!

Achim Scharelmann | Di, 5. Dezember 2017 - 16:04

Wenn die Dame ihr Amt freiwillig aufgeben würde, wäre das sehr sinnvoll und vielleicht hätte sie dann noch eine Chance wenigstens bei einem Teil der Bevölkerung noch in Erinnerung zu bleiben. Als ehemaliger Unternehmer wäre aus heutiger Sicht ehedem nur noch ein bescheidenes Zeugnis auszustellen, und das lautete bei solchen Ergebnissen in früheren Jahren auszugsweise wie folgt: Sie hat sich bemüht ihren Aufgaben gerecht zu werden und für ihre persönliche Zukunft wünschen wir ihr alles Gute. Vermutlich wird sie aber nicht freiwillig ihren Sessel verlassen und dann müßte eigentlich nachgeholfen werden und das würde die Beurteilung verändern, denn sie hat formell auf eigenen Wunsch gekündigt und wir haben dieser Bitte stattgegeben, Punkt. Schade, daß Politiker, die nicht den Erwartungen entsprachen, nicht ähnlich beurteilt werden können und immer noch mit Wohltaten, auch nach ihrem Ausscheiden bedacht werden.

Selma Palmer | Di, 5. Dezember 2017 - 20:25

Geht natürlich - aber nicht ohne den politischen Willen (und den Wählerwillen) dazu. Mit Friedrich Merz beispielsweise wär's zu schaffen - er wäre auch bereit, seinen Managerposten beim Investmentriesen Blackrock zu verlassen, wenn man ihn denn riefe - aber nur, wenn Merkel auch wirklich geht - endgültig! Die CDU muss sich jetzt endlich selbst befreien - für sich und für die Zukunft Deutschlands!

Josef Garnweitner | Mi, 6. Dezember 2017 - 12:38

In reply to by Selma Palmer

weshalb immer wieder Merz, Koch etc. genannt werden. Das waren doch damals schon gestandene Männer und haben sich von Merkel abservieren lassen wie kleine Schulbuben. Ohne sichtbare Gegenwehr. Ob solche Gestalten wirklich das Zeug dazu haben ein Land zu führen?

Warum geht man nicht um eine Generation vorwärts. Wie es Österreich und Frankreich vorgemacht haben. Haben wir bei gut 8o Mio. Menschen keinen Kurz oder Macron aufzubieten. Bietet sich in den Nachwuchsligen der Parteien niemand für höhere Aufgaben an oder muß man erst 6o + sein oder gar Mitte 7o wie Schäuble.

Auch wenn Vergleiche immer hinken. Es erinnert mich ein bißchen an den deutschen Fußball. Immerhin ist der DFB der mitgliederstärkste Sportverein der Weilt. Da wimmelt es von Ausländern und die eigenen Talente versauern oder werden verliehen, auch ins Ausland.

Wir trauen den Jungen zuwenig zu, das ist alles, woran es hapert.

Angelika Esche… | Do, 7. Dezember 2017 - 16:35

In reply to by Josef Garnweitner

Vielleicht Markus Söder von der CSU? Er hätte den nötigen Biss und würde sich hoffentlich! nicht von Merkel kaltstellen lassen.

Josef Garnweitner | Fr, 8. Dezember 2017 - 14:44

In reply to by Angelika Esche…

wohl einer der wenigen Hoffnungsträger. Leider bleibt er, wie es aussieht, in München. Seehofer, der alte Intrigant, hat es offensichtlich doch geschafft, ihn bundespolitisch kaltzustellen. Zumindest vorläufig.

Arne Bruhn | Di, 5. Dezember 2017 - 23:24

dass Frau Merkel eine heimliche Verehrerin von Rudolf Bahro ist. Auch er wollte die Welt retten, auch er "einen anderen Menschen". Und so verschwurbelt, wie seine Gedankenwelt war, ist m. E. die ihre auch.

Rudolf Stein | Di, 5. Dezember 2017 - 23:37

Was/wer kommt nach Merkel? Nun, es wird , wie immer in solchen Fällen, erst einmal eine Figur auftauchen, die nicht die tauglichste sein wird, aber auf die sich alle einigen können - alle immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, gegen diese neue Figur die eigenen Intersessen am besten durchsetzen zu können. Erst nach und nach - sozusagen auf die Ochsentour - wird sich der Fähigste, Durchsetzungsstärkste, meinethalben auch Rücksichtsloseste durchsetzen. Das kann durchaus jemand sein, an den heute noch niemand denkt oder oder den bisher niemand kennt. Erst dieser wird die Reformen durchsetzen können, die wir so dringend nötig haben.

Harro Meyer | Mi, 6. Dezember 2017 - 12:42

Merkel täuscht Führerschaft vor im Geiste des Christentums; für Germanen nach Bonifatius eine unbegreifliche und deshalb unwiderstehliche Mischung von Politik und Religion unter dem Antonym "christlich-demokratisch".

Dorothee Sehrt-Irrek | Mi, 6. Dezember 2017 - 13:04

Herr Schwennicke.
Aus einem Artikel der Welt vom 27.09.2015 "Die Union verweigert Merkel die Gefolgschaft" v. Robin Alexander,
"Peter Tauber: "Angela Merkel hat schon bei der Beggegnung mit dem palästinensischen Mädchen Reem gesagt, dass nicht alle, die zu uns kommen, auch dauerhaft bleiben können.""
Dieses Treffen anlässlich eines Weltgipfels zur internationalen Flüchtlingskrise war mir glatt entfallen oder anders,
die Rückkehr der Politik lässt hoffentlich nicht mehr allzu lange auf sich warten.

Ursula Horvath | Mi, 6. Dezember 2017 - 13:35

Leben nach Merkel ist möglich, hingegen ein Leben mit Merkel und ihren fanatischen Begeisterungsclub wird nicht mehr möglich sein! Einer aus der Merkelära ist schon halbiert worden und darf gnadenvoll sein Werk als brüllender Stubenkater an der Seite von Merkel sein Werk fortsetzen. Da kommt auf alle Fälle nicht viel ausser Streit um Alles und Jedes dabei raus, so dass die wichtigen Dinge im Lande noch mehr dahin siechen. Ein Leben ohne Merkel, wird den Einheitsbrei der Medien ein Ende bereiten und Wahrheiten werden wieder laut ausgesprochen ohne die Angst im Nacken zu haben, als Rechts diffamiert zu werden. Die Gesinnungshoheit wird dann nicht mehr im Kanzleramt liegen und deshalb ist ein Leben ohne Merkel und ihre Clique, ein "Freiheitliches Leben" und das wird wieder Gut so für Deutschland sein und hoffentlich bald!

Roland Hunecke | Mi, 6. Dezember 2017 - 15:31

Alternativen zur Post-Merkelschen-Alternativlosigkeit gibts schon lange! 2013 wurde von Lucke et al. die damalige AfD gegründet, die jetzt als LKR (Liberal-Konservative Reforme) leider ein Schattendasein fristet. Warum? Weil die Hofschranzen-Mainstream-Medien viel lieber über Rechtspopulismus und die Intrigien in der AfD räsonieren, anstatt vernünftigen Alternativen eine Plattform zu geben. Die derzeit bedrohlichsten Probleme sind: die EU-Haftungsunion und das weiter ungelöste Migrationsproblem. Dazu macht die LKR konstruktive, realistische Lösungsvorschläge: Raus aus dem Euro - jetzt! und eine "atmende Obergrenze" für Flüchtlinge. Außerdem: den Brexit neu verhandeln, eine EU nur gemeinsam mit Großbritannien.
Näheres auf www. lkr-bund

Das stimmt, Herr Hunecke. Die LKR hat ein sehr gutes Parteiprogramm, ich habe es im Vorfeld der Bundestagswahl gelesen. Politisch konkrete, gute Vorschläge für alle wichtigen Themen, die bei CiceroOnline und im Forum diskutiert werden. Leider war sie nicht wählbar, da sie zur Wahl nicht antrat.

Kostas Aslanidis | Do, 7. Dezember 2017 - 14:17

Auf dem Hals wirft, zeigt das die deutsche Bevölkerung, politisch, völlig Anspruchslos ist. Das der Staat trotz Merkel, organisiert ist, das haben die früheren Kanzler erledigt. Merkel ist eine Verwalterin. Blass wie eine Kirchenmaus.

Ihr Kommentar zu diesem Artikel

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.

Liebe Leserinnen und Leser,
wir freuen uns über jeden Kommentar und wünschen uns eine konstruktive Debatte. Beleidigende, unsachliche oder obszöne Beiträge werden deshalb gelöscht. Auch anonyme Kommentare werden bei uns nicht veröffentlicht. Wir bitten deshalb um Angabe des vollen Namens. Darüber hinaus behalten wir uns eine Auswahl der Kommentare auf unserer Seite vor. Um die Freischaltung kümmert sich die kleine Onlineredaktion von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr. Am Wochenende werden Forumsbeiträge nur eingeschränkt veröffentlicht. Wir danken für Ihr Verständnis.