- Die Pöbeldemokratie
Das Internet und seine „sozialen Medien“ bedeuten eine Kulturrevolution. Es blüht der Hass, Fake News haben Konjunktur. Aber staatlich verordnete Sprachhygiene und ein blasierter Moralismus werden das Problem nicht lösen
Wer sich als guter Europäer versteht, sieht unsere Kultur in der stolzen Tradition der Aufklärung. Und deshalb muss er sich heute von zwei hässlichen Gestalten herausgefordert fühlen, die dem Wesen der Aufklärung, nämlich Wahrheitsliebe und Toleranz, den Kampf angesagt haben. Ich meine den Hasser und den Lügner. Hate und Fake, Hass und Lüge gehören zusammen. Die Produzenten von Fake News wollen unseren Glauben an die Wahrheit unterminieren. Die kleinen und großen Hassprediger wollen uns zur Intoleranz verführen. Längst nennt man sie auch hierzulande Hater.
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Lt. Wiki: : "Hass ist ein intensives Gefühl der Abneigung und Feindseligkeit. Hass wird als Gegenpol zur Liebe betrachtet."
Inzwischen ist jede Kritik, jedes nicht dem Mainstream entsprechende andere Meinung "Hass". Für mich gehört da auch, wenn dieser Hass verbal geäußert wird, die Sprache, die Begrifflichkeiten und der Kontext indem Kritik geäußert wird.
Ich stimme Ihrem Artikel absolut zu. Die Medien selbst transportieren sehr häufig "Hass", weil sie mit Begriffen und Überschriften arbeitet, die Aufmerksamkeit und Lesergunst erheischen wollen,aber immer weniger neutrale Information generieren, selbst prüfen und wertungsfrei darstellen. Die Schlagzeile bestimmt den Alltag, Schlagwörter ideologisch verbrämt, sie dienen den Verkaufszahlen und dem ideologischen Gefühl, selbst Politik und Meinung machen zu können. Sie selbst schreiben: " Wie soll man sich da eine eigene Meinung bilden?"
Das ist sehr schwer einserseits. Ich höre in mich hinein, befrage die Logik und schalte Emotionen aus.
