- Welterbe jenseits aller Grenzen
Objekte im Museum ändern ihre Bedeutung, lassen neue Ansprüche entstehen. Das gilt auch für die Benin-Bronzen, die Nigeria einem Fürstenhaus übertragen will.
Die Aufregung in der internationalen Museumsszene und der bundesdeutschen Kulturpolitik ist groß: Hat Nigeria die Vereinbarung mit der Bundesrepublik über den künftigen Ausstellungsort „der“ Benin-Bronzen gebrochen, weil Staatspräsident Muhammadu Buhari Ende März ankündigte, sie an Ewuare II., den Königsgleichen Oba von Benin, zu übergeben? Steht der Prozess, mit dem möglicherweise Millionen von Objekten aus europäischen und nordamerikanischen Museen und Sammlungen nach Afrika, Asien, Ozeanien, Nord- und Südamerika zurückgegeben werden könnten, vor dem Scheitern – noch bevor er richtig begonnen hat? Waren die Benin-Bronzen überhaupt geeignet, um diese Restitution angemessen zu be- und verhandeln?
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