AfD und Grüne - Die neuen Volksparteien

In Umfragen sind Union und SPD schwach wie nie. Die Ära der Volksparteien sei vorbei, heißt es deswegen oft. Doch der Eindruck drängt sich auf, dass sie ersetzt werden könnten. Und zwar von den Grünen und der AfD. Beide Parteien sind erfolgreich – und ähneln sich mehr, als sie zugeben würden

Katrin Göring-Eckardt auf einer Fahrrad-Demonstration
Katrin Göring-Eckardt und die Grünen: Auf dem Weg zur Volkspartei? / picture alliance

Autoreninfo

Christoph Schwennicke ist Chefredakteur des Magazins Cicero.

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Der Kollege Christoph Seils hat viele kluge Gedanken zur Politik. Manchmal reichen sie sogar für ein ganzes Buch. Schon vor acht Jahren hat er ein solches geschrieben mit dem Titel „Parteiendämmerung – was kommt nach den Volksparteien?“ Das Ende eben jener „Volksparteien“ prophezeit. Betrachtet man sich nun die Umfragekurven und Wahlergebnisse von CDU und SPD, so muss man festhalten: Seils war weitsichtig. Die CDU/CSU ist im ARD-„Deutschlandtrend“ in der Wählergunst auf 29 Prozent gesunken, das ist der tiefste Wert, der in der Umfrage von Infratest dimap je für die Union gemessen wurde. Die SPD scheint über 18 Prozent nicht mehr hinauszukommen. 

Die Frage ist aber: Könnte dieser Blick zu begrenzt sein? Vielleicht ist es ja nur so, dass die beiden Volksparteien CDU und SPD an ein Ende gekommen sind. Vielleicht kommen neue Volksparteien nach diesen Volksparteien, um die Frage des Untertitels im Lichte der Gegenwart zu beantworten. Und dass diese alten nun durch zwei neue, aus sozialen Bewegungen entstandene Parteien ersetzt werden. Konkret: Womöglich sind die Grünen und die AfD die beiden neuen Volksparteien. 

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Dr. Florian Bode | Fr, 3. August 2018 - 10:42

Wer die Grünen als Volkspartie bezeichnet, hat eine ungewöhnliche Definition von Volk im Kopf.

Hier wird ein denkbares Szenario durchgespielt. Und ja, nach der Analyse könnte es durchaus möglich sein. Sehr schön finde ich den Abgleich Grüne und AfD - die sind sich in ihrem Verhalten verdammt nahe. SPD und CDU sollten sich tatsächlich zusammentun.

Aber bitte ohne die Grünen... Und vielleicht ohne Frau Merkel? Jetzt bin ich mal ganz tapfer positiv: Es wird in der CDU noch jemand übriggeblieben sein, der/die noch einen Kompass im Kopf hat. Okay, etwas naiv gedacht, aber die Hoffnung stirbt schließlich zuletzt...

Michaela Diederichs | Fr, 3. August 2018 - 22:41

In reply to by Michael Jensen

Sie tapferer Krieger ;-). Die Werteunion fordert Merkels Kopf und eine konsequente Beschränkung der Zuwanderung. Langsam kann man von Lagerbildung sprechen. Die CSU ist für die CDU kaum noch eine Schwester im Geiste. Es bröselt bei den einstigen Konservativen und ihrer grünen Kanzlerin. Könnte es hier nach den LTW in Bayern und Hessen bei herben Verlusten zu einer Abspaltung kommen? Um mit Ihren Worten zu sprechen - die Kompassnadel zeigt Ausschläge, die heftiger werden. Die Grünen kann ich persönlich zwar kaum ertragen, aber sie und ihre Wähler zu ignorieren - sie quasi weg zu wünschen - ist eines tapferen Kriegers nicht würdig.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article180536016/Angela-Merkel-…

Johannes Schneider | Sa, 4. August 2018 - 14:59

In reply to by Michael Jensen

Werter Herr Jensen, die Hoffnung kann nicht sterben. Ihr Schlusssatz ist schlicht falsch!

Sie sehen auch mich überrascht! Die heutigen Grünen sind eine elitäre Splitterpartei mit groteskem vorwissenschaftlichen Naturbild und einer bedenklichen Tendenz 200 Jahre Aufklärung revidieren zu wollen. Auch mehren sich die Anzeichen für Schwierigkeiten grüner Parteispitzen mit dem Sinn der FDGO klar zu kommen.
Über das Melonenmodell dazu habe ich früher gelacht: Hauchdünne grüne Schale, rote Matrix und braune Kerne. Heute kann ich darüber nicht mehr lachen.

Ungewöhnlich wär korrekt Dr. Bode.
Doch im dran Gewöhnen sind die Deutschen gut. Wie Sie wissen, gewöhnten sie sich mehrheitlich bereits an eine Kanzlerin Merkel. Warum also nicht auch an die Grünen?
Sie ticken sogar wie die Kanzlerin und Ihre derzeitige CDU. So nahm Frau Merkel den Grünen mindestens vier ihrer Kernthemen weg und löste sie gleich noch überstürzt in deren Sinn. Als da wären: Atomausstieg -Ehe für alle -Wehrpflicht weg und, unkontrollierte Einreise für Jedermann und Frau.
Sie sehen, Grün und Schwarz gemeinsam schaffen, dank des deutschen Wählers, sozusagen alles. ;-)

Grüne und Volkspartei? Muslimische Partei Deutschlands, da bin ich einverstanden mit der Definition . Die Farbe im Banner ist identisch. Die Abschaffung jeder Demokratie ist deren Ziel. Eine peinliche Partei die mit Deutschland nicht das geringste gemein hat.

Nicht nur das, Herr Dr. Bode. Was ist eigentlich eine Volkspartei. Lt. Duden online eine Partei, die Mitglieder und vor allem Wähler in allen Gruppen der Bevölkerung hat und über eine große Anhängerschaft verfügt. Trifft das wirklich für die Grünen zu? Steile These von Herrn Schwennicke. Die AFD ist an einer solchen Definition schon näher dran!

Es ist wirklich verwunderlich, wie GRÜNEN-Politikern, resp. deren vergleichsweise geringe Zahl an Mitgliedern (rd. 60.000), bundesweit die Töne angeben.

Ich will dem Cicero nichts unterstellen, merke nur an, dass die "Färbung" von mind. 2/3 der Macher der Medien (nach deren eigenen Angaben sind es bis zu 72 %), maßgeblichen Anteil daran tragen.
Und das auch nicht ändern wollen...leider.

Markus Michaelis | Fr, 3. August 2018 - 10:57

Zu einer Volkspartei würde für mich gehören, dass ihr eigener Anspruch ist, ausgleichende und tragbare Lösungen für möglichst alle Menschen in ihrem "Einzugsbereich" zu finden. Parteien sind auch Interessenvertretung und reine Interessen-Parteien sind auch voll ok, wenn sie das offen tun, aber Volksparteien haben eben den breiten Anspruch.

Jedenfalls scheint mir die Aufspaltung und Buntheit der Gesellschaft zu groß, als dass im Moment das Konzept einer Volkspartei funktionierte.

Ein anderes Problem ist, dass viele Parteien ihren "Einzugsbereich" heute übernational, manchmal global definieren. Da wird es dann so bunt, dass die Idee einer "Volkspartei" auf wackeligen Füßen steht. Das geht nur mir ganz neuen Ideen, die man eher gegen die momentanten Zustände durchsetzen will. Mehr als Stubser können das aber nicht sein, weil alle deutschen Parteien schon europäisch und gar global viel zu klein und in ihrer Weltsicht eher speziell sind.

Günter Johannsen | Fr, 3. August 2018 - 11:04

Ja, es spitzt sich zu und es gemahnt an die "Weimarer Republik" und ihre Folgen! Eine Regierung, die nur herumlaviert bzw. den Willen des Volkes missachtet - und ein entmachtetes Parlament, was nur noch zum Diskutierclub degradiert ist, wird vom Volk nicht honoriert , sondern bekommt bestenfalls zur Wahl die Quittung: Grünlinke (die übriggebliebenen 68er bzw. RAF-Sympathisanten) und AfD (enttäuschte Konservative aus allen Parteien und Bürger, die sich entmündigt fühlen), entwickeln sich zu großen Volksparteien. Wenn das Hetzen nicht bald aufhört und sich stattdessen wieder ein ehrlicher demokratischer Austausch (auch in den "unabhängigen" Medien) auf allen ebenen entwickelt, werden wir auf schlimme Zeiten zusteuern. Die linke Einheitsfront scheint das zu wollen in der Hoffnung, dass sie diesmal "das Ruder" gesamtdeutsch übernehmen will. Die Abspaltung aus dem Verbund mit dem Westen (Österreich; Italien; Ungarn. Polen; Tschechien; USA etc.) kommt den LINKEN dabei sehr gelegen?!

An einen ehrlichen demokratischen Austausch in den "unabhängigen Medien" habe ich den Glauben verloren. Ich befürchte einmal mehr, dass die Parteienlandschaft noch bunter werden wird und wir Splitterparteien bekommen. Die Regierungsbildung war schon jetzt extrem schwierig. Doch, die schlimmen Zeiten sind durchaus realistisch.

Ich sehe das ganz ähnlich. Ein beträchtlicher Teil der Bürger sieht seine Interessen weder in der Regierungspolitik noch im "kontrollierenden" Parlament auch nur annähernd berücksichtigt und kann nur nach links oder nach rechts ausscheren. Allerdings bin ich der Ansicht, dass nach links nur wenig Potential besteht, während sich rechts von der Union ein Atlantik auftut, der im Moment zwar noch mit gewissen Befahrtabus belegt ist, diese aber zunehmend an Glaubwürdigkeit und Schrecken verlieren und sich als reine Propagandamasche entlarven werden. Wenn es der Werteunion nicht gelingt, den Karren rumzureißen, wird die AfD die neue Volkspartei werden, in der sich die heimatlos gewordenen Unionswähler wieder finden können. Das Potential der Grünen ist bei 15% ausgereizt und die für den Bürger fühlbare Entwicklung in ihren Kernthemen Energiewende und Migration wird gegen sie laufen. Sie ist eben bloß die Partei der grünen Besserverdienenden und die werden eher weniger als mehr werden.

Michael Jensen | Fr, 3. August 2018 - 11:30

Die Grünen leben von der Nazi-Zeit: Sie saugen aus ihrer Ablehnung des damaligen Rassismus ihre Kraft (und Kampfbegriffe gegen rechts). Nach Ende dieses ersten Grauens kam das nächste: das Grauen der DDR. Wieder Faschismus, Unterdrückung jeder Freiheit und (Stasi-) Meinungsdiktatur. Die Achtundsechziger liebten Mao (!), die DDR und deren Grauen. Aus ihnen gingen die Grünen (und die Linken) hervor. Der Marsch durch die Institutionen hat sie jetzt an die Schalthebel in Schulen, Medien und Gerichten gebracht. Und wieder droht das Grauen: Jetzt aus dieser Ecke, mit Indoktrination, Unterhöhlung von Freiheit und Recht im Ungeiste einer höheren Moral, und statt Gestapo oder Stasi kommt heute die „AntiFa“ zu Besuch.
Dieses neue grüne Grauen heißt „Merkulose“ und verheißt Schwindsucht. Es gibt eine Therapie: Rückkehr zur Rationalität. 2 + 2 = 4. Auch wenn in der Talkshow die „demokratische Mehrheit“ und die Moderatorin behaupten, 2 + 2 ergäbe 5. Die dümmste „Elite“ ever...

Giesela Kramski | Fr, 3. August 2018 - 12:22

Grüne, die als "Volkspartei" in der Zuwanderungsfrage was zu sagen hätten, wären ja noch zehn mal schlimmer als Merkel 2015!!

Ich kann die (deutschen) Wähler nicht verstehen, die dieser "Grenzen-auf-für-alle-Partei" eine Stimme geben.

Reiner Jornitz | Fr, 3. August 2018 - 12:22

vergleicht man Grüne mit der der AFD dann sind die Grünen die Deutschland-Abschaffer und die AFD die Deutschland-Retter mit ihren hochkompetenten Fachpolitiker. Die Grünen kommen mir als ewige Studenten und Realitätsverweigerer vor

Lars Freudenberg | Fr, 3. August 2018 - 12:30

obwohl ich Wehler einer der beiden Parteien bin, sehe ich das Problem auch, allerdings sehe ich die Die AFD noch In der Selbstfindung. Es ist wohl stark davon abhängig wie sich die nähere Zukunft Entwickelt und ob Argumente wie die Von Roland Palmer in der eigenen Fraktion Gehörfinden. Wen die reaktionär Grüne Den weg In die Mitte Finden Würde Wehre Die AFD gezwungen Gleichzuziehen. Was auch In meinen Augen Noch Möglich Ist, Von Seiten der AFD, Noch! Allerdings Wie Menschen nun Mahl so Sind, sehe ich da eher Schwarz.

Gerd Steimer | Fr, 3. August 2018 - 12:33

Ich sehe die Grünen eher als Klientelpartei die nun von der SPD Wähler bekommt, interessant ist hier der gemeinsame Anteil von +- 30%, also deutlich weniger als früher wo man gemeinsam bei +- 40% lag. Rechnet man die linken dazu, ändert sich im Verhältnis wenig.

Die Grünen sind also Profiteure des enormen Rückgangs der SPD

Die AFD als neue Partei ist eher Volkspartei, weil ihre Wähler aus allen Bevölkerungsschichten kommen, von der Abwanderung von hauptsächlich CDU, SPD, Linke, also einem deutlich breiterem Spektrum profitiert.

Erholt sich die SPD wieder (wozu fast die ganze Spitze ausgetauscht werden müsste) gehen die Grünen wieder auf das Normalmaß (um 10%) zurück.

Georg Zeegers | So, 5. August 2018 - 22:34

In reply to by Gerd Steimer

Die Grünen und Volkspartei?Das ist Lange her!. Mit den Sorgen der Bürger befasst sich nur die AFD das ist die einzige Volkspartei!. Die Altparteien kann man Vergessen!

Per L. Johansson | Fr, 3. August 2018 - 13:19

Kann es in unseren individualistischen Gesellschaften überhaupt noch Volksparteien geben? Die „Bewegungen“ anderer Länder bieten doch nur noch deren Illusion.
Grüne und AfD stellen eher die Ränder des heutigen Parteienspektrums dar, jenseits einer überkommenen Links/Rechts-Gesäßgeographie.
Und da derzeit um den grundsätzlichen Kurs des Landes (man könnte auch sagen, um seine Zukunft) gerungen wird, profitieren diese Ränder natürlich.
Wer reich und sorgenfrei ist, wählt die Grünen, die internationalistische Ideologie pur bieten. Wer arm ist, entscheidet sich für die Linkspartei, von der er sich Umverteilung erhofft, gerade auch zu Lasten der grünen Schickerie.
Die alten Volksparteien zehren derweil von alternden Stammwählern, ihren stolzen Namen, und so manchem Mitläufer. Gebraucht werden sie nicht mehr.
Die FDP könnte noch am ehesten für eine Politik der bürgerlichen Mitte stehen, traut sich aber nicht, Farbe zu bekennen. Wer es allen recht machen will, landet wieder unter 5%...

wolfgang spremberg | Fr, 3. August 2018 - 14:01

Eine Partei, die, die Bevölkerung eines Landes einem gewaltigen, hochriskanten Experiment unterziehen will, wird hoffentlich nie Volkspartei werden.
Wenn das Spitzenpersonal der Grünen weiß wie das mit dem friedlichen Zusammenleben verschiedener Ethnien und Religionen funktioniert, dann sollten sie soviel Anstand besitzen und es den Menschen, die unter diesen Konflikten schrecklich leiden, mal eben erklären. Kann doch nicht so schwer sein. Das es absurd und völlig verantwortungslos ist, dieses Experiment in einem Land zu wiederholen, das nach bekunden der Grünen, voller Fremdenfeinde und Rassisten ist, sollte jedem, eigentlich auch jedem Grünen, einleuchten.

Michaela Diederichs | Sa, 4. August 2018 - 20:49

In reply to by wolfgang spremberg

Sie setzen in Ihrer Argumentation logisches Denken voraus. Genau daran mangelt es aber den Grünen. Es handelt sich bei den Grünen um Ideologen, Glaubensfragen sind ihnen wichtiger als Logik.

Ruth Müller | Fr, 3. August 2018 - 14:51

... ist eine Partei die nach der Wahl, die Interessen des ganzen Volkes vertritt und nicht gegen die Mehrheit agiert um Privilegien für Randgruppen und ihre Betreuer zu organisieren.
Die Grünen sind eine Klientel-Partei die zumeist von Menschen in alimentierten Berufen und ihren Kindern gewählt werden.
Deswegen gilt ihr Interesse zumeist diesen Wählern, da ist aber ein Ausschluss- Kriterium für eine Volkspartei.

in alimentierten Berufen"....z.B. Lehrern ? Sind das nicht die, von denen wir gerade überall lesen und hören, dass sie auf rassistische, fremdenfeindliche Weise Kinder mit Migrantionshintergrund ( Muslime deutlich mehr als Asiaten) diskriminieren ?
Wenn das rauskommt....Müssten sich die Grünen nicht von den Lehrern distanzieren ?
Diesen Fremdenfeinden ? Oder wer diskriminiert die Migrantenkinder ? Hüstel...ahäm...

Arnim Bernhardt | Fr, 3. August 2018 - 14:56

Ich kann in den Grünen keine Volkspartei erkennen.Für mich sind die Mandatsträger mehr oder weniger Ideologen,die sich anmaßen zu wissen,was gut für mich ist.Mir wird Angst,wenn ich nur daran denke,dass diese Partei einmal wirtschaftspolitische Entscheidungen treffen könnte.Ihre Rigorosität und ihre vermeintliche Deutungshoheit finde ich anmaßend.Als ehemaliger DDR-Bürger weiß ich,was politische Fehleinschätzungen für Folgen nach sich ziehen können.Die DDR ist nicht an ihren Bürgern gescheitert sondern an der Ignoranz der Parteifunktionäre,die glaubten,sich über jedweden wirtschaftlichen Sachverstand hinwesetzen zu können,Ideologen halt!Außerdem halte ich 15% nicht für eine repräsentative Aussage ein Volk zu vertreten.Ach wären die Grünen doch bei ihren Maikäfern,Ziesel-und Fledermäusen geblieben,davon verstehen sie eventuell etwas,eine auf Gewinn orientierte Firma oder gar einen Staat würde ich ihnen nicht anvertrauen.

Karin Zeitz | Fr, 3. August 2018 - 18:00

In reply to by Arnim Bernhardt

dass die Führung der Grünen überwiegend aus Studienabbrechern und aus Personen besteht, die Abschlüsse in sozialpädagogischen, künstlerischen bzw. ähnlich wissenschafts- und wirtschaftsfernen Berufen erworben haben. Wer die Beiträge ihrer Redner in den Bundestagsdebatten verfolgt merkt sehr schnell, wie ihre Ansichten jeder Realität entbehren.

Rolf Pohl | Fr, 3. August 2018 - 19:11

In reply to by Karin Zeitz

... und noch etwas kommt hinzu: Entweder Herr Schwennicke unterließ es einen Beipackzettel für seine Gedanken mitzuliefern oder, hierzu neige ich, er setzte seine Zeilen incl. eines provokativen Ansatzes.

Ich wünsche Ihnen, allen Anderen und mir etwas mehr Kühle im Karton. ;-)

Willy Ehrlich | Fr, 3. August 2018 - 15:03

Das deckt sich mit der derzeitigen Spaltung eines Teiles der Gesellschaft.

Das wichtigste Thema derzeit ist der Komplex Asyl - Zuwanderung - Flüchtlinge.

Auf der einen Seite die Pro-Asyl-Front der Grünen, auf der anderen Seite die Contra-Asyl-Front der AfD. Diese Polarisierung führt zu einem Zustimmungsverlust bei allen anderen Parteien, die sich nicht so glasklar positionieren.

Alle Kompromisse sind grundsätzlich faul … aber bei den nächsten Wahlen wird das Denken wieder einsetzen. Hoffentlich.

Hans-Jürgen Salza | Fr, 3. August 2018 - 15:08

Im Mainstream kommen immer ERST die Grünen. Dabei ist die AFD die grösste Opposititions-Partei. Und zwar "aus dem Stand". Die Grünen, vor allem ihre Damen, haben in dieser Zeit und zu diesem Thema leider nichts Gutes zu melden aber immer sind sie im Text oder wie hier im Bild.

Ines Schulteh | Sa, 4. August 2018 - 10:07

In reply to by Hans-Jürgen Salza

lieber Herr Salza. Die Grünen immer fröhlich und sympathisch. Das reißt richtig mit, diese vordergründige Schwung! Doch die Bilder und die nörgelnde, Ängste schürende Wirklichkeit der Aussagen stimmen leider nicht überein. Die Afd wird meist verkniffen, miesepetrig und verklemmt dargestellt. Dabei gibt es hier Sympathieträger ( z.B. Meuthen, oder Uwe Witt, von dem wahrscheinlich noch kaum jemand gehört hat). Erstaunlich nur, dass die Partei sich trotz allem medialen Gegenwind dennoch durchsetzt. Meist liest man Artikel über die AfD, lässt sie selbst im Blatt aber nicht zu Wort kommen.

Dimitri Gales | Fr, 3. August 2018 - 15:22

eine Volkspartei sind oder werden - eher die AfD, wenn es ihr gelingt, Inhalte und Form noch mehr zu artikulieren und noch mehr Konkretes, Realisierbares zu erarbeiten. Links hat abgewirtschaftet, sie haben bewiesen, dass sie an ihren eigenen Widersprüchen und irrealen Dogmen gescheitert sind, und zwar definitiv; sie sind keine Hoffnungsträger mehr.

Dieter Battenfeld | Fr, 3. August 2018 - 15:27

Verehrte Leserschaft, verehrte Redaktion,

eines würde ich gerne loswerden zu dem Artikel. Hören Sie bitte alle mal genau hin, wenn unsere Volksvertreter in Presse, Funk und TV sprechen. Alle sind Schwätzer. Es heißt immer nur, "wir müssen, wir hätten, es ist dringend notwendig" usw. Es passiert überhaupt nichts. Eigentlich müssten wir "nagelneue" Politiker haben, und zwar in allen Parteien. Zum Wohle Deutschlands. Das ist gelogen. Der gestrige Bericht im "Heute Journal" über alleinerziehende Menschen hat wieder mal aufgerüttelt. Nur die Damen und Herren in Berlin nicht.

Willi Mathes | Fr, 3. August 2018 - 15:53

Na, na Herr Schwennicke !

Doch wohl eher nicht !

Stimme Herrn Bode zu.

Freundliche Grüsse
willi Mathes

Christa Wallau | Fr, 3. August 2018 - 16:14

Ja, es stimmt: CDU/CSU und SPD verlieren ihre Wähler an diese beiden Antagonisten und - weniger stark - an die Linken u. die FDP.
Die Grünen werden vor allem von jüngeren Leuten
gewählt, denen es relativ gut geht und die in dem Bewußtsein aufgewachsen sind: Wir müssen nur zur Weltrettung (Klima, Armut, Flüchtlinge usw.) unseren Beitrag leisten. Dann wird sich alles zum Guten entwickeln. Das ist reinste Ideologie.

Die AfD dagegen ist keine Partei, die von einer
Ideologie getragen wird. Vielmehr ist sie die verzweifelte Reaktion überwiegend älterer Leute auf nicht hinterfragte polit. Entscheidungen, also auf eine ALTERNATIVLOSIGKEIT, wie sie Angela Merkel verkörpert. Die AfD ist Sammelbecken für alle, die es leid sind, sich etwas vormachen bzw. schönreden zu lassen. Sie antworten mit
Erfahrungswissen u. Skepsis auf die eingefahrenen Agenden, ob dies Europa-, Flüchtlings- oder Energiepolitik ist. Es gibt i m m e r auch a n d e r e Lösungen als die, welche man uns "verkaufen" will!

Wie immer, liebe Frau Wallau! Der "Einheitsbrei" schmeckt scheinbar niemandem mehr. Die bisher wankelmütigen Mitte-Wähler entscheiden sich scheinbar für Deftigeres;-). Was die Zukunft der FDP betrifft, bin ich nach wie vor der Meinung, das ein Gutteil von deren Wählern Gefallen an den kritischen Bemerkungen von Herr Lindner bezüglich Frau Merkels Flüchtlingspolitik fanden und deshalb noch mal davon absahen die AfD zu wählen. Bei Nichtbeibehaltung der vor den Wahlen avisierten Zielen seitens der FDP, kann sich dies schnell ändern. Sich nur als einzig verbliebene "Liberale" darzustellen reicht bei diesen Gräben in unserer Gesellschaft m.E. nicht mehr. Auch wenn es nur 3-4% Verlust gäbe zugunsten der AfD, wird`s eng für liberal. Ihnen eine Gute Zeit! MfG

Fritz - Ulrich Hein | Fr, 3. August 2018 - 18:18

Ich empfehle Abgeordnetenwatch. Heute prangen sie die Mietpreisbremse und die Lobbyarbeit der Vermieter- und Hausbesitzerverbände an. Schupps ist aus Nahles´ Mitpreisbremse ein Bremschen geworden. Und so geht es Woche für Woche weiter mit den Abgeordneten. Wer soll denn da noch Vertrauen zu den jetzigen Politikern haben?

Georg Silva | Fr, 3. August 2018 - 19:58

könnte ich vorstellen, daß die AfD mehr Wähler bekommt, aber nie die Grünen, das geht einfach nicht in meinen Kopf hinein.
Dazu eine Wahrheit: welche Partei hatte 1922 in München die Abschiebung eines Staatenlosen H.
abgelehnt?????
Wären die 70 Mio. Toten verhindert werden können?
Danach würde ich mich schämen, wie Herr Schulz für Kanzler oder für EU-Komissar zu bewerben, basta--------

Brandt Peter | Fr, 3. August 2018 - 21:19

...zwischen den Wählern diese beiden neuen "Volksparteien" - wohin wird das führen? Ich gebe zu, mit den Grünen nicht viel anfangen zu können, zu viel Aktionismus, Verbote und Träumereien. Das gepaart mit Intoleranz und Dummheit. Die andere Richtung heißt AFD, da kommt es mir so vor, als wäre das schon manchmal manipuliert, so platt recht kann sich doch gar keiner äußern. Oder sind das V-Männer, die den Ruf der Partei schädigen wollen? Egal wie, dazwischen ist kaum etwas, mal von der LKR und den "Blauen" abgesehen, die kennt leider keiner. In Griechenland koalieren Rechts und Links, wäre das auch für Deutschland denkbar? AFD (ohne Höcke und Gauland) und Linke (unter Wagenknecht) traue ich zu, realo Politik im Interesse des Volkes zu machen. Aber die Grünen? Nein danke.

Günter Hager | Fr, 3. August 2018 - 21:38

Wir brauchen vor allem eine Regierung, die sich als erstes für die Bürger Deutschlands einsetzt. Erst dann kommen Humanitäts- und Gefühlsduselei. Es ist schwer nachzuvollziehen, dass viele "hier schon länger lebende" dieses schöne Land verlassen wollen, weil sie sich hier nicht mehr wohl fühlen.

Mathias Trostdorf | Fr, 3. August 2018 - 23:33

Haben die Grünen das Zeug zur Volkspartei?
Abgestimmt hatten 3.288 User

Das kann ich mir vorstellen: 12Prozent
Nein, deren Politik ist nicht mehrheitsfähig: 83Prozent
Unentschlossen: 5Prozent

Wobei anzumerken ist, daß dieselbe Umfrage bei der taz sicher anders ausgefallen wäre.

Mathias Trostdorf | Fr, 3. August 2018 - 23:56

Die Grünen sind eher eine Bevölkerungspartei.
Wer für multiethische Gesellschaften eintritt, in der viele Ethnien nebeneinanderherleben, es kein Nationalgefühl oder gemeinsame gesellschaftliche Visionen gibt, oder das formulieren gemeinsamer gesellschaftlicher Ziele und Werte und ein Konsens immer schwieriger werden, führt ja absichtlich eine Zersplitterung herbei, die logischwerweise das Ende der "Volksparteien" bedeuten.
Es gibt schlicht mehr so zahlenmäßig große Gruppen, die gemeinsame Interessen haben.
Andererseits ist, wenn sich die Regierenden sich einig sind, eine zersplitterte Gesellschaft natürlich einfacher kleinzuhalten und einzelne Gruppen sind leichter gegeneinander auszuspielen.
Eins dürfte schon mal klar sein:
Es wird unruhiger werden für die Deutschen. Besser sicher nicht mehr.

Christoph Rist | Sa, 4. August 2018 - 05:51

muss wohl dazu führen, dass man in AfD und Grünen Ähnlichkeiten erkennen mag. Ich sehe das völlig anders. Das Gegenteil ist nämlich der Fall. AfD und Grüne sind die denkbar krassesten Antipoden der deutschen Politiklandschaft; Moralethik vs. Verantwortungsvolles Handeln, kollektivistische Verbotskultur vs. höchstpersönliche Freiheit, Ratio vs. Emotionalisierung, Empörung vs. Provokation, Political Correctness vs. Meinungsfreiheit bis zur Schmerzgrenze (und manchmal darüber hinaus). Das einzige was AfD und Grüne gemeinsam haben ist, dass ihnen das moderate abgeht. Es gibt so gut wie keinen Median, keine Mitte. Es werden von beiden Parteien jeweils die Extrem- bzw. Maximalpositionen besetzt. Inhaltlich und methodisch haben beide Parteien daher nichts miteinander gemein. Dieser Effekt erscheint fasst zwangsläufig, wenn man sich das krampfhafte drängeln und Proklamieren der pol. "Mitte" durch alle Parteien seit '98 ansieht. Bei den Grünen haben die Utopisten inzwischen wieder die Oberhand.

Norbert Heyer | Sa, 4. August 2018 - 06:54

Die Grünen haben jetzt schon einen viel zu großen Einfluss in der Politik. Sie wird gewählt von Gutmenschen und der Klientel, die den Grünen ihren Wohlstand verdanken. Wenn diese Partei mit ihren radikalen und menschenverachtenden Ansichten tatsächlich Volkspartei werden würde, ist Deutschland am Ende. Keine einzige von den Grünen durchgesetzten Forderungen war zum Nutzen der hier lebenden Menschen. Vielmehr dienen ihre politischen Ziele dem einzigen Zweck der totalen Umgestaltung unserer Gesellschaft und sind in ihrer Radikalität brandgefährlich.

Robert Friedrich | Sa, 4. August 2018 - 14:38

Ich sehe es so, das die Grünen mit ihnen nahestehenden Organisationen, die tagtäglich die Nachrichten füllen längst die Macht und Meinungsbildung innehaben: z.B. Greenpeace, NABU, PETA, Flüchtlingshilfeorganisationen, und vielen anderen. Augen auf!

Bernd Fischer | Sa, 4. August 2018 - 20:04

Seit spätestens den Achtziger Jahren und der allgemeinen Übernahme des grünen Weltbildes ist das so. Anfangs wurde die Angst vor amerikanischen Pershings beschworen, danach entdeckte man das Waldsterben ( was logischerweise ausblieb ) und die Klimakatastrophe, Müllverbrennungsanlagen und Pestizide, BSE und Vogelgrippe, Hormonfleisch und Gen-Gemüse. Eine aktionistische und oft unnötige kontraproduktive Umweltpolitik spricht traditionell unbegründeten Ängsten totale Relevanz zu. Sie ist schlicht die Raison "d‘Être" der deutschen Politik. Diese Politik ist seit über 30 Jahren von irrationalen Ängsten geleitet und lässt sich von einem grünen Zeitgeist vor sich hertreiben, der einen Weltuntergang nach dem anderen beschwört.
Jetzt erzählen also die gleichen Leute, die den Menschen seit über 30 Jahren Angst vor oft völlig irrationalen Bedrohungen machen, dass solche Ängste krankhaft seien.Bürger fürchtet euch vor Glyphosat,und nicht vor Hundertausend Zuwanderern.You can’t have it both ways

Rüdiger Böckle | Sa, 4. August 2018 - 21:14

und da haben Regierung und links-grüne Opposition einfach die schlechteren Karten. Deutschland braucht Asse als Migranten und keine Sozialhilfeempfänger, die auch langfristig sich allenfalls im unteren Lohnsegment integrieren lassen, während zugleich die einheimischen Asse das Land verlassen, weil sie ahnen, dass sie den Sozialstaat am Ende alleine mit ihren Steuern finanzieren müssen. Dieses Problem wird von allen Parteien von Union bis Linke ausgeblendet, bzw. unsichtbar gemacht. Jährlich emigrieren aus D 150.000 (Asse?), Tendenz steigend. Die lamentieren nicht lautstark, sondern packen einfach stillschweigend ihre Koffer. Wen sollen denn die noch nicht zur Emigration entschlossenen Bürger wählen? Union, Grün, oder etwa Linke? Die solide Basis der Wähler der Grünen rekrutiert sich überwiegend aus Beamten- und sonstiger Staatsdienerschaft. Wo soll da noch weiteres Wählerpotential sein? Der gesunde Menschenverstand verlangt nach überzeugenden Konzepten und nicht nach Ideologien.

Rob Schuberth | So, 5. August 2018 - 12:15

der muss sich nicht wundern, wenn die Ränder (Grüne u. AfD) dabei gewinnen.
Zumal außer der Alternative kaum Politik FÜR dieses Land zu erkennen ist.
Wer, wie die Grünen, meint D müsse alles Leid dieser Welt (bei sich) retten, der macht Politik am Bürger vorbei.
Das gefällt,außer ein paar besonders lauten und medial gehypten Ideologen, nicht dem Gros der Bevölkerung.

Bernd Muhlack | So, 5. August 2018 - 14:28

Auch bei Welt-online gibt man dieser Frau wieder ein Forum. So langsam, erinnert mich das an ein Mannschaftszeitfahren im Radsport => die üblichen Verdächtigen abwechselnd in der Pole-Position und jeder labert etwas! --- Sagen die Leute der Linken, der Afd denn nickesse, was berichtenswert, zu debattieren wäre? Dass Graf von Stauffenberg kein Verräter war, sollte jedem bekannt sein und eine solche Behauptung ist grenzdebil! Ich habe mir alle Vorträge von Wagenknecht und Weidel im aktuellen Bundestag angehört und sage: Hut oder Kopftuch ab, das hat Hand und Fuß! Man könnte diese Damen ja des Öfteren zu Wort kommen lassen, nicht wahr? --- So das wars und Mertesackers Eistonne wartet auf mich, puuuhhhh! dazu Eishockey per Streaming!

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