Angela Merkel während einer Corona-Pressekonferenz
Hatte der Journalismus während Corona ein Distanz-Nähe-Problem? / dpa

Corona und die Medien - In weiter Ferne, zu nah?

Wie nahe standen sich Regierung und Medien in der Corona-Krise? Ein Gutachten der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestags lässt Zweifel an der Informationspolitik des Bundespresseamtes und der Regierung Merkel aufkommen. Es ist an der Zeit, dass sich der Corona-Journalismus ehrlich macht.

Ralf Hanselle / Antje Berghäuser

Autoreninfo

Ralf Hanselle ist stellvertretender Chefredakteur von Cicero.

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Die heiße Phase der Pandemie ist vorbei. Auch für die großen Rundfunkanstalten und Medienhäuser. Jetzt wäre es an der Zeit, sich ehrlich zu machen; verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen; um jene zu kämpfen, die zu Recht oder zu Unrecht Zweifel an der Corona-Berichterstattung hatten. Das mag vielleicht nur langsam gehen, aber auch Langsamkeit beginnt wie alles im Leben mit dem sprichwörtlichen ersten und mutigen Schritt.

Dabei muss man sich nicht mal alleine vorwagen. Einen ersten zögerlichen Tapser nämlich hat längst der Berliner Tagesspiegel unternommen. Und das schon im Juli 2021. In einem eigentlich harmlosen Porträt des einstigen Regierungssprechers Steffen Seibert berichtete Tagesspiegel-Redakteur Georg Ismar damals darüber, wie die damalige Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Vorabend wichtiger Bund-Länder-Treffen zur Corona-Lage ausgewählte Journalisten zusammengerufen habe, um diese auf die harte Lockdown-Schiene der Regierung einzuschwören.

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Ingo frank | Di., 20. Dezember 2022 - 18:22

Ehrlich machen“
Und was ist mit dem übergroßen „Rest“ der Junallie? Wo bleiben die Speerspitzen der „freien“ Meinungsmacher? die Kritiker der Regierung und aller Parteien der Kirche des ÖRR der großen Verbände & Organisationen? Wo oder und wer informiert noch unparteiisch? Wie und von wem werden die kritischen Themen unserer Zeit bearbeitet die viel viel mehr als Klimaschutz, Quer, & Gendergaga heißen?
Die Höfische Corona Berichterstattung ist doch nur ein winziger Teil des medialen Übels. Wie berichten Spiegel, Stern Welt, taz, Süddeutsche ? Frei und Staatsunabgängig? Wohl kaum….. kann natürlich sein, dass ich zu blöde bin.
Daran wird’s letztendlich wohl liegen.
Mit freundlichen Grüßen aus der Erfurter Republik

Volle Zustimmung Herr Frank, Spiegel, Sueddeutsche Zeitung, FAZ, Stern, sind ganz klar Erfuellungsgehilfen der Politik. Die Welt laviert manchmal aber es werden Artikel von Autoren zugelassen, die die Politik scharf kritisieren.

Der Spiegel erhielt massiv Geld von Bill Gates, das dürfen wir uns über deren "freie und unabhängige" Berichterstattung nicht wundern.

Tomas Poth | Di., 20. Dezember 2022 - 18:25

Es gibt gar keinen Zweifel daran, daß wir es mit Regierung-Propaganda-Medien zu tun haben!
Das betrifft nicht nur Corona, sondern auch den Ukrainekonflikt, Energiewende und den EU-Sozialismus.
Es sind gleichzeitig die Nord-Atlantiker-Medien, die Deutschland in der Unmündigkeit und Unterwerfung unter der angelsächsischen Hegemonie halten!
Bereit sein für den kommenden Zeitenwechsel, Geduld haben. Auch diese Geschichtsperiode wird ihr Ende finden.

Alexander Brand | Mi., 21. Dezember 2022 - 09:06

Antwort auf von Tomas Poth

da stimme ich Ihnen zu Herr Poth, ich denke aber nicht, daß das mittelbar etwas Positives ist. Wir bewegen uns auf die dritte linke Diktatur auf deutschem Boden zu.

Merkel hat mit den Medien das Fundament gelegt, ihre letzte Aktion war es die Justiz und somit das letzte Korrektiv weitestgehend gleichzuschalten. Faeser & Co. knüpfen nahtlos an, jetzt beginnen die Säuberungen, alle „Unliebsamen“ werden aus dem öffentl. Dienst und dann aus der Gesellschaft entfernt. Beweise braucht es nicht!

Aktuell laufen die Vorbereitungen zur Abschaffung der AfD als letzte demokratische Opposition und die Justiz wird mitmachen.

Danach ist die Linksdiktatur rund, es wird hohe Verluste und eine Radikalisierung auf beiden Seiten bringen, um diese wieder abzuschaffen. Schlimmstenfalls haben wir in Europa wieder Krieg, denn der Linke ist massiv intolerant und zwingt andere gerne zu ihrem „Glück“.

Ich habe große Angst vor der Zukunft und meine Kinder wissen, daß ihre Zukunft nicht in Europa liegt.

Momentan haben ich keinen Anlass Ihre Befürchtungen zu teilen, Hr. Brand.
Würde das nicht möglicherweise gar in einen Bürgerkrieg münden?
Wird die Ampelkoalition überhaupt die Legislaturperiode überstehen?
Wir müssen uns den Herausforderungen stellen, unsere Probleme selbst lösen und nicht davor ins Ausland flüchten.
So machen es all die Millionen Migranten, die vor ihren hausgemachten Problemen zu uns flüchten, anstatt zu Hause anzupacken und das eigene Land auf die richtigen Beine zu stellen.

Martin Beckmann | Do., 22. Dezember 2022 - 11:16

Antwort auf von Tomas Poth

Ich hoffe, dass auch die Bundestagswahl, wegen Wahlbetrugs, wiederholte werden muß. Das wäre eine Chance:
1. Die FDP fliegt raus, hat sie sich auch ehrlicherabrbeitet
2. Die AFD gewinnt Stimmen, da es keine konservative Partei mehr gibt und wird hoffentlich ein Aufarbeitung der "Pandemie" durchführen, die illegale Masseneinwanderung stoppen und Kriminelle endlich konsequent ausweisen.

Manfred Sonntag | Mi., 21. Dezember 2022 - 18:56

Antwort auf von Tomas Poth

Herr Poth, dieses Verhalten der Mainstream-Medien ist mir nicht neu. Ich war 2018/2019 im Leserbeirat einer großen Lokalzeitung. Damals sollte Anfang Dezember der Migrationspakt von Frau Merkel in Marokko unterschrieben werden. Ich wagte es Anfang November, also 4 Wochen vor der Unterzeichnung, in einer großen Runde mit den Redakteuren zu fragen, warum in der SZ (nicht die Süddeutsche) bisher nicht ein Wort über den Inhalt und Zweck dieses Vertrages geschrieben wurde.Es begann eine sehr lautstarke und unfaire Diskussion bei der man den Fragesteller unseriöser Quellen, wie die sozialen Medien, bezichtigte. Ich hatte jedoch ein Ass im Ärmel und die Unterkiefer der Journalisten fielen nach unten. Eine Totenstille im Saal. Beantwortet wurde meine Frage jedoch nicht. Nach meinen Informationen muss es schon damals derartige "Abstimmungen" zwischen Regierung und Medienvertretern gegeben haben. Vielleicht war das der Probelauf.

Manfred Sonntag | Do., 22. Dezember 2022 - 10:04

Antwort auf von Tomas Poth

Herr Poth, dieses Verhalten der Mainstream-Medien ist auch mir nicht neu. Ich war 2018/2019 im Leserbeirat einer großen Lokalzeitung. Damals sollte Anfang Dezember der Migrationspakt von Frau Merkel in Marokko unterschrieben werden. Ich wagte es Anfang November, also 4 Wochen vor der Unterzeichnung, in einer großen Runde mit den Redakteuren zu fragen, warum in der SZ (nicht die Süddeutsche) bisher nicht ein Wort über den Inhalt und Zweck dieses Vertrages geschrieben wurde. Es begann eine sehr lautstarke und unfaire Diskussion bei der man den Fragesteller unseriöser Quellen bezichtigte. Ich hatte jedoch ein Ass im Ärmel und konnte meine Quellen nennen. Die Unterkiefer der Journalisten fielen nach unten. Eine Totenstille im Saal. Beantwortet wurde meine Frage jedoch nicht. Nach meinen Informationen muss es schon damals derartige "Abstimmungen" zwischen Regierung und Medienvertretern gegeben haben. Eigenartig ist, dass Migrationspakt, Coronakrise & "Klimarettung" vom WEF geplant wurde.

Hans Page | Di., 20. Dezember 2022 - 18:55

Was mich erstaunt hat, leider nicht zum ersten Mal in den letzten 20 Jahren, wie leicht sich die Medien haben manipulieren lassen. Hatte immer gehofft/geglaubt dass bestimmte kritische Fragestellungen automatisch von den Medien kommen würden um die Politiker zur Rechenschaft zu ziehen. Früher - in den 70er Jahren - nannte man das „Hinterfragen“, damals wurden nichts was die Regierung tat ungeprüft oder hinterfragt hingenommen. Aber seit „die ( vermeintlich) Guten“ an der Macht sind sehen sich die Medien, vor allem die ÖR, offensichtlich verpflichtet Regierungspositionen zu erläutern anstelle sie zu hinterfragen.

Ich frage mich wieviel Manipulation es bei der Euro/Griechenlandkrise, bei der Migrationskrise und jetzt bei der Energiekrise gab und gibt.

Geholfen hat wohl dass mit Seibert ein ZDF Angestellter Regierungssprecher wurde; er wusste wohl wie man mit Journalisten redet und sie beeinflusst.

Hinterfragen, dieses Wort gefällt mir.
Jemand der nie hinterfragt ist entweder abgestumpft, leichtgläubig, unselbständig oder eingeschüchtert.

Irgendwie schafft es Deutschland, (Politik und die Medien) sich so zu verhalten, damit Hinterfragen gar nicht so einfach ist. Irgendwie bekommen sie es fertig, dass man als Hinterfrager automatisch herabgesetzt wird, egal wie gut/wie berechtigt die Einwände des Hinterfragenden sind.

Und wieso dies so gut funktioniert/wieso dies so einfach ist, das ist mir ein Rätsel...

Christa Wallau | Mi., 21. Dezember 2022 - 12:31

Antwort auf von Peter Sommerhalder

wir in Deutschland.
Auf Ihren letzten Satz ("Wieso das so gut funktioniert, ist mir ein Rätsel") möchte ich Ihnen zu bedenken geben, daß dies viel mit der Mentalität eines
Volkes zu tun hat.
In England o. Italien z. B. gelten Menschen mit von der Mehrheit abweichenden Meinungen - auch solche mit skurillen o. radikalen Ansichten - nicht automatisch als bedrohliche Außenseiter, sondern als interessante und amüsante Zeitgenossen. So entwickeln sich dort oft interessante Diskussionen zu den unterschiedlichsten Themen, bei denen die Meinungen hart aufeinander prallen. Aber hinterher stehen sich die Kontrahenten als M e n s c h e n genau so nahe u. freundschaftlich gegenüber wie vorher.
Bei den meisten Deutschen dagegen herrscht ein großes Bedürfnis vor, unbedingt zur MEHRHEIT zu gehören u. jeden argwöhnisch zu betrachten, der
a n d e r s denkt. Man mag es Harmoniebedürfnis nennen. Aber es hat vor allem viel mit mangelndem Mut zu tun, sich überhaupt eine e i g e n e Meinung zu
bilden.

Wie mit anderen Meinungen oder Kritik umgegangen wird zeigte Karl Lauterbach deutlich und zeigt sein Demokratievertständnis.
Lauterbachs Beitrag auf der VERDI-Veranstalung in Magdeburg: Er zeigt auf, was er mit roten Linien meint und wer die überschreiten darf im Sinne des Grundgesetzes!
„Zumindest sagt er: „Die hier gegen die Impfung protestieren, haben dazu keinen Beitrag geleistet und sollten eigentlich nicht hier sein. Sie haben kein Recht, hier zu sein“, zeigt Lauterbach auf die linke Demonstrantengruppe und dann auf die rechte: „Hier sind diejenigen, denen wir den Erfolg verdanken.“ Dann zeigt er wieder nach links: „Sie haben keinen Beitrag geleistet! Und ich finde, es ist eine Unverschämtheit, dass Sie noch die Stirn haben, hier eine berechtigte Demonstration derjenigen zu missbrauchen, die gearbeitet haben, die es jetzt auch noch tun, die belastet sind.“ Dann zeigt er noch mal nach links: „Ihre Arbeit hat keinen Beitrag geleistet.“
Berliner Zeitung 24.6.2022

Heidemarie Heim | Mi., 21. Dezember 2022 - 15:17

Antwort auf von Peter Sommerhalder

Sehr geehrte Herren Page und Sommerhalder! Der Hinterfrager wie Sie sagen ist erstens mal so beliebt wie der frühere Klassenstreber und heutzutage inkompatibel mit dem, was man unter betreutem Denken versteht sowie darüber hinaus eine Genmutation;) des leicht handhabbaren Untertanen, der oft auch als wenig kämpferisches Gewohnheitstier die Wahlkabine aufsucht.
Und sollte er deutsch wie er ist einfach penetrant weiter machen mit seiner Hinterfragerei, so kennt bzw. greift man zum allseits bekannten wie probaten Mittel der Keule mit dem N davor, und schon ist Schweigen im Walde.
Zaghaft moralischer Ungehorsam oder Zwiespältigkeit findet noch da statt, wo man des Deutschen liebsten Ballsport betreibt. Wobei man beim falschen Nachbarn das WM-Spektakel besser mit leise eingestellten Ton verfolgte;)
Also so rätselhaft scheint mir dies alles nicht.
PS: Das neue Layout kommt meiner Sehschwäche entgegen liebe Redaktion;)! Ihnen allen einigermaßen stressfreie Feiertage bei bester Gesundheit! LG

Bernhard Marquardt | Mi., 21. Dezember 2022 - 17:50

Antwort auf von Peter Sommerhalder

Wer ernsthaft hinterfragt, wird entweder verleumdet, oder wenn das mangels jeglicher Argumente und Fakten nicht gelingen mag. Oder, sehr beliebt, er wird totgeschwiegen.
Die „Hinterfrage“ landet einfach unbeantwortet in der großen, tiefen, runden Ablage.

Christoph Kuhlmann | Di., 20. Dezember 2022 - 19:10

Der Linksdrall vieler Medien in der Merkel Zeit hat zum Auflagenschwund geführt.
Da ist halt erheblich einfacher, die Regierungsinfo unhinterfragt zu übernehmen als aus einer Kakofonie von Expertenmeinungen, die zwei, drei von hoher Glaubwürdigkeit herauszufinden, die im Gegensatz zur Regierungspolitik stehen. Angesichts von 40 000 insolventen Einzelhändlern, einem Kahlschlag in der Kulturbranche und schweren Schäden in der Industrie, ist da sicher einiges aufzuarbeiten. Wie viel Existenzen sind überhaupt durch die Lockdowns vernichtet worden? Doch vergessen wir bitte nicht, dass sich alle beteiligten Akteure im Zustand der Überforderung befanden. Man war froh, wenn es in den föderalen Strukturen Deutschlands gelang, eine Zeitlang eine halbwegs einheitliche Linie zu finden, sodass sich die Einzelmaßnahmen nicht gegenseitig wirkungslos machten. Da die Wirtschaft in der Regierung kaum noch vertreten war, fielen diese Interessen weitgehend unter den Tisch.

Ronald Lehmann | Di., 20. Dezember 2022 - 19:16

Es gibt bei den Medien kein Gegenüber/Ausgleich von Meinungen & Fakten.
Alles stramm in eine Richtung (die die Macht bestimmt) ausgebüstet

Gegenläufige Argumentationen, Zahlen/Fakten, Wahrnehmungen &&&

FEHLANZEIGE

Und dann ständiges Widerkauen mit Drohung der Moral-Keule, bis es der letzte eingesehen hat

Widerstand zwecklos, wenn du ......

Erst wenn die Haupt-Medien auf die vertretenen Parteien im BT aufgeteilt werden
& erst
wenn Macht (egal welche Flagge) anfängt, Fragen & andere Ansichten/Einstellungen/Wahrnehmungen auszuhalten,
erst dann sollte man die Wörter Demokratie, Gerechtigkeit, Ausgeglichenheit in den Mund nehmen können.

Und Medien wurden NIE abgeschaltet, sondern von der MACHT

VEREINNAHMT
bis ins kleinste Detail.

Beispiel:
Bekanntgabe 5 Minuten VOR Einsturz des WTC 5 durch Fernseh-Sender FOX der Einsturz des WTC 5
oder .....
& der mysteriöse Tod des Journalisten Udo Kofotte

Heidemarie Heim | Di., 20. Dezember 2022 - 19:21

Auf diese zögerlichen Mea culpa-Eingeständnisse kann ich als gut informierte Cicero-Leserin/ Mitglied eines meinungsstarken u. weitgehend unzensierten Forums frohen Mutes verzichten geehrter Herr Hanselle;-)?!
Kungelei? Ach was, so denkt doch nur der antimediale Verschwörungs-Fuzzi! Und Ihre sogenannte Hybris, über die Sie klagen nennt sich "neupressedeutsch" Haltung in allen Lebenslagen;). Und hätten Sie und Ihre Cicero- Kollegen so fleißig wie manch andere Journalisten dieselbige konform an den Tag gelegt, wären Sie vielleicht in die engere Auswahl für den "Pool der Regierungs-Verlautbarer" gekommen. Wo wir dabei sind, ich fand gerade Seiberts Fähigkeiten beim Verkünden von Merkel- Botschaften und wahrheitsgemäßen Antworten bei den PKs oft suboptimal. Man sah ihm die Beschwernis geradezu an das Geschwurbel seiner Chefin u. Anderer verständlich zu übersetzen u. zu erklären;) Und außerdem, um zum erlauchten Kreis der o. g. zu gehören, müssten Sie erst mal "abschreiben" erlernen;)!LG

Hans Jürgen Wienroth | Di., 20. Dezember 2022 - 19:22

Mir fällt da als naheliegendes Ereignis die Festnahme der Reichsbürger unter medialer Beteiligung ausgewählter Journalisten ein. Wie ist es da mit der vom Verfassungsgericht geforderten „Ausgewogenheit“?

Dorothee Sehrt-Irrek | Di., 20. Dezember 2022 - 20:09

Handlungsspielraum für Regierungen?
Ich kann nicht beurteilen, inwieweit der überdehnt wurde.
Ich war lediglich sehr bestimmt darin, der Regierung Bezüglichkeiten von Verfassungsrang in dieser Krise zu ändern, abzusprechen.
Auch in der Konfrontation mit evtl. angedeutetem ""göttlichen Sprechen"".
Das war deshalb kein Kunststück, weil das Göttliche und "Inkompetenz" eher zwei verschiedene Sachen sind.
Dabei hätte niemand den Regierenden vorgeworfen, etwas noch nicht zu wissen, aber die eigene "Unzulänglichkeit" durfte nur nicht gefährdet werden?
Ich befürchte allerdings nach wie vor, dass von Zuarbeitern jede Regung und Äußerung von Frau Merkel nach allen Seiten hin abgeklopft oder abgesichert wurde.
Ich tippe also, dass man viele "Schuldige" finden wird, nur nie Frau Merkel und wenn sie sich abends auf den vergangenen Morgen hin selbst widerspricht.
Eigentlich bitte ich nur darum, politisch verantwortlich zu handeln und sich Kritik jederzeit zu stellen.
Man kann nicht belangt werden!

Ich habe dazu einen anderen Gedanken, denn Krisen haben für Regierende auch große Vorteile, man sieht das aktuell eindrucksvoll an der Ukrainekrise. Da wird massives Staatsversagen auf ganzer Linie lapidar damit begründet, es wäre allein Putin schuld.

So eine Krise kann von den Regierenden auch dazu genutzt werden gewisse Schritte wie z.B. die nachhaltige Einschränkung der Freiheitsrechte durch die Krisenhintertür zu installieren. Dies ist im Falle von Corona genau so geschehen.

Die angebliche Gefahr von rechts ist auch eine solche Krise, wenn auch keine Reelle. Hier wird eine angebliche Gefahr dazu genutzt unliebsame Konkurrenten aus dem Weg zu schaffen, die eigene Machtbasis auszubauen und dann, mit der neu erlangten (All-)Macht, die Demokratie im Namen der angeblichen Demokratierettung, auszuhebeln.

Sobald es an Transparenz mangelt, muß man davon ausgehen, daß die Motive der Handelnden nicht im Sinne des Souveräns sind. Und es mangelt überall an Transparenz!

Corona ebbt ab und Frau Merkel ist nicht mehr Kanzlerin.
Für ein so hohes Amt wie das des Bundespräsidenten reicht evtl. ihre Kraft nicht mehr, dies in der Öffentlichkeit durchzustehen.
Da trifft man doch viel auf Menschen?
Jedenfalls lernen viele Menschen wieder selbst zu laufen, auch ohne "Mutti":)
Mit Herrn Scholz und Herrn Steinmeier, auch all den sich "Erholenden" erwarte ich einen transparenten und angemessenen Umgang mit z.B. den verhafteten Reichsbürgern.
Wir leben in einem Rechtsstaat, WIR ALLE.
Davon gehe ich aus.

Alexander Brand | Mi., 21. Dezember 2022 - 20:44

Antwort auf von Dorothee Sehrt-Irrek

leider teile ich Ihre Zuversicht nicht. Herr Steinmeier ist Gift für dieses Land, er ist ein Spalter und ein Heuchler, der ewige Zweite, er taugt nichts.

Merkel? Weiß nicht, die wird schon was finden, am Ende ist die leider noch nicht, evtl. „Beraterin“ von Uschi, frei nach dem Motto: wie zerstöre ich Europa?

Und Herr Scholz, naja, zu dem fällt mir wenig ein, er ist ein korruptes und vergeßliches Nichts.

Es wird nicht besser, mit Rot/Grün niemals, dafür haben die Grünen zu große Probleme mit Demokratie und Freiheit und bei der Kühnert, Esken, Faeser SPD sieht es nicht viel besser aus. Es regiert der Pöbel, das geht nie gut.

Sorry, aber es geht bergab, sehr schnell und das, was uns alle erwartet, ist böse.

Wolfgang Z. Keller | Di., 20. Dezember 2022 - 20:14

... "Ihr Statement les´ ich wohl, allein, mir fehlt der Glaube!" möchte ich da abgewandelt zitieren. Zumal in eben diesem Newsletter die Medien-Analyse dieses Mainzer Instituts in Sachen Ukraine-Krieg seziert wird.
Meine Erklärung für dieses "Einheitsphänomen" u.a.: da infolge der massiv eingebrochenen Gewinnmargen durch die ungeheuren Anzeigenverluste im Zeitungsgewerbe die früheren Redaktionsstäbe ebenfalls massiv ausgedünnt wurden, kommt sehr und viel zu vieles von den Presseagenturen, die als potente Themenlieferanten Hochkonjunktur haben. Da reicht theoretisch schon je ein Journalistender (gender!) von dpa und Reuters bei Kanzlers, natürlich Abgesandte von ARD, ZDF und RTL nicht zu vergessen ...
Vom Cicero sehe ich dagegen immer wieder das Bemühen um auch widersprüchliche Standpunkte, und die Foristenden dürfen sich meinem Anschein nach auch weitgehend frei äussern. So wird da wenigstens der ein oder andere Schuh draus, mit dem man/frau zu einem eigenen Standpunkt kommen könnte.

Jens Böhme | Di., 20. Dezember 2022 - 21:39

Langweilige Grippe produziert keine Schlagzeilen. Covid19 mit Fotos von heulenden Krankenschwestern und angeblich todsicheren Todesviren - Journalistenherz, was braucht man noch, um den Weltuntergang medial zu begleiten und aufzupumpen.

Dorothee Sehrt-Irrek | Sa., 24. Dezember 2022 - 11:02

Antwort auf von Jens Böhme

mir gegenüber einmal Corona als "Bullshit", leider vertieften wir dieses Gespräch nicht.
Öffentlich "durfte" evtl. in diese Richtung bei "Verdammnis" nicht gesprochen werden und auf für mich seitwärts liegende Medien gehe ich nicht gerne.
Also stellte ich mir mein Programm selbst zusammen und meinen Stundenplan.
Ich kam aber aus dem Spagat "das Ende der Menschheit" / "Bullshit" nicht heraus, weil ich auch politisch und nicht nur medizinisch denke.
Alleine die Horrorszenarien und Rettungsmargen, die "an die Wand gemalt wurden" , liessen m.E. keine suchenden Diskurs zu.
Jede/r Tote machte Abwägende überspitzt zu "Mördern".
Das hat sowohl mit den heutigen Möglichkeiten der Wissenschaft, noch der Lebensweise vieler Menschen wenig zutun.
Heilbringen durch völlige Isolation stand hoch im Kurs, debattiert wurden autoritäre Strukturen wie in China, unabhängig von sonstigen Unterschieden?
Wer Angst hatte, hatte Recht und mußte geschützt werden, auch gegen alle anderen?
Merkel war keine "Göttin"

Albert Schultheis | Mi., 21. Dezember 2022 - 00:04

Ungeheuerlich, was da salami-scheibchenweise ans Tageslicht kommt! Und doch überrascht es nicht. Um es ganz lapidar zu sagen: diejenigen, die damals "Lügenpresse" gerufen haben, die trafen den Nagel auf den Kopf! Denn eine Presse, Medien, die sich mit den Herrschenden (und wie anders sollte man sie nennen, angesichts der verfügten Repressionen) gemein machen, die sich die unabhängige Berichterstattung von den Regierenden in die Feder diktieren lassen, sie sind obsolet, sie sind nicht reformierbar, die können ab in die Tonne. "... an der Zeit, sich ehrlich zu machen; verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen" - Nein, so wie dieses Gesindel ihren Berufsstand verraten hat, Herr Hanselle, angesichts der Wunden, die die uns geschlagen haben, des Schadens, den die angerichtet haben - nichts weniger als die Spaltung der Gesellschaft! - sind diese Leute in den Berufen des Journalismus nicht mehr verwendbar. Sie verfügen ganz einfach nicht über die dazu notwendige Aufrichtigkeit und Integrität.

daran denkt doch kein Aas ernsthaft - weder ein Politiker dieser Regierungsbank noch ein Journalist oder Herausgeber der MSM. Der Kanzler müsste ja zuallererst sich selbst anzeigen wegen Korruption. Und was die ÖRR angeht, da hat der Lump Buhrow klare Kante gezeigt und gesagt, wo der Hammer hängt. "Mea culpa?" - Nein, es geht nicht nur so weiter wie zuvor, mit den neuen Stasi-Gesetzen von Faeser, Buschmann und Haldewang soll endlich Schluss gemacht werden mit Rechts, dh die AfD, die einzige Opposition im Bundestag, soll rausgeworfen, in die Illegalität ausgegrenzt werden. Nein, die Karre steckt bereits viel zu tief im Dreck, als dass ein "Ehrlichmachen" oder "Vertrauen zurückgewinnen" noch eine reale Option wäre. Eigentlich wollen die mit aller Macht verhindern, dass der deutsche Souverän überhaupt noch einmal in freier und geheimer Wahl die Stimme erhebt. Siehe Wahlbetrugsverfahren von Berlin. Die werden das zu verhindern wissen, denn denen geht's um Kopf und Ar***.

Inana | Mi., 21. Dezember 2022 - 00:04

Die nächste Krise ist doch mit der Ukraine-Krise schon da. Und es sind sogar schon die Forschungsergebnisse - dass die Presse einseitig berichtet, die Grenze zum Aktivismus überschreitet, Andersdenkende in die Igitt-Ecke kickt und den Mächtigen hinterherläuft, ist wieder genau gleich.
Darum sollten wir uns vermnutlich mit was ganz anderem ehrlich machen. Die Presse ist kein Kontrolleur der Mächtigen, sondern ist die neue Kirche. Sie supportet die Politik mit moralisierenden Geschichten.
Was die Presse natürlich nicht hören will. Aber sie ist real eben einfach "Kulturindustrie".

Monique Brodka | Mi., 21. Dezember 2022 - 06:14

Das am meisten Beunruhigende ist, dass dieses Phänomen kein deutsches ist sondern ein globales.

Alexander Brand | Mi., 21. Dezember 2022 - 07:54

bereits vermutet hat. Und er bestätigt die unsägliche Symbiose zwischen der Linkspolitik und der mehrheitlich gleichgeschalteten Linksmedien um den ÖRR zum Nachteil der Neutralität, der Freiheit und der Demokratie.

Das ist ein unglaublicher Skandal, denn die Demokratie wird damit ausgehebelt, aber auch das ist leider keine neue Erkenntnis! Es bahnt sich innerhalb von 100 Jahren die dritte linke Diktatur auf deutschem Boden an.

Der nächste Schritt der sich schon deutlich abzeichnet, ist das Verbot der letzten wirklichen Oppositionspartei. Die regierenden Linksfaschisten arbeiten mit Hilfe der linksgrünen Medien an der Demontage der AfD, gestern in einem ntv-Interview mit K. Göring-Eckart wurde das eindeutig. Die AfD ist die letzte Hoffnung für die Deutschen und die Demokratie und Freiheit in diesem Land, sie gefährdet damit das Programm der Linksfaschisten. Aus diesem Grund MUSS sie verboten werden und da auch die Justiz dank Merkel gleichgeschaltet ist, wird es dazu auch kommen.

Detlev Bargatzky | Mi., 21. Dezember 2022 - 08:24

... wie einfach es für einen Göbbels war, die absolute Pressehoheit durch Gleichschaltung im 3. Reich zu erlangen.

Und es lässt sich erahnen, dass in vielen Medien eigentlich gar kein Zwang erforderlich war.

Dafür war es vielen Medienhäusern wichtig, nach Kriegsende als "Gezwungene" höchstens aber als "Mitläufer" eingestuft zu werden.

Mindestens einer der "Helden" dieser Zeit, Hugenberg, hat Jahrzehnte vor deutschen Gerichten gekämpft, nicht mehr den Makel des "Kriegsverbrechers" (verurteilt in den Nürnberger Prozessen) tragen zu müssen und sich endlich das Attribut "Mitläufer" erstritten.
Die mit dem Urteil der Nürnberger Richter verbundene Enteignung wurde (entschieden durch den BGH) jedoch nicht rückgängig gemacht.

Chris Groll | Mi., 21. Dezember 2022 - 09:35

Es begann doch alles mit der größten Kanzlerin aller Zeiten. Ein großer Teil der Medien ließ sich gerne und freiwillig gleichschalten.
Nach eigenen Aussagen ist der größte Teil der angeblichen "Journalisten" entweder selbst in einer der linksgrünen Parteien oder er liebäugelt damit. Da kann man keinen objektiven Journalismus à la Hans-Joachim Friedrichs erwarten.
Frau Merkel hat ein ganzes Land zugrunde gerichtet mit ihrem gleichgeschalteten Sozialismus. Sie hat mein einst so liebenswertes Land zerstört. Alleine hat sie das allerdings nicht geschafft. Da brauchte sie die Medien, die NGO's, die Kirchen und vor allen Dngen die willigen Wähler.

Karl-Heinz Weiß | Mi., 21. Dezember 2022 - 11:11

Jetzt hoffe ich inständig, dass die Leitung des Ringier-Verlags bis zum Verkauf des CICERO 2016 nicht in vergleichbarer Weise Anweisungen erteilt hat. 2015, bei der Hofberichterstattung vieler Medien, hatte ich allerdings keinen derartigen Eindruck.

Ernst-Günther Konrad | Mi., 21. Dezember 2022 - 15:18

Seibert und seine Vertreter haben die BPK zu dem gemacht, was sie heute noch ist. Eine mediale Anweisungsempfangsversammlung. Die Medien waren schon immer auf dem absteigenden Ast, weil das Internet und private Anbieter ihre Anteile stetig ausbauten. Was bot sich also für die schreibende, wie die sendenden Medien besseres an , als sich mit Werbekampagnen und woker Berichterstattung zur eigenen politischen Kraft hochzuschreiben und gar härtere Maßnahmen zu fordern. (Thilo Koch das beste Beispiel) Kritiker wie Reitschuster, die zu Anfang noch dort sein durften wurden aussortiert, weil er das tat, was alle hätten tun müssen. Hinterfragen und Erklärungen abverlangen, auf Widersprüche hinweisen und gerade bei den Maßnahmen die Sinnhaftigkeit in Frage stellen. Solange diese Medien noch von den Parteien und gar der Regierung "bezahlt" werden, haben die keinen Grund dazu, sich selbst zu kritisieren. Das machen inzwischen viele Kollegen von ihnen in den stetig wachsenden alternativen Medien.

Michael Häßler | Mi., 21. Dezember 2022 - 20:50

Als angestellter Journalist hatte ich genau zwei Möglichkeiten. Die erste kam für mich nicht in Frage und die zweite muss man sich finanziell leisten können.

Martin Beckmann | Do., 22. Dezember 2022 - 11:06

Der alternative Adventskalender - Motto: Wir werden nie vergeben oder vergessen. Zur Erinnerung und Warnung:
Karl Lauterbach, z.Z. noch SPD-Minister
zum 22.Dezember 2022

(Es geht) „darum, weshalb eine Minderheit der Gesellschaft eine nebenwirkungsfreie Impfung nicht will, obwohl sie gratis ist und ihr Leben und das vieler anderer retten kann.“
https://twitter.com/karl_lauterbach/status/1426323236019650564