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Wie lange wird die Geduld der Bevölkerung noch halten? / Sebastian König

Krise der Republik - Angst vor der Freiheit

Wie viel Angst verträgt die offene Gesellschaft? Nicht erst die aktuelle Corona-Krise zeigt, dass wir Gefahr laufen, an dem Ast zu sägen, auf dem wir sitzen. Ein Plädoyer für mehr innere wie äußere Freiheit.

Autoreninfo

Ralf Hanselle ist stellvertretender Chefredakteur von Cicero.

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Ralf Hanselle / Antje Berghäuser

Man könnte diese Geschichte auch von der anderen Seite aus erzählen. Rechts wäre dann links, und links wäre rechts. Und die Allee dazwischen wäre kein Graben, sondern einfach nur eine Straße, gesäumt von alten Kastanien. 

Es ist der 1. Mai 2021. In der Innenstadt von Weimar haben sich an diesem ersten warmen Frühlingstag Hunderte Menschen versammelt, um gegen die Corona-Politik der Regierung zu demonstrieren. Kritiker der Maßnahmen, Menschen, die man in den zurückliegenden Monaten „Querdenker“ zu nennen gelernt hat, haben zu einer Kundgebung in der Nähe der gutbürgerlichen Carl-August-Allee aufgerufen. Die Stadtverwaltung hat die Demo verboten. Die Veranstalter haben geklagt, doch die Gerichte haben das Verbot bestätigt. Das übliche Katz-und-Maus-Spiel. Routine im zweiten Jahr einer Republik, der im Zuge der Pandemie immer mehr die Nerven durchzugehen drohen.

Am Ende sind dennoch einige Hundert Menschen in die Klassikstadt an der Ilm gekommen. Vielleicht sind es Tausend. Diese Zahl zumindest wird am Abend von der Polizei bestätigt. Bevor sie sich zum Pulk und schließlich zum großen Schwarm verdichten, hocken viele um ein paar Blumenbeete vorm Hauptbahnhof herum und warten Kranichen gleich auf irgendein Zeichen. Wenige Hundert Meter die Straße herauf kommt es währenddessen zu ersten kleineren Rangeleien: Jenseits der Carl-August-Allee haben sich jüngere Anhänger der Antifa gegen die Demonstranten in Stellung gebracht. Auch das gehört längst zur Routine dazu.

Wer will schon ein Nazi sein?

Wer an diesem Tag in der Mehrheit ist, ist eigentlich egal. Denn wie schon gesagt, man könnte diese Geschichte auch von der anderen Seite aus erzählen. Also vom Jenseits ins Diesseits. Wie einfach das wäre, beweist ein Zwischenfall am Nachmittag: „Nazis raus!“, ertönt es plötzlich von drüben. Und „Nazis raus!“ heißt es auch hüben. Die Gegendemonstranten grölen, die Demonstranten grölen zurück. „Freiheit, keine Diktatur!“ Dieselben Parolen hier wie da. Wer möchte schon ein Nazi sein? Ein junger Schlacks jedenfalls mit verschlissener OP-Maske und schwarzem Hoodie über der Brust schaut desorientiert über die Straße rüber. 

In sein Blickfeld gerät dabei eine kleine Frau von Anfang 50. Auch sie stimmt in den Chor mit ein: „Nazis raus!“ Dann hält sie inne und fährt sich mit der Hand durch die kurz geschnittenen blonden Haare. Ihre Tochter, sagt sie, stünde drüben auf der anderen Seite. Sie lacht. Ein Lachen, das zu schnell aus der Kehle herausgehuscht kommt, als dass es wirklich zu überzeugen wüsste. „Da drüben“, sagt sie, während ihr Finger zu dem roten Pavillon auf der anderen Straßenseite zeigt. Um den haben sich ein paar Jungspunde der Antifa versammelt. Empört, aber letztlich gelangweilt stehen sie sich ihre schwarz-beschuhten Füße in den Bauch. Die kleine Frau, nennen wir sie Dagmar, scheint es noch nicht ganz fassen zu können: „In den kommenden Wochen zieht sie aus.“ 

Bin ich denn der einzige?

Dabei war doch Dagmar sonst auch immer auf der anderen Seite: Antirassismus, Antiatomkraft. Ganz wie die Tochter. Jetzt aber – Anti-Corona. Sie habe irgendwann zu zweifeln begonnen. Die Zahlen. Die Kollateralschäden. Zu viel gelesen, zu wenig geglaubt. Und das, obwohl sie doch selbst im Gesundheitswesen arbeite. Dagmar erzählt das, als müsste sie es doch besser wissen. Vielleicht, wenn sie sich etwas Mühe gäbe? Nein, die Frau mit der dunklen Jeans ist da unbeirrbar. Da ist was, sagt sie, das stimme halt nicht. Und das habe sie hierher auf die Straße getrieben – zu denen, die von jenen am Pavillon als Nazis beschimpft werden. Verschworen, verschwurbelt oder schlichtweg Faschisten. Bei der Arbeit, sagt Dagmar, könne sie kaum noch darüber reden. Und für die Tochter stehe sie jetzt halt irgendwo rechts. 

Sie erzählt das so nüchtern, als wäre es nur eine irre Geschichte. Eine Randspalte aus der Zeitung oder eine Episode aus einem Roman: „Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich (…) zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt.“ Doch immer mehr Menschen scheinen sich auf diese Art verändert zu haben. Manche erkennen sich selbst nicht mehr wieder, andere zweifeln an der Gesellschaft, wieder andere gar an der Demokratie als Ganzes. Dagmar sagt, bei ihr habe das mit den Grundrechtseinschränkungen begonnen. Da sei irgendwas ins Rutschen geraten. 

Mit diesem Gefühl steht sie nicht alleine. Eine Studie der Universität Bielefeld mit dem Titel „Freiheit(en) in unsicheren Zeiten“ hat bereits für den Beginn der Corona-Krise herausgefunden, dass sich immerhin 38 Prozent der Befragten damals stark oder sehr stark von den Grundrechtseinschränkungen betroffen sahen. Am häufigsten wurde dabei auf die Versammlungsfreiheit oder auf die freie Entfaltung der Persönlichkeit verwiesen. Gut ein Viertel der Befragten gab aber auch an, sich durch die Maßnahmen in der in Artikel 1 des Grundgesetzes zugesicherten Würde verletzt zu sehen. Hieß es nicht einst, die sei im Kern unantastbar?

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Urban Will | So, 30. Mai 2021 - 10:28

Sehr guter Artikel, Herr Hanselle.
Sehr interessant und wohl schon im Fadenkreuz derjenigen Menschen – ob hier im Forum oder außerhalb – die obigen Schlagworten genügen, ohne dies unbedingt zu merken:
Es sind die heute so geschimpften und verschmähten „Rechten“, die sich für unsere Verfassung und deren wichtigem Grundsatz, der Freiheit, einsetzen.

Der Zeitgeist tickt links – grün, das kann man als gesetzt so hinstellen.
Und genau dieser Zeitgeist scheint es nicht so zu haben mit der individuellen Freiheit, scheint dem gelenkten Bürger zugeneigt, wie man ihn sich im Sozialismus anzuzüchten versuchte. Dieser scheiterte letztendlich: am Streben nach Freiheit.

Dies kann nicht oft genug betont werden.
Und nun fängt man wieder an, sich diesen Bürger heran zu züchten. Mit der Angst einerseits und der Nazikeule für die Gegner und Zweifler, Kritiker und Diskutierer.
Da muss man dagegen halten, auch wenn man sich als „Nazi“ beschimpfen lassen muss.
Die Dummheit regiert nun mal mit.

dass es die Nazikeule gibt! Da kann man sich schon mal präventiv gegen folgende Kritik über die eigenen Sprüche wehren. Man denkt, redet und handelt wie ein Rechtsaussen, ist aber selbstverständlich keiner!

Das, natürlich nur nebenbei bemerkt, von jemandem, der in einem anderen Thread gerade mal wieder als Computerprogramm identifiziert wurde (gröl..).

Denn diffamieren tun natürlich immer nur die Anderen, besonders die Linken.

Wie sehr die "Rechten", wie von Ihnen behauptet, für "Freiheit" stehen, ist nicht nur auf Querdenkerdemos zu sehen, wo gegen Andersdenkende gehetzt u. Journalisten gar physisch attackiert werden.
Freiheit ist eben immer nur die Freiheit im Sinne der eigenen "Ideologie".

Was forderte jemand in diesem Forum? Diejenigen, die Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie verantworten, der "Verbrechen gegen das Volk" schuldig zu sprechen!

In Freud'scher Tradition: Manchmal ist ein Nazi einfach nur ein Nazi.

Durch die Blume und mit wenigen Worten anderen Dinge in die Schuhe zu schieben, die sie nicht gesagt haben. Und die Verteidigung der Freiheit dann noch schnell in der Abteilung „gewaltbereite Querdenker“ (die es zweifelsohne gibt, aber eben nicht nur) abgeladen und schon steht das Weltbild wieder.

Das hätte der dunkelhaarige, kleine „Vorzeige – Germane“ und Sportpalast – Schreier nicht besser hingekriegt.

Sie scheinen sich wirklich gerade sehr wohl zu fühlen. Ihr Kampf gg diejenigen, die sich für Freiheit einsetzen, unterstreicht dies.
Nun denn.
Ach ja:
In der Tat, manchmal ist ein Nazi einfach nur ein Nazi.

Und manchmal wird ein Freiheitsliebender einfach nur „Nazi“ genannt.
Und manchmal ist ein Sozialist einfach nur ein Sozialist.
Und manchmal versteckt sich ein Sozialist einfach nur hinter der Freiheit.
Rousseau: „Keine Unterwerfung ist so vollkommen sie die, die den Anschein von Freiheit wahrt. Damit lässt sich selbst der Wille gefangennehmen.“
Schönen Sonntag!

Außer Angst ist Differmierung ihr Hauptschlagargument gegen alles, was LINKS-GRÜN-SCHWARZ-ANSICHTEN widerspricht - DIFFERMIERUNG MIT WORTEN - Herr Lenz. Wunderschön & sichtbar erkennbar bei:

- CORONA-LEUGNER - entspricht nach WORT Menschen, die Viren leugnen, dadurch von den "WEISEN" zum Volltrottel degradiert werden

- VERSCHWÖRUNGSTHEORETIKER
(statt Analytiker/Fragender-NEIN-👎 Abwürgen/Unterbinden von Fragen, die die Obrigkeit & ihre Stellwärter demaskieren könnte!

- extremistischer (Steigerung 👎) Rechter = der, das Letzte vom Letzten, Brauner Anhänger Hitlers mit seinen Mio ermordeten Juden am Hals, Dummbacke, & nichts im Kopf, Hauptkeule der.....
& die gleiche Hauptkeule gegen die AFD, um sie nicht wählbar zu präsentieren, da sie als EINZIGE Partei Merkels Politik in Frage stellt!

= MORALISCH AN DIE WAND STELLEN & er......

Sicher haben sie auch die Bibel studiert:
Wir sollen alles gründlich Prüfen Thess 5.21
Wir sollen m. d. Bösartigkeit & Machtgier der H. rechnen Mk10. 42

Es ist erschütternd u. gleichzeitig symptomatisch, daß gebildete, rational und eigenständig denkende Menschen wie Herr Dr. Bengen u. z. B. auch Frau Kablitz in ihrer Verzweiflung über die Zustände keinen Sinn mehr darin sehen, weiter zu leben und zu kämpfen.
In Deutschland sind unsere Freiheitsrechte inzwischen nicht mehr nur gefährdet, sondern wir befinden uns bereits mitten im erbarmungslosen Gefecht gegen sie. Und ich fürchte, der Kampf wird nicht zugunsten der Rechte ausgehen; denn David (klein, klug) siegt nur deshalb in der Bibel über Goliath (massiv gerüstet), weil er Gott auf seiner Seite hat.
"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen" - dieses Motto der
Aufklärung wird heutzutage auf den Kopf gestellt, indem jeder, der dies tut, nämlich s e l b e r denken, zum Idioten bzw. gefährlichen Aufrührer erklärt wird.
Angst wird geschürt, um die Masse der Menschen gefügig zu machen.
Vergessen wir nie, was die Geschichte x-mal bewiesen hat: Rückschritt ist möglich!

"Bengen, der sich im Netz als Impfgegner zeigt, fabuliert in seinem aktuellen Video 'Deutscher Hilferuf! An D. Trump, V. Putin, die Völker der Welt' davon, dass in den USA nach dem, so wörtlich, 'angeblichen Mord' an dem dunkelhäutigen George Floyd das Establishment versuche, einen Bürgerkrieg vom Zaun zu brechen, um Donald Trump zu stoppen – denn gegen den würde man eine Wahl verlieren.
Weitere Beispiele für Bengens Denkweise: Deutschland sei noch besetzt, das 'BRD-Regime' ein Verwaltungskonstrukt im Auftrag der alliierten Siegermächte. 'Wir müssen raus aus diesem System', sagt er. Dann würden sich allgemeiner Wohlstand und eine 'Heilung der Natur' einstellen."

https://www.hna.de/lokales/hofgeismar/trendelburg-ort43206/trendelburg-…

Sie können das "rational" nennen, wenn Sie wollen. Ich finde es jedenfalls ziemlich schäbig, den Selbstmord von Menschen für politische Zwecke zu instrumentalisieren.

Nein, Ihrem Link folgte ich nicht - funzte nicht - egal.
Statt dessen ein "Gegen-Link" - sagt man so?

https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Gesundheit/Todesu…

Herr Hügle, ich lebe bereits länger hier und bin noch knapp u 60!

Nein, diesen suizidalen Dr. B. kannte ich nicht.
Egal, was er angeblich kund tat, es interessiert mich nicht!
Immerhin nahm ich mir des SO die Zeit für die Suizidrate in 2020!
Knapp 10.000p.a.
Also etwa jede Stunde sagt jemand TSCHÖ!

Wissen Sie, ich habe zwei ICE´s mit "Personenschaden" erlebt.
STOPP!
Nein, das merkt man als "gepolsteter Insasse" nicht - nur der Zugführer!
SCHEI....!!!

"Sie können das "rational" nennen, wenn Sie wollen. Ich finde es jedenfalls ziemlich schäbig, den Selbstmord von Menschen für politische Zwecke zu instrumentalisieren."

Herr Hügle, ALLES wird instrumentalisiert - nicht wahr?

GLÜCKAUF!

Karl-Heinz Weiß | So, 30. Mai 2021 - 11:28

Bei der Diskussion verwundert mich ein Aspekt: von 16 Jahren Merkelscher Alternativlosigkeit ("Sie kennen mich“) wurden 14 weitgehend kritiklos ertragen. In dieser Zeit hat doch die Mehrheit der Bevölkerung den politischen Diskurs für entbehrlich gehalten. Wenn, dann wurde die Demokratie in dieser Zeit beschädigt, nicht während Corona.

Robert Friedrich | So, 30. Mai 2021 - 14:21

Ist dir der Begriff Freiheit unklar?
Dann Lenz Fragen und weiter sagen.
Mir fällt auf das von ihm alles erläutert werden kann.
Danke G.L. ich habe schon viel gelernt.

Bernhard Marquardt | So, 30. Mai 2021 - 14:42

Die Sehnsucht der Deutschen nach umfassender „Daseinsfürsorge“. „Betreuer“ regieren über die Betreuten. Der „Führungsanspruch“ der Grünen ist gespickt mit Zwangsregulierungen, Verboten, Einschränkungen zu Lasten persönlicher Entscheidungsgrade. Naive Ideologen und die neuen Jakobinern regieren in einer „gelenkten Demokratie“ über unmündige Bürger. Aufklärung und Eigenverantwortung des Individuums war gestern.
„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.
Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen."
(Immanuel Kant)
Unmündigkeit erübrigt eigene Entscheidungen und deren Konsequenzen.
„Wenn ihr Schiss habt vor der Freiheit, geht zurück in euren Stinkstall und lasst euch verwursten.“
(F. K. Waechter)

Bernd Muhlack | So, 30. Mai 2021 - 15:32

"Die Verwandlung"
Lektüre in der 10. Klasse.
Alles von Kafka ist mMn klasse - leider oft unvollendet. In jungen Jahren der Schwindsucht zum Opfer gefallen.

Oha, Herr Hanselle, da haben Sie sich aber mächtig ins Zeug gelegt. Hut ab!
Absolut lesenswert!

Gestern las ich bei WELT-online einen Artikel zu Corona-Lockerungen und den sinkenden Inzidenzen etc. Sehr viele -meist zustimmende- Postings.
Und dann dies: "Jetzt hat diese Leugnerbrut endlich ihr Ziel erreicht! usw. usf."
Ja wie jetzt?
Man konnte dies weder kommentieren noch "melden".
Der Kommentar war natürlich plötzlich weg und der User wurde gesperrt (kann man locker checken).

Soviel zur Debattenkultur von den "Guten".
Es ist müßig sich darüber aufzuregen - einfach ignorieren, "aussitzen!"

Angst oder Freiheit?
Wer keine Angst hat, kennt, kann auch nicht den Mut zur Freiheit aufbringen!

Ich ende mit Hans Albers: Große Freiheit Nr. 7
" ...wenn der Sturmwind sein Lied singt, dann winkt mir der großen Freiheit Glück!".
La Paloma!

"Es gibt ein öffentliches Narrativ, das als moralisch alternativlos dargestellt wird, und jeder, der dieses Narrativ infrage stellt oder sich ihm widersetzt, wird als menschenverachtender Rassist, Sexist oder Egoist diffamiert."
Das kommt nicht von ungefähr, sondern ist gezielt Scheibchen für Scheibchen klammheimlich eingeführt worden. Von wem? Es gibt ein öffentliches Narrativ, das als moralisch alternativlos dargestellt wird, und jeder, der dieses Narrativ infrage stellt oder sich ihm widersetzt, wird als menschenverachtender Rassist, Sexist oder Egoist diffamiert. Von welcher Gruppierung? Die Antwort bekommt man sofort, wenn man nach den "Aktivisten" sucht, die unser freiheitlich demokratisches verabscheuen und es zersetzen wollen! Es sind von langer Hand ideologisierte Gewalttäter: Gezüchtet zum Verprügeln, Terrorisieren und Einschüchtern der Bevölkerung (in Leipzig; Hamburg; Berlin; Frankfurt u.a. Städten zu erkennen am schwarzen Outfit und den roten Fahnen)! Linksfaschismus?

Wolfgang Schneider | So, 30. Mai 2021 - 15:36

Demonstrationen, die sich mit der Coronapolitik der Regierung befassen, werden einfach verboten. Unglaublich, dass sich inzwischen offenbar keiner mehr an solchen Verboten stört. Und die Gerichte bestätigen solche Verbote, die grundrechtlich geschützt sind, auf Zuruf. Nennt sich Rechtsstaat mit Gewaltenteilung.

Brigitte Miller | So, 30. Mai 2021 - 16:03

Und diejenigen, die sich für die Freiheit einsetzen, unter anderem die Querdenker, sind mittlerweile als "Nazis" einsortiert worden.
Man vergesse die Rolle der "vierten Gewalt" in diesen ganzen Veränderungen nicht.

Christopher Doemges | So, 30. Mai 2021 - 18:35

Es ist an der Zeit, dass sich die Corona-Pandemie so langsam in Wohlgefallen auflöst. Letztendlich ist es, wie bei jeder elenden Seuche (Pocken, Pest, Tuberkolose) auch in der Vergangenheit: Wenn Politik, Wirtschaft und Verbraucher sich darauf verständigen, dass eine krankheitsbedingte Einschränkung des ökonomischen Lebens ohne einen totalen Kollaps nicht mehr aufrecht zu erhalten ist, werden die panikartigen Lockdowns zurückgehen, ja, sich erübrigen. Menschen sterben immer. Es wird dann nur schlicht nicht mehr erhoben, woran genau. Abgesehen davon, dass mehr Menschen an Krebs oder Herzinfarkt sterben, als an Corona, kann eine dauerhafte Rückfuhr der ökonomischen Grundlage von so vielen, einfach nicht getragen werden - von keiner Gesellschaft. Fazit: Die Pandemie hat ihren Zenit überschritten. Es geht jetzt darum, das Leben der (Welt-)Bevölkerung wieder in normale, geordnete Bahnen zu lenken. Bleibt zu hoffen, dass von den positiven Effekten etwas hängenbleibt - Entschleunigung ...

Rob Schuberth | So, 30. Mai 2021 - 19:10

So ein - unnötig - entstandener Graben (am Bsp. Mutter zu Tochter) ist wohl entstanden da die Tochter sich einfach am - links-grünen- Zeitgeist orientiert, statt ihren Blick auf die Realität zu richten.

Ich gebe zu, auch mir war, bis es eintrat, nicht bekannt wie stark man legalerweise unsere GG-Rechte einschränken kann.

Aber jeder der will kann das recherchieren.
Da mangelt es nicht an Transparenz.

Es ist so wie es ist und es ist...legal.

Aufregen u. a. demonstrieren, alles i. O.
Sofern man sich dabei an die C-Regeln hält.

Mit hat der Artikel gut gefallen. Schöne Sichtweise.

Markus Michaelis | So, 30. Mai 2021 - 20:17

er trifft aus meiner Sicht sehr die gesellschaftliche Situation, die ich auch als große Diskursverweigerung empfinde. Jedenfalls bin ich fest davon überzeugt, dass wir keines unserer Probleme damit lösen, dass wir versuchen ganz fest gegen Rechts zusammenzustehen. Da liegen nicht die (oder nicht genug) Ursachen. "Ursachen" ist aber eigentlich schon das falsche Wort, weil es suggeriert, es gäbe ein klares "Richtig" und wir müssten erkennen und dagegen zusammenstehen, dass manche Dinge (in Bezug auf das Richtige) falsch laufen. Ein Gutteil der Wahrheit scheint mir dagegen eher darin zu liegen, dass das, was gut ist, auch freie Entscheidungen des Menschen sind, und in Zeiten des Umbruchs (Umbruch ist immer, aber heute mal wieder akkumuliert) denken die Menschen in verschiedene Richtungen, was eigentlich gut ist, was Ursache, was Wirkung, was überhaupt stattfindet, mit welchen Worten man es beschreiben sollte.

Norbert Heyer | So, 30. Mai 2021 - 23:17

Es ist bereits in meinem näheren Freundeskreis unmöglich geworden, jede -wirklich jede- Meinung und Aussage als das zu nehmen, was sie ist: Die angeblich staatlich verbriefte Meinungsfreiheit. Die Politik in Deutschland wurde durch Frau Merkel und sie stützende Parteifunktionäre Stück für Stück auf Alternativlosigkeit getrimmt. Gleichzeitig wurden Menschen, die anders dachten und dieses klar benannten, in eine unerträgliche Ecke gestellt. Das Recht auf freie Meinungsäußerung zählte nur für regierungsfreundliche Kopfnicker. Habe das Video gesehen, wo Frau Merkel sich mit Vertretern von verschiedenen Organisationen trifft, die für eine „gute Sache“ eintreten. Mich hat die bedingungslose Unterwürfigkeit und die von allen Teilnehmern vertretene Einheitsmeinung sehr erschreckt und nachdenklich gemacht. Ich gestehe jedem seine freie Meinung zu, aber hier geriet es zu einem Personenkult, den die Empfängerin wahrlich nicht verdient. Das hatte „Sportpalast-Niveau“ mit anderen Durchhalteparolen

Ernst-Günther Konrad | Mo, 31. Mai 2021 - 09:02

Ich kann mich Ihrem Artikel grundsätzlich anschließen. Für mich stellt sich die Frage, wieviel Angst hat die Politik vor ihren Bürgern?
Die zum Teil absurden Corona Auflagen und eben nicht wissenschaftlich fundierten und inzwischen in vielen Bereichen widerlegte Corona Hysterie zeigt auch Wirkung bei den Politikdarstellern. Immer mehr wird bekannt, dass sie zwar einen Panikplan hatten, der ihnen aber aus dem Ruder gelaufen ist, weil immer mehr Menschen, trotz Verbots auf die Straße gehen, sich in Internetauftritten öffnen, selber recherchieren und häufig mit den Zahlen der Behörden und eben dieser Politiker, diese selbst vorführen.
Es steht die Wahl in S-Anhalt an und dann vielleicht die BT-Wahl. Merkel will nochmal die B-Notbremse verlängern und Lauterbach übt sich in Corona Charming. Spahn gerät immer mehr unter Druck, Laschet schläft weiter und Schnatterinchen cancelt sich selber. Jugendliche machen Randale, fordern Freiheit, werden gewalttätig, was ich ablehne. Wer hat Angst?

Günter Johannsen | Di, 1. Juni 2021 - 19:22

sei mir eine Frage (an die Redaktion) erlaubt: warum liest man im Cicero keine Kolumne mehr von Herrn Alexander Kissler?
Die fehlen (mir jedenfalls) schon sehr, denn die sehr offen, klar und unverhohlen ehrlich?!