Bündnis 90/Die Grünen - Von denen soll die CDU lernen?

Der Höhenflug der Grünen könnte sie ins Bundeskanzleramt befördern. Ihr Erfolg liegt vor allem daran, dass sie weitgehend unbeirrt an ihrer Agenda festhalten. Von der CDU kann man dies hingegen nicht behaupten. Denn ausgerechnet die Konservativen verwechseln Beweglichkeit mit Beliebigkeit

buendnis-90-die-gruenen-cdu-konservativ
Annalena Baerbock und Robert Habeck feiern. Das hat Gründe / picture alliance

Autoreninfo

Dr. Hugo Müller-Vogg arbeitet als Publizist in Berlin. Der gebürtige Mannheimer war von 1988 bis 2001 Mitherausgeber der F.A.Z. Sein aktuelles Buch „Wolfgang Bosbach: Endspurt. Wie Politik tatsächlich ist – und wie sie sein sollte” ist im Herbst 2016 erschienen.

So erreichen Sie Hugo Müller-Vogg:

Hugo Müller-Vogg

Die Grünen kommen aus dem Feiern nicht heraus. Kürzlich begingen sie den 40. Jahrestag ihrer Gründung und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier lobte sie in so überschwänglichen Tönen, dass man fast meinen konnte, das Staatsoberhaupt wolle in drei Jahren als Kandidat der Grünen wiedergewählt werden. Ganz abgesehen von präsidialen und medialen Elogen: Niemand wird bestreiten, dass die Grünen „einen Lauf“ haben. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte könnten sie nach der nächsten Bundestagswahl die Wahl haben, ob sie in einer schwarz-grünen Regierung den Vizekanzler stellen oder in einer grün-rot-roten die Kanzler*in, um es gendergerecht zu formulieren. Selbst die Vorstellung, dass bei anhaltendem Klimahype die Grünen zur stärksten Partei aufsteigen, ist nicht völlig realitätsfern.

Die Grlünen sind heute in 14 Landtagen und 11 Landesregierungen vertreten und stellen im wirtschaftsstarken Baden-Württemberg seit acht Jahren den Regierungschef. Dieser Erfolg beruht zuallererst darauf, dass die einstige Anti-Parteienpartei sich im parlamentarischen Prozess recht bald gehäutet hat beziehungsweise sich vom „System“, das sie einst vehement bekämpfte, weichspülen ließ. Aus einer chaotischen Truppe, die lange die parlamentarische Demokratie als Schein-Demokratie verachtete und ein gespaltenes Verhältnis zur Gewalt als Mittel der Politik hatte, ist längst eine stinknormalen Partei geworden. Doppelspitzen als Führungsprinzip und ein paar verbliebene basisdemokratische Elemente können diesen Wandel nicht kaschieren.

Grüne als Nutznießer ihrer Sekundartugenden

Der Erfolg der Grünen beruht auf einer – auch wenn das komisch klingen mag – eher konservativen Haltung. Natürlich haben sich die Grünen in den vergangenen vier Jahrzehnten verändert; dennoch haben sie sich in hohem Maße als prinzipientreu erwiesen. An ihren umwelt- und klimapolitischen Überzeugungen hielten sie unbeirrt fest, ganz gleich, ob „Öko“ gerade der „heiße Scheiß“ der Republik war oder nicht. Unbeeindruckt haben sie auch die Fahnen des Feminismus und der Toleranz gegenüber Nicht-Heterosexuellen hochgehalten. Überdies konnte ihr Traum von einer multikulturellen Idylle nicht zerplatzen, weil sie als Menschen guten Willens bis heute nicht wahrhaben wollen, dass es objektive Hindernisse für die Integration von immer mehr Menschen in unsere Gesellschaft gibt. Nicht wenige Zuwanderer zeichnen sich durch Unwilligkeit oder Unfähigkeit aus, wenigstens den Versuch einer Integration in das Land ihrer Wahl zu versuchen.

Das unbeirrte Festhalten am Markenkern erklärt den aktuellen Höhenflug der Grünen. Weil die Deutschen, ähnlich wie nach Tschernobyl und Fukushima, derzeit von einer Klimahysterie erfasst sind, weil es in immer mehr Kreisen zum guten Ton gehört, das Geschlecht, genauer: das weibliche Geschlecht, zum wichtigsten Kriterium für Personalentscheidungen jedweder Art zu machen, und weil die Grünen es dank tatkräftiger medialer Unterstützung geschafft haben, dass Kritiker völlig offener Grenzen schnell zu Rassisten oder Nazis erklärt werden dürfen beziehungsweise müssen, erntet die Partei heute die Prinzipien-Dividende. Die Grünen als Nutznießer ihrer Sekundärtugenden! Wer hätte sich das jemals träumen lassen?

Nachahmung ist höchste Anerkennung

Natürlich ist es völlig offen, ob der grüne Höhenflug nicht im Fall einer schweren Rezession oder gefährlicher außenpolitischer Zuspitzungen mit einer unsanften Landung enden könnte. Nämlich dann, wenn das Gebot der Stunde wieder „Jobs, Jobs, Jobs“ hieße und nicht mehr „Klima, Gender, Multikulti.“ Aber ein solches Auf und Ab haben die Grünen auch schon in der Vergangenheit erlebt. Dennoch haben sie sich von ihren Abstürzen stets erholt – mit insgesamt ansteigender Tendenz.

In ihren Gründerjahren war die Union aus grüner Sicht die Verkörperung allen Übels – neben dem ausbeuterischen Kapitalismus und dem US-Imperialismus. Inzwischen sind die Schwarzen den Ökos recht grün. Schließlich ist die CDU unter Angela Merkel auf die Zeitgeistspur abgebogen, hat sich erst sozialdemokratisiert und ist dann immer mehr ergrünt – eher aus Opportunismus denn aus innerem Antrieb. Auch die CSU macht unter Markus Söder den Eindruck, unbedingt als die besseren Grünen gelten zu wollen. Wobei sich die alte Regel bestätigt, dass der Nachahmer den stärkt, den er zu imitieren versucht. Schließlich ist Nachahmung die höchste Form der Anerkennung.

Ja, die Grünen haben in den vergangenen vier Jahrzehnten die Gesellschaft verändert, so wie die Gesellschaft die Grünen verändert hat. Aber die Grünen sind aus all diesen Veränderungen gestärkt hervorgegangen, weil sie nach anfänglichen Irrungen und Wirrungen sich nach einem Kompass ausgerichtet haben – und zwar nach ihrem eigenen. So können die Grünen heute spotten, ihr potentieller Koalitionspartner im Bund, die CDU/CSU, leide daran, nicht mehr zu wissen, wofür sie stehe. Das trifft pauschal so nicht zu. Richtig aber ist, dass die Union in der Merkel-Ära Beweglichkeit zunehmend mit Beliebigkeit verwechselt hat. Was Standfestigkeit angeht, sind die Grünen der Kohl-CDU näher als der CDU von heute.

Herbert Koch | Mo, 27. Januar 2020 - 16:47

wenngleich vielfach gerügt ob seiner Äußerungen zu Trumps Auftritt in Davos hat Robert Habeck sich beim Klinkenputzen bei unseren amerikanischen Verbündeten doch nicht so dumm angestellt. Ob die Herrschaften ihn nun empfangen oder nicht, ist Banane.
Duckmäuser gibt es hüben und drüben bereits genug.
Es ist wichtig, Flagge zu zeigen - und zwar die des gesunden Menschenverstandes.
Man muß nicht Anhänger der Grünen sein, um das anzuerkennen.

Sie wissen wahrscheinlich, dass dies auf Englisch " common sense " heißt. Die Grünen beweisen täglich, dass " common sense not very common" ist. Ganz besonders nicht im hochbezahlten und meist auf Lebenszeit gut versorgten Wellness-Resort der politischen Klasse. Zu Habeck : die Rede von Trump kann und sollte kritisch zerpflückt werden, was andernorts auch geschehen ist. Habecks emotionale und moralisierende Reaktion gegen den amerikanischen Präsidenten war das Desaster. Habeck ist der Gegner, weil er der Feind des gesunden Menschenverstandes ist.

Michaela Diederichs | Mo, 27. Januar 2020 - 16:52

Und genau darum müssen sie aus meiner Sicht den/die Kanzler*in stellen. Die CDU/CSU muss platt gemacht werden, sonst besinnen die sich nie. Da müssen wir dann alle halt durch. Im Übrigen kann der/die Wähler*in sich ja auch für die FDP entscheiden, damit eine Koalition mit hell- und dunkelgrün nicht allzu abgefahren daherkommt.

Gerhard Lenz | Mo, 27. Januar 2020 - 18:13

In reply to by Gast

...scheint es doch sehr fraglich, ob die Partei in einer Regierung eine wesentliche Rolle spielen könnte.
Wobei ich gar nicht sicher bin, ob Herr Lindner seine Meinung revidiert hat, einer Regierung grundsätzlich nicht beizutreten, in der die Grünen vertreten sind.

Die Zeiten liberal-konservativer (Allein-)Regierungen dürften sicher zunächst vorbei sein - zumindest, bis eines Tages die AfD endlich wieder aus den Parlamenten verschwunden ist. Dann reicht es vielleicht wieder für bürgerliche Regierungen.

Die Grünen sind zweifellos die derzeit angesagteste Partei. Einige Medien dienen sich ihnen regelrecht als Groupies an. Diese Partei, die sich den Umwelt- und Klimaschutz auf die Fahnen geschrieben hat, gelangte in den späten 1990er-Jahren in Regierungsverantwortung auf Bundesebene.
Sie hätte bereits damals, als der Klimawandel längst da war, kraft ihres Amtes die Möglichkeit besessen, diesen aktiv zu gestalten, statt lediglich die Symptome zu beschreiben. Der Klimawandel ist erst seit dem Sommer 2018 so richtig in aller Munde. Was wäre wohl geschehen, wenn dieser Sommer nicht derart extrem trocken ausgefallen wäre? Für die Grünen war der Sommer 2018 wie Weihnachten und Ostern zugleich. Wenn es diesen Ausnahmesommer nicht gegeben hätte, hätte die Partei ihn erfinden müssen. Ohne, dass sie selbst viel dazutun mussten, gewannen die „Öko-Gurus“ viele neue Anhänger hinzu. Die Grünen haben den Dürresommer 2018 geschickt für ihre Zwecke ausgeschlachtet - das wars dann aber auch schon.

Manfred Sonntag | Mo, 27. Januar 2020 - 17:49

Super Beitrag! Kann mir bitte mal jemand sagen in welchem Bundesland mit grüner Regierungsbeteiligung sich die Bildung wesentlich verbessert hat? Berlin und Bremen sind es gewiss nicht. NRW Grün wurde wegen der Bildung abgewählt. Aber was will man von den Kindern verlangen, wenn von den Parteivorsitzenden Kobolde in den Batterien versteckt werden. Und zum Lernboykott werden unsere Jüngsten von denen auch noch aufgefordert. Das ist die Bildungsoffensive a`la KGE und Roth. Bei diesen Leistungen bin ich auf die Ergebnisse der Energiewende gespannt. Mathematik und Physik scheint jedenfalls nicht die große Stärke dieser Politiker zu sein. Ich vermute, wenn der Blackout eintritt, wird auch das Signal nicht auf GRÜN schalten.

https://www.youtube.com/watch?v=jm9h0MJ2swo
Leider nehmen sich die wenigsten Bürger die Zeit , sich über die Kosten und den Nutzen der Energiewende zu informieren . H.W. Sinn beschreibt sehr anschaulich die Folgen der eingeleiteten sogenannten Energiewende . Wie konnte nur CDU und SPD auf diese unsinnige Lösung hereinfallen , die der Steuerzahler und Stromverbraucher teuer zahlen muss . Als ich 2013 in Rente ging , da zahlte ich weniger als die Hälfte für den Strom , den ich für mein Haus benötige . Zu Recht werden CDU und SPD schon jetzt vom Wähler abgestraft , die Grünen werden " noch " mit Zustimmung belohnt , obwohl es sie waren , die die Regierung in diese Lösung drängten . Wenn in 2021 wieder Wahlen sind , dann kann sich die Stimmung für die Grünen schnell gedreht haben , wenn noch mehr Verbrauchern der Strom abgeschaltet wird , weil sie ihn nicht mehr bezahlen können .

Urban Will | Mo, 27. Januar 2020 - 18:12

ist eine einzige Lebenslüge.

Diese Partei ist eine – in der Tat sehr erfolgreiche – Gespenster – Partei. Ein Blendwerk.
Ich denke mal, dass nur ein Bruchteil der Grün – Wähler wirklich „grün“ lebt.

Wohlstandsnester, zugeparkt mit SUV's haben grüne Bürgermeister, in meiner Gegend kandidiert eine Lehrerin, die – das ist unredlich – auch ihre Schüler politisch beeinflusst, für diese Partei bei der Kreistagswahl kandidiert. Zum dem sie dann in ihrem SUV fährt...

Man könnte weitermachen.

Ja, die werden regieren und auch regieren müssen.

Ein Land bekommt die Politiker, die es verdient und wir Deutschen – Land der „Angst – Haber“ - rennen ihnen jetzt in großer Zahl in die Arme.

Die CDU braucht man derzeit so nötig wie die SPD.
Die Pole liegen woanders und da muss es hin.

Und das geht nur über nackte Fakten.
Also her mit „dem/der Kanzler*in...“

Und dann schauen wir uns das Land mal in ein paar Jahren an...

Lieber Herr Will, seit langem schon antworte ich, wenn es heißt "Seien wir doch
zufrieden mit Frau Merkel und ihrer Politik! Immerhin haben wir doch F r i e d e n", meinen Gesprächspartnern mit den Worten:
"Man kann ein Land auch im tiefsten Frieden total ruinieren."

Und genau d i e s dürfte "in ein paar Jahren" (niemand kann vorhersagen, wann der Tiefpunkt erreicht sein wird) in Deutschland der Fall sein.
Wir müssen nur auf den eingeschlagenen Wegen konsequent weitergehen.
Ein "grüne" Regierung baut mit absoluter Sicherheit die nächste breite Straße für die fröhliche Fahrt in die Verarmung der meisten Deutschen, politische Unruhen und Bedeutungslosigkeit. Mir tun die jungen Leute leid, die das alles werden ausbaden
müssen, und ich bin ganz froh, daß ich selber keine Enkelkinder habe, über deren
Schicksal ich mir traurige Gedanken machen muß.

Nun auch Hugo Müller-Vogg im grellen Licht der GRÜNEN gelandet? Diese Überzeugung vermittelt mir sein Artikel. Wo sieht er GRÜNE Prinzipientreue, in welchem Bereich? Wo findet er geisteswissenschaftlichen GRÜNEN Konservatismus?
Vermutlich beobachtete Müller-Vogg nicht die Entstehung der GRÜNEN und deren Prinzipien.
Schon immer war die grüne Partei eine ausgeprägte Hass-Partei, die auf mit vielen Öko-Blümchen daher kam und gelegentlich erklärte, aber ansonsten nonver-
bal in die Politik durchgedrückte, Grenzen überschreitende Hass, der eine Zuwanderung Grünen auf Deutschland, im Besonderen und auf den Westen im Allgemeinen ist die Urmotivation dafür, daß die Grünen eine Zuwanderung initiieren wollen, die das Thema Deutschland erledigt. Es geht den Grünen nicht um das Schicksal der zuwandernden Menschen, jedenfalls nicht in erster, zweiter oder dritter Linie. Die Möchtegern-Moralmonopolisten der Grünen haben mit Moral wenig am Hut.

Hans Jürgen Wienroth | Mo, 27. Januar 2020 - 19:04

Nicht nur die CDU weiß nicht mehr, wofür sie steht, dem Wähler geht es genauso. Über die SPD muss man nicht mehr reden. Was den grünen Höhenflug derzeit ausmacht ist die ideologisch angeheizte Klimadiskussion, in der Physik und andere Naturwissenschaften als nicht mehr zeitgemäß über Bord geworfen werden. Die Medien beten das Thema rauf und runter und heben die beiden Vorsitzenden der Grünen als „Wissenschaftler höchster Güte“ in den Himmel, ganz gleich welchen Fauxpas sie begehen. Bei all der (Klima-)Gefahr nimmt der Bürger doch gern die angestrebte linke Öko-Diktatur in Kauf.
Sollte es wirtschaftlich abwärts gehen, dann sind die bösen Konzerne und deren unfähige Manager schuld. Die Politik kann es nicht gewesen sein, sie war es noch nie.
Die Grünen haben sich nicht verändert, sie bieten sich besser verpackt an und werden von den Medien angepriesen. Wer entscheidet sich da noch für eine Kopie, zumal (fast) alle das Gleiche wollen?

Bei den Umfragen stehen die Grünen immer ganz toll, nur bei den Wahlen könnten die Prozentpunkte nicht ansatzweise erreicht werden.
Erinnert mich immer an den Schulz-Zug!

Bernd Muhlack | Mo, 27. Januar 2020 - 19:55

Ein bemerkenswertes Bild!
Das ist doch sicherlich solch ein Marzipanüberzug, oder?
Ich kann zwar ziemlich gut kochen (bisher haben alle überlebt), aber mit Kuchen, konditoriellen Aktionen habe ich es nicht so.
Ein Lob an die PR-Abteilung der Grünen oder auch an die "Berater", egal.
Man stelle sich statt dessen Frau Esken und den Dingeskirchen vor!
SPD: Zero Points, null Punkte, 00!

In meiner Sturm-und-Drang-Zeit wählte ich auch einmal die Grünen, also seit es keinen Helmut Schmidt mehr zu wählen gab. FDP wählte ich auch einmal.
In 2017 wählte ich die AfD, aus einem einzigen Grund: bitte endlich eine vernünftige Migrationspolitik! (Nein Herr Lenz, ich bin wirklich kein Rechter, gar Schlimmeres!)
Das ist hier doch alles aus dem Ruder gelaufen!

DIE GRÜNEN?
Wie in jedem Verein gibt es Spinner, Versager und Nichtsnutze. Es gibt jedoch auch kompetente, freundliche, gar nützliche Mitglieder!

Eines noch: wenn man Frau Künast eine "Drecksfotze" nennen darf, läuft in D gewaltig etwas schief!

Ingo frank | Mo, 27. Januar 2020 - 20:03

Trotz gebetsmühlenartiger Leugnung aus Politik und Wirtschaft, steht die nächste Rezession vor der Tür. Die „ fetten „ Jahre gehen dem Ende zu. Die Probleme mit der Einheitswährung außen vor gelassen. Ebenso der Abstieg von einer führenden Industrienation zur Grünen wie auch immer gearteten Ökoland Deutschland.
Wenn dann die Arbeitslosenquote wieder jenseits der 10 % ist geht es nur noch um Jobs.

Außerdem finden doch die Grünen Höhenflüge nur in den alten Bundesländern statt. Landtagswahl in Sachsen/ Brandenburg mit rd. 10 % Thüringen mit rd. 5 % im Jahr 2019 für die Grünen. Auch daran kann man ablesen wo die gut bezahlten Jobs zu finden sind.

gabriele bondzio | Mo, 27. Januar 2020 - 20:51

dann attestieren sie ja allen anderen, plötzlich grün gefärbten auch Wahrnehmungsstörungen. Was nicht so falsch wäre.
Die Wahrnehmungsstörungen der Grünen tragen allerdings gefestigten Charakter, was bei der Pädophilie anfing. Hat sich über Migrationswahnsinn und jetzt Klimawahnsinn eingepegelt.Die multikulturellen Idylle, welche nur im Oberstübchen grüner Ideologie zu klappen scheint. Und eine Klimahype, welche größtenteils die Deutschen beschäftigt hängen doch sehr am Geld. Kennen sie den Matthäus-Effekt, Herr Müller-Vogg? Ein Grund liegt in den stärkeren Aufmerksamkeiten, die Erfolge erzeugen. Dies wiederum eröffnet Ressourcen, mit denen weitere Erfolge wahrscheinlicher werden. Ich bin sonst nicht gehässig, aber ich wünsche sehr, dass jeder zukünftige Arbeitslose ein Grüner sein möge. Vielleicht fällt dann die grüne Tünche eher ab. Die ja in vielen Fällen , wo es konkret um Umwelt geht, ins fließen kommt zugunsten des Machthungers.

Günter Johannsen | Mo, 27. Januar 2020 - 22:53

"Vorwärts nimmer, rückwärts immer! Man hat den Eindruck, dass die Grünen immer noch aus der Erinnerung an die glücklichen alten Zeiten leben, wo APO, RAF, PLO und MfS noch gemeinsam marschierten – vom MfS finanziert und "gefördert"?!
Die engstirnig Grün-Linke lässt keine Widerspruch zu und diffamiert alles, was ihr nicht Recht gibt! So sind sie nun mal, die grüngetarnten Kommunisten. Und weil sie niemals in freien Wahlen gewählt werden, bauen sie allein auf Vernichtung jeglicher freiheitlich-demokratischer Strukturen? So erscheint es dem, der anders denkt!
Auch hier zeigt sich zunehmend die Fratze des unduldsamen Gesinnungs-Terroriusmus!

Josef Dieckmann | Di, 28. Januar 2020 - 00:08

Nach der CSU sind die Grünen derzeit die kleinste Partei im Bundestag. Getragen vom Zeitgeist und mit Unterstützung links-grüner Medien könnten Sie 2021 oder 2025 stärkste Partei werden, wenn die grüne Blase nicht vorher platzt. Die Klimahysterie hat ihren Höhepunkt überschritten und die nächsten Jahre werden geprägt sein vom Scheitern der Energiewende und wirtschaftlichen Problemen. Das Gender-Thema ist durch und Multikulti wird in den Schulen, auf dem Wohn- und Arbeitsmarkt und im Sozialstaat zunehmend als Problem erkannt. Kompetenzen in Innen- Außen- Verteidigungs- Wirtschafts- und Bildungspolitik - bei den Grünen Fehlanzeige.
Es könnte also bald jemand rufen: Die Grünen sind nackt. Aber das schließt natürlich nicht aus, dass sie bei entsprechender Propaganda (und mit Unterstützung des Bundespräsidenten) trotzdem gewählt werden.

Thorsten Kiefer | Di, 28. Januar 2020 - 03:48

Ökologisch und naturnah sind die Grünen nur noch plakativ. Die hunderttausende Einwanderer der letzten Jahre haben mehrere Millionen "ökologische Fußabdrücke" quasi aus dem Nichts erschaffen, die ökologischen Nachteile der Windkraft werden systematisch ignoriert und Grünen-Anhänger dürften sicher nicht diejenigen mit dem geringsten Stromverbrauch sein. Der Erfolg der Grünen hängt zusammen mit der Disneyfizierung ihrer ehemaligen grünen Politik. Lieber grüne Haltung als sich die Finger in der Natur schmutzig machen.

Walter Müller | Di, 28. Januar 2020 - 08:56

Die Grünen waren die ersten Populisten in Deutschland, haben das Parteienspektrum bereichert und Denkanstösse gegeben. Auch wenn tatsächliche Wahlergebnisse den Hype meist nicht bestätigen, bleibt der aktuelle Umfragehype ein Rätsel, er scheint etwas mit der Psyche der Deutschen zu tun zu haben. Die Medien haben den Bürgern den drohenden Weltuntergang so gut verkaufen können, dass die Grünen sich als die einzig kompetenten Retter inszenieren konnten. Dabei haben die Grünen gar keine praxistauglichen Rezepte gegen den Weltuntergang. Was bitte schön könnte selbst ein mustergültiger Klimaschutz-Beitrag Deutschlands für das Weltklima bewirken?

Ernst-Günther Konrad | Di, 28. Januar 2020 - 09:18

Guter Artikel Herr Dr. M.-V. Die Grünen ließen sich ganz einfach entzaubern. Die anderen Parteien müssten sie eben mal inhaltlich, fachlich differenziert stellen. Die Grünen fordern nur, schlagen Verbote vor und kuscheln sich in den Ländern an die heran, die noch stärker sind wie sie selbst. Sobald es aber konkret wird - Fehlanzeige-.
Anstatt sie mal mit ihren allgemeinen Thesen und Forderungen offen zu zerlegen, machen die anderen - ausser AFD- das, was die Grünen letztlich wollen und scheitern natürlich an den konkreten Umsetzungen. Die haben die Grünen eben nicht mitgeliefert. Warum? Sie wissen es selbst nicht. Das funktioniert derzeit noch, da haben Sie schon recht Herr Dr. M.-V. Wenn es aber Ernst wird, haben die nichts drauf. Mal abgesehen von Kobold und fehlendem Heimatverständnis, wenn es interlektuell wird, Außenpolitik usw. entlarvt sich ein Habeck selber. Was macht die CDU daraus? Eben nichts? Bischen Gemecker von Röttgen, das war's dann. Die CDU wird bluten. Blut ist rot.

Petra Horn | Di, 28. Januar 2020 - 09:19

natürlich nicht von denen lernen.
Das dürfte jedenfalls die Meinung der meisten vernünftigen und konservativ denkenden Menschen sein.
Aber daß solche Gedanken teilweise ernsthaft geäußert werden, zeigt doch in trauriger Weise, wohin die Gesellschaft und die CDU gekommen sind.
Die Maxime der CDU war es allerdings schon immer, dem vermuteten Zeitgeist zu folgen und an die Regierung zu gelangen. Man schaue sich den Wandel der CDU Programme seit 1947 durch den Wandel der Zeiten an.
Tatsächlich muß man allerdings feststellen, daß sich Baerbock um einiges hipper als Merkel, AKK oder vdL auftritt. Sie scheint immer exaltiert zu lachen.

Brigitte Simon | Di, 28. Januar 2020 - 17:05

In reply to by Gast

Die Euro- und die Europa-Politik der GRÜNEN ist in Wahrheit eine First-Step-Politik,
um Deutschland in Europa untergehen zu lassen.
Das ist für mich die Erklärung und Überzeugung dieser Partei.
Ihre aufgeheizte Klimahysterie. Widerspruch oder Kommunikation dazu ist unerwünscht.
Innenpolitisch? Fehlanzeige. Außenpolitisch? Vielleicht mit Habeck in Davos?
Umwelt ist das große bewegende Thema. Dieses Thema wird von Thunberg dominiert. Internationalität für die GRÜNEN? Habeck begibt sich auf das Eis.
Dilletantische Diplomatie auf Kosten Trumps macht ihn in Amerika unbeliebt.
Was weisen die GRÜNEN vor? Wirtschaft lernen sie möglicherweise noch. Hoffentlich nicht nach dem Muster "learning by doing". Was soll´s, Deutschland ist eh nicht mehr zu retten