Umgang mit der AfD - Demokratie ist kein Kaffeekränzchen

Wir sollten AfD-Sympathisanten nicht sagen, dass sie sich schämen müssen. Denn einer Sehnsucht nach nationaler Identität entkommen wir nicht. Vielmehr sollten wir stolz darauf sein, was wir haben: unser Grundgesetz

Das Grundgesetz
Herzstück der deutschen Identität: das Grundgesetz / picture alliance

Autoreninfo

Hendrick Melle ist Autor. Soeben erschien sein neuer Roman Wurst“.

So erreichen Sie Hendrick Melle:

Ich war letztens zum Dinner einer Stiftung eingeladen. Thema waren Zukunft und Utopie. Es waren handverlesene, kompetente Menschen anwesend. Der Wein war gut, aber die Atmosphäre irgendwie gedrückt. Es fühlte sich an wie auf Hogwarts bei Harry Porter; alle rücken zusammen, denn draußen geht der um, dessen Namen nicht genannt werden darf – der Böse, das Böse: eine solche Sprachlosigkeit jenseits der Abwehrreflexe lässt die AfD immer größere Schatten werfen. Es wird vor einem Zustand gewarnt, der Realität ist. Warnen ist die Selbstveredelung des kleinen Denkens. 

„Ausländer, lasst uns mit den Deutschen nicht allein!“ ist eine der pointierten linken Zusammenfassung der Ideenlosigkeit für die eigene Herkunft. „Mit den Deutschen“ hieß ja, dass man selbst nicht dazugehörte, irgendwie anders ist. Für die eigene Herkunft gab es als Idee nur ein „nicht so“. Der andere Versuch war, der ungeklärten Identität in ein geeintes Europa zu entkommen. Aber da lag der Keim des Problems: Die Mehrheit der Ostdeutschen wollte rein nach Deutschland, die westdeutschen Eliten wollten irgendwie raus. Dann trafen uns ein paar unerwartete Ereignisse – die Bankenkrise und die daraus resultierende Griechenlandkrise. Die dicke Bundesrepublik rutschte aus Versehen auf den europäischen Fahrersitz. Dort war sie, aus Ermangelung an Ideen, nur in der Lage zu bremsen – so called Austeritätspolitik by Wolfgang Schäuble. Als wäre das nicht genug, brach die Flüchtlingskrise über uns herein. Um der Situation angemessen zu begegnen, hätte man sie entideologisieren und die damit verbundenen Probleme offen benennen müssen. Das kurze Zeitfenster dafür wurde nicht genutzt, und danach war es nur noch ein emotionales Massaker. 

Je fremder das Fremde, desto größer die Furcht

Manchmal ist es gut, einen Blick über den Tellerrand der eigenen Geschichte zu werfen: Als die USA im Zuge der durch den Zweiten Weltkrieg bedingten Einwanderungswellen mit jeder Menge Neuamerikanern konfrontiert wurden, mussten die Konservativen feststellen, dass nicht alle gekommen waren, um sich begeistert dem American Way of Life anzuschließen. Sie kamen mit ihren eigenen Vorstellungen – als Antifaschisten, Trotzkisten, Kommunisten, Anarchisten oder einfach als Wirtschaftsflüchtlinge. Selbst die USA hatten als Einwanderungsgesellschaft mit diesen Erschütterungen Probleme. Die Folge war der McCarthyismus und damit der Beginn des Kalten Krieges. „Amerikanismus mit hochgekrempelten Ärmeln,“ nannte McCarthy seinen antikommunistischen Nationalismus. Mit seinem Angebot einfacher Lösungen, dem Glauben an eine gigantische Verschwörung gegen Amerika und seiner Egomanie war er nicht nur ein Vorläufer Trumps, sondern ist auch ein Vorläufer Orbans. 

Die McCarthy-Ära hat etwa fünf Jahre gedauert, das gesellschaftliche Klima eine Weile verseucht und ging dann vorbei. Wir lernen: Es muss nicht immer in einer faschistischen Diktatur enden. Die AfD ist kein Ausbruch eines schlummernden deutschen Faschismus-Virus, auch wenn sie ein paar dieser Viren in sich trägt, sondern das Ergebnis der Sehnsucht erschreckter Bürger, die Kontrolle in ihrem Wohnzimmer zu behalten; gegründet von einem Mann, der schon den Euro als Kontrollverlust empfand. Der Rest ist einfache Psychologie: Je fremder das Fremde, desto größer die Furcht vor ihm. 

Wir entkommen der Sehnsucht nach Identität nicht

Es sind die Identitätsschwachen, die Unsicheren, die Atemlosen,  die schon lange kaum noch Kontrolle über ihr Leben haben, die sich diese Kontrolle so sehr wünschen. Wenn denen dann erklärt wird, dass sie sich für ihre Angst zu schämen haben, dann wird aus Angst nicht Hoffnung, sondern Wut. 

Was also machen? Wäre eine Entschuldigung zu viel verlangt gewesen? „Wir hatten die Sache ein paar Monate nicht im Griff und wir haben aus Hilflosigkeit zu viel von eurem Geld ausgegeben. Entschuldigung.“ Ich glaube, unsere Kanzlerin hat auf ihre verdruckste Art so etwas probiert. Es hat nicht gereicht. Wenn wir der Sehnsucht nach nationaler Identität nicht entkommen, in Deutschland nicht, in Europa nicht, dann müssen wir sie umarmen. Wir haben in Deutschland allemal etwas, was zu umarmen sich lohnt: das Grundgesetz. Viel mehr als ihre Verfassung hat die USA auch nicht als Kitt ihrer Identität. Aber was haben die draus gemacht, und wie traurig gehen wir damit um! 

Mehr Verfassungspatriotismus!

Lasst uns für alle, denen Deutschsein für ihre unsichere Existenz wichtig ist, einen singenden, klingenden Grundgesetzpatriotismus hinstellen, der sich gewaschen hat, Feiertag, Fahnen und Fähnchen, Fanfaren und Dsching Taratata inklusive. Lasst uns auf die Plätze und Straßen gehen und die Artikel rezitieren; auch für alle Neuankömmlinge wäre das ein gutes Zeichen: Jeder hat hier das Recht auf freie Entfaltung. Alle Menschen sind hier vor dem Gesetz gleich. Frauen und Männer sind bei uns gleichberechtigt; in diesem Land gelten Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit, Mutterschutz, Gewaltmonopol des Staates. Jeder Artikel verdient ein Fest und eine Hymne, denn sie zusammen beschreiben, was Deutschsein heute ausmacht; Knödel und Würste, Sauerbraten, Grünkohl und Pinkel, Rouladen, Pizza, Döner und Bier gehören selbstverständlich auch dazu.

Wie schön und einfach wäre es, zu feiern, was wir haben, statt nach dem zu suchen, was es nicht oder nicht mehr gibt. Wer sich an die Regeln des Grundgesetzes hält, sie lebt und schützt, hilft, sie mit durchzusetzen, mit dem ist gut Zusammenleben, der ist Deutscher. Eins noch zum Schluss und zum Umgang mit der AfD: Demokratie ist Meinungsbildung mit Leuten, die man nicht leiden kann. Alles andere ist Kaffeekränzchen.

Bernhard K. Kopp | Fr, 30. März 2018 - 09:59

Und das ist dann der Ausgleich verschiedener Meinungen, nicht als 'neue Meinung', sondern als Vereinbarung etwas auf eine bestimmte Weise zu tun. Bei aller Sympathie für das GG, und alles was der Autor damit verbindet, es bleibt für die meisten Menschen zu abstrakt, zu verkopft. Die überwiegende Mehrheit der Menschen, nicht nur in D, braucht eine Anbindung auf emotionaler Ebene. Dies kann dann sehr vieles sein. Identität findet sich nicht im GG-Kommentar. Identität ist ein Gefühl mit rationalen Elementen. Manchmal mehr davon, manchmal weniger.

Martin Lederer | Fr, 30. März 2018 - 10:05

(„Ausländer, lasst uns mit den Deutschen nicht allein!“) habe ich erst in den bösen alternativen Medien erfahren, als ich anfing, mich wegen der "Eurorettung" vom linken Mainstream abzuwenden.
Soweit ich weiß lief z.B. Sigmar Gabriel mit diesem Spruch durch die Gegend.
Man stelle sich einmal vor, ein russischer, polnischer, türkischer, ... Politiker würde mit so einem Spruch durch die Gegend laufen.
Vor der "Eurorettung" war ich links, kannte den Spruch aber nicht. Hätte ich ihn gekannt, wäre ich vielleicht schon früher aufgewacht.
Eine Erkenntnis von mir ist: Links in Deutschland ist antideutsch. Das ist keine Randerscheinung, sondern ein Kern der "deutschen Linken".

Stimmt. Und: Die Griechenland-Krise ist mitnichten (wie der Autor behauptet) Folge der weltweiten Finanzkrise: Erstere nahm ihren Ausgang 2008 in Amerika und war Folge der dortigen subprime-credit-Krise. Das Griechenland-Desaster hingegen ist hausgemacht; Folge der Unfähigkeit und Verantwortungslosigkeit europäischer (!) Politiker. Die desaströsen Bilanzen amerikanischer Banken sind ein Jahrzehnt nach Ausbruch der Finanzkrise weitgehend bereinigt. Die Bilanzen europäischer Banken bilden in ihrer Gesamtheit (Stichwort: Targetsalden) eine gigantische Blase. Und: Die „westdeutsche Elite“ wollte nach dem Mauerfall das Land verlassen? Ja, die sog. „Linksintellektuellen“ vielleicht. Aber wer außer sie sich selbst bezeichnet ausgerechnet die als „Elite“? Und wer außer ihresgleichen hätte die schon vermißt?

Claudia Martin | Fr, 30. März 2018 - 10:07

haben die USA auch nicht....Sind sie sich da sicher? Ich kann ihren Artikel in keinster Weise nachvollziehen. Sie wissen aber doch sicherlich, dass man ein Gesetz auch ändern kann? Menschen brauchen mehr als nur beschriebenes Papier. Ausser es kommt als Banknote daher. Erst kommt das Fressen und dann die Moral. Ob es sich hier dann noch gut und gerne leben lässt, wäre noch abzuwarten. Aber sie hatten ja Glück bei ihrem Stiftungstreffen. Der Wein war gut sagten sie. Feiern sie weiter mit den tollen Leuten in D.

Holger Stockinger | Fr, 30. März 2018 - 10:08

ist die Ideologie derjenigen, bei denen die "deutsche Geschichte" mit 1933 beginnt. Als 18jähriger Fußball-Auswahlspieler in England bei einer Arztfamilie "mitwohnen" dürfend war ich noch kein "Nazi" oder "Fremdenhasser", sondern meine Gastfamilie und ich waren "irritiert" über den Einmarsch von Panzern des Warschauer Pakts in Prag. Ob Milan Kundera ein "guter Tscheche in Paris" ist oder ein schlechter Mensch, ist so absurd wie zu behaupten, aus mir wäre ein "Ausländerhasser" geworden.

Was das "Gespenst AfD" betrifft, gilt auch für manche Franzosen. Nicht, was ja auch für Literaturkenner gilt, irgend eine "Verfassung" ist eine "heilige Schrift", sondern die Verfaßtheit von Menschen innerhalb eines sogenannten Gemeinwesens.

Mit psychologischer Binsenweisheit läßt sich sagen: Wo man sich fremd fühlen muss im eigenen Land, nimmt die Toleranz untereinander nicht zu ..!

Mathias Trostdorf | Fr, 30. März 2018 - 10:12

Leider liest man auch hier dieselben Plattheiten wie überall (siehe Zitat). Ich sags noch mal: Es gibt keine "Angst vor dem Fremden", sondern es gibt eine große und berechtigte Angst vor dem vom Fremden bereits bekannten. In Bereichen, wo keine politische Korrektheit herrscht dürfte man sagen: Alle Menschen machen seit der Urzeit ERFAHRUNGEN und ziehn LEHREN daraus. Die sogenannte "multikulturelle" Gesellschaft wurde irgendwann man zur Generalmaxime, zum neuen One-and Only-Gesellschaftsmodell erklärt. Wer kein "Multikulti" möchte, ist rechts und wird ausgegrenzt. Es gibt seit fünfzig Jahre jede Menge, vielfach negative Erfahrung mit bestimmten Einwanderungsgruppen. Nun lädt man nochmal explosiv mit zwei Millionen Neubürgern nach und versucht, den Einheimischen das mit Ideologie und Propaganda schmackhaft zu machen. Der dadurch angerichtete soziale Unfrieden wird sich irgendwann entzünden. Die AfD ist nicht schuld an den Fehlern, die gemacht wurden. Aber das weiß der Autor ja.

Das ist lediglich eine der üblichen Latrinenparolen der Grünen/Roten, um diejenigen, die ihre Meinung nicht teilen, zu diskreditieren. Wie Sie berechtigterweise anmerken, wissen die Leute, was sie zu erwarten haben. Es ist daher nicht die Angst vor dem Fremden, sondern die Angst vor dem Bekannten. Schließlich gibt es in den alten Bundesländern schon seit 5 Jahrzehnten viele Zuwanderer/Asylbewerber. Jeder weiß, dass damit etliche Probleme verbunden sind. Und jeder weiß auch, dass der Staat keines dieser Probleme irgendwie hat lösen können. Auch der Osten hatte nun schon seit nunmehr fast 30 Jahren die Gelegenheit, sich damit vertraut zu machen.

Yvonne Walden | Fr, 30. März 2018 - 10:15

Hendrick Melle hat Gedanken in Worte gefaßt. Ihm ist weitestgehend zuzustimmen.
Allerdings: Wenn er unser Grundgesetz zitiert, sollte er auch das Soziale dieser deutschen Verfassung nicht unterschlagen.
Unser Grundgesetz enthält eine Sozialstaatsverpflichtung, die das Eigentumsrecht deutlich begrenzt.
Eigentum verpflichtet nämlich und soll dem Wohle der Allgemeinheit dienen.
Wie sieht es jedoch hierzulande wirklich aus?
Da verfügen einige Wenige (Die oberen Zehntausend) über immense Vermögen. Diese Großvermögen wachsen durch die Wertschöpfung der Beschäftigten ohne Vermögen, also der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.
Dann enthält unser Grundgesetz auch einen Artikel, der die Vergesellschaftung regelt, wenn wirtschaftliche Macht übermächtig zu werden droht.
Warum spricht und schreibt kaum jemand über diese rechtlichen Verpflichtungen, die alle politischen Mandatsträgerinnen und Mandatsträger bindet?
Soziale Gerechtigkeit läßt sich durchsetzen, allerdings nicht auf Kaffeekränzchen.

Frau Walden,
Ihre Ansicht in allen Ehren, aber was sie wollen ist keine soziale Gerechtigkeit sondern Umverteilung und Gleichmachrei. Es soll in DE Menschen geben, die mehr leisten als andere, und die dafür auch mehr haben sollen.

wenn ich einer Gruppe die macht der Umverteilung und zugleich der Gesetzgebung gebe und dann erwartete das das fair zu geht bin ich schon der Sache aufgesessen.

Der Staat sollte sich auf seine Kernaufgaben konzentrieren, den Schutz des Rechtes und das aufrechterhalten der Ordnung so wie die Verteidigung nach innen und außen. Den da versagt er gänzlich zurzeit.

Ps:. Es ist ja nicht so als wären wir sozial ungerecht, aber Mann kann mit dem Sozialstaat halt nicht alle Probleme lösen, auch wen die meisten linken das denken.Es schafft genauso viel Probleme und Abhängigkeiten!!!

"Warum spricht und schreibt kaum jemand über diese rechtlichen Verpflichtungen, die alle politischen Mandatsträgerinnen und Mandatsträger bindet?"
Das GG ist auf Deutschland beschränkt die Wirtschaft und viele Wertschöpfungsketten sind global. Und das Kapital ist scheu aber flexibel. Ein kleines Windchen und es verflüchtigt sich.
Die politischen Mandatsträger sind aber auch anderen Verpflichtungen nicht gewachsen, bzw. brechen ihren Eid - ohne mit der Wimper zu zucken. Und kein Richter klagt sie an wegen Meineid. Und sie halten die Hand hoch und lügen....
Der Amtseid in Artikel 56 des Grundgesetzes lautet: „Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.“

Wer finanziert denn nach einer "Vergesellschaftung" den Sozialstaat für "alle" ohne Obergrenze ? Haben Sie eine Idee ?

im Buch „Die Wellen ersticken den Wind „ von Arkadi u. Boris Strugatzki aus dem Jahr 1985:
„Es erweist sich jedoch, dass ein winziger Prozentsatz der Menschheit den Schritt zum Homo superior vollbracht hat − entstanden ist eine neue Spezies von nahezu gottgleichen Wesen, die der restlichen Menschheit freundlich gesinnt sind, aber früher oder später jeder für sich das Interesse an der Kommunikation mit ihren ehemaligen Verwandten und Freunden verlieren.“
und über „verschiedene ungewöhnliche Ereignisse der letzten Jahre .... Dazu gehören Massenhysterien und Phobien sowie alle möglichen „Besonderen Vorkommnisse" (B.V.).“
Zukunft und Utopie?, in einem Paralleluniversum?
Alles Gute.

Frau Walden, Merkel hatte es in ihren Parteiprogramm angekündigt als sie von der Einführung marktkonformer Demokratie schwafelte. Leider hat sie da nicht nur geschwafelt sondern es nach und nach aufbauend auf Schröders Hartz Gesetze, umgesetzt. Erst der Markt und das heißt nicht, der kleine Mittelständler, (dem wird das Leben schwer gemacht), nein, es sind die internationalen Konzerne die meist hier zu Lande Null Steuern löhnen und wenn das marktkonform ist, dann werden wir auch durch diese Ganoven regiert und Merkel darf nur schwafeln! Deshalb reißen sich manche Politiker darum bei einem Bilderberger Treffen unbedingt dabei zu sein, falls die Leitlinien für die Zukunft vorgegeben werden.

Klaus Dittrich | Fr, 30. März 2018 - 10:29

„Die Mehrheit der Ostdeutschen wollte rein nach Deutschland, die westdeutschen Eliten wollten irgendwie raus.“
Warum im ersten Teil des Satzes eine quantitative Beschreibung, der eine qualitative folgt?
Wenn Eliten eine Minderheit sind, dann wollte die Mehrheit der Westdeutschen auch (geistig) in Deutschland verbleiben.

„Es sind die Identitätsschwachen, die Unsicheren, die Atemlosen, die schon lange kaum noch Kontrolle über ihr Leben haben, die sich diese Kontrolle so sehr wünschen.“
Alle bisherigen seriösen Forschungen belegen, dass es eben NICHT primär die „Abgehängten“ sind, welche mit der AfD sympathisieren.
Fazit: Der Autor ist vielleicht zu oft auf Dinner von Stiftungen – ein Aufenthalt im Alltag der Normalbürger wäre hilfreicher!

helmut armbruster | Fr, 30. März 2018 - 10:42

das GG, das sind vorerst nur Worte. Schöne Worte.
Sie lassen sich interpretieren und je nach Geisteshaltung oder Interessenlage kommt dies oder jenes dabei heraus.
Vor allem das BVG hat schon mehrfach gezeigt, was man mit Interpretation alles aus dem GG heraus holen kann und was nicht. Da konnte man oft einfach nur staunen.
Dasselbe gilt für die Politik. Jeder interpretiert das GG so wie es seiner politischen Einstellung entspricht.
Und darauf soll das Volk (wer immer das ist. Man weiß ja nicht einmal das mehr so genau) seinen Patriotismus gründen?
Das funktioniert nicht, denn Patriotismus beinhaltet auch eine emotionale Seite. Und genau diese kann ein GG-Patriotismus nie und nimmer liefern, selbst bei aller Bewunderung für das GG nicht.
Das GG zum Stützpfeiler für Patriotismus machen zu wollen ist nichts weiter als ein Versuch mit untauglichen Mitteln.
Wir müssen also weiter nach der neuen deutschen Identität suchen.

Diesem Satz möchte ich widersprechen. Die Mehrzahl der "schon länger hier Lebenden" hat schon eine deutsche Identität und begreift sich auch so. Nur unsere linken grün-rot angehauchten "Eliten" wollen das nicht wahrhaben und laufen gern auf Demonstrationen hinter Parolen wie "Deutschland verrecke" her. Der Diskurs zeigt nur, dass die "Eliten" das Problem haben, aber nicht die Bevölkerung. Und das macht den "Eliten" Angst und zwar Angst vor den da unten.

Wenn in Frankreich auf jedem Rathaus steht Liberté,Égalité,Fraternité dann wäre in Deutschland das Pendent Einigkeit und Recht und Freiheit. (und bitte nicht die Plattitüde, die Menschenwürde kann man nicht anfassen, oder so ähnlich).
Über die Gefallenen sagt man bisher: sie starben für Volk und Vaterland. Wer möchte dass GG mit seinem Leben verteidigen ? Wäre ja wohl ein Witz. Könnte aber von vdLeyen stammen.

Simon Templar | Fr, 30. März 2018 - 10:52

Die AfD mag ein paar Knalltüten in ihren Reichen haben, aber die haben nichts oder wenig zu sagen.

Dass unser Rechtsstaat ausgehöhlt wird und damit das Grundgesetz, das ist bereits Fakt. Und darauf weist die AfD übrigens als einige Partei im BT hin.

Also machen Sie mal halblang, guter Mann. Auch wir AfD-Sympathisanten wollen, dass dem GG wieder ohne Wenn und Aber Geltung verschafft wird. Das mit der nationalen Identität kommt dann ganz von alleine.

Marianne Schad | Sa, 31. März 2018 - 13:16

In reply to by Simon Templar

das sehe ich auch so. Weder arm noch abgehängt noch rassistisch. Aber mit klarem Kopf und Verstand u d einem abgeschlossenen Universitätsstudium.

Dietmar Deibele | Fr, 30. März 2018 - 10:53

Lieber Herr Melle,
Ihren Artikel empfinde ich als wirre Verkettung von Halbwahrheiten und Falschdeutungen. Ich bin selten einem solch konfusen Erklärungsversuch der deutschen Gegenwart begegnet. Das GG besagt zwar, dass alle gleich sind, doch es meint damit die Staatsbürger und nicht die Welt.

Tomas Poth | Fr, 30. März 2018 - 10:54

nicht mit den Deutschen allein - Antwort: Es gibt eine einfache Lösung, liebe Nationverachter wandert doch aus, wäre eine Win-Win Aktion oder.

Die Flucht vieler in eine europäische Identität. Antwort: Das ist die Flucht vor unserer eigenen Geschichte. Der Eltern- und Großelterngeneration die NS-Zeit um die Ohren hauen und sich dann aus dem Staub machen, feine Gesellschaft.

Verfassungspatriotismus ist ganz nett, wir haben aber mehr als das, nämlich Geschichte die mehr als 1000 Jahre zurückreicht, das müssen wir verstehen und daraus lernen, den "roten Faden" erkennen.

Gerhard Hellriegel | Fr, 30. März 2018 - 10:54

Genau. Spricht mir aus dem Herzen. Aber die ganze Leitkultur-, Heimat- und Identität-Debatte hat doch nur den Sinn, die Freiheiten des Grundgesetzes einzuschränken. "Das ist bei uns nicht Sitte." Dann: glauben wir wirklich, dass Menschen sich resozialisieren, wenn man ihnen den Mund verbietet? Fragen Sie den Gefängnispsychiater. Freiheit ist immer die Freiheit des Anderen. Und Ideologie ist immer die Meinung des Anderen.

Cecilia Mohn | Fr, 30. März 2018 - 10:58

Danke für diesen Artikel. Aber das Land ist im Moment führungslos, sonst würde das, was Sie beschreiben, passieren. Es braucht ein Erdbeben, das die richtigen Leute nach oben spült. Von alleine gehen die Versager nicht.

Ralph Lewenhardt | Fr, 30. März 2018 - 11:01

Herr Melle, meinen sie das Grundgesetzt, das Merkel und Co mit ihren Mehrheiten nach Belieben umschreiben um ihre Politikvorhaben in der Legislatur abzusichern? Oder meinen sie jenes, das fordert, dass alle Staatsgewalt vom Volke auszugehen hat und die (degenerierenden) Parteien lediglich an der politischen Willensbildung des Volkes mitwirken sollen?

Peter Schmidt | Fr, 30. März 2018 - 11:02

... wir brauchen einen Identitätsanker und müssen diesen auch ausreichend zelebrieren. Passiert derzeit ausreichend nur bei Fußballturnieren. Ich plädiere sogar für Morgenappelle in der Schule und singen der Nationalhymne, das allerdings ist mit den linksgrünen Meinungsführern nicht zu machen.
Ich finde Ihren Artikel aber auch tlws. anmaßend und arrogant: "Es sind die Identitätsschwachen, die Unsicheren, die Atemlosen, die schon lange kaum noch Kontrolle über ihr Leben haben, die sich diese Kontrolle so sehr wünschen. Wenn denen dann erklärt wird, dass sie sich für ihre Angst zu schämen haben, dann wird aus Angst nicht Hoffnung, sondern Wut." - So sprechen nur Menschen, die hier in Deutschland nichts zu verlieren haben, weil sie vermeintlich Kosmopolit sind und überall neu anfangen können. Das gilt aber nicht für alle und für Sie vermutlich auch nicht uneingeschränkt (mit 60 will sie auch kein Einwanderungsland mehr).

Peter Lieser | Fr, 30. März 2018 - 11:05

Nein, wir sollten den Symphatisanten der oben genannten Parteien nicht sagen, dass sie sich schämen müßten wegen Kontrollverlust + Staatsversagen, Gesetzesverstöße in der Flüchtlingskrise, Raubbau an den Sozialkassen, Altersarmut, Tafeln im 4 stelligen Bereich.
Aber alles WURSCHT, wir haben ja dieses Buch, dass wir umarmen können. Dann fröhliche Ostern !

Reiner Gehret | Fr, 30. März 2018 - 11:12

Wahrscheinlich meint der Autor in seinem vorletzten Satz, "Demokratie ist auch ..." bzw. "Demokratie ist u.a."... oder "Demokratie schließt ein..." etc. Doch mit "nicht leiden kann" wird er wieder exakt: Es entzieht sich eben Allerlei der simplen rationalen und somit sprachlichen Vermittelbarkeit. Man muss daher ahnen, weil man es nicht exakt sagen kann, dass ein Grundgesetz zwar den Rechtsraum oder die Rechtskultur in Textform fundieren kann, aber dies möglicherweise nicht genügen könnte.

Karoline Vomich | Fr, 30. März 2018 - 11:13

Sehnsucht nach nationaler Identität?

Thema verfehlt, Herr Melle. Solche Beiträge sind von fast vollständigen Realitätsverlust geprägt!

Man könnte es auch kompletten Schw... nennen. Wenn man sich noch deutlich ausdrücken dürfte!

Christa Wallau | Fr, 30. März 2018 - 11:30

Den Hochgesang auf das deutsche Grundgesetz u. sein Aufruf, darauf stolz zu sein, kann der Autor sich sparen!
Offenbar nimmt er nämlich selber die Rechte u. Gesetze, die dort verankert sind, nicht ernst.
Wie könnte er sonst davon sprechen, daß eine
"Flüchtlingskrise über uns hereingebrochen" sei!
Nach den Buchstaben des Gesetzes waren 1. die sog. Flüchtlinge gar keine, weil sie aus sicheren Drittstaaten kamen und 2. hat die Kanzlerin den
Auftrag des Grundgesetzes, dem Wohl des deutschen Volkes zu dienen u. Schaden von ihm
abzuwenden, durch die illegale Grenz-Offenlassung für Hinz und Kunz aus aller Welt sträflich mißachtet.
Was nützt mir als betroffener Bürgerin dann noch unser GG? Es verkommt immer mehr zu Makulatur.
Wieso sollten sich ausgerechnet Migranten in D daran halten bzw. darauf stolz sein?
Sie sind doch zum größten Teil an Gesetze (z. B. die Scharia) gewöhnt, die viel rigoroser angewandt werden. Unser Umgang mit dem Recht kann ihnen da nur noch lächerlich vorkommen.

Eine treffende Replik auf Aussagen des Autors, die entweder auf Unkenntnis oder auf Absicht beruhen. Unkenntnis möchte ich ausschließen. Was könnte dann aber die Absicht des Autors gewesen sein? Nun, ich will nichts unterstellen, aber die Elogen auf das Grundgesetz wären glaubhafter, wenn Herr Melle auf auch auf die Bedrohungen, denen das GG ausgesetzt ist, eingegangen wäre.

Horst Johnson | Fr, 30. März 2018 - 11:32

Nein sicherlich nicht. Unser Land, unsere Sozialsysteme sind nicht dafür erbaut worden, unkontrolliert Wirtschaftsmigranten hineinströmen zu lassen. Auch interessant das jetzt gerade, wo das Kind in den Brunnen gefalllen, das Grundgesetz neu entdeckt wird, wo dieses die letzten Jahre komplett ignoriert wurde. Ich erwarte keinerlei Entschuldigung einer rechtsfreien verstandeslosen Polit Kaste, diese werden sich später vor Gericht zu verantworten haben, Schaden für unsere nachfolgenden Generationen wurde genug angerichtet.

Wolfgang Luf | Fr, 30. März 2018 - 11:33

Ein wunderbarer Artikel, der genau das beschreibt, was uns fehlt - Patriotismus. Dieser scheint aber von "höchster Stelle" und den "Guten" nicht gewünscht zu sein - siehe u.a. Merkel "... dann ist das nicht mehr mein Land ..."
Als ehemaliger DDR-Bürger möchte ich mich aber als DEUTSCHER fühlen und mich nicht noch dafür entschuldigen zu müssen. Im übrigen ist der Aufstieg der AfD insbesondere im Osten eine Folge der Hochnäsigkeit und Ignoranz ehemaliger und jetziger "Eliten". Wenn der neue Ostbeauftragte im Osten eine "Angst der Bürger vor Veränderung" ausmacht, dann hat er nichts verstanden, sondern hält die Ostdeutschen wahrscheinlich für dumm. So ist es aber nicht! Wenn die "Ossis" Angst vor Veränderung gehabt hätten, hätte es die Revolution von 1989 nicht geben können. Die Ossis sind nicht blöd, sondern machen sich vielleicht ein paar mehr Gedanken als andere über die Folgen des Aufstieges des politischen Islam - denn um nichts anders geht es momentan!

Per L. Johansson | Fr, 30. März 2018 - 11:33

Teil 1

ZITAT: “Als wäre das nicht genug, brach die Flüchtlingskrise über uns herein.“

Klingt nach Erdbeben oder Vulkanausbruch. Soll diese Wortwahl die von ihnen genannten „Eliten“ von ihrer Schuld reinwaschen?
Seltsamerweise brach diese Katastrophe nur über die Länder herein (D, Österreich, Schweden,...), die einerseits mit Sozialleistungen lockten und gleichzeitig ihre Grenze nicht geschützt haben.

ZITAT: „Wir hatten die Sache ein paar Monate nicht im Griff und wir haben aus Hilflosigkeit zu viel von eurem Geld ausgegeben. “

Habe ich etwas verpaßt? Illegale Einwanderer werden bei uns wieder an der Grenze zurückgewiesen, so wie es in unserer Verfassung steht? Und Geld kostet uns der angerichtete Schlamassel auch nicht mehr?

ZITAT: „Wir haben in Deutschland allemal etwas, was zu umarmen sich lohnt: das Grundgesetz.“

Dann schlage ich vor, wir fangen damit an, Artikel 16 wieder in Gänze zu beachten, und ahnden seine Mißachtung durch die Regierung mit Strafen.

Ja, man fragt sich, wie jemand im Jahr 2018, vor einem gesellschaftlichen Scherbenhaufen stehend, noch so einen blauäuigen Artikel schreiben kann. Ein bißchen "von oben" genehmigtes Deutschlandfahnenraushängen, und schon ist alles wieder gut?

Elfrun Christiane Schmidt | Fr, 30. März 2018 - 11:41

Ein großes Kompliment an den Autor.

Christa Wallau | So, 1. April 2018 - 10:15

In reply to by Elfrun Christi…

Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland kann gar nicht dazu dienen, einen
"Verfassungspatriotismus" zu begründen; denn es i s t keine Verfassung!
Die Väter des GG haben es ausdrücklich aus vorläufige Rechtsgrundlage für den Westen Deutschlands bezeichnet u. für den Fall der Wiedervereinigung eine
g e m e i n s a m e Verfassung aller Deutschen in Aussicht gestellt.

Dieses Versprechen wurde nicht eingelöst, so daß sich die Bürger in den östlichen
Bundesländern zu recht betrogen fühlen um die Mitsprache bei einer neuen Ordnung für Gesamtdeutschland. Sie sind politisch viel wacher u. erfahrener als die wohlstandsverwöhnten Westdeutschen. Die jüngeren Leute im Westen wuchsen nur mit wachsendem Konsum u. einer einseitigen Bindung an die USA auf. Als identitätsstiftend gelten ihnen einzig die Verbrechen der Nazis, also ein ewiges Schuldbewußtsein (Dafür sind in erster Linie die 68er u. die daraus entstandenen GRÜNEN verantwortlich!) sowie daraus resultierende Verpflichtungen.

Hubert Bauer | Fr, 30. März 2018 - 11:46

Der Migrantenanteil der AfD-Mitglieder, -Politiker und -Wähler ist nicht niedriger als bei den Altparteien. Die AfD ist nicht gegen Migration. In ihren Parteiprogramm steht ausdrücklich, dass sie ein Einwanderungsgesetz nach kanadischen Vorbild will und das gut integrierte Moslems Teil unserer Gesellschaft sind. Sie ist aber gegen eine unkontrollierte Massenzuwanderung von kultur- und bildungsfernen Menschen, insbesondere von Moslems. Ich habe das GG und den Koran gelesen. Es gibt für einen Moslem keine vollumfängliche Menschenwürde für einen Ungläubigen. Das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit wird im Koran nicht nur durch die Freiheit der anderen Menschen eingeschränkt, sondern auch durch die Religion. Religionsfreiheit und Gleichheit von Mann und Frau und den verschiedenen Religionen kann es im Islam gar nicht geben. Auch das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit werden durch Koran uns Scharia massiv ausgehebelt. Und um das geht es der AfD!

Per L. Johansson | Fr, 30. März 2018 - 11:46

Teil 2

ZITAT: „Wer sich an die Regeln des Grundgesetzes hält, sie lebt und schützt, hilft, sie mit durchzusetzen, mit dem ist gut Zusammenleben, der ist Deutscher.„

Wer (illegal) die Grenze überschreitet, wird zum Deutschen?
Wer eine Straftat begeht, ist hingegen plötzlich kein Deutscher mehr?
Sogar den essentiellen Aspekt der deutschen Sprache ignorieren sie.
Anders gesagt. Wenn ich z.B. nach Japan auswandere, werde ich doch nach jahrzehntelanger Sozialisation in einer deutschen Familie und Gesellschaft nicht urplötzlich zum Japaner.

Sie können ein Volk nicht zu einem zusammengewürfelten Haufen gemeinsamer „Passbesitzer“ uminterpretieren.

Und das, während weltweit immer mehr das Selbstbestimmungsrecht der Ethnien betont wird, gerade auch dann, wenn ein Volk keinen eigenen Staat hat.

Zwischen „Volk“ und „Staatsbürger“ wird aus gutem Grund unterschieden.

Aber ein deutsches Volk soll es bei uns plötzlich nicht mehr geben? nur noch verfassungstreue Bürger*Innen?

Konrad Perfeud | Fr, 30. März 2018 - 11:58

Der Mensch ist kein Untertan einer Verfassung und er sollte sich durch Propaganda nicht dazu machen lassen. Unsere Verfassung wurde übrgens schon x-mal geändert und bei der illegalen Einwanderung wird sogar bewusst dagegen verstoßen. Freie Gesellschaften werden durch Gemeinsamkeiten zusammengehalten, und zwar, oh Schreck, ist das zurerst die Herkunft und Sozialisierung durch die Eltern. Übrigens gab es auch in der DDR mal eine Verfassung, die den Staat angeblich definierte ... und eine Realität. Jetzt gibt es weder die Verfassung noch die DDR.

Per L. Johansson | Fr, 30. März 2018 - 12:02

Teil 3

Zitat: „Es sind die Identitätsschwachen, die Unsicheren, die Atemlosen,...“

Und da ist er wieder, der Reflex „der Linken“ den Andersdenkenden herabzuwürdigen.
Herr Melle, es hat nichts mit Schwäche zu tun, wenn man Werte anders gewichtet und deshalb eine andere gesellschaftliche Entwicklung anstrebt. Diese ist nämlich menschengemacht und eben keine Naturkatastrophe, der man sich einfach anpassen müßte.
Identitätsschwach sind eher jene, die mit ihrem Deutschsein "fremdeln".
Aber Realitäten ignorieren Linke gern, in der irrigen Annahme, dadurch die Freiheit des Menschen zu vergrößern.
In Wahrheit wird nur das eigene Menschsein verleugnet.
Hat was von Pipi Langstrumpf: “Und so mach ich mir die Welt widde widde wie sie mir gefällt“.
Freiheit ist aber eben nicht das Recht, das zu tun, was man will, sondern das, was man soll.
Und „sollen“ hat nichts mit „müssen/Zwang“ zu tun.
Aber das haben unsere „linksliberalen Eliten“ als verwöhnte Wohlstandskinder nie gelernt.

Ferdinand Groeninger | Fr, 30. März 2018 - 12:05

Ein Artikel, der leider viele falschen Prämissen setzt: Zitate:

1) Dann trafen uns ein paar unerwartete Ereignisse – die Bankenkrise und die daraus resultierende Griechenlandkrise.

…brach die Flüchtlingskrise über uns herein

Weder die Banken-, noch die euphemistisch Griechenlandkrise genannte Eurokrise (ist eh alles ein und dasselbe!) und auch nicht die Flüchtlingskrise waren unerwartet, brachen einfach so über uns herein. Sie waren längst prophezeit, z.B. von Prof. Max Otte oder von Peter Scholl-Latour. Die Politik und ihre Büttel der Mainstream-Presse haben es nur leider geschafft, diese Themen aus dem öffentlichen Diskurs herauszuhalten.

2) Selbst die USA hatten als Einwanderungsgesellschaft…

Der Vergleich mit den USA ist völlig schief! In den USA sind fast alle Einwanderer oder Nachfahren von Einwanderern, die indigene Bevölkerung sitzt, so sie noch lebt, in Reservaten!

Ferdinand Groeninger | Fr, 30. März 2018 - 12:11

5) was Deutschsein heute ausmacht; Knödel und Würste, Sauerbraten, Grünkohl und Pinkel, Rouladen, Pizza, Döner und Bier

Mit dieser Zeile haben Sie sich m.E. endgültig als linker Deutschenhasser entlarvt.

Für mich bedeutet Deutschsein Nachfahre vieler Generationen großer Dichter, Denker und Erfinder zu sein, Angehöriger einer Nation, deren Erkenntnisse, Erfindungen, deren Entdeckungen im Zusammenspiel mit großen Denkern und Erfindern anderer Nationen die Menschheit vorangebracht haben! Es bedeutet für mich auch, Nachfahre einer Generation zu sein, die ein unvorstellbares Verbrechen begangen hat. Auch wenn ich daran nicht schuld bin oder dafür auch nur verantwortlich (Jahrgang 55) – ich werde es nicht vergessen!

Deshalb muss ich mich als Deutscher auch für nichts schämen, auch nicht fremdschämen! So wenig, wie ich die Leistungen meiner Vorväter und -mütter für mich persönlich reklamiere, so wenig will ich auch deren Verfehlungen aufgebürdet bekommen. Denn das wäre Sippenhaft!

büchler klaus | Fr, 30. März 2018 - 12:19

Der Artikel benennt zu Beginn gut den Zustand unseres Gemeinwesens und endet in nicht angebrachten Zynismus.

Die Frage ist doch nicht ob wir die einzelnen Artikel des GG feiern sollen, sondern ob die Mehrheit der Einwanderer bereit ist das GG als Ganzes zu akzeptieren und ob der Staat in der Lage und willens ist dieses Regelwerk durchzusetzen.

Alles andere führt zu einer Erodierung unseres Gemeinwesens und zu wachsender Staatsverdrossenheit.

Die Zeiten einer nonchalanten Realitätsverweigerung sind vorbei

Heinrich Niklaus | Fr, 30. März 2018 - 12:31

Was wollen Sie uns sagen, Herr Melle? Dass eigentlich alles in Ordnung ist („Jeder hat hier das Recht auf freie Entfaltung“, „das wir unser Grundgesetz haben“)?

Haben Sie noch nicht mitbekommen, dass sich wesentliche Rechte des GG gerade in Richtung „Mehr-Europa“ verabschieden( ESM, Bankenunion, Einlagensicherung etc.) Dass immer mehr Menschen hierher kommen, die z.B. die Scharia über das Grundgesetz stellen? Und dass es Kräfte gibt, die unsere Industrie, Fundament der sozialen Marktwirtschaft, bekämpfen?

Ich finde Ihre Schönfärberei wenig erhellend. Sie verstellt den Blick auf die Probleme Deutschlands und all jene, für die die Regeln des Grundgesetzes nur so lange gelten, bis sie es schaffen, ihre eigenes Regelwerk zu setzen.

Christoph Kuhlmann | Fr, 30. März 2018 - 12:31

Wieso werden den Gegnern der Einwanderung eigentlich immer Ängste unterstellt? Ich würde mich da nicht auf die Hypothesen des universitären Milieus verlassen. Außerdem,wieso stolz auf das Grundgesetz, das istdoch eher demKatzenjammer der frühen Nachkriegszeit zu verdanken und keine Leistung der heutigen Generationen. Imübrigen kann das Weltbürgertum genauso engstirnig sein wie der Nationalismus. Da werden ein paar Werte auf den Kopf gestellt, aber die intellektuellen Strukturen bleiben gleich.

Dr. Rainer Willeke | Fr, 30. März 2018 - 13:04

Es ist schwer vorstellbar, mit dem wachsenden Widerstand gegen die neue Welle der Entfremdung noch oberflächlicher als in dem vorliegenden Artikel unzugehen. Selbst Teile der "Elite" werden langsam wach und neugierig.

Karoline Vomich | Fr, 30. März 2018 - 13:37

entkommen wir nicht!

Er ist ein elemantares Bedürfnis, welches man jedem Vieh zugesteht!

Edgar Timm | Fr, 30. März 2018 - 13:41

"Es sind die Identitätsschwachen, die Unsicheren, die Atemlosen, die schon lange kaum noch Kontrolle über ihr Leben haben, die sich diese Kontrolle so sehr wünschen." - Seit meiner Kindheit galt die Gewaltenteilung und das Gewaltmonopol des Staates. Der Staat bot zuverlässigen Schutz gegen innere und äußere Feinde, die Bereitstellung von Bildung und Infrastruktur und viel anderes mehr. Das alles ist Vergangenheit - die Parteien haben sich den Staat zur Beute gemacht und die BK herrscht alternativlos wie eine Fürstin von Gottes Gnaden. Und dieser Staat verweigert uns Bürgern die Kontrolle über unser Leben - er mischt sich zunehmend in unsere Angelegenheiten ein. Er bietet keinen Schutz gegen Gewalt, verbietet aber den Selbstschutz, er fordert die Ganztagsbetreuung unserer Kinder, aber fährt Kitas und Schulen gegen die Wand. Das macht mich wütend.

. Dafür habe ich

Fritz Gessler | Fr, 30. März 2018 - 13:51

nichts ist peinlicher als ein deutscher, der sich schämt deutscher zu sein.

Klaus Liebermann | Fr, 30. März 2018 - 14:09

Wie nennt man ein Deutschland, in dem die Denk- und Meinungsfreiheit mit Füßen getreten wird? In dem Politiker mit giftigen Worten demokratisch gewählte Parteien diskriminieren und nicht zuhören können? In dem Journalisten unter der Gürtellinie argumentieren und Bundespräsidenten Andersdenkende der “Hetze“ beschuldigen? In dem das Grundgesetz ausgehebelt wird, weil die Regierenden glauben, die einzig richtige Moral gepachtet zu haben? In dem Kirchen, im Glauben, mehr Religiösität täte IHNEN gut, fromme Muslims, welcher Haltung auch immer, willkommen heißen und andersdenkende Christen durch Glockengeläut und andere Mätzchen am Denken hindern wollen? Wie nennt man ein Deutschland, dass sich selbst in einer moralinsauren Sauce ertränkt? Richtig: Dunkeldeutschland.

Wilhelm Gebken | Fr, 30. März 2018 - 14:19

Tut mir leid, ich habe den Text nicht mehr zu Ende gelesen. Zu viele Kurz -und Fehlschlüsse. Nur ein Beispiel, Zitat: "Die Folge war der McCarthyismus und damit der Beginn des Kalten Krieges". Völlig falsch. Der Kalte Krieg begann schon als der heiße noch gar nicht zu Ende war. Er war eine logische Folge all der ungelösten Probleme und der damit verbundenen Ansprüche die ab dem Zeitpunkt als klar war, dass der Krieg gewonnen werden würde, von den beiden Hegemoniemächten eingehegt werden mussten. Wenn Sie McCarthy (der bestimmt keine Ruhmesfigur gewesen ist) und seiner Denkweise die Verantwortung für den kalten Krieg übertragen, begehen Sie Geschichtsklitterung von seiner übelsten Sorte.

Ulrich Jarzina | Fr, 30. März 2018 - 14:56

Ich kann den ersten 20 Artikeln (inklusivePräambel) unseres GG von Herzen zustimmen und erachte sie als unabdingbare Grundlage für ein gelingendes gesellschaftliches Miteinander.
Dann erschöpft sich mein Verfassungspatriotismus aber auch schon. Das liegt zum einen daran, dass das GG ursprünglich ein von oben verordnetes Provisorium war. Die Deutschen haben sich, im Gegensatz zu vielen ihrer Nachbarn und Partner, ihre Verfassung nicht erstreiten müssen, sie haben sie nicht einmal in einer Volksabstimmung ratifiziert.Auch nicht nach '89. Das ist für eine Demokratie ziemlich schwach, finde ich.

Hinzu kommt, dass ich mit einigen Artikeln des GG nicht einverstanden bin. Das Staatsoberhaupt (Art 54 f.) sollte z.B. direkt vom Volk gewählt werden, denke ich. Auch sollte m.E. der Einfluss der Parteien (Art.21) beschränkt werden sollte. Unser GG sollte kein Wahlgesetz ermöglichen das zu einem Parlament führt, in dem weniger als die Hälfte der MdB direkt gewählt sind.

Anton Dr. Fred | Fr, 30. März 2018 - 15:16

Nicht nur das Grundgesetz feiern sondern auch die Rechte der Menschen durchsetzen. Was ist von einer Religionsfreiheit zu halten, bei der eine Religion toleriert werden soll, die andere Religionen nicht tolerieren will? Was ist von einem Eigentumsschutz zu halten, bei dem nur 4 % der Einbrecher tatsächlich verurteilt werden, 96 % straflos ausgehen? Was ist von einer Schule zu halten, in der das Leistungsprinzip immer weniger verwirklicht wird?
Was ist von einer Wirtschaft zu halten, die Export über alles stellt und einen fairen Wettbewerb der Nationen verhindert? Zu einem fairen Wettbewerb gehöre nämlich auch Schutzzölle, die Wettbewerbs Nachteile ausgleichen.

Manfred Gimmler | Fr, 30. März 2018 - 15:28

„Wir haben in Deutschland allemal etwas, was zu umarmen sich lohnt: das Grundgesetz.“

Na prima! Bereits in meiner Jugend hatte ich mich beim Fußballspiel in aller erster Linie über die Fußballregeln gefreut.

Mann, oh Mann, wenn das Grundgesetz alles ist, was Deutschland ausmacht, dann ist vermutlich doch eine spezifisch deutsche Kultur „jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar“.

Welch ein Marketingkonzept für den „Ladenhüter“ Patriotismus!

Ina Simoneit | Fr, 30. März 2018 - 16:19

Seltsamer Artikel. Geht das nur mir so? Ich hoffe, dass sich hier der bewährte objektive Journalismus wieder durchsetzt.

Manfred Steffan | Fr, 30. März 2018 - 16:23

schlummernden deutschen Faschismus-Virus, auch wenn sie ein paar dieser Viren in sich trägt, sondern das Ergebnis der Sehnsucht erschreckter Bürger, die Kontrolle in ihrem Wohnzimmer zu behalten; gegründet von einem Mann, der schon den Euro als Kontrollverlust empfand." Das sehe ich genauso auf der Basis meiner umfangreichen Beschäftigung mit der AfD als "Außenstehender". Allerdings klingt "erschreckte Bürger, die die Kontrolle in ihrem Wohnzimmer behalten wollen" mir etwas zu pathologisch. Gerade wenn man, wie der Autor (ich teile das), den Verfassungspatriotismus als identitätsstiftendes Konzept einer pluralistischen Gesellschaft vertritt, so droht dem reale Gefahr durch das werterelativistische Konzept eines multikulturellen Wohngebiets von Parallelgesellschaften, auf das wir zusteuern. Begründete Furcht statt diffuser Angst!

Heiner Hummel | Fr, 30. März 2018 - 16:52

Bisher bzgl. Gefallener hieß es:"Starb für Volk u.Vaterland".Nunmehr, laut vdLeyen: starb für "unsere Werte". Wieso "unsere"? Und: "Welche denn?" Die der (Schein-)Moral ? Man denke an die Rekordwerte: 2 Mrd. Boni-Zahlungen, 102 000 Abtreibungen in 2017, CO2 /Diesel ??? Ein Wort zum GG: Zum Glück kennen es 99,99 % der Menschheit nicht. Denn sonst müßten sie einsehen, dass man ein Flugzeug, mit 142 Pers.an Bord u. auf dem Weg zu einem mit 70000 vollbesetzten Stadion nicht abschießen darf! Weil (Platitüde): Die Menschenwürde kann man nicht anfassen, oder so ä.
Wenn F für die Werte Freiheit, Gleichheit, Brüderlich- keit steht, dann D für Einigkeit u. Recht u. Freiheit! Hat vdLeyen aber nicht gesagt!

Monika Medel | Fr, 30. März 2018 - 17:09

Erstens: Der von Ihnen gewünschte Verfassungspatriotismus lässt sich nicht kommandieren und würde unsere Zugereisten wohl auch kaum mitreißen. Zur Identifizierung mit einem bestimmten Land gehört überdies viel, viel mehr dazu - und dieses "viel mehr" ist etwas, was über Jahrhunderte langsames Wachstum benötigt. Zweitens: Wo sind die belastbaren Belege dafür, dass "Identitätsschwache und Unsichere" die angeblich "kaum noch Kontrolle über ihr Leben haben" sich von der AfD angezogen fühlen? Sie, Herr Melle spüren wohl, dass die Abwehrformeln unserer linksgedrehten Willkommensfraktion irgendwie daneben liegen, aber das Ergebnis ist leider nebst Arroganz nur oberste Oberfläche.

Peter Wagner | Fr, 30. März 2018 - 17:39

AFD Politiker und ihre Wähler sind also Identitätsschwach und unsicher! Selten soviel Schwachsinn und leichte Ansätze von Wahrheit in einem Artikel gelesen!

Jürgen Keil | Fr, 30. März 2018 - 18:06

Ich bin einer von denen, die Sie mit identitätsschwach und unsicher verunglimpfen.
Ich habe keine Angst, nur Sorge, dass die sogenannten Progressiven, die mit Tunnelblick Vorauseilenden, jede neue politische Mode zur absoluten Wahrheit deklarierend, den Menschen, die materielle Werte schaffen, Schaden zufügen.
Konservativ sein heißt, mit Vernunft die gesellschaftliche Entwicklung versachlichen.
Ihren Verfassungspatriotimus können Sie gern selbst ausleben. Für mich ist das GG Basis meines Handelns. Heimat und Identität sind gefühlsbetonte Begriffe. In ihnen liegt für verschiedene Menschen Unterschiedliches, aber auch viel Gemeinsames, Verbindendes. Sie können das ignorieren und sich darüber lustig machen, das ficht mich nicht an!

wolfgang spremberg | Fr, 30. März 2018 - 18:14

Wer glaubt das Deutschland unbegrenzt Menschen aufnehmen, versorgen und integrieren kann ist....ja, was ist der ? Ein "gleichwertiger" Diskussionspartner ?
Wer glaubt Deutschland könnte die armen EU Länder und Afrika retten / finanzieren...ist was ?
Ein "gleichwertiger " Diskussionspartner ?
Wer all das glaubt und trotzdem Pflegenotstand, Altersarmut, Kinderarmut usw. duldet....der muss sich nicht schämen ?
Und wenn ein Deutscher zu seinem "Deutsch sein" steht, wie ein Engländer, Franzose, Däne...dann hat das was mit seiner "verunsicherten Existenz" zu tun ? Und die, die sich nicht trauen zu dem was sie sind zu stehen ? Die von Selbstzweifel / Selbsthass zerfressenen ? Die sind nicht verunsichert ? Mein Befund ist genau andersherum.
Insgesamt ein unausgegorener Beitrag.

Peter Silie | Fr, 30. März 2018 - 18:17

"Alle Menschen sind hier vor dem Gesetz gleich. Frauen und Männer, . . . . .etc ) Sorry, aber genau das ist es, was die Menschen umtreibt. Nicht nur, dass auch ohne Flüchtlinge wir hier eine dramatische soziale Schieflage haben. Aber seit Jahren geht auch unser Rechtsstaat perdu! Grundgesetz a.A. !! Ob Passvergehen, NoGo Areas oder Messerstechereien. Wo ist das GG und damit der Rechtsstaat? Wo sind die Regierungen in Land und Staat, die dem GG zur Geltung verhelfen ?? Wir haben natürlich ein Kommunikationsdefizit. Aber das ist das Symptom, nicht die Ursache !

Ingo Kampf | Fr, 30. März 2018 - 18:18

Da sie wieder, die Beschreibung der AFD-Sympathisanten aus der "Gut-Vogel"Perspektive! Dem armen Prof. Lucke wird als Motiv der Kontrollverlust durch den Euro unterstellt. Der Mann ist Volkswirt und hat die Währung als das erkannt, was sie ist: Ein politisches Konstrukt mit erheblichen Nachteilen für viele. Es war sicher kein Ausdruck von Angst, darüber nachzudenken, wie Griechenland nach einem Schuldenerlass auf geordnetem Weg zur Drachme zurückgeführt wird. Die Angst war bei den Regierenden: Was passiert, wenn ein Stein aus dem mühselig und notdürftig zusammengekittetem Konstrukt EURO herausfällt. Vor lauter Angst proklamierte unsere Kanzlerin: Fällt der Euro - dann fällt Europa. Ahnungslose Parlamentarier segneten den ESM ab und in kongenialer Weise tat Draghi alles, um seine Freunde im Süden vorerst nicht im Schuldensumpf versacken zu lassen. Wer angesichts seiner in Luft aufgegangenen Alterssicherung der AFD zuneigt, den braucht man nicht verständnisvoll zu betreuen!

Franz Altmann | Fr, 30. März 2018 - 18:35

Im "Guardian" stand neulich ein Artikel über einen Schriftsteller, der eine Entdeckungsreise ins peruanisch-brasilianische Grenzgebiet plant, das von Stämmen bewohnt ist, von denen praktisch nur bekannt ist, dass sie keinen Kontakt wünschen. In der mit britischer Offenheit geführten Diskussion brachten etliche "progressive" Stimmen lautstark und apodiktisch ihre Vorstellungen von einer besseren Welt vor: Diversity ist Pflicht, auch für Regenwaldbewohner! Der Wunsch, unter sich zu bleiben, ist rassistisch und kann nicht geduldet werden! Zuwanderung und Vermischung muss erzwungen werden, nötigenfalls mit Gewalt!
Dass solche völker- und menschenrechtswidrigen Meinungen heute von links zu hören sind, hat mir klargemacht, dass der Diversity-Kult nichts anderes als eine Reinkarnation genau der menschenverachtenden Ideologie mit bekanntem Namen ist, die er selber zu bekämpfen behauptet.

Joachim Wittenbecher | Fr, 30. März 2018 - 18:51

Aus dem Grundgesetz wird vielfach ein Verfassungspatriotismus abgeleitet. Dieser ist eine wichtige Grundlage; er wirkt aber blutleer, akademisch und konstruiert, wenn man die kulturelle Identität außer Betracht lässt; diese besteht u.a. aus Sprache, geschichtlichen Erfahrungen, der Alltagskultur der Mehrheitsgesellschaft, Normen für das Zusammenleben, die nicht niedergeschrieben sondern überliefert sind. Ist diese Sichtweise ein Einfallstor für Rassismus? Überhaupt nicht; der Rassist sagt, Deutscher kann nur sein, wer deutscher Abstammung ist; ich meine, Deutscher kann jeder sein, der die geschriebenen und ungeschriebenen Normen der Mehrheitsgesellschaft verinnerlicht hat und sie lebt. Also z.B. auch ein Eskimo oder mein Arbeitskollege, der aus Sizilien stammt.

Norbert Meier | Fr, 30. März 2018 - 19:09

Obwohl der Artikel einige gute Ansätze zeigt, enthält er m.E. einen elementaren Fehler, und zwar die Aussage "Der Rest ist einfache Psychologie: Je fremder das Fremde, desto größer die Furcht vor ihm." Eine derartige "Furcht vor dem Fremden" dürfte zumeist nicht der Kern des Problems sein, sondern vielmehr die offenkundige Befürchtung, dass der Zuzug der "Fremden" das eigene gewohnte und geschätzte Lebensumfeld zerstören wird.

Lucas Schult | Fr, 30. März 2018 - 19:35

Man kann keine Identität erfinden. Schauen Sie nochmal genauer in die USA. Nach der Bürgerrechtsbewegung ist es eben nicht besser geworden. Das sollte uns hoher Rat sein.

Robert Kranz | Fr, 30. März 2018 - 20:49

Als ich den Artikel las, wurde eine Werbung eingeblendet: „Hilfe gegen Schnarchen“. Ist das künstliche Intelligenz ?

Karin Zeitz | Fr, 30. März 2018 - 21:37

der heutigen Migrationsbewegung mit der durch den 2. Weltkrieg bedingten Einwanderungswelle in den USA hinkt genauso wie der Vergleich der heutigen Migranten mit den Menschen, die mit den Flüchtlingsströmen 1945 aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten zugewandert sind. Der Unterschied zeigt sich deutlich durch den Vergleich der Bilder von damals und heute. Der Autor geht offensichtlich davon aus, dass alle Zugewanderten den Wunsch haben, nach den Regeln des deutschen Grundgesetzes zu leben, zu arbeiten und die deutschen Gesetze zu befolgen. Die Tatsache, dass anders sozialisierte Menschen in vielen Fällen einfach nicht dazu bereit sind und ihren gewohnten Lebensstil lieber beibehalten wollen - unter den Bedingungen sozialer Sicherheit und Fürsorge durch den deutschen Staat - kommt ihm offensichtlich einfach nicht in den Sinn. Der Unterschied zwischen Wunsch und Wirklichkeit ist es, was die Besorgnis der Mensch befeuert.

André Hoppe | Fr, 30. März 2018 - 22:22

Der Begriff „Verfassungspatriotismus" wurde doch schon von Habermas vor etlichen Jahren in die Welt gesetzt. Es handelt es sich um einen blutleeren Begriff voller Sterilität ohne Emotionen um den Begriff „Nationalstolz" zu vermeiden. Kein Begriff, mit dem man einwandernde Menschen aus „robusteren" Kulturkreisen gewinnen kann. Tatsächlich sind nicht die Identitätsschwachen, die sich Kontrolle wünschen, sondern die Identitätsschwachen sind die Entgrenzten, die in ihrem eigenen Leben keine Ordnung finden und diese Unordnung auf den Staat übertragen wollen, weil sie sich ihrer eigenen Identität nicht mehr sicher sind und von denjenigen, die sich ihrer Identität sicher sind, infrage gestellt und entblößt sehen.

Dr. Markus Müller | Fr, 30. März 2018 - 22:52

Grundgesetze, Verfassungen etc. Können sich ändern. Die Deutsche Nation bleibt. Überhaupt war sie kaum jemals in einem nationalstaatlichen Gebilde vereint.

Das Grungesetz ist kein „Kitt“ der Deutschen Nation. Es wurde noch nicht einmal von dieser beschlossen, sondern von oben herab, und sieht ausdrücklich vor, dass es durch eine vom Deutschen Volk verabschiedete echte Verfassung abgelöst werden kann. Diese kann völlig anders aussehen als das Grundgesetz, was dieses bis auf wenige Ausnahmen (Art. 1; Demokratieprinzip) auch explizit so gestattet.

Bei der AfD liegt der Autor falsch. Sie ist keine McCarthey Episode. Sie ist die Fortsetzung der Deutschen freiheitlichen Nationalbewegung, die seit 1849 verstimmt war. Freiheitlich, demokratisch, schwarz-rot-gold, großdeutsch, im Sinne der 1. Hälfte des 19. Jh.

Schon Hegel wusste: der germanische Geist ist der Geist der Freiheit. Die gegenwärtige Unfreiheit mit EU, Euro, ungeschützten Grenzen wird nicht die Oberhand behalten.

Lars Freudenberg | Sa, 31. März 2018 - 00:27

Gans so einfach ist es nicht, es geht um das beugen von Gesetzen, oder das missachten des Souverän
, ob bei der einführen des Euros den Haftungsausschluss Fremder Stadtschulden, das missachten des Dublin 3 Abkommens und so weiter. Nichtbeistands-Klausel (auch No-Bailout-Klausel ) und oder Dublin 3 sind Schutzfunktionen für die Länder der europäischen Union. Der Bruch dieser kann und wird wahrscheinlich riesiger Schäden innerhalb der Union anrichten. Die Bundesregierung Hat einen Eid geleistet. Den Souverän
zu schützen und schaden von ihm ab zu halten!!!

(TARGET2-Saldo
Forderungen der Bundesbank aus TARGET2:
Betrag: 913.989.050.687,57 Euro
(Stand: 28. Februar 2018)
Die USA haben haben auch eine Nichtbeistands-Klausel und an die wird sich auch gehalten, warum weil sie die folgen einer nicht Einhaltung schon am eigenen Leib spüren konnten.
“Wer aus der Geschichte nichts lernt, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen”

Henrich Hüttemann | Sa, 31. März 2018 - 00:54

Die romantische Vorstellung des Autors zerbirst flugs an der Realität: Das Grundgesetz interessiert die Regierenden kaum noch. Es wird gebrochen, dass es rappelt. Beispiele: Seit wann ist es Grundgesetz-konform, dass wir Kampftruppen nach Mali schicken? Seit wann ist das Nachstoßen unserer Panzer bis 150 km vor St. Petersburg ein grundgesetzlich erlaubter Akt der Selbstverteidigung? Seit wann ist der gigantische Rechtsbruchskatalog der Eurowährung auch nur ansatzweise noch Grundgesetz-konform?

Ich kann die Aufzählung seitenweise fortsetzen.

Was also soll die Hymne auf unser Grundgesetz? Ich glaube, Herr Özdimier spricht da oben. Mit dem gleichen Glaubwürdigkeitsdefizit.

Peter Raatz | Sa, 31. März 2018 - 02:47

Ein akribischer Versuch, was gemeinsames für die Menschen zu finden, die nichts gemeinsam haben. Ist nur ein schmales Büchlein, kann man umschreiben, abändern.. abschaffen. Ist eben nicht die Bibel.

Alfred Vail | Sa, 31. März 2018 - 08:35

"Es sind die Identitätsschwachen, die Unsicheren, die Atemlosen, die schon lange kaum noch Kontrolle über ihr Leben haben, die sich diese Kontrolle so sehr wünschen. "

Ich bin diese Beleidigungen echt leid.

Chris Miller | Sa, 31. März 2018 - 09:31

Eine Verfassung gibt es nur ganz oder gar nicht. Zu dieser Verfassung bzw. GG gehört auch Artikel 16a Absatz 2. Solange der Widerspruch im regierenden Handeln und diesem Teil der Verfassung besteht sehe ich keine Basis für Verfassungspatriotismus.

Hannelore Altmeyer | Sa, 31. März 2018 - 09:41

Alles was nicht in den eigenen ideologischen "Kram" passt, wird herabgewürdigt. Z.B. "Identitätsschwache, die Unsicheren, die Atemlosen, die schon lange kaum noch Kontrolle
über ihr Leben haben...dann zu guterletzt auch
noch "Demokratie ist Meinungsbildung mit Leuten,
die man nicht leiden kann".
Lt.IW-Studie gehören 33,9% aller AFD-Wähler zum
reichsten Fünftel der Republik. Die Untersuchung widerlegt die gängigen Klischees von den "Abgehängten". Die CDU kam 2017 auf schlappe 26,8% gegenüber 2013 34,1% (alles ohne CSU). Es sind demnach 21,4% ihrer Wähler von den
Fahnen gegangen.Top-Leistung. Weiter so, die
unüberlegten Aktionen aktuell sind dafür ein
starkes Zeichen.
Fazit, es lohnt. den Verstand täglich neu zu ge-
brauchen, auch wenn dieser Artikel versucht,
die AFD in die "schmutzige Ecke mit retardierter
Wählerschaft" zu stellen.
Feliz pascua

Karo Ringlinger | Sa, 31. März 2018 - 09:51

"....und zum Umgang mit der AfD: Demokratie ist Meinungsbildung mit Leuten, die man nicht leiden kann. Alles andere ist Kaffeekränzchen."
Ein Satz zum Auswendiglernen! Entlarvend scheint mir aber, dass von "Leuten, die man nicht leiden kann" die Rede ist, Emotionen, nicht rationale Argumente, spielen demnach auch aufseiten der "Guten" eine entscheidende Rolle. Die Betreffenden sollten sich einmal fragen, woher ihre Aversion gegen die AfD kommt, wie weit es mit ihrer Menschenfreundlichkeit wirklich her ist und welche Sorgen, Ängste, Vorurteile, Ressentiments sie ihrerseits leiten, statt solche - bestenfalls gönnerhaft - als Triebfedern der "Rechten" zu thematisieren.
Im Übrigen überzeugt mich das Erklärungsmodell im konkreten Fall nicht ganz: Unsichere, Schwache, Atemlose klammern sich an den Status quo antea. Ich kenne etliche gestandene, gebildete, erfolgreiche, gut situierte, weltoffene Menschen, die mit der AfD sympathisieren oder sie gewählt haben.

Thorsten Pfeffer | Sa, 31. März 2018 - 12:29

Als Unternehmer und Steuerzahler sehe ich aktuell als einzige Partei die den Finger in die Wunde legt. Ohne sie wüßte man nicht das nahezu 400 Millionen €uro als KIndergeld ins Ausland gehen. Ich hätte auch gerne mal eine KONKRETE Aufstellung über die tatsächlichen Kosten der Merkel-Flüchtlingspolitik. Eine Anfrage an die CDU wurde nebuliös beantwortet, es wird vertuscht, verschwiegen, verdreht. Ich hoffe das die AFD weiter so agiert wie bisher, auch wenn sie im Bundestag keinen Applaus bekommt - von mir bekommt sie ihn ganz sicher ! Und die paar Rechten - die hat SPD/Grüne/LInke in Gestalt der Antifa und dem schwarzen Block und die sind schlimmer !

Bernd Eifländer | Sa, 31. März 2018 - 12:46

Gut das diese Partei in den Bundestag eingezogen ist.
Sonst ginge der "Kampf" der Parteien so weiter ! Der Kampf gegen den Schlaf !!!

Beat Leutwyler | Sa, 31. März 2018 - 12:49

Schauen Sie sich das Bild des Artikels einmal genau an - fällt Ihnen etwas auf?

Das ist nicht das Grundgesetz, sondern ein Kommentar zum Grundgesetz. Es ist eine Meinung eines Juristen über die Verfassung. Dasselbe gibts auch bei allen Gesetzbüchern - sie sind nicht massgebendes Recht.

Wenn Sie als Bürger vor Gericht gehen, bekommen Sie ein Urteil, in dessen Begründung eben genau nicht der jeweilige Artikel eines Bundesgesetzes zitiert, sondern verwiesen wird auf solche Kommentare von irgendwelchen Juristen.

Diese Kommentare sind Interpretationen, wie man denn gefälligst den verabschiedeten Artikel zu verstehen habe. Weil nun jeder einen solchen Kommentar veröffentlichen kann, widersprechen sie sich diametral.

Und die Justiz? - Sie verweist weiter auf solche Kommentare (nicht geltendes Recht) nach ihren eigenen parteipolitischen Präferenzen.

Sie hat damit im Namen des Staates immer Recht, ganz egal mit welchem Kommentar-Bezug und auch was der Gesetzgeber legitimiert hat.

Frieda Fröhlich | Sa, 31. März 2018 - 13:12

"Wurst" heisst sein neues Werk. "Hans" müsste er mit Vornamen heissen, wenn die Qualität der "Wurst" der dieses Artikels entspräche. Großzügig beim "Dinner" - warum nicht "Abendessen" ? - parliert der Autor mit "tollen Menschen" , die sich so auf Stiftungsempfängen herum treiben, über das "Böse", dieses unangenehme Phänomen "dumpfer Deutschheit", der ach so verachtenswerten AfD. Da sind sich alle "tollen Leute", speziell die Stiftungsessen besuchenden, einig. Und unser Autor will dem deutschen Blut, das die Franzosen in ihrer Nationalhymne immer noch spritzen lassen, unser schönes Grundgesetz entgegen setzen. Wie das zustande kam, dürfte der Autor wissen, insbesondere wer daran mitgeschrieben und das es damals keinen Ausbruch patriotischer Gefühle gegeben hat, als es ins Werk gesetzt wurde. Zur Entzündung der neuen artifiziellen Patriotismusflamme, die dem Autor nolens volens vorschwebt, ist es nicht geeignet. Vielleicht gelingt der AfD ein besserer Vorschlag.

Karin Wolter | Sa, 31. März 2018 - 13:22

Ein Gesetz umarmen? Come ooon.

Überlasst es doch dem Einzelnen, auf was er stolz sein soll. Wir sind doch keine Jubeldeutschen.

Robert Müller | Sa, 31. März 2018 - 15:37

Ich zitiere zwei Sätze, die mir aufgestoßen sind: " die schon lange kaum noch Kontrolle über ihr Leben haben, die sich diese Kontrolle so sehr wünschen. " und "Lasst uns für alle, denen Deutschsein für ihre unsichere Existenz wichtig ist, einen singenden, klingenden Grundgesetzpatriotismus hinstellen, der sich gewaschen hat, "

Der erste Satz impliziert, dass die anderen die Kontrolle, etc, hätten. Das ist doch nur eine Illusion, die nur so lange aufrecht gehalten werden kann, bis es ernst wird. Und natürlich schickt man die eigenen Kinder nicht in die Schule mit einer Ausländerquote von nahe 100%.

Der zweite Satz ist der Vorschlag ein potemkinsches Dorf zu errichten. Auf die Idee, die Kritik anzunehmen kommt man gar nicht. Grenzen soll es keine mehr geben, Einwanderung ist gut, Geld, etc., ist für alle da und die hiesigen Regeln und Gepflogenheiten haben keinen Wert. Auch die Einwanderer werden das nur so lange gut finden, wie sie davon profitieren.

Dorothe Gaede | Sa, 31. März 2018 - 16:22

aus allen (!) Gesellschaftsschichten ( z. B. Menschen die in Duisburg Marxloh leben, die Unterzeichner der
Erklärung 2018......) sind in der Realität angekommen, Herr Melle scheint noch auf dem Wege dorthin zu sein.......

Dennis Staudmann | Sa, 31. März 2018 - 20:59

zur McCarthy-Ära in den USA. Auch damals verloren beschuldigte Menschen ihre Arbeit, ihre Stellung, wurde die Meinungsfreiheit eingeschränkt etc. Der Unterschied ist nur, dass ich diese Zeit in den USA eher als Vorläufer der heutigen linken "Moderne" sehe. Die Parallelen sind doch zu offensichtlich, um das zu bestreiten. Eine demokratische Gesellschaft, wie wir diese bis vor relativ wenigen Jahre hatten, hat keine Probleme damit, kritisiert zu werden. Sie kann sogar damit umgehen, dass es Menschen gibt, die eine Regierung und deren Entscheidungen nicht als alternativlos anerkennen. Natürlich lehne ich die McCarthy-Ära ab, aber die "Political Correctness" als linksliberales Pendant wird nicht dadurch besser, weil sie das selbst von sich behauptet. Auch mich stören viele Dinge an der Person Trump. Trotzdem war seine Wahl wichtig, um dem sogenannten Establishment zu zeigen, dass es ein Volk gibt. Die Tatsache, wie man bis heute verstört ist darüber, beweist, dass man das vergessen hatte.

Reiner Kraa | So, 1. April 2018 - 18:36

1. Die Griechenlandkrise, wie auch die Italien- und andere Krisen sind kein Ergebnis der Bankenkrise, sondern, resultieren aus der fortbestehenden Eurokrise.
2. Die Migrationskrise brach nicht über uns herein. Sie ist das Ergebnis des völligen Versagens von Frau Merkel, die bis heute darum bemüht ist, Lösungen zu verhindern.
3. Präsident Trump versucht, den weiteren Verfall seines Landes aufzuhalten und Orban, nicht Erdogan, hat die Migrationskrise wenigstens eingedämmt.
4. Unsere Verfassung verträgt keine religiösen Regeln, also auch nicht Koran oder Scharia. Die Freiheit von Religionen, die sich über die Verfassung stellen, ist nicht zu akzeptieren.
5. Schämen muss sich allenfalls die CDU, deren Mitglieder ihren Eigennutz vor die Interessen ihres Landes stellen. Aus diesem Grunde fürchten sie Volksabstimmungen.
6. Letztere scheint auch der Autor zu fürchten. Die Stimmen der Atemlosen sind ihm suspekt. Die lieber nicht fragen, scheint seine Devise. Man weiß ja nie!!!

Alexander Mazurek | Mo, 2. April 2018 - 23:36

… um 'mit dem Strom schwimmen', wie Aas und Müll, oder 'gegen den Strom', was nur lebendige Wesen vermögen - so wählt, was ihr sein wollt, denn nur an Euren Taten werdet Ihr gemessen …

Birgit Fischer | Di, 3. April 2018 - 09:09

Das Grundgesetz tauft nicht als Problemlöser. Zum Grundgesetz kann man nicht zur Laute singen. Es ist und bleibt nur ein Gesetz. Ein Staat, der Gesetze nicht mehr durchsetzt, ist kein Staat. Ein Staat, der Grenzen nicht schützen kann oder will, ist kein Staat. Die BRD ist kein Staat. Die BRD ist ein Witz, über den die ganze Welt lacht.

Thomas Kirchhoff | Di, 3. April 2018 - 09:57

AFD-Wähler als Sympathisanten zu bezeichnen ist eine bewusste Diffamierung. Diese Bezeichnung war früher für die Anhängerschaft von Terroristen gedacht.