Internationale Automobilausstellung München - Da scheppert nix

Diese IAA hat mit der automobilen Realität nichts zu tun. Die Liste der Absagen großer Hersteller ist denn auch lang. Fündig wird der Besucher hingegen, sollte er mit einem neuen 5.000-Euro-Fahrrad liebäugeln. Das Land schämt sich offenbar seiner weltweit erfolgreichsten Erfindung: des Automobils.

Lastenrad auf der IAA München
Ein elektrisches Lastenfahrrad auf der Internationalen Automobil-Ausstellung in München / dpa

Autoreninfo

Jens Peter Paul war Zeitungsredakteur, Politischer Korrespondent für den Hessischen Rundfunk in Bonn und Berlin, und ist seit 2004 TV-Produzent in Berlin. Er promovierte zur Entstehungsgeschichte des Euro: Bilanz einer gescheiterten Kommunikation.

So erreichen Sie Jens Peter Paul:

Wer das Scheitern deutscher Verkehrspolitik mit allen Sinnen erfahren will, ist in München am richtigen Ort. Schon deshalb hat die Idee, die Internationale Automobilausstellung in die bayerische Landeshauptstadt zu verlegen, nachdem sie in Frankfurt am Main nicht mehr erwünscht war, etwas Verwegenes. Das nun vorliegende Ergebnis erweist sich vollends als Fehlschlag. Es funktioniert nicht. Diese Mobility-Show ist nichts Halbes und nichts Ganzes, sondern eine Manifestation der Unentschlossenheit, der Verfehlung des Themas und der Scham. Diese IAA hat mit der automobilen Realität in der Stadt nichts zu tun und mit der Situation auf den Autobahnen von und nach München schon gar nichts.

„Wir können‘s nicht. Wieso können die es?“

Frankfurt war alle zwei Jahre das Mekka jener Leute, die den Neuerwerb eines Automobils in absehbarer Zeit ins Auge fassten und sich – am Wochenende auch mit Kind und Kegel – einige Inspirationen holen und nebenbei auch in dem einen oder anderen Traumwagen jenseits der eigenen Gehaltsgruppe Probe sitzen wollten. Das Frankfurter Messegelände brummte schon von weitem; von dieser Traditionsveranstaltung ging stets eine ungeheure, vielleicht auch ein wenig unheimliche Energie aus, die niemanden unberührt ließ und nebenbei Hotels, Taxifahrern, Gastwirten und dem Bahnhofsviertel alle 24 Monate einen Umsatzschub sicherte, der sie zuverlässig über schwache Monate hinweghob.

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Klaus Funke | Do, 9. September 2021 - 18:30

Richtig, Deutschland war das Land des Automobils und es hat das Land stark und erfolgreich gemacht über viele Jahrzehnte, fast ein Jahrhundert lang. Das scheint den grünen Ideologen ein Dorn im Auge zu sein. Irgendwie muss es doch gelingen, ein ganzes Land herunterzudrücken und zu "kastrieren". Lastenfahrräder!!?? Natürlich mit E-Technik. Na und? Wer soll den Sch.... kaufen? Wer ihn wirklich brauchen? Das sind doch Spinnereien. Und die Wirtschaftsbosse, um der Politik wie eine Hure zu dienen und natürlich um Fördermillionen zu buhlen, die liefern bereitwillig. Ein Lastenfahrrad und andere Spielereien. Toll! Mir kommt das Ganze wie die Kulturrevolution von Mao Tse Dong vor, nur im 21. Jahrhundert. Das kommt dabei heraus, wenn die grüne Ideologie zur materiellen Gewalt wird. Ein Glück (oder Pech?), mich können sie damit nicht als Kunden gewinnen. Andere auch nicht. Und da wir immer noch Marktwirtschaft haben, wird wohl der Markt das Ganze irgendwann und irgendwie regeln. Wetten?

Wie hoch ist der Anteil des Öko-Benzins am Gesamtspritverbrauch? Der Markt hat das längst geregelt, nur die Politik hängt noch stur dran fest. Ich kenne keinen, der den gepanschten Sprit tankt. Ein Lacher! Dass E-Bikes stark nachgefragt werden, hat nix mit einem gewachsenen Öko-Bewusstsein zu tun, sondern nur mit der Bequemlichkeit und der Faulheit der Leute, in die Pedale zu treten.
Das E-Auto (übrigens ökologisch überaus fragwürdig) setzt sich erst durch, wenn es sehr viel billiger geworden ist, wenn E-Säulen eine genügende Reichweite ermöglichen, die Reichweite insgesamt deutlich gestiegen ist... und der Sprit über 4 € kostet.

WD Hohe | Do, 9. September 2021 - 18:56

Sprach- und inhaltlich überzeugend.
Entsinnlichung athmosphärisch ´rübergebracht
Real Satire - auf eine zu befürchtende Entwicklung
Sie sind engagiert :-)

Ein sehr guter Artikel, mit großer Freude gelesen. - Mein Sohn - als Handwerksmeister - freut sich schon auf sein Lastenfahrrad.... xD xD Daraufhin angesprochen, machte er nur eine eindeutige Handbewegung, die war wenig schmeichelhaft. ;-) Völlig realitätsfremd. Man merkt, daß solche Leute, die sich sowas ausdenken, noch nie mit den Händen arbeiten mußten. Der goldene Löffel im Mund halt.....

Mit dem Lastenrad ins Ahrtal fahren und beim Wiederaufbau helfen. Die Idee ist krank. So etwas kann nur in den Köpfen von Leuten in der Großstadtblase reifen, die nie auch nur ansatzweise um ihre Existenz kämpfen mußten. Daß der VDA so einen Unsinn auf der IAA präsentiert, ist der kriecherischen Anpassung an FFF zu verdanken. Aber es nützt nichts. Die demonstrieren so oder so, weil das für die so ein richtiges Happening mit gutem Gefühl ist. Den Lebensunterhalt für diese, meist jungen Frauen, verdienen die Väter in der Industrie.

Rob Schuberth | Do, 9. September 2021 - 19:17

Schon merkwürdig.
Bereits vor über 100 J. ist die E.Mobilität gescheitert.
Benziner fuhren weiter u. konnten überall nachgetankt werden.

Ja, ich weiß, das Öl ist irgendwann mal alle.
Aber noch ist es nicht so weit....noch lange nicht.

Erst wenn sich ein E-Auto genauso easy wie ein heutiger Benziner/Diesel tanken und damit auch genauso weit fahren lässt, dann wird die E-Mobilität auch in größerem Umfang von den Nutzern akzeptiert werden.

By the way. Auf unsren Schweden u. Norwegentouren haben wir noch mind. 20 L in Reserve dabei. Das erhöht die ohnehin 1.000 kim Reichweite nochmals enorm.
An so etwas werden E-Autos wohl nie heran reichen...schade.

Nun, ich habe vor ca. 12 Jahren in Zuge einer Weiterbildung (Energieberater)meinen alten Professor fürBauphysik wieder gesehen.
In einer Pause kam es zu einer regen Diskussion in Punkto Ernergiegewinnung.
In diesem Zusammenhang wurde auch die endliche Ölförderung diskutiert.
Sein Urton in etwa: das das Öl nur noch 30 Jahre reicht höre ich mir schon mehr als 50 Jahre an. Das Erforschen z.B. per Satelit ferfeinert sich immer mehr und immer neue Lagesrstetten werden entdeckt.
Im übrigen wird von dem geförderten Öl nur ein Bruchteil zu Energieherstellung und für Treibstoff genutzt. Der Löwenanteil wir von der Industrie in anderweitige Produkte verarbeitet.
Mit freundlichen Grüßen aus der Erfurter Republik

@Rob Schuberth
Ein Notstromgeneratlor on board empfiehlt sich allen für Urlaubsreisen und Fahrten in unerschlossene Gebiete (wie DE).
Eine persönliche Frage, mit welcher Energiersicherheit würden manche der hier Foristen wohl 2000 km durch die Wüste Gobi fahren? Reserveakku, Solarzellen oder Kanister?

Rob Schuberth | Fr, 10. September 2021 - 11:59

In reply to by Bernd Haushalter

Aber das, werter Herr Haushalter, war nat. keine wirkliche Frage, sondern eine Feststellung.

Und da wir ja nahezu überall von Wüsten umgeben sind, und diese vornehmlich bereisen, wäre so ein Benziner/Diesel nat. nix. # Ironie off #

Übrigens ein gutes Notstromaggregat (m. Inverter) haben wir uns schon besorgt. Die Stromausfälle werden weiter zunehmen.

Wenn wir unsere eigene Grundlast erst einmal abgeschaltet haben und nur noch am Tropf der uns umgebenden Länder hängen, dann wird es viele Blackouts geben.
Und zwar nicht nur ein paar Stunden.

Bernd Muhlack | Do, 9. September 2021 - 19:40

"Wiiillmaaa! Ich will nicht zur IAA nach München!"

"Dieses Lastenrad kann bei Bedarf während der Fahrt einen frischen Gemüse-/Obstsaft pressen!
Der Zusatzkorb "SB m/w/d" bereitet derweil köstliches Stockbrot vor!"
--- ACH!
"Ja. Einfach feste strampeln oder hier drauf drücken."
"Wo? " - "Da!" - "Hier?" - "Ja!"

Frei nach LORIOT - Der Familienbenutzer
"Einfach hier drauf drücken!"

Nein, weder die Flintstones noch die Geröllheimers werden zur IAA nach MÜ kommen.
"Wilma, ich mag keine veganen Steaks/Würste."

Vor etlichen Jahren waren WIR immer bei der IAA in Frankfurt; just 100 km entfernt - mit einem Auto kein Problem.
"Autonomes Fahren" war in 1998 (?) schon ein Hirngespinst, eine Chimäre.
pantha rei ...

Ich lebe allein, habe keine Lasten; wieso sollte ich ein Lastenfahrrad kaufen?

Es lebe die Klimarettung!
Greta & Luisa haben das unwiderlegbar erklärt!
BASTA!

ähem, wieviel soll denn der olle ALFA kosten?
pipapo ... für 10 € nehm ich ihn sofort.

Es lebe die "bessere Welt".

Joachim Brunner | Do, 9. September 2021 - 19:41

Ich hatte dann auch einen Veranstaltungsort in der Innenstadt besucht.
Gesamte Reisezeit von der Messe zum Königsplatz
weit über eine Stunde! Und zwar mit einer Strecke im ÖPNV die andere im Shuttlebus.

Wann werden wir endlich wieder Vernunft in die geraedzu irre Anti-Autoprogaganda reinbringen?
Das Appeasement und der Opportunismus muss aufhören.
Es müssen endlich massiv Argumente aufgefahren werden, da könnte sich die CDU durchaus verdient machen, die SPD ebenso.

Die Messe selbst kann gerne in München bleiben,
es muss aber eine IAA sein welche den Namen verdient.
2017 konnte man noch Trauben fernöstlicher Besucher an Schnittmodellen modernster Diesel und Otto beobachten welche akribische selbst konkrete Abmessungen von Bauteilen aufgenommen haben, da konnte man tatsächlich von "International" sprechen.

Brigitte Simon | Sa, 11. September 2021 - 05:30

In reply to by Joachim Brunner

Etwas Sarkasmus für die künftige Münchner IAA, in Zukunft IBE, "Internationale Bicycle Exhibition". Dazu ein Blick zurück:

"Auch heute, schreibt die Times, scheint die Sonne am 17. September 1978 über dem Wimbledon-Stadion in London. Die "Queen" haben die Anlage für einen Tag gemietet. Dazu mehrere Dutzend Fahrräder. Darauf sitzen 65 Mädels, allesamt attraktive junge Damen, splitterfasernackt. Sie radeln im Kreis, klingeln lachend mit ihren Fahrradklingeln. Sie kreischen "Bicycle, I want to ride my"...

Eine Variante für die zukünftige IAA ? Keine SUV´s, keine schicken Girls. Nur noch CO2- freie Lastenfahrräder mit Sonnenblumen schwenkenden Alternativen*innen.

Doch die Realität sieht gefährlich aus für die unerwähnten Fußgänger, den Alten, den Gebrechlichen. Im Rücken 50 km/std schnelle riesige Lastenfahrräder, Fahrräder. Durch die Autoschlangen fahrende Lastenfahrräder. Geteilte Hauptstraßen.

Beim Aussteigen aus dem Bus ruft der Fahrer: "Achtung aufpassen auf die Rad-
fahrer"

Karl-Heinz Weiß | Do, 9. September 2021 - 19:47

Ein sehr gelungenes Stimmungsbild-Deutscher Herbst 2021. Eine Nation schämt sich ihrer Schlüsselindustrie und als einziger glaubt ein US-Amerikaner an Mobilität jenseits von Elektro-Rikschas.

Norbert Heyer | Fr, 10. September 2021 - 07:43

Vor vielen Jahren besuchte mein Sohn und ich die IAA in Frankfurt. Wir haben alle Hallen besucht, Prospekte gesammelt und wurden von hübschen Mädchen eingeladen, im neuesten Modell eines Autos Platz zu nehmen. Es war eine wundervolle Atmosphäre, alle Autohersteller waren vertreten, nach 6 Stunden verließen wir müde und zufrieden das Messegelände. Wie wäre es heute ...? Elektroautos, die niemand ohne gewaltige staatliche Zuschüsse kaufen würde. Reiche kaufen E-Autos aus Gesinnungsgründen und für den Urlaub haben sie den SUV von Mercedes, Audi, VW, Toyota oder Nissan in der Garage. E-Autos werden erst konkurrenzfähig, wenn eine akzeptable Reichweite und schnelles Nachladen möglich sind. Sie werden sich dann durchsetzen, zumal der Staat nichts auslässt, was Verbrenner-Autos von den Straßen verbannt: Spritpreise erhöhen, CO 2 drauf, Kfz-Steuer erhöhen und Fahrverbote. Der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Eine urdeutsche Erfindung muss jetzt endlich komplett beseitigt werden.

Reinhard Oldemeier | Fr, 10. September 2021 - 07:45

Der Klimawandel steht vor der Tür, so wollen es Jeden Tag die Medien verkaufen und so spielt ein Panikorchester den Blues.
So weit so gut. Wenn wir tatsächlich einen Wandel im Verkehrssektor wollen, dann sollte die Mobilität tatsächlich anders gedacht werden. Weg von den 5 Meter Schlitten mit mehr als 2 Tonnen Leergewicht. Es heißt aber auch die Produktion zurück nach Hause holen. Weniger Zuwanderung. Denn alles was CO2 produziert muss eingeschränkt werden. Es heißt Verzicht üben. Ade Just in Time und Welthandel! Ade, du schönes Reisen. Erholen am Schotterteich ist angesagt.
Ob das die Kosmopolitische Grünen, wollen möchte ich bezweifeln. Denn den Bären zu waschen ohne ihn nass zu machen , geht nicht. Diese Transformation kostet Zeit und noch mehr Geld. Nur das erzählt keiner, weil alle Angst haben.
So feiert Die Autoindustrie auf der IAA München gerade seine eigene Totenmesse.

helmut armbruster | Fr, 10. September 2021 - 08:20

wird der letzte Ort sein an dem man die technischen Leistungen Deutschlands noch lange wird sehen und bewundern können.
Unsere Nachkommen werden für diese Leistungen kaum noch Verständnis haben. Denn sie werden in einer nicht mobilen grünen Oase leben und sie werden sich mit Lastenfahrrädern oder zu Fuß bewegen.
Dass ihre Eltern sich mit PS-Boliden und sagenhafter Geschwindigkeit bewegt haben, wird für diese Nachkommen nur noch "ein Märchen aus uralten Zeiten" sein.

Gerhard Lenz | Fr, 10. September 2021 - 09:26

und stecken den Kopf schön tief in den Sand! Oder berauschen uns an Bildern aus den 60er Jahren, als das Automobil noch wie ein Fetisch verehrt wurde!

Ja damals war die Welt noch in Ordnung. Die autogerechte Stadt war das Ideal der Stadtplaner (und Gewerbetreibenden). Fußgängerzonen wurden oft nur widerwillig akzeptiert - man sollte mit dem Auto bis vor die Ladentür fahren können. Vor manchem Eigenheim standen drei und mehr Familienkutschen: die Limousine für den Chef, der Kleinwagen für die Gemahlin, damit die unabhängig zum Einkaufen fahren konnte, das Geschenk zum Abi oder zum 18. Geburtstag für den Sprössling.
Die Zeiten sind vorbei. So wie die Zeiten für Kohle und Stahl in DE vorbei sind. Das kann man nostalgisch bejammern. Hilft aber nicht.

Die Zukunft des Verkehrs? Weniger Individualverkehr in Ballungszentren, Ersatz für Verbrennungsmotoren auf dem flachen Land.
Die Kfz-Industrie wird sich ändern müssen, oder sie geht unter.

Nur wer nicht dazulernt, hat Grund zu Scham!

Ernst-Günther Konrad | Fr, 10. September 2021 - 09:32

Herrlich nüchtern und sachlich, mit Sprachwitz garnierter Artikel Herr Paul. Es haben doch bei dem Desaster bislang fast alle mitgemacht. Angeblich wollen doch die meisten Wähler das Klima retten, also sollen sie sich daran gewöhnen, wie die Zukunft der Automobilindustrie aussehen wird. Ich habe da keinerlei Wehmut. Nicht nur der Bürger, auch die Industrie macht bei dem Klima Gedöns doch mit. Man bot sogar an FfF Aktivisten Jobs an. Manager mit Millionengehältern biedern sich in devoter Haltung dem links-grünen Zeitgeist an. Also bitte schön, da habt ihr was ihr wollt. Fahren wir unsere Wasserkästen doch mit dem Lastenfahrrad nach Hause. Mal sehen wann die ersten E-LKW, E-Traktoren usw. Einzug in den deutschen Alltag halten. Ich habe da keinerlei Bedauern. Lt. woken Umfragen halten doch viele Menschen die Klimarettung für das Wichtigste schlecht hin. Bei Verlust der Arbeitsplätze hat der Staat schon vorgebaut. Es gibt reichlich Grundversorgung für alle. Nur, wer soll das bezahlen?

Jörg Hinsenkamp | Fr, 10. September 2021 - 09:41

Die Automobilindustrie wird abgeschafft, dank unserer übereifrigen Politik. Im Diktat des Batterie betriebenen Vehikels sehe ich ob des globalen Wettbewerbs kein all zu großes Erfolgspotential. Als Follower haben sich andere hervor getan, mit Sicherheit nicht die deutsche Industrie, die sich leider auch trotz innovativer Entwicklungen immer weniger nachhaltig an den Weltmärkten behaupten können (Solartechnologie). Wo bleibt all das bisher gezeigte Engagement bei der Fuel Cell, was ist mit CO2 neutralen synthetischen Treibstoffen. Technologien, mit denen wir in eine Vorreiterstellung gehen könnten. Wer glaubt im Ernst gegen chinesische Batterie Massenproduktionen anstinken zu können. Bald wird es uns gehen, wie den Kutschenbauern nach Einführung des Automobils. Wer das Herz des Fahrzeuges nicht beherrscht, der wird auch keinen Markt beherrschen. Es ist ja so beruhigend, dass man mit dem Markennamen noch immer Geschäfte machen kann, wer braucht da noch eine Produktion.

Ingo Kampf | Fr, 10. September 2021 - 11:16

Beitrag hier. Das kann nur Cicero, weil die Redaktion keine Autos „testet“ und daher nicht auf das Wohlwollen der Presseabteilungen der Hersteller angewiesen ist. Die IAA hat schon beim letzten Mal in FFM nicht mehr richtig gezündet. Es waren zu viele Hersteller nicht mehr da. VW zeigte auf seinem Stand nicht, was die Kunden wollen - sondern was VW wollte. Den ID.3 in Massen, obwohl nicht lieferbar und den Golf VIII, obwohl fast fertig, gab es nicht zu sehen. Das war dann für mich als ständiger Besucher der IAA seit 61, die letzte. Das sich jetzt abzeichnende Desaster hätte man bei diesem grünen-mischmasch-Konzept voraussehen können. Auf einer IAA will ich Autos vergleichen und keine Fahrräder sehen. Da gehe ich zur Eorobike. Ich will auch keine Belehrungen von „Vorständinnen“ über Polstermaterial aus wiederverwertbaren Plastikflaschen. Ich will keine Mobilitätsreligion, weil ich jede aggressiv belehrende Religion ablehne. Die Hersteller werden mit woken Zielen kein Geld verdienen.

Heidemarie Heim | Fr, 10. September 2021 - 13:12

Das ist doch ein absolutes Schnäppchen! Mit oder ohne Geschützvorrichtung;)? "Wir machen den Weg frei!" Aber mal im Ernst, wer kann und will sich bei diesen Anschaffungskosten "deutsche Wertarbeit" noch leisten? Da bleibt den deutschen Autobauern eigentlich nur noch das Luxussegment übrig und Wagen, die sich wie früher dann nicht mal mehr die leisten können, die sie zusammenschrauben. Ein Bekannter von uns, damals bei Opel KL, musste seinen Japaner heimlich in der hintersten Ecke des Personalparkplatzes platzieren um den Kommentaren zu entgehen. Und was machen wir eigentlich mit den ganzen spät pubertären Posern in Berlin und anderen Spots mit ihren getunten Potenzmitteln;)? Der Blinde oder sehbehinderte kann so wenigstens hören, was da mit 200 Sachen auf ihn zukommt. Mein Hybrid dagegen bewegt sich auf dem Al..-Parkplatz bzw. unter Tempo 50 tödlich leise. Immerzu erschrecke ich damit Leute, die gerade ihre Einkäufe im Kopf durchgehen und ich neben ihnen auftauche wie ein Geist;)!

Romuald Veselic | Fr, 10. September 2021 - 16:48

SUV Partei zu gründen.
Mindestens V8 & 350 PS als Eintritt Bonus.
Wenn Blödsinn, dann richtig!
Ein schnapsiges Wochenende an alle Foristen. 🤣

Rainer Balcerowiak | Fr, 10. September 2021 - 18:18

Die Zeit für den privaten Individualverkehr mit Verbrennungsmotoren läuft ab. Man kann das bedauern, und dann z,B. so einen nostalgisch-pointierten Artikel darüber schreiben, warum nicht. Aber sie läuft trotzdem ab. Und das ist auch gut so. Das Problem ist doch längst ein anderes. Wer den Individualverkehr besonders in Städten und Ballungsräumen zurückdrängen will, muss Alternativen schaffen,vor allem durch massiven Ausbau des ÖPNV. Und dabei versagt die Politik auf ganzer Linie.

Heidemarie Heim | Sa, 11. September 2021 - 13:15

In reply to by Rainer Balcerowiak

Ich kann Ihnen insoweit zustimmen lieber Herr Balcerowiak, das man was gegen die Verkehrsdichte usw. auf unseren Straßen und Autobahnen mit ihrer zum Teil gefährlich verrotteten Strukturen (Brücken ect.) endlich was unternehmen muss. Stillgelegte Bahnstrecken alltagstauglich wieder reaktivieren, Bahnhöfe/Gleisanlagen/Haltestellen von Bus, S-u. U-Bahn mit enger Taktung so gestalten, das sich der Fahrgast wohl und zu jeder Tages-/Nachtzeit SICHER fühlen kann! Und zudem preislich ausstattet, dass sich die Benutzung des eigenen PKWs nicht lohnt. Weder für Berufspendler noch in der Freizeit. Ein Beispiel: Letztens wollten wir einen Einkaufsbummel/ Abstecher nach Koblenz machen. Habe vorher geschaut wie und wo ich evtl. parken könnte und erkundigte mich dann bei der Bahn, was der Spaß zu zweit hin/zurück kosten würde und wie lange die Anreise, 70km ans Ziel dauert. Mit meinem kleinen Hybridauto, 5l auf 100, teuerstem Parkhaus und auch schneller über die A1 weniger als die Hälfte! MfG

Stefan Kreppel | Fr, 10. September 2021 - 20:10

Ich werde die Ausstellung in Detroit besuchen. Deutschland ist nur noch mit der Weltrettung beschäfftigt. Bon courage

Fritz Elvers | Sa, 11. September 2021 - 17:56

das Lastenrad gibt es jetzt auch als SUV.