Salafismus in Frankreich - Einer weniger an der Banlieue-Front

Unter Polizeischutz musste der Lehrer Didier Lemaire seinen Unterricht an einer französischen Banlieue-Schule abhalten. Jetzt gibt er auf. Ein Gespräch mit einem Mann, der nicht so enden will wie der im vergangenen Jahr ermordete Samuel Paty.

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Polizeieinsatz im französischen Trappes nach einer Messerattacke 2018 / dpa

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Stefan Brändle ist Frankreich-Korrespondent mit Sitz in Paris. Er berichtet regelmäßig für Cicero

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Stefan Brändle

Ein französischer Geschichtslehrer, der um sein Leben fürchten muss, weil er sich mit den Islamisten angelegt hat – das kommt den Franzosen bekannt vor. Es erinnert sie an den Fall des Lehrers Samuel Paty, der im letzten Oktober in Conflans-Sainte-Honorine von einem jungen Tschetschenen ermordet und enthauptet worden war, weil er im Unterricht die Mohammed-Karikaturen des Magazins Charlie Hebdo zur Debatte gestellt hatte.

Didier Lemaire lebt noch. Seine Stimme klingt am Telefon kräftig und entschlossen. Ihn von Angesicht zu Angesicht zu treffen, ist allerdings unmöglich. Nach den letzten Fernsehinterviews ist er untergetaucht. Er habe sich „ins Grüne“ abgesetzt, sagt der 55-jährige Lehrer mit den schulterlangen Haaren. „Wenn ich ins Auto steige, überprüfe ich das Schloss, und während der Fahrt schaue ich im Rückspiegel nach, ob mir jemand folgt.“

Folgen eines Brandanschlags

Wie es dazu gekommen ist? Didier Lemaire holt Atem und beginnt zu erzählen. Er lehre seit zwanzig Jahren in Trappes, einer Gemeinde von 32.000 Einwohnern südwestlich von Paris. Der Ort habe Fußballer wie Nicolas Anelka oder Schauspieler wie Omar Sy hervorgebracht. Allerdings seien aus dem Ort auch 70 Jung-Jihadisten in den Syrienkrieg gereist – „mehr als aus jedem anderen Ort Frankreichs.

Trappes, das heißt soviel wie Banlieue. Im Jahr 2000, als er angekommen sei, hätten Unbekannte gerade einen Brandanschlag auf die Synagoge verübt, erinnert sich Lemaire. „Viele Juden verließen darauf die Stadt. Dann zogen auch die Portugiesen weg, gefolgt von Moslems, die es in die Mittelklasse geschafft haben.“ Das sei vielleicht keine ethnische Säuberung, dafür eine salafistische, meint der Lehrer in tadellosem Französisch.

Einfluss der Salafisten wächst ständig

2013 sei es einmal zu schweren, tagelangen Krawallen gekommen, als die Polizei eine Nikabträgerin aufgrund des landesweiten Burkaverbotes büßen lassen wollte. Seither herrsche aber wieder Ruhe im Ort, und die Kriminalität sei zurückgegangen, meint Lemaire. Dafür sorge allerdings weniger die Polizei als vielmehr die Einwirkung durch die „großen Brüder“. Die Salafisten.

„Ihr Einfluss wächst ständig“, hat Lemaire festgestellt. Er dringe bis in seine Schule, seine Klassen vor. „Zu Beginn, im Jahr 2000, habe in seinem Unterricht ein einziges Mädchen ein Kopftuch getragen“, sagt der Lehrer. Heute tue das die Hälfte der Schülerinnen. Einige trügen den Dschilbab, ein Gewand, das auch die Hände bedeckt.

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Rainer Mrochen | Mi, 17. Februar 2021 - 07:51

In Deutschland ist die Situation vielleicht noch nicht so ausgeprägt wie in Frankreich. Wir laufen, wie im übrigen auch gegenüber den USA, nur ein paar Jahre hinterher. Allerdings denke ich, daß wir ebenfalls Eskalationsstufen im "Zusammenleben" unterschiedlicher Weltanschauungen erleben werden. Dies wird von den Verantwortlichen mindestens billigend in Kauf genommen oder es entspringt einer naiven Weltsicht die durch den Irrglauben an einen ungehemmten Globalismus, bedingungsloser Weltoffenheit und kindlich geprägter Vorstellung friedlichen Zusammenseins geprägt ist. Auf dem diplomatischen Feld wird mit harten Bandagen gekämpft. Einig ist man sich nur darin die eigene Macht zu erhalten und das Volk zu kontrollieren. Das krasse Gegenteil dessen, was nach aussen hin gepredigt wird. Eine gerechtere Welt muß keine Utopie sein. Aus den Erfahrungen der Vergangenheit, wird das allerdings Jahrhunderte dauern, sofern der Planet dann noch bewohnbar ist.

Reinhold Schramm | Mi, 17. Februar 2021 - 10:07

In reply to by Rainer Mrochen

Wegen meiner kritischen Bemerkungen der nach Deutschland bevorzugten Flucht und Migration zur sozialen und finanziellen Absicherung der Islamisten und Familien, da sie bei ihren bisherigen türkisch-islamischen, katarischen und saudisch-arabischen Finanziers in aller Regel keine Aufnahme finden, wurde auch ich in Folge meiner Kommentare im vorgeblichen Meinungsmedium „der Freitag“ gesperrt und finden meine Kommentare keinen Zugang zum Leser mehr.

Zuvor wurde ich als Faschist und Rassist von anonymen Schreibern in den Kommentar-Spalten diffamiert. Dagegen half auch meine väterlich-jüdische Familiengeschichte nicht. So werden Menschen mit einer jüdischen Familiengeschichte mit Massenmördern, Faschisten und Rassisten in der heutigen gutbürgerlichen Medienwelt Deutschlands in einen Topf geworfen.

Auf meine Nachfrage gibt es keine Antwort.

PS: Damit entsorgt man auch heute den deutsch-jüdischen Humanismus und Antifaschismus in Deutschland.

Wolfgang Jäger | Mi, 17. Februar 2021 - 09:02

Schon beim Lesen wird einem schlecht. Was sich in Frankreich über Jahre hin zusammengebraut hat, ist beängstigend. Das Land rudert hilflos und weiß doch schon, dass es längst zu spät ist. In Deutschland klatscht man Beifall, wenn wieder einmal von NGOs, und Kirchen organisierte Schlepperbote den islamistischen, salafistischen Nachschub im Mittelmeer aufsammeln. Der Islam hat dem freien und aufgeklärten Europa bzw. der Welt seit dem 11.9./2001 den Krieg erklärt. Hereinspaziert mit den Kriegern! Deutschland und Europa sind auf dem besten Wege, sich abzuschaffen. Was nun in Frankreich passiert, sollte ein warnendes Beispiel sein! Aber weit gefehlt! Die Krieger haben Erfolg, breiten sich aus, unterwandern unsere Gesellschaft in allen Bereichen. Und wir schauen zu und befeuern die Entwicklung noch. Die Migrationspolitik der EU bzw. Deutschlands ist eine einzige Einladungskarte für die modernen Kämpfer des Islam. Auch das Netz ist voll von islamistischen Hetzern. Zum Verzweifeln!

Dass Foristen auch diesen Beitrag zur Abrechnung mit dem Islam nutzen wollen, war zu erwarten.
Dabei geht aus dem sehr interessanten Lesestück hervor, dass auch der Mittelklasse angehörende Muslime die Banlieues verlassen.

Natürlich ist gerade in Frankreich die Bedrohung durch islamistische Fanatiker sehr real. Dass diese sich in den Banlieues ausbreiten, mag auch stimmen. Allerdings nicht ausschließlich dort.

Die Banlieues sind jedoch praktisch seit ihrer Entstehung soziale Brennpunkte. In den hässlichen Wohnklötzen der Vorstädte hat man schon immer jene Menschen geparkt, die sich ein Leben an den feinen Boulevards der Innenstädte niemals leisten können.
Dort brennen schon seit Jahrzehnten regelmäßig Autos, gibt es Auseinandersetzungen mit der Polizei, angezettelt von Menschen unterschiedlicher Herkunft.

Vergleichbar ist das ungefähr mit den Plattenbausiedlungen im deutschen Osten, nur dass dort eben unter rein deutschen Bevölkerungsteilen der Rechtsextremismus wuchert.

Dann schließen Sie jetzt aber bitte auch Ihre eigene Argumentationskette, Herr Lenz.
Es stimmt ( und nicht: es mag stimmen), dass die Banlieues der Großstädte soziale Brennpunkte darstellen. Der überwiegende Anteil seiner Bewohner sind afrikanische , hauptsächlich nordafrikanische , Zuwanderer , deren Kinder und Enkel. Hier zeigt sich Frankreichs desaströse Integrationspolitik: Arbeitslosigkeit, Drogen, Alkohol, Ausgrenzung, Perspektivlosigkeit...genau der richtige Nährboden für Radikalisierung.Und so wird dann aus dem Islam Islamismus.
Wer solche Zustände nicht will, sollte dafür sorgen, dass Migranten genau die Chancen bekommen, die sie bei uns suchen.Das bedeutet aber auch,dass ein Land gut beraten ist, nur so viele ins Land zu lassen, wie er erfolgreich integrieren kann.

Wie sagte vor ein paar Jahren eine erfolgreiche junge Muslimin in Deutschland im Interview: "In Deutschland wird dir die Bildung auf dem Tablett serviert. Du musst sie nur annehmen." Und genau deshalb sitzen die Muslime in den Banlieues oder bei uns in entsprechenden herunter gekommenen Stadtteilen. Sie nehmen die Bildungsmöglichkeiten nicht an, sondern belästigen Lehrer wie Mitschüler mit ihren rückständigen religiösen Ansichten und Ausbrüchen von Gewalt, Herr Lenz. Verständlicherweise verlassen die Muslime, die mit Fleiß und eben Bildung aufsteigen die abgewirtschafteten Vorstädte. Sie sind der Beweis,dass man es schaffen kann.

...In den ostdeutschen Plattenbausiedlungen? Gibt es dort Auseinandersetzungen mit der Polizei, brennen dort Autos? Doch wohl eher in Leipzig-Connewitz. Und wo sind denn die ganzen Nazis? Ich habe dort noch keine gesehen. Und wieviel Autos brennen und wieviel Geschäfte werden geplündert wenn Pegida "marschiert"? Wenn Autos dort brennen dann die von denen die bei Pegida mitlaufen. Ich hoffe nur dass Sie selber glauben was Sie schreiben.

Es gibt auch Millionen christliche "Bio-Franzosen", die sich ein Leben an den feinen Boulevards der Stadt niemals leisten können.
Das die sich die auch radikalisiert haben, das wäre mir neu.
Die Menschen, die in den Banlieues wohnen, sind meist nach Paris gezogen, weil sie an dem Wohlstand teilhaben wollten. Ohne die entsprechende Bildung und ohne entsprechende berufliche Fähigkeiten wurde das aber nichts. Und so konnte man sich eben nur die Mieten in den Randbereichen von Paris leisten. Das ist in jeder anderen großen Stadt der Welt genau so.
Fremdenfeindlichkeit hat mit Sicherheit auch dazu beigetragen, ist aber bestimmt nicht der Hauptgrund, denn es gibt genug Beispiele von Moslems, die sich aus den Banlieues "herausgearbeitet" haben.
Man muß auch immer bedenken, dass Frankreich ein laizistischer Staat ist.
Da kommt es nicht gut an die eigene Religion immer wieder zu erwähnen und optisch nach aussen zu tragen.
Wem das nicht gefällt, der muß eben auswandern.

Um die ostdeutsche "Platte" gleichzusetzen mit den hier (schockierenderweise völlig zutreffend) beschriebenen Zuständen der frz. Banlieus reicht es definitiv nicht ansatzweise, auf nur einem Auge blind zu sein. Einfach nur grotesk... in höchstem Maße grotesk!

Warum? In Frankreich wurden diese Menschen langsamer angesiedelt und sie sprechen die Landessprache. Wir haben innerhalb weniger Jahre mehr als 2 Millionen - ohne Sprachkenntnisse und ohne jede Chance auf Integration aufgenommen. Ein Teil der neu aufgenommenen zeigt uns schon jetzt mit Gewalt und Rücksichtslosigkeit wie unsere Zukunft aussehen wird.
Ich verstehe nur nicht, warum wir uns das antun.

Nun, liebe Frau Basler, es gibt viel zu viele Menschen in Deutschland, die nicht
selbständig denken bzw. ihren eigenen Gedanken nicht trauen, so daß sie lieber die
Erzählungen glauben, die ihnen täglich von den Medien ins Haus geliefert werden.
Dort wird grundsätzlich alles, was Migration und Islam anbetrifft, in hellen Farben gemalt, und j e d e r , der es wagt, auf Gefahren u, schlimme Fehlentwicklungen hinzuweisen, wird als ein böswilliger Zeitgenosse, dem Toleranz, Mitmenschlichkeit u. Fortschrittsdenken fehlen, verdammt.

In dieser B L A S E befinden sich alle unserer Mitbürger, welche die GRÜNEN, die LINKEN und die SPD wählen. Und von den CDU- und FDP-Wählern wagt keiner - auch wenn er große Sorgen wegen des zunehmenden Einflusses des Islams hat - die AfD zu wählen, weil ja dann - Gott bewahre! - eine neue Nazi-Regierung vor der Tür steht. Morgen schon.

Also: Es gibt kein Entrinnen!
Es wird so kommen, wie Sie richtig schreiben:
"Wir werden Frankreich schnell überholen."

... betreiben Unterwerfungspolitik in der Hoffnung verschont zu bleiben. Erster Schritt zur Selbstbehauptung wäre RotGrün per Wählerstimme aus den Parlamenten zu entfernen. Aber danach sieht es derzeit nicht aus. Also wird es erst noch weiter Richtung Selbstauflösung/Selbstzerstörung gehen.

Welche Parteien einen großzügigeren Umgang mit Zuwanderung wünschen ist allgemein bekannt.
Deren Wähler wollen diese Haltung stärken oder müssen sie billigend in kauf nehmen weil sie anderen Parteien kein Vertrauen schenken.
Der Glaube unserer Regierung ist sicherlich gescheitert, durch den teilweise unkontrollierten Zustrom von mehrheitlich jungen Männern, den Arbeitsmarkt zu beleben.
Die Zahlen der Sozialkosten beweisen dies.
Derartig falsche Entscheidungen sind leider unumkehrbar. Deshalb vermute ich, werden wir, nicht nur zuletzt wegen Corona, starke rechtliche, kulturelle und wirtschaftliche einschränkende Verändeungen hinnehmen müssen.
Das westliche Europe wird in den nächsten 25 bis 50 Jahren diesbezüglich nicht zur Ruhe kommen können.

Norbert Heyer | Mi, 17. Februar 2021 - 09:47

Als vor einem halben Jahr ein Geschichtslehrer von seinem Schüler enthauptet wurde, war die Empörung groß. Herr Macron verkündete harte Maßnahmen, Herr Erdogan antwortete entsprechend. Die Macht der „neuen Bürger“ scheint immer mehr zu wachsen und die Salafisten steuern und leiten diese Entwicklung. Wenn bald die „kritische Grenze“ erreicht sein wird, beginnt mit tödlicher Sicherheit ein Verteilungskampf, den eine alte und nicht wehrhafte Nation wie Frankreich verlieren wird. Es ist wie immer: Die Intoleranten vernichten die Toleranten. Ihre Ideologie und auch der Zusammenhalt untereinander ist ausgeprägter als bei uns. Frankreich hat schon bestimmte Stadtteile abgeschrieben, wird auch bei uns passieren. Jeder der davor warnt, wird in die bekannte Ecke verschoben. Viel zu vielen Menschen fehlt das Geschichts-Bewusstsein, wie so etwas endet: Auch der Held aus dem Teutoburger Wald - Hermann - war ein nach Rom verschleppter Germane von Adel, der den Anfang vom Ende Roms einläutete.

Die Germanen haben mitgeholfen Westrom zu vernichten, während es für Ostrom Türken und Araber waren. Nicht zu vergessen, dass sie Hilfe von christlichen Kreuzrittern hatten, die in ihrer Gier das geschwächte Ostrom eroberten und plünderten. Dann später der Versuch Wien und Spanien zu erobern, während Napoleon dann noch später die umgekehrte Bewegung einleitete. Es gibt eine lange Geschichte des Krieges und wie die Bevölkerungszahlen zeigen, bewegt sich wieder einmal das Pendel. Wobei der europäische Bevölkerungsrückgang ein weiteres Beispiel für die nicht gemachten Hausaufgaben der Regierenden ist. Wobei wir da allerdings nicht alleine sind, in Asien steht man vor dem selben Problem, nur bei einer höheren Bevölkerungszahl. Das Problem ist einfach, dass Kinder in reichen Gesellschaften irre teuer sind und auch viel Zeit kosten, die dort niemand hat. Ohne bsw einer guten ausserfamilieren Kinderbetreuung geht es nicht. Was übrigens auch gegen Islamisten helfen würde.

Stefan Jarzombek | Mi, 17. Februar 2021 - 09:58

... das mag vielleicht Frankreich betreffen, jedoch die Bundesrepublik oder andere Länder in Europa...
Wer sich hierzulande jedoch mit der letzten Islamkonferenz befasst hat und mit offenen Augen durch die Welt geht weiß, daß auch hier die Uhren des Islam anders ticken,als von der Regierung gewünscht.
Gehört nun der Islam zu Deutschland, zu Europa, ein Islam der so ist wie es seine Befürworter gerne hätten, oder nicht? Diese Frage sollte jeder für sich selbst beantworten nachdem er einmal mehr einen solchen Tatsachenbericht gelesen hat.

Ernst-Günther Konrad | Mi, 17. Februar 2021 - 10:07

Da kommen wir auch noch hin, wenn die Politik nicht endlich handelt und den "wahren" Kampf aufnimmt. Jede Form von Extremismus muss entgegen getreten werden. Nur eine Geschichte aus Frankreich und wie viele sind unbekannt? Diejenigen, die davor warnen werden der Gesellschaft als Demokratiefeinde präsentiert und die Auswirkungen einer ungesteuerten Migration noch immer beschönigt, bis hin zum Verschweigen. Wer weiß, wie viele Lehrer, Polizisten, Staatsanwälte und Richter inzwischen bei uns bedroht werden? Der Alltag spiegelt uns alles bereits jetzt schon wider. Wegen Corona konnte man die Grenzen schnell schließen. 2015 ging das angeblich nicht. Die Geister, Ihr links-grünen Gutmenschen, die ihr rieft, bedrohen uns alle. Noch lebt ihr "geschützt", fernab von Clans und Moscheen, schickt Eure Kinder in Privatschulen und lebt gut vom Geld der Steuerzahler in Form von Diäten. Noch. Erst wenn die ersten von Euch persönlich damit konfrontiert werden, wacht ihr auf. Dann wird es zu spät sein.

Tobias Schmitt | Mi, 17. Februar 2021 - 11:05

Viele junge Menschen sind beeinflussbar und naiv. Auch in meiner Schulzeit waren die ausländischen Jugendlichen die Cooleren. Die, die schon rauchten und Drogen nahmen, als wir noch keine Ahnung von gar nichts hatten. Und sie wurden schon damals von den meisten anderen Jugendlichen bewundert.
Jugendliche in Großstädten werden außerdem nicht mehr von ihren Eltern erzogen, sondern von der Clique oder Influenzern. Der Unterschied zu meiner Jugend ist, dass man viel schneller angeprangert wird als früher. Im Internet verteilt sich alles rasend schnell, und jeder hat heute ein Handy dabei und kann Videos machen und schneiden. Also in einem Satz: Man wird ununterbrochen bewertet.
Dementsprechend verhält sich die Jugend auch. Solange sie bei "den Coolen" sind, passiert ihnen nichts. Also kopieren sie sie und passen sich an.

Religionen sind außerdem nicht die Einzigen, die Jugendliche instrumentalisieren. Auch die Grünen, wenn sie das Wahlalter auf 16 setzen wollen, tun nichts anderes.

gabriele bondzio | Mi, 17. Februar 2021 - 11:11

Es ist der blanke Horror, solche Berichte zu lesen und sich damit vor Augen zu führen. Das einige Staaten in gewissen Gebieten nicht mehr in der Lage (bzw. nur unter starken Polizeischutz) sind, die Bürger (die sich für demokratische Grundrechte stark machen) ausreichend zu schützen. Was ja auch in DE zutrifft . Die Zahl der Salafisten ist jetzt mehr als dreimal so hoch wie 2011. (tagesspiegel.de/Szene wächst auf mehr als 12.000 Menschen)
Besonders zu beobachten in den Ländern, in denen muslimisch-illegale Einwanderung sehr stark war. Damals war es ja „nicht möglich“ Grenzen zu schützen. Das es durchaus geht sieht man(n)/frau heute.

"Politische Probleme sind wie Camembert: Wenn man sie lange liegen läßt, laufen sie einem davon."
Edgar Faure

Romuald Veselic | Mi, 17. Februar 2021 - 11:13

Ähnliches erzählte meinem Opa sein Vater, dessen Vater 1877, der in der serbischen Armee gg. die Osmanen/Türken gekämpft hatte, in diesem Krieg gefallen ist. Kompliziert im Rückverlauf, aber authentisch. Und sie gehörten der kroatischen Minderheit an, in dem kleinen serbischen Königreich.
Übrigens: Ganz aktuell zum Thema Islam & Gleichberechtigung. Die Prinzessin Latifa (35) aus Dubai, Tochter des Emirs Raschid Maktum, sitzt im Hausarrest s. 2018, weil sie aus diesem potemkinschen Briefmarkenland abhauen wollte. Wo sind die D-Feministinnen u. Metoo Predigerinnen mit ihrem Empörungsgehabe?

Johan Odeson | Mi, 17. Februar 2021 - 11:14

Wir leisten uns unter dem Deckmantel der Toleranz und unter staatlicher Subvention ein Krebsgeschwür das immer weiter wuchert. Das passt allerdings nicht in die Märchenstunden der Linken vom Islam als unterdrückter Minderheit. Solche Entwicklungen werden gedeckt und als Einzelfälle abgetan. Ein paar Krokodiltränchen bei Kollateralschäden und schon stimmt das Weltbild wieder. Zudem liefert man die moderaten Muslime einem fundamentalistischen Islam aus.

Helmut Bachmann | Mi, 17. Februar 2021 - 12:43

Wenn das problematische Wort „Leugner“ irgendwo passt, dann bei den naiven Relativierern und Wegschauern auf linksgrüner Seite. Ein Mischung aus naiver Buntiromantik und größenphantastischen, arroganten Ausblenden der realen Welt sind, gekoppelt mit Angst vor dem Untergang wegen des Diesels, quasi Markenzeichen der Zeitgeistpartei. Die werden weiter den Kopf in den Sand stecken und uns merkelianisch versuchen zu erzählen, dass bei uns ja alles anders läuft. Provinziell.

Markus Michaelis | Mi, 17. Februar 2021 - 13:37

"‘Monsieur, der Salafismus ist anders, als Sie denken’."

Ich denke, da ist viel dran. Ich denke, dass unsere Gesellschaft (zunehmend? relativ zur Dringlichkeit?) unfähig ist, sich mit diesen und auch einigen anderen Dingen auseinanderzusetzen. Ich denke, "strukturell" ist es unserer Gesellschaft nur möglich die Eigensicht als die letztlich in einem höheren und absoluten Sinn wahre zu sehen und wir sind gut darin in anderen Wertesystemen die Fehler anzuleuchten, die klar unsere Sicht bestätigen. Der Rest bleibt (für uns) im Dunkeln. Wenn wir sehen, dass wir mit unserer Sicht nicht durchkommen, gehen wir davon aus, dass wir uns anpassen müssen - denn es kann (für uns) nur eine Wahrheit geben: wenn wir nicht durchkommen, dann müssen wohl die anderen Recht haben.

Ich denke, dass das weit weg ist von der "Realität" oder den Realitäten, die konstruktionsfähig und durchhaltbar sind.

... das es hier - bei dem von Ihnen so "nett" beschriebenen "Dunklen" um MENSCHENRECHTE geht, die weltweit gelten!! Ok, die islamischen Staaten haben dies nie anerkannt, da für sie nur die Kairoer Erklärung gilt, die auf dem Koran fußt, der ja Frauen allgemein nicht als gleichberechtigt ansieht, quasi Eigentum des Mannes....
Wenn Sie das ok finden, wenn jemand das IN UNSEREN LÄNDERN durchsetzen will und WIR UNS ANPASSEN MÜSSEN, dann versuchen Sie das mal in den 57 islamischen Staaten durchzusetzen.... Viel Glück. Sie als Mann haben ja nicht viel zu verlieren im Islam, Konvertieren geht schnell und als Mann hat man erhebliche Vorteile. Ich kann gar nicht so viel essen wie ich ..... könnte....

Dr. Hermann Josef Stirken | Mi, 17. Februar 2021 - 14:03

Diese Integration gewisser Bevölkerungsgruppen wird nicht gelingen und führt zu einer Spaltung der Gesellschaft. Am 16.10. 2010 zitiert Der Spiegel Angela Merkel: "Der Ansatz für Multikulti ist gescheitert, absolut gescheitert!" Warum sollte sich an dieser Analyse etwas geändert haben? Merkel nimmt die Konsequenzen der Nichtbeachtung ihrer Analyse nur wissentlich ohne Rücksicht auf Nachteile in Kauf. Die Privilegierten werden mit den Folgen umgehen, nur der große Anteil der übrigen Bevölkerung wird diese Folgen ertragen müssen. Es war immer ein bemerkenswertes Merkmal der deutschen Gesellschaft, dass Klassenunterschiede sich in Grenzen hielten. Im übrigen trifft diese Konsequenz auch die Menschen mit Migrationshintergrund, die sich gut integriert haben und am Weiterbau dieser Gesellschaft beteiligt sind.

Franz Jürgens | Mi, 17. Februar 2021 - 17:41

Ach, das wird die gute Frau Widmann-Mauz doch mit Leichtigkeit hinbekommen:eine spannungsfreie Integration dieses Leute in ein Zusammenleben voller Sympathie und gegenseitigem Interesse!

Wolfgang Beck | Do, 18. Februar 2021 - 10:54

"Die Banlieues sind jedoch praktisch seit ihrer Entstehung soziale Brennpunkte. In den hässlichen Wohnklötzen der Vorstädte hat man schon immer jene Menschen geparkt, die sich ein Leben an den feinen Boulevards der Innenstädte niemals leisten können.
Dort brennen schon seit Jahrzehnten regelmäßig Autos, gibt es Auseinandersetzungen mit der Polizei, angezettelt von Menschen unterschiedlicher Herkunft.
Vergleichbar ist das ungefähr mit den Plattenbausiedlungen im deutschen Osten, nur dass dort eben unter rein deutschen Bevölkerungsteilen der Rechtsextremismus wuchert."
Warum wurde dieser Beitrag veröffentlicht - sollte der Forist der Lächerlichkeit preisgegeben werden? (Wohne zufällig neben einer solchen Plattenbausiedlung - sehe nicht im geringsten eine Vergleichbarkeit. Nicht mal der Ausdruck "unter rein deutschen Bevölkerungsteilen" stimmt.)