Eine Luftaufnahme zeigt die Colombo Port City in Sri Lanka / picture alliance

Colombo Port City in Sri Lanka - Milliardenschweres Luftschloss made in China

Die geplante Hafenstadt Colombo Port City sollte Manhattan in seinem futuristischen Antlitz nacheifern. Von dem milliardenschweren Projekt ist aber auch zehn Jahre nach Baubeginn nichts zu sehen. Wie so oft in der Vergangenheit, wenn chinesische Investoren in Sri Lanka das große Glück versprachen.

Autoreninfo

Philipp Mattheis ist Herausgeber von BlingBling, einem wöchentlichen Newsletter über Bitcoin, Geld und Freiheit. Von November 2019 bis März 2021 war er Ostasien-Korrespondent von Stern und Capital in Shanghai.

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Die Luft hängt schwer und schwül über der Colombo Port City, einer 270 Hektar großen, mit Sand aufgeschütteten Fläche vor den Toren der Hauptstadt Sri Lankas. Eine Grafik der South China Morning Post, einer Zeitung aus Hongkong, zeigt ein futuristisches Manhattan in den Subtropen. 2011 begann das Projekt. Nur seit Jahren ist da nichts außer einem Haufen Sand und ein paar Baukränen. Zur Zwischennutzung hat man eine Golf-Shooting-Range und einen Quad-Park errichtet. 

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Peter Sommerhalder | Di., 24. Januar 2023 - 09:46

wichtig ist das doch gar nicht was China da so alles vor hat. Viel wichtiger wäre es doch, dass Europa sich endlich wieder auf seine Stärken konzentrieren würde.

Aber nein, Europa höchstes Ziel ist es die Welt retten zu wollen und vergisst dabei völlig seine eigenen Interessen. Wenn Europa so weitermacht und danach sieht es aus, dann wird in absehbarer Zukunft Europa unbedeutend!

Wollen wir das...?

Gerhard Lenz | Di., 24. Januar 2023 - 10:19

wie es gegessen wird.

Nicht überall, wo "Made in China" draufsteht, ist auch nur annähernd Qualität drin. Man erinnere sich in DE nur an das Fiasko im Zusammenhang mit dem Flughafen Frankfurt-Hahn.

China ist überall zur Stelle, wo wirtschaftlicher Erfolgt winkt. Es stellt sich aber zunehmend heraus, dass in der glänzenden Hülle des zukünftigen "Superstaates" zu oft nicht mehr als heiße Luft zu finden ist.

Trotz allem werden die Chinesen gerade in Entwicklungs- und Schwellenstaaten gerne als Investoren gesehen. Man fürchtet Abhängingkeit vom Westen, politische Einmischung z.B. bei der Beachtung von Menschenrechten und kulturelle Einflüsse, die mit heimischen Werten nicht unbedingt vereinbar sind.
China scheint da ein besserer Kandidat zu sein - die Chinesen schert nicht, mit wem sie Geschäfte machen, es muss sich nur lohnen.

Was aber, wie in Sri Lanka, bedeuten kann, dass die Chinesen schlicht die Lust verlieren...