Kampf gegen islamistischen Terror - Erdogan gegen Macron – und den Rest der Welt

Während Macron deutlich zwischen Islamismus und dem Islam differenziert, versteht Erdogan Frankreichs Kampf gegen den Terror als islamfeindlich – und schreckt vor verbalen Ausschreitungen nicht zurück. Solidaritätsbekundungen anderer EU-Länder reichen nicht mehr.

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Versteht Frankreichs Kampf gegen den Islamismus als islamfeindlich: Recep Tayyip Erdogan / dpa

Autoreninfo

Kay Walter arbeitet als freier Journalist in Frankreich

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Kay Walter

Der türkische Präsident Erdogan heizt den Streit mit Frankreich immer weiter an. Nachdem er Emmanuel Macron schon als „Kandidaten für eine psychologische Behandlung“ bezeichnete, fordert er nun alle Türken auf, französische Waren zu boykottieren. Europa, allen voran Frankreich, sei islamfeindlich, so Erdogan. 

Anlass für Erdogans erneute Attacken ist die klare Haltung, die Macron nach der brutalen Ermordung des Lehrers Samuel Paty bezogen hatte. Islamistische Hetzer dürften sich in Frankreich keinen Moment sicher fühlen, sagte Macron, der in seiner Rede sehr sorgfältig zwischen Muslimen und Islamisten unterschied, ehe er Paty zum Gesicht der Republik erklärte und „zum Gesicht unseres Willens, die Terroristen zu brechen, die Islamisten zu vernichten und als Gemeinschaft freier Bürgerinnen und Bürger in unserem Land zu leben.“

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Charlotte Basler | Di, 27. Oktober 2020 - 17:48

dass sich unsere Politiker gegenüber den Lamisten immer so devot zurückhaltend zeigen! Man stelle sich vor, ER würde einen Bann auf deutsche Produkte oder deutsche Parteien ausrufen - oder er würde gar auffallend und mit Ankündigung wieder Migranten nach Europa treiben. Nicht auszudenken! Da bleiben wir doch lieber zaghaft. "Mut ist die Tugend, die für Gerechtigkeit eintritt" (Cicero?)
Möge die T Lira ins bodenlose fallen! Lieber ein Ende mit schrecken als "Egowahn" ohne Ende.

Aberglauben und feudal-religiöser Wahn des Islam in Deutschland und Europa heute.

Abstruse Forderungen aus Moscheen, oder: weltliche Aufklärung unerwünscht.

„Da wird zum Beispiel die generelle Freistellung vom Schwimmunterricht oder die Absetzung der Sexualkunde gefordert.“ Und der Vorsitzende des Schulleitungsvereinigung Nordrhein-Westfalen weiß, „wie viele Lehrer bestimmte Themen im Unterricht vermeiden, um Problemen aus dem Weg zu gehen“.

„Als ich junge Lehrerin war, gab es noch keinen politischen Islam an den Schulen.“ Seitdem ist viel passiert. Islamisten agitieren seit Jahrzehnten in den muslimischen Communities. Das hat Folgen in den Klassenzimmern, und zwar schon bei den jüngsten SchülerInnen.

Vgl. https://www.emma.de/artikel/einschuechterung-lehrerinnen-338157

So wie der Geist des Menschen hinter dem Fortschritt hinter her hinkt, so hinken die "Weichenwärter" der Gesellschaft der Realität hinter her & wundern sich, wenn ihre Experimente misslingen.
Wie hieß die Parole vor Merkel?
Fördern & fordern!
Was ernten wir zur Zeit?
Eine Parallelgesellschaft, die quantitativ zunimmt & qualitativ abnimmt!
Hinzu kommt bei diesen immer stetig steigenden "Komplexen & Systemen" die Anfälligkeit in Bezug auf den ehemaligen Inhalt & Kurs des Ausgangspunktes des Anliegen.
Wunderschön zu er kennen auch in der Gesellschaft D., wo Wunsch & Anliegen "dieser" extrem zur Realität liegt.
Wehe, wehe...
Jetzt bekommt man die Geister nicht mehr los, die man rief
PS. Jetzt müsste der Herr Jürgens mit seinen wunderbaren & erquicklichen Reimen den Rahmen dazu geben (& Danke allen Schreibern, die mit ihren Kommentaren das Dunkel erhellen :-).

Armin Latell | Di, 27. Oktober 2020 - 18:03

Genau so ist es. Wie im echten Leben, der Schulhofschläger hört nur auf, wenn ihm ein kräftemäßig mindestens gleichwertiger gegenüber steht. Eigentlich steht Frankreich alleine da, vor verdrucksten Formulierungen der schwachen EU Regierungen hat Erdogan keinen Respekt. Wo sind die vielbeschworenen gemeinsamen Werte? Steht Griechenland am Evros nicht auch alleine gegen den Aggressor? Und ganz sicher durchschaut Erdogan die nichtssagenden hohlen Phrasen einer Merkel und ihrer Clique. Unvergessen sein verbaler Angriff auf den Maßanzüge tragenden Maas, den er sicher nur für eine Hanswurst hält. Beim Staatsbesuch von Merkel keine deutsche Flagge aufgestellt, deutlicher geht nimmer! Ich glaube nicht, dass Macron auf ein Statement von Merkel wartet oder von der von ihm protegierten vdLeyen. Er weiß, dass da nur warme Luft kommt. Denn Opfer in Merkeldeutschland haben nie Namen. Militärisch könnte sowieso nur Frankreich gegenhalten. Auch dieses peinliche Versagen wird die BRD teuer bezahlen.

weiß doch, dass er gegen Frankreich kein Erpressungspfand in der Hand hat, so wie gegen D. Er droht die Grenzen zu öffnen und die "Flüchtlinge" marschieren dann gen D. und nicht nach Frankreich oder sonst nach Europa. Merkel hat mit diesem Pakt D. ein Bärendienst erwiesen. AM Maas hat auch nur die Tat in Frankreich erwähnt. Die Tat von Dresden aber nicht.
Die Türkei mischt doch mittlw. in Irak, Lybien & Bergkarabach mit. Im östlichen Mittelmeer wird vehement provoziert. Schafft sich russische Flugabwehrraketen an (als NATO-Mitglied). Liste ließe sich weiterführen.
Die Türkei warten doch eh nur auf das Jahr 2023. Da endet der Vertrag von Lausanne.
Bodenschätze dürfen dann wieder ungehindert gefördert werden z.B. Öl. Viele andere Beschränkungen fallen dann weg.
Der Historiker Y. Türkyilmaz befürchtet: „Die Türkei erhebt Gebietsansprüche gegenüber Armenien, dem Irak, Syrien, Griechenland, Zypern und beruft sich dabei auf das osmanische Erbe.“
Vive la France

Wenn es dem Sultan am Bosporus so wichtig ist, seine Türkischen Glaubensbrüder mit unsinnigen Forderungen aufzuhetzen..Da bin ich mal gespannt drauf (...)
Keinen Mercedes mehr fahren, zu deutsch, kein Kindergeld mehr annehmen ,zu deutsch..Dann hol deine Liebenden Schäfchen zurück zu Dir in die Türkei.Da können Sie mit Dir lieber Erdoğan ihren geliebten Islam ausleben. Und müssen sich nicht mit den Deutschen, wir sind ja sowieso nur Nazi‘s für Erdoğan und dazu Islamfeindlich nicht mehr rum ärgern.
Da könnt ihr Euch dort, die Rosinen aus dem Kuchen (Türkei)holen..Sorry das war zu Deutsch.

"Nous sommes Macron!"

Ganz plötzlich treten sich die zahlreich-missionierten Macron-Fans in diesem Forum buchstäblich gegenseitig auf die Füsse!
Dabei klang das hier vor kurzem noch ganz anders.

Da wurde der mutige französische Präsident wegen seines Einsatzes für die EU noch verbal niedergemacht.

Wie sich die Zeiten ändern!

Mal sehen, wie lang die Begeisterung noch anhält...

gabriele bondzio | Di, 27. Oktober 2020 - 18:15

gegen den Terror als islamfeindlich "...Das Wort -Islamismus- ist ja auch eine Erfindung des Westens. Um den Islam nicht gar zu sehr verurteilen zu müssen.
Erdogan ist alles recht, was im Namen Allahs passiert und natürlich seine eigne Position stärkt. Das wird immer wieder sichtbar. Al-Banna, Gründer der Muslimbruderschaft (zu der Erdogan sich bekennt):„Der Islam ist Glaubensbekenntnis und Gottesdienst, Land und Nationalität, Religion und Regierung, Handeln und Spiritualität, Koran wie auch Schwert.“ Das nächste Oberhaupt, Sayyid Qutb, forderte zunächst die Islamisierung der ägyptischen Nation, um dann die weltweite muslimische Gemeinschaft zu vereinen und abschließend die gesamte Welt zu islamisieren. Dabei sah er auch Gewalt als legitimes Mittel an, um die Gegner seiner Vision zu bekämpfen. (Quelle/Verfassungsschutz-bw.de) Jeder Rückschlag, jegliches politische Handeln, sind nach der Auffassung der Muslimbruderschaft, demzufolge gegen ihr Endziel (Islamisierung der Welt)gerichtet.

Christa Wallau | Di, 27. Oktober 2020 - 18:38

... ist unausweichlich!
Der "Kampf der Kulturen" (Samuel P. Huntington)
erreicht jetzt einen ersten Höhepunkt.
Das säkulare, aufgeklärte Europa ist nicht vergleichbar mit Staaten wie Saudi-Arabien, Pakistan, Irak o. der Türkei. Die Mehrzahl der Menschen aus solchen Ländern wird sich - auf Grund ihres Glaubens (!) - niemals ganz in die westliche Gesellschaftsordnung mit ihren Freiheitswerten einfügen, sondern sie als gottlos
u.verkommen betrachten u. bekämpfen.
Wer das in DE zu sagen wagt u. vor weiterer musl. Einwanderung warnt, wird von der e i g e n e n Regierung als islamophob diffamiert - zur Freude aller Islamisten!
WAHNSINN? Nein, traurige Realität.

Wir stehen an einem wichtigen Scheidepunkt in
Europa: Wollen wir unsere Werte u. unsere Kultur
überhaupt noch retten o. nicht?
Wenn ja, müssen wir dafür kämpfen - mit allen Mitteln. Nicht die Rechte u. das Wohlergehen der Muslime dürfen dabei im Vordergrund stehen, sondern die Freiheitsrechte und sittlichen Werte der Europäer.

Markus Michaelis | Di, 27. Oktober 2020 - 18:44

"Frankreich fühlt sich angegriffen in seinem Wesenskern"

Wie kann das sein, wenn es sich nur um (eine kleine Gruppe von) Islamisten und Extremisten handelt? Selbst wenn man zugestünde, dass es keine kleine Gruppe ist: da könnte Frankreich gefährdet sein. Aber wie könnte es in seinem Wesenskern angegriffen sein?

Ich denke hier müssen "wir" (FR und auch D, Europa) lernen ehrlicher zu reden und zu denken: Frankreich kann im Wesenskern angegriffen sein, weil es noch andere Wesenskerne gibt als den französischen, deutschen oder europäischen. Im Islam oder unabhängig von der Religion auch in islamischen Nationen oder Kulturen fühlt man sich auch in vielen Dingen im Wesenskern angegriffen. China fühlte sich lange im Wesenskern angegriffen.

Wir sollten darüber reden, wie wir in einer Welt leben wollen, in der es viele Wesenskerne gibt und wir nicht mehr stark genug sind, dass alle nach unserem Wesenskern leben. Trotzdem finde ich unseren Wesenskern gut. Wie sollten wir uns einrichten?

dass Islamisten immer und immer wieder Menschen abschlachten, weil sie im Wahn leben, sie müssten ihren Gott oder Ihren Propheten gegen den Westen verteidigen. So einfach ist dass. Oder schlachten wir Muslime ab, weil Islamisten uns als ungläubige betitulieren und sich in ihrem Wahn im Recht wähnen? Und wir sollten es nicht hinnehmen wenn Islamisten gegen Ungläubige oder Juden hetzen.

Ellen Wolff | Di, 27. Oktober 2020 - 22:21

Es ist einfach nur armselig, wie wir, der freie Westen, unsere Werte verteidigen. Die Religion aller freien Menschen ist die Religion der Aufklärung. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit oder Einigkeit und Recht und Freiheit. Solange die Muslimischen Anführer nicht bereit sind, uns und unsere Werte zu respektieren wird das nichts. Ich könnte mir ja sogar vorstellen, dass die freien Menschen der aufgeklärten Welt freiwillig darauf verzichten, Dinge zu tun, die Muslime kränken. Aber warum sollten wir das tun, solange wir immer und immer wieder auch von den Anführern der Muslimischen Glaubensgemeinschaften in abwertender Weise als Ungläubige beschimpft werden. Warum sollten wir einer Glaubensgemeinschaft Respekt zollen, die ihrerseits nicht bereit ist, uns zu respektieren? Liebe Muslime, glaubt was ihr wollt, und lasst uns glauben was wir wollen. Eure Regeln gelten für Euch und unsere Regeln gelten für uns. Besucher und Einwanderer haben sich an die Regeln der Gastgeber zu halten.

haben sich an die Regeln der Gastgeber zu halten." – Und ich glaube, dass F einen einsamen Kampf führt, weil spätestens nach einer Klage von Muslimen (ich unterscheide nicht zwischen Islam und islamismus) vor dem EuGH eher Deutschlands Weg Recht bekommen wird. Der Migrationspakt wird sein Übriges dazu beisteuern.

Ernst-Günther Konrad | Mi, 28. Oktober 2020 - 07:25

Erdogan hat bemerkt, dass er einen politischen Todeskampf führt. Seine Wirtschaft schmiert ab, im Land gibt es immer mehr Widerspruch gegen seine Politik, auch dort kämpfen Menschen um das Überleben im Alltag. Er braucht neue/alte Feindbilder, um von seiner eigenen Misere abzulenken. Ich denke, an Frankreich beißt er sich die Zähne aus. Ja, die Franzosen sind tief ins Mark ihres Selbstverständnisses angegriffen worden und Macron macht das einzige richtige. Er eint sein Land, bei allen politischen Differenzen und findet die richtigen Worte, um sein Volk klar zu machen, was dieser Despot da machen will.
Frankreich muss nur sehen, dass es ihre eigenen Staatsfeinde konsequent abschiebt. Besser noch Merkel fragen, da bekommen sie bestimmt eine Duldung in DE, ist ja nur ein Katzensprung entfernt. Macron steht allein da, auf Angela und die EU kann er nicht bauen. Merkel fährt auf Sicht und findet nur harte Worte für ihr eigenes Volk bei der Corona Hysterie. Da alles kann böse enden.

Romuald Veselic | Mi, 28. Oktober 2020 - 10:19

wofür er früher im Knast saß. Dann hat's "widerrufen" u. die dummen Westpolitiker nahmen ihm seine "Läuterung" ab. Bis er endlich an Macht gelang und die Verfassung so geändert hat, dass das Kleinasiatischeland, zu Muslimbrüder Kalifat geführt wird.
Jetzt macht er genau das, wie er schon seine Doktrin früher ankündigte: "Minaretten sind die Raketen, mit denen man die Welt erobert..."
Schon vergessen?
Die Verstellung ist gängige Praxis in Erdogans Religion, um den Feind zu täuschen, indem man sich zum Freund erklärt. Danach kommt der Kater der Ernüchterung... Willkommen in der Wirklichkeit, liebe Politiker.

helmut armbruster | Mi, 28. Oktober 2020 - 10:23

das ist jahrelang nicht passiert, sehr zum Verdruss der Türkei.
Heute ist die Situation wahrscheinlich um 180° gedreht.
Unter Erdogan wird die Türkei nur dann der EU beitreten, wenn die EU mehrheitlich islamisch geworden ist.
Wenn Erdogan noch 1 bis 2 Generationen Geduld hat, wird D und die EU wegen der höheren Geburtenrate vermutlich mehrheitlich islamisch sein. Falls er nicht so lange warten will könnte er die Sache dadurch beschleunigen, dass er zig-Millionen islamische "Flüchtlinge" durch die Türkei hindurch nach Europa ziehen lässt.
Was sollte, was könnte die EU dann noch machen?