Jacob Rees-Mogg - „Europa ist Vergangenheit“

Als Anführer der Brexit-Hardliner gilt der Unterhaus-Abgeordnete Jacob Rees-Mogg als wichtigster Gegenspieler der britischen Premierministerin Theresa May. Jetzt will er im Parlament ein Misstrauensvotum gegen sie anstrengen. Ein Porträt

Jacob Rees-Mogg hält eine Rede im Parlament
Der erzkonservative Jacob Rees-Mogg spricht sich mit Verve gegen Abtreibung aus, die Schwulenehe ist für ihn des Teufels / picture alliance

Autoreninfo

Tessa Szyszkowitz ist Londoner Korrespondentin des österreichischen Wochenmagazins Profil. Im September 2018 erschien „Echte Engländer - Britannien und der Brexit.". Foto: Alex Schlacher

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Tessa Szyszkowitz

Seit dem EU-Referendum vor gut zwei Jahren hat Jacob Rees-Mogg eine Popularität unter Parteimitgliedern erreicht, die ihn selbst erstaunt. Bis dahin galt der Tory-Abgeordnete als wunderliches Exemplar eines altmodischen Engländers, der stets durch die Nase sprach, als hätten die feuchten Wände im familiären Landsitz in Somerset seine Schleimhäute nachhaltig gereizt. Dann kam der Brexit, das politische Chaos – und plötzlich führte Rees-Mogg im September 2017 in Umfragen als möglicher nächster Tory-Chef. „Ich bin Hinterbänkler“, wehrt er alle Fragen dazu mit einem Lachen ab: „Ich bin kein Kandidat für den Parteivorsitz.“

Als Jacob Rees-Mogg an einem Sommernachmittag zu einem Gespräch in den Gängen des ehrwürdigen Westminster-Palasts erscheint, trägt er wie üblich einen Doppelreiher, dazu ein weißes Hemd mit breiten hellblauen Streifen und eine blaue Krawatte mit weißen Punkten. Ein berückend altmodisches englisches Original. Dabei sieht er sich selbst als Vorreiter einer neuen Moderne: „Europa ist die Vergangenheit! Ein rückwärtsgewandtes, protektionistisches Konstrukt, das noch auf einem Wirtschaftsmodell aus dem 20. Jahrhundert beruht.“

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Georg Silva | Mi, 22. August 2018 - 17:30

ist nicht nur blind, sondern (Maas-Gesetz erlaubt es mir nicht die richtigen Worte zu schreiben!).
Brexit war die erste Erscheinung des Willkommens-Mißt, was viele nicht so sehen wollen...
Die nächste wird sein, daß Europa wird wegen Verzögerung das große Aufbaugeschäft in Syrien
verpassen und den Gewinn an Anderen überlassen, bitte aufpassen....

Alexander Mazurek | Mi, 22. August 2018 - 20:48

… Angelsachse, und bleibe mir fern, du Wegelagerer zur See, Zerstörer Europas.

Roland Völkel | Do, 15. November 2018 - 18:46

Salopp gesagt: Die spinnen, die Briten

Birgit Fischer | Fr, 16. November 2018 - 08:57

Ein großartiger Politiker ist er. Nicht einen dieser Güte hat es in der BRD. JRM sagt klipp und klar, wofür er steht. Und genau dafür stehe auch ich. In der BRD würde man JRM einen Nazi und Rassisten schimpfen. So krank ist diese BRD mittlerweile. Wären Tiere schwul, gäbe es keine mehr. Schwul sein,ist kein Problem. Schwul sein zu adeln,ist das Problem. Gegen Abtreibung im Ausnahmefall ist wenig Überzeugendes einzuwenden. Aber Abtreibungen zu banalisieren und als normal anzusehen, ist voll daneben. Europa ist kein Problem, die EU und der Euro sind das Problem. Ein friedliches Nebeneinander in Europa funktioniert seit 1945. Ein Miteinander ist nur dort sinnvoll, wo es Gemeinschaft zwingend braucht. Ansonsten sollte es Wettbewerb der Staaten und Gesellschaften um die besten Lösungen geben. Jede Gleichmacherei in Steuern, Regeln, Vorschriften lehne ich strikt ab. Jedes Volk, jeder Staat ist souverän. Die einen regeln es so, andere anders. Nur so bleibt Europa interessant für die Welt.

Bernd Eifländer | Fr, 16. November 2018 - 09:08

Die aus dieser Chaos EU rechtzeitig aussteigen bzw. aussteigen können, bevor das Verfalldatum dieses erbärmlichen Konstrukt's abgelaufen ist.
Mit Italien wird das Ende eingeläutet werden - und dann heißt es zahlen Deutschland. 27 unterschiedliche Länder unter einen Hut zu bringen, UNMÖGLICH ! Schon gar nicht mit diesem unfähigen Personal in Brüssel.

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