Die Talkrunde von Anne Will am Sonntagabend / screenshot

Debatte über deutsche Waffenlieferungen bei Anne Will - Ein deutsches Selbstgespräch

Soll Deutschland schwere Waffen an die Ukraine liefern? Oder riskieren wir damit eine Eskalation bis hin zum Atomkrieg? Der Bundeskanzler hat in dieser Frage vor wenigen Tagen einen erstaunlichen Sinneswandel vollzogen – und wird dafür am Sonntagabend bei Anne Will kritisiert. Aber die wirklich bemerkenswerten Statements betrafen andere Punkte.

Alexander Marguier

Autoreninfo

Alexander Marguier ist Chefredakteur von Cicero.

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„Panzer ins Kriegsgebiet – wohin führt Deutschlands Ukraine-Politik?“ Um es gleich zu sagen: Eine Antwort auf die titelgebende Frage, über die am Sonntagabend in der Sendung von Anne Will diskutiert wurde, hat es von keinem der Gesprächsteilnehmer gegeben. Das wäre auch ernsthaft nicht möglich gewesen, weil Wladimir Putin als russischer Kriegsherr kaum berechenbar und in seinen Zielen wenig festgelegt ist, wie sich seit dem Einmarsch ins Nachbarland immer wieder gezeigt hat. Mit anderen Worten: Es hängt von ihm ab, ob er die Eskalation sucht oder nicht. Und nicht an der Lieferung schwerer oder weniger schwerer Waffen – woher und wann auch immer sie an die Ukraine geliefert werden. 

Dies, grob gesprochen, war Konsens zwischen der in die Talkrunde zugeschalteten Außenministerin Annalena Baerbock (B90/Die Grünen), der Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), der SPD-Co-Vorsitzenden Saskia Esken, dem stellvertretenden Unionsfraktions-Vorsitzenden Johann Wadephul (CDU) sowie dem Spiegel-Journalisten Markus Feldenkirchen. Deren grundsätzliche Einigkeit über die Notwendigkeit deutscher Waffenlieferungen war gleichzeitig auch der Schwachpunkt der Sendung, wo doch laut Umfragen immerhin 45 Prozent der Deutschen gegen solche Lieferungen sind. Aus welchen Gründen auch immer das so ist: Skeptiker und Gegner waren gestern bei Will nicht vertreten, und insofern hatte die Debatte natürlich eine Schlagseite. Man hätte ja nicht gleich die in dieser Frage merklich irrlichternde Alice Schwarzer einladen müssen.

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Inana | Mo, 2. Mai 2022 - 09:07

Die wirkliche Gefahr bei Waffenlieferungen ist, dass es nicht bei Waffenlieferungen bleibt. Was ein bekanntes Muster aus solchen Kriegen sind. Waffenlieferungen sind oft nur ein Schritt auf dem Weg zur immer größeren Kriegsbeteiligung. Und der Westen versteht sich psychologisch längst als Kriegspartei und will Russland massivst "schwächen" - was auch immer das heißt.
Was den Krieg natürlich nicht deeskaliert - zumal man in Moskau auch denke wird, dass man eh nicht mehr zurück kann.

Manfred Bühring | Mo, 2. Mai 2022 - 09:18

Die Mehrzahl der deutschen Politiker/Bundestagsabgeordneten, die meisten Medien und der überwiegnde Teil der Bevölkerung tun so, als wenn die UKraine das 17. Bundesland wäre und der Verteidigungsfall eingetreten sei. Vielleicht hilft ein Blick in den Artikel 56 GG; da steht nichts von der Ukraine, Afghanisaten, Mali etc. im Amtseid, den ein deutscher Bundeskanzler und seine Minister zu leisten haben. Diese haben ausdrücklich den Interessen des deutschen Volkes zu dienen. Punkt! Aus!

Joachim Kopic | Mo, 2. Mai 2022 - 09:34

In reply to by Manfred Bühring

... wird die Eskalationsschraube immer stärker angezogen, aber keiner will es merken: Die Ukraine am Ende vollkommen zerstört und - wie es aussieht - der "Rest" auch. Später wird man sich wieder fragen, wie es dazu kommen konnte ... ach nee, das "braucht's ja dann nicht mehr". Klingt makaber ... aber nicht unwahrscheinlich, wenn man sich die momentane Situation ansieht!

Gerhard Lenz | Mo, 2. Mai 2022 - 09:46

In reply to by Manfred Bühring

dass ausgerechnet das Häuflein AfDler im Bundestag, das in der überwiegenden Mehrheit noch immer dem Schlächter Putin hinterherläuft, die Interessen der Deutschen vertritt.

Es wäre mir auch neu, dass ewige AfD-Anhänger hier im Forum neuerdings für das deutsche Volk sprächen - eine solche "Anmaßung" würde bei einer großen Mehrheit der Deutschen ein entsetztes, ja wütendes Echo hervorrufen. Die nächsten LT-Wahlen werden sicherlich deutlich Aufschluss über die Stärke der Putin-Freunde geben.

Der großen Mehrheit der Deutschen ist Hilfe für die Ukraine zweifellos wichtig. Ob es sich dabei um schwere Panzer handeln muss, mag man diskutieren.

Aber keiner- ausser der "Alternative für Putin (AfD)" und ein paar anti-amerikanischen Sowjet-Nostalgikern der Linken - fordert die sofortige, bedingungslose und vollständige Kapitulation der Ukraine, gefolgt von Maßnahmen ausschliesslich nach dem Wunsch Vladimir Adolf Putins.

Den Ukrainern zu helfen - dass ist es, was wir Deutschen wollen,

Maximilian Müller | Mo, 2. Mai 2022 - 12:19

In reply to by Gerhard Lenz

Die Hälfte der Deutschen ist gegen Waffenlieferungen, Herr Lenz, ergo gibt es keine "große Mehrheit". Und wir müssen schon deutlichen zwischen der Unterstützung der Ukraine durch zivile Hilfsgüter und der Unterstützung durch Kriegsgüter trennen. Es fordert auch niemand die Kapitulation der Ukraine, das ist das Framing der deutschen Bellizisten. Und die AfD hat nur medial keine Stimme, in der Bevölkerung ist sie genauso stark vertreten wie Grüne, FDP oder CSU. Unabhängig davon ist die Meinung von AfD-Wählern ist genauso viel Wert wie ihre. Die wiederkehrende, herablassende Arroganz ihrer Aussagen zeigt, wie linkes Framing bei manchen Menschen verfängt.

"Es wäre mir neu, dass ausgerechnet das Häuflein AfDler im Bundestag, das in der überwiegenden Mehrheit noch immer dem Schlächter Putin hinterherläuft, die Interessen der Deutschen vertritt."

Das ist mir klar, daß Ihnen das neu ist, genauso wie Habeck, der mit Deutschland ja bekanntlich nichts anzufangen weiß.
Die AfD und erstaunlicherweise Teile der Linken sind die Einzigen, die derzeit die Interessen der Deutschen vertreten. Und vielleicht zu Ihrer Einordnung:
Es ist was anderes, ob man gegen wildgewordene Jihadisten und militärische Underdogs mit militärischer Überlegenheit vorgeht, oder gegen die zweitgrößte Atommacht der Welt hier den Breiten markieren will. Das heißt nicht, daß man da ohnmächtig zusieht und den Aggressor Putin nicht in die Schranken weist, aber militärisch drohen unter den Voraussetzungen ist ja wohl ein schlechter Witz. Das wird wie immer in einem Stellvertreterkrieg enden, der ganz schnell nach hinten losgehen kann.
Aber Ihnen kommt das ja nicht in den Sinn..

Christa Wallau | Mo, 2. Mai 2022 - 09:25

bevor den meisten Leuten endlich klar wird, wie einseitig sie von den (mit Zwangsgebühren von a l l e n Bürgern üppig finanzierten Fernsehanstalten) bedient, d. h. informiert u. gleichzeitig manipuliert, werden?

Wenn in einer wichtigen Diskussionsrunde zu bester Sendezeit ausschließlich Verteidiger von Waffenlieferungen u. weiterer militärischer Unterstützung für die Ukraine zu Wort kommen,
o b w o h l etwa 45% der Bürger in D dies nicht für gut hält, dann ist das nichts anderes als ein Fußtritt für die Meinungsfreiheit und die Demokratie.
Deutschland ist auf dem besten Wege in eine
von den Medien gelenkten Gesinnungsdiktatur.
Diese schlimme Entwicklung hat unter Merkel mit ihrer "Alternativlosigkeit" Fahrt aufgenommen und setzt sich nun - dank der
freiwillig gleichgeschalteten Medien - munter fort.
Unter diesen Umständen etwa Ungarn oder Polen noch undemokratisches Verhalten vorzuhalten, steht nun wirklich keinem einzigen Deutschen mehr zu - erst recht nicht unserer Regierung!

Hinzu kommen befremdliche Einblicke in das Geschehen, wenn man im eigenen Umfeld junge ukrainische Flüchtlinge aus Kiew hat, die hier ganz unbürokratisch und selbstlos Wohnung und Job besorgt bekommen, dann aber plötzlich nicht mehr zur Arbeit erscheinen, weil sie "die Mama in Kiew besuchen fahren, die wegen der Katzen dort geblieben ist"?! Vielleicht verstehe ich da auch etwas falsch, oder mein beschränkter Horizont hat andere Vorstellungen von Lebensgefahr, aber ich bringe solche Erlebnisse nicht mit dem unaufhörlichen öffentlich rechtlichen Nachrichtentrommelfeuer überein.

Urban Will | Mo, 2. Mai 2022 - 09:32

tischste Person in der Runde beim Thema Lieferung schwerer Waffen, hier mal wieder fünf Frösche über die Trockenlegung des Sumpfes „diskutieren“ ließ.
Zumindest einen skeptischen Fachmann, z.B. einen Ex-General, hätte es dringend gebraucht.
Was haben wir gelernt? Wir werden von einem im Kriegstaumel blinden Haufen nicht nur regiert, er beherrscht auch die Oppostion.
Dass Baerbock sich nicht klar vom amerikanischen Kriegsziel, Russland keineswegs nur wirtschaftlich, sondern auch militärisch zum Noname niederzuringen, distanziert hat, zeigt, dass sie weder Ahnung vom Militär noch davon hat, was das genau heißt.
Uncle Sam lässt unter der Marionette Selenskyi das ukrainische Volk stellvertretend Russland niederkämpfen und da dies quasi unmöglich ist, ist bereits jetzt klar, dass dieser Krieg eskalieren soll.
D wird dumm genug sein, irgendwann (und sei es nach Monaten oder Jahren, denn so lange dauert das), auch zig Leos zu liefern.
Putin wird sich das nicht ewig anschauen und reagieren.

Romuald Veselic | Mo, 2. Mai 2022 - 10:20

wir als Demokratie sowieso nie gewinnen.“
Verm. Geht es derzeit denn nicht genau darum?

Manchmal frage mich über den Zurechnungsfähigkeitszustand der D-Politiker, die mir wie ein Phimosen-Schar vorkommen.
USA unter Ronald Reagan tat genau das!
Bei 500 US-Kriegsschiffen, konnten die Sowjets u.a. nicht mehr mithalten. Und dies gilt in allen Aspekten. Ob technologisch, militärisch, gesellschaftlich o. Unterhaltung. Dennoch geht es in RUS bunter zu, als in jedem islamischen Land.
Nicht vergessen: RUS Spielzeugwiese, Angeberei u. Prunksucht befindet sich im Westen. Der Mt. Everest des RUS-Statussymbols, wie Gigajachten. Symptomatisch f. Oligarchen u. putinsche Mentalität, die Vakanz des Humanen, darunter im Gesundheitswesen, besonders in Bezug aufs Fußvolk.
Positiv empfinde ich dagegen den russischen Humor (Witze), der so schön politisch unkorrekt ist. Und das war immer so. 🤣

Die europäischen Demokratien haben die letzten Jahrzehnte im Wesentlichen viel Distanz zu Kriegen und Militär gehabt - in so einem Umfeld ist die Aussage politisch (aber auch nur auf Europa bezogen) nachvollziehbar. Für die USA oder in gut denkbaren zukünftigen Szenarien auch für Europa scheint es aber deutlich so, dass die demografische, technologische, wirtschaftliche Überlegegnheit der westlichen Demokratien so erdrückend ist, dass nicht ganz klar ist, was Baerbock mit dem Satz aussagen will.

verwechseln UA mit ehemals Süd-West-Afrika. Die Minderschätzung der Ukrainer ist unbestritten in den überheblichen, typisch D-Comments. Ich hoffe, dass dieser Aspekt noch zum Thema wird. Nur in verkehrter Richtung.

Apropos: Nie in der Menschheit existierte ein Zusammenleben untereinander, dass auf der pazifistischen Überlegenheit basierte. Es war immer/eindeutig die militärische Stärke/Macht. Anomalien wie Zwergstaaten v. San Marino, Liechtenstein o. Andorra, sind ein europäisches Unikum, die nirgends auf dem Globus existiert. Singapur o. Brunei in Asien, funktionieren unter anderen Faktoren, wo bei Singapur vor allem die CPR schützend im Hintergrund steht, da die Bevölkerungsmehrheit Chinesen/Nichtmoslem sind. Das war ein Grund, warum sich Singapur aus dem Verbund mit Malay(si)a löste.

Annette Seliger | Mo, 2. Mai 2022 - 10:54

...der Politik abgelenkt. Wer hat denn den Ukrainern eingeflüstert einen NATO Beitritt in deren Verfassung aufzunehmen? Gibt es ein westliches Land, das so etwas in die Verfassung aufgenommen hat? Mit ist keines bekannt!! Es kann mir auch kein Mensch weismachen dass hier die Ukraine alleine gegen Russland kämpf. Die Amerikaner werden ihre Ressourcen in der Aufklärung bereitstellen und den Ukrainern schon sagen wohin sie zu schiessen haben. Wie bei jeder ideologischen Auseinandersetzung wird den geneigten Lesern und Zuseher des Mainstreams vorgegeben was sie zu denken haben. Wir hier haben die guten Werte und die Russen natürlich die bösen. Es geht am Ende um die Destabilisierung Russlands und die Umsetzung einer vom Westen bestimmten Hegemonie auf diesem Planeten. Es geht um Ressourcen und den ersten Platz, den die U.S.A. gegen China verteidigen wollen. Zur Sendung fällt mir nichts ein, außer dass die Strack Zimmermann jetzt so etwas ist wie der Lauterbach für Corona.

Nur mal zur Erinnerung: Der ehemalige dänische Ministerpäsident Anders Fogh Rasmussen hat in seiner Eigenschaft als Nato-Geseralsekretär die Ukraine offiziell ermutigt, den Beitritt zur Nato anzustreben. Soviel zur Mitschuld des Westens an dem Konflikt, was den Überfall Russlands in keiner Weise rechtfertigt. Gleichwohl muss es erlaubt sein, nicht erst in 50 Jahren, sondern schon in der Gegenwart darüber nachzudenken, wie es zu der Eskalation kommen konnte.

hermann klein | Mo, 2. Mai 2022 - 11:10

Was vor einiger Zeit Lauterbach - in allen Talkshows vorherrschend - ist heute Strack-Zimmermann.
Sorry, ich kann Ihre Selbstinszenierung tag täglich nicht mehr ertragen.
Genau so die Forderungen Silenskys (sein schauspielerisches Talent kann er eh nicht verleugnen) mit Panzerweste und grau/grünen T-Shorts im geschützten Regierungspalast, während jeden Tag hunderte seiner Mitbürger sterben müssen. Weitere schwere Waffenlieferungen an die Ukraine werden einen Weltkrieg entfachen und letztendlich in einem Atomkrieg enden.
Ich bin kein Putin-Versteher sondern ein Realist, der als Kind die Schrecken des zweiten Weltkriegs miterlebt hat.

hat meine Kindheit geprägt. Und meine Eltern sind auch wie Sie Kinder des Krieges. Ich denke Menschen die das erlebt haben, haben begriffen, dass wir eine solange kriegsfreie Zeit in Deutschland nur durch Diplomatie und Neutralität erleben durften. Es ist bestürzend, dass dieser Pazifismus heute als Schimpfwort benutzt wird und nicht als Erfolgsrezept der letzten Jahrzehnte gewürdigt wird.
Insbesondere die Grünen schockieren mich mit Ihrer Kriegtreiberei und die Zielsetzung jetzt auch noch die Krim zurückzufordern, zwingt die Russen geradezu dazu, hier Ihre Atommacht auszuspielen. Erst ein Bombe auf Kiew und wenn dann die Nato/USA freudestrahlend eingreift, wird auf europäischen Boden der 3. Weltkrieg ausgefochten. Von Europa wird nichts übrig bleiben und die zwei Atommächte Russland (unterstützt von China) und USA werden am Ende eine diplomatische Lösung finden. Wir werden das nur nicht mehr erleben. Dekadenz war das Ende vieler Kulturen.

Jan Kreppel | Mo, 2. Mai 2022 - 12:29

Das Argument: Putins Verhalten sei sowieso nicht voraussagbar, insofern sei die Gefahr eines Atomkriegs durch deutsche Waffenlieferungen auch nicht gestiegen. Laut Artikel sei das Argument "nachvollziehbar". Wenn man dieser Logik folgte, könnte die Nato auch gleich direkt in den Krieg eingreifen. Wenn Putin eskalieren wollte, täte er das ja ohnehin. Das Arument ist reine Rabulistik.

Die Gefahr, dass es im Yellowstone Park zu einem größeren Vulkanausbruch kommt, ist durch die deutschen Waffenlieferungen an die Ukraine auch nicht gestiegen.

Bernd Windisch | Mo, 2. Mai 2022 - 12:51

Scholz hat bereits vor Wochen alles Wesentliche zum Thema gesagt. Deutschland kann aktuell keine schweren Waffen liefern ohne selbst blank zu ziehen. Die bereits ausgemusterten Geparde sind zu komplex und ohne Munition. Was ist an diesen Sätzen schwer zu verstehen?

Nun liefert Deutschland gerade dieses auf mittelfristige Sicht unbrauchbare Gepard - Waffensystem auf Wunsch der Ukraine. Schon jubelt die Presse über den lang ersehnten Paradigmenwechsel und wirft Scholz gleichzeitig Unentschlossenheit und Wankelmut vor. Gar eine Mogelpackung sei der Gepard.
Die gleichen Journalisten möchten fürderhin und mit Verve Dinge für uns einordnen damit wir sie besser verstehen. Qualitätsjournalismus eben.

Frage an Radio Eriwan:
Die von Deutschland gelieferten „schweren“ Waffen sind lediglich „schwer“ zu bedienen. Über fehlende Munition schweigt des Sängers Höflichkeit. Hat Deutschland nun schwere Waffen geliefert?

Radio Eriwan:
Im Prinzip ja…..

ingo Frank | Mo, 2. Mai 2022 - 12:56

war wie zu erwarten im ÖRR, daß K E I N Vertreter der 45% der Deutschen,
die sich gegen Waffenlieferungen an die U aussprechen, zugegen war. Ja lieber ÖRR, genau so sieht eine neutrale, den Kriegstreibern wohlgesonnene
Tal- Show aus, dazu noch zwangsfinanziert. Einfach nur genial. Ein hoch auf die verordnete Meinungsfreiheit.
Dreht endlich den Öl und Gashahn zu, damit endlich die Lichter in D ausgehen. Das ist dann Schluß mit dem Gequake. Auf Liebe moralisch auf der richtigen Seite stehenden Gutmenschen, schnallt euch Stahlhelm, Gasmaske und Tornister um, und meldet euch freiwillig bei der ukrainischen Armee,
zieht in den Krieg, damit ihr wisst um was es geht und nicht aus den woken deutschen Großstadtwohnungen auf die eindreschen die eben nicht eurer Meinung sind. Auf Gehts.
Mit freundlichen Grüßen aus der Erfurter Republik

Gerhard Fiedler | Mo, 2. Mai 2022 - 13:22

"Deren grundsätzliche Einigkeit über die Notwendigkeit deutscher Waffenlieferungen war gleichzeitig auch der Schwachpunkt der Sendung, wo doch laut Umfragen immerhin 45 % der Deutschen gegen solche Lieferungen sind.“ Aber das ist doch bei unseren ÖR schon seit langem so, nicht nur diesmal beim Thema Ukraine, lieber Herr Marguier. Dazu bin ich mit Frau Wallau völlig einer Meinung. Mich wundert da gar nichts mehr, ja ich erwarte diese Einseitigkeit geradezu von unseren ÖR. Das gehört doch seit 2015 zu ihrem Charakter. Selbst in Unterhaltungs- und Konzertsendungen wird neuerdings Propaganda gemischt zu Themen wie Klima, Corona, Ukraine etc. Sehe und höre mir von daher solche Sendungen einschließlich ihren Nachrichten schon lange nicht mehr an. Deshalb bin ich doch beim Cicero. Soll ich mich jedes Mal ärgern, auch darüber, dass man so etwas auch noch bezahlen muss? Aber das war unter Hitler so, in der DDR ebenfalls und hier in der BRD sind wir nun auf dem Weg dorthin.

Fritz Elvers | Mo, 2. Mai 2022 - 13:43

Das ZDF nähert sich Radio Erivan an, oder doch dem russischen Staatssender?

Allerdings mit Zwangsbeglückungsgebühren. D.h., die Kohle geht nie aus.

Ich möchte gerne mal darauf aufmerksam machen, dass es inzwischen organisierten Widerstand gegen den Öffentlich Rechtlichen Rundfunk gibt. Unter LeuchtturmARD.de kann man sehen, was man alles dagegen machen kann. Von Antrag auf Beitragsbefreiuung w/ einseitiger etc. Berichterstattung bis zum sofortigen Zahlungsstop. Je mehr da mitmachen, desto besser. Denn der ÖFR hat den klaren Auftrag, Propaganda wie bei Hitler nie wieder zu ermöglichen. Das ÖFR wird zwischenzeitlich linksliberal von der Politik und den Eliten gelenkt. Dem muss JETZT Einhalt geboten werden. Vielleicht interviewt ja Cicero mal den Initiator und macht mehr auf die Gefahr aufmerksam, die von den ÖFR derzeit ausgeht.

Gerhard Lenz | Mo, 2. Mai 2022 - 14:14

hier "stapeln", ist mein Kommentar mal wieder verschwunden.

Darf man eigentlich nicht mehr widersprechen, wenn ein AfD-ler hier tollkühn behauptet, seine 10%-Partei sei "n der Bevölkerung genauso stark vertreten wie Grüne, FDP oder CSU" - was offenkundiger Blödsinn ist?

Oder ist Korrektur nicht mehr gestattet?"

Darf man es kritisieren, dass hier ganz allmählich ein "Feindbild Ukraine"aufgebaut wird - mit hämischen Begriffen wie "Marionette oder Schauspieler Selensky", oder ist auch das unerwünscht, so wie der Begriff "Krieg" in Russland unerwünscht ist?

Wenn hier massiv Schuldverschiebungen weg von Putin hin zu NATO, den USA, dem Total versagenden Westen erfolgen?

Kritik DARAN unerwünscht?

Schwenkt man beim Cicero jetzt auf den Kurs der Putin-Versteher ein?

Aber wahrscheinlich wird auch dieser Kommentar wieder verschwunden - die Damen und Herren auf AfD-Linie dürfen schliesslich genauso wenig erzürnt werden, wie Herr Putin im Kreml...

Dr.Andreas Oltmann | Mo, 2. Mai 2022 - 20:35

Frau Wallau, die Einseitigkeit der ÖRTLICHEN berührt mich auch zutiefst. Und die Frage, warum Baerbock 1/3 der Sendezeit für ihr unklares Schwatzen bereitgestellt wird? Immerhin haben die Grünen 15-20% Stimmenanteil erreicht..aber niemand kann sich so performancen, wie sie. Die wichtigste Frage ist doch die, was trug sie heute? Nicht ein Kleidchen in bleu, , lila oder marine, nein, einen Sacko und T-Shirt als Arbeitskleidung sozusagen. Und trug Strack-Zimmermann auch high-heels wie Lambrecht, als sie in Mali arbeitsmäßig unterwegs war? Meiner Meinung nach sind dies die wirklichen Erkenntnisse!