Wirtschaftskrise durch Corona - „Scheiße, wir haben Angst pleite zu gehen“

Geschlossene Restaurants, Bars, Klubs, Museen und Theater wegen Corona – die Selbstständigen in Deutschland haben Angst um ihre Existenz. In vielen Regionen entstehen nun Initiativen, bei denen Kunden ihren Lieblingsorten durch die Krise helfen sollen. Eine Gutschein-Idee aus Berlin könnte erfolgreich sein.

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Sperrstunde an der Spree / dpa

Autoreninfo

Bastian Brauns leitet das Wirtschaftsressort „Kapital“ bei Cicero. Zuvor war er Wirtschaftsredakteur bei Zeit Online und bei der Stiftung Warentest. Seine journalistische Ausbildung absolvierte er an der Henri-Nannen-Schule.

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Bastian Brauns

Karsten Kossatz ist Initiator von „Helfen.Berlin“ und Geschäftsführer des Kreativbüros Plain.

Herr Kossatz, Sie haben wegen der Coronavirus-Krise die Initiative „Helfen.Berlin“ ins Leben gerufen. Was hat es damit auf sich?
Es geht um die Rettung unserer Lieblingsorte in Berlin. Restaurants, Bars, Klubs, aber Kinos, Theater, Museen und alle möglichen kleinen Läden. Die machen im Moment überhaupt keinen Umsatz. Damit stehen viele weitgehend vor der Insolvenz. Wir wollen, dass unsere Stadt nach Krise nicht so aussieht, dass jedes zweite Restaurant geschlossen bleibt, weil es pleite ist.

Wie kann man sich die finanzielle Lage etwa der vielen Gastronomie-Besitzer vorstellen?
Viele meiner Freunde sind Gastronomen, in dem Wirtschaftsnetzwerk „Außergewöhnlich Berlin“ tauschen wir uns ebenfalls sehr viel über die aktuelle Lage in der Coronavirus-Krise aus. Im Grunde melden wirklich alle: Unsere Ressourcen sind begrenzt. Es fallen weiter Mietkosten und Personalkosten an. Viele entlassen bereits Mitarbeiter oder melden Kurzarbeit an. Die Kosten summieren sich ohne Umsatz auf ein Maß, das nur sehr wenige als Rücklage haben.

Wie wollen Sie da helfen?
Die Idee ist eine Online-Plattform, auf der jeder Gutscheine von seinen Lieblingsorten erwerben kann. Man kauft also jetzt, konsumiert aber erst später. Wenn man sowieso jede Woche in sein Lieblingslokal gegangen ist und vielleicht 30 Euro ausgegeben hat. Dann kann man den Betrag, den man vielleicht in einem Monat ausgeben würde, jetzt ausgeben. Wenn die Krise überstanden ist, kann man ihn dann einlösen.

Eine Art privat gewährter Mikrokredit, damit die Lieblingskneipe liquide bleibt?
Gutscheine trifft es tatsächlich besser. Denn es geht uns um Solidarität. Die Gegenleistung besteht auch nicht darin, dass man sein Geld zurückbekommt, sondern die jeweilige Leistung, die man sowieso bezogen hätte, nur jetzt eben zeitverzögert.

Wie kam Ihnen diese Idee?
Mir ist klar geworden, dass zu meiner Identität auch meine Lieblingsklubs, Lieblingsbars und Lieblingsrestaurants gehören. Solche Orte machen unsere Stadt doch erst lebenswert. Ich habe von so viele Seiten mitbekommen: Scheiße, wir haben Angst, dass wir pleite gehen. Dann habe ich Freunde, Bekannte und Kollegen angerufen. Darunter sind Programmierer, Juristen, Texter. Dann haben wir einfach losgelegt. Ehrenamtlich versteht sich. Wir machen hier keinen Profit. Es geht nicht darum, dass jetzt mit der Krise Geld verdient wird. Die Beträge fließen direkt an die Läden. Es kommen nur vielleicht ein paar Bankgebühren wie etwa von Paypal dazu, weil es sich nicht um private Zuwendungen handelt.

Wie sieht die technische Umsetzung aus?
Im Grunde ist das einfach ein Onlineshop. Dort kann man seinen Kiez auswählen. Man sieht, welche Läden alle dabei sind. Dann kann ich entscheiden, wen ich gerne mit 10, 25, 50 oder 100 Euro unterstützen möchte.

Wie können die Betreiber bei Ihrer Initiative mitmachen?
Es reicht, eine Email zu schreiben an bitte@helfen.berlin. Dann antworten wir und sagen, welche Informationen wir alle benötigen. Dann stellen wir den Lieblingsort online. Es können aber auch Läden von Kunden selbst vorgeschlagen werden. Dann schreiben wir die Besitzer aktiv an.

Wer viel Unterstützung erfahren Sie bereits?
Die Rückmeldungen der Kunden sind schon jetzt gewaltig. Es haben sich schon vor dem offiziellen Start 93 Kiezläden gemeldet, darunter die Sharlie Cheen Bar in Mitte, das Deutsche Spionagemuseum, Mampes Neue Heimat in Kreuzberg, der Jazzklub Yorkschlösschen und das Ristorante 41quarantuno in Schöneberg, das Kunst- und Kulturhaus Urban Spree auf dem RAW-Gelände in Friedrichshain oder das Schwuz in Neukölln. Die Berliner Wirtschaftssenatorin Ramona Pop unterstützt unsere Idee, die Berliner Clubcommission, das Intoura-Netzwerk touristischer Attraktionen Berlin und Außergewöhnlich Berlin.

Aus Hamburg ist zu hören, dass es ähnliche Ideen gibt. Stehen Sie in Kontakt mit Selbstständigen in anderen Städten?
Ja, zum Beispiel in Mainz oder in München und auch im Ruhrgebiet. Wir schreiben und telefonieren den ganzen Tag, tauschen uns aus und übernehmen die jeweils besten Ideen voneinander. Für alle gilt, je mehr mitmachen, desto besser werden wir diese extrem schwierige Phase überstehen können.

Das Interview führte Bastian Brauns, Ressortleiter Wirtschaft bei Cicero.

Manfred Bühring | Do, 19. März 2020 - 19:25

Ich kann den vor der Pleite stehenden Klein- und Kleinstunternehmen nur eine Beratung durch Dr. Wolfgang Bok empfehlen, ex Direktor von Scholz & Friends. Das wendet die Pleite zwar nicht ab, aber man fühlt sich wenigstens verstanden.
Ein wenig Ironie muss sein, auch in Zeiten von Corona.

Ulrich Mende | Do, 19. März 2020 - 23:08

Der Inhaber meiner kleinen Autowerkstatt sagte mir heute, als wir über den drohenden Bankrott kleiner Firmen sprachen: Jeder selbstständige Handwerker, jede kleine oder mittelständige und erst recht jede große Firma sollte doch zwei oder drei Monate auch ohne Einnahmen aus eigener Kraft überleben können. Er könnte das und die Handwerker, die er kennt, könnten das auch. Und wer das nicht könnte, der hätte falsch gewirtschaftet.
Und in meiner eigenen Zeit als IT-Freiberufler konnte ich das natürlich auch – ich musste schließlich immer mit Krankheit oder monatelanger Projektflaute rechnen.

Aber die vielen sich durch Corona "wirtschaftlich" bedroht fühlenden „Selbstständigen“, die heute mit ihren Laptops die hippen Berliner Cafés bevölkern um an „wichtigen Projekten“ zu arbeiten – die könnten ja in diesem Jahr auch mal bei der Spargelernte helfen.

Moin Herr Mende, das mag zu Teil stimmen. Ich habe aber einen Kunden, der endlich nach monatelange Bauverzögerung seine neue Werkstatt bezogen hat, der kann leere Auftragsbücher gerade nicht gebrauchen. Für Unternehmer die gerade in ihren Betrieb auf Kreditbasis erweitert haben ist die Situation nicht leicht.

Sie schreiben es Herr Mende. Ähnliches schrieb ich dieser Tage zu einem anderen Artikel auch. Was machen eigentlich die vielen Studenten und Freitagsdemonstranten derzeit eigentlich? Sie sprechen es an. Die könnten auch drei bis vier Stunden am Tag für 9 € bei der Spargelernte und sonstigen Arbeiten in der Landwirtschaft helfen. Die gelangweilten Schüler könnten in Krankenhäuser und bei der Zuarbeit in der Pflege helfen. Die Kanzlerin fordert doch mit Recht Solidarität. Da sehen die wenigstens mal, wie der "Wohlstand" entsteht, hart erarbeitet werden muss. Stattdessen sollen Polen oder Rümänen eingeflogen werden. Es gibt sicher den ein oder anderen auch in Berlin der Soforthilfe braucht, aber grundsätzlich sollte sich ein sog. Szenelokal schon länger etabliert, ob in Berlin oder anderswo etwas Rücklage geschaffen haben. Das ist nicht hamstern, das nennt man finanzielle Absicherung für schlechte Zeiten, die auch ohne Corona schon immer mal wieder für jeden von uns entstanden ist.

Ich denke mal das ist sehr branchenabhängig. Meine Schwiegermama unterhielt einen kleinen Pensionsbetrieb am schönen Mittelrhein, wo es seit je her galt, in den hoffentlich mit gutem Wetter Saisonmonaten soviel zu verdienen, das man in den Herbst-und Wintermonaten bis zum Start der neuen Saison überleben konnte. Dazu kamen oft noch verheerende Hochwasserschäden, auf denen man finanziell auch sitzen blieb. Für diese Betriebe bedeutet die momentane Lage ganz sicher das Aus. Selbst durch die KfW abgesicherte Kreditzusagen der jeweiligen Regierungen kann man m.E. viele Existenzen nicht ohne weiteres retten. Ich war früher auch im Gesundheitswesen selbstständig und in Verantwortung für das Wohlergehen meiner Mitkolleginnen und das meiner mir zugewiesenen Patienten. Bei einer Erkrankung meinerseits lief der Betrieb problemlos weiter. Aber 2-3Wochen Jahresurlaub auf Mallorca mit Betriebsschluss/Verdienstausfall/FA usw. kosteten mich damals schon
schlappe 4-5000 nebenher. MfG

Dieter Erkelenz | Fr, 20. März 2020 - 06:51

Berlin, Berlin !! Als ob es keine andere Stadt in der Republik gäbe!!

Helmuth Mandlet | Fr, 20. März 2020 - 22:08

In reply to by Dieter Erkelenz

Pflichte Ihnen vollständig bei. Berlin ist nicht der Nabel der Welt und auch nicht Deutschlands.

helmut armbruster | Fr, 20. März 2020 - 08:33

es geht mir nicht um den Artikel und dessen Inhalt. Es geht mir um die Überschrift.
Muss das sein, dass selbst Cicero keine Scheu mehr hat die Gossensprache zu verwenden?
Ich denke es muss nicht sein. Schließlich ist niemand gezwungen freiwillig in die Gosse zu gehen.

Ellen wolff | Fr, 20. März 2020 - 09:12

Vielleicht könnte es helfen, wenn für alle kleinen Selbständigen sämtliche Zahlungsverpflichtungen Ausgesetzt würden. (Mieten, Versicherungsbeiträge, Zinsen, Tilgungsraten usw.) Für die angestellten müsste der Staat Kurzarbeitergeld zahlen, was die Versicherungsbeiträge einschließt. Den Vermietern müssten eventuell anfallende Zinsen und Kreditraten gestundet werden. Am ende der Kette stünden die Banken und Versicherungen, die von Staat einen Ausgleich erhalten müssten, um nicht pleite zu gehen. Wenn die Kriese ausgestanden ist, müssten ggf. Die Mieten neu verhandelt werden, da mit einem längerfristigen Wirtschaftseinbruch zu rechnen ist. Bis auf die ausgesetzten Tilgungsraten und Forderungen für erbrachte Leistungen müssten alle anderen Forderungen für die Zeit während der Krise ersatzlos gestrichen werden. Vermietern müsste der Staat bei Bedarf während der Krise einen Ausgleich zahlen. So könnte man die Belastungen gerecht aufteilen und müsste später nicht alles wieder neu aufbauen.

gabriele bondzio | Fr, 20. März 2020 - 10:00

werden momentan Bundesweit einen schweren Stand haben.
Wer jetzt nicht zur Grundversorgung zählt und wenig Rücklagen hat. Muss aller Wahrscheinlichkeit nach mit einem Ende rechnen.Eine durchaus bittere Konsequenz für die Inhaber, haben sie doch oft überdurchschnittlich Arbeitszeit und private Investitionen eingesetzt.
Was natürlich auch die Attraktivität der Standorte schmälert.
Daher halte ich solche Hilfsangebote für eine gute Idee. Denn mit noch mehr Arbeitslosen wäre uns auch nicht geholfen. Jeder, der selbst etwas anpackt, auch wenn er mal scheitert, ist begrüßenswert.

Ellen wolff | Fr, 20. März 2020 - 10:02

Um der Gerechtigkeit willen sollten während der Krise sämtliche Staatsbediensteten mit höheren Gehältern, besonders jene, die zur Zeit freigestellt wurden, sowie Politiker auf einen Teil ihrer Bezüge verzichten müssen, außer diejenigen, die mit eher kleinen Gehältern sozusagen an der Front arbeiten. Wenn die finanziellen Belastungen und Einbußen, die das Virus unserer Gesellschaft beschert so weit wie möglich solidarisch von allen gemeinsam getragen würde, kämen wir alle letztendlich am besten daraus hervor. Ob sich das organisieren lassen könnte und ob es hierzu einen politischen Willen geben könnte?? Ich persönlich rechne für mich mit deutlichen finanziellen Einbußen während der Krise und aufgrund meiner beruflichen Situation mit dauerhaften Einbußen aufgrund der langfristigen Folgen der Krise. Das ist Ok, denn eine Garantie auf dauerhaft hohen Lebensstandart gibt es nicht. Wichtig für unsere Gesellschaft ist jedoch, dass die Lasten halbwegs gerecht verteilt werden und dass wir alle

Ellen wolff | Fr, 20. März 2020 - 10:11

und dass wir als Gesellschaft endlich die Prioritäten neu gewichten. Ärzte, Pfleger, Krankenschwestern, Erzieher, im Grunde fast alle sozialen Berufe sowie alle Berufe, die unserer Grundversorgung dienen und die unsere Infrastruktur aufrecht erhalten sollten endlich wieder den sozialen Status erhalten, den sie verdienen. Da ist schon lange etwas komplett verdreht. Aber so ist das in einer Gesellschaft, in der die Reichen und Schönen sowie die Schwätzer und Blender hofiert, bejubelt und beneidet werden.

Jürgen Keil | Fr, 20. März 2020 - 10:46

Wenn mein Lieblingsrestaurant 4 Wochen geschlossen ist, kaufe ich also 4 Gutscheine, vorausgesetzt, es war bisher meine Gewohnheit einmal jede Woche essen zu gehen. Die esse ich dann ab der 5. Woche ab. D.h. von der 5. bis zur 8. Woche brauche ich dann im Restaurant nichts bezahlen. Wenn das alle so machen, verdient der Restaurantbesitzer von Woche 5-8 kein Geld, es sei denn, alle gehen dann zweimal die Woche essen. Aber vielleicht kommen ja Gäste, die sonst kein Lieblingsrestaurant haben. Wenn das aber doch funktionieren sollte, liebe Berliner, dann würde ich empfehlen lieber Gutscheine für den Friseur, die Blumenfrau oder das kleine Bekleidungsgeschäft usw. zu kaufen.

Bettina Jung | Fr, 20. März 2020 - 13:15

Liquiditätsenge einfach verschieben. Mega Start-up Idee und wird dafür im Cicero gefeiert. Wenn ich meinen Lieblings-Gastronomen etwas Gutes tun will und wenn ich möchte, dass er die Krise überlebt, dann kaufe ich keinen Gutschein sondern "spende" einen Betrag, vielleicht die Hälfte von dem, was ich normalerweise bei ihm lasse. Mit Gutscheinen ist das so eine Sache. Man freut sich, wenn man das Geld einnimmt und wenn der Gutschein eingelöst wird, hat man die Arbeit aber keinen Umsatz. Abgesehen davon, wer weiß schon, ob der Gastronom trotz Gutscheine überleben kann. Gut gemeinte Milchmädchen-Betriebswirtschaft

Bernd Muhlack | Fr, 20. März 2020 - 18:39

Des Mittags war ich beim Penny im Nachbarort;
kein einziger Panikkäufer!
Warum?
Weil so gut wie nichts mehr vorhanden ist, auch das Lager ist leer!
Morgen wird gar mehr geöffnet; die Lieferkette ist teilweise abgeschnitten.
In der Nähe des Penny ist ein Reisebüro, ein "Ein-Mann-Betrieb", ein Bekannter von mir.
Ja, er könne natürlich Home-Office betreiben, anbieten, allein kein Mensch bucht zurzeit eine Reise!
Er hofft auf Unterstützung seitens der "Politik"/Gemeinde/Land.
"Haste mal nen €?"
Daneben ist eine Apotheke; auch diesen Inhaber kenne ich.
Er hat seine Apotheke mit Sperrbändern versehen; man muss diesen Weg einhalten, wer motzt fliegt raus! (wie im Gefängnis)
Nach Möglichkeit sollen Rezepte gefaxt, gescannt, gemailt werden, es gibt ja sowieso einen Lieferservice.
Es gibt eben hinreichend Zeitgenossen, für die keinerlei Regeln gelten.
ABER: bis zu 25.000 € Bußgeld, gar Freiheitsstrafen?
Das ist wohl des Guten zu viel.

Ist ein Reisebüro systemrelevant?

Survival of the fittest!

Thomas Trumm | Fr, 20. März 2020 - 19:26

An sich eine gute Idee, aber nur wenn man die Gutscheine erst nach z.B.3, 6, 12 Monaten einlösen darf (die Büchergilde macht es schon länger nach diesem Modell), damit sich erst wieder eine stabile Struktur bilden kann. Ich würde mir dies als bundesweite Aktion wünschen!

Albert Schultheis | Fr, 20. März 2020 - 20:46

Wir erleben gerade, wie aus der ersten, der medizinischen Pandämie, eine zweite, die ökonomische Sekundär-Pandemie erwächst. Und ich habe das mulmiges Gefühl, dass diese Sekundär-Pandemie viel gravierender sein wird als die Primär-Pandemie, die sie ausgelöst hat. War die Seuche noch - nach Aussage der ÖRR - gerecht und fair, weil sie vor allem die Alten und Weißen dahinrafft, die ja eh an allem Übel diese Welt schuld sind, so ist die zweite Pandemie umso fairer, weil sie nun für ausgleichende Gerechtigkeit sorgt. Sie wird nämlich die Alten wie die Jungen gleichermaßen treffen, auf eine Art und Weise, die die kurzlebige Vorstellungskraft gerade der jungen Maulhelden von Links ernüchternd übersteigt. Wenn die Steuereinnahmen einbrechen, werden wir uns einen halbwegs funktionierenden Kapitalismus, und besonders funktionierende Ordnungskräfte und Polizei, Feuerwehr, und Justiz noch sehnlichst zurückwünschen. Die Geister, die wir riefen - sie werden kaum einen ungeschoren davokommen lassen.