Trade Republic - Aktien kaufen per App

Die Deutsche Börse will moderner werden. Als einer von drei Gründern bietet Christian Hecker mit der App „Trade Republic“ Börsendeals viel günstiger an als klassische Banken. Wie gut sind Aktien für alle: Notwendige Demokratisierung oder gefährlicher Zock?

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Will Börsengeschäfte günstiger anbieten: Christian Hecker / Nils Stelte

Autoreninfo

Yves Bellinghausen ist freier Journalist, lebt und arbeitet in Berlin und schreibt für den Cicero.

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Minuszinsen, Inflation und demografischer Wandel – für die Finanzprobleme unserer Zeit, sagt Christian Hecker, hat er die Lösung gefunden. Sie heißt Trade Republic – eine App, mit der man in nur drei Schritten Aktien oder ETFs kaufen kann, schlicht designt, jede Transaktion kostet hier nur einen Euro, während klassische Banken oft zehn Euro oder mehr für Transaktionen verlangen.

Es ist das typische Versprechen sogenannter Fintechs, Dienstleistungen viel günstiger und unkomplizierter anzubieten als klassische Banken. „Wir sind ein Technologieunternehmen mit Banklizenz, keine Bank mit IT-Abteilung“, sagt Hecker. Trade Republic kommt mit wesentlich weniger Mitarbeitern und schlankerer Infrastruktur aus. Deshalb kann Hecker Börsengeschäfte günstiger anbieten. Digitalisierung, das bedeutet auch in der Bankenwelt: Kosten sparen.

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gabriele bondzio | Do, 26. November 2020 - 17:04

oder gefährlicher Zock? Ihren Satz: "Vorausgesetzt natürlich, man setzt sein Geld auf das richtige Wertpapier."...würde ich als ausschlaggebend bezeichnen.
Denke da an David Korowicz und seinen Aufsatz "Trade Off".
Bzw. wie es André Kostolany zitiert hat:

"Die ganze Börse hängt nur davon ab, ob es mehr Aktien gibt als Idioten - oder umgekehrt."

Ernst-Günther Konrad | Fr, 27. November 2020 - 08:53

Ich bin da ganz konservativ. Ich verstehe von diesen Dingen nichts und will mich auch nicht hinein begeben. Ein Bekannter machte "in" Aktien. Sehr ambivalent dessen Erfahrungen. Ist mir alles zu kompliziert und unübersichtlich. Was ich in der Hand habe, Geld oder Gold, ist für mich handhabbar. Alles anderen sind Zahlen und Werte, auf die andere Einfluss nehmen. Selbst der Goldwert wird von Mechanismen gesteuert, die man selbst schon nicht mehr beeinflussen kann. Das alles auch noch per App via Handy. Es gibt Software und die nicht nur im Fernsehkrimi, die in der Lage ist in wenigen Sekunden beim Vorbeigehen die Daten zu lesen und herunter zu laden. Das wäre mir alles zu unsicher. Natürlich wird das Geschäftsmodell vermarktet. Die Jugend macht doch heute alles mit dem Handy. Manche unterhalten sich mit ihren Partner mehr via WhatsApp und Twitter als persönlich. Wer es will und braucht. Bitte nur zu. Ich brauche und ich mache es nicht. Aktien haben viele Kleinanleger zerstört. Uffpasse

Dirk Köster | Fr, 18. Dezember 2020 - 10:40

In reply to by Ernst-Günther Konrad

Ich gehöre nicht zu den jüngsten, ich bin sogar der Rente näher, als der Ausbildung. Aber zu sagen "ich verstehe nichts davon - also lass ich es" - wie möchte man sich da weiterentwickeln. Achtet auf Qualität - wie im realen Leben auch. Kauf Aktien, deren Produkte ihr jeden Tag benutzt und BRAUCHT, oder ist hier jemand, der sich wg Corona ein Monat die Zähne nicht geputzt hat??? Dann bleiben Konzerne wie Colgate-Palmolive, Procter & Gamble, McDonalds, Stryker, Coloplast, Nestle, Unilever, Apple, Amazon, Mastercard, Nike, Air Liquide, Danaher, 3M... fertig ist ein Depot mit höchster Qualität, guter Div.Rendite und einfach mal laufen lassen. Nach 10 Jahren ist das Verlustrisiko bei 0% aufs Gesamtdepot. Und die Dividende sicherlich bei über 3%. Das ist sicherer als Gold und die deutsche Rentenversicherung! Viel Erfolg:)

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