E-Scooter - Moover und Shaker

Ab sofort sind E-Scooter gesetzlich erlaubt auf Deutschlands Straßen. Gebaut werden die Gefährte bisher vor allem in Asien – ein Nachfolgeunternehmen der Fürther Metz-Werke will das ändern

Lauri Jouhki
Der Finne Lauri Jouhki leitet die Geschicke von Metz-mecatech / Sonka Och

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Lars-Thorben Niggehoff ist freier Wirtschaftsjournalist aus Köln.

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Wer nach Fürth reist, der reist in die Vergangenheit der deutschen Industrie. Die fränkische Stadt stand zwar immer ein wenig im Schatten des großen Nachbarn Nürnberg, doch tatsächlich begannen hier viele Erfolgsgeschichten der deutschen Wirtschaft. Im Vorort Zirndorf entstand bereits 1876 die Brandstätter-Gruppe, heute vor allem bekannt für die Spielzeugserie Playmobil. Der Versandhändler Quelle baute seinen Hauptsitz in Fürth, genau wie die Fernsehhersteller Grundig und Metz.

Doch Grundig war bereits 2003 insolvent, Quelle trotz Fusion mit der Karstadt AG im Jahr 2009. Metz folgte 2014, der Fernseh- und Fotoblitzgeräteproduzent war zahlungsunfähig. Was das Ende für ein Traditionsunternehmen zu sein schien, entpuppt sich in der Rückbetrachtung jedoch als Neubeginn. Die Lichter sind bei Metz nicht ausgegangen.

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Wolfram Fischer | Sa, 15. Juni 2019 - 16:14

"... ein möglicher Absatzmarkt für den Scooter sind auch Unternehmen mit weitläufigen Werksgeländen"
Vor zwanzig Jahren hatten wir bei meinem damaligen Arbeitgeber für das relativ große Werksgelände (u.a. große Fertigungs- und Montagehallen) diverse sehr praktische Fortbewegungsmittel.
Sowas hieß damals "Fahrrad" und hat prima funktioniert - günstig, dank Biomotor äußerst energieeffizient und daher der Zeit weit vorauseilend hochgradig klimaschonend, nahezu Wartungsfrei und langlebig.
Und heute soll's der E-Scooter sein, der erst mal eine teure über das Werksgelände verteilte Ladestruktur braucht und dessen Akku wahrscheinlich nach ein paar Monaten schlapp macht... also ich weiss nicht... klingt mir eher wie das Pfeifen im Wald bei Nacht als nach einem plausiblen Geschäftsmodell...

Karla Vetter | Sa, 15. Juni 2019 - 19:57

Als ehemalige Kommunalpolitikerin freue ich mich über diesen wohlwollenden Artikel über meine fränkische Heimatregion. Anzufügen wäre noch , dass Fürth die Geburtsstadt von Ludwig Erhardt ist,dem "Vater" der sozialen Marktwirtschaft.Nebenbei:Henry Kissinger ist auch in Fürth geboren, aber das ist eine andere Geschichte.

Ernst-Günther Konrad | So, 16. Juni 2019 - 07:26

Naja, wer es braucht, soll es eben haben. Wo kommt nochmal der Strom dafür her? Ach richtig, aus der Steckdose. Wie kommt der nochmal in Dose? Egal, der Banker in der Großstadt kommt schneller und nicht verschwitzt zum Meeting. Gehwege und Radwege werden überfüllt sein, ob dort nun erlaubt oder nicht erlaubt gefahren wird.
Ich sehe heute schon die Gesundheitsanzeigen in der Apothekerrundschau, die vor dem E-Roller warnt, weil sich die Menschen gar nicht oder zu wenig bewegen, der Bewegungsapparat einrostet.
E-Roller in der Innenstadt beschleunigt das Alltagsleben. Noch weniger Zeit beim Spaziergang mal über das Leben nachzudenken, zur Ruhe zu kommen. Besser man kommt schnell von A nach B, um noch schneller präsent zu sein. Mal gespannt, ob bald jeder sein Windrad bekommt, um seinen E-Roller aufzuladen. Erzeugen Gummireifen nicht Feinstaub? Da können die Grünen demnächst alle Fahrzeuge mit Gummibereifung verbieten lassen oder doch nur eine Steuer? Vergeßt mir die Rolllatoren nicht?

Christoph Kuhlmann | Mi, 19. Juni 2019 - 06:37

steht ein bisschen teuer. Da das Ding genauso viel kostet wie ein Fahrrad mit elektrischem Hilfsantrieb, vermag ich die Marktlücke nicht zu erkennen. Aber wenn es Hip genug ist werden sich schon Käufer finden.

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