- Die Zahlentrickser
Schrumpfen, pflegen und vergreisen – vier Einwände gegen das demografische Gruselkabinett
Seit Jahren wird eine demografische Entwicklung prognostiziert, die einem Gruselkabinett ähnelt. In dem Schreckensbild, das gezeichnet wird, steht eine Masse an immer älter werdenden Alten wenigen jungen Menschen gegenüber, auf deren Schultern die gesamte Last liegt, wodurch das bestehende soziale und wirtschaftliche Gefüge alarmierend ins Wanken gerät. Der Bevölkerungswissenschaftler Herwig Birg und andere sprachen bereits von einer Verdopplung des Altenquotienten. Und seit 2012 warnen Frank-Jürgen Weise (Bundesagentur für Arbeit), Robert Egeler (Statistisches Bundesamt) und andere vor einem angeblich drohenden gravierenden Mangel an Arbeitskräften. Aber selbst wenn die Vorhersagen über eine steigende Lebenserwartung, weniger Kinder und mehr Rentner tatsächlich so eintreffen sollten, wie Demografen sie skizzieren – wäre das denn wirklich ein so riesiges soziales und wirtschaftliches Problem?
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