Illustration einer Hand in blauem Hemd. Aus dem Handgelenk kommen Zahlen.
Seit 2003 hören wir erstaunt fast täglich einen Politiker oder Journalisten über Bevölkerungszahlen reden / Illustration: Christine Rösch

Demografische Entwicklung - Die Zahlentrickser

Schrumpfen, pflegen und vergreisen – vier Ein­wände gegen das demografische Gruselkabinett

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Gerd Bosbach lehrt Statistik, Mathematik und Empirie an der Hoch­schule Koblenz.

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Jens J. Korff ist freiberuflicher Historiker und Sachbuchautor. Er lebt in Bielefeld.

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Seit Jahren wird eine demografische Entwicklung prognostiziert, die einem Gruselkabinett ähnelt. In dem Schreckensbild, das gezeichnet wird, steht eine Masse an immer älter werdenden Alten wenigen jungen Menschen gegenüber, auf deren Schultern die gesamte Last liegt, wodurch das bestehende soziale und wirtschaftliche Gefüge alarmierend ins Wanken gerät. Der Bevölkerungswissenschaftler Herwig Birg und andere sprachen bereits von einer Verdopplung des Altenquotienten. Und seit 2012 warnen Frank-Jürgen Weise (Bundesagentur für Arbeit), Robert Egeler (Statistisches Bundesamt) und andere vor einem angeblich drohenden gravierenden Mangel an Arbeitskräften. Aber selbst wenn die Vorhersagen über eine steigende Lebenserwartung, weniger Kinder und mehr Rentner tatsächlich so eintreffen sollten, wie Demografen sie skizzieren – wäre das denn wirklich ein so riesiges soziales und wirtschaftliches Problem?

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