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Foto-Dokumentation - Made in Teheran: Sechs Frauenblicke

Eine fotografische Dokumentation aus dem heutigen Teheran 21.11. – 31.12.2007

Die Cicero-Galerie für politische Fotografie in Berlin-Mitte präsentiert zusammen mit Artefakt und dem Zentrum Moderner Orient zeitgenössische Positionen von sechs außergewöhnlichen Frauen aus Teheran. Die zwischen 1974 und 1981 geborenen Fotografinnen – „Kinder der Islamischen Revolution“ – gehören der soge-nannten Nachkriegsgeneration an und stehen heute für ein junges, modernes und kulturell wie kreativ aufgeschlos-senes Land. Ihre international anerkannten Fotoarbeiten sind in ihrer Heimat nur teilweise eingeführt, beziehen ihre Themen und Blickwinkel aber eindeutig auf die Historie, Gegenwart und Zukunft des Irans.
Noch bis vor einigen Jahren war der Beruf des Fotografen im Iran eine Domäne der Männer. Heute lichten Frauen mit diesem Medium die iranische Gesellschaft in all ihren Facetten ab. Die Fotografinnen Mehraneh Atashi, Gohar Dasthi, Ghazaleh Hedayat, Shadi Ghadirian, Hamila Vakili sowie Newsha Tavakolian haben Fotografie in Teheran studiert; sie leben und arbeiten im Iran und reprä-sentieren die jüngere Kunstszene des Landes. Sie zeigen neue serielle Arbeiten und überraschen mit einer Vielfalt von Stilen und anspielungsreichen Sujets. In ihren Arbeiten setzen sie sich durch ihre Bildsprache mit dem Thema „Identität“ auseinander. Sie schlagen einen Bogen zwischen Heute und der Vergangenheit und gehen der Frage nach: Woher kommen wir, wo liegen die eigenen Wurzeln und wohin gehen wir? Die ausgewählten Foto-arbeiten thematisieren die Grenzen und die Widersprüch-lichkeiten der iranischen Gesellschaft. Im Iran gibt es eine junge Künstlergeneration, die sich nicht mehr verstecken will. Die sechs Fotografinnen gehören dazu. Sie zeigen ihr Land, ein Land im Wandel.

Eintritt frei