Thilo Sarrazins neues Buch - Der Provokateur hat sich leergeschrieben

Thilo Sarrazin legt ein neues Buch vor, es geht darin laut Titel um „politisches Wunschdenken“. In der Sache hat der Erfolgsautor aber kaum etwas zu sagen. Das war mit „Deutschland schafft sich ab“ noch anders. Ein Rückblick auf den Mega-Bestseller von 2010 lohnt deshalb noch immer.

Thilo Sarrazin im Jahr 2020 / picture alliance

Autoreninfo

Mathias Brodkorb war Finanzminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern und gehört der SPD an.

So erreichen Sie Mathias Brodkorb:

Porträt Mathias Brodkorb

Mit „‚Wir schaffen das!‘ Erläuterungen zum politischen Wunschdenken“ legt der ehemalige Finanzsenator von Berlin und Bundesbanker in nur wenigen Jahren sein siebentes Buch vor. Wer sich von diesem Text allerdings skandalträchtige Debatten oder gar anregende Interventionen erwartet, wird bitter enttäuscht.

Schon den Titel des Buches und das einleitende Kapitel zur Regierungsbilanz von Angela Merkel kann man sich nur aufgrund der nahenden Bundestagswahl erklären. Verlag und Autor haben offenbar krampfhaft nach einer Möglichkeit gesucht, einen aktuellen Anknüpfungspunkt für die Verkaufsstrategie ausfindig zu machen.

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Dorothee Sehrt-Irrek | So, 18. Juli 2021 - 08:21

Ich war entsetzt, dass Sarrazin die Genetik in der SPD bemühte, wer will die Debatten der SPD noch um andere hochumstrittene Thesen erweitern?
Man kann sich fragen, womit schwächere intellektuelle Leistungen erklärt werden können, ich käme da auf eine zu krasse Betonung von Religion gegenüber Wissenschaft etc., aber schon die kolportierten Äusserungen Sarrazins fand ich so schrecklich, dass ich ersteinmal seine auch seriösen Seiten und Hintergründe nicht wahrnahm.
Wenn man aber irgendwann mit der eigenen m.E. richtigen Ansicht mehr und mehr "alleine" steht, dann muss man schauen, warum so viele Menschen, Sarrazin selbst, auf solche Gedanken kommen.
Leider schreibt der Autor nicht soviel zu Sarrazin und ich habe ihn nun mal nicht gelesen.
SPD handelt von sozialem Zusammenhalt und den besten Bedingungen dafür, ich muss mich nicht für diese Thesen Sarrazins erwärmen, ich will es nicht, ich kann...
Mehr Lehrer auf weniger Kinder, sorgen für vergleichbare Leistungen! Eher kein Thema hier?

konnte ich die Realität in Deutschland erkennen. Es war alles eindeutig belegt und die Schlussfolgerungen sind nicht nur seit 2010 eingetreten, sondern in vielen Bereichen noch schlimmer Wirklichkeit geworden.
Alle diejenigen, die auch Wunsch der wenig intellektuell belesenen Dame aus der Uckermark, dieses Buch weder gelesen, noch verstanden haben, reden am Eigentlichen vorbei.
Alle seine Thesen und Schlussfolgerungen sind im Nachhinein von allen renommierten Wissenschaftlern, dazu zähle ich ich Herrn Gabriel und Herrn Heil, bestätigt worden.

Eine interessante Diskussion gibt es auf YouTube zusehen, etwas Anfang 2020. Lafontaine, Gauweiler und Sarrazin diskutieren im Bayrischen Hof. ALLE sind sich völlig einig... und hoffen auf eventuell einen anderen Kanzler, der das Ruder dieses Elendes noch scharf herumreißen könnte... sonst....gute Nacht.

Sie sollten das Buch wirklich lesen und mit dem abgleichen, was sich in der Zwischenzeit bereits geändert und ereignet hat. Wirklich sehr interessant!
Ich war übrigens nie der SPD zugewandt. Nur H. Schröder habe ich gewählt - und ich bin heute noch überzeugt, dass wir die vielen wirtschaftlich guten Jahre vor allem ihm und seinen Reformen zu verdanken haben.
Liebe Grüße

Wie kann es sein, dass Sie glauben, sich eine Meinung über Sarrazin bilden zu können, ohne sich mit seinen Ansichten auseinander gesetzt zu haben? Sie urteilen aufgrund von "kolportierten Äußerungen", Sie haben seine Bücher nicht gelesen, nie mit ihm gesprochen, kennen seine Thesen gar nicht? Und doch leisten Sie sich eine Meinung zu ihm. Na dann. . .

Gerhard Lenz | So, 18. Juli 2021 - 09:16

Für den interessieren sich höchstens noch ein paar Unbelehrbare vom rechten Rand.
Seit der endlich aus der SPD rausgeflogen ist, schafft er es nicht mehr in die Schlagzeilen. Warum wird er nicht AfD- oder NPD-Mitglied? Oder tritt der sich Werte-Union nennenden AfD-Kopie der Herren Orte und Maassen bei? Da wäre er gut aufgehoben.

Walter Bühler | So, 18. Juli 2021 - 11:01

In reply to by Gerhard Lenz

Hass vergiftet uns, Herr Lenz, und macht uns selbst dem Bild, was wir uns von dem Gehassten machen, letztlich immer ähnlicher. In meiner Erinnerung war die massive Kampagne gegen Sarrazin schon ein vollständiger "shitstorm" incl "hatespeech", noch bevor diese Worte in Mode gekommen sind.

Herr Lenz, lesen Sie den Cicero-Artikel über Duisburg, lesen Sie die Nachrichten über die Berliner Zustände, insbesondere in der Schule. Wenn Sie mal Zeit haben, können Sie das mit Sarrazins Thesen von damals vergleichen. Und vielleicht werfen Sie auch einmal einen Blick auf unsere Nachbarn (H, DK, CH,..), ohne sich vorher der Mehrheits-Meinung der deutschen Medien zu unterwerfen.

"Der Unterschied zwischen Demokraten und Ideologen aber ist, dass die einen in der Lage sind, auch ihre eigenen Werteprinzipien zu reflektieren UND IM VERHÄLTNIS ZU ANDEREN ZU REFLEKTIEREN, die anderen [Ideologen] nicht." (R. Habeck, Wer wir sein könnten, S.97)

Wo wäre heute die SPD, wenn sie Sarrazin ernst genommen hätte?

Joachim Kopic | So, 18. Juli 2021 - 11:33

In reply to by Gerhard Lenz

köchelt schon wieder - selbst bei "SPD-Themen" ... ich lach mich schlapp :)))

Brigitte Miller | So, 18. Juli 2021 - 13:12

In reply to by Gerhard Lenz

haben Sie sich selbst übertroffen.

Stefan Forbrig | So, 18. Juli 2021 - 16:31

In reply to by Gerhard Lenz

...ein für Sie typischer Kommentar, der Blinde, der über die Farbe referiert. Lesen Sie Sarrazins Bücher, auch wenn Ihnen schwer fällt. Selbst ich, der ich die Linke abgrundtief verachte, habe das Buch von Wagenknecht gelesen, verfolge Reden von Bartsch oder auch Esken. Damit ich weiß, wovon ich spreche bzw. worüber ich mich aufrege.
Aber ich denke, bei Ihnen ist wohl Hopfen und Malz verloren.

Dirk H. | So, 18. Juli 2021 - 10:16

Wenn man sich das Ausmaß anschaut in dem Teile der Bevölkerung irrationalen Verschwörungstheorien nachhängen, der ausgeprägte Drang sich um der Empörung Willen zu empören oder die Unsachlichkeit und Aufgeregtheit in der Führung der Klimadebatte, glaube ich nicht das es für ein Absenken der durchschnittlichen Intelligenz zehn Generationen benötigt. Ich denke eher man sieht die Auswirkungen ganz klar schon jetzt.

Hermann Kolb | So, 18. Juli 2021 - 10:21

Natürlich überspitzt, nichtsdestotrotz sind sämtlicher Thesen Sarrazins bis heut plausibel, die Gedankengänge dazu stringent, seine Schlussfolgerungen eintreffend.
Bis heute bleibt es dabei: Migration nach Deutschland kostet weit mehr als sie bringt. Sie löst keine von Deutschlands Problemen sondern vergrössert diese bzw. schafft sogar zusätzliche.
Die aufgebrachten Ressourcen zur vermeintlichen Integration, seien sie konsumptiver oder investiver Natur, sind und bleiben eine volkswirtschaftliche Fehlallokation gigantischen Ausmasses.
Weder will man von schlechten Vorbildern wie dem fortgeschrittenen Frankreich, Belgien oder Holland lernen, noch ist man gewillt, die (auch) dadurch verursachte Nettoauswanderung von mittlerweile einer halben Millionen im Schnitt junger, gut und teuer hier ausgebildeter, hier sozialisierter Deutschen aus Deutschland zu thematisieren.

Ihre Thesen kann man sicher diskutieren, aber nicht als GENETIK.
Überlegen Sie einmal, was Hitler und seine Schergen aus einem hohstehenden Kultur"volk" machten, Ratten.
Ratten sind zwar hochintelligent, die Chinesen kennen das Jahr der Ratte, aber das zielte auf MORD/UNTERMENSCHEN, auch bei anderen "Volks"gruppen.
So etwas gehört nicht in die SPD. Ich begreife nicht, warum Sarrazin die Lage nicht thematisierte, wie Sie es tun.
Merkel und Politik sind meiner Meinung nach nur extrem schlecht zusammenzubringen.
Ich gehe nicht davon aus, dass seriöse SPD-Politiker* fernab von Ideologie oder religiöser Verbrämung sich solche politischen Zustände herbeigewünscht haben.
Aber Ideologie (Danke für das Habeck-Zitat weiter oben) und Neo-Messianismus feierten evtl. in der Bundesrepublik und evtl. NUR HIER fröhliche Urstände. In welchem Land gibt es auf Kirchentagen "Vulva-Malgruppen"?
Ich weiss nicht, ob man das jemals durch solide Politik wieder einfangen kann.
Man sollte es aber versuchen.

wären sie sicherlich in irgendwelchen VWL-Seminaren mal diskutiert worden. Aber niemand hätte dieses Buch gekauft.

Erst seine pseudo-eugenischen Thesen und seine Formulierungen im Stile des "Stürmer" (Produktion von Kopftuchmädchen) brachten den großen Erfolg, allerdings auch den Rausschmiß aus dem Direktorium der Bundesbank.

Zu blöd, dass nun ausgerechnet ein türkisches Forscherehepaar den wirkungsvollsten Corona-Impfstoff entwickelte.
Sarrazin wird ganz sicher noch weitere Bücher dieser Art veröffentlichen, er kann nicht anders.

Massenmigration vielerlei Probleme bringen wird. Selbst die "Süddeutsche" berichtete vor 3 Tagen, dass immer mehr Medien Migration und Migranten nun auch negativ darstellen. Nur sie selbst (SZ) ist da noch löbliche Ausnahme und schreibt quasi nur positiv.

Aber auch wenn die Probleme endlich erkannt und benannt werden, sind sie noch lange nicht gelöst. "Nun sind sie halt da."

Karl-Heinz Weiß | So, 18. Juli 2021 - 11:14

Herr Sarrazin scheint sich für einen Allrounder zu halten und überschätzt sich zunehmend, wahrscheinlich befeuert durch seinen Verlag. Allerdings bemängelt er selber, dass Masse nicht zwangsläufig für Qualität steht. Eins muss man anerkennen: durch steten Widerspruch hat er während seiner Berufstätigkeit stets das finanziell Maximale für sich erreicht. Ob er dadurch zum Vorbild taugt ? Vielleicht erklärt er diesen Widerspruch in einem weiteren Buch.

Christa Wallau | So, 18. Juli 2021 - 11:56

Im neuen Buch von Sarrazin steht nichts Neues drin.
Er hat ja schon viel geschrieben, und irgendwann kommt es bei allen Autoren zu Wiederholungen.

Das ändert aber nichts daran, daß Thilo Sarrazin
mit großer Klarsicht d a s Problem unseres Staates beschrieben und gegen alle Angriffe und Verleumdungen verteidigt hat, nämlich die
fortschreitende Veränderung der Bevölkerung durch andauernde Migration, die zu einer Verschlechterung der Bildung führt und zu einer Zerstörung der bisher bestehenden
Kultur - mit allen entsprechenden Folgen für die
Gesellschaft u. auch für die Wirtschaft.

Dies sachlich festzustellen hat nichts mit Fremdenfeindlichkeit zu tun, sondern ist ein
eminent wichtiger Appell an jeden Politiker, dieser negativen Entwicklung Einhalt zu gebieten, so lange dies überhaupt noch möglich ist.

Aber wir haben ja gesehen, was stattdessen passierte: Sarrazin wurde aus der SPD ausgeschlossen, und auch die anderen Parteien - außer der AfD - strafen ihn mit Verachtung.

dass Herr Brodkorb SPD-Minister in einer SPD-Regierung ist. Wie sollte er die Realität reflektieren, ohne vielleicht selbst entlassen zu werden oder den schärfsten Partei Ärger zu bekommen.
Angesichts der von Sarrazin offengelegten Idiotie in der SPD klammern sich alle, die noch in irgendwelchen Ämtern der Splitterpartei stecken, an ihre Pfründe. Ist ja verständlich, denn der Abgrund wird immer ersichtlicher. Doe SPD spielt mittlerweile in der dritten Liga, und das Thema Migration hat sie tapfer seit 2010 verdrängt.Die Armateur Liga wartet schon.

Walter Bühler | So, 18. Juli 2021 - 12:11

habe ich als Finanzsenator bei der Auseinandersetzung um die Lehrerbesoldung kennengelernt (20% des Einkommens sollte vom messbaren Erfolg der Unterrichtstätigkeit abhängig gemacht werden). Obwohl es schwer ist, eine Messmethode für den Unterrichtserfolg zu finden, halte ich den Ansatz für richtig, wenn er mit ähnlichen Effizienzanforderungen in den anderen Teilen des ÖD gekoppelt wird.

Das hat ihm aber die Feindschaft der Gewerkschaftsfunktionäre des ÖD eingetragen, die ja oft zugleich Funktionäre der Berliner SPD waren und sich insofern eine besondere Selbstbedienungsmentalität aneignen konnten.

Wer heute das Lettre-Interview von 2009 liest, wird bestätigen müssen, dass Sarrazin mit seiner Analyse Berlins weitgehend Recht hatte, nicht nur beim Flughafen, sondern auch bezüglich der Effizienz der Berliner Verwaltung.

Hätte sich die SPD auf eine REALITÄTSBEZOGENE, inhaltliche Auseinandersetzung mit Sarrazin eingelassen, dann wäre sie nicht da, wo sie heute ist. DK lässt grüßen.

Rob Schuberth | So, 18. Juli 2021 - 13:37

Sein Buch: "Deutschland schafft sich ab" hat doch gereicht.

Zumindest denen die es gelesen haben, um ihnen die Augen zu öffnen, resp. die eigene Wahrnehmung bestätigt zu sehen.

Leider ist das immer noch eine Minderheit (zumindest schweigen viel zu viele die es besser wissen, aber zu träge sind).

Wer solche Bestseller schreibt, der hängt die eigene Latte nat. recht hoch.
Und so haben es seine Kritiker (derer es ja viele insbesondere aus dem Kreis der Medien gibt) besonders leicht ihn schlecht zu schreiben.
Zumal ja gerade eine (unverdiente) Eloge (Lobrede) nach der anderen über Merkel geschüttet wird.

An dem Wahrheitsgehalt seiner Thesen ändert das freilich nichts.

Ernst-Günther Konrad | So, 18. Juli 2021 - 16:35

Ich habe sein Werk DE schafft sich ab gelesen. War sehr schwere Erkenntniskost und ich sehe heute vieles eingetroffen, manches noch übertroffen. Jeder Lesekonsument mag selbst entscheiden, ob das aktuelle Buch ihm noch weiter hilft oder nicht. Das ist eine individuelle Erkenntnis, die jeder für sich erlangen muss. Ich jedenfalls kann ihm auch heute noch immer dazu gratulieren, mit welcher Klar- und Weitsicht er den drohenden Untergang aus seiner Sicht erkannt und beschrieben hat. Die Reaktionen auf sein Buch sind für mich Bestätigung des Inhaltes. Manch einer schreibt sich seine Seele fei, auch wenn andere darin nichts Neues entdecken. Jedenfalls schrieb er keine Plagiate, nur weil er die Realität beschrieb.

Karla Vetter | So, 18. Juli 2021 - 21:40

darf. Eine gute Rezension. Sarrazin's Bücher habe ich fast alle mit Gewinn gelesen. Über das Thema "Wunschdenken" hat er schon unter gleichem Titel ein sehr interessantes Buch geschrieben. Er entlarvte die Jakobiner unserer Zeit. Kritik kommt meist nur von Leuten die seine Bücher nicht gelesen haben. Beim Thema Genetik/Eugenik sollten wir auf unseren eigenen, vollkommen abgedrifteten Genossen schauen. Sagt Ihnen das Ehepaar Myrdal etwas? Schwedische Nobelpreisträger und Mitglieder unserer skandinavischen Schwesterpartei. Für "sozial verkommene Menschen" propagierten sie Sterilisation, damit sich "solche" nicht fortpflanzen. D A S ist Menschenverachtung. Aber natürlich nur gut gemeint. Der Sachverhalt ist mir seit Jahren bekannt und lässt sich leicht recherchieren.

Sebastian Niemeyer | Mo, 19. Juli 2021 - 01:15

Er hat sich leergeschrieben. Nun, das Wichtige hat er ja bereits gesagt.
Was danach folgte war ein typischer Medienfuror. Vielleicht schreibt Sarrazin jetzt nur noch zur Selbsttherapie, wer könnte es ihm verübeln. Natürlich, er ist kein sanfter Geselle, hier und da wäre etwas fingerspitzengefühl gut gewesen.

Nichts allerdings rechtfertigt diesen Hass, der ihm endgegenschlug und übrigens auch jeden, der seine Thesen öffentlich unterstützte.

Wer in der BRD 2021 einen freien Gedanken wagt, der muss sich irgendwann einmal in eine Art therapie begeben, sonst ist das Mobbing schwer zu ertragen.

Brigitte Simon | Mo, 19. Juli 2021 - 12:04

Eine Alternative, seine Lücke Leere zu schließen ist endlich Ehrlichkeit und Aufklärung des Bürgers zu Steinmeiers politische Vergangenheit. Dazu schrieb die mutige FAZ:
"Als Student war Steinmeier Redakteur der linken Zeitschrift "Demokratie und Recht". Unter Beobachtung des Verfassungsschutzes stehend, forderte er eine "Diskussion über eine linke Verfas-sungsinterpretation. Viele seiner Mitstreitern be-kleiden heute hohe Ämter. Steinmeier vollbrachte eine steile Karriere zum Bundespräsident. Nach wie vor sein Lieblingsklassiker: "Feine Sahne
Fischfilet".
Wie sieht Steinmeiers bundespräsidiale Zeit? Die SPD braucht ihn als führenden Kopf.

Was passiert mit Sarrazin im Gegensatz zu Steinmeier? Sachliche Kritik der Medien und des
Qualitätsjournalismus ist lt. GG Pflicht.
Abweichende Meinungen des Mainstreams stellen in die rechte Ecke. Linke aber genießen weiterhin Artenschutz.

Sarrazins Bücher vernichtend zu beurteilen, ohne sie gelesen zu haben, passiert nicht nur Merkel.