Kulturkampf ums Geschlecht - Die Transgender-Ideologie ist totalitär und frauenfeindlich

Das Gerede vom „dritten Geschlecht“ oder der Wechsel des Geschlechts auf Grundlage einer entsprechenden Behauptung gehen an der Realität vorbei. Wir erleben intellektuelle Verwirrungen und den Vormarsch einer antiliberalen Ideologie.

Transgender bei einer Demonstration in Athen / picture alliance

Autoreninfo

Uwe Steinhoff ist Professor am Department of Politics and Public Administration der Universität Hongkong sowie Senior Research Associate im Oxford University Programme on the Changing Character of War. Zuletzt erschien von ihm das Buch „The Ethics of War and the Force of Law – A Modern Just War Theory“.

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Dieser Tage verkünden mehr oder weniger qualifizierte Wissenschaftsjournalisten selbst in angesehenen Tageszeitungen und Fernsehsendern gerne, dass es mehr als zwei Geschlechter oder gar ein „Kontinuum“ von Geschlechtern gäbe. So geschehen zum Beispiel im Tagespiegel und in einer Episode der populären Wissenschaftssendung „Quarks“, die sich auf der Webseite der ARD noch immer als Video abrufen lässt. Sogar die Bundesärztekammer hat sich zu derartigen Verlautbarungen hinreißen lassen, etwa in ihrer Stellungnahme zu einem Referentenentwurf zu einem Gesetz zum Schutze von Kindern vor „geschlechtsverändernden“ operativen Eingriffen.

Indes ist es ein Gebot der Wissenschaft, hinreichend klar definierte Begriffe zu benutzen, um sicherzustellen, dass man nicht aneinander vorbeiredet. Denn diese Beiträge klären zunächst einmal keineswegs, was ein Geschlecht eigentlich ist. Sondern zählen derer lieber gleich mehr als zwei.

Einschlägige Lehrbücher und Fachaufsätze der Genetik und Entwicklungsbiologie sind auskunftsfreudiger und fundierter: Sie beziehen den Begriff des Geschlechts wenig überraschend auf den Fortpflanzungsapparat und treffen die Unterscheidung zwischen „männlich“ und „weiblich“ als Entsprechung zum Unterschied zwischen zwei Arten von Keimzellen. Die Körper der Mitglieder des männlichen Geschlechts sind auf die Produktion kleiner Keimzellen (Sperma) ausgerichtet, die Körper der Mitglieder des weiblichen Geschlechts auf die Produktion großer Keimzellen (Eizellen).

Es gibt kein „Spektrum“ von Geschlechtern

Da es keine mittleren Keimzellen gibt, weder unter Menschen noch im Tierreich (sogenannte Paarungstypen bei isogametischen, das heißt gleichkeimzelligen Arten sind irrelevant, da sie keine Geschlechter darstellen), gibt es auch kein drittes Geschlecht, geschweige denn ein modisches „Spektrum“ von Geschlechtern. Zweigeschlechtliche Wesen, sogenannte echte Zwitter (deren Vorkommen unter Menschen zweifelhaft ist), sind kein drittes Geschlecht, sondern haben die beiden allein existierenden Geschlechter gleichzeitig. Und Organismen, die wie der Clownfisch ihr Geschlecht ändern können, haben dafür kein buntes Spektrum von Optionen zur Auswahl, sondern genau zwei. Die Rede von der „Ausrichtung“ trägt dem Umstand Rechnung, dass aus verschiedenen Gründen (Präpubertät, Menopause, Entwicklungs- oder Funktionsstörungen) nicht jedes Individuum eines Geschlechts auch tatsächlich die entsprechenden Keimzellen produzieren wird – die bloße Ausrichtung auf deren Produktion genügt.

Der am MIT unterrichtende amerikanische Philosoph Alex Byrne schlägt daher auch eine Formulierung vor, der zufolge weibliche Wesen solche sind, deren Körper Entwicklungsschritte zur Produktion großer Keimzellen vorgenommen haben (bei männlichen Wesen kleiner). Gehirnstrukturen, Verhaltensweisen, sexuelle Orientierung, Aussehen, Hormone und selbst Chromosomensätze (die Gleichung „Wesen mit XX-Chromosomen = weibliches Wesen“ ist falsch) liegen hingegen der biologischen Unterscheidung von weiblichen und männlichen Organismen ausdrücklich nicht zugrunde.

Varianzen sprechen nicht gegen Binarität

Daher sprechen die eingebildeten oder tatsächlichen Varianzen oder Spektrumhaftigkeiten jener nicht gegen den binären Charakter dieser. Verschiedene Chromosomensätze und hormonale Einflüsse etwa sind lediglich ein Mechanismus, welcher in Organismen die Entwicklung in Richtung der Produktion von kleinen oder großen Keimzellen verursacht – aber es ist diese gerichtete Entwicklung selbst, welche das Geschlecht definiert, nicht der sie verursachende Mechanismus (der zwischen verschiedenen Arten erheblich differieren kann und innerartlich nicht in jedem individuellen Fall denselben Effekt zeitigt).

Dies bedeutet auch, dass Individuen mit biologischen Störungen der sexuellen Entwicklung (sogenannte Intersexualität) in keiner Weise den geschlechtlichen Dualismus in Frage stellen. Sie lassen sich meist eindeutig dem einen oder dem anderen Geschlecht zuordnen und immer eindeutig keinem dritten, da es keinen dritten Keimzellentyp gibt.

Der Duden definiert dem allgemeinen Sprachgebrauch folgend Frauen als erwachsene weibliche Personen. „Weiblich“ meint das Geschlecht. Folglich sind Frauen erwachsene Personen, deren Körper Entwicklungsschritte zur Produktion großer Keimzellen aufweisen. Bei Männern sind es kleine Keimzellen. Eine solche Definition definiert Männer und Frauen in der Tat durch ihre biologische Ausstattung, aber es reduziert sie nicht auf sie. Nichts an der Definition schließt aus, dass konkrete Männer und Frauen auch Häuser, Elektrotechnik und Genderideologie produzieren. 

Was eine solche Definition freilich ausschließt, ist die Wahrheit des von Transgenderideologen mantrahaft wiederholten und sie kennzeichnenden Credos „Transfrauen sind Frauen“. (Der Begriff „Transfrau“ ist deshalb anders als „Geschäftsfrau“ irreführend.) Mit anderen Worten: Sie schließt aus, dass erwachsene männliche Personen, die sich „wie Frauen fühlen“, „als Frauen identifizieren“, glauben, „im falschen Körper geboren“ zu sein oder einfach gern Frauen wären, auch tatsächlich Frauen sind. Sie sind keine. Sie sind Männer.

Transgenderideologen betrachten eine solche Aussage als „transphobisch“. Eine Phobie ist eine psychische Störung. Tatsächlich aber wird in der gegenwärtig gültigen deutschen Fassung der ICD (International Classification of Diseases) zwar Transsexualismus, das heißt, „der Wunsch, als Angehöriger des anderen Geschlechtes zu leben und anerkannt zu werden“, unter psychischen und Verhaltensstörungen aufgeführt, nicht aber die Anerkennung der biologischen Realität. Es ist vielmehr deren Verleugnung in der Transgenderideologie, welche auffällige Züge trägt.

Die Doktrin duldet keinen Widerspruch

Jedoch sind längst nicht alle (vermutlich nicht einmal die meisten) Transsexuellen auch Transgenderideologen. Viele von ihnen, selbst einige jener, die sich in der Tat als „Transfrauen“ bezeichnen, vermerken ausdrücklich – stellvertretend etwa Debbie Hayton in The Times –, dass sie keine Frauen sind, und lehnen Forderungen wie jene ab, dass „Transfrauen“ (postoperativ oder nicht) Zugang zu Frauensport, Frauengefängnissen, Frauenhäusern oder speziell für Frauen geschaffene Preise und Stipendien haben sollten. Für diese Zurückweisung der Anmaßungen von Transgenderideologen werden sie von letzteren im Internet mit wüsten Hasstiraden überzogen und propagandistisch ebenfalls als „transphobisch“ bezeichnet – obwohl sich der geforderte Ausschluss von den besagten Einrichtungen nicht gegen „Transfrauen“ im Besonderen, sondern gegen Männer im Allgemeinen richtet. Der Parteidoktrin darf nicht widersprochen werden, offenbar nicht einmal von jenen, deren Interessen sie angeblich vertritt.

Und wie jede auf Indoktrination ausgerichtete Ideologie greift auch diese zur sprachlichen Manipulation, wenn die Wirklichkeit sich nicht fügt. So etwa gesteht der sich als „Transfrau“ bezeichnende Transgenderideologe Rachel Ann Williams zwar ein, dass es „lächerlich“ wäre, wollte er sich als jemand mit großen Keimzellen identifizieren. Da er sich jedoch als „Frau“ sieht, hält er dies in einem von ihm veröffentlichten imaginären Gespräch mit einer fiktiven genderkritischen Feministin für Grund genug, die biologische Definition von „Frau“ aufzugeben und stattdessen eine „inklusive“ zu bevorzugen.

Wie auch andere Transgenderideologen betrachtet er also den Umstand, dass er sich „als Frau fühle“ oder „identifiziere“, als hinreichend dafür, eine zu sein. Die reale genderkritische feministische Philosophin Jane Clare Jones entgegnet darauf, dass Williams Empfinden einer Nichtübereinstimmung seines biologischen Geschlechts mit seinem Selbstbild nur Symptom seiner Genderdysphorie sei (einer im DSM-5 gelisteten psychischen Störung); dass er zweitens keine Ahnung habe, wie es sich anfühle, eine Frau zu sein, da er keine ist; dass, drittens, Frauen sich nicht als Frauen fühlen müssen, um es zu sein; dass, viertens, der Versuch, ein Symptom seiner eigenen männliche Dysphorie zum Definitionsmerkmal von Fraulichkeit zu erheben, abwegig sei; und dass, fünftens, sein Ansinnen, Frauen müssten ihre Selbstdefinition den Bedürfnissen von Männern wie ihm unterordnen, nur seinen maskulinen Narzissmus offenbare. Diese Selbstbezogenheit wird durch den Umstand, dass Williams wie auch andere Transgenderideologen lieber mit eingebildeten genderkritischen Feministinnen als mit realen diskutieren, übrigens nur bestätigt.

Mobbing, Rufmord, Cancel Culture

Für letztere halten Transgenderideologen lieber Cancel Culture, Mobbing, Rufmord und Internet-Trolling bereit – während sie sich selbst als unterdrückt und entrechtet präsentieren. Kurz gesagt: Jane Clare Jones wirft Rachel Ann Williams vor, „seine Erfahrung von Genderidentität [Frauen] aufzuoktroyieren, um sich mit [Frauen] eins fühlen zu können“. Offensichtlich macht diese Form der Transgenderideologie buchstäblich den eigenen Wahn zur definitorischen Methode.

Sofern  möglich, wird das Ausmaß der Selbstbezogenheit noch deutlicher an einem anderen Transgenderideologen, nämlich an dem an der California State University Los Angeles unterrichtenden und sich ebenfalls als „Transfrau“ bezeichnenden Philosophen Talia Mae Bettcher. Er gesteht durchaus ein, dass die meisten Menschen eine „Frau“ als „erwachsenes weibliches menschliches Wesen“ definieren würden,  ja sagt sogar, dass dies die „perfekte Definition“ zu sein scheine. Wichtiger aber als die semantische Perfektion dieser „dominanten“ Definition von „Frau“ seien wiederum die Bedürfnisse von Männern wie ihm. Er fordert daher, eine „resistente“ Definition zu verwenden, welche „Transfrauen“ einschließt.

Bettcher geht dabei weiter als Williams und erträgt nicht einmal Definitionen, die Frauen im normalsprachlichen Sinne als „paradigmatische“ Frauen zählen, während „Transfrauen“ sozusagen Sonderfälle wären. „Transfrauen“ müssen mindestens ebenso paradigmatisch sein. Dies scheint weniger „resistent“ denn selbstverliebt. Schließlich versteigt er sich sogar zur Behauptung, dass nicht nur jede Frau, die sich als Frau im „dominanten Sinne“ definiert, damit eine „transphobische Weltsicht“ stützt (so weit kommt es offenbar, wenn Frauen unverfrorenerweise ihre Bezeichnung selber wählen). Sondern dass dies für überhaupt jedweden Rückgriff auf einen sie bezeichnenden Begriff gilt, welcher „Transfrauen“ ausschließt.

Semantisch aufdringliche Männer

Anders gesagt: Dem selbsternannten „Feministen“ Bettcher zufolge haben Frauen es sowohl hinzunehmen, wenn semantisch aufdringliche Männer sich ihre Gruppenbezeichnung aneignen, als auch wenn man sie als eigenständige Gruppe begrifflich gleich ganz auszulöschen sucht. Hier von pathologischem Narzissmus zu sprechen ist unzureichend. Die Weltsicht der Transgenderideologie ist vielmehr frauenverachtend. (Dazu passt, dass „Transmänner“ in dieser Debatte eher unauffällig sind; genderkritische Feministinnen merken süffisant an, dies liege vielleicht daran, dass diese eben Frauen sind, keine Männer.)

Natürlich aber ist das in der Transgenderideologie verfolgte Projekt der sogenannten „ameliorativen“ (verbessernden) Umdefinition des Begriffs „Frau“ trotz des ideologischen Eifers erfolglos. Der schon erwähnte Alex Byrne sowie auch der an der kalifornischen Pepperdine Universität lehrende Tomas Bogardus haben in vier philosophischen Fachaufsätzen detailliert argumentiert, dass die bisher vorgeschlagenen angeblich „besseren“ Definitionen zumindest eine der vier folgenden Eigenschaften haben: Sie sind zirkulär (zu sagen, dass eine Frau ist, wer sich als Frau identifiziert, ist ebenso uniformativ wie zu sagen, dass ein Blarg ist, wer sich als Blarg identifiziert). Sie sind außerdem inkohärent und schließen (entgegen dem Ziel der Transgenderideologie) nicht alle „Transfrauen“ ein. Oder tun dies bestenfalls auf eine Weise, die impliziert, dass diese „Transfrauen“ nur über einen Irrtum zum „Frausein“ gelangen (und somit anders als Frauen, die dies ganz ohne Irrtum und jedwede Anstrengung schaffen, sicher nicht „paradigmatisch“ sein können).

Natürlich sind diese Analysen auf Widerstand gestoßen, aber die Gegenangriffe legen mehr Wert auf Infragestellung der Motive der angegriffenen Autoren (einer der Chefredakteure der Fachzeitschrift Philosophical Studies ist aus Protest gegen diese Strategie und den Ton einer der Kritiken zurückgetreten) denn auf schlüssige Widerlegung ihrer Argumente. Wenn sich hier also etwas als „resistent“ erweist, dann offenbar die Realität – nämlich gegen ihre ideologische Verdrehung. 

Aggressiver sozialer Druck

Die Transgenderideologie ist allerdings nicht nur darauf aus, die Realität zu verdrehen, sondern will andere auch dazu zwingen – mit extrem aggressivem sozialen Druck bis hin zu zivil- und strafrechtlichen Sanktionen –, dieser Verdrehung nicht nur nicht zu widersprechen, sondern sich aktiv an ihr zu beteiligen. Darin offenbart sich ihr totalitärer Charakter. Denn natürlich reicht es Transgenderideologen wie Bettcher nicht, dass er auf sich das Wort „Frau“ (oder „woman“) anwendet. Das steht ihm frei. Nein, transgenderideologische „Transfrauen“ verlangen, dass auch andere sie als Frauen bezeichnen und die entsprechenden Pronomen benutzen.

FDP und Grüne haben sich in von „Selbstbestimmung der geschlechtlichen Identität“ sprechenden Gesetzentwürfen bereits zu Erfüllungsgehilfen solch staatlich unterstützter Fremdbestimmung und Einschränkung der Redefreiheit erklärt. Diesen Entwürfen zufolge, welche das in dieser Hinsicht auch schon fragwürdige bisherige Transsexuellengesetz nochmals überbieten, hat der Bürger nach der auf dem Papier erfolgten standesamtlichen „Geschlechtsumwandlung“ biologische Fakten zu ignorieren und von einer „Frau“ zu sprechen. Andernfalls droht nach dem Vorschlag der Grünen (die FDP ist weniger konkret) eine Strafe in Höhe von bis zu 2.500 Euro. 

Derweil also dem Helden Winston in Orwells Roman 1984 noch Folter für die Nichtanerkennung der von der Partei wider die Mathematik erklärten Summe von zwei und zwei drohte, belassen die Grünen es bei der Nichtanerkennung des an der Biologie vorbei amtlich erklärten Geschlechts immerhin bei einer Geldstrafe.

Von Parteien wie der FDP, die sich gern als liberal und bürgerlich bezeichnet, hätte man allerdings mehr erwartet. Unter anderem, dass sie weder Frauenrechte ausverkaufen noch die Bürgerinnen und Bürger dazu zwingen, sich als zur Lüge verpflichtete Projektionsflächen der schönenden Selbstbespiegelung einer Minderheit missbrauchen zu lassen. Selbst dem Spiegel im Märchen war Ehrlichkeit erlaubt.

Romuald Veselic | So, 30. Mai 2021 - 17:47

Behauptungen irgendwelcher Individuen die desinteressierte Masse dazu zwingen wollen, sich diesen Unsinn als kosmisch fixe Tatsache aneignen.
Der Westen verblödet komplett.
Ich werde die Transgender psychotischen Theorien nie akzeptieren. Ich negiere das, weil mein Empfinden das ablehnt als kranke u. gefährliche Phantasien. Ist ebenso ein Aspekt der Demokratie, Ansichten u. Behauptungen die irrational sind - abzulehnen.
Ich fragte gefühlt diesbezüglich bei KP China nach, ob es stimmt, was die Transgender behaupten. Die Antwort war eindeutig. Ähnlich hatte dies auch aktuelle russische Präsident geäußert. Die Kleriker aller Länder ließ ich aus zeitlichen Gründen aus.
Deshalb fühle mich manchmal wie ein Hirsch, ohne dabei zu röhren, über das, was sich in diesem Land abspielt. Darf man sich wie ein männlicher Paarhufer fühlen?😆
PS Meine schwere Aversion gegen die Greens ist nicht eingebildet, sondern auf Tatsachen begründet.

...völlig gaga. Wenn eine Großtante von mir Räder gehabt hätte, wäre die ein Omnibus gewesen. Aber leider schon verstorben.
Und als nächstes wünsche ich mir ein Interview mit dem Kalif vom Bosporus zu diesem Thema oder aber einem Imam aus Neukölln. Mal sehen was die davon halten. Sind andere EU Länder auch mit solchen schrägen Vögel bestückt.
Dem Autor jedenfalls vielen Dank für die klaren und nachvollziehbaren Worte.

Bernhard K. Kopp | Mo, 31. Mai 2021 - 20:11

In reply to by Karl Napp

Wir haben bereits ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts und ein AGG - m/w/d. Es ist nicht mehr nur eine Frage der Meinungsbildung, auch wenn das mit " trans " die Spirale des Irrsinns, von " divers" noch eine Umdrehung weiter drehen soll.

Gisela Fimiani | So, 30. Mai 2021 - 17:52

Ein informativer Beitrag, der die Realität in den Blick nimmt und deshalb wohltuend ist. Was die FDP betrifft, stehen die drei Buchstaben inzwischen für
Feige - Dekadent - Profan.

In dem Beitrag selber sind leider zu viele Annahmen, in Frage Stellungen von bereits bewiesenen Tatsachen und Unterstellungen enthalten.

Eine wirklich wissenschaftliche Diskussion wäre hilfreich gewesen. Aber im Cicero gibt, warum auch immer, ein Politologe (?) seine doch durch grosse Abneigung gekennzeichnete Einschätzung zum Besten und versucht dieser einen wissenschaftlichen Anstrich zu geben. Auch sonst ist von dem Herrn herzlich wenig wissenschaftliches in Erfahrung zu bringen.
Ein wissenschaftlicher Antwortartikel eines namhaften Biologen wäre wünschenswert. Oder hat der Cicero hier keinen gefunden, der sich bereit erklärte, für den Cicero etwas zu verfassen?

Im allgemeinen hat der Autor ein großes Problem mit dem Grundsatz „ Leben und leben lassen.“ Dies aber durch unbewiesene Annahmen, die als Tatsachen daher kommen und das in Frage stellen von wissenschaftlichen Tatsachen zu bekämpfen. Ja, ich glaube, Kampf ist ein Wort, dass seine Gemütslage gut beschreibt.

Frau Starmberger, wenigstens so lange sich alle gleichermassen daran halten. Wenn ich, wie der Verfasser des hier interessierenden Kommentars, der Auffassung bin, dass es, mindestens was Menschen angeht, biologisch gesehen nur zwei Geschlechter gibt, gemeinhin als "weiblich" respektive "männlich" bezeichnet, weshalb nehmen Sie das so nicht einfach zu Kenntnis? Sie müssen mir ja nicht zustimmen, sondern können das selbstredend anders sehen, ob mit oder ohne Begründung, nur schlagen Sie doch bitte nicht den Sack, wenn Sie eigentlich den Esel meinen. Soweit mich betreffend, werde ich mir jedenfalls nicht vorschreiben lassen, wen ich im Sinne eines biologischen Faktums als "weiblich" respektive "männlich" zu sehen habe. Umgekehrt fühle ich mich auch nicht dazu berufen, Menschen, die sich als "Transgender" erleben und/oder definieren, beibringen zu wollen, dass es ein "drittes" bzw. "wählbares" biologisches Geschlecht nicht gibt. Wozu auch, so lange sie daraus keine Sonderrechte ableiten?

Biologen diskutieren nicht darüber. Wissenschaftlern ist klar, dass spermienproduzierende Menschen Männer und eierproduzierende Menschen Frauen sind. Und da es kein anderes Geschlecht gibt, dass zur Vermehrung produktiv beitragen kann, gibt es auch kein anderes Geschlecht. Denn "Geschlecht" ist das Konzept, dass die beiden Katagorien definiert, die zur sexuellen Fortpflanzung notwendig sind.

Transmenschen sind auch nicht im falschen Körper geboren, mit dem Körper ist alles in Ordnung. Die Verknüpfung mit dem Empfinden ist gestört. Dies mag biologische Ursachen haben, und man soll nicht vorschnell über Existenz oder Einbildung des Phänomens urteilen. Transmenschen können ja ihre teuren medizinischen und psychothereapeutischen Maßnahm auf Kassenkosten durchführen lassen. Nicht hinzunehmen aber ist die Verdrehung biologischer Fakten und der Zwang zu bestätigen, dass ein Transmann ein Mann und eine Transfrau eine Frau sei. Weiter der Verzicht auf Worte wie: Vater, Mutter, Muttermilch usw

»Im allgemeinen hat der Autor ein großes Problem mit dem Grundsatz „ leben lassen.“«

Was für eine freche Tatsachenverdrehung (bzw. Täter-Opfer-Umkehr)!
Gerade die Transaktivisten wollen Andere ja /nicht/ nach ihrem Gutdünken leben (und reden) lassen, sondern gesetzlich dazu zwingen, sich ihren Wahnvorstellungen zu unterwerfen. Dagegen wehren wir uns selbstverständlich!

Früher kam man in die Klapse, wenn man sich für Napoleon hielt. Heute wollen die Linksidentitären die gesamte Umwelt unter Strafandrohung dazu zwingen, den Wahnbehafteten als "Napoleon" anzusprechen.

"[...] von bereits bewiesenen Tatsachen [...]“
Nennen Sie bitte eine einzige "bereits bewiesene" Tatsache!
Es gibt selbstverständlich keine. Fallen Sie doch bitte nicht auf Lügner herein.

Politikwissenschaftler kommen in diesem "Magazin für politische Kultur" nur selten zu Wort. Auch Steinhoff ist https://ppaweb.hku.hk/f/uwe zufolge promovierter Philosoph. Politikwissenschaften (und Psychologie) hat er - im Gegensatz etwa zu Baerbock - nur als Nebenfach studiert.
Zur Sache: Das sehr komplexe Thema wird (bewusst?) auf einige offenbar recht intolerante Aktivisten und den Kampfbegriff "Transgenderideologie" verengt, um die inzwischen inflationär gebrauchte Totalitarismuskeule auszupacken. Einige besonders feinsinnig-tolerante Ciceronen sind natürlich der Auffassung, Transmenschen seien irgendwie Spinnerte, die sich nicht so anstellen sollen.
Ich habe keine Ahnung, wie es sich anfühlt, eine Frau zu sein, und ich stelle es mir sehr unangenehm vor, sich über sein Geschlecht nicht im Klaren zu sein.
Es sollte eigentlich nicht zu viel verlangt sein, diesen Menschen einfach mal zuzuhören, wenn sie beschreiben, wie sie sich wahrgenommen fühlen.

Daß die Grünen dieses Anliegen von ein paar narzisstisch Gestörten zu ihrem machen, paßt zu ihrer generellen "Haltung", aber die FDP?
Es gib mit Sicherheit in Deutschland auch ein paar tausend Gestörte, die sich für Napoleon halten. Ein Gesetz, nach dem es bei Strafe verboten ist, sie anders als mit "Sire" anzusprechen, ist trotzdem nicht vorstellbar.

Lea Nordern | So, 30. Mai 2021 - 18:13

"'Anti-Rasissmus' erfordert ausdrücklich die Kompensation über Diskriminierung, anstatt alle gleich zu behandeln wie es das Gesetzt vorsieht.", so scheint es sich doch heraus kristallisiert zu haben.

Christa Wallau | So, 30. Mai 2021 - 18:19

eindeutig definiert über die unterschiedlichen Fähigkeiten, entweder kleine oder große Fortpflanzungszellen zu produzieren. Das biologische Geschlecht ist eindeutig und muß den Maßstab bilden für jegliche Unterscheidung. Also gibt es nur z w e i Geschlechter; weitere existieren nicht.
Ob einzelne Menschen sich mit ihrem Geschlecht nicht identifizieren können/wollen, ist ihr persönliches Problem, nicht das der Gesellschaft.
Die Problem-Lösungen, welche die Betroffenen für ihre Nöte suchen und finden, dürfen sie nicht allen anderen, "normalen" Mitmenschen als Ideologie auf's Auge drücken; denn das geht entschieden zu weit.
Rot bleibt rot und grün bleibt grün - auch wenn Leute mit Rot-Grün-Blindheit das anders sehen mögen.
Es wird allerhöchste Zeit, daß die Mehrheitsgesellschaft sich entschieden gegen jede
unverschämte Anmaßung von diversen Randgruppen wehrt u. auf ihrem Recht besteht, die NORMALITÄT als solche - unbehelligt u. nicht von Strafe bedroht - vertreten zu dürfen.

Sie verstehen es nicht. Sie fordern, die Mehrheitsgesellschaft möge doch endlich auf Ihre Linie einschwenken. Das hört sich so ähnlich an wie die ständigen Vorwürfe, der Michel würde einfach nicht kapieren, warum nur die AfD in retten kann.

Im Klartext: Die Mehrheitsgesellschaft zeigt Ihnen die kalte Schulter.

Folglich ist auch Ihre Meinung nur Minderheitenmeinung. Wer für diese Allgemeingültigkeit fordert, handelt nicht anders als jene Randgruppen, die Sie anklagen.

Zur Erinnerung: Die AfD ist eine 12,6%-Partei, Tendenz sinkend.

Vielleicht ist die Transgender-Diskussion aufgeblasen. Dennoch: Dass auch solche Gruppen Rechte für sich einfordern, ist legitim.

Da muss man nicht mimosenhaft reagieren. Auch wenn Toleranz für solche Menschen keinen Platz im völkischen Universum finden wird.

Wolfgang Tröbner | Mo, 31. Mai 2021 - 09:14

In reply to by Gerhard Lenz

Man sollte hier mal Klartext reden. Sie, Herr Lenz, sprechen nicht für die Mehrheitsgesellschaft. Sie sprechen vielleicht im Namen des linken Randes, aber nie und nimmer für die Mehrheitsgesellschaft. Ihre Worte, an Frau Wallau gerichtet, treffen viel eher auf Sie zu: "Folglich ist auch Ihre Meinung nur Minderheitenmeinung. Wer für diese Allgemeingültigkeit fordert, handelt nicht anders als jene Randgruppen, die Sie anklagen."

Ann-Kathrin Grönhall | Mo, 31. Mai 2021 - 11:16

In reply to by Gerhard Lenz

und eventuell noch den linken Rand aber mit absoluter Gewissheit NICHT für die Mehrheitsgesellschaft!
Frau Wallau spricht dagegen mit ebenso grosser Sicherheit FÜR die Mehrheit.

Die FAZ schreibt am 23.05..

" Die Bürger wollen keine Gendersprache.
Fast zwei Drittel der Deutschen lehnen einer Umfrage zufolge eine gendergerechte Sprache ab. 65 Prozent der Bevölkerung halten nichts von einer stärkeren Berücksichtigung unterschiedlicher Geschlechter"

Es handelt ich also um 65 % der Deutschen welche die Genderspreche ablehnen.

Es sind also eindeutig SIE welche der Minderheit angehören und SIE wären es dann auch dem die kalte Schulter gezeigt wird.

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/grosse-mehrheit-laut-um…

Ich glaube die Normalität kann nicht vor Gericht klagen. Wäre auch irgendwie unklug, denn was heute normal ist, kann morgen veraltet sein. Anderseits gibt es Personen, die wegen einer Geschichte wie im Artikel beschrieben benachteiligt werden: zB Sportlerinnen. Gibt sicher noch mehr ähnlich gelagerte Fälle. Wie ist das bsw mit Frauenförderprogrammen? Reicht es aus sich als Frau zu fühlen und schon erhält ein Mann Frauenförderung? Wie ist da die rechtliche Lage in Deutschland? Gab es nicht in der USA Fälle, wo sich Leute als Schwarze oder Indianer bezeichneten, um Vorteile zu erhalten? Ist das dort justiziabel?

Hayley Smith | So, 30. Mai 2021 - 18:34

Herr Steinhoff schein zu übersehen dass es sich bei dieser Behinderung nicht um eine mentale Störung handelt, sonder um einen genetische Defekt der sich während der Schwangerschaft manifestiert. Dadurch entwickeln sich das Gehirn und der Körper in unterschiedlicher Weise wie gross angelegte Untersuchungen der letzten Jahre erwiesen haben.

Hast du eine Quelle/ Studie die das Nachlegt. Kannst du dies, mal verlinken.
Habe ich so noch nicht gehört.

Ich dachte immer, dass das Gehirn etwas Flexibles ist, was sich an die biologischen Gegebenheiten seiner Umgebung (Körpers) anpasst. Ich frage mich als leihe natürlich, wie das gehen soll. Wen ich in meinen Rechner eine neue Hardware einlege versucht er diese zu erkennen und über eine, Treiber suche nutzbar zu machen. Aber wies soll er nach Hardware suchen, die nicht vorhanden ist, geschweige den diese zum Funktionieren bringen. Also wie soll sich das Gehirn vom den körpereigenen Fähigkeiten unabhängig entwickeln. Oder habe ich deine Aussage gerade Falsch verstanden? Das ist wirklich eine ernst gemeinte Frage. Nur aus Interesse.

Rob Schuberth | So, 30. Mai 2021 - 18:51

Auch ich kann dem Autor, gerade seinem einleitendem Statement, nur voll und ganz zustimmen.

"Wir erleben intellektuelle Verwirrungen und den Vormarsch einer antiliberalen Ideologie."

Ich lasse mir meine Sprache jedenfalls nicht von diesen Ideologen fremdbestimmen.

Rob Schuberth | So, 30. Mai 2021 - 18:58

Danke für diesen erhellenden und rationalen Artikel.
Werde ich mir abspeichern falls mal wieder einer von diesem "Spektrum" der Sexualität faseln sollte.

Klaus Funke | So, 30. Mai 2021 - 19:41

Richtig. Es gibt zwei Geschlechter beim Menschen wie in der Tierwelt, sogar in der Pflanzenwelt. Männer, die sich gerne wie Frauen fühlen und geschlechtlich entsprechend handeln wollen, stehen vor dem Problem, dass dies im Grunde nicht geht. Dasselbe gilt für Frauen, die Männer sein wollen. Beim Geschlechtsverkehr wird deshalb auch der "normale" Verkehr nachgeahmt. Sogenannte Transen sind im Grunde schwule Männer, die sich lieber mit ihresgleichen paaren. Für Frauen gilt das analog. Ich habe nichts dagegen. Sollen sie doch. Jeder darf seine Sexualität ausleben wie er mag. Aber man möge uns "Normale" nicht mit Theorien belästigen, die im Grunde nur "Perversionen" heilig sprechen wollen oder eine angebliche Diskriminierung herbeireden, wobei es die durchaus geben kann. Man sollte bitte Zahlen veröffentlichen, wie viele Menschen in % der Gesamtbevölkerung davon betroffen sind. Da wird schnell deutlich, es ist eine verschwindende Minderheit. Dass sich Parteien damit profilieren - pervers!

.... das es den Kindern schon vor der Pubertät eingeredet wird von Erwachsenen. Sie werden völlig durcheinander gebracht. Den Vogel haben übrigens die Erfurter abgeschossen, es gab für jedes Baby, welches in EF geboren wurde, immer ein Plüschtier, eine "Erfurter Puffbohne", sie ist das Markenzeichen von EF. Die wurden in EF in rosa und in hellblau verteilt, je nachdem ob Junge oder Mädchen. Nun haben sich einige Eltern an die Stadtverwaltung gewendet und den Angestellten dort vorgeworden, ob sie sich anmaßen würden, daß Geschlecht ihrer Kinder vorausbestimmen zu wollen!?
Seitdem hat die Stadtverwaltung eingelenkt, es werden keine mehr in rosa und hellblau hergestellt, die Nachbestellung läuft jetzt in schmutzig-grau-oliv, so wie die echte Bohne halt aussieht, tolle Farbe für einen Plüschie. xD Man kann sich nur wundern, die Beklopptheit geht in dem Fall vom Durchschnittsbürger aus... ich kann mir auch vorstellen, welche Partei diese Eltern wählen.... ;-)

Thomas Hechinger | So, 30. Mai 2021 - 20:06

Selten hat man in letzter Zeit so klare Worte zu dieser Thematik vernommen. Obwohl es sich für vernünftig denkende Menschen gar nicht anders verhalten kann, als es Professor Steinhoff sagt, ist es in Deutschland inzwischen gefährlich geworden, das Normale auszusprechen. Man denke nur an den Fall des Professors Kutschera. Ich stelle mir die Frage, ob sich Professor Steinhoff deshalb traut, weil er in Hongkong lebt. Wo sind die anderen Wissenschaftler in Deutschland, von der Biologie bis zur Philosophie, die sich vernehmbar dem Transgender-Irrsinn entgegenstellen?

Markus Michaelis | So, 30. Mai 2021 - 20:29

darum scheint es mir nicht zu gehen. Es gibt gesellschaftliche Begriffe, die angesehen sind und auf vielfältigste Weise eine gesellschaftliche Anerkennung erfahren. Das waren z.B. Geschlechter in vielfältigen Rollen, aber auch Bildung, "Deutscher sein", Religion und vieles mehr. Natürlich gibt es einen dauernden Kampf darum, dass etablierte positive Charakteristika dann von allen besetzt werden wollen: jeder will als das anerkannt werden, was gesellschaftliche Wertschätzung hat - da ist das Geschlecht nur ein Thema von vielen.

Im Moment hat es z.B. eine hohe Anerkennung etwas zu sein, was sich progressiv-demokratisch oder so nennt. Würde das länger anhalten als breit akzeptierte positive und gesellschaftlich vielfältigst unterstütze Eigenschaft, würden alle versuchen sich selber als progressiv-demokratisch darzustellen, und an der Definition solange herumzerren, bis das der Fall wäre - ziemlich unabhängig von ihrer und der ursprünglichen Ausrichtung.

Lisa Werle | So, 30. Mai 2021 - 23:38

Dieser überwiegend männlich dominierte Wahnsinn muss endlich als das benannt werden, was es ist: psychotisch, wahnhaft, komplett irre. Dass die Grünen diesen Irrsinn unterstützen - geschenkt. Für die war ja auch Pädophilie akzeptabel. Aber die FDP? Die Hälfte der Menschheit soll sich, wenn es nach den paar Transgendern geht, nicht mehr Frau nennen dürfen, sondern nur noch "Menschen, die menstruieren". Und die ganze Menschheit soll wegen einer Handvoll durchgeknallter Irrer akzeptieren, dass es 'Frauen' geben soll, die einen Schwanz haben. Und wenn ich mich weigere, einen solchen biologisch definierten Kerl eine 'Frau' zu nennen, dann soll ich 2500 Euro Strafe zahlen?? Die grün-liberale politische Blase ist mindestens so irre wie die Transgender-Typen. Das ist einfach nur noch ekelhaft - und UNWÄHLBAR.

Norbert Heyer | Mo, 31. Mai 2021 - 06:11

Wir werden live und in Farbe Augen- und Ohrenzeugen eines Prozesses der totalen Umwandlung unserer Gesellschaft. Meistens fängt es klein an, man schützt Vögel,Bäume und Blumen - kurz: Dinge mit denen sich alle gut und gerne identifizieren. Wenn der Weg einmal eingeschlagen ist, die Allgemeinbildung im Niveau bewusst abgesenkt wurde und die Medien bei diesem Spiel der Umwandlung aktiv mitspielen, kommt nach der politischen Verwirrung die menschliche Komponente ins Spiel. Man macht aus zwei Geschlechtern beliebig viele mit allen möglichen Unterarten und Ausartungen. Dann ist eigentlich schon die höchste Stufe der Fehlleitungen erreicht. Jetzt müssen nur noch die Gerichte mitspielen und aus einer krankhaften Fehlleitung einen realen Bezug herstellen - oder anders ausgedrückt: Nicht der Aussenseiter ist behandlungsbedürftig, sondern der stinknormale, sexuell eingeordnete, muss seine Einstellung der abnormen anpassen. Das ist dann der Punkt, wo die Dekadenz ihr Ziel endlich erreicht hat.

Ernst-Günther Konrad | Mo, 31. Mai 2021 - 09:51

Die können machen was sie wollen. Die Natur - namentlich die Biologie - folgt den Naturgesetzen. Der Schöpfer hat bewusst zwei Geschlechter nominiert, die allein in der Lage sind, das Fortbestehen und damit auch die geschlechtliche Einteilung der Menschheit zu manifestieren. Bereits der künstliche Eingriff in die Fortpflanzung ist wider die Natur. Aber das müssen die Menschen aushalten, die ihren Kindern später ihr Zustandekommen erklären müssen. Inzwischen gibt es selbst unter diesen ganzen Geschlechtssparten wiederum Streit, wer sich wann und wie fühlt. Für mich ist das Ganze eine kurzlebige Zeiterscheinung, die sich selbst ad absurdum führt.
Inzwischen regt sich ja endlich mal Widerstand bei einigen Politikern außerhalb der AFD, die dem entgegen treten. Das sich Menschen im "falschen" Körper geboren fühlen, mag ich akzeptieren und das denen ggfls. geholfen wird auch. Das ist aber die Ausnahme und nicht die Regel. Wie sagten die Älteren schon: " Das verwächst sich, das geht vorbei"

Juliane Krah | Mo, 31. Mai 2021 - 09:58

Ich bin kein Mediziner, aber ich habe irgendwie mitbekommen, dass ein Herzinfarkt bei biologischen Frauen anders verläuft als bei biologischen Männern, es andere Anzeichen dafür gibt. Auch in der Medikamentierung weiß man mittlerweile, dass Medikamente manchmal unterschiedlich wirken, eine Änderung der Dosierung allein nach Körpergewicht und Alter reicht da nicht. Wie sollen Ärzte in dieser Transgenderdebatte damit umgehen? Und wenn sie die biologischen Unterschiede zum Wohle der Patienten berücksichtigen, wie logisch ist es dann, die biologischen Unterschiede bei sportlichen Wettkämpfen etc. nicht zu berücksichtigen?

Flächendeckend Transgender-Wettkämpfe bis zu einer entsprechenden Olympiade - warum nicht? Die würden schon wegen so mancher Voyeurismus-Anwandlung ihr Publikum finden, wie dereinst die Dauertanz-Wettkämpfe während der Großen Depression(sic!) in den USA und Fremdschämsendungen in den Privatrechtlichen.

Aber im Ernst: qualifizierte Einlassungen von Biologierenden (Gender!)würden mich schon interessieren, im Zweifelsfall könnte ich mich ansonsten an den Spruch meiner Oma selig halten: "Wenn der Mensch spinnt, gibt er ein Zeichen!"

Dorothee Sehrt-Irrek | Mo, 31. Mai 2021 - 10:40

Unter dem Vorbehalt des Schutzes von Minderjährigen und der Voraussetzung von Selbstbestimmung, sehe ich die geradzu Größe, jedenfalls nicht zu leugnende Bedeutung von Grünen und Alternativen, darin, vielen Stimmen ein Forum zu geben, die gerade Illiberalität und Totalität zumeist historisch zum Opfer fielen.
Darin liegt auch ein großes Verdienst eines Foucault mit Überwachen und Strafen und sehr vieler Kritik an meiner geliebten Aufklärung.
Der Artikel setzt sich immerhin mit Argumentationen auseinander, ist aber evtl. vor Dämonisierungen nicht gefeit.
Ich weiss auch nicht, was den Autor besonders befähigt, über Frauenfeindlichkeit zu schreiben, sein an der Seite zu lesender evtl. Forschungsschwerpunkt etwa?
Ich bin auch durch die Grünen und Alternativen groß geworden in Zeiten immer wachsender Offenheit und Toleranz, dem was z.B. in der Serie "Star Wars" gehuldigt wird, weshalb es auch in ihrem Ausdruck Triumphe feiern konnte:
Die Befreiung der Menschen zu sich selbst und Anderen.

Leider fällt mir nicht selten auf, dass ich Fehler machen, als da wäre falsche oder unzureichende Zeichensetzung, vor allem Verwechslung von dass und das und auch beim Genus habe ich schon mal Schwierigkeiten.
Ich nehme an, weil ich viel zu schnell lese/las.
Beim Verdienst habe ich nicht weiter nachgedacht und hätte niemals den Artikel der in diesem Zusammenhang benutzt.
Bevor man riesige theoretische Debatten führt, lohnt es sich vielleicht, häufigen Fehlern nachzuspüren und überhaupt verschiedene Herangehensweisen für ein Wort zu beachten.
Ich schaffe es z.B. nicht aufwändig(Grrr) zu schreiben, weil ich von verwenden komme und und nicht Wand assoziieren möchte, das widerspricht meiner Aktivität.
Mehrere Schreibweisen sollten also gestattet sein und vielleicht spüren wir uns so auch selbst nach?

Wieso 25%, die AFD kommt doch "nur" auf ca. 10-12% (-;

Es sei hier allen, die an rein biologischen Erklärungen interessiert sind, folgende Seite des DW ans Herz gelegt, in der sachlich und ohne Meinung und Lärm einzelne Sachverhalte und Tatsachen zu Geschlechtern und Empfinden erklärt werden:
https://www.dw.com/de/mann-frau-beides-was-genau-ist-intersexualit%C3%A…

Ja, Gender bezieht sich auf die psychologische Rolle, nicht zu verwechseln mit den physischen Gegebenheiten der Intersexualität. Eine nicht erkannte Intersexualität kann aber psychisch zu einem Transgender Empfinden führen. Der Autor differenziert hier leider nicht und vermischt grob fahrlässig.
Es kann aber auch theoretisch noch Erklärungen zu Transgender geben, die wir mit derzeitigem Forschungsstand noch nicht wissen.

Der Wissende zweifelt stets an seiner Einschätzung, der Unwissende ist aber 100% von seiner alleinigen Richtigkeit überzeugt (und sieht ggf. die anderen als dummen Michel an).

Hans Meiser | Mo, 31. Mai 2021 - 13:46

Dies ist er beste Beitrag, den ich je zu diesem Thema gelesen habe.
Klar, unangreifbar und fundiert.
Wer hier widerspricht, sollte sich ernsthaft (!!!) Sorgen um seine geistige Gesundheit machen!

Bernd Muhlack | Mo, 31. Mai 2021 - 17:01

Während meiner Schulzeit hatte ich das Glück meist neben ganz tollen Mädchen zu sitzen - im Laufe der Entwicklung hat man ja andere "Einblicke", Kenntnisse.
Nein, ein Mädchen wollte ich jedoch nie sein:
ein Mann muss tun was ein Mann tun muss!
=> Harry, hol schon mal den Wagen!

Ein Schulkamerad von Tochtern wurde vor ein paar Jahren komplett "umgestaltet" - das zahlt inzw. die K-Kasse (und das ist auch gut so!)
Soweit so gut und sie ist es zufrieden.
Jedoch nerven selbst sie solche "ständigen Opfer, Dauer-Betroffen" wie hier im Artikel beschrieben.
Es ist irgendwann ZUVIEL des Guten, nicht wahr?

Mein damals bester Schulkumpel hat inzwischen auch die Fronten gewechselt, jedoch innerhalb des "männlichen Sektors".
All das ist okay - allerdings ist das kein MUST-HAVE für Jedermann!

Ich war oft bei Konzerten von ZELTINGER, kölsche Punk-Rocker - der Tuntensong lief immer!
Voll die Party!

Übrigens:
- "Betriebsfremde" regen sich stets am meisten auf!
- & "Charlotte" sieht echt gut aus!👍

Manfred Wolke | Di, 1. Juni 2021 - 05:53

... in vielen Bereichen degenerierten Gesellschaft.

Während China in vielen Bereichen maximal aufbaut (Digitalisierung, Armee, Infrastruktur, Bildung, Wirtschaft, Innovation) - sicherlich aus westlich-objektiver Sicht mit erheblichen moralischen Bedenken - haben die westlichen, wohlstandsverwöhnten Menschen nur noch abwegige Dekadenz- und Angstdebatten zu bieten.

Das alles auf dem Nährboden einer humanistischen Unbildung bei Gesellschaftstreibern (in Politik, Medien, aber auch Wirtschaft), wie sie in Deutschland wohl einmalig in der Geschichte ist.

Die Frage ist wohl nur, wie lange die rationalen Menschen noch die Kraft aufbringen, sich gegen diese zunehmend ins Totalitäre abdriftende Dummheit zu wehren und damit den gesellschaftlichen Zusammenbruch hinauszuschieben.

Wolfram Fischer | Di, 1. Juni 2021 - 08:07

Vielen Dank für die glasklare Sicht auf diesen ganzen Gender-Irrwitz, der - den Ausführungen des Autors kopfschüttelnd folgend - offensichtlich noch viel schlimmer ist, als ich je gedacht hatte, womit sich wieder einmal bestätigt: schlimmer geht immer...