Franz Beckenbauer und Thomas Bach - Die Märchenonkel des guten deutschen Sports

Deutsche Spitzenfunktionäre machen derzeit keine gute Figur. Dabei waren wir Deutschen auch im Sport angetreten, um der Welt zu zeigen, wie es anständig und sauber geht. Doch das System ist hierzulande ebenso von Vertuschung und Korruption zersetzt

Franz Beckenbauer und Thomas Bach bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi.
Die Spitzen eines zersetzten Systems: Franz Beckenbauer und Thomas Bach / picture alliance

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Franz Beckenbauer hat sich also endgültig gewandelt. Bis nach der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 war er die Lichtgestalt, die uns mit tänzelnden Füßen in die Traumwelten des Fußballs führte, in denen auch wir so niederen Gestalten stolz daherstolzieren konnten, denn siehe, wir Deutschen können auch elegant und ausgelassen. Nun ist er zum Märchenonkel geworden, vom dem nur noch Schauergeschichten zu hören sind über Gier und Arroganz. Dabei waren wir doch auch im Sport angetreten, um es mal wieder der Welt zu zeigen. Doping? Gab’s früher in der DDR und jetzt noch bei den Russen. Aber bei uns doch nicht. Korruption? Ja, die hohen Herren von FIFA und IOC, Blatter, Havelange, Samaranch und wie sie alle heißen, die stecken da ganz tief drin. Aber wir Deutschen, nein wir machen das wie es sich gehört, anständig und sauber. Wenn wir eine Fußball-Weltmeisterschaft organisieren, dann funktioniert da alles, dann laufen keine krummen Dinger. Und wenn wir einen Mann an die Spitze des olympischen Sports schicken, ja, dann räumt da endlich mal jemand auf.

Doping und schmutzige Geschäfte können wir auch

Nun wissen wir schon lange, dass die Geschichte vom Ostblock, in dem die Athleten von Kindesbeinen an im Kollektiv zu Sportmaschinen herangezogen wurden, gegen den deutschen Westen mit seinen individuellen Leistungsträgern, deren Erfolge allein auf Talent, hartem Training und starkem Willen beruhten, reine Legende ist. Staatsdoping gab es auch in der BRD, nur ein bisschen vorsichtiger und anders verpackt. Und einen heftigen Korruptionsskandal musste die Bundesliga bereits in ihren vermeintlich unschuldigen Anfangsjahren verkraften. Trotzdem zeigt sich in diesem Spätsommer noch einmal besonders deutlich, dass die deutschen Spitzenfunktionäre ihren ausländischen Kollegen in Sachen schmutzige Geschäfte und moralisch fragwürdiges Agieren in nichts nachstehen.

IOC-Präsident Bach schwänzte Paralympics 

Thomas Bach, der ehemalige Fechter aus Würzburg, ist seit 2013 IOC-Präsident, er trägt also das höchste Amt, das der internationale Sport zu vergeben hat. Seine Hauptaufgabe ist es, vier Sportfeste zu organisieren, die Olympischen Spiele und die Paralympics im Winter und im Sommer. Dass er da bisher alles andere als eine gute Figur gemacht hat, ist stark untertrieben. Die nachweislich von Korruption und von Putin-Propaganda durchzogenen Winterspiele im russischen Sotschi würdigte er im Nachhinein als „großen Erfolg“ und „Spiele der Athleten“. Von den Sommerspielen in Rio de Janeiro verbannte er nicht, wie von vielen gefordert, das komplette russische Team, sondern die mutige Whistleblowerin Julia Stepanowa. Die muss seit ihren Enthüllungen über das dopingverseuchte russische Sportsystem um ihr Leben fürchten. Stepanowa würde nicht „die ethischen Anforderungen“ erfüllen, „um an den Olympischen Spielen teilzunehmen“, sagte Bach.

Momentan finden in Rio die Paralympics statt. Denen blieb Bach ganz fern. Offiziell geschah das aus „Termingründen“. Wahrscheinlicher aber ist: aus Angst vor brasilianischen Ermittlern. Die hätten nämlich ein paar Fragen an den IOC-Präsidenten gehabt, weil sein Exekutivmitglied und Freund Patrick Hickey aus Irland Karten zu überteuerten Preisen weiterverkauft und sich so bereichert haben soll. Man muss sich das einmal vorstellen. Wenn Sportler Respekt verdienen, dann doch die Teilnehmer der Paralympics. Es ist ein bisschen so, als würde Bundespräsident Joachim Gauck das Bürgerfest für die ehrenamtlichen Helfer schwänzen.  

Überidentifikation und viel Geld

Bach und Beckenbauer stehen oder standen jeweils an der Spitze eines Systems, das in Deutschland offenbar nicht weniger zersetzt ist als im Rest der Welt. Die Erklärung dafür ist einfach. Vertuschung und Korruption sind das perfekte Verbrechen. Kriminologen schätzen, dass höchstens fünf Prozent aller Korruptionsfälle bekannt werden. Es fehlt an Geschädigten und beide Seiten profitieren. Eine Seite bekommt den Auftrag oder die Stimme, die andere das Geld oder den Posten. Im Sport kommt noch etwas anderes dazu. Der gesellschaftliche Auftrag. Wer den Sport fördert, tut etwas Gutes, für die Menschen, für den Verein, für die Stadt, für das Land. Daraus entsteht eine Art Überidentifikation. Und es fließt eine Menge Geld. Von Sponsoren, von Medien, von den Fans und nicht zuletzt vom Bürger. Jedes Stadion der Bundesliga wird vom Staat in irgendeiner Form subventioniert, selbst wenn viele Vereine mittlerweile höchst profitable Unternehmen sind.

Kein Wunder also, dass den Bürgern der Appetit auf sportliche Großereignisse inzwischen zu vergehen scheint. Für Münchens zweite Bewerbung für die Winterspiele 2022 konnten sich nur wenige erwärmen. Und auch in Hamburg scheiterte die Bewerbung für das Sommerpendant zwei Jahre später an einem Referendum. In der Politik ist der Überdruss offenbar noch nicht angekommen. In Nordrhein-Westfalen gibt es Bewerbungspläne für 2028. „Ich würde mich über nichts mehr freuen als Olympische Spiele in NRW“, sagte Ministerpräsidentin Hannelore Kraft von der SPD. Sie wünsche sich „bescheidene“ und „bodenständige“ Spiele. Das passende Personal dafür dürfte in Deutschland schwer zu finden sein. 

Kat Teker | Mi, 14. September 2016 - 17:54

Kurzem die WADA gehackt wurde und zahlreiche Sondergenehmigungen (-> Dopingfreischeine) für amerikanische Sportler an's Tageslicht kamen?

Liebe Cicero-Redaktion, warum veröffentlichen Sie Artikel, denen es so sehr an Aktualität und wesentlichen Informationen fehlt?

reden wir über den deutschen (welchen?) Sport.
Wo ein Sportminister , nebst Sportfunktionären den Athleten mit auf dem Weg geben, wieviel Medallien zu erreichen sind ( müssen). Nach dem zweiten Tag in Rio jaulte schon die Presse weinerlich, immer noch keine Medallie.
Was sehen Sie an Sportarten im Fernsehen ? Natürlich nur die,die für die TV-Anstalten proftabel sind. trotz hoher Lizenzen. Genau: Fußball bis zum Erbrechen.
Wo sind die anderen Sportarten?

Gerd Runge | Mi, 14. September 2016 - 20:14

zum Artikel sagt mehr als 1000 Worte.
Und zu Franz Beckenbauer:
Welch eine Metamorphose - von der Lichtgestalt zur
Zwielichtgestalt.

man hört so wenig von den Deutschen ÖR Propaganda. Wer mit Steinen wirft muss aufpassen nicht im Glashaus zu sitzen. Das gedopt wird weiss ich seit der Olympiade 1964, Da begannen auf einmal ungeahnte Leistungsstiegerungen und hinter vorgehaltener Hand und die Pülverchen. (In Deutschland WEST wohl gemerkt)

Deutsche Journalisten eben.
Ohne Moral, Gekauft, an Einseitigkeit nicht zu uberbieten.
Schreiben alle nur ab.
Schande und nochmals Schande.
ich bin richtig Schadenfroh geworden, wenn diese Luegner demaskiert werden.
Jeden Tag angeblich Beweise gegen Russland, was ist jetzt.
Schweigen im Walde.
Es ist nicht Doppelmoral, um das Wort Doppel zu aktivieren muss zuerst Moral vorhanden sein.

Karl Franz | Mi, 14. September 2016 - 21:46

Das ist das Ziel solcher Kampagnen. Schade, dass der oft so eigenständige Cicero hier in den Chor der übrigen Medien einstimmt.
VW, Beckenbauer - ja, es liegt natürlich auch daran, dass sie die besonderen Saubermänner gegeben haben. Aber wieviel Dreck pusten US-Autos in die Luft, wie viel Korruption gibt es woanders? Vielleicht gibt es grundsätzlich keine Autos ohne Dreck, vielleicht gibt es keine großen Geschäfte ohne Korruption. Der Anspruch auf klinisch reine Weltabläufe hat etwas Unrealistisches und schließlich auch Extremistisches (Stichwort "Tugendterror").

Es scheint eine Mischung aus Neid, Destruktivität und Beißwut zu sein, die viele Kampagnen antreibt: Wir sollen keine Helden haben dürfen, alles muss dekonstruiert werden, nackt und arm und hilflos sind wir dann, reif zur Übernahme.
Toll.

Christa Wallau | Mi, 14. September 2016 - 22:49

Ab einer gewissen Ebene des Sportbetriebs, bei der es nicht mehr um Dorfvereine geht, die
Freundschaftsspiele austragen, beginnt fast
zwangsläufig in ersten, bescheidenen Ansätzen all das Widerwärtige, was man mit Bestechung und Doping (= Betrug) in Verbindung bringt.
Gier nach Ehre und Geld kennt keinen Anstand.
Das sollte eigentlich jeder wissen, der Verstand
besitzt.
Wer Betrug (und Selbstbetrug) nicht mitmachen will, muß sich eben fernhalten von "sauberen" Sportereignissen und stattdessen besser selber Sport als reines Hobby betreiben. So einfach ist das.
Man wird doch nicht gezwungen, sich Fußballspiele, Olympische Spiele oder Weltmeisterschaften anzuschauen. Ansonsten
darf man hinterher nicht so tun, als habe man
von allem nichts gewußt. Es war einem im Zweifelsfalle eben egal, wie der Rekord oder die
Medaille zustande kam. Hauptsache:
Nervenkitzel und Spaß!

Arne Bruhn | Do, 15. September 2016 - 23:15

In reply to by Christa Wallau

Mein "Mackensen" definiert Sport als 'Zerstreuung' - 'Pflege der Körpertätigkeit' - 'Art Leibesübungen' - 'Zeitvertreib'. Das alles trifft, wie Sie es beschreiben, fast nur auf "den Dorfverein zu. Fast, weil da schon Jugendliche bei einem Vereinswechsel fragen "Was krieg' ich dafür?" So bleiben eigentlich nur die, die nach Feierabend ihre Runden drehen, ob laufend, radelnd oder schwimmend - aus Freude an der Bewegung und um "fit" zu bleiben. Alles darüber ist Beruf - auch in Teilzeit - gegen Entgelt!!! Ein Lieferwagenfahrer, der täglich hunderte von Paketen zu den Kunden schleppt, hat daher bei mir weit mehr Achtung verdient als die sogenannten "Sportler", die sich für das Entgelt eines solchen Fahrers nicht einmal vom Stuhl erheben würden, den Verwaltern (d.h.Funktionären) überhaupt nicht zu reden!

hans jürgen laumann | Fr, 23. September 2016 - 23:11

In reply to by Christa Wallau

Sehr geehrte Frau Wallau,
wo leben Sie ? ........ Auf-putschen ist Lifestyle: in jedem Fitnessclub werden
dem Kunden "Erfrischungsgetränke" und "mehr" angeboten , Kinder bekommen Pülverchen für(nicht gegen) ? verabreicht, die Alten für den Erhalt - nicht gegen
den Abbau - Stärkungsmitttel geboten. ........
Wir pflegen eine Empörungs-Kultur , in der Jeder auf den Anderen mit dem Finger
zeigt...........

Karola Schramm | Do, 15. September 2016 - 11:07

Tja, so ist das. "Sport ist Mord" sagt ein Spruch und dabei wird die Moral mal eben abgeschafft. Die passt nicht in das System Sport, der von der Wirtschaft vollkommen aufgesogen wird. Weder die brasilianische Wirtschaft noch die griechische Wirtschaft oder andere haben echt von den olympischen Spielen profitiert. Sie haben Schulden am Hals die der nächsten Generation die Luft abdrücken könnte und wahrscheinlich auch tut. Die Wirschaft braucht Schuldner und erzwingt mit vielen Knebelverträgen die Rückzahlung. Die Dummen sind die Bevölkerungen, die dann an die kurze Leine gelegt werden.
Beckenbauer und Co sind die finanziellen Gewinner. Moralisch gesehen sind sie die großen Verlierer. Doch solange Moral kein Wert mehr ist - werden die Sieger gefeiert.
Warum eigentlich wurde Russland so gedemütigt, wo man doch weiß, dass alle Länder dopen ? Gehört das zum medial-sportlichen Geschäft oder zu was sollte das gut sein ?

ob ein Staat Doping quasi verordnet oder ob ein Angehöriger eines bestimmten Staates sich selbst für Doping entscheidet.
Wie auch immer, den Hype um Leistungssport habe ich persönlich nie verstanden. Berufssportler sind schlicht Entertainer.

Sie lesen mal bitte hier: http://www.wissenswerkstatt.net/2007/05/31/aerzte-im-schafspelz-die-fre…

Der Link ist zwar schon etwas alt, aber die Problematik ist im Jahr 2016 immer noch ( leider) aktuell.

Wussten Sie schon das ca. 80% der norwegischen Skifahrer Asthmatiker sind. Liegt das nicht zufällig daran, dass die Präparate gegen Asthma Leistungssteigernd sind?

Jetzt sind das eben "ADHS" ( als neue Modekrankheit der Sportler ) und andere zum Teil höchst umstrittene und medizinisch nicht exakt festzulegende Diagnosen. Doping und Sportbetrug ist eben keineswegs ein nur russisches Thema. Keine Nation hat mehr Olympiamedaillen wegen Dopings verloren als wie die......USA. Alles nachprüfbar.

Hallo, Herr Fischer, vielen Dank für die Mühe die Sie sich machten, um mir Ihre Kenntnisse mitzuteilen. Habe mich bei Birgit Dressel festgelesen, d.h. noch weitere Berichte studiert. Unfassbar und kein schleches Gewissen. Ja, das ADHS jetzt auch Erwachsene haben sollen, macht doch die Pharmazie immer reicher, insbesondere mit Ritalin. Der Erfinder dieses Aufputschmittels sollte etwas für seine Frau, die Tennis als Hobby hatte und besser werden wollte, erfinden. Er nannte es nach ihr - Rita. (Ritali wohl die Koseform von Rita in der Schweiz, das M angehängt und fertig war der Name des neuen Produkts.
beste Grüße K.S.

Yvonne Walden | Do, 15. September 2016 - 15:57

Wir Deutsche lieben "den schönen Schein", handeln jedoch vielfach gegensätzlich.
Dies gilt beim Umweltschutz (Verhinderung einer Klimakatastrophe) ebenso wie beim professionellen Sport.
Angesichts der Tatsache, daß der sportliche Gedanke durch den DFB oder den DSB überwiegend mißbraucht wurde bzw. wird, sollte sich die Bundesregierung überlegen, ob eine sogenannte Sportförderung überhaupt noch Sinn macht oder besser eingestellt werden müßte.
Darüber hinaus sollte der Profisport (hier insbesondere der Berufsfußball) deutlich stärker besteuert werden.
Polizeieinsätze sollten den Bundesliga-Clubs in voller Höhe berechnet werden, wie dies der Verein "Werder Bremen" angeblich vorhat.
Im übrigen: Die Übertragung von professionellen Sportveranstaltungen aller Art sollten nicht über ARD und ZDF erfolgen, sondern über einen speziellen Sportkanal.
Es ist nicht einzusehen, daß die Programmplanungen von ARD und ZDF wegen ständiger Sportsendungen über den Haufen geworfen werden müssen.

Torsten Kümmel | Do, 15. September 2016 - 17:12

"Es ist nicht einzusehen, daß die Programmplanungen von ARD und ZDF wegen ständiger Sportsendungen über den Haufen geworfen werden müssen."

Mr. Spock sagt dazu:
“In critical moments, men sometimes see exactly what they wish to see.”

Peter Gramm | Do, 15. September 2016 - 17:28

der Betriebsausgabenabzug für diese idiotisch hohen Sponsoringverträge müsste begrenzt werden damit sich diese [Anm. der Redaktion: Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Beleidigungen] nicht die Taschen vollstopfen können. Anders wird man diesen Auswüchsen nicht Herr werden. Diese Entlohnung stehen in keinem Verhältnis mehr zu den erbrachten Leistungen.

Bernd Fischer | Do, 15. September 2016 - 17:40

Zitatanfang: Im übrigen: Die Übertragung von professionellen Sportveranstaltungen aller Art sollten nicht über ARD und ZDF erfolgen, sondern über einen speziellen Sportkanal.
Zitatende:

Dem stimme ich zu.

Der Anfang ist gemacht, denn das US-Unternehmen Discovery ( Eurosport ) hat die Fernsehrechte für die Olympischen Spiele 2018 bis 2024 erworben.

Endlich bleibt mir das zeitweilige "Genöle" der "Sportreporter" von ARD und ZDF mit arroganten Untertönen erspart, und zweitens muss ich mir die sogenannten Experten nicht mehr anhören.
Besonders spannend war , das eine Kristin Otto ( ZDF ) empört vom Doping der Russen....und anderer Nationen sich echauffiert hatte.
Wie verlogen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kristin_Otto

hermann klein | Do, 15. September 2016 - 17:41

Bestürzung und Empörung gegenüber Beckenbauer wegen der Vergabe der WM 2006 und Bach (beide absolute Vorzeige-Sportler) wegen der Teilnahme Russlands in Rio, von Seiten unsrer bekannten Moral-Aposteln.
Es vergeht seit der 68er Kulturrevolution kein Tag in Deutschland in dem wir unser eigenes Nest nicht mit Dreck beschmutzen, nur um andere zu gefallen.
Kein Aufschrei, kein Entsetzen, keine Hetzjagd, keine Anklage sondern noch Zuneigung von der Mainstream-Presse, wenn links/grüne Bundestagsabgeordnete gegen Gesetze verstoßen [Anm. der Redaktion: Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf unbewiesene Straftatvorwürfe]

hermann klein | Fr, 16. September 2016 - 09:46

In reply to by hermann klein

Es ist schon äußerst merkwürdig, Ihr Autor Herr Wißmann darf in seiner Kolumne, Franz Beckenbauer und Thomas Bach: „Gier, Korruption, schmutzige Geschäfte, Arroganz, Doping usw. „hemmungslos vorwerfen, jedoch wenn es sich um Verfehlungen von Personen der politischen linken, Korrektheit handelt, werden Namen nicht veröffentlich, mit der Bitte auf unbewiesene Strafvorwürfe.

Seltsam? Ein Schelm der dabei böses denkt.

Gerd Runge | Do, 15. September 2016 - 21:08

weil ich vielleicht zu blöd bin. Aber die Beiträge zu diesem Thema gehen mir doch häufig am Kern der Sache vorbei. Da wird über Progemmplanungen (TV), abzugsfähige Betriebsausgaben und verbleibende Schuldenlasten von Olympia-Ausrichtern räsoniert. Aber Thema für mich sind die Herren Bach und Beckenbauer. Der Eine kriecht dem Herren Putin ins Gesäß und ignoriert u. A. die Paralymtics, der Andere profiliert sich als ehrenwerter Ehrenamtler, kassiert aber einige Mios, obwohl der offene Werbevertrag mit ODDSET noch hinnehmbar wäre, an diesem vorbei. Versteuerung von gut 5 MIO nicht geplant oder 4 Jahre später. Zinsertrag mal ausgerechnet??? . Damals noch nicht unerheblich. Solange diese Dinge nicht personalisiert , sondern relativiert abgemildert werden, werden wir hier immer um das eigentliche Thema herumeiern.

arno wahl | Fr, 16. September 2016 - 15:24

die Herren BECKENBAUER und BACH passen irgend
wie zusammen, die "Lichtgestalt" hat Kurzschluss
und der desinteressierte BACH ist vielleicht in Mos-
kau besser aufgehoben !

Kostas Aslanidis | Fr, 16. September 2016 - 15:51

Nur die Russen sind Boese, Dopen von Morgens bis Abends.
Alle anderen sind Unschuldslaemmer.
Der gehackte Bericht zur WADA, laesst es als das erscheinen, was es urspruenglich auch war.
Eine politischen provokation gegen Russland.
Bei Beckenbauer wird teilnahmslos berichtet, bei Russland pure Hetze. Hoenes ist ja auch wieder Frei.
Es ist alles nur noch eine Farce.
Der Westen hat nicht die kleinste Moral.
Er ist total Dekadent.

SigismundRuestig | Fr, 16. September 2016 - 17:06

Die fortschreitende Kommerzialisierung des Sports in Verbindung mit allen daraus resultierenden Auswüchsen wie z.B. dem aktuellen Fall des illegalen Tickethandels des IOC-Funktionärs Patrick Hickey ist ein unumkehrbarer Prozess. Das hat schon Sloterdijk richtig analysiert!
Ansonsten waren die letzten Olympischen Spiele:
Unsportlich! Dann lieber Pokémon Go!
Ob FIFA oder IOC, Geld regiert auch die Sport-Welt, juchhe!
Durchsichtige Politik des Aussitzens! Null Toleranz mit heuchlerischen Funktionären!
Die Heuchel-Sportler und die Heuchel-Sport-Funktionäre haben jeglichen moralischen Maßstab verloren. Dem Fass schlägt den Boden aus, dass sich die Funktionärselite auch noch als "härtest mögliche Aufklärer" gebärdet! Aber die Doping-Whistle-Blowerin Julia Stepanowa von den Olympischen Spielen ausschließen! Als Vorbilder höchstens noch für Drogenabhängige, Drogendealer und Mafiosi geeignet.
Entlarvend, dass sich die Politik nicht vehement distanziert! Bleibt nur, dass sich die ...

SigismundRuestig | Fr, 16. September 2016 - 17:07

...
anständigen Bürger angewidert abwenden! Boykottiert die olympischen Spiele und die nächsten Fußball-Weltmeisterschaften im Fernsehen! Und geht auf die Barrikaden, wenn das staatliche Fernsehen weiterhin diesen Schurken eure Gebühren-Millionen/Milliarden hinterherwirft! Boykottiert die Sponsoren, solange sie diese unwürdigen Spiele unterstützen! Und: spielt lieber Pokémon Go!
Verkehrte Welt?
http://youtu.be/QqoSPmtOYc8
Viel Spaß beim Anhören!

Und im übrigen: IOC- und FIFA- Top-Funktionäre erfüllen nicht einmal die selbst gestellten ethischen Anforderungen!

Wie kann es weitergehen? Z.B. durch Neuaufbau entsprechender alternativer Sportverbände, die sich wieder auf sportliche Ideale und olympische Traditionen besinnen! Das könnte auch heißen, dem Amateursport wieder breiteren Raum einzuräumen. Ein weites Feld für innovative, motivierte und idealisierte Sportler und Sportbegeisterte! Ob sich Politik, Medien, Sponsoren darauf einlassen? Skepsis ist angebracht!

Wilhelm Maier | Fr, 16. September 2016 - 19:34

„Wir lehnen es ab, was die Hacker tun. Aber was sie jetzt getan haben, das kann nicht uninteressant für die Öffentlichkeit sein, und vor allem für die Sportwelt“, sagte Putin am Freitag in Bisckhek (Kirgistan).

Diese Leaks ließen viele Fragen aufkommen, sagte Putin. „Anscheinend gesunde Sportler nehmen legal Medikamente ein, die für andere verboten sind, und Menschen, die an schweren Krankheiten leiden, an schweren Behinderungen, werden selbst auf den Verdacht hin, solche Präparate einzunehmen, von den Paralympics ausgeschlossen.“

Mehr: https://de.sputniknews.com/politik/20160916/312585009/wada-doping-leaks…

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