Hormontherapien können bei Jugendlichen mit Geschlechterdysphorie irreparable Schäden hervorrufen / dpa

Deutscher Ärztetag mahnt zur Vorsicht - Leitlinie zur Transtherapie entzweit die Kinder- und Jugendpsychiatrie

Kinder- und Jugendpsychiater und der Deutsche Ärztetag fordern Änderungen an der geplanten Leitlinie zur Behandlung von Genderdysphorie. Die Kritik bezieht sich auf den Einfluss von Trans-Aktivisten, Interessenkonflikte – und vor allem die Empfehlung von Pubertätsblockern.

Lenzen-Schulte

Autoreninfo

Martina Lenzen-Schulte ist approbierte Ärztin und Medizinjournalistin.

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Die Debatte um die Therapie von Menschen mit Genderdysphorie, die sich in ihrem biologisch angelegten Körper unwohl fühlen, hat aktuell eine unerwartete Wendung genommen. Sah es vor einigen Wochen noch so aus, als wäre es lediglich eine Formalität, bis die neu konzipierte Leitlinie zur Geschlechtsinkongruenz und Genderdysphorie in Kraft tritt, haben nun sowohl Experten aus dem Fach Kinder- und Jugendpsychiatrie als auch der Deutsche Ärztetag an dem Leitlinienentwurf Kritik geübt und wegen der möglichen Risiken der Therapien zu mehr Zurückhaltung aufgerufen. 

Ungewöhnlich für die Diskussion der vorgeschlagenen Leitlinienempfehlungen war schon die „Vorgabe“, inhaltliche Änderungsvorschläge seien unerwünscht, denn die Aussagen seien sämtlich mit starkem Konsens verabschiedet worden. Bei der Vorstellung des Leitlinienentwurfes vor der Presse waren vier Personen aus dem Gremium zugegen, jedoch keine Kritiker. Zwar war mit Cecilia Dhejne, einer Ärztin für Psychiatrie und Sexualmedizin von der Karolinska-Universitätsklinik in Stockholm, immerhin eine Vertreterin aus dem Ausland geladen. Aber auch sie hat den deutschen Leitlinienentwurf auf der Veranstaltung lediglich gelobt. Entsprechend positiv war die Außendarstellung in vielen Medien.

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Günter Johannsen | Di., 21. Mai 2024 - 15:48

Ein Kind fragt seinen Vater: Wenn es über 50 Geschlechter geben soll, warum gibt es dann nur Gynäkologen und Urologen ... wo gehen die Anderen dann hin? Antwort: zum Psychiater!

Ernst-Günther Konrad | Di., 21. Mai 2024 - 16:05

Ich sage nur noch so viel zu dem Thema. Und wieder werden Kinder und Jugendliche zu medizinischen Versuchskaninchen gemacht. Unter den Nazis hat es diese Verbrecher gegeben, in der DDR vor allem im Leistungssport mit allen möglichen Medikamenten zur Leistungssteigerung und jetzt wieder mit Hilfe "gekaufter und abhängiger" Ärzte natürlich der Pharma verschrieben, die daran natürlich verdient. So, so. Es geht auch um rechtliche Ansprüche künftiger Geschädigter? Genauso ausgeschlossen wie bei Corona? Unwiederbringliche nicht therapierbare psychische und physische Schäden? Wir haben nicht mal ausreichend Plätze für geschädigte Kinder und Jugendliche aufgrund Corona. Und jetzt kommen noch solche hinzu, die letztlich auf sich gestellt schwerwiegende Entscheidungen treffen können, die sie ein Leben lang krank machen.

Tomas Poth | Di., 21. Mai 2024 - 16:36

Die 0,1% brauchen in ihrer Entwicklung Hilfe von der Familie und psychologische Betreuung, vieles wächst sich von selbst zurecht.
Macht sie nicht zum Gegenstand eurer Geschäfte oder zur Erweiterung der sexuellen Bedürfnisse in der transsexuellen Szene.

Günter Johannsen | Di., 21. Mai 2024 - 18:19

angesichts der Wahnsinns-Taten von Medizinern und Eltern:
"Die Forscher gehen unter anderen auf den Fall eines Zwölfjährigen ein, bei dem nach 14 Monaten seiner Behandlung mit Pubertätsblockern 59 Prozent des Keimdrüsengewebes komplett atrophiert, sprich unwiederbringlich zerstört war. Zudem zeigten sich Miniversteinerungen (Mikrolithiasis), die ein früher Hinweis auf einen bösartigen Hodentumor sein können. Dies alles legt nahe, dass es zu dauerhaften Strukturveränderungen im Hodengewebe kommt."
Eine grün-rote Familienministerin, die Eltern und Kindern so etwas empfiehlt, ist kriminell und muss fristlos entlassen werden! Aber wer von den grün-roten "Politikern" hat schon Verantwortungsgefühl? Denen geht es nicht um Menschen, sondern um ihre schäbig-m menschenverachtende linXe Ideologie?!
Wer aus grün-linXer Besessenheit Kinder und Jugendliche in Gefahr bringt, sollte auch nicht auf unterster Ebene Politik betreiben dürfen!

S. Kaiser | Di., 21. Mai 2024 - 19:02

Es ist gut zu sehen, dass es immerhin einige Ärzte gibt, die ihren hippokratischen Eid ernst nehmen, und sich trauen sich einer mobbenden und lautstarken Lobby entgegenzustellen und auf die schwerwiegenden medizinischen Folgen aufmerksam machen.
Es handelt sich um irreversible Eingriffe an minderjährigen Schutzbefohlenen, die selbst noch nicht ausgereift sind und die Tragweite einer Behandlung auf lange Sicht gar nicht erfassen können. Man kann die Schwere der Verantwortung der beteiligten Erwachsenen gar nicht genug betonen.
Hier wäre eigentlich mal ein echter Ethikrat gefragt – was macht eigentlich die gute Frau Buyx?

Albert Schultheis | Di., 21. Mai 2024 - 20:58

Die wollen die grundlegende Einheit unserer Gesellschaft und die Basis unserer Zukunft, die Familie, mit aller Gewalt zerstören! Was mit der Zwangsimpfung versagt hat, soll mit der Cannabisfreigabe und jetzt mit dem sog. Selbstbestimmungsgesetz offenbar endgültig vollendet werden: die Zerstörung von Familie und Elternschaft, so wie wir sie seit tausenden Jahren kennen. Sie wollen auf Teufel-komm-raus die Gesellschaft fragmentieren und atomisieren, dabei kennen sie nicht die geringsten Skrupel. Wenn der Staat zum Verbrecher wird, wird der Widerstand zum Gebot!
Ich vermute, das verbrecherische Corona-Regime hat einigen Ärzten die Augen geöffnet. Ärzte verweigern sich offenbar, um nicht noch einmal von einer skrupellosen, machtgeilen Politik vereinnahmt zu werden.

Helmut Bachmann | Di., 21. Mai 2024 - 21:15

der Psychiatrie/Ärzteschaft in Deutschland ist es schön, dass nicht alle Psychiater und Ärzte den Mächtigen auf den Leim gehen, sondern sich für den Patienten einsetzen, auch gegen die Ideologie.

Dorothee Sehrt-Irrek | Mi., 22. Mai 2024 - 08:19

es könnte immerhin "logisch" sein, dass sich während der hormonellen Hemmung eine andere körperliche Entwicklung anbahnt?
Dann müßte sich parallel anderes entwickeln (können)?
Die Kinder scheinen ja nicht davon auszugehen, "richtig angelegt" zu sein?
Dann aber müßte im Laufe der Hemmung die "eigentliche" Veranlagung hervortreten?
Irreversible Veränderungen ... das sind ganz schwierige Situationen für Ärzte, zumal wenn sie Kinder betreffen.
Kein Arzt* darf dazu gezwungen werden.

Brigitte Miller | Mi., 22. Mai 2024 - 15:32

Antwort auf von Dorothee Sehrt-Irrek

verstehe ich Sie richtig: Sie deuten an, dass z.B. ein biologisches Mädchen durch den Pubertätsblocker zum Jungen werden Könnte?
Kinder , "die nicht davon auszugehen, "richtig angelegt" zu sein", wären all jene, die im gegenwärtigen Transhype Pubertätsprobleme ( die wohl jeder hatte oder hat) als Veranlagung zum anderen Geschlecht deuten?
Und darin von Erwachsenen noch unterstützt werden ?
Statt ihnen zu helfen, mit der Pubertät zu Rande zu kommen und abzuwarten. Denn der grösste Prozentsatz aller Jugendlichen ( hab die Zahl grad nicht im Kopf) arrangiert sich später problemlos mit seinem biologischen Geschlecht.